Künstliche Intelligenz
Top 10: Der beste Fensterputzroboter im Test – okay ab 200 Euro, gut ab 300 Euro
Ecovacs Winbot Mini
Der Ecovacs Winbot Mini ist ein kompakter Fensterputzroboter mit strukturierter Navigation zu einem attraktiven Preis. Wir haben getestet, wie gut er verschmutzte Fenster reinigt und ob er eine echte Alternative zur Handarbeit ist.
- kompakt
- fairer Preis
- solide Reinigungsleistung
- Bluetooth-Verbindung gelegentlich instabil
- kein Akku (aktive Stromverbindung mit festem Kabel nötig)
- bei stärkeren Verschmutzungen Nacharbeit erforderlich
Ecovacs Winbot Mini im Test: Fensterputzroboter für 199 € erstaunlich gut & klug
Der Ecovacs Winbot Mini ist ein kompakter Fensterputzroboter mit strukturierter Navigation zu einem attraktiven Preis. Wir haben getestet, wie gut er verschmutzte Fenster reinigt und ob er eine echte Alternative zur Handarbeit ist.
Der Ecovacs Winbot Mini positioniert sich mit einem Preis von 199 Euro im unteren Preissegment, verspricht aber dennoch eine intelligente Navigation und gründliche Reinigung. Anders als sein großer Bruder, der Winbot W2 Pro Omni, kommt er ohne Station daher und setzt auf ein kompakteres Design. Ob der kleine Helfer überzeugen kann und welche Kompromisse man für den günstigeren Preis in Kauf nehmen muss, zeigt unser Test.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs Winbot Mini?
Der Ecovacs Winbot Mini präsentiert sich in einem schlichten, funktionalen Design in weiß-beiger oder weiß-grauer Farbkombination, wobei das Gehäuse immer weiß gefärbt und nur die lederartige Handgriff-Applikation einen Farbklecks abbekommt. Mit Abmessungen von 215 x 215 x 55 mm ist er deutlich kompakter als das Topmodell Winbot W2 Pro Omni, was ihn besonders für kleinere Fensterflächen prädestiniert. Trotz seiner geringen Größe wirkt der Roboter solide verarbeitet und macht einen robusten Eindruck.
An der Unterseite befindet sich der Klettverschluss für das Wischpad, das sich einfach anbringen und nach der Reinigung abnehmen lässt. Die Oberseite ist minimalistisch gestaltet, mit lediglich einem Hauptschalter, der durch längeres Drücken die Ansaugung aktiviert. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen verzichtet der Winbot Mini auf zusätzliche Bedienelemente oder ein Display, was die Bedienung einerseits vereinfacht, andererseits aber auch die direkte Kontrolle am Gerät einschränkt.
Das nominelle Gewicht ist trotz des kompakten Designs mit 3,9 kg relativ hoch. In der Praxis ist das aber kein Nachteil, zumal man den Roboter ohnehin nur während der Arretierung am Fenster in die Hand nimmt sowie beim Abnehmen.
Ecovacs Winbot Mini – Bilderstrecke
Die Verarbeitung der Kabel – sowohl des 5,60 m langen Stromkabels als auch des 3,20 m langen Sicherungsseils mit Karabiner – ist hochwertig. Das Sicherungsseil lässt sich einfach an einem festen Gegenstand befestigen und gibt zusätzliche Sicherheit, falls die Saugkraft einmal nachlassen sollte. Der integrierte 60 ml Wassertank für das Reinigungsmittel ist leicht zugänglich und unkompliziert zu befüllen.
Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs Winbot Mini betriebsbereit?
Die Inbetriebnahme des Ecovacs Winbot Mini erfolgt über die Ecovacs Home App, die für Android und iOS verfügbar ist. Der Einrichtungsprozess beginnt mit dem Einschalten des Roboters per Knopfdruck, woraufhin eine charakteristische – wenn auch etwas schrille – Begrüßungsmelodie ertönt. Anschließend muss man mit der App den QR-Code scannen, der sich an der Unterseite des Geräts befindet.
Voraussetzung für die Kopplung ist, dass Bluetooth am Smartphone aktiviert ist und die entsprechenden Berechtigungen zur Gerätesuche erteilt wurden. Hat die App den Winbot Mini gefunden, wählt man ihn aus und kann theoretisch direkt mit der Nutzung beginnen. In der Praxis wird der Einrichtungsprozess jedoch häufig durch ein Firmware-Update unterbrochen, das sich mitten in der Sprach- und Zeitzoneneinstellung aufdrängt. Diese Unterbrechung ist nicht besonders nutzerfreundlich, die betroffenen Einstellungen können aber auch später vorgenommen werden.
Nach erfolgter Einrichtung bedankt sich die Roboterstimme, dass man sich für „ein Gerät von Ecovacs entschieden hat“. Die Betonung mancher Namen und Worte wirkt dabei ähnlich ulkig und hölzern, wie bei dem Topmodell und den Saugrobotern. Vor allem hat der Mini auch enorm viel zu erzählen, die Ansagen vor dem Abschalten der Ansaugung sind das exakte Gegenteil von kurz und prägnant.
Die Verbindung zwischen Smartphone und Winbot Mini erfolgt per Bluetooth, was einerseits die Einrichtung vereinfacht, da keine WLAN-Konfiguration notwendig ist, andererseits aber zu längeren Ladezeiten der Benutzeroberfläche und gelegentlichen Verbindungsabbrüchen führen kann. Eine Kartierung der Fensterfläche ist weder nötig noch möglich.
Vor dem ersten Einsatz muss man noch den 60 ml fassenden Wassertank mit dem mitgelieferten Reinigungsmittel befüllen. Alternativ kann man auch einfaches Frischwasser verwenden. Das Wischpad wird per Klettverschluss an der Unterseite befestigt. Anschließend verbindet man den Roboter mit dem Stromnetz, befestigt das Sicherungsseil an einem stabilen Gegenstand und setzt den Winbot Mini auf die zu reinigende Scheibe. Durch langes Drücken des Hauptschalters aktiviert man die Ansaugung, und der Roboter haftet an der Scheibe.
Ecovacs Winbot Mini – App & Praxiseinsatz
Insgesamt ist der Einrichtungsprozess recht unkompliziert, wenn auch die Bluetooth-Verbindung und die Unterbrechung durch das Firmware-Update kleine Stolpersteine darstellen können. Die Bedienung über die App ist intuitiv, und nach kurzer Eingewöhnungszeit kann der Roboter problemlos eingesetzt werden.
Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs Winbot Mini Ecken & Kanten?
Der Ecovacs Winbot Mini überzeugt mit einer für seine Preisklasse bemerkenswert strukturierten Navigation. Im Gegensatz zu vielen günstigen Konkurrenzmodellen, die nach dem Chaos-Prinzip arbeiten und planlos über die Scheibe fahren, zieht der Winbot Mini systematisch seine Bahnen von links nach rechts und arbeitet sich dabei nach unten vor.
Zur Kantenerkennung setzt Ecovacs auf Kugelsensoren, die zuverlässig den Rand des Fensters erkennen und ein Abstürzen des Roboters verhindern. Zusätzlich verfügt der Winbot Mini über Stoßsensoren, die Hindernisse auf der Scheibe wie Fenstergriffe oder Dekorationen ab einer Höhe von 4 mm erkennen und umfahren können.
Die Fortbewegung erfolgt über ein raupenähnliches System mit Gummirollen, das eine präzise Steuerung ermöglicht. Im Test navigierte der Roboter zuverlässig über die Scheibe, ohne zu verrutschen oder die Haftung zu verlieren. Besonders positiv fällt auf, dass der Winbot Mini nach Abschluss der Reinigung wieder zu seiner Ausgangsposition zurückkehrt – ein Feature, das bei vielen günstigen Modellen fehlt, die ihre Arbeit oft an einer beliebigen Stelle auf der Scheibe beenden und dann vom Nutzer, notfalls von der Leiter aus, entfernt werden müssen.
Einschränkend ist, dass der Winbot Mini nicht über Kopf arbeiten kann. Der zulässige Neigungswinkel liegt zwischen 60 und 120 Grad, was für die meisten Fenster ausreichend ist, aber beispielsweise Dachfenster ausschließt. Insgesamt bietet der Winbot Mini für seinen Preis eine überzeugende Navigationstechnik, die deutlich über dem Niveau vergleichbar teurer Konkurrenzprodukte liegt.
Reinigung: Wie gut wischt der Ecovacs Winbot Mini?
Die Reinigungsleistung des Ecovacs Winbot Mini kann im Test überzeugen, wenn man sie im Kontext seines Preissegments betrachtet. Der Roboter arbeitet mit einem Ultraschall-Zerstäuber, der das Reinigungsmittel in winzige Wassernebel-Teilchen von etwa 10 Mikrometern Größe zerlegt und gleichmäßig auf der Scheibe verteilt. Während der Reinigung stößt er mindestens zweimal Reinigungsmittel aus, was für eine gründliche Befeuchtung der Scheibe sorgt.
Das mitgelieferte Wischpad aus Mikrofaser nimmt den gelösten Schmutz effektiv auf und hinterlässt die Scheibe in den meisten Fällen streifenfrei. Bei leichten bis mittleren Verschmutzungen wie Staub, Fingerabdrücken oder Pollen erzielt der Winbot Mini sehr gute Ergebnisse. Die Scheibe wirkt nach der Reinigung sauber und klar, ohne dass Schlieren zurückbleiben.
Bei hartnäckigeren Verschmutzungen wie eingetrocknetem Vogelkot, Verkrustungen oder stark fetthaltigen Flecken stößt der Roboter allerdings an seine Grenzen. Hier ist in der Regel eine manuelle Nachbearbeitung erforderlich. Dies ist jedoch ein Problem, das alle Fensterputzroboter in dieser Preisklasse betrifft und nicht spezifisch für den Winbot Mini gilt.
Die App bietet drei verschiedene Reinigungsmodi:
- Die Standardreinigung für normale Verschmutzungen
- Eine segmentierte Reinigung für bestimmte Bereiche
- Eine Intensivreinigung mit enger gesetzten Bahnen für hartnäckigere Verschmutzungen
Im Vergleich zum teureren Topmodell von Ecovacs fällt die Reinigungsleistung erwartungsgemäß etwas geringer aus, aber der Preisunterschied rechtfertigt diesen kleinen Qualitätsabstrich. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass der Winbot Mini den Schmutz nicht auf der Scheibe verschmiert, wie es bei vielen anderen günstigen Modellen der Fall ist.
Mit einer Lautstärke von 63 dB(A) arbeitet der Winbot Mini in einem akzeptablen Geräuschbereich, ist aber etwas lauter als das Topmodell W2 Pro Omni. Das Fassungsvermögen des Wassertanks beträgt 60 ml, was für mehrere Reinigungsdurchgänge ausreicht. Zum Lieferumfang gehört eine 230-ml-Flasche Reinigungsmittel, die für zahlreiche Anwendungen genügt.
Die empfohlene maximale Fensterfläche liegt bei 20 m², was für die meisten Haushalte ausreichend sein dürfte. Bei größeren Flächen muss der Roboter zwischendurch umgesetzt werden. Dank der hohen Saugleistung von 7500 Pa haftet der Winbot Mini sicher an der Scheibe und kann auch auf glatten Oberflächen zuverlässig arbeiten.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs Winbot Mini?
Der Ecovacs Winbot Mini verfügt über keinen integrierten Akku und benötigt für den Betrieb eine permanente Stromversorgung über das mitgelieferte 5,60 m lange Kabel. Dies stellt einen der größten Unterschiede zu einigen anderen Modellen dar und bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich.
Der offensichtliche Nachteil ist die eingeschränkte Reichweite. Der Winbot Mini kann nur dort eingesetzt werden, wo eine Steckdose in angemessener Entfernung verfügbar ist. Dies kann besonders bei der Reinigung von Außenfenstern in höheren Stockwerken problematisch sein. Zwar bietet Ecovacs ein Verlängerungskabel im eigenen Shop an, dennoch bleibt diese Einschränkung bestehen.
Auf der positiven Seite steht die unbegrenzte Betriebszeit. Da der Roboter direkt mit Strom versorgt wird, muss man sich keine Gedanken über eine nachlassende Akkuladung machen. Der Winbot Mini kann theoretisch beliebig lange arbeiten, ohne dass eine Unterbrechung zum Aufladen notwendig wäre. Dies ist besonders vorteilhaft bei der Reinigung mehrerer Fenster hintereinander. Zu Unterbrechungen kommt es allerdings dennoch, da der Roboter meist nach schon zwei Anwendungen bittet, das Wischpad auszuwaschen.
Als Sicherheitsmaßnahme verfügt der Winbot Mini über ein 3,20 m langes Sicherungsseil mit Karabiner, das an einem stabilen Gegenstand befestigt werden kann. Dies verhindert einen Absturz des Roboters, falls die Stromversorgung unterbrochen werden sollte oder die Saugkraft aus anderen Gründen nachlässt.
Preis: Was kostet der Ecovacs Winbot Mini?
Mit einem aktuellen Preis von 199 Euro oder 249 Euro bei Amazon gehört der Ecovacs Winbot Mini zum unteren Preissegment der Fensterputzroboter. Verglichen mit dem Topmodell Winbot W2 Pro Omni, das deutlich teurer ist, bietet der Mini ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Roboter selbst ein Sicherungsseil mit Karabiner, ein Wischpad und eine 230-ml-Flasche Reinigungsmittel. Zusätzliche Wischpads und Reinigungsmittel kann man im Ecovacs Online-Shop nachkaufen. Auch ein Verlängerungskabel für das Stromkabel ist dort erhältlich, falls die standardmäßigen 5,60 m nicht ausreichen sollten.
Im Vergleich zu anderen Fensterputzrobotern in dieser Preisklasse, die oft nach dem Chaos-Prinzip arbeiten und keine strukturierte Navigation bieten, ist der Winbot Mini eine willkommen brauchbare Lösung.
Fazit
Der Ecovacs Winbot Mini überzeugt als kompakter und erschwinglicher Fensterputzroboter mit überraschend guter Leistung. Für 199 Euro erhält man ein Gerät, das strukturiert navigiert und Fenster effektiv reinigt – eine Seltenheit in dieser Preisklasse. Die hohe Saugleistung von 7500 Pa sorgt für sicheren Halt an der Scheibe, während der Ultraschall-Zerstäuber das Reinigungsmittel fein verteilt.
Besonders positiv fallen die systematische Navigation und die Rückkehr zur Ausgangsposition nach getaner Arbeit auf. Bei leichten bis mittleren Verschmutzungen liefert der Winbot Mini sehr gute Ergebnisse. Einschränkungen gibt es bei der Kabelgebundenheit, die die Reichweite begrenzt, sowie bei hartnäckigen Verschmutzungen, die eine manuelle Nachbearbeitung erfordern können.
Für Haushalte mit überschaubaren Fensterflächen und normalem Verschmutzungsgrad stellt der Ecovacs Winbot Mini eine empfehlenswerte Alternative zum manuellen Fensterputzen dar. Er ist einer der wenigen intelligenten Fensterputzroboter im Einstiegssegment und bietet ein überzeugendes Gesamtpaket zu einem attraktiven Preis.
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Ninja Theory zeigt „Senua“: „Hellblade“-Reihe bekommt mehr Gameplay-Mechaniken
Es heißt schlicht „Senua“: Ninja Theory hat einen dritten Teil seiner „Hellblade“-Reihe vorgestellt. Das Action-Adventure schließt an „Senua’s Saga: Hellblade 2“ an, das 2024 veröffentlicht wurde, und erscheint 2027 auf Xbox Series X/S, PC und der Playstation 5.
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In einem ausführlichen Interview auf dem Xbox Wire-Blog erklärt Studio-Leiter Dom Matthews, warum das Spiel nicht „Hellblade 3“ heißt und was es von seinen Vorgängern unterscheidet. Der Name signalisiere einen neuen Spielansatz, erklärt Matthews: mehr Gameplay-Mechaniken als bei den eher erlebnisorientierten Vorgängern.
„Hellblade: Senua’s Sacrifice“ und „Senua’s Saga: Hellblade 2“ waren cineastisch inszenierte, sehr lineare Spielerlebnisse mit recht wenig Gameplay – Kritiker würden die Spiele als „Walking Simulator“ abtun. In „Senua“ soll der Fokus laut Matthews ungefähr gleichmäßig auf Kampf, Erkundung und Rätsel verteilt sein. Im Trailer zeigt sich klar ein verstärkter Fokus auf das Kampfsystem.
Senua kämpft nun gegen mehrere Feinde gleichzeitig, mit Spezialmanövern und verschiedenen Waffen: Kurze und lange Äxte, Dual Wielding sowie Wurfwaffen kommen zum Einsatz. Fähigkeiten sollen sich sowohl im Kampf als auch bei der Erkundung einsetzen lassen. Dazu soll es in „Senua“ sogar Bosskämpfe geben – ebenfalls ein Novum.
„Project Mara“ gestrichen
Für „Senua“ hat Ninja Theory das gesamte Team erstmals seit mehr als zwölf Jahren auf ein einziges Projekt vereint – zuletzt war das bei der Entwicklung von „DmC: Devil May Cry“ der Fall. Den Preis dafür zahlt „Project Mara“, das zuvor angekündigte Horror-Spiel des Studios: Matthews entschied sich, die Entwicklung einzustellen, um alle Kapazitäten auf „Senua“ zu bündeln.
„Senua“ erscheint direkt zum Release auch auf der Playstation 5. Das unterscheidet den dritten „Hellblade“-Teil von „Gears of War: E-Day“, das beim selben Showcase als Xbox-Exklusivtitel enthüllt wurde . Auch das kommende „Clockwork Revolution“ kommt nicht auf die Playstation.
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Ein klares Muster, welche Xbox-Spiele auch auf Sonys Konsole erscheinen, ergibt sich daraus nicht. „Senua’s Saga: Hellblade II“ erschien im Mai 2024 zunächst nur für Xbox und PC und kam erst im August 2025 als Enhanced-Version auf die Playstation 5.
(dahe)
Künstliche Intelligenz
Wieder exklusiv: „Gears of War: E-Day“ kommt am 6. Oktober auf die Xbox
Microsoft kehrt zur Konsolenexklusivität zurück: Nachdem in den vergangenen Jahren mehrere Xbox-Eigenproduktionen auch auf der Playstation veröffentlicht wurden, soll das kommende „Gears of War: E-Day“ wieder exklusiv für Xbox und PC erscheinen. Das kündigte Xbox-Chefin Asha Sharma bei einem Livestream am Sonntagabend an.
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Dabei zeigte das Xbox-Team auch erste Gameplay-Szenen aus dem kommenden Third-Person-Shooter, in dem Hauptfigur Marcus Fenix knapp dem Tod entkommt. Einen Release-Termin gibt es nun ebenfalls: „Gears of War: E-Day“ kommt am 6. Oktober in den Handel. Der Shooter wird von The Coalition entwickelt, das die Franchise 2014 von Epic Games übernahm. Zuletzt veröffentlichte The Coalition im August 2025 das Remaster „Gears of War: Reloaded“, der erstmals in der Seriengeschichte auch für die Playstation 5 veröffentlicht wurde. Das letzte vollständig neue Kapitel der Hauptreihe war „Gears 5“ im September 2019.
„E-Day“ ist ein Prequel und spielt 14 Jahre vor den Ereignissen des ersten „Gears of War“ von 2006. Die Handlung beginnt am titelgebenden Emergence Day, dem Tag, an dem die unterirdisch lebende Locust Horde erstmals an die Oberfläche des Planeten Sera durchbrach und die Menschheit mit einem planetenweiten Angriff überraschte. Hauptfiguren sind Marcus Fenix und Dominic Santiago, die Protagonisten der Originaltrilogie, diesmal als jüngere Männer. Als Engine kommt Unreal Engine 5 zum Einsatz.
Xbox wird wieder abgeriegelter
Die „Gears“-Reihe gehört zu den wichtigsten Eigenproduktionen von Microsofts Xbox-Team. Diskussionen über die Exklusivitätsstrategie von Microsoft gibt es seit Jahren: Viele Fans werteten die Releases für die Playstation 5 als Signal, dass Microsoft die Xbox als Konsolenhardware aufgeben könnte. Die Xbox Series X/S verkaufte sich wesentlich schlechter als die Playstation 5.
Die neue Xbox-Chefin Asha Sharma hat immer wieder angedeutet, die Exklusivstrategie von Xbox überdenken zu wollen. „Gears of War: E-Day“ könnte den Weg in eine stärker abgeriegelte Konsolenzukunft weisen.
Zuletzt hat sich Sony laut Bloomberg-Berichten dazu entschieden, seine Einzelspieler-Titel nicht mehr auf den PC zu bringen. Xbox-Releases waren für den Playstation-Hersteller auch in den vergangenen Jahren mit Ausnahme bestimmter Mehrspieler-Titel tabu.
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(dahe)
Künstliche Intelligenz
WTF: Metas KI-Chatbot half beim Knacken zehntausender Instagram-Accounts
Ein Support-Chatbot sollte Instagram-Nutzern helfen, wieder Zugriff auf ihre Accounts zu bekommen – tat aber genau das Gegenteil. Er ermöglichte jedem den Zugriff auf schlecht gesicherte Instagram-Accounts, wie das Unternehmen jetzt bekannt gab. Rund 20.000 Accounts sind demnach betroffen. Gefährdet war grundsätzlich jeder Account, der keine Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert hatte.
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Angreifer hatten dadurch Zugriff auf alle in den Accounts hinterlegten Informationen, wie Geburtsdatum, persönliche Nachrichten, Bilder und Co. Auch der Zugriff auf verknüpfte andere Meta-Accounts, etwa bei Facebook, war möglich.
Chatbot öffnet die Tür zu fremden Accounts
Wie das ging, zeigt ein Video auf X. Der Angreifer mit Kenntnis des Instagram-Nutzernamens der Zielperson gibt im Login-Menü der Instagram-App den Nutzernamen ein und klickt den Button zum Zurücksetzen des Passworts an. Wie im Video zu sehen ist, war die einzige weitere Voraussetzung eine VPN-Verbindung über die ungefähre geografische Region der Zielperson, um bei Meta kein Misstrauen zu wecken.
Im weiteren Verlauf bietet die App an, einen Code zum Zurücksetzen des Passworts an die hinterlegte Mailadresse zu senden. Stattdessen klickt der Angreifer aber oben links auf „Get support“, um zu Metas besagtem KI-Chatbot zu gelangen. Diesen fordert er nun auf, den Code zum Zurücksetzen an eine neue Mailadresse zu schicken, um diese gleich mit „seinem“ Konto – beziehungsweise dem der Zielperson – zu verknüpfen. Prompt tut der Chatbot wie ihm geheißen, der Angreifer sendet wiederum den erhaltenen Code an den Chatbot und kann im weiteren Verlauf das Passwort des Accounts ändern, um darauf Zugriff zu erhalten.
Handel mit begehrten Nutzernamen
Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Maine veröffentlichte Metas Meldung über die Sicherheitspanne. Demnach waren insgesamt 20.225 Accounts betroffen, deren rechtmäßige Inhaber noch informiert werden sollen. 404 Media berichtet über mehrere Sicherheitsforscher, die in den vergangenen Wochen bereits vor der Masche warnten. Besonders begehrte Nutzernamen wurden demnach in cyberkriminellen Kreisen bereits zur Handelsware. So seien in einschlägigen Telegram-Gruppen Preislisten mit Nutzernamen geteilt worden, die zum Beispiel aus besonders wenigen Buchstaben oder einem bedeutungsvollen Wort bestehen, und die sich mit der Masche erbeuten ließen.
Die Sicherheitslücke kommt in etwa zeitgleich mit den Hacks prominenter Instagram-Accounts, wie dem offiziellen Account von Barack Obama aus dessen Zeit als US-Präsident. Auch John Bentivegna, ein ranghoher Angehöriger der US Space Force, wurde mit seinem Instagram-Account zuletzt Opfer iranischer Hacker.
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Überhaupt erst möglich machte die Probleme Metas im März angekündigter neuer „AI Support Assistent“. Mit ihm übertrug das Unternehmen wichtige Aufgaben vollständig einer künstlichen Intelligenz, versprach „zuverlässige Hilfe rund um die Uhr auf Facebook und Instagram – schnell, effektiv und so konzipiert, dass Kontoprobleme von Anfang bis Ende gelöst werden können.“ Paradoxerweise soll der Assistent auch denjenigen helfen, deren Accounts gehackt wurden. Mittlerweile ist die Lücke geschlossen, berichten mehrere Sicherheitsforscher. Ein Sprecher bestätigte das auch 404 Media. Es soll sich um einen Programmierfehler gehandelt haben. Meta fährt beim KI-Einsatz einen besonders offensiven Kurs, koppelt auch die Leistungsbewertung seiner Mitarbeiter an deren KI-Nutzung. Ob die Entwickler des „AI Support Assistenten“ auch KI nutzten und welche Zensur es dafür von Meta gab, ist nicht überliefert.
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