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Massenüberwachung und autonome Waffen: Anthropic widersetzt sich dem Ultimatum des Pentagon


Das amerikanische Department of War will, dass Anthropic sämtliche Sicherheitsrichtlinien in den Modellen entfernt, die der KI-Entwickler dem Militär bereitstellt. Trotz weitreichenden Drohungen widersetzt sich Anthropic weiterhin den Forderungen.

Streitpunkte sind die Massenüberwachung im Inland sowie autonome Waffen. Anthropic-Chef Dario Amodei erklärt in einer aktuellen Stellungnahme, dass man dem Militär nicht vorschreiben will, welche Aufträge es mit der KI-Technologie erfüllt. Ausschließen will man aber Tätigkeiten, bei denen die Sicherheit und Zuverlässigkeit nicht gewährleistet werden könne.

Das gilt insbesondere für autonome Waffen. Aktuelle KI-Systeme würden nicht zuverlässig genug arbeiten und wären laut Amodei damit ein Risiko für Zivilisten und US-Soldaten.

Dass die Modelle für rechtmäßige Geheimdienstoperationen eingesetzt werden, unterstütze Anthropic grundsätzlich. Bei der Massenüberwachung im Inland wären die Systeme aber nicht mit demokratischen Werten vereinbar, weil diese deutlich mehr Analyse-Möglichkeiten bei den Datenbergen bieten, die US-Dienste ohnehin sammeln.

Womit das Pentagon droht

Interessant wird nun, wie das Pentagon reagiert. Wie Axios berichtete, hat der amerikanische Kriegsminister Peter Hegseth Anthropic eine Frist bis heute eingeräumt. Er will Zugang zu den Modellen ohne Restriktionen, das Militär soll selbst über den Einsatzzweck bestimmen – auch wenn man offiziell erklärt, dass die von Anthropic genannten Punkte überhaupt nicht vorgesehen seien.

Sollte Anthropic sich verweigern, stehen folgende Konsequenzen im Raum:

  • Das Pentagon entfernt die Claude-Modelle aus den Systemen des Kriegsministeriums.
  • Anthropic wird als Lieferketten-Risiko eingestuft.
  • Man will die Aufhebung der Sicherheitsrichtlinien mit dem Defense Production Act erzwingen.

Gravierend für Anthropic ist vor allem die Einstufung als Lieferketten-Risiko. Bis dato nutzen US-Behörden dieses Verfahren für chinesische Netzwerk-Ausrüster wie Huawei, um so zu verhindern, dass die entsprechenden Komponenten in kritischer Infrastruktur verbaut werden. Für den russischen Antiviren-Hersteller Kaspersky Labs wurde ebenfalls so eine Warnung ausgesprochen.

Bei Anthropic wäre es das erste Mal, dass ein amerikanisches Unternehmen als Lieferketten-Risiko klassifiziert wird. Die Konsequenzen in der Praxis sind: Nicht nur das US-Militär verzichtet auf Claude-Modelle. Auch wer mit dem US-Militär kooperiert, darf keine Anthropic-Produkte – zumindest bei den entsprechenden Aufträgen – nutzen.

Nicht völlig klar ist, welche Auswirkungen so eine Einstufung auf Cloud-Konzerne wie Google und Amazon hat, die beide Dienstleistungen für das Militär betreiben. Die Rechenzentren-Kapazitäten so aufzuteilen, dass Anthropic-Produkte und Pentagon-Dienste strikt getrennt sind, dürfte aber ein komplexes und damit teures Unterfangen sein.

Claude wurde bei Manduro-Entführung verwendet

Dass der bestehende Deal zwischen Anthropic und dem Kriegsministerium hinfällig sein könnte, ist für das KI-Unternehmen eher verkraftbar. Der Deal hat einen Wert von 200 Millionen US-Dollar, der prognostizierte Umsatz für 2026 liegt hingegen bei 18 Milliarden US-Dollar.

Wie Hard Fork analysiert, könnte man so eine Summe als Marketingkosten verbuchen. Immerhin sendet Anthropic damit die Botschaft, im Gegensatz zur Konkurrenz wie Google und OpenAI bestimmte Fähigkeiten nicht anzubieten, wenn die ethisch oder rechtlich fragwürdig sind. Relevant dürfte daher vor allem die Frage sein, ob das Pentagon Anthropic als Lieferketten-Risiko einstuft.

Generell hat das US-Militär Interesse an den Claude-Modellen. Zum Einsatz gekommen sind diese laut einem Bericht des Wall Street Journals bereits bei der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Das erfolgte laut dem Axios-Bericht im Rahmen einer Partnerschaft mit Palantir. Verwendet wurden die Claude-Modelle demnach aber vor allem für bürokratische Aufgaben.



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CB-Funk-Podcast #157: Gruselig, aber dieses Mal nicht die Technik!


CB-Funk-Podcast #157: Gruselig, aber dieses Mal nicht die Technik!

Jan und Fabian besprechen diese Woche im ComputerBase-Podcast den ausführlichen Technik-Test zu Resident Evil: Requiem. Außerdem geht es in der 157. Episode CB-Funk auch um Patentstreitigkeiten bei Asus, Acer und Disney sowie den Staub in euren PCs.

CB-Funk: Die einhundert­siebenundfünfzigste Episode

Resident Evil: Requiem ist heute erschienen, aber schon am Mittwoch gab es bei uns einen umfassenden Technik-Test: Upscaling (DLSS, FSR), Raytracing (Normal, Hoch, Pathtracing), Frame Generation, Benchmarks, VRAM-Verbrauch – Wolfgang hat sich wirklich jeden Aspekt angesehen und Jan gehen und Fabian auf die Ergebnisse im Detail ein.

Das wichtigste lässt sich allerdings in einem Satz zusammenfassen: Das Spiel sieht stellenweise extrem gut aus und läuft dafür auch richtig, richtig gut – RE-Engine sei dank? In jedem Fall gibt es aber nicht nur von technischer Seite grünes Licht, sondern auch zum Spiel selbst.

Weitere Theman im Podcast: Patentprobleme bei Asus, Acer und kurzfristig auch Disney+ und die letzte Sonntagsfrage zu euren dreckigen (?) PCs. Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören und freuen uns auf eure Kommentare!

Wir beantworten eure Fragen

Und wie üblich zur Erinnerung: Wir möchten im CB-Funk jede Woche einige Fragen beantworten, die zum Podcast, zur Redaktion oder unseren Themen passen. Gerne könnt ihr eure Fragen an podcast@computerbase.de richten oder aber uns hier im Forum oder auf Discord per Direktnachricht anschreiben – wir sind gespannt!

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Übersicht zu den bisherigen Episoden

Eine Übersicht zu den bisherigen Podcast-Folgen und den entsprechenden Artikeln mit Kommentarbereich ist auf der Themenseite CB-Funk zu finden.



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Eines der meisterwartetes Weltraum-Spin-off startet im Mai


In den Tiefen des Kosmos warten Geschichten, die unsere bisherige Realität komplett auf den Kopf stellen. Während die einen noch gebannt zum Mond starren, bereitet sich im Verborgenen eine Mission vor, die den Blickwinkel auf den größten Wettlauf der Menschheit radikal verschieben wird.

Ihr dürft Euch auf ein Wiedersehen mit einem Universum freuen, das bereits Millionen von Zuschauern vor den Bildschirmen gefesselt hat. Apple TV hat den ersten offiziellen Blick auf „Star City“ gewährt. Dabei handelt es sich um das sehnsüchtig erwartete Spin-off zum preisgekrönten Sci-Fi-Epos „For All Mankind“. Während die Mutterserie den Fokus vornehmlich auf die US-amerikanische Seite des Mondrennens legte, wechselt Ihr nun die Straßenseite der Weltgeschichte. Ab dem 29. Mai 2026 startet die Reise hinter den Eisernen Vorhang, um die sowjetische Perspektive auf den Moment zu beleuchten, als die Welt kurz den Atem anhielt.

Star City: Paranoia hinter dem Eisernen Vorhang

In „Star City“ landet Ihr direkt im pulsierenden Herzen des sowjetischen Raumfahrtprogramms. Die Serie ist als treibender Paranoia-Thriller konzipiert, der die glorreiche Fassade der Weltraumhelden durchbricht. Hier geht es nicht nur um glänzende Raketenstufen und heroische Reden, sondern um das gefährliche Spiel der Geheimdienste und den immensen Druck auf die Ingenieure. Ihr werdet Zeuge, wie Kosmonauten und Offiziere unter ständiger Beobachtung stehen, während sie versuchen, die Grenzen des technisch Möglichen zu sprengen. Diese alternative Geschichtsschreibung zeigt Euch die enormen Risiken, die jeder Einzelne eingehen musste, um die Menschheit voranzutreiben.

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Die erste Staffel umfasst insgesamt acht Episoden, die Euch wöchentlich tiefer in die sowjetische Sternenstadt ziehen. Zum globalen Debüt am 29. Mai serviert Euch Apple TV direkt zwei Folgen als Doppelpack, damit Ihr sofort in die dichte Atmosphäre eintauchen könnt. Danach folgt jeden Freitag eine neue Dosis Hochspannung, bis die Mission am 10. Juli ihr Finale erreicht. Es ist die perfekte Gelegenheit für Euch, die Hardware Eures Heimkinos mal wieder so richtig zu fordern und in eine Welt abzutauchen, in der ein falsches Wort das Ende der gesamten Karriere bedeuten konnte.

Hochkarätiges Team für eine neue Ära

Hinter den Kulissen ziehen die bewährten Köpfe von „For All Mankind“ die Strippen, was für Euch ein echtes Qualitätssiegel darstellt. Ronald D. Moore, Ben Nedivi und Matt Wolpert zeichnen für die Kreation verantwortlich. Damit dürfte die visuelle Sprache und das technologische Design Euren hohen Ansprüchen gerecht werden. Vor der Kamera glänzt ein beeindruckender Cast, der von Rhys Ifans angeführt wird. Vielen von Euch dürfte er noch als exzentrischer Charakter aus „House of the Dragon“ im Gedächtnis geblieben sein. An seiner Seite spielen Talente wie Anna Maxwell Martin und Adam Nagaitis, die bereits in düsteren Stoffen wie „Chernobyl“ ihre schauspielerische Tiefe unter Beweis gestellt haben.

Diese Besetzung verspricht eine intensive Darstellung der menschlichen Schicksale, die oft hinter den technischen Datenblättern der Raumfahrtgeschichte verschwinden. Dass die Serie von Sony Pictures Television produziert wird, lässt zudem auf eine erstklassige Umsetzung der historischen Settings und der komplexen Spezialeffekte schließen. Ihr solltet Euch den Starttermin also rot im Kalender markieren. Denn dieses Spin-off schickt sich an, mehr als nur eine Ergänzung zum bestehenden Franchise zu sein. Es ist eine eigenständige Reise in die Schattenseiten des Mondwettlaufs, die Euch so schnell nicht wieder loslassen wird.



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Gesetzentwurf: Regierung will Solarförderung deutlich einschränken


Gesetzentwurf: Regierung will Solarförderung deutlich einschränken

Laut einem vorläufigen Gesetzentwurf erwägt das Bundeswirtschaftsministerium um Katherina Reiche Einschnitte und erhöhte Auflagen bei der Förderung von privaten Solaranlagen. Anlagen bis 25 Kilowatt sollen gar nicht mehr gefördert werden.

Kleinere Solaranlagen auch ohne Förderung wirtschaftlich

Aufgrund der gesunkenen Kosten seien kleinere Solaranlagen inzwischen bereits ohne zusätzliche Förderung wirtschaftlich wird in dem Gesetzentwurf argumentiert, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliege. Daher sollen Anlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 25 Kilowatt künftig nicht mehr gefördert werden. Allerdings sei der Entwurf noch nicht final, sodass sich daran noch etwas ändern kann.

Mehr Auflagen und weniger Geld

Betreiber einer Solaranlage mit bis zu 7 Kilowattstunden sollen außerdem in Zukunft dazu verpflichtet werden, einen smarten Stromzähler einzubauen. Dieser ist allerdings teuer und könnte die Anschaffung einer solchen Anlage unattraktiv machen, schreibt die Tagesschau in ihrem Bericht. Für bestehende Anlagen und Balkonkraftwerke gelte diese geplante Vorschrift wiederum nicht.

Einschnitte sind auch bei der Einspeisevergütung von bisher bis zu 12 Cent pro Kilowattstunde geplant. Betreiber einer Solaranlage sollen künftig nur noch die Hälfte ihres gewonnenen Stroms einspeisen dürfen. Zudem werde die Vergütung laut dem vorläufigen Entwurf nicht mehr pauschal gezahlt. Stattdessen müssten die privaten Betreiber sich erst einen Abnehmer über eine Strombörse suchen, heißt es weiter.

Kommt so die Energiewende zum Erliegen?

Sowohl der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit seinen wirtschaftlichen Interessen als auch die für Klimaschutz stehende Partei Die Grünen, betrachten den bisherigen Entwurf wenig überraschend überaus kritisch. „Die Abschaffung der EEG-Vergütung und der Zwang zur Direktvermarktung würden die Bürger-Energiewende zum Erliegen bringen“, wird BSW-Solar-Hauptgeschäftsführer Carsten König im Tagesschau-Bericht zitiert. Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge habe davon gesprochen, dass die Bundeswirtschaftsministerin Reiche mit diesem Entwurf einen „Solarkiller“ erschaffe. Der Grünen-Sprecher für Energiepolitik Michael Kellner sehe durch den Entwurf die Erfolgsgeschichte der Solarförderung bedroht.

Erst kürzlich hatten sich Union und SPD auf eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes geeinigt. Damit wird die Vorgabe, dass neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, hinfällig.



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