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Bezahldienst Wero: Wegen Amazon-Servern nicht ganz souverän
Der Bezahldienst Wero soll die europäische Antwort auf US-Amerikanische Bezahldienste werden. Doch eine Anfrage von netzpolitik.org offenbart die Nutzung von Amazon-AWS-Servern im Rahmen der zugrunde liegenden Infrastruktur. Doch im Zweifelsfall muss Amazon auch in Europa gehostete Daten an US-Behörden abgeben.
Wero … was?
Wero – ein Neologismus aus „We“ und „Euro“ – soll als Zahlungsdienst die Nachfolge mehrerer nationaler Zahlungssysteme wie Giropay antreten. Unter dem Dach der European Payments Initiative (EPI), einem Zusammenschluss mehrerer europäischer Banken, soll ein gemeinsames, unkompliziertes, sicheres und souveränes Zahlungssystem auf Basis von Echtzeitüberweisungen etabliert werden.
Primär soll – direkt aus der Handy-App des Nutzers – das private Senden von Geld zwischen zwei Konten möglich sein. Daneben soll auch der Einkauf im Online-Handel und an Ladenkassen möglich sein. Auch Käuferschutz und Ratenzahlungen sind geplant. Der offizielle Startschuss im Online-Handel fiel im November 2025. Während aktuell die Anzahl der teilnehmenden Händler noch begrenzt ist, sollen im Laufe des Jahres 2026 mehrere namhafte Geschäfte dazustoßen.
Mit europäischem Datenschutz … oder doch nicht?
Gerade durch den Verzicht auf außereuropäische Dienstleister sollen Datenschutzstandards nach europäischem Recht eingehalten und Zahlungen direkt zwischen europäischen Banken abgewickelt werden. Doch eine Anfrage von netzpolitik.org eröffnet Zweifel an der Umsetzung der Ziele.
Und das Beste: ganz ohne Drittanbieter und Zwischenschritte, weil sich für wero europäische Banken und Finanzinstitute erstmals direkt zusammenschließen.
Die Antwort seitens der EPI offenbart, dass Dienste zum Teil über die aus den USA stammende Amazon Web Services abgewickelt werden. Das wirft nicht nur die Frage nach der Unabhängigkeit von Drittanbietern auf, sondern auch nach der Datensicherheit im Hinblick auf Datenabgriff durch US-Behörden.
So berichtet netzpolitik.org auf Grundlage der Antwort der EPI, dass diese auf „europäische und internationale Technologieanbieter“ zurückgreift. Das betreffe auch „Managed-Infrastructure- und Software-Services von AWS“.
Dabei soll dennoch die Kontrolle über das Sicherheitsmodell und den Betrieb bei Wero liegen und auch Maßnahmen wie Verschlüsselung für Sicherheit sorgen. Auch AWS selbst als Cloud-Anbieter bietet im Rahmen der AWS European Sovereign Cloud rein in der EU gespeicherte Daten an.
Datenzugriff durch US-Behörden?
Als US-amerikanisches Unternehmen unterliegt AWS dem seit 2018 bestehenden Cloud Act und muss daher US-Behörden Zugriff auf Daten gewähren, auch wenn diese nicht in den USA gespeichert werden. Selbst wenn die Sicherheitsmaßnahmen der EPI ausreichen, um den Datenabfluss zu verhindern, stellt sich weiterhin die Frage nach der Souveränität. Laut dem Bericht von netzpolitik.org hat die EPI bereits „Notfall- und Ausstiegspläne für kritische Technologiedienstleistungen“. Das Problem scheint den Verantwortlichen entsprechend bewusst zu sein.
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Ascend 950DT: Huaweis AI-Chip mit eigenem HBM kommt bereits im August
Huaweis erster AI-Beschleuniger mit HBM3(e?)-Äquivalent könnte bereits im August dieses Jahres das Licht der Welt erblicken: der Ascend 950DT. Ursprünglich für das vierte Quartal geplant, könnten erste Kunden in China eventuell schon etwas früher darauf zurückgreifen. Details bleiben aber vage.
Da nur chinesische Medien von den Informationen rund um Huaweis Veranstaltung am 5. Juni in Shanghai berichten und Huaweis eigener Pressroom* erst heute einen nur sehr oberflächlichen Überblick liefert, ist die Informationslage vergleichsweise dünn.
Einig sind sich die Medien wie Guancha.cn und später Mydrivers als bekanntere Plattform dennoch darin: Huaweis neuer AI-Beschleuniger Ascend 950DT erscheint bereits im August.
Huawei Ascend 950 in zweierlei Ausführung
Vom Ascend 950, der auf dem altbekannten Ascend 910 in seinen diversen Varianten folgt, wird es dieses Jahr zwei Varianten geben. Die wichtigste Neuheit ist neben der Unterstützung für das FP8-Datenformat die Nutzung von HBM-Speicher, der nicht von Samsung zugekauft wird, sondern laut Huawei proprietär entwickelt wurde.
Die vorliegenden Daten lassen weiterhin nur bedingt Rückschlüsse zu: Der Ascend 950PR wird nur auf 128 GByte mit einer Bandbreite von 1,6 TByte/s setzen, was eher wenig ist und der HBM2(e)-Liga entspricht. Der Ascend 950DT erhöht sowohl bei der Kapazität auf 144 GByte und noch mehr bei der Bandbreite auf 4 TByte/s, hier könnte es sich dann um das Huawei-Pendant zu HBM3(e?) handeln.
Auf den Ascend 950DT setzt Huawei durchaus große Stücke, soll er doch viele größere Systeme antreiben. Die SuperPoDs werden bei Huawei so auch zu einem SuperCluster zusammengepackt. Darin sind in der neuen Generation 64 Atlas 950 SuperPoDs mit letztlich insgesamt 524.288 Chips verbaut.
Angeblicher Aufbau abgelichtet
Mitte der letzten Woche sind mutmaßlich authentische Fotos des möglichen Chips in sozialen Medien aufgetaucht. Der Fokus dabei richtet sich insbesondere auf Huaweis genutzte HiZQ-2.0-Lösung als eine Art Custom-HBM, die mit nur vier Chips zu je 36 GB für in Summe 144 GByte sorgen können soll. Diese Chips an den beiden Seiten wiederum scheinen aber ein Art Dual-Die-Design zu sein. Große I/O-Dies wiederum flankieren die Compute-Chips in der Mitte von oben und unten. Das gesamte Chip-Design des angeblichen Huawei Ascend 950DT sieht letztlich extrem interessant aus, da hier auch noch Interposer und andere Dinge im Spiel sein dürften.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Souls, Ego-Sicht & Napoleon: Valor Mortis variiert die Souls-Formel im Herbst

Valor Mortis mischt Souls-Gameplay mit der Ego-Perspektive und einer Prise Napoleon. Denn Spieler dienen dem französischen Herrscher auch über den Tod hinaus und bekämpfen in dessen Namen Mächte, die versessen auf die Zerstörung der Welt sind. Das klingt im positiven Sinne wild. Der Haken: Der Erscheinungstermin im Herbst.
In Valor Mortis sind Spieler tot, und zwar nicht nur, weil sie in Souls-likes häufig ableben. Sie sind schon zu Beginn des Spiels während des Diensts in Napoleons Armee abgelebt und wandeln fortan untot über die Erde – und zwar mit einiger Wut, denn das versprochene napoleonische Zeitalter wurde durch mach eine „mysteriösen Seuche“ durch eine Endzeit-Version abgelöst.
Souls-Gameplay mit Demo
Das untote Dasein bringt Vorteile unter anderem in der Unfähigkeit zu sterben und übernatürlichen Kräften, die es erlauben, gegen groteske Monster im Kampf zu bestehen. Souls-typisch besteht das Repertoire aus Parieren, Ausweichen und Zuhauen, ergänzt um magische Optionen und Parkours-Elemente. Wie sich das spielt? Das lässt sich mit Hilfe einer Demo auf Steam herausfinden.
Monster entstammen teils der gleichen Armee, in der Spieler gedient haben, nur in sehr abstrakter, verseuchter Form. Historische Personen und die bekannte Realität mischen die Entwickler hierbei mit Übernatürlichem und Horror. Den Grund für diese Umgestaltung des Bekannten sollen Spieler im Laufe der Geschichte herausfinden. Nicht nur das lässt Valor Mortis düster wirken, es sind auch die im Trailer gezeigten Gewalthandlungen. Dreckig und bedrohlich zu sein, gehört allerdings auch zum typischen Baukasten des Genres.
Erscheinungstermin im Herbst
Auch wenn es darüber hinaus wenig Infos zum Spiel gibt, steht der Erscheinungstermin fest. Gespielt werden kann Valor Mortis ab dem 24. September auf der Xbox Series X|S, sowie über den Game Pass, PlayStation 5 und dem PC. Die Chancen auf ein gutes Spiel stehen gut, denn hinter Valor Mortis stecken die Entwickler von Ghostrunner. Der gelungene Cyberpunk-Titel enthält bereits alle Elemente von Valor Mortis, vorrangig Parkours und Ego-Gameplay mit Schwert in bockschwerer Ausfertigung. Der Haken an der Sache: Im September und Oktober erscheinen auf engstem Raum alle Spiele-Highlights des Jahres, um genügend Abstand zu GTA 6 im November zu lassen. Die Konkurrenz um knappe Aufmerksamkeit ist damit extrem hoch.
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Thermal Grizzly: Erste Lüfter, WireView II, eine Noctua Edition und TG Coating
Thermal Grizzly hat auf der Computex gleich eine ganze Palette an neuen Produkten vorgestellt. Mit den Gehäuselüftern „DeltaMate Purrformante“ in zwei Dimensionen befindet sich auch der Einstieg in ein ganz neues Produktsegment darunter. Updates gab es auch für WireView und die Full-Cover-GPU-Wasserkühler der DeltaMate-Serie.
Die ersten Lüfter von Thermal Grizzly
Mit den DeltaMate Purrformante steigt Thermal Grizzly in den Markt für Gehäuselüfter ein. Die in 120 mm und 140 mm in Schwarz verfügbaren Lüfter sitzen in einem verwindungssteifen Aluminiumrahmen, was es dem Hersteller ermöglicht hat, den Durchmessers des Rotors mit den Flügeln vergleichsweise groß ausfallen zu lassen. Die Bohrungen zum Verschrauben im Gehäuse sind unter magnetisch befestigten Blenden versteckt.
Die Lüfter ermöglichen Daisy-Chaining, die Verbindung findet über USB-A statt. Der jeweils letzte Lüfter einer Reihe wird wiederum mittels USB-A-auf-4-Pin-PWM/RGB-Adapterkabel mit dem Mainboard verbunden.
Die Roadmap kennt vier Varianten der neuen Lüfter:
- DeltaMate Fan – P120 Black
- DeltaMate Fan – P120 Black (Triple Pack)
- DeltaMate Fan – P140 Black
- DeltaMate Fan – P140 Black (Triple Pack
WireView (Pro) II in teurer und günstiger
WireView Pro II Noctua Edition
Der WireView Pro II (Test) besitzt einen Lüfter, der je nach Setup (z.B. Grafikkarten-Luftkühler vs. Custom-Wakü) nie, selten oder häufig zu hören sein kann. In der neuen, etwas größeren WireView Pro II Noctua Edition hat Thermal Grizzly den bisher verwendeten 30-mm-Lüfter gegen einen rahmenlosen Noctua NF-A4x10 PWM getauscht und zusammen mit Noctua das Lüftergitter daran angepasst.
Der Aufpreis hat es allerdings in sich: 199 Euro werden für diese Version verlangt, 60 Euro mehr als für das Standardmodell. Thermal Grizzly verweist dabei darauf, dass die Kosten zu einem Großteil dem Zukauf des Lüfters geschuldet sind. Er sei aber auch wirklich sehr, sehr gut.
WireView II
Am anderen Ende der Preisskala präsentiert Thermal Grizzly mit dem WireView II eine günstigere Version, die auf einen Lüfter, das Display und die Möglichkeit zum Anschluss externer Temperatursensoren verzichtet. Die Anzahl der genutzten Platinen kann damit von zwei auf eine reduziert werden.
Der WireView II kommt ansonsten mit derselben Funktionalität wie der WireView Pro II auf den Markt, der Preis liegt bei 79 Euro. Vorerst sind zwei Varianten geplant: Normal Black und Reversed Black. Eine Kabelversion oder eine weiße Variante stehen nicht auf der Roadmap.
Neue Beschichtung für DeltaMate GPU Block
Eine Alternative zur Nickelbeschichtung, die mit der Zeit optisch an Qualität einbüßt, hat Thermal Grizzly in Kooperation mit dem Schweizer Hersteller für PVD- und PECVD-Beschichtungsanlagen Platit vorgestellt.
Vier verschiedene Varianten wurden vor Ort anhand des DeltaMate GPU Block präsentiert:
- TG X: Beschichtung auf Nitrid-Basis
- TG O: Mehrschichtige Beschichtung auf Oxynitrid-Basis
- TG C: Mehrschichtige Beschichtung auf Kohlenstoffbasis
- TG M: Mehrschichtige metallische Beschichtung, deren Korrosionsbeständigkeit gegenüber der Metalllegierung Gallium-Indium (GaIn) sie besonders geeignet für Anwendungen mit Kontakt zu Flüssigmetall-Wärmeleitpaste macht.
Thermal Grizzly nimmt die Beschichtung auf Anlagen von Platit selbst am Firmensitz in Hohen Neuendorf bei Berlin vor.
Experiment mit Industriediamanten
Ein Experiment stellte Thermal Grizzly mit einem Direct-Die-CPU-Wasserkühler aus, der den Kontakt zu den Ryzen-Chips über weniger als 1 mm dünne, für die bessere Handhabung mit Wärmeleitpaste allerdings hauchdünn metallisch beschichtete Industriediamanten herstellt.
Interne Tests hätten allerdings ergeben, dass der Zusatznutzen trotz der extrem hohen Wärmeleitfähigkeit von Diamant (2.300 W/(m*K) vs. 390 W/(m*K) bei Kupfer) die Kosten nicht rechtfertige, daher wird es ein solches Produkt nach aktuellem Stand nicht zur Serienreife schaffen. Einen Produktnamen gibt es hingegen schon: „Mycro Direct-Die Diamond“.
Wer am Stand in Taipeh aufmerksam den Blick nach oben schweifen ließ, konnte noch ein neues Produkt entdecken: einen Radiator. Am Ende hat sich Thermal Grizzly aber dagegen entschieden, auch dieses neue Produkt bereits in Taipeh zu zeigen.
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