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Datenschutz & Sicherheit

Passwortmanager Dashlane: Angreifer kopieren fast 20 Passwort-Vaults


Kriminelle haben Brute-Force-Angriffe auf Dashlane-Nutzerkonten ausgeführt, meldet der Anbieter. Dabei gelang es ihnen, etwa 20 Passwort-Vaults von Nutzerinnen und Nutzern zu kopieren. Die Daten seien verschlüsselt und nicht zugreifbar, versichert der Support.

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In einem Support-Beitrag informiert Dashlane über den Vorfall. Die Untersuchungen habe der Anbieter demnach gegen Ende vergangener Woche abgeschlossen. Die Autoren beschreiben in der Mitteilung, dass am Sonntag, den 31. Mai 2026, jemand Brute-Force-Angriffe gegen bestimmte, nicht näher erläuterte Dashlane-Konten gestartet hat. Ziel war dabei, die Zwei-Faktor-Authentifizierung mittels Brute-Force zu umgehen, um so neue Geräte in bestehende Nutzerkonten zu registrieren.

Die schiere Menge an Anfragen führte dazu, dass die automatischen Sicherheitssysteme angeschlagen sind und die betroffenen Nutzerkonten gesperrt haben, die Ziel der Angriffe waren. Das Dashlane-Team erhielt eine Warnung vom System und untersuchte den Vorfall. Als Ergebnis der Angriffe hatten viele Nutzer mit temporär gesperrten Konten zu tun. Der Zugang wurde inzwischen wiederhergestellt, versichert Dashlane.

Die Angreifer waren in einigen Fällen offenbar erfolgreich und konnten weniger als 20 Passwort-Vaults herunterladen, von Nutzern mit einem „Personal“-Abo (im Gegensatz zu „Business“-Abos). Dashlane habe Betroffene bereits direkt informiert – wer keine Benachrichtigung erhalten habe, sei daher nicht betroffen, versichert der Anbieter. Zudem seien Dashlane-Vaults nicht ohne das Master-Passwort zugreifbar, die Verschlüsselung stelle sicher, dass Zugangsversuche statistisch unwahrscheinlich gelingen – auch über längere Zeiträume.

Die Untersuchungen hätten keine weiteren Einflüsse auf die Dashlane-Systeme gezeigt. Die Angreifer haben versucht, den Mechanismus zur Geräteregistrierung zu missbrauchen. Der fragt einen sechsstelligen 2FA-Code ab, entweder mittels Authenticator erstellt oder als E-Mail gesendet. Passt der Code, lädt das Gerät den Passwort-Vault herunter. Der lässt sich jedoch nur mit dem Master-Passwort öffnen und setzt auf zeitgemäße Verschlüsselungsalgorithmen. Dashlane nennt eine verwendete Kombination aus Argon2, AES-256-CBC und HMAC-SHA256.

Dass die Passwort-Vaults ordentlich verschlüsselt sind, ist unbedingt erforderlich – es handelt sich nicht um den ersten Vorfall, bei dem Cloud-gespeicherte Passworttresore in die Hände von Online-Kriminellen gefallen sind. Etwa Ende 2022 hatte der Passwort-Manager-Dienst LastPass eingeräumt, dass Unbefugte in die Cloudsysteme eingedrungen sind und dabei Zugriff auf Kundendaten erlangt haben. E-Mail-Adressen und Passwörter waren darunter: Die Rede war davon, dass aus Backups kopierte Passworttresore von Kunden unverschlüsselte URLs und verschlüsselte Informationen wie Nutzernamen und Passwörter enthielten.

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Rund ein Jahr später schienen die Angreifer dann die Passworttresore zu knacken. Mit den Zugangsdaten darin konnten sie offenbar Zugang zu bestimmten Konten erlangen und Kryptowallets leerräumen.


(dmk)



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Betrügerischer Ransomware-Verhandler muss 70 Monate ins Gefängnis


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Die Anklage gegen einen Ransomware-Verhandler vom November vergangenen Jahres endet in einer längeren Haftstrafe für den Täter. Er war als Ransomware-Verhandler bei der Firma DigitalMint angestellt, hat jedoch selbst Ransomware-Angriffe ausgeführt und dabei offenbar mehr als eine Million US-Dollar erbeutet.

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Die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des US-amerikanischen Justizministeriums hat das Urteil nun öffentlich gemacht. Am Donnerstag vergangener Woche wurde der angeklagte 41-Jährige aus Florida zu 70 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Strafe ergeht für die Konspiration mit der Cybergang BlackCat/ALPHV zur Erpressung mehrerer Opfer sowie für die Verschwörung mit weiteren ehemaligen IT-Sicherheitsprofis zu weiteren Angriffen auf zusätzliche Opfer im Jahr 2023.

Eigentlich war der Verurteilte angestellt, um Opfern in Krisenzeiten beizustehen. Jedoch habe er sie betrogen und ihre vertraulichen Verhandlungspositionen an Cyberkriminelle weitergegeben und denen damit geholfen, mehr Geld aus den Opfern auszuquetschen, erklärte der US-Staatsanwalt für den Südbezirk von Florida, Jason A. Reding Quiñones.

Den Verfahrensakten zufolge habe der Täter seit April 2023 seine Rolle bei dem IT-Incident-Response-Unternehmen missbraucht, um sich mit den Betreibern der BlackCat-Ransomware zu verschwören, um fünf unterschiedliche Ransomware-Opfer um Lösegeld zu erpressen. Der Verurteilte habe Geld von BlackCat für die Preisgabe vertraulicher Informationen wie der Verhandlungsposition und -strategie der Opfer angenommen. Außerdem soll sich der Verurteilte mit einem 36-jährigen Texaner und einem 41-Jährigen aus Georgia verbündet haben, um die BlackCat-Ransomware im Zeitraum vom April bis November 2023 bei weiteren Opfern zu verteilen. Nach der erfolgreichen Erpressung eines Opfers um rund 1,2 Millionen US-Dollar in Bitcoin haben die drei sich das Lösegeld geteilt und auf diverse Arten gewaschen.

Mitte April plädierte der nun Verurteilte auf „schuldig“. Bereits im Mai wurden die beiden anderen Täter zu 48 Monaten Haft verurteilt. Die Strafverfolger konnten Gegenstände einschließlich digitaler Währungen im Wert von 10 Millionen US-Dollar sicherstellen. Dazu gehören außerdem Autos, ein Foodtruck und ein Luxus-Angelboot. Eine Anhörung zur Festsetzung der Höhe des Schadenersatzes ist für den 17. September angesetzt.

Im vergangenen November kam es zunächst zur Anklage gegen zwei Männer. Dabei wurde bekannt, dass der Täter sich nicht nur Anteile vom Lösegeld zugeschustert haben soll, sondern selbst hinter den Ransomware-Angriffen steckte.

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(dmk)



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Telegram-Messenger: Kurzdomain t.me womöglich wegen US-Sanktionen gesperrt


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Die Kurzdomain t.me ist derzeit nicht erreichbar. Die Adresse gehört zum Telegram-Messenger, der sie für Kurzlinks zu Kanälen oder Mitgliederprofilen verwendet. Die Ursache der Sperrung ist nicht vollends geklärt, könnte aber mit Sanktionen der USA gegen einen VPN-Anbieter zusammenhängen.

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Die Domain ist derzeit von der Vergabestelle, dem NIC (Network Information Center) des Landes Montenegro, auf den Status „registryHold“ gesetzt. Dieser kann – so die Erklärung bei ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), auf ein Problem mit der Domain hinweisen, das durch den Inhaber gemeinsam mit der Vergabestelle geklärt werden muss.

Der Messengerdienst verwendet t.me, um das Teilen von Links zu Kanälen zu erleichtern – diese Funktion ist daher bei vielen Telegram-Clients derzeit nicht nutzbar. Zumindest in der aktuellen Version des Telegram-Messengers unter IOS und macOS verwendet die App noch die defekte Domain. Wer einen Telegram-Kanal per Link mit Freunden teilen möchte, kann hilfsweise t.me durch telegram.me ersetzen – diese Domain funktioniert noch.

Wie Jonah Aragon, Mitarbeiter der NGO Privacy Guides, vermutet, könnte eine US-Sanktion schuld an der Sperrung sein. Die Kontrollbehörde des US-Finanzministeriums OFAC, zuständig für internationale Sanktionen, hat am 13. Juli den ukrainischen VPN-Anbieter FirstVPN auf die Sanktionsliste SDN (Specially Designated Nationals) gesetzt – und dieser Dienst verwendet neben Domains aus den Namensräumen .com, .net und .org auch den Direktlink zu seinem Telegram-Kanal als Kontaktadresse.


T.me kaputt

T.me kaputt

Wie Sie sehen, seh’n Sie nichts: t.me ist dank einer Intervention des Domainregistrars derzeit außer Funktion.

Bei der Umsetzung der Sanktionen durch das montenegrinische NIC kann es sich also um „Overblocking“ handeln. Ob es sich hierbei um den tatsächlichen Grund handelt, ist unklar, doch die Erklärung scheint plausibel. Auch die .org-Domain ist vom Domainregistrar Key-Systems auf „serverHold“ gesetzt worden, die .com-Domain des VPN-Anbieters wurde offenbar von Cloudflare durch Löschen der DNS-Einträge deaktiviert.

Telegram ist immer wieder von Sperren betroffen, zuletzt in Indien während der Prüfungsphase.

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(cku)



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SAP-Patchday: Teils kritische Sicherheitslücken in mehreren Produkten gefixt


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Die Entwickler von SAP haben zum Patchday im Juli 16 neue Sicherheitsnotizen veröffentlicht. Davon behandeln drei als kritisches Risiko eingestufte Schwachstellen in mehreren Produkten.

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In der Patchday-Übersicht listet SAP die einzelnen Meldungen säuberlich auf. Kurz vor Höchstwertung landet ein möglicher Speicherzugriffsfehler aufgrund von Logikfehlern in der Speicherverwaltung von SAP NetWeaver Application Server ABAP, durch den angemeldete Angreifer unbefugt auf Daten zugreifen und diese etwa verändern oder gar einen Denial-of-Service provozieren können (CVE-2026-44747, CVSS 9.9, Risiko „kritisch“). In SAP Approuter können hingegen bösartige Akteure HTTP-Anfragen einschleusen, durch die nicht authentifizierte Angreifer die Synchronisation von Anfragen und Antworten aus dem Tritt bringen können. Das führt zur Offenlegung von User-Antworten oder zum Lahmlegen des Systems (CVE-2026-27690, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). Ein voreingestelltes und öffentlich dokumentiertes Beispiel-Konto für den OAuth2-Client gefährdet zudem die Sicherheit der SAP Commerce Cloud. Angreifer können sich damit anmelden und Daten lesen und manipulieren, erklärt SAP (CVE-2026-44761, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“).

Die Apache-Camel-Komponente der SAP Integration Suite reißt mehrere Sicherheitslücken auf (CVE-2026-40453, CVE-2026-33454; bis CVSS 8.8, Risiko „hoch“). Außerdem hat der SAProuter unter Windows eine DLL-Hijacking-Schwachstelle (CVE-2026-0487, CVSS 8.4, Risiko „hoch“). In SAP NetWeaver Application Server Java(Configuration Wizard) klafft eine Cross-Site-Scripting-Lücke (CVE-2026-44752, CVSS 8.2, Risiko „hoch“), zudem agiert der SAP Approuter unter Umständen als Open Redirect (CVE-2026-44745, CVSS 8.1, Risiko „hoch“). Der Apache-Tomcat-Server der SAP Commerce Cloud reißt ebenfalls mehrere Lücken auf (CVE-2026-43512, CVE-2026-41293, CVE-2026-43515; bis CVSS 8.1, Risiko „hoch“). Das SAP Change and Transport System Attach Tool (ctsattach) enthält zudem eine Codeschmuggel-Lücke (CVE-2026-58233, CVSS 7.6, Risiko „hoch“).

Sicherheitslücken mit mittlerem Bedrohungsgrad betreffen SAP NetWeaver Enterprise Portal, ui5/webcomponents-base, SAP S/4HANA Project Management (PPM-PRO), SAP NetWeaver Application Server ABAP (applications based on Business Server Pages), SAP S/4HANA (Draft operation), S/4 HANA (Create Single Payment) sowie SAP CRM (WebClient UI). In SAP HANA Extended Application Services classic model (User Self Service) haben die Programmierer zudem eine als „niedriges“ Risiko eingestufte Lücke geschlossen.

IT-Verantwortliche sollten die bereitstehenden Updates zügig anwenden, um die Angriffsfläche in ihren Netzen zu minimieren. Der SAP-Patchday im Juni hatte einen ähnlichen Umfang. Dort hatten die Programmierer 15 Sicherheitslücken ausgebessert, wovon ebenfalls drei als kritisch eingestuft wurden.


(dmk)



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