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Raspi-Aktie schießt nach Geschäftsbericht um 60 Prozent hoch


Die Aktie der Raspberry Pi Plc. ist binnen eines einzelnen Tages zwischenzeitlich um über 60 Prozent hochgeschossen. Grund ist der Geschäftsbericht zum Jahresabschluss 2025.

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Die Zahlen selbst liegen über den Erwartungen. Vor allem ist es aber der Ausblick, der Anleger positiv stimmt: Firmenchef Eben Upton berichtet über einen starken Start ins Jahr 2026. Auch die Speicherkrise könne der Raspi-Hersteller weitgehend umschiffen.

Mit 5,60 Euro lag die Raspi-Aktie am Vormittag noch über dem Hoch aus dem Februar. Damals war der Wert vorübergehend gestiegen, weil Raspberry-Pi-Einplatinencomputer für die Nutzung mit KI-Agenten wie OpenClaw und PicoClaw aufgebauscht wurden. Inzwischen hat sich die Aktie bei etwa 5,20 Euro eingependelt.

Trotz der aktuellen Kurssteigerung reicht die Raspi-Aktie gerade einmal an den Vorjahreswert heran. Das Allzeithoch von Anfang 2025 ist noch unerreicht. Damals kostete eine Aktie über 9 Euro.

Die Raspberry Pi Plc. hat im gesamten Jahr 2025 rund 323,2 Millionen US-Dollar eingenommen, 25 Prozent mehr als 2024. Weil die Ausgaben nicht so stark gestiegen sind wie der Umsatz, wächst der Nettogewinn um 85 Prozent auf 21,7 Millionen US-Dollar.

Erstmals in der Firmengeschichte hat der Hersteller mehr einzelne Chips verkauft als Einplatinencomputer und Module. 8,4 Millionen zu 7,6 Millionen war der Stand 2025. Die Raspberry Pi Plc. verkauft vor allem die selbst entworfenen Mikrocontroller an andere Hersteller, etwa den RP2350 und RP2040. Die Prozessoren auf den Raspi-Boards stammen von Broadcom, sie werden nicht von Raspberry Pi Plc. verkauft.

Der einzige Posten, der signifikant sinkt, ist die Cash-Reserve. Die Firma nennt 28,1 Millionen statt 45,8 Millionen. Darin sind allerdings schon 52,2 Millionen US-Dollar an getilgten Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten enthalten. Der Wert kommt daher gut an. Für Forschung und Entwicklung hat der Hersteller 11,1 Millionen US-Dollar ausgegeben, 28 Prozent mehr als 2024.

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Die Bruttomarge ist leicht von 24,4 auf 24,1 Prozent gesunken, vermutlich aufgrund der steigenden Speicherpreise Richtung Jahresende. Die größten Kostensteigerungen kamen erst nach Jahresabschluss. Laut eigenen Angaben kostet das LPDDR4-RAM auf aktuellen Raspis inzwischen siebenmal so viel wie noch 2025. Der Hersteller erwartet eine angespannte Liefersituation bis mindestens 2027.

„Auch wenn die Lage auf dem DRAM-Markt die Prognosen für das zweite Halbjahr erschwert, verfügen wir über die notwendigen Lagerbestände, Lieferantenbeziehungen und Preisgestaltungsflexibilität, um diese Situation erfolgreich zu meistern. Vor diesem Hintergrund erwarten wir, dass die Rentabilität für das Gesamtjahr den Marktschätzungen entsprechen wird, während der Umsatz deutlich höher ausfallen dürfte“, heißt es im Geschäftsbericht.

Heißt: Preise für Raspi-Produkte könnten weiter steigen. Aufgrund der höheren Preise erwartet der Hersteller höhere Umsätze, die sich allerdings nicht auf den Gewinn niederschlagen. Konkrete Umsatzerwartungen nennt die Firma nicht.


(mma)



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Public Money, Public Code: Bund veröffentlicht KI-Module für die Verwaltung


Die deutsche Verwaltung gilt als Sinnbild für lahme Prozesse und dicke Aktenstapel. Doch beim Thema KI will der Bund zeigen, dass es auch anders geht. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat mit dem Projekt Spark eine Reihe von KI-Modulen veröffentlicht, die die Arbeitsweise in Behörden grundlegend verändern könnten.

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Eine Besonderheit ist der Ansatz der Veröffentlichung: Unter dem Leitsatz Public Money, Public Code stehen die Anwendungen für jeden auf der Plattform OpenCode zur Verfügung. Damit folgt das BMDS dem Ruf nach digitaler Souveränität und ermöglicht es Kommunen, Firmen und der Zivilgesellschaft, die Werkzeuge ohne Lizenzgebühren zu nutzen und weiterzuentwickeln.

Mit Spark sollen komplexe Planungs- und Genehmigungsverfahren, die bisher Monate oder gar Jahre dauerten, durch eine intelligente operative Assistenz beschleunigt werden. Die Finanzierung erfolgt über den Klima- und Transformationsfonds. Das Projekt soll Beschäftigte in den Genehmigungsbehörden von Routineaufgaben befreien, ohne Menschen zu ersetzen. Vielmehr bereite die KI die Flut an Informationen aus Antragsunterlagen so auf, dass Sachbearbeiter schneller zu einer fundierten Entscheidung kommen könnten. Das letzte Wort habe der Mensch.

Technisch setzt Spark an, wo es bisher am meisten hakt: beim Sichten und Prüfen von Dokumenten. Die veröffentlichten Module decken typische Aufgaben wie die Zusammenstellung relevanter Daten aus Anträgen oder den formalen Check auf Vollständigkeit und Plausibilität ab. Das System soll dabei erkennen, wenn Dokumente fehlen oder Angaben widersprüchlich sind.

Das Herzstück bildet eine mit KI-Agenten unterstützte Rechtsdogmatik. Sie ist direkt an Gesetzesdatenbanken angeschlossen und kann Normen automatisiert dekonstruieren und juristisch bewerten. Im weiteren Verlauf sollen zusätzliche Module folgen, die sich auch der materiellen Prüfung und der Beschlusserstellung widmen.

Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sieht die Republik durch diesen Vorstoß weltweit in einer führenden Rolle bei KI-basierten Verwaltungsanwendungen. Erst im Februar sahnte das Projekt auf dem World Government Summit in Dubai den Preis für die beste KI-Nutzung in staatlichen Dienstleistungen ab. Die offene Bereitstellung des Quellcodes soll nun sicherstellen, dass kreative Köpfe die Module adaptieren und für verschiedene föderale Anforderungen optimieren können. Um diesen Prozess anzukurbeln, plant das BMDS für Juni einen zweitägigen Hackathon.

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Trotz der Euphorie mahnt das BMDS zur Sorgfalt bei der Implementierung. In den Begleitunterlagen findet sich ein Sicherheitshinweis: Der veröffentlichte Code sei als Referenz und Integrationsgrundlage zu verstehen, beinhalte aber keine fertige Sicherheitskonfiguration für den direkten Produktionseinsatz. Betreiber müssen die Anwendungen in ihren jeweiligen IT-Umgebungen härten, Zugriffsrechte definieren und sensible Daten sicher verwalten. Ein dediziertes Security-Review ist zwingend erforderlich, bevor die KI tatsächlich in produktive Genehmigungsverfahren eingebunden wird.

Für Entwickler soll der Einstieg aber hürdenarm sein. Die Module basieren auf einer Docker-Umgebung und lassen sich rasch aufsetzen. Die Konfiguration erfolgt über Skripte. Schnittstellen zu OpenAI-kompatiblen Endpunkten und lokalen Lösungen wie LiteLLM sind vorgesehen.


(mma)



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Mehr Zubehör für den Arduino UNO Q


Arduino stellt im Rahmen der Arduino Days neue Erweiterungen für den Arduino UNO Q vor. Zum Einstieg bringt Arduino Zubehör für Stromversorgung und Schnittstellen. Ein 45-Watt-USB-C-Netzteil, ein voll belegtes USB-C-Kabel sowie ein 8-in-1-USB-C-Hub sollen den UNO Q in Richtung „Single Board Computer“ schieben. Der Hub ergänzt HDMI, Ethernet, mehrere USB-Ports und Power-Delivery in einem. Das Netzteil wird 16,89 Euro, das USB-C-Kabel 5,97 Euro und der Hub 16,89 Euro kosten.

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Spannender wird es mit den eigentlichen Erweiterungs-Boards. Der „UNO Media Carrier“ dockt über JMEDIA und JMISC an und bringt gleich mehrere Multimedia-Features mit. Zwei MIPI-CSI-Anschlüsse erlauben den Betrieb von Kameras, etwa für Stereo-Vision oder Bildverarbeitung. Dazu kommt ein MIPI-DSI-Port für Displays sowie mehrere Audioanschlüsse (Mikrofon, Line-Out, Kopfhörer). Damit lässt sich der UNO Q für Computer-Vision-Projekte, interaktive Displays oder einfache KI-Anwendungen einsetzen. Das Board wird für 19,89 Euro im Arduino-Shop erhältlich sein.


Rückseite eines Arduino Uno Breakout Carrier Boards mit elektronischen Bauteilen, Leiterbahnen und Audioanschlüssen auf einer blauen Platine.

Rückseite eines Arduino Uno Breakout Carrier Boards mit elektronischen Bauteilen, Leiterbahnen und Audioanschlüssen auf einer blauen Platine.

Der Arduino UNO Media Carrier

(Bild: Arduino)

Für alle, die mehr Peripherie brauchen, gibt es den „UNO Breakout Carrier“. Er führt zahlreiche Schnittstellen wie I2C, SPI, UART, PWM sowie Audio- und Stromleitungen auf klassische Header heraus. Das ist interessant für Prototyping, Messungen mit Oszilloskop oder Logikanalysator und das Debuggen von Hardware. Gerade in frühen Entwicklungsphasen spart das Zeit, weil keine eigenen Adapterplatinen nötig sind. Oder anders gesagt: weniger löten, mehr messen. Der Preis für dieses Board wird bei 9,90 Euro liegen.


Arduino Uno Breakout Carrier Board mit mehreren Pin-Leisten und zwei großen Steckverbindern auf einer blauen Platine.

Arduino Uno Breakout Carrier Board mit mehreren Pin-Leisten und zwei großen Steckverbindern auf einer blauen Platine.

Der Arduino UNO Breakout Carrier

(Bild: Arduino)

Ebenfalls auf Debugging ausgelegt ist der „Arduino Bug-Hopper“. Das kleine Board basiert auf einem FTDI-USB-zu-UART-Chip und stellt eine dedizierte serielle Verbindung zum UNO Q bereit. Dadurch bleibt die Hauptschnittstelle frei für Sensoren oder Aktoren. Status-LEDs zeigen zudem direkt an, ob die Versorgungsspannungen stimmen. Für 19,89 Euro wird dieses Board bereits im Arduino-Store angeboten.


Schmales Arduino BugHopper Mikrocontroller-Board mit USB-C-Anschluss, sichtbarem Chip und beschrifteten Pins für 3V3, 5V, GND und VT.

Schmales Arduino BugHopper Mikrocontroller-Board mit USB-C-Anschluss, sichtbarem Chip und beschrifteten Pins für 3V3, 5V, GND und VT.

Der Arduino BugHopper

(Bild: Arduino)

Zum Schluss erweitert Arduino sein Modulino-System noch um ein neues Board. Eine LED-Matrix mit 8 × 12 Pixeln, die über Qwiic angeschlossen wird. Sie eignet sich für einfache Anzeigen, Statusmeldungen oder kleine Animationen. Dieses Modul wird für 8,54 Euro im Shop angeboten werden.

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Die neue Modulino-LED-Matrix.

Die neue Modulino-LED-Matrix.

Die neue Modulino-LED-Matrix.

(Bild: Arduino)

Alle Infos zu den Ankündigungen findet man auf dem Arduino-Blog.

Wer noch nicht genau weiß, was er vom Arduino Uno Q halten soll, findet in unserem Test alle wichtigen Infos dazu.


(das)



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Bundesregierung lobt weitere Milliarde für Glasfaserausbau aus


Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat heute die nächste Runde für den Ausbau schneller digitaler Kommunikationsinfrastrukturen eingeläutet. Der Glasfaserausbau in Deutschland liegt zwar weiterhin deutlich hinter anderen europäischen Staaten, den Löwenanteil davon sollen aber weiterhin Privatunternehmen stemmen. Die Förderung des Bundes soll nur dort greifen, wo die Telekommunikationsunternehmen einen Ausbau mit Sicherheit auf absehbare Zeit ausschließen, weil dieser sich schlicht nicht rechnen würde.

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Hier soll das aktuelle Förderprogramm nun eine verkürzte Vorplanungsphase erlauben. „Mit digitalen Verfahren, klaren Standards und flexiblen Förderquoten stellen wir sicher, dass Glasfaser genau dort ankommt, wo der Markt allein nicht hinreicht – insbesondere in ländlichen und strukturschwächeren Regionen“, sagte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU).

Mit einer Milliarde Euro ist das Volumen der Förderrunde 2026 zwar absolut betrachtet groß, im Verhältnis zu den bislang zur Verfügung gestellten 21,7 Milliarden Euro für unterschiedliche Förderprogramme seit 2015 jedoch eines der kleineren Förderpakete. Im Jahr 2025 hatte der Bund erst verspätet 1,8 Milliarden Euro Fördermittel ausloben können, da der Bundeshaushalt sich aufgrund von Neuwahlen und Regierungsbildung verzögert hatte. Die soeben ausgelobte Milliarde ist die reguläre Förderrunde 2026.

Allerdings ist die Förderung des schnellen Internets seit Jahren vor allem durch ausgeprägte Langsamkeit geplagt: Von den 21,7 Milliarden laut Gigabit-Förderungsbüro des Bundes bislang ausgelobten Euro sind bislang 19,5 Milliarden auch tatsächlich „gebunden“, also mit konkreten Zusagen zu Förderanträgen versehen. Tatsächlich abgerechnet wurden nach Angaben eines Sprechers des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung bislang allerdings erst rund 7 Milliarden Euro. 12,5 Milliarden Euro sind also bislang noch nicht abrechnungsreif zu Ende gebaut worden. Denn abrechnen dürfen die „Zuwendungsempfänger“, im Regelfall die Kommunen, immer erst nach tatsächlicher Fertigstellung. Das führt zu jahrelangen Verzögerungen.

Aufwendigkeit und Komplexität der Bundesförderungen haben daher auch einen anderen Effekt: 1 Milliarde Euro an Förderzusagen gaben die Antragsteller später wieder zurück – jeder 20. Euro für den Breitbandausbau floss also nie. Die gute Nachricht aus Sicht des Bundes: nachdem 2024 bereits 1,2 Milliarden Euro endlich schlussabgerechnet werden konnten, betrug die Summe 2025 nun 1,4 Milliarden Euro – zumindest wächst der Glasfaserförderberg also derzeit nicht weiter an. Seit 2025 werden die Fördermaßnahmen aus dem sogenannten Infrastruktur-Sondervermögen finanziert.

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(dahe)



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