Apps & Mobile Entwicklung
Manipulierte Downloads: Website von JDownloader kompromittiert und derzeit offline

Die Heimat des bekannten Download-Managers JDownloader ist in der Nacht auf Mittwoch Ziel eines Angriffs geworden. Nach ersten Erkenntnissen gelangten Angreifer über eine ungepatchte Schwachstelle in das System und manipulierten dort Links, die zu geänderten Download-Dateien führten. Die Website bleibt derzeit weiterhin offline.
Dies haben die Entwickler in einem Beitrag auf Reddit mitgeteilt und bestätigten gleichzeitig, dass die alternative Download-Seite des Managers kompromittiert und für weitere Untersuchungen vorübergehend abgeschaltet wurde.
Schwachstelle ausgenutzt um Links zu ersetzen
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge zielte der Angriff darauf ab, Inhalte der Website zu verändern und Download-Links auszutauschen. Zahlreichen der darüber zu beziehenden Dateien sollen digitale Signaturen fehlen, wodurch diese ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen würden. Unter Windows habe SmartScreen die Ausführung der Dateien jedoch in vielen Fällen blockiert oder zumindest eine Warnung ausgegeben und so die Systeme der Anwender geschützt. Auch die Shell-Installationslinks für Linux sollen laut den Entwicklern manipuliert worden sein und die Dateien schadhaften Shell-Code enthalten haben. Nicht betroffen seien hingegen die macOS-Versionen, die weiterhin über gültige Signaturen verfügen sollen.
Nicht alle Dateien betroffen
Für Anwender, die JDownloader über Docker-Images von Drittanbietern beziehen, bestehe laut den Entwicklern keine Gefahr. Die dafür verwendete JDownloader.jar werde aus einer anderen Infrastruktur geladen und sei deshalb nicht kompromittiert worden. Gleiches gelte für Dateien, die über Flatpak oder Winget verteilt werden. Diese Infrastruktur gehöre ebenfalls nicht zu den von den Entwicklern betriebenen Systemen, zudem habe eine Überprüfung keine Auffälligkeiten ergeben. Dasselbe treffe auf Snap-Pakete zu, die ebenfalls eine eigene JDownloader.jar enthalten und daher unverändert geblieben seien. Auch die für Updates genutzten Dateien sollen nicht betroffen sein, da hierfür ebenso eine separate Infrastruktur verwendet werde und diese zusätzlich durch eine End-to-End-Digitalsignatur abgesichert seien.
Angriff blieb einige Zeit unentdeckt
Der Angriff soll sich bereits am Mittwoch gegen zwei Uhr nachts ereignet haben, entdeckt wurde er den Einträgen zufolge allerdings erst gestern. Damit könnten bereits manipulierte Dateien heruntergeladen worden sein. Als Ursache identifizierten die Entwickler eine ungepatchte Sicherheitslücke, über die sich die Access Control List (ACL) ohne Authentifizierung verändern ließ. Dadurch konnten die Bearbeitungsrechte auf „alle“ gesetzt und anschließend die Download-Links manipuliert werden. Die Log-Dateien sollen zudem zeigen, dass der Angreifer sein Vorgehen zunächst auf einer Dummy-Seite testete, bevor später die eigentliche alternative JDownloader-Seite angegriffen wurde.
Seite bleibt zunächst offline
Die manipulierte Website sowie die kompromittierten Dateien seien bereits kurz nach dem Vorfall mithilfe vorhandener Backups wiederhergestellt und die Serverkonfiguration überprüft worden. Dennoch soll die Seite bis zum späten heutigen Freitag offline bleiben, bis sämtliche notwendigen Patches installiert und alle Konfigurationen abgesichert seien.
Auch andere Anwendungen in der Vergangenheit betroffen
Angriffe dieser Art sind inzwischen keine Seltenheit mehr. So berichtete der Entwickler des bekannten Texteditors Notepad++, Don Ho, bereits im Dezember vergangenen Jahres, dass über die Update-Funktion der Anwendung fremde Daten eingeschleust werden konnten. Ausgangspunkt sei damals die Infrastruktur des Providers gewesen, bei dem die Update-Server gehostet wurden. Betroffen war der von Notepad++ genutzte Updater WinGUp, über den anschließend manipulierte Aktualisierungen verteilt werden konnten.
Laut Ho sollen die Angreifer zwischen Juni 2025 und Dezember 2025 Zugriff auf die Update-Server gehabt haben. Als Reaktion auf den Vorfall wechselte der Entwickler kurze Zeit später den Hoster. Für Anwender bedeutete der Vorfall, dass die bereinigte Version 8.8.9 zunächst manuell installiert werden musste, da die Verteilung nicht über den integrierten Updater erfolgen konnte. Erst ab dieser Version ließen sich neue Ausgaben wieder regulär über die interne Aktualisierungsfunktion beziehen und einspielen.
Auch Download über ComputerBase betroffen
Auch der Download über das ComputerBase-Download-Archiv war betroffen, denn darüber wurden nicht direkt die korrekten Dateien, sondern die kompromittiert Download-Seite von JDownloader selbst verlinkt. Laut internen Statistiken wurde diese Seite bis zum Abschalten über den Download auf ComputerBase aber nur fünf Mal aufgerufen.
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Steam Machine: Verkauf startet mit über 1.000 Euro und Losverfahren
Valve hat die Pforten für den Kauf einer Steam Machine geöffnet. Die zwei Varianten der Steam Machine sind ab 1.039 Euro erhältlich. Wer eine kaufen möchte, hat bis zum 25. Juni Zeit, sich zu bewerben. Ja, richtig gelesen, alle Interessenten landen im Lostopf und können mit Glück eine Steam Machine kaufen.
Zwei Varianten mit oder ohne Controller
Vor knapp einer Woche haben sich via frischen Geekbench-Ergebnissen die Hinweise verdichtet, dass die Steam Machine vermutlich schon in Kürze erscheinen wird. Nun ging die offizielle Bestellseite der Steam Machine online. Erhältlich ist die Steam Machine in zwei verschiedenen Varianten, jeweils mit und ohne Steam Controller.
Das kleinere Modell besitzt eine 512 GB große NVMe-SSD und kostet 1.039 Euro. Die größere Version mit 2 TB hat mit 1.359 Euro einen über 300 Euro höheren Preis. Die beiden Angebote mit Steam Controller sind mit 1.108 Euro und 1.428 Euro jeweils rund 70 Euro teurer. Im Vergleich zum Einzelkauf des Steam Controllers können somit 30 Euro gespart werden. Neben dem größeren Speicher besitzt die Variante mit 2 TB zwei zusätzliche, abnehmbare Frontblenden aus rotem Stoff und massivem Walnussholz.
Teilnahme an Verlosung notwendig
Für alle Interessenten gilt, dass nicht einfach eine Steam Machine bestellt werden kann. Unabhängig von der gewünschten Variante haben alle interessierten Spieler bis 19:00 Uhr am 25. Juni Zeit, ihren Hut in den Ring zu werfen. Die Variante kann nachträglich nicht mehr geändert werden. Wer sich bis zur Deadline registriert, erhält per Zufallsverfahren einen Platz auf der Reservierungs- respektive Warteliste zugewiesen.
Der jeweilige Steam-Account muss ein paar Anforderungen erfüllen. Er „darf nicht negativ aufgefallen sein“ und muss bereits vor dem 27. April 2026 einen Kauf bei Steam getätigt haben. Je Haushalt ist jeweils nur eine Bestellung gestattet.
Tragen Sie sich bis zum 25. Juni um 19:00 Uhr MESZ in die Liste ein. Alle Einträge werden nach Ablauf der Frist per Zufallsgenerator gemischt. Das Ergebnis wird Ihnen kurz darauf per E-Mail mitgeteilt. Eine Teilnahme nach Ablauf der oben genannten Frist ist nicht möglich.
Steam
Sobald das Zeitfenster geschlossen ist, erhalten alle eingetragenen Spieler eine von zwei möglichen E-Mails. Die Glücklichen erhalten eine E-Mail, in der sie eine Bestätigung erhalten, dass sie auf die Warteschlange hinzugefügt worden und eine Steam Machine für sie reserviert wurde. Diese E-Mail enthält die tatsächliche Kaufoption. Erste Geräte sollen ab dem 29. Juni versendet werden. Alle anderen Spieler werden danach beliefert. Die zweite E-Mail vertröstet die Spieler mit der Information, dass sie eine Benachrichtigung erhalten, sobald wieder Geräte verfügbar sind. Der Versand der Steam Machines erfolgt in der EU sowie USA, Kanada, UK und Australien direkt von Steam. In Japan, Taiwan und Hongkong ist Komodo der offizielle Händler.
Steam Machine mit RDNA 3
Die Steam Machine ist ein kleiner, kompakter Würfel mit einer ungefähren Kantenlänge von 15 Zentimetern. Sie wird mit Steam OS 3.8 ausgeliefert und soll laut Valve flüsterleise und kühl betrieben werden können. Dabei soll sie mit Hilfe von AMD Zen 4 mit 6 Kernen und AMD RDNA 3 mit 28 CUs Spiele in 4K mit 60 FPS unter Einsatz von FSR darstellen können. Da kommt es gerade passend, dass AMD FSR 4.1 für Grafikkarten des Typs Radeon RX 7000, ebenfalls RDNA 3, veröffentlicht hat.
Das Netzteil ist in den kleinen Würfel integriert, und zur Konnektivität besitzt die Steam Machine Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3. Ein bisschen bunt kann sie auch sein, an der Front ist ein kleiner LED-Streifen montiert.
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Gennaker: Amazon sichert sich 600 MW aus dt. Offshore-Windpark
Amazon und Skyborn Renewables haben einen langfristigen Stromabnahmevertrag für den Offshore-Windpark Gennaker geschlossen. Mit 600 Megawatt handelt es sich laut den Unternehmen um den bislang größten einzelnen Stromabnahmevertrag in Deutschland.
Strom aus der deutschen Ostsee
Der Vertrag umfasst Strom aus dem geplanten Offshore-Windpark Gennaker, der rund 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst in Mecklenburg-Vorpommern entstehen soll. Nach Angaben von Amazon und Skyborn soll der Windpark eine Gesamtleistung von bis zu 976,5 Megawatt erreichen. Amazons Anteil über den Stromabnahmevertrag entspricht damit rund 61 Prozent der geplanten Kapazität.
Bei einem Stromabnahmevertrag sichert sich ein Abnehmer über einen längeren Zeitraum Strom aus einem bestimmten Projekt. Für den Projektentwickler kann ein solcher Vertrag die Finanzierung erleichtern, da ein Teil der künftigen Erlöse bereits langfristig abgesichert ist.
63 Windkraftanlagen geplant
Gennaker soll aus 63 Offshore-Windkraftanlagen der 15-Megawatt-Klasse bestehen. Die aktualisierte Bau- und Betriebsgenehmigung wurde im Dezember 2025 erteilt. Nach aktueller Planung sollen die Bauarbeiten nach dem Finanzierungsschluss im Sommer 2026 beginnen. Die Inbetriebnahme ist bis Ende 2028 vorgesehen. Nach Fertigstellung soll Gennaker rechnerisch genug Strom erzeugen, um mehr als eine Million deutsche Haushalte zu versorgen.
Großinvestition in Mecklenburg-Vorpommern
Skyborn beziffert das Investitionsvolumen für Gennaker auf rund drei Milliarden Euro. Ein Teil der Wertschöpfung soll in Mecklenburg-Vorpommern verbleiben: Die Monopile-Fundamente werden laut Amazon von EEW Special Pipe Constructions in Rostock gefertigt, in räumlicher Nähe zum geplanten Windpark.
Für Amazon ist der Vertrag der bislang größte Stromabnahmevertrag für CO₂-freie Energie in Deutschland. Das Unternehmen verweist darauf, dass sein deutsches Portfolio nach dem Gennaker-Abschluss zwölf Projekte mit zusammen mehr als 1,3 Gigawatt umfasst. Nach vollständiger Inbetriebnahme sollen diese Projekte zusammen rechnerisch Strom in Höhe des Jahresverbrauchs von 1,8 Millionen deutschen Haushalten liefern. Wie hoch Amazons Stromverbrauch in Deutschland tatsächlich ist, weist das Unternehmen öffentlich jedoch nicht aus.
Beitrag zum Offshore-Ausbau
Gennaker soll auch zum deutschen Ziel beitragen, bis 2030 eine installierte Offshore-Windleistung von 30 Gigawatt zu erreichen. Der Windpark wäre zugleich das bislang größte Offshore-Windprojekt in der deutschen Ostsee. Ein Bericht zur Genehmigung nannte eine erwartete Jahresproduktion von knapp vier Terawattstunden, was rund vier Milliarden Kilowattstunden entspricht.
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Retro-Gehäuse: Silverstone FLP03 belebt den Geister der 1990er wieder

Beige Farbe, Kippschalter, Turbo-Button und 5,25″-Schächte: Das Silverstone FLP03 ist der jüngste Vertreter aus Silverstones-Retro-Serie, die den Geist der 1990er-Jahre wieder auf den Schreibtisch bringt. Funktional ist aber auch das FLP03 für den Micro-ATX-Formfaktor ein Vertreter der Moderne.
An der Front markieren vertikale Gitter einen Rückgriff auf Design-Elemente der Heimcomputer-Anfangszeit bis hin zu einer Fake-Blende, die ein Diskettenlaufwerk für Speicherträger mit Magnetscheiben aussieht, dem Vorgänger der CD, die wiederum der DVD und Blu-Ray voranging. Vorhanden sind aber tatsächlich drei volle 5,25″-Schächte.
Darüber hinaus nutzt Silverstone wie beim FLP02 für das ATX-Format eine besondere Frontblende mit einem Power-Button im Kippschalter-Design. Er und der Reset-Button lassen sich wie anno dazumal per Schlüssel sperren. Der Turbo-Button erhöht nicht mehr die Taktraten des Prozessors, sondern lässt alle Lüfter mit maximaler Geschwindigkeit laufen. Das ist mehr Gag als wirklich nötig. An die Steuerplatine können bis zu sechs PWM-Lüfter angeschlossen werden.
Im Inneren modern
Hinter dem Retro-Äußeren wartet ein moderner Midi-Tower mit modernen Lüftern und den aktuell üblichen Ausstattungsoptionen der Mittelklasse. Den freien Platz an der Front füllt Silverstone mit einem 180-mm-Lüfter. Maximal passen zwei Exemplare, drei 120- oder 140-mm-Lüfter an die Front, sofern keine 5,25″-Laufwerke genutzt werden. Weitere Lüfter passen unter den Deckel sowie auf den Netzteil-Shroud. Im Heck arbeitet zudem werksseitig ein 120-mm-Lüfter.
Radiatoren können bis hinauf zum 360-mm-Format an Deckel oder Front montiert werden. Welche Kombinationen von Laufwerken, Lüftern und Radiatoren an beiden Orten im Gehäuse möglich sind, verrät das Nutzerhandbuch in einer umfangreichen Tabelle.
Festplatten packt Silverstone in eine Halterung vor dem Netzteil sowie zwei weitere hinter dem Mainboard. Kühler und Grafikkarten dürfen 155 Millimeter hoch beziehungsweise breit werden, wenn die mitgelieferte GPU-Halterung montiert wird, 163 Millimeter ohne sie. In der Länge werden Grafikkarten im FLP03 praktisch nicht eingeschränkt.
Preis und Verfügbarkeit
Wann das FLP03 den Handel erreicht, ist noch unklar. Es richtet sich allerdings an Käufer, die diesen Look unbedingt wollen: Die Preisempfehlung beträgt rund 180 US-Dollar.
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