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Künstliche Intelligenz

KI-Zusammenarbeit: Oh, wie schön ist es mit Kanada


„Kanada ist mehr als ein Partner, Kanada ist ein Freund“, sagt Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) und freut sich offenkundig, dass er an diesem Freitagmorgen großes Verkünden darf: Der kanadische KI-Anbieter Cohere und die einstige deutsche KI-Großhoffnung Aleph Alpha arbeiten nicht nur eng zusammen, sie werden zu einem Unternehmen.

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Im Zuge der bereits erwarteten Transaktion wird Aleph Alpha ein Teil von Cohere. „Es wird ein globaler KI-Champion entstehen, der exzellente Forschung und Entwicklung aus Heidelberg und Toronto gemeinsam wettbewerbsfähig und global skalierbar macht“, sagt der deutsche Digitalminister.

Die gemeinsame Firma soll als strategisches Gegengewicht zu anderen Anbietern insbesondere für Regierungen, kritische Infrastrukturen und Unternehmen die politisch gewünschte, technologisch aber bislang selten mögliche Unabhängigkeit bei der KI-Nutzung ermöglichen.

In die Hoffnung auf den „riesigen Markt für vertrauenswürdige KI-Anwendungen“ stimmt auch Wildbergers kanadischer Amtskollege Evan Solomon ein. Kanada, das traditionell besonders eng mit dem großen Nachbarn USA verbunden ist, sucht nach neuen Verbündeten in der Welt – und zwar echten, betont Solomon: „Wir wollen Zugang zu Märkten, in denen unsere Werte geteilt werden.“

Ende Mai will die EU eine Gesetzesinitiative für europäische Cloud- und KI-Fähigkeiten auf den Weg bringen: den Cloud and AI Development Act (CADA). Darin könnten auch Vorgaben enthalten sein, welche Kriterien Cloud- und KI-Anbieter erfüllen müssen, um bei kritischen Dienstleistungen oder in der europäischen Verwaltung mitspielen zu dürfen.

Kanada macht das schon vor: „Wir kümmern uns um unsere Champions“, sagt der kanadische Digitalminister – etwa mit Aufträgen von staatlichen Stellen. Nur ist der EU-Markt ungleich größer als der kanadische. Für Cohere öffnet sich mit Aleph Alpha der Zugang zu einem attraktiven Markt.

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Cohere-Chef Aidan Gomez sieht auch darüber hinaus Vorteile in der Fusion: Aleph Alpha bringe viel Erfahrung mit Small Language Models (SLMs) mit, habe viel mehr Erfahrung mit europäischen natürlichen Sprachen. Und auch der Zugang zu europäischen Behörden spiele eine Rolle, erklärt Gomez.

Ohne Schwarz Digits, der zur Lidl-Kaufland-Gruppe gehörenden IT-Souveränitätshoffnung der Bundesrepublik und Anteilseigner von Aleph Alpha, wäre dieser Deal wohl nicht zustandegekommen. Schwarz bringe sich mit Rechenkapazitäten und den Diensten der hauseigenen Cloud Stackit sowie im Forschungsbereich ein, erklärt Geschäftsführer Rolf Schumann – und investiere eine halbe Milliarde Euro.

Nicht ohne Eigeninteresse: je unabhängiger von den großen chinesischen und US-Hyperscalern und KI-Anbietern, umso besser für das Geschäft. Schwarz verspricht souveräne Lösungen für europäische Unternehmen und stellt diese auch für den eigenen Handelskonzern bereit.

„Spezialisierte Modelle für das Domänenwissen“, etwa in der deutschen Industrie, gibt Schumann als Ziel aus. Sprich: Der deutsche Maschinenbauer soll seine Daten und Prozesse lieber mit Cohere als mit OpenAI analysieren lassen.

„Um KI auch im industriellen Bereich zum Erfolg zu führen, brauchen sie Domänenwissen, brauchen Sie Champions“, sekundiert Wildberger. Und so ein Champion soll nach der Übernahme der Heidelberger Hoffnung auch das gemeinsame Unternehmen werden – ein Unternehmen, in dem die Kanadier klar das Sagen haben werden. Doch Aleph Alpha solle als Teil von Cohere personell wachsen, verspricht Gomez.

Der Hauptsitz des Unternehmens bleibt in Toronto. Dennoch sei sichergestellt, dass die europäischen Souveränitätswünsche auch in Zukunft berücksichtigt würden, versichern die Beteiligten. Bisher gibt es dafür aber noch keine standardisierten Regeln.

Eine „deutsch-kanadische Staatsbürgerschaft“ habe das Unternehmen, schmunzelt Digitalminister Karsten Wildberger in die Mikrofone in Berlin. Für Kanada geht es dabei um einen der wichtigsten Märkte für seine Unternehmen – für die EU-Staaten darum, überhaupt gleichgesinnte und vergleichbar fähige Staaten auf der Welt von einer Kooperation zu überzeugen.


(vbr)



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Künstliche Intelligenz

Humanoider Roboter für extreme Umgebungen: „Pemba“ besteigt Vulkan Chimborazo


Der humanoide Roboter „Pemba“, ein modifizierter Unitree G1-Roboter, hat den 6200 m hohen Gipfel des ecuadorianischen Vulkans Chimborazo bei einer Expedition erfolgreich bestiegen. Das berichtet Humanoids Daily am Montag. Der Versuch, humanoide Roboter so anzupassen, dass sie unter extremen Bedingungen eingesetzt werden können, hat den Zweck, dass sie eines Tages selbstständig Umweltdaten in entlegenen Gebieten sammeln sollen. Geplant ist, dass der Roboter an zwei weiteren Expeditionen teilnimmt. Bei einer davon soll er den Mount Everest besteigen.

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Initiator des „Pemba“-Projekts ist der Ingenieur Pablo Berlanga Boemare. Seine Vision ist es, dass humanoide Roboter etwa in abgelegenen Naturschutzgebieten Überwachungsaufgaben durchführen und dabei bisher verwendete umfangreiche Netzwerke aus stationären Kameras und Sensoren ersetzen. Denn das Aufrechterhalten dieser Infrastruktur ist sehr kostenaufwendig. Boemare, der als Gründer von Geologic Dome und davor an Naturschutzinitiativen des World Wildlife Fund (WWF) beteiligt war, weiß, wovon er spricht: Die Überwachung von Wildtieren, Umweltveränderungen, Wilderei und illegale Abholzung ist ein dauerhaftes Erfordernis. Roboter könnten diese Aufgabe langfristig autonom, womöglich flexibler mit ihren vielfältigen Sensoren und ihrer Künstlichen Intelligenz (KI) erledigen. Angebunden ist der Roboter dann etwa über Starlink, aufgeladen wird er mittels Sonnenenergie.

Bevor das losgehen kann, müssen humanoide Roboter jedoch den extremen Bedingungen trotzen, um länger autark ihre Aufgaben durchführen zu können. Das umfasst etwa das Aushalten von extremen Temperaturen und Temperaturschwankungen, vor denen die Elektronik und die Aktuatoren des Roboters geschützt werden müssen. Die Ingenieure bauen deshalb spezielle Thermomanagementsysteme und Belüftungskomponenten ein und schützen die Robotergelenke etwa vor Schnee und Kälte. Dass das klappt, hatte Unitree bereits mit seinem G1-Roboter im chinesischen Xinjiang in der Region Altay bei bis zu -47,4 °C demonstriert.

„Pemba“ hat mit der Besteigung des Chimborazo auf 6200 m ebenfalls bewiesen, was mit Modifikationen am humanoiden G1-Roboter möglich ist. Ganz autonom war der Roboter jedoch nicht unterwegs. Steigungen mit über 30 Grad kann der Roboter nicht autonom bewältigen und benötigte noch Unterstützung bei dem insgesamt 16-stündigen Aufstieg zum Gipfel. Denn an steilen Passagen musste der rund 35 kg schwere Roboter von menschlichen Expeditionsteilnehmern getragen werden. Entsprechend müsse der Roboter als Nächstes so angepasst werden, dass er auch steile Geländeabschnitte selbstständig bewältigen kann.

Die nächsten Expeditionen stehen bereits fest: Im Rahmen der „Triple Crown“-Roboterexpeditionen soll der G1 neben dem Chimborazo auch noch den Mount Everest besteigen. Der Plan ist, den Roboter zwischen dem Basislager auf 5364 m und dem Lager IV auf etwa 7920 m Höhe einzusetzen und dabei Batterie, Gelenkbelastung, Fortbewegungsleistung und den Schutz vor Umwelteinflüssen zu testen. Das Ziel ist es, den Roboter in solchen Umgebungen etwa zur Gletscherüberwachung, für Search&Rescue-Missionen und dem Einsammeln von Müll, ein besonderes Problem am Mount Everest, zu verwenden. Dabei muss der Roboter jedoch recht widrigen Umständen trotzen, denn neben der Witterung, den niedrigen Temperaturen und den anspruchsvollen Geländebedingungen kommen auch noch Herausforderungen in Form von eingeschränkter Kommunikation und Energieversorgung auf den Roboter zu.

Wann und ob „Pemba“ überhaupt den Mount Everest besteigen kann, ist jedoch noch ungewiss. Dabei stehen ihm aber keine technischen, sondern regulatorische Hürden im Weg. Bisher fehlt in Nepal noch der rechtliche Rahmen für Roboter-Expeditionen. Die zuständigen Behörden wollen deshalb erst neue Regelungen für nicht-menschliche Bergsteiger aufstellen, bevor ein Roboter auf den Mount Everest steigen kann, wie The Kathmandu Post schreibt.

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Entsprechend verzögert sich das Vorhaben. Die Initiatoren des „Pemba“-Projekts arbeiten derzeit mit den Behörden zusammen, um schnellstmöglich entsprechende Richtlinien auf den Weg zu bringen. Angedacht ist ein möglicher Aufstieg vom „Pemba“ auf den Everest frühestens im Herbst oder Winter 2026.


(olb)



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Künstliche Intelligenz

iX-Workshop: Hochverfügbares Proxmox VE-Cluster mit Ceph Storage


Virtualisierung und hochverfügbare Speichersysteme spielen in modernen IT-Infrastrukturen eine zunehmend zentrale Rolle. Proxmox VE bietet dabei eine offene, unabhängige und leistungsfähige Alternative zu proprietären Virtualisierungslösungen wie VMware oder Hyper-V.

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In dem praxisorientierten Workshop Proxmox VE-Cluster mit Ceph-Speichersystem einrichten lernen Sie, wie Sie hochverfügbare Virtualisierungs- und Speicherarchitekturen mit Proxmox VE und Ceph aufbauen und betreiben. Sie erhalten einen fundierten Überblick über beide Technologien, verstehen deren Zusammenspiel und erfahren, wie Sie diese effizient in produktiven Umgebungen einsetzen.

Dabei machen Sie sich mit grundlegenden Konzepten, bewährten Vorgehensweisen und Methoden zur Fehlersuche vertraut. Sie erwerben umfassendes Wissen über die Einrichtung und Verwaltung eines hochverfügbaren Proxmox-Clusters und erfahren, wie Sie Ceph als skalierbare, verteilte Speicherlösung in Proxmox integrieren und für maximale Redundanz und Performance konfigurieren können.

Im praktischen Teil des Workshops wird eine vollständige Cluster- und Speicherumgebung aufgebaut – von der Grundkonfiguration über Netzwerkeinstellungen bis hin zu fortgeschrittenen Ceph-Konfigurationen.

Sie lernen dabei, typische Risiken wie Datenverlust oder Ausfallzeiten zu minimieren und erhalten konkrete Best Practices zur Stabilität und Fehlersicherheit im produktiven Betrieb. Ergänzend werden typische Fehlerbilder analysiert und praxisnahe Lösungsstrategien vermittelt.

Juli
21.07.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 23. Jun. 2026
September
16.09.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 19. Aug. 2026
November
17.11.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 20. Okt. 2026

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Sie profitieren von der direkten Anleitung durch Ihren Trainer Yannick Haymann, Gründer und leitender Berater der Sysfacts AG. Seit über 15 Jahren begleitet er Unternehmen bei der Planung und Umsetzung komplexer Datacenter- und Virtualisierungsinfrastrukturen.

Im Workshop vermittelt er nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die entscheidenden architektonischen Überlegungen aus realen Projekten. Sie erhalten konkrete Hinweise zur Auslegung, zum stabilen Betrieb sowie zur Vermeidung typischer Planungs- und Konfigurationsfehler.

Der Workshop richtet sich an IT-Administratoren mit Erfahrung in Server- und Netzwerkadministration, die Proxmox VE und Ceph in ihrer Infrastruktur einsetzen möchten. Ebenso eignet er sich für Anwender mit ersten Proxmox-Kenntnissen, die den Aufbau und Betrieb hochverfügbarer Clusterlösungen in produktiven Umgebungen erlernen wollen.


Upgrade für Ihre IT-Skills - Von Experte zu Experte

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(ilk)



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Secure Boot: UEFI-Bootmanager unter Windows prüfen


Ob Windows oder Linux: Die UEFI-Firmware Ihres Computers erlaubt bei aktivem Secure Boot nur Bootmanager, die einem gültigen Zertifikat signiert wurden. Die für den Abgleich nötigen Zertifikate im UEFI-Speicher stammen meist von Microsoft, laufen allerdings bald ab. Zudem wurden in sehr vielen Bootmanagern ausnutzbare Schwachstellen gefunden, weshalb sie gesperrt werden müssen. Die nötigen Updates können schlimmstenfalls dazu führen, dass Ihr Betriebssystem von der eingebauten SSD nicht mehr bootet, obwohl es das am Tag davor noch tat. Dasselbe kann für bootfähige USB-Laufwerke gelten. Doch welche Bootmanager genau sind von den Problemen betroffen?

Unter Linux ist es kein großes Problem, mal eben das Zertifikat auszulesen, mit dem ein Bootmanager signiert wurde; der Befehl lautet # sudo sbverify –list /boot/efi/boot/bootx64.efi. Doch unter Windows ist es komplizierter.

  • Secure Boot blockiert Bootmanager, deren Signatur-Zertifikate gesperrt oder abgelaufen sind.
  • Unser PowerShell-Skript listet alle relevanten Bootmanager-Dateien auf internem Datenträger und USB-Laufwerken auf.
  • Farbige Markierungen zeigen, welche Bootmanager nach den anstehenden Secure-Boot-Updates noch starten werden.

Also haben wir mit KI-Unterstützung ein weiteres PowerShell-Skript geschrieben. Es zeigt in einer übersichtlichen Tabelle alle für Secure Boot relevanten Dateien auf dem internen Datenträger sowie auf allen gerade angeschlossenen USB-Laufwerken. Die Liste ist in den meisten Fällen sehr kurz, denn auf einem reinen Windows-Rechner kommt es gerade mal auf zwei Dateien an, weil nur diese beiden von der UEFI-Firmware per Secure Boot geprüft werden. Länger wird die Liste, wenn Sie bootfähige USB-Laufwerke anstöpseln, denn die darauf enthaltenen Bootmanager untersucht das Skript ebenfalls. Farbige Markierungen helfen beim Einordnen der ausgelesenen Informationen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Secure Boot: UEFI-Bootmanager unter Windows prüfen“.
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