Künstliche Intelligenz
Meta gibt Eltern Einblick in die KI-Chats ihrer Kinder
Meta möchte Eltern mehr Einblick in die KI-Chats ihres Nachwuchses geben und führt dafür einen neuen Bereich in Teen-Konten mit aktivierter Elternaufsicht ein. Eltern sollen dort einsehen können, über welche Themen ihre Kinder in den vergangenen sieben Tagen mit Meta AI gesprochen haben. Dazu gehören vordefinierte Themenbereiche wie Schule, Unterhaltung und Gesundheit, die in weitere Unterkategorien gegliedert sind.
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Einen direkten Einblick in die Chatverläufe gibt es nicht und wäre ohnehin schwierig durchzusetzen. Teen-Konten bringen automatische Schutzmechanismen mit, die Elternaufsicht ist aber freiwillig und muss eigens eingerichtet werden. Meta führte die Konten 2024 für 13- bis 17-Jährige auf Instagram ein, 2025 wurden die altersgerechten Konten auf Facebook und Messenger ausgeweitet. Das Unternehmen erlaubt reguläre Konten erst ab 13 Jahren.
Die KI-Einblicke sind jetzt in den USA, Großbritannien, Australien, Kanada und Brasilien verfügbar, weitere Regionen folgen im Laufe des Jahres 2026.
Meta reagiert auf KI-Skandale
Während die neue Funktion allgemeine Einblicke geben soll, will Meta bei Themen wie Suizid und Selbstverletzung künftig Warnmeldungen an Eltern senden, wenn ihre Kinder entsprechende Gespräche mit Meta AI führen wollen. Diese Funktion ist noch in Entwicklung und wird bestehende Schutzmechanismen ergänzen, die altersunangemessene Antworten der KI unterbinden. Auch wenn Meta AI bestimmte Fragen nicht beantwortet, wird das angesprochene Thema bei den Einblicken angezeigt. Für Eltern, die mit ihren Kindern Gespräche über KI-Nutzung anstoßen möchten, hat Meta mit Partnern wie dem Cyberbullying Research Center geeignete Fragen erarbeitet.
Mit den Schutzmaßnahme reagiert Meta auf die wachsende Sorge um die Gefahren, die KI-Chatbots für Minderjährige darstellen. Zuletzt sorgten in den USA Fälle für Aufsehen, in denen Jugendliche nach intensiven Chats mit KI-Systemen sich selbst verletzt oder Suizid begangen haben sollen. Mehrere entsprechende US-Verfahren gegen Character.ai und Google wurden Anfang 2026 durch Vergleiche beendet, womit eine grundsätzliche gerichtliche Klärung weiter aussteht.
Meta selbst ist im vergangenen Jahre wegen seiner KI-Chatbots in die Kritik geraten: Interne Richtlinien erlaubten laut einem Bericht unter anderem rassistische Aussagen sowie anzügliche Gespräche, auch mit Minderjährigen. Meta kündigte daraufhin bessere Sicherheitsvorkehrungen ein, die seither schrittweise umgesetzt werden.
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(tobe)
Künstliche Intelligenz
Samsung vor langem Streik: Zehntausende protestieren für hohe Bonuszahlungen
Weniger als einen Monat vor Beginn eines mehrwöchigen Streiks haben in Südkorea mehrere Zehntausend Angestellte von Samsung für deutliche Bonuszahlungen demonstriert, um die Gewinne aus dem KI-Boom zu verteilen. Das berichtet die Korea Times, die von etwa 40.000 Demonstrierenden (laut den Gewerkschaften) beziehungsweise etwa 30.000 (laut Polizei) spricht. Etwa 20 Aktionäre haben laut Medienberichten zeitgleich einen Gegenprotest abgehalten und die Forderungen kritisiert. Uneinigkeit herrscht demnach auch über die wirtschaftlichen Folgen und Kosten, sollte tatsächlich ab dem 21. Mai für 18 Tage gestreikt werden. Die Halbleiterproduktion müsste dann gestoppt werden.
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Historischer Streik rückt näher
Laut der Tageszeitung fordern die Gewerkschaften, dass 15 Prozent des Jahresgewinns für Boni reserviert werden. Das wären etwa 23 Milliarden Euro und im Schnitt über 340.000 Euro pro Mitarbeiter beziehungsweise Mitarbeiterin, hat Bloomberg errechnet. Samsungs Geschäftsführung hat demnach angeboten, 10 Prozent des operativen Gewinns für Bonuszahlungen zu verwenden und die Löhne um 6,2 Prozent zu erhöhen. Das hätten die Gewerkschaften abgelehnt, und noch ist unklar, ob eine rechtzeitige Einigung den historischen Ausstand verhindern kann. Der wäre erst der zweite in der Geschichte von Samsung. Im März haben die Gewerkschaftsmitglieder für den Streik gestimmt, sollten die Verhandlungen scheitern.
Bei dem Konflikt geht es um eine wachsende Einkommensschere zu konkurrierenden Firmen wie SK Hynix. Der Halbleiterhersteller hat im Herbst eine gewerkschaftliche Forderung nach einer Vergütungsreform akzeptiert, die unter anderem höhere Boni vorsieht. In der Folge sei die Zahl der Samsung-Angestellten, die einer Gewerkschaft angehören, sprunghaft angestiegen. Innerhalb von drei Monaten haben danach laut Medienberichten 100 Gewerkschaftsangehörige Samsung verlassen, um unter anderem bei SK Hynix anzuheuern. Samsung hat demnach jetzt vor den Folgen des angedrohten Streiks gewarnt und gleichzeitig versichert, weiterhin „aufrichtig“ mit den Angestellten sprechen zu wollen. Gleichzeitig geht der Konzern juristisch gegen die Streikpläne vor.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Onlinewetten auf Entführung Maduros: US-Soldat festgenommen und angeklagt
In den USA ist ein Soldat einer Spezialeinheit verhaftet worden, weil er mit Insiderwissen zum Militäreinsatz gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro auf der Online-Plattform Polymarket gewettet und mehr als 400.000 US-Dollar Gewinn gemacht haben soll. Das geht aus einer Mitteilung des US-Justizministeriums hervor (Az. 26 Cr. 114, SDNY). Es handelt sich demnach um einen 38-jährigen Mann, der seit dem 8. Dezember an den Vorbereitungen der völkerrechtswidrigen Entführung Maduros beteiligt und ab dem 27. Dezember insgesamt 13 Wetten bei Polymarket abgeschlossen haben soll. Bei einem Einsatz von 33.034 US-Dollar habe er angeblich 409.881 US-Dollar gewonnen. Später habe er versucht, seine Identität zu verschleiern. Ihm drohe eine lange Haftstrafe.
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Enorm populär, immer mehr Hinweise auf Betrug
Auf Internetportalen wie Polymarket kann man auf das Eintreten bestimmter Ereignisse wetten, dabei geht es um Ja-Nein-Fragen, deren Ausgang darüber entscheidet, wer den Gewinn bekommt. Ihre Popularität hat zuletzt hauptsächlich in den USA enorm zugenommen. Gleichzeitig gab es vermehrt Kritik, weil es immer wieder Hinweise auf den Einsatz von Insiderwissen gab. Mitte Februar wurden in Israel zwei Personen angeklagt, die mit internen Informationen aus dem Militär auf das Eintreten bestimmter Ereignisse Wetten auf Polymarket abgeschlossen haben sollen. Zudem gibt es in Frankreich Hinweise darauf, dass eine Wette auf das Wetter manipuliert wurde und in Israel wurde ein Journalist bedroht, damit er eine Nachrichtenmeldung zugunsten eines Wettausgangs ändert.
Die allesamt erfolgreichen Wetten eines Accounts auf den US-Militäreinsatz in Venezuela hatten schon unmittelbar danach für Aufsehen gesorgt. Nach den Medienberichten soll der Soldat verschiedene Schritte unternommen haben, um seine Entdeckung zu verhindern. So soll er sein Konto auf Polymarket unter Berufung auf eine falsche Behauptung gelöscht haben. Auch die Mailadresse, mit der sein Kryptogeldkonto verknüpft war, soll er geändert haben. Die Strafverfolgungsbehörden versichern jetzt, dass alle Fälle von illegalem Insiderhandel verfolgt würden. Die BBC hat erst vor wenigen Tagen mehrere Fälle von verdächtigen und äußerst lukrativen Transaktionen zusammengetragen, die augenscheinlich mit Wissen um anstehende Äußerungen von US-Präsident Donald Trump getätigt wurden.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Geld für KI: Meta Platforms kündigt jedem zehnten Mitarbeiter
Meta Platforms hat intern eine neue Kündigungswelle angekündigt. Die Belegschaft soll um ein Zehntel gekürzt werden. Das entspricht knapp 8.000 Kündigungen. Einen entsprechenden Bericht Bloombergs hat Meta gegenüber heise online als korrekt bestätigt, sonst äußert sich der Datenkonzern nicht dazu.
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Die Kündigungen werden ausdrücklich auch Mitarbeiter betreffen, die „wertvolle Beiträge” geleistet haben, schreibt Personalabteilungsleiterin Janelle Gale in einem internen Rundschreiben. Es liegt dem Wall Street Journal vor. Die Betroffenen sollen am 20. Mai informiert werden. Außerdem zieht der Datenkonzern 6.000 Stellenausschreibungen zurück.
Meta braucht Mittel für KI
Als Gründe für die Kündigungswelle führt Gale Effizienzgewinne und Ausgleich für Investitionen an. Im Vorjahr hat Meta gut 72 Milliarden US-Dollar für längerfristige Anlagegüter ausgegeben – vorwiegend Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Dieses Jahr soll dieser Posten auf 115 bis 135 Milliarden Dollar steigen. Das übersteigt selbst Metas Umlaufvermögen. Und, einmal gebaut, verursachen die Rechenzentren Betriebskosten.
Um den Cashflow zu stärken, hat das Management beschlossen, tausenden Mitarbeitern zu kündigen. Bei der Abteilung für das durchgefallene Metaverse hat Meta Platforms dieses Jahr bereits zweimal den Rotstift angesetzt: Anfang des Jahres wurden 1.500 Angestellte gegangen, im März weitere 700.
Dabei läuft das klassische Werbegeschäft Metas blendend. Mehr Nutzer denn je schauen auf Meta Platforms Diensten mehr Reklame denn je. Gleichzeitig kann Meta dafür mehr Geld verrechnen denn je. Das vierte Quartal 2025 war ein neues Rekordquartal für den Konzern. Der Quartalsumsatz war annähernd ein Viertel höher als ein Jahr zuvor und erreichte fast 60 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig zahlt Meta deutlich weniger Steuern. Die Finanzzahlen für das erste Quartal 2026 möchte Meta kommende Woche verlautbaren.
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(ds)
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