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Künstliche Intelligenz

Delta setzt auf Amazon Leo statt Starlink für Satelliten-Internet in Flugzeugen


Amazon hat einen mehrjährigen Vertrag mit Delta Air Lines über die Internetversorgung von 500 Flugzeugen über den Satellitendienst Leo geschlossen. Das Satelliten-Internet Leo befindet sich weiterhin im Aufbau und ist bislang nur eingeschränkt und für einzelne Organisationen verfügbar. Allerdings sieht sich Amazon für dieses Jahr mit weiteren Raketenstarts im Plan. Es gibt zwar noch offene Fragen zur offiziellen Genehmigung des Satellitennetzwerks, aber offenbar ist Delta zuversichtlich genug, Amazon Leo Elon Musks Marktführer Starlink vorzuziehen.

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Denn eigentlich hätte Amazon laut 2020 erteilter Genehmigung der US-Telekommunikationsbehörde FCC bis Ende Juli dieses Jahres 1618 Satelliten in den Orbit bringen sollen, rund die Hälfte der für das komplette Netz vorgesehenen Satelliten. Das wird der Konzern nicht schaffen, bislang sind es erst etwas mehr als 200. Deshalb wurde kürzlich ein Aufschub von 24 Monaten beantragt, denn Amazon benötigt mehr Zeit für den Aufbau seines Satellitennetzwerks. Das Unternehmen versprach deshalb erst letzte Woche, Satellitenproduktion und Startkadenz für Leo zu steigern. Dieses Jahr sind elf Starts geplant, in Zukunft soll die Zahl auf 20 Starts pro Jahr steigen. Jede Rakete bringt etwa 20 bis 30 Satelliten ins Weltall.

Das hat Delta offenbar überzeugt, dass Amazons Satelliten-Internet ab 2028 großflächig verfügbar sein wird. Denn ab dem Jahr sollen 500 Flugzeuge damit ausgestattet werden, um den Passagieren WLAN per Satellitenzugang zu bieten. Nutzer werden mit Leo Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbps und Uploads von maximal 400 Mbps bekommen, heißt es in der Amazon-Mitteilung. Die beiden Unternehmen verweisen aber auch auf die bisher gute Zusammenarbeit von Delta und Amazon Web Services (AWS), den Cloud-Diensten des Konzerns, die Delta auf Amazon vertrauen lassen.

Mit den bislang rund 200 Leo-Satelliten hinkt Amazon beim Ausbau des Satellitennetzwerks nicht nur den eigenen Plänen und den Vorgaben der US-Behörden massiv hinterher, sondern auch der Konkurrenz. Das zu Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX gehörende Starlink zählt bereits etwas mehr als 10.000 Satelliten im Orbit und ist damit der mit Abstand größte Satellitenbetreiber weltweit. Der Marktführer bei Satelliten-Internet profitiert dabei nicht nur von einem früheren Beginn der Aussetzung der Satelliten (seit 2019), sondern auch von der Wiederverwendbarkeit der unternehmenseigenen Falcon-9-Raketen. Amazon muss dagegen externe Partner mit Raketenstarts beauftragen, wobei dazu neben Blue Origin und der United Launch Alliance (ULA) auch SpaceX gehört.

Die Vereinbarung mit Delta ist Amazons zweiter Auftrag einer Fluglinie für das Satelliten-Internet Leo, denn im Herbst 2025 konnte der Konzern bereits die US-Fluggesellschaft JetBlue dafür gewinnen. Ab 2027 soll ein Viertel der JetBlue-Flotte mit Internetzugängen per Satellit ausgestattet werden. Starlink zählt hingegen schon mehrere Fluglinien zu seinen Partnern. Der Dienst von SpaceX hat letzten Monat erst Southwest Airlines dafür gewinnen können, nachdem zuvor bereits Starlink-Verträge mit United Airlines, Alaska Airlines und Hawaiian Airlines abgeschlossen wurden, berichtet Reuters.

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Bedingungen und finanzielle Einzelheiten des Vertrags zwischen Amazon und Delta Air Lines wurden nicht veröffentlicht, aber die Fluglinie verspricht, dass Amazons Satelliten-Internet Mitgliedern des Delta-Vielfliegerprogramms SkyMiles während der Flüge kostenlos zur Verfügung stehen wird.


(fds)



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Künstliche Intelligenz

Smart-TV OLED65G66 im Test: Besseres Bild, KI-Funktionen mäßig


Die neue Smart-TV-Generation von LG mit OLED-Panels kommt unter der Bezeichnung „G6“. Der Vorgänger G5 überzeugte mit Kontrast, patzte aber bei feinen Farbverläufen – genau dort setzt LG beim neuen G6 an. Der Hersteller nutzt im aktuellen Topmodell eine überarbeitete Version des Primary RGB Tandem OLED-Panels, das letztes Jahr im G5 debütierte. Das Panel leuchtet jetzt noch etwas heller – ein stets willkommener Bonus bei OLED-Displays.

Mit dem neuen Prozessor namens Alpha 11 Gen 3 Prozessor geht LG einen der prominentesten Kritikpunkte am G5 an: Er verarbeitet die eingehenden Signale mit 12 statt mit 10 Bit pro Farbe, um Stufen in Farbverläufen zu eliminieren. Die Luminanzverarbeitung hat LG sogar auf 13 Bit angehoben. Der neue Prozessor optimiert außerdem die Surround-Sound-Wiedergabe. Beim Bedienkomfort gibt es kleinere Verbesserungen, das webOS- Betriebssystem des Smart-TVs webOS hat LG dagegen nur geringfügig angepasst.

Wir konzentrieren uns im Test neben der Bildqualität auf die KI-Integration und gehen der entscheidenden Frage nach: Sind LGs neue KI-Funktionen mehr als Marketing?


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Smart-TV OLED65G66 im Test: Besseres Bild, KI-Funktionen mäßig“.
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Kurznachrichtendienst W Social: Mehr Marketing als Souveränität


W Social präsentiert sich als europäische Alternative zu X: ein Kurznachrichtendienst, der Desinformation und US-Abhängigkeit zugleich bekämpfen soll. Hinter dem neuen Angebot steht eine gleichnamige schwedische Firma. Deren größter bekannter Anteilseigner ist das schwedische Climate-Media-Unternehmen „We Don’t Have Time“.

Als Gesicht von W Social fungiert die Geschäftsführerin Anna Zeiter, die zuvor für eBay tätig war und seit Längerem mit großem PR-Aufwand die Werbetrommel rührt. Geld soll die Plattform vorerst keines verdienen. Ab 2027 sind Werbeeinnahmen und Micropayments für Nachrichtenartikel hinter einer Paywall geplant.

Technisch setzt das Unternehmen nicht auf eine eigene Plattformarchitektur, sondern auf das AT-Protokoll. Auf dieses offene Fundament baut etwa auch Bluesky auf. Wer sich anmeldet, landet also technisch betrachtet auf einem Ableger des etablierten Dienstes: Bluesky-Inhalte lassen sich abonnieren und kommentieren. Optisch sieht die App von W Social ohnehin aus wie Bluesky.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kurznachrichtendienst W Social: Mehr Marketing als Souveränität“.
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Anthropic gibt Sonnet 5 frei, Fable 5 und Mythos 5 sollen wieder nutzbar werden


Anthropic hat mit Claude Sonnet 5 eine angeblich merklich verbesserte Version seines KI-Modells für die umfangreichsten Einsatzzwecke veröffentlicht, das in Teildisziplinen zum High-End-Modell Opus 4.8 aufholen oder es sogar überholen soll. Verbessert wurde demnach hauptsächlich die agentische Funktionsweise, dabei geht es darum, dass Aufgaben selbstständig erledigt werden sollen. Das neue Modell „kann Pläne machen, Werkzeuge wie Browser und die Konsole benutzen und in einem Umfang autonom arbeiten, für den noch vor Monaten größere und teurere Modelle nötig waren“, schreibt Anthropic. Hinzu kommt ein Werkzeugkasten für die Forschung und die Ankündigung, dass die Exportbeschränkungen für Fable 5 und Mythos 5 aufgehoben werden sollen.

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Claude Sonnet ist Anthropics KI-Modell, das die bestmögliche Performance für die breitesten Einsatzzwecke verspricht. Wer Anthropics KI-Technik kostenfrei oder im Pro-Angebot nutzt, für den ist das Modell vorausgewählter Standard. Laut mehreren Benchmarks, die das KI-Unternehmen dazu veröffentlicht hat, gibt es gegenüber dem Vorgänger eine teils deutliche Verbesserung, mit der Sonnet zu Opus 4.8 aufholt. Bei agentischen Aufgaben wird das Spitzenmodell Opus 4.8 demnach sogar fast ausnahmslos überholt. Das hätte sich bei externen Tests bestätigt, Sonnet beende jetzt Aufgaben erfolgreich, die vorher abgebrochen wurden. Zudem prüfe das Modell die Ergebnisse auch ohne Aufforderung. Das alles gebe es zu besseren Preisen.

Anthropic versichert weiterhin, dass das neue Modell auch mehr Sicherheit verspreche. Sonnet 5 sei besser darin, böswillige Anfragen abzulehnen und Übernahmeversuche abzuwehren. Darüber hinaus würde das Modell weniger oft halluzinieren, also falsche Ausgaben erzeugen, als der direkte Vorgänger. Bei der Ausnutzung von Sicherheitslücken liegt das Modell demnach aber weit hinter dem leistungsfähigsten Anthropic-Modell Mythos, aber trotzdem vor Sonnet 4.6. Deshalb hat Anthropic hier ebenfalls Leitplanken gezogen, die dafür sorgen sollen, dass Sonnet die Hilfe für Cyberangriffe genauso ablehnen soll wie die aktuellen Opus-Modelle. Am Mittwoch hat Anthropic zudem Claude Science veröffentlicht, das Werkzeuge für die Forschung vereint.

Parallel zur Freigabe von Sonnet 5 hat Anthropic zudem publik gemacht, dass die US-Regierung die Exportkontrollbeschränkungen für Mythos und Fable aufgehoben hat. Ab Mittwoch sollten deshalb die Beschränkungen aufgehoben und die Zugänge wiederhergestellt werden. Die KI-Firma bedankt sich für die Geduld und kündigt weitere Informationen dazu an. Der Schritt hatte sich am Wochenende angekündigt, da war ein entsprechender Brief öffentlich geworden. Die Sperre der leistungsfähigsten KI-Modelle von Anthropic für Ausländerinnen und Ausländer hatte vor allem in Europa deutlich gemacht, wie groß die Abhängigkeit von KI-Technik aus den USA hier ist.


(mho)



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