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Politik: US-Handelsaufsicht schreibt bösen Brief wegen Apple News


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Apple kommt in dieser Woche nicht zur Ruhe: Nach Berichten, dass sich die smartere Siri erneut verzögern wird, ist nun auch noch ein böser Brief von der US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) hinzugekommen. Der von US-Präsident Donald Trump eingesetzte Chef des Regulierers, Andrew N. Ferguson, bemängelt darin laut einem Bericht der Financial Times die Nachrichtenplattform des Unternehmens, Apple News.

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Die App, von der es nach wie vor keine deutsche Version gibt, dürfe keine Nachrichtenartikel und keine Nachrichtenquelle „aufgrund ihrer ideologischen oder politischen Sicht der Dinge unterdrücken oder bewerben“, so Ferguson. Sollte Apple dies tun, könnte dies gegen US-Gesetze zum Schutz der Bevölkerung vor Unternehmen, die Kunden in die Irre führen wollten, verstoßen, schreibt der FTC-Boss.

Er forderte Apple auf, eine „umfassende Überprüfung“ seiner Geschäftsbedingungen durchzuführen und diese zu korrigieren, sollte die Inhaltekuratierung von Apple News Fehler aufweisen. Während Ferguson in dem Schreiben vergleichsweise sachlich blieb, äußerste sich der Chef der US-Medien- und Kommunikationsaufsicht FCC, Brendan Carr, deutlicher: Apple habe „kein Recht, konservative Standpunkte zu unterdrücken“. Dies widerspreche dem FTC-Gesetz.

Zuvor hatte ein konservativer Thinktank, das sogenannte Media Research Center (MRC), behauptet, Apple bewerbe „linke Medien“ in seinem Newsfeed. Trump hatte die Meldung in seinem Profil auf dem eigenen Social-Media-Dienst Truth Social geteilt, ebenso wie seine Pressesprecherin. MRC behauptet, von den 620 Top-Stories im Januar sei „keine Einzige“ von konservativen und rechten Medien wie Fox News, Daily Mail oder Breitbart gewesen. Ferguson schrieb, dies widerspreche den Erwartungen von Millionen Amerikanern, die Apple News verwendeten. Die FTC sei aber „auch nicht die Sprachpolizei“.

Apple-Chef Tim Cook hatte sich zum Superbowl in einem Selfie mit dem Künstler Bad Bunny gezeigt, der die Trump-Regierung und besonders das Vorgehen der Grenzpolizeibehörde ICE gegen Migranten scharf kritisiert hatte. Trump nannte den Auftritt einen „Affront gegen die amerikanische Großartigkeit“.

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Cook hatte zuletzt viel Kritik aus dem eigenen Unternehmen bekommen, weil er sich lange nicht klar gegen das Vorgehen der US-Regierung positioniert hatte. In Minneapolis hatte ICE zwei Menschen erschossen.


(bsc)



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Digital-Health-Podcast: UKE-Ausgründung entwickelt KI-Sprachmodell für Kliniken


Am Universitätsklinikum Hamburg‑Eppendorf (UKE) entsteht eine neue Generation medizinischer KI-Werkzeuge. Die 2024 gegründete gemeinnützige Tochter Innovative Digitale Medizin (IDM gGmbH) entwickelt eigene Sprach‑ und Textmodelle, die den Klinikalltag entlasten und gleichzeitig sensible Gesundheitsdaten im europäischen Raum halten sollen.

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Nils Schweingruber

Nils Schweingruber

Nils Schweingruber ist Neurologe und Gründer der IDM gGmbH.

(Bild: Anna Laura Gundler / heise medien)

In unserem Podcast erklärt IDM‑Geschäftsführer Dr. Nils Schweingruper, wie das UKE seit 2009 durchgehend mit elektronischen Patientenakten arbeitet – inzwischen mit rund sieben Millionen dokumentierten Fällen. Diese Daten bilden die Grundlage für KI‑Modelle, die speziell für den deutschsprachigen Gesundheitssektor trainiert werden. Alle Patientendaten werden dabei ausschließlich datenschutzgerecht und anonymisiert verwendet und verlassen nicht die Kliniken.

Die Eigenentwicklung Argo ist dabei ein großes Sprachmodell, das Ärztinnen und Ärzte beim Schreiben von Arztbriefen unterstützt. Das System kann aus der Patientenakte automatisch eine Epikrise generieren – also die medizinische Zusammenfassung eines stationären Aufenthalts. Perspektivisch soll Argo die gesamte Arztbriefschreibung übernehmen und langfristig sogar helfen, die klassische Dokumentationsform grundsätzlich zu ersetzen.

Mit Orpheus hat IDM außerdem eine KI‑gestützte Spracherkennung für den Klinikalltag entwickelt. Das System ist seit Anfang 2025 am UKE im Einsatz und steht dort allen rund 15.000 Mitarbeitenden zur Verfügung. Anders als viele kommerzielle Lösungen lässt sich Orpheus auch lokal im eigenen Rechenzentrum betreiben, sodass keine sensiblen Sprach‑ und Patientendaten in internationale Cloud‑Dienste abfließen. Inzwischen läuft die Software laut IDM bereits an mehreren Universitätskliniken sowie in Dutzenden weiteren Krankenhäusern und Praxen.

Langfristig sollen Spracherkennung, KI‑Textsysteme und strukturierte Datenplattformen zusammenarbeiten – etwa indem Gespräche automatisch transkribiert, medizinisch strukturiert und für Dokumentation oder Analyse aufbereitet werden.

Welche Rolle offene Standards, europäische Datensouveränität sowie Open‑Source‑Komponenten dabei spielen sollen und warum Kliniken nach Schweingrubers Meinung künftig ohne KI kaum noch arbeitsfähig sein werden, hören Sie ausführlich im Podcast.


(mack)



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Virgin Galactic kündigt neues Raumfahrzeug und weitere Raumflüge an


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Virgin Galactic ist zurück im Geschäft: Das US-Raumfahrtunternehmen hat angekündigt, seine touristischen Flüge ins All wieder aufzunehmen. Allerdings verlangt das Unternehmen deutlich höhere Preise als früher.

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Das Unternehmen habe das SpaceShip, das erste Raumschiff der neuen Delta-Klasse, fast fertiggestellt, sagte Virgin-Galactic-Chef Michael Colglazier bei der Vorstellung der Zahlen für das vierte Quartal sowie für das gesamte vergangene Jahr: „Die Montage sollte in den nächsten ein, zwei Wochen abgeschlossen sein, und wir gehen davon aus, dass wir im April mit den Bodentests anfangen. Damit sind wir im Plan für unseren ersten Flug ins All im vierten Quartal 2026.“

Gleichzeitig hat das Unternehmen eine begrenzte Zahl von Tickets für weitere Raumflüge bereitgestellt. Allerdings verlangt Virgin Galactic einen deutlich höheren Preis: 750.000 US-Dollar kostet der Ausflug ins All. Bisher waren es 600.000 US-Dollar. Insgesamt 50 weitere Raumflüge bietet das US-Raumfahrtunternehmen an. Der Börsenkurs machte daraufhin einen Sprung; aktuell befindet sich der Kurs wieder auf Vorwochenniveau.

Nach vielen Verzögerungen startete Virgin Galactic Mitte 2023 mit seinen kommerziellen, Suborbital-Raumflügen. Von einem regulären Angebot konnte jedoch nicht die Rede sein: Gerade mal fünf Flüge wurden durchgeführt, der letzte Anfang 2024. Dann war schon wieder Schluss, aus finanziellen Gründen. Zum Jahresabschluss 2024 teilte das Unternehmen mit, dass rund 650 Kunden auf ihren Flug ins All warten.

Künftig sollen zwei Raumfahrzeuge zur Verfügung stehen: Ein zweites SpaceShip soll im kommenden Winter fertig werden, sagte Colglazier. Die Bodentests für das erste Modell sollen im Juli abgeschlossen sein. Dann wird das SpaceShip zum Spaceport America im US-Bundesstaat New Mexico gebracht, von wo aus es ins All startet.

Die ersten Gleittests sind für das dritte Quartal geplant. Anschließend sollen zwei Testflüge mit Triebwerk stattfinden, einer mit zwei Piloten und einer Nutzlast für die US-Raumfahrtbehörde NASA sowie einer mit zwei Piloten und sechs Virgin-Galactic-Beschäftigten an Bord. Gleichzeitig sollen weitere Piloten ausgebildet werden, um künftig mehr Flüge durchführen zu können.

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Das SpaceShip wird von einem Trägerflugzeug mit der Bezeichnung Eve bis in etwa 15,5 Kilometer Höhe gebracht und dort ausgeklinkt. Dann startet das Raumschiff seinen Raketenmotor und steigt weiter auf. Anschließend gleitet das Spaceship ohne Antrieb zurück zur Erde. Der ganze Ausflug ins All vom Start bis zur Landung dauert etwas mehr als eine Stunde.


(wpl)



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SpaceX beantragt Börsengang unter Verschluss


Elon Musks Konglomerat SpaceX hat den lange erwarteten Börsengang formal eingeleitet. Der entsprechende Antrag sei als Verschlusssache gestellt worden, berichtet der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg unter Berufung auf nicht genannte Eingeweihte. Hinter der Geheimhaltung steckt wohl kein finsteres Ansinnen, sondern die Hoffnung auf offene und ungestörte Kommunikation zwischen den Vertretern des Unternehmens und der US-Kapitalmarktbehörde SEC. Schließlich geht es um den größten Börsengang aller Zeiten (GröBaZ).

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Die Absicht zu dem Börsengang ist schon lange kein Geheimnis mehr. Der von Musk kontrollierte Konzern dürfte mit größenordnungsmäßig zwei Billionen US-Dollar bewertet werden. Davon soll zwar nur ein kleiner Teil verkauft werden, aber auch mit 50 oder 75 Milliarden US-Dollar wäre es der größte Börsengang der Geschichte.

Dass es nun bald zu Potte kommt, hat die Verschmelzung anderer Musk-Firmen mit SpaceX angezeigt: Im Februar hat SpaceX die ebenfalls unter Musks Kontrolle stehende Firma xAI übernommen. Dazu gehört der umstrittene Chatbot Grok sowie das früher als Twitter bekannte Soziale Netz X. Musks Twitter-Kauf war ein finanzielles Desaster, das nach Art russischer Holzpuppen zunächst in xAI und inzwischen in SpaceX aufgelöst wurde.

Denn SpaceX soll hoch profitabel sein. Gegenüber Reuters hat SpaceX Anfang des Jahres durchsickern lassen, im Vorjahr 15 bis 16 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und davon die Hälfte als Profit behalten zu haben. Ob das Buchhaltung nach Art Elon Musks oder nach anerkannten Standards ist, wird der Börsenprospekt zeigen. Ein Entwurf liegt jetzt zur Begutachtung bei der SEC (Securities Exchange Commission).

Großen Vorsprung im Markt für Satellitenbeförderung hat SpaceX allemal. Also schickt sich eine Phalanx an Großbanken an, den Erstverkauf der Aktien Mitte des Jahres in den USA und anderen Ländern zu organisieren. Zur Vorbereitung gehört auch Werbung: Von Musk kam dazu die haarsträubende Idee, eine Million Satelliten als Rechenzentren im All zu platzieren. Auf der Erde hat SpaceX Analysten zu einer Konferenz am 21. April geladen, zwei Tage später dürfen sie ein xAI-Rechenzentrum aufsuchen. Am 4. Mai soll um die Gunst nicht direkt involvierter Banken gebuhlt werden, meldet Bloomberg.

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Der Hunger nach SpaceX-Aktien ist zweifelsohne groß. Seit Jahren werden auf Sekundärmärkten (angebliche) Optionen auf den Erwerb von SpaceX-Aktien nach dessen Börsengang verkauft. Schließlich halten Privatinvestoren und Mitarbeiter ja schon lange Aktien oder Bezugsrechte, können diese aber nicht verkaufen. Bald wird sich zeigen, ob alle gehandelten Optionen halten, was sie versprechen.

Häufig handelt es sich um komplexe Konstruktionen, in denen sich Risikobereite an eigens gegründeten Unternehmen beteiligen, die sich wieder an Unternehmen beteiligen, die sich wiederum … bis am Ende der Kette jemand Zugriff auf zukünftige SpaceX-Aktien haben soll. Gewinne sind dabei praktisch garantiert, aber nur für die Zwischenhändler, die Gebühren einstreichen.

Verbreitete FOMO (Fear Of Missing Out), also die Angst, nicht dabei zu sein, lockt Abzocker an. 2023 wurde ein New Yorker zu 97 Monaten Haft verurteilt, weil er 2020 und 2021 betrügerische „Kaufrechte“ auf noch nicht börsennotierte Unternehmen verkauft hatte. Knapp sechs Millionen Dollar hat er seinen Opfern abgeknöpft; sie dachten, auf Unternehmen wie Airbnb, Palantir, Stripe und eben SpaceX gesetzt zu haben (USA v Iakovou, US-Bundesbezirksgericht für den mittleren Teil Georgias, Az. 4:22-mj-00157).


(ds)



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