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Ecovacs Deebot Mini im Test: Günstiger Saugroboter für kleine Wohnungen


Der Ecovacs Deebot Mini ist ein kompakter Wisch- und Saugroboter für kleine Wohnungen. Im Test überzeugt er preislich, schwächelt aber bei der Bedienlogik.

Saugroboter mit Wischfunktion und Reinigungsstation kosten oft 800 Euro oder mehr. Ecovacs zielt mit dem Deebot Mini auf eine andere Kundengruppe: Bewohner kleiner Wohnungen mit knappem Budget. Für 230 Euro bekommen Käufer einen sehr schmalen Roboter samt Station, die mit einem ungewöhnlichen Wassertank-Konzept und einem auffälligen Y2K-Design punktet.

Wie gut das Konzept im Alltag funktioniert und warum unser Test mehrere Anläufe und sogar ein Austauschgerät erforderte, klären wir auf den nächsten Zeilen. So viel vorab: Der Mini eignet sich tatsächlich für kleine Räume, hat aber eine entscheidende Eigenheit, die Ecovacs deutlich besser kommunizieren müsste. Wer seine Wohnung überwiegend mit Hartboden ausgestattet hat, bekommt einen brauchbaren Einstieg in die Welt der Saug- und Wischroboter. Wer Teppiche im Spiel hat, sollte aufmerksam weiterlesen.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs Deebot Mini?

Der Roboter besteht aus weißem Kunststoff, oben sitzt ein kleiner Laserturm sowie ein ausklappbarer Griff zum Tragen. Mit einem Durchmesser von rund 28,6 cm und einer Höhe von knapp 10 cm gehört der Mini zu den kompaktesten Saugrobotern auf dem Markt. Die Verarbeitung ist für den Preis in Ordnung, hochwertig wirkt vor allem das ungewöhnlich gestaltete Stationsdesign. Der interne Staubbehälter im Roboter fällt entsprechend der kompakten Bauweise sehr klein aus. Im Test füllt er sich bereits nach wenigen Blättern, woraufhin der Roboter laut wird und keinen weiteren Schmutz mehr aufnimmt.

Optisch ist die Station am sogenannten Y2K-Look orientiert – ein Designtrend, der sich an der Ästhetik um die Jahrtausendwende (Year 2000) orientiert. Typisch sind transparente oder durchscheinende Kunststoffe in poppigen Farben, abgerundete Formen und ein verspielter, fast futuristischer Touch, wie man ihn etwa von frühen iMacs oder dem Game Boy Color kennt. Beim Deebot Mini greift Ecovacs das mit dem bunt schimmernden, halbtransparenten Wasserbehälter auf der Stationsoberseite auf, der sich klar von der sonst üblichen schlichten Optik bei Saugrobotern abhebt. Den Behälter gibt es in sechs frei wählbaren Farben: Schwarz, Blau, Rot, Orange, Lila und Grün. Die Station selbst bleibt dabei immer weiß.

Auch beim Aufbau geht der Behälter eigene Wege: Statt zwei getrennter Tanks setzt Ecovacs auf einen kombinierten Behälter mit zwei Kammern. Außen sitzt das Frischwasser (2,6 l), innen das Schmutzwasser (1,7 l). Das Schmutzwasser entleert man über eine Klappe oben, Frischwasser füllt man durch einen seitlichen Gummistopfen nach. Das spart Platz, wirkt im Alltag aber etwas fummeliger als getrennte Tanks. Der Staubbeutel in der Station fasst 1,8 l. Die Station misst 320 x 385 x 400 mm und wiegt 5,86 kg, der Roboter selbst 3,10 kg.

Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs Deebot Mini betriebsbereit?

Für die Einrichtung benötigt man die App Ecovacs Home, verfügbar für iOS und Android. Zunächst nimmt man die Abdeckung vom Roboter ab, unter der sich Staubbehälter und Ein-/Aus-Knopf befinden. Den schiebt man in Stellung „Ein“, entfernt anschließend den Staubbehälter und scannt den darunterliegenden QR-Code mit der App. Danach folgt die WLAN-Einrichtung, wobei nur 2,4-GHz-Netze unterstützt werden. Im Test klappten alle Schritte reibungslos, der Roboter war nach wenigen Minuten einsatzbereit.

Sein Sprachpaket nutzt der Mini ausgiebig, er kommentiert nahezu jede Aktion: Laden, Programmauswahl, Aussaugen des Staubbehälters. Damit ist er nicht allein, viele Saugroboter sind ähnlich gesprächig. Auffällig sind allerdings einige staksige Formulierungen wie „Staubbehälter wird gleich geleert“, „Ladevorgang hat begonnen“ oder „Saugen beim Wischen“ für das Programm Staubsaugen und Wischen. Verwirrend wird es, wenn man eine Aufgabe abbricht – dann erklärt der Mini, er habe sie vollständig abgeschlossen.

Wer noch intensiver kommunizieren möchte, nutzt den integrierten Sprachassistenten Yiko mit anpassbarem Weckwort (standardmäßig „OK Yiko“). Damit lassen sich Reinigungen starten, pausieren oder der Roboter zur Station schicken. Alternativ funktioniert die Steuerung über Amazon Alexa oder Google Assistant.

Die erste Kartierungsfahrt dauert je nach Wohnungsgröße 20 bis 30 Minuten. Danach lassen sich in der App Räume definieren und Sperrzonen einrichten. Die Ecovacs Home App ist übersichtlich aufgebaut, zeigt auf der Startseite ein Geräte-Karussell und reagiert flüssiger als etwa die Dreame-App. Die Zonenauswahl klappt intuitiv. Verwirrend ist nur das Aufteilen von Räumen: Nach korrekter Auswahl bleibt der Button „Anwenden“ ausgegraut – stattdessen muss man „Abbrechen“ tippen, was die Änderung tatsächlich übernimmt. Ein Verhalten, das wir auch von anderen Ecovacs-Modellen kennen.

Die wirkliche Stolperfalle wartet erst beim ersten Reinigungslauf. An unserem Standardstandort für Roboter-Tests, an dem Teppichboden verlegt ist, verließ der Mini zwar die Station, drehte sich dann aber im Kreis, fuhr mehrere Meter rückwärts und brach schließlich mit der generischen Fehlermeldung ab, der gewünschte Bereich sei nicht erreichbar. Wir vermuteten zunächst einen Software-Defekt und meldeten das Problem an Ecovacs.

Der Hersteller konnte sich das Verhalten ebenfalls nicht erklären und schickte uns ein zweites Gerät, das nach erneuter Kartierung exakt denselben Fehler produzierte. Da auch nach mehreren Firmware-Updates über Wochen keine Besserung eintrat und immer wieder neue Testgeräte anderer Hersteller dazwischenkamen, geriet der Mini zwischenzeitlich ins Hintertreffen. Erst beim erneuten Anlauf und systematischem Ausprobieren kamen wir der Sache auf die Spur: Stellten wir die Station direkt in der Küche auf reinen Hartboden, fuhr der Roboter ohne Probleme los – brach die Reinigung aber prompt erneut mit identischer Fehlermeldung ab, sobald er auf unseren hochflorigen Testteppich gelangte. Dabei rotierten die Wischpads selbst auf dem Teppich munter weiter.

Die Ursache: Der Mini kann seine Wischpads nicht selbst ablegen und verweigert mit montierten Pads konsequent das Befahren von Teppichen – vermutlich ein Schutzmechanismus, damit Teppiche nicht nass werden. So weit, so sinnvoll. Statt aber dem Nutzer klar mitzuteilen, dass die Pads abgenommen werden müssen oder dass ein Teppich im Weg liegt, gibt der Roboter nur die nichtssagende Meldung „Bereich nicht erreichbar“ aus.

Generell muss man somit auch beachten: Will man auf „nur saugen“ umstellen, muss man zwingend vor Ort sein und die Pads manuell abnehmen – ein automatisches Ablegen oder Wegklappen wie bei teureren Modellen gibt es nicht. Dass eine derart simple, aber zentrale Einschränkung weder in der App, noch in der Anleitung oder den Fehlermeldungen klar kommuniziert wird, ist ein dickes Versäumnis und sorgte bei uns für langwieriges Rätselraten. Hier muss Ecovacs dringend nachbessern, idealerweise mit einer expliziten Hinweismeldung im App-Dialog beim Start einer Reinigung.

Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs Deebot Mini Hindernisse?

Die Hinderniserkennung gehört zu den größten Schwächen des Mini. Der Roboter verhakte sich im Test mehrfach mit den Wischpads unter Stuhlbeinen oder Getränkekisten, wodurch sich ein Pad löste und die Reinigung abbrach. Auch Kabel wickelten sich mehrmals um die Wischpads – ein Hindernis, das andere getestete Saugroboter zuverlässig erkennen und umfahren. Auch unsere freischwebenden Stühle wurden ihm einmal zum Verhängnis: Beim Auffahren auf den Fuß lösten sich die Wischpads, der Mini blieb stehen und brauchte unsere Hilfe, um die Reinigung fortzusetzen. Schwellen überwindet er bis 17 mm. Wer Kabel und Kleinteile vorher beiseite räumt oder in der Karte Sperrzonen einzeichnet, vermeidet die meisten Probleme.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Ecovacs Deebot Mini?

Die Saugleistung beträgt 9000 Pa – ein für diese Preisklasse solider Wert. Auf Hartboden entfernt der Mini gröberen Schmutz zuverlässig, auf Teppich überrascht er sogar positiv: Über 90 % der zu Testzwecken ausgebrachten Haferkörner und rund 80 % des Mehls verschwinden im Staubbehälter. Für einen 230-Euro-Roboter ist das ein starkes Ergebnis. Der Wermutstropfen: Sobald die Wischpads montiert sind, darf der Mini gar nicht erst auf den Teppich.

Beim Wischen setzt Ecovacs auf zwei runde, rotierende Pads, wie man sie auch von deutlich teureren Modellen kennt. Sie leisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten solide Arbeit auf Hartboden, stoßen aber bei feinem Schmutz oder Flüssigkeiten schnell an ihre Grenzen. Sind die Pads gesättigt, verteilen sie den Schmutz nur noch auf dem Boden. Die Station spült die Pads regelmäßig aus, was zwar Abhilfe schafft, aber die Reinigung häufiger unterbricht als bei Modellen mit Wischwalze. Für 230 Euro ist die Wischleistung dennoch absolut akzeptabel.

Die Bodenbürste ist eine Kombination aus Gummi und Borsten und mit einer Anti-Tangle-Konstruktion versehen, die verhindern soll, dass sich lange Haare um die Bürste wickeln – ein kleiner Metallkamm leitet sie direkt in den Staubbehälter. Im Test klappt das bei kürzeren Haaren gut, längere Haare oder Staubknäuel wickeln sich dennoch gelegentlich um die Bürste. Dazu kommt eine Seitenbürste. Die Station saugt den Staubbehälter automatisch ab, reinigt die Wischpads und trocknet sie anschließend mit Heißluft – ein Feature, das in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Eine reine Saugfahrt ohne Pads lässt sich in der App auswählen, die Pads müssen zuvor aber manuell entfernt werden.

Die Lautstärke fällt unterdurchschnittlich aus. Bereits beim bloßen Fahren ist der Mini aus mehreren Metern Entfernung hörbar, je nach Reinigungsstufe pendelt der Pegel zwischen 46 und 59 dB(A). Der Hersteller selbst gibt 55 dB(A) an, was mit unseren Messungen weitgehend übereinstimmt.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs Deebot Mini?

Der verbaute Lithium-Ionen-Akku schafft laut Hersteller bis zu 144 Minuten Betriebsdauer. Im Test reinigte der Mini eine Fläche von 18 m² in 21 Minuten und verbrauchte dabei 21 % der Akkukapazität. Hochgerechnet entspricht das einer Reichweite von rund 85 m² pro Ladung – ein für die Zielgruppe kleiner Wohnungen vollkommen ausreichender Wert. Größere Wohnungen schafft er notfalls mit Zwischenladen, allerdings dauert ein voller Ladevorgang rund 3,5 Stunden.

Preis: Was kostet der Ecovacs Deebot Mini?

Der Ecovacs Deebot Mini kostet zum Testzeitpunkt 230 Euro. Damit liegt er klar im Einstiegssegment für Saug- und Wischroboter mit Reinigungsstation.

Fazit

Der Ecovacs Deebot Mini ist ein interessanter, aber technisch sehr einfacher Saug- und Wischroboter, der für kleine Wohnungen mit überwiegend Hartboden eine durchaus passende Wahl ist. Die kompakte Bauform, das eigenwillige Y2K-Stationsdesign mit sechs wählbaren Farben für den Wasserbehälter und der niedrige Preis sprechen für ihn. Die Saugleistung ist überraschend stark, die Wischfunktion für den Preis akzeptabel.

Wer allerdings Teppiche, Kabel oder eine wechselhafte Möbellandschaft hat, sollte zweimal nachdenken. Die fehlende automatische Wischpad-Ablage ist eine echte Komforteinbuße, die schwache Hinderniserkennung führt zu abgebrochenen Reinigungen. Vor allem die mangelhafte Kommunikation des Roboters – generische Fehlermeldungen statt klarer Hinweise auf Teppich oder verlorene Pads – nervte uns im Test über Wochen. Mit dem Wissen um diese Eigenheiten lässt sich der Mini aber sinnvoll einsetzen und ist dann ein günstiger Einstieg in die Welt der Saug- und Wischroboter.



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Von vor der Haustür bis ins All: Die Bilder der Woche 20


Diese Woche haben es ästhetische Ansichten von Frauen gleich zweimal in die Auswahl der Bilder der Woche geschafft. Gleichauf liegen Vogelporträts. Die Naturaufnahmen reichen von Tauben im urbanen Raum vor der Haustür und saisonal passenden Magnolienblüten bis zu einer Sanddüne, auf der eine Frau einen roten Schirm aufspannt. Ein Motiv verlässt unseren Heimatplaneten jedoch und blickt tief ins All. Viel Freude mit dieser spannenden Mischung aus verschiedenen Welten!

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Silhouette einer Turnerin

Silhouette einer Turnerin

Elisa

(Bild: M.Schröder)

Vor einem weißen Hintergrund steht eine Frau als scharfe Silhouette vor einem Reifen. Das Schwarz-Weiß reduziert die Szene auf Kontur, Haltung und Kreisform. Die exakte Komposition setzt Körper und Ring mittig ins Bild und hält die Linien klar in Balance. Die ruhige Pose macht aus dieser Sportfotografie ein stilles Porträt und gibt dem Bild eine starke Präsenz.


Frau mit Schirm in den Dünen

Frau mit Schirm in den Dünen

Der rote Schirm

(Bild: Reiner von der Schlei)

Eine Frau mit einem roten Schirm bewegt sich durch eine Dünenlandschaft aus Sand und Gräsern. Der Hintergrund des Fotos ist nicht ganz eindeutig, was die Szene gerade deshalb spannend macht. Die ungewöhnliche Bildaufteilung rückt die Figur weit an den linken Bildrand und lässt die freien Flächen dadurch stärker wirken. Erdtöne, Rot und Schwarz, treffen in einer interessanten Komposition aufeinander. Das Bild wirkt zugleich ruhig, rätselhaft und stark.

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Tauben auf einem Geländer

Tauben auf einem Geländer

In die Sonne

(Bild: katzefudder)

Zwei Tauben auf einem Geländer im Stadtraum. Einer der Vögel scheint in diesem Moment zu landen und spreizt die Flügel. Dabei erfasst das Weitwinkelobjektiv die Umgebung mit Geländer, Pflaster, Gebäuden und Himmel und setzt sie dynamisch ins Bild. Durch die Schwarz-Weiß-Umsetzung werden die Kontraste, die Wolken und die Bewegungen verstärkt. So wird aus einer simplen Alltagsszene ein actionreiches Streetfoto mit viel Dramatik.


Rosettennebeol deep space

Rosettennebeol deep space

Rosettennebel NGC 2237

(Bild: Frenchi81)

Dieses Deep-Sky-Bild zeigt glühende Gaswolken, die sich wie Blütenblätter durch das Zentrum des Bildes ziehen. Der Rosettennebel leuchtet in kräftigen Orange- und Rottönen, während feine Sternpunkte die dunklen Bereiche des Weltalls durchbrechen. Die kreisförmige Struktur lenkt den Blick direkt in den offenen Sternhaufen im Zentrum. Das Bild besteht aus 124 Aufnahmen à 30 Sekunden, für die die Programme Siril, GraXpert, Starnet++ und Photoshop genutzt wurden. Durch Kontraste und eine starke Nachbearbeitung werden selbst kleinste Details aus dem Motiv herausgeholt und der Aufnahme wird eine fast plastische Wirkung verliehen.


Flamingo vor schwarzem Hintergrund

Flamingo vor schwarzem Hintergrund

Pretty Flamingo

(Bild: Addi Beck)

Nur der Hals und der Kopf dieses Flamingos tauchen aus dem tiefschwarzen Hintergrund auf. Das kräftige Pink im Gesicht und der dunkle Schnabel ziehen den Blick sofort auf sich. Durch die enge Freistellung wird das Motiv auf klare Formen und starke Linien reduziert. Der geschwungene Hals führt elegant durch das Bild und verleiht dem Vogel gleichzeitig etwas Fremdartiges. Licht und Kontrast arbeiten die feinen Strukturen im Gefieder heraus und geben dem Porträt eine fast gemalte Anmutung.



Magnolie

(Bild: bkl)

Zarte rosa Blüten öffnen sich zwischen den feinen Ästen der Magnolie. Der weiße Hintergrund löst die Pflanze aus ihrer Umgebung heraus und lenkt den Blick auf die Farben und Formen. Die verzweigten Linien der Äste ziehen sich wie Pinselstriche durch das Bild und geben der ruhigen Komposition Struktur. Licht und sanfte Kontraste verleihen der Aufnahme zudem eine malerische Wirkung. Das Ergebnis ist ein Bild, das eher an eine Kunstzeichnung als an klassische Naturfotografie erinnert.


Frauenporträt

Frauenporträt

Susanna

(Bild: Thomas Ruppel)

Dieses Schwarz-Weiß-Porträt lebt von weichem Licht und feinen Abstufungen zwischen Schatten und hellen Hauttönen. Der Kopf der jungen Frau ist an ihren Arm gelehnt und ihr Blick ist direkt in die Kamera gerichtet. Durch die enge Bildkomposition werden Gesicht, Blick und Haltung in den Mittelpunkt gerückt. Haare, Arme und Schultern formen geschwungene Linien, die dem Bild Ruhe und Nähe verleihen.


(vat)



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„Doom“ läuft jetzt auch auf Meta Ray-Ban Smart Glasses


Sieben Monate nach Erscheinen der Meta Ray-Ban Display können Entwickler jetzt erste Apps für Metas erste Smart Glasses mit integriertem Display bauen. Der Entwickler Timur Abdrakhimov (Linkedin) demonstriert die neuen Möglichkeiten mit einer Portierung des Ego-Shooters „Doom“.

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Das Spiel erscheint auf dem Wellenleiter-Display der smarten Brille, das über ein diagonales Sichtfeld von 20 Grad verfügt. Gesteuert wird es über Fingerbewegungen, die das Meta Neural Band in Computerbefehle übersetzt. Die Anzeige der Meta Ray-Ban Display ist nur für das rechte Auge sichtbar, wodurch sich die Brille nur bedingt für längere Spielesessions eignet. Als Machbarkeitsnachweis ist das Experiment dennoch interessant, zumal „Doom“ zuvor bereits auf Taschenrechnern, Rasenmähern und sogar elektrischen Zahnbürsten zum Laufen gebracht wurde.

Die Meta Ray-Ban Display ist derzeit wegen Lieferengpässen nur in den USA erhältlich. In der EU erschweren zudem Vorgaben zu Batterien und KI die Markteinführung. Einem Bericht zufolge plant Meta noch für dieses Jahr eine zweite Generation der Smart Glasses. Möglicherweise hebt sich Meta die weltweite Einführung für dieses Nachfolgemodell auf.

Entwicklern stehen zwei Ansätze für die Entwicklung von Apps für die Meta Ray-Ban Display offen. Einer davon ist das Meta Wearables Device Access Toolkit, ein SDK für iOS und Android, das Meta seit Ende des letzten Jahres für seine displaylosen Brillen anbietet und nun um Display-Funktionen erweitert hat. Entwickler können damit erstmals bestehende Smartphone-Apps auf das Brillendisplay ausweiten und dort Elemente wie Text, Bilder oder Videowiedergabe darstellen. Entwickelt wird mit Swift für iOS und Kotlin für Android.

Eine zweite Möglichkeit sind die neuen „Web Apps“. Entwickler können diese eigenständigen Anwendungen mit HTML, CSS und JavaScript im Browser entwickeln und testen und anschließend per URL auf der Brille starten. Dabei haben sie Zugriff auf Bewegungs- und Orientierungsdaten, GPS-Daten des Smartphones, Eingaben des Meta Neural Band sowie lokalen Speicher. Meta sieht Web Apps vor allem für schnelles Prototyping und schlanke Anwendungen. Auch Abdrakhimovs „Doom“-Portierung basiert auf diesem Ansatz. In einem eigens von Meta eingerichteten Subreddit finden sich weitere frühe Experimente mit den Entwicklerwerkzeugen.

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Beide Entwicklungswege sind zunächst nur als Developer Preview verfügbar, was heißt, dass Entwickler ihre Anwendungen zwar bauen und testen, aber noch nicht regulär an Endnutzer verteilen können. Weitere Informationen finden sich auf Metas Entwicklerseite für Wearables.

Meta kündigte außerdem an, dass die im Januar zunächst für Tester eingeführte Fingerschrift nun für alle Nutzer verfügbar gemacht wird. Sie funktioniert unter anderem in Instagram, WhatsApp, Messenger sowie in nativen Nachrichten-Apps unter Android und iOS. Ebenfalls breiter verfügbar wird die im März angekündigte Aufnahmefunktion, die das Display- und Kamerabild in einem Video kombiniert. Die visuelle Fußgängernavigation wird zudem auf die gesamten USA ausgeweitet und soll auch in internationalen Großstädten wie London, Paris oder Rom funktionieren. Live-Untertitel, die gesprochene Sprache bei Gesprächen oder Telefonaten transkribieren, kommen zudem für WhatsApp, Facebook Messenger und Instagram Direct. Metas neues KI-Modell Muse Spark soll diesen Sommer für Meta Ray-Ban Display erscheinen.

Der Zeitpunkt der Entwicklerankündigungen dürfte kein Zufall sein. Google könnte bereits kommende Woche auf der Entwicklerkonferenz Google I/O erste Smart Glasses auf Basis von Android XR ankündigen. Apple verfolgt ebenfalls Smart-Glasses-Pläne und könnte auf der WWDC im Juni erste Hinweise darauf geben. Zudem wird erwartet, dass Snap noch in diesem Jahr eine erste AR-Brille für Konsumenten präsentiert, deren Vorstellung wohl nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Mit der zunehmenden Verbreitung smarter Brillen wachsen auch die Kontroversen rund um die Geräte. Meta geriet zuletzt mehrfach in die Kritik, etwa wegen angeblicher Pläne zu Gesichtserkennung und wegen intimer Brillenvideos, die zur Datenannotation bei Clickworkern landeten. Hinzu kommt die Sorge, dass Smart Glasses heimliche Aufnahmen im öffentlichen Raum erleichtern.


(tobe)



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Makey:Lab: Technik verstehen statt nur über Bildschirme zu wischen


Smartphones bedienen, durch Feeds wischen, Apps installieren: Digitale Geräte bestimmen für viele Jugendliche den Alltag. Doch die meisten erleben Technik dabei vor allem passiv: als fertiges Produkt, nicht als etwas, das sich verstehen, verändern oder selbst gestalten lässt.

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Dafür gibt es jetzt Makey:Lab: ein Experimentierlabor für alles, was blinkt, misst, piept, reagiert und Daten verarbeitet. Im Mittelpunkt steht die Freude daran, selbst zu experimentieren, Dinge auszuprobieren und eigene Ideen umzusetzen – ganz gleich, ob Jugendliche bereits löten und programmieren oder bisher kaum Berührung mit Mikrocontrollern, Sensoren oder eigener Elektronik hatten.

Die Hardware bringt dafür Sensoren, Display, Mikrofon, Lautsprecher und RGB-LEDs direkt mit. Zusätzliche Module und Erweiterungen lassen sich unkompliziert anschließen. Das erleichtert den Einstieg enorm. Denn gerade erste Experimente sollen neugierig machen – und nicht an Kabeln oder Konfigurationen scheitern.

Dieselbe Idee steckt auch hinter der Software. Statt auf Programmiersyntax, Bibliotheken oder komplizierte Konfigurationen zu setzen, arbeitet die grafische Entwicklungsumgebung „IoT-Werkstatt“ mit vorbereiteten Programmierblöcken, die viele Funktionen bereits mitbringen. Sensorwerte anzeigen, LEDs steuern oder Daten ans Smartphone senden lässt sich dadurch direkt ausprobieren, ohne sich zuerst durch Datenblätter oder Beispielcode arbeiten zu müssen. Ziel sind schnelle Erfolgserlebnisse, die neugierig auf mehr machen.



Die IoT-Werkstatt ist die grafische Programmierumgebung von Makey:Lab. Aus Blöcken entstehen hier echte Projekte – ganz ohne komplizierte Syntax.

Aus ersten Experimenten sollen möglichst schnell eigene Ideen entstehen. Deshalb begleitet ein Playbook mit praxisnahen Experimenten den Einstieg in Sensorik, Mikrocontroller und IoT. Statt abstrakter Übungen entstehen daraus kleine Wetterstationen, Umweltmesssysteme oder vernetzte Alltagshelfer. Fehler machen gehört dabei ausdrücklich dazu, ebenso wie das Weiterentwickeln und Verändern eigener Ideen.

Die Wurzeln dafür liegen in realen IoT- und Nachhaltigkeitsprojekten am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier. Dort entstanden in den vergangenen Jahren unter anderem LoRaWAN-Pegelmesser für Flüsse, KI-gestützte Analysewerkzeuge und eine „künstliche Nase“ zur Unterscheidung von Gerüchen. Zusammen mit der Make-Redaktion entwickelte sich daraus die Idee, moderne Sensorik und Mikrocontrollertechnik wieder greifbarer, experimenteller und alltagstauglicher zu machen.

Genau darin sieht auch Prof. Dr. Klaus-Uwe Gollmer vom Umwelt-Campus Birkenfeld einen entscheidenden Punkt: „Uns ging es nie darum, Sensoren einfach auszulesen oder Technik vorzuführen. Im Mittelpunkt steht die niederschwellige Motivation, eigene Ideen umzusetzen. Denn spannend wird Digitalisierung erst dann, wenn daraus persönliche Projekte entstehen und Dinge aus der eigenen Lebenswelt neu gestaltet werden können.“

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Dahinter steckt der Geist der frühen Heimcomputerjahre: Technik durch Ausprobieren entdecken, Fehler machen, experimentieren und eigene Projekte entwickeln. Nicht nur konsumieren, sondern verstehen, verändern und selbst gestalten.

Makey:Lab ist für 119,90 Euro im heise shop erhältlich. Weitere Playbooks und Erweiterungen sind bereits geplant. Für Bildungseinrichtungen und Makerspaces sind außerdem Mehrfach- und Klassensets möglich.


(pan)



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