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Raum für Kreativität › PAGE online


Neben den geometrischen »Räumen«, die in der Gestaltung flexibel einsetzbar sind, entwarfen die Designerinnen ein Set an Icons, die der Identity eine spielerische Leichtigkeit verleihen.

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Identity für Isarwinkel

BECC Agency, München. GrüneUmgebung, luftige Backstein-Architektur und eine Kreativagentur direkt im Haus – das ist der Isarwinkel, die neue Eventlocation und Zuhause der Münchner BECC Agency. Die passende Identity für das Gebäude und sein flexibles Nutzungskonzept entwickelten zwei junge Designerinnen aus dem Experience-Team von BECC: Salea Buhmann und Julia Greiner. Die beiden arbeiten gern und eng zusammen – das Isarwinkel-Projekt schweißte sie weiter zusammen.

Den internen Auftrag erhielten die beiden Designerinnen im November 2024, als nach der ersten Besichtigung des neuen Agenturstandorts schnell klar wurde, dass die Räumlichkeiten nicht nur für die Kreativen, sondern auch für Events genutzt werden sollten.

Ein formelles Briefing gab es nicht – und auch keine offiziellen Präsentationen. Die beiden jungen Kreativen sollten sich an einem Agentur-Projekt ausprobieren können. »Wir arbeiten bei BECC immer sehr eng zusammen und stimmen uns live ab«, erklärt Julia Greiner. »So konnten wir Ideen direkt umsetzen und die Identity iterativ gestalten, parallel zu unseren Kundenprojekten.«

New Talents IsarwinkelBild: Carina Pilz

New Talents Isarwinkel
Neues Zuhause: Hier, im Isarwinkel, sitzt seit kurzem die Münchner BECC Agency. Die Location ist aber auch für verschiedene Events mietbar. Die Identity für den besonderen Ort entwickelten die beiden Junior Designerinnen Salea Buhmann und Julia Greiner mit viel Liebe zum Detail und cleveren Anspielungen auf die BECC Dachmarke (Bild: Carina Pilz)

 

Spiel und Space

So begannen die beiden mit einer Analyse des Gebäudes und vergleichbarer Eventräume mit flexiblem Nutzungskonzept. Die Herausforderung: »Wir haben die Identity entwickelt, bevor wir den Ort überhaupt selbst als Office-Space oder Event-Location erleben konnten.«, so Salea Buhmann. »Außerdem sollte sich der Isarwinkel auch wie ein Zuhause für uns als Agentur anfühlen.«

Schon früh fiel deshalb die Entscheidung, das Design direkt an die Architektur selbst anzulehnen und mit den verschiedenen »Räumen« zu spielen. Mit diesem Ansatz entwickelten die beiden Designerinnen ein flexibles Branding, das ausgesuchte Elemente mit der BECC-Dachmarke verbindet und dennoch eigenständig zur Kommunikation rund um den Isarwinkel verwendet werden kann.

Zentral für das Konzept sind die drei verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten: Events, als Creative Space oder für Workshops. Jeder der drei Bereiche ist im Branding durch eine eigene Farbe gekennzeichnet und hat ein individuelles Logo mit einem dynamisch animierten geometrischen »Raum« in Kombination mit dem Isarwinkel-Schriftzug.

New Talents Isarwinkel
Stickers, Bags & Brand Neben den geometrischen »Räumen«, die in der Gestaltung flexibel einsetzbar sind, entwarfen die Designerinnen ein Set an Icons, die der Identity eine spielerische Leichtigkeit verleihen Bild: Carina Pilz

 

New Talents IsarwinkelBild: Carina Pilz

Um die Zugehörigkeit zur Dachmarke zu zeigen, arbeiteten Julia und Salea mit der BECC-Hausschrift Gotham, stellten aber durch verschiedene Schnitte und Kerning eigene Guidelines zur Nutzung für den Isarwinkel auf. Als kreatives Element entwickelten die Designerinnen außerdem eine Reihe an Line-Art-Icons, die mit den kräftigen Brandfarben hinterlegt zu Stickern in verschiedenen Anwendungen werden können.

Keep growing

Noch im Dezember begann die Kommunikation über BECCs Umzug in den Isarwinkel mit dem neuen Design. Salea und Julia entwickelten die Identity im Prozess mit jedem neuen Medium stetig weiter. So entstanden zunächst Social-Postings und Mailings, sowie eine gedruckte Zeitung, die an BECCs Kund:innen versandt wurde. Zum Launch-Event der Location während der Munich Creative Business Week (MCBW) entwarfen die Designerinnen Visitenkarten, Jutebeutel und eine Website, die in Zusammenarbeit mit den anderen BECC Units
umgesetzt wurden.

Ein eigens gestaltetes Leitsystem führte die Besucher:innen durch die Räumlichkeiten und weist den BECC-Mitgliedern jeden Tag den Weg zu ihren Arbeitsplätzen. Damit ist das Projekt aber noch nicht abgeschlossen: »Das Wichtigste ist, dass das Design wirklich emotional und menschlich erlebbar wird. Dass wir und unser Team uns damit identifizieren können«, sagt Salea. Julia ergänzt: »Deshalb ist die Marke so gestaltet, dass sie sich stetig weiterentwickeln kann – nicht nur durch uns, sondern durch alle, die die Räume hier nutzen.«

New Talents Isarwinkel
Herzlich Willkommen! Zum ersten Mal konnten Besucher:innen den Isarwinkel zum Launch-Event auf der MCBW besuchen. Außerdem veranstaltete BECC einen Pitch für eines der ersten Events, das dort stattfinden sollte

 

New Talents Isarwinkel
Raum für … Teil des Isarwinkel-Logos sind dynamische, geometrische Räume, welche die drei Nutzungsmöglichkeiten visualisieren. Der Schriftzug selbst ist in der BECC Hausschrift Gotham gehalten, wird durch den Einsatz verschiedener Schnitte aber zur selbstständigen Brand

 

New Talents Isarwinkel
Die gestalteten Icons

 

New Talents Isarwinkel

New Talents Isarwinkel
Brand berühren: Eines der ersten Medien, das die Designerinnen gestalteten, war eine gedruckte Zeitung, die als Mailing an BECCs Kund:innen verschickt wurde, um den Umzug der Agentur in die neuen Räumlichkeiten anzukündigen

 

New Talents Isarwinkel
Very Social: In den letzten Monaten waren auf Instagram (@beccagency) bereits die ersten Social-Posts im Isarwinkel-Design zu sehen

Portrait Julia Salea, New Talents

Julia Greiner (links) studierte Kommunikationsdesign an der Designschule München und an der Prague City University. Nach zwei Jahren selbstständiger Arbeit wechselte sie in das Brand Experience Team der BECC Agency, wo sie heute Brands entwickelt und vor allem digital neu aufstellt.

Salea Buhmann (rechts) ist seit etwas anderthalb Jahren bei BECC. Sie studierte dual Mediendesign an der DHBW Ravensburg und sammelte dort bereits erste Erfahrung in der Markenführung. Bei BECC gestaltet sie im Experience Design Team Brands, digitale Experiences und Kampagnen.

 

Dieser Beitrag ist erstmals in PAGE 3.2025 erschienen:

 

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Hört mal zu! Spannende Geschichten zum großen Eszett › PAGE online


Mit einer Kickstarter Kampagne sucht der Typograf Ralf Herrmann nach Unterstützung für ein tolles Projekt: Ein Hörbuch zum Versal-ß.

Hört mal zu! Spannende Geschichten zum großen Eszett › PAGE online

Wer ein ß im Namen hat, weiß um die Schwierigkeiten, die es mit diesem, einzig in der deutschen Sprache vorkommenden Buchstaben, gibt. Da kein deutsches Wort mit einem ß beginnt, gab es das ß lange Zeit nur als Kleinbuchstaben. Die Notlösung, das ß in Namen im Versalsatz durch SS zu ersetzen, taugt nur bedingt. Wer weiß schon, ob Frau Weiss nun Weiss oder Weiß heißt.

Offizielle Dokumente setzen auf gemischte Schreibweise (WEIß), typografisch gesehen grenzt das an Körperverletzung. Ich werde nie vergessen, als ich kurz vor der Geburt meines ersten Kindes vor dem KREIßSAAL stand und mir ganz übel wurde…

Seit 2017 ist das große Eszett Teil der amtlichen deutschen Rechtschreibung und es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Schriften, die ein Versal-ß im Glyphensatz haben. Dennoch hat sich die Existenz des Zeichens noch nicht überall herumgesprochen und es ranken sich weiterhin viele Missverständnisse um den Buchstaben, da die funktionalen und historischen Zusammenhänge nicht oder nur unzureichend bekannt sind. 

Ein mehrstündiges Hörbuch, geschrieben und gelesen vom Weimarer Typograf Ralf Herrmann, soll die spannende Geschichte des Eszett-Buchstabens nun einmal grundlegend aufarbeiten und in Gänze erzählen. 

Denn schon mehrfach stand sowohl die Abschaffung des Eszett-Buchstabens, als auch die Einführung einer Großbuchstabenvariante auf der Tagesordnung. Wir erfahren in dem Hörbuch entsprechend von spannenden Debatten und richtungsweisenden Entwicklungsschritten, die bis heute nachwirken, aber dennoch zwischenzeitlich komplett in Vergessenheit geraten waren, selbst unter Fachleuten. Und natürlich liefert das Buch auch nützliche und praxisnahe Informationen zur aktuellen Anwendung des Buchstabens. Ein begleitendes Webportal soll die Fakten und Quellen zum Eszett zudem dauerhaft und kostenlos für alle zugänglich machen.  

Die Kampagne läuft ganz gut, kann aber durchaus noch Unterstützung gebrauchen. Noch bis zum 7. Mai 2026 könnt ihr auf Kickstarter dafür sorgen, dass das Projekt realisiert wird.

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Blasenschwäche bei Männern: Mit Humor gegen das Tabu › PAGE online


Wo ist die undichte Stelle? Das fragt die Kampagne, die Serviceplan Köln für Inkontinenzprodukte von Hartmann entwickelt hat. Dem unangenehmen Thema begegnen die Kreativen mit einem knackigen Spot, der auf Mafia-Thriller und auf Humor setzt.

Blasenschwäche bei Männern: Mit Humor gegen das Tabu › PAGE online

Inkontinenz ist ein unangenehmes Thema. Für Frauen und für Männer. Doch während sich bei Frauen die Scham langsam legt und das Training des Beckenbodens ein weitverbreitetes Thema ist, herrscht bei Männern absolutes Schweigen.

Dabei heißt es von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft, dass über alle Altersgruppen hinweg rund 15 Prozent der Frauen und zehn Prozent der Männer an Inkontinenz leiden.

Doch als Mann eine Einlage tragen?

Undichte Stelle

Serviceplan Köln zeigt, wie man sich dem schwierigen Thema nähert. Und das knackig und mit Humor und mit einem Spot, der mit den Gesetzen des Mafia-Thrillers spielt, in dem es früher oder später eine »undichte Stelle« gibt, einen Informanten, der meist furchtbare Konsequenzen fürchten muss – und das nicht nur demjenigen, sondern auch dem Publikum den Angstschweiß auf die Stirn treibt.

Doch mit den Pads MoliCare®, wie die Inkontinenz-Linie von Hartmann heißt, behält man die Kontrolle, bleibt souverän – und unentdeckt.

Die Kampagne richtet sich gezielt an Männer im Alter von 45+ Jahren und wird Digital-First, unter anderem über YouTube und Social Media ausgespielt. Weitere Flights und auch Adaptionen, unter anderem für Frankreich, Belgien und Spanien, sollen folgen.

Serviceplan Köln, kreative Leadagentur für Hartmann, entwickelte Strategie, Konzeption und Kreation der Kampagne. Serviceplan Make realisierte die Produktion. Regie: Mikal Boland, Fotografie: Jacek Lukasiewicz, Videografie: Mateusz Wiater. Externer Produktionspartner: Neverest (Polen).

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Wenige Striche, große Wirkung: AWO fordert zum Mitmachen auf › PAGE online


Typografie, die zum Mitmachen auffordert: Ganz ohne Bilder, inklusiv und mit Wortspielen, erzählt die Kampagne, die glow für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) entwickelt hat, davon, was man gemeinsam verändern kann.

Wenige Striche, große Wirkung: AWO fordert zum Mitmachen auf › PAGE online

Schwarz auf Weiß und etwas Rot und mit einem schönen Dreh: In einer Zeit, die für viele Menschen immer schwerer wird, in der die Lebenshaltungskosten steigen, Einsamkeit immer stärker um sich greift und manchmal auch die Hoffnungslosigkeit, zeigt die Kampagne für die AWO Bundesorganisation, dass es durchaus Hilfe gibt.

Dafür sorgt die AWO, zu deren Grundwerten Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit gehören und die, 1919 gegründet, heute der größte deutsche Arbeitgeber im Sozialbereich ist.

Sie ist in der Pflege und Altenhilfe aktiv, betreibt Kindergärten und Altenheime, fördert Teilhabe und unterstützt Eingliederung, kümmert sich um Kinder und Jugendliche und berät bei Migration.

Dass das alles einen Unterschied macht, davon erzählt die Agentur glow, die neben ihren Kampagnen für ihre Plakatwand bekannt ist, die mitten in Berlin und direkt gegenüber vom Soho House steht. Immer wieder sorgt sie dort für Hingucker. In Erinnerung ist zum Beispiel, wie sie dort mit einem »De-Musk Social Media« für Alternativen zu den US-amerikanischen Tech-Giganten warb.

Selber mitgestalten

Für die AWO aber setzen die Kreativen ganz auf Schrift, auf ein Spiel mit Worten – und auf Typografie.

Ein paar rote Striche reichen, um von den Veränderungen zu erzählen, die bereits kleine Gesten schaffen: aus Einsam wird so Gemeinsam, aus Sorgen wird Geborgen, aus Bürde verwandelt sich in Würde und ein Rollator in Rock’n’Roll.

Gleichzeitig ist es Motivation, selbst aktiv zu werden. Schließlich besteht die AWO neben mehr als 250.000 Mitarbeitenden auch aus rund 10.800 Ehrenamtlichen.

Begleitet wird die Kampagne von der Möglichkeit für die AWO-Ortsvereine, den roten Stift zu bestellen, um eigene Motive zu gestalten. Um das Mitmachen vor Ort zu erleichtern, wurde eine Anleitung entworfen, die das erleichtert.

Um auch die Jugendlichen zu begeistern, die im AWO-Jugendwerk zusammenfinden sind eigene Motive geplant, auf denen der rote Marker wie ein Tag-Stift genutzt wird.

Und damit ist dann längst noch nicht Schluss. So einfach und leicht umsetzbar die Kampagne speziell für eine Wohlfahrtsorganisation gehalten ist, so inklusiv und niedrigschwellig ist sie und zugleich so offen und flexibel, dass sie auf alle Bereiche der AWO übertragbar ist.

 

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