Connect with us

Apps & Mobile Entwicklung

Sandisk Extreme Pro Dual Drive & Ultra Dual Drive Go im Test


Schon USB-C oder noch USB-A? Den Dual-USB-Sticks ist das egal, denn diese bieten beide Anschlüsse. ComputerBase hat nach dem PNY Duo Link V3 zwei Modelle von Sandisk im Test: das winzige Sandisk Ultra Dual Drive Go mit 128 GB und das schnellere Sandisk Extreme Pro Dual Drive mit 512 GB. Nur eines davon kann überzeugen.

Die beiden USB-Sticks im Überblick

Sandisk Ultra Dual Drive Go 128 GB

Das Sandisk Ultra Dual Drive Go ist mit knapp 4,5 cm Länge und lediglich 6,5 Gramm Gewicht besonders kompakt. Breit gefächert ist nicht nur die Farbauswahl mit Absinthe Green, Lavender, Navagio Bay oder Schwarz, denn die Modelle reichen von 32 GB über 64 GB, 128 GB, 256 GB und 512 GB bis hin zu 1 TB Speicherplatz. Doch erst ab 128 GB gibt es eine versprochene Leseleistung von 400 MB/s laut Hersteller. Die Herstellergarantie liegt bei 5 Jahren.

ComputerBase hat das Modell mit 128 GB in der Farbe Navagio Bay getestet, das Sandisk für 26,99 Euro anbietet. Weitere Informationen liefert das offizielle Datenblatt (PDF).

Oben das Sandisk Extreme Pro Dual Drive, unten das Sandisk Ultra Dual Drive Go
Oben das Sandisk Extreme Pro Dual Drive, unten das Sandisk Ultra Dual Drive Go

Sandisk Extreme Pro Dual Drive 512 GB

Das Sandisk Extreme Pro Dual Drive ist mit 8 cm fast doppelt so lang und auch dicker. Es bietet aber die gleiche Dual-Funktion mit Steckerwechsel per Rotation. Statt Kunststoff kommt beim Gehäuse Metall zum Einsatz. Das Gewicht liegt mit 23 Gramm entsprechend höher. Eine Farbauswahl gibt es nicht, jedes Modell „trägt“ Anthrazit. Aufmachung und Funktion sind dem zuvor getesteten PNY Duo Link V3 (Test) sehr ähnlich.

Links das Sandisk Extreme Pro Dual Drive, rechts der PNY Duo Link V3
Links das Sandisk Extreme Pro Dual Drive, rechts der PNY Duo Link V3

Die Speicherkapazitäten starten erst bei 256 GB und reichen über 512 GB und 1 TB bis hin zu 2 TB. Für alle Modelle nennt Sandisk maximale Transferraten von 1.000 MB/s beim Lesen und 900 MB/s beim Schreiben laut Datenblatt (PDF). Die Garantie wird mit „lifetime“ angegeben, gilt also demnach lebenslang. Allerdings wird eine solche Angabe nicht in allen Regionen akzeptiert, sodass für Deutschland stattdessen 30 Jahre gelten.

ComputerBase hat die Version mit 512 GB getestet, die bei Sandisk 108,99 Euro kostet.

Eckdaten im Vergleich

Testergebnisse

ComputerBase hat die USB-Sticks von Sandisk am üblichen SSD-Testsystem mit Asus B650E-F Strix Gaming Wifi und dem AMD Ryzen 9 7900 getestet. Das Mainboard bietet gleich mehrere USB-Anschlüsse nach USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s), wie sie der Stick maximal unterstützt. Als Betriebssystem dient Windows 11 Pro 22H2 22621.1413 – der vergleichsweise alte Build dient zur Wahrung der Vergleichbarkeit. Windows-Updates haben nämlich schon mehrfach bewiesen, dass sie einen großen Einfluss auf die Leistung von Massenspeichern haben können.

CrystalDiskMark

Im synthetischen Benchmark CrystalDiskMark erreichen die USB-Sticks von Sandisk mehr oder weniger die Herstellerangaben. Das Extreme Pro Dual Drive liegt mit 1.060 MB/s etwas darüber und nahezu am Limit der Schnittstelle. Beim Ultra Dual Drive Go liegen die 378 MB/s unter dem Herstellerwert (400 MB/s) und dem Schnittstellenlimit von etwa 450 MB/s.

Die Grenze zwischen externen SSDs und USB-Sticks ist zwar fließend. Beim Blick auf die sehr niedrige Leistung beim wahlfreien Lesen (RND4K) wäre das Label „SSD“ an dieser Stelle aber unangebracht. Das gilt insbesondere für das Ultra Dual Drive Go mit knapp 12 MB/s.

Während das Extreme Pro Dual Drive mit rund 1.000 MB/s beim Schreiben erneut die Herstellerangabe (900 MB/s) überbietet, wird deutlich, warum Sandisk beim Ultra Dual Drive Go keine Angaben zur Schreibleistung macht. Rund 80 MB/s sind im Vergleich zum restlichen Testfeld wirklich sehr wenig. Beim wahlfreien Schreiben gab es dann sogar eine glatte „Null“. Das Ergebnis war reproduzierbar.

Schreibleistung in der Praxis

In der Praxis fallen die maximalen Durchsatzraten stets niedriger als unter Idealbedingungen im CrystalDiskMark mit kleiner Datenmenge aus. Erst beim vollständigen Beschreiben am Stück im Praxistest zeigt sich die wahre sequenzielle Schreibleistung, wie sie ein Anwender im Alltag unter Windows 11 erwarten kann. Nur kurzzeitig erreicht das Sandisk Extreme Pro Dual Drive mehr als 500 MB/s, um sich rasch bei etwa 330 MB/s einzupendeln. Die Messungen deuten auf einen SLC-Cache von etwa 10 bis 15 GB hin.

Unter Einsatz von Kühlung über einen Lüfter verbessert sich die Dauerschreibrate leicht auf etwa 350 MB/s. Auch ungekühlt bleibt sie aber stabil. Der Stick von PNY kann zwar kurzzeitig viel schneller, schreibt sonst aber ähnlich schnell und verliert wegen hoher Temperaturen bei Dauerlast erheblich an Leistung.

Schreibleistung nach Füllstand

0200400600800Megabyte pro Sekunde (MB/s)

1357911131517192123252729313335373941434547Füllstand (x10 GB)


Beim winzigen Sandisk Ultra Dual Drive Go wird das isolierende Kunststoffgehäuse zum Verhängnis: Hier ist klar eine thermische Drosselung zu beobachten, denn die Schreibrate bleibt mit zusätzlicher Kühlung stabil bei 90 MB/s. Ungekühlt sinkt sie wiederum schon nach wenigen Gigabyte kontinuierlich ab, bis sie bei nur noch 50 MB/s verbleibt.

Zugriffszeiten

Für einen Flash-Speicher-Datenträger der Kategorie USB-Stick ist die Latenz des Sandisk Extreme Pro Dual Drive mit 182 µs sehr ordentlich. So manche externe „SSD“ ist deutlich langsamer und auch der direkte Konkurrent von PNY kann nicht mithalten.

Das Sandisk Ultra Dual Drive Go spielt in einer ganz anderen Liga und zwar der untersten! Die Latenz liegt mit 1.420 µs oder 1,42 Millisekunden weit abgeschlagen hinter allen bisher in diesem Benchmark getesteten SSDs und USB-Sticks. Selbst manche HDD ist schneller (sichtbar durch Ausklappen der vollständigen Liste über das „+“ oben rechts im Diagramm).

USB-Stick erstellen (bootbar)

Der Unterschied in der Schreibleistung und Latenz spiegelt sich abschließend im Praxistest beim Erstellen eines bootbaren USB-Sticks mit Fedora KDE Plasma 43 Live (Linux) oder Windows 11 25H2 über Rufus wider – sei es für die Installation oder im Falle von Linux das Testen der Distribution.

Der Sandisk Ultra Dual Drive Go liegt meilenweit hinter der Konkurrenz zurück. Der Stick von PNY profitiert in diesem Fall davon, ca. 30 GB – ausgehend vom frisch formatierten Zustand – besonders schnell schreiben zu können und setzt sich auf Platz 1.

USB-Boot-Stick mit Rufus erstellen

    • PNY DUO Link V3 256 GB
      USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)

    • Sandisk Extreme Pro Dual Drive 512 GB
      USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)

    • Sandisk Ultra Dual Drive Go 128 GB
      USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s)

    • PNY DUO Link V3 256 GB
      USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)

    • Sandisk Extreme Pro Dual Drive 512 GB
      USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)

    • Sandisk Ultra Dual Drive Go 128 GB
      USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s)

Einheit: Minuten, Sekunden

Temperaturen

Tools erkennen die USB-Sticks von Sandisk zwar, spucken aber keine Temperaturdaten aus, sodass dieser Abschnitt entfallen muss.

Fazit

Nur den doppelten USB-Stecker nach A- und C-Standard haben die Dual-USB-Sticks von Sandisk gemein. Die Unterschiede bei der Leistung sind hingegen noch deutlicher als die Unterschiede bei der Größe.

Das Sandisk Extreme Pro Dual Drive in der Ausführung mit 512 GB kann die Redaktion an dieser Stelle ausdrücklich loben. Die Leistung ist für einen USB-Stick lesend wie schreibend sehr hoch, auch wenn die Werte aus dem Datenblatt im Alltag unrealistisch sind, aber das gilt grundsätzlich für diese Form von Massenspeicher.

Das robuste Metallgehäuse leistet bei der Wärmeabfuhr gute Arbeit, sodass es (anders als beim PNY Duo Link V3) selbst nach über 500 GB am Stück geschriebenen Daten nicht zu einem Einbruch der Schreibrate kommt, die so stets bei über 300 MB/s liegt. Die Latenzmessungen sind ebenfalls gut für diesen Speichertyp, der sich mit mancher externen SSD messen kann. Wer einen flotten USB-Stick mit freier Wahl bei der USB-Buchse sucht, wird hier fündig – eine klare Empfehlung!

Der nicht minder schnelle PNY Duo Link V3 (Test) ist mit 512 (und 256) GB in Deutschland aktuell nicht mehr zu bekommen, mit 1 und 2 TB hingegen schon. Mit 1 TB kostet er mit einem Preis ab 125 Euro nur geringfügig mehr als der Stick von Sandisk mit 512 GB, dafür gibt es allerdings nur zwei Jahre Garantie. Beim robusten Alu-Wende-Chassis nehmen sich beide Konkurrenten nichts.

  • Für einen USB-Stick sehr schnell
  • Stabile Schreibrate von 330 MB/s
  • Keine thermische Drosselung
  • Geeignet für USB-C und USB-A
  • Robustes Metall-Gehäuse
  • 30 Jahre Garantie
Sandisk Extreme Pro Dual Drive und Sandisk Ultra Dual Drive Go im Test
Sandisk Extreme Pro Dual Drive und Sandisk Ultra Dual Drive Go im Test

Für den Sandisk Ultra Dual Drive Go spricht abseits der schicken Optik (im fragilen Kunststoff-Gehäuse) und der noch kompakteren Ausführung hingegen wenig, außer der potenziell niedrigere Preis. Immerhin: Unter 50 MB/s fielen die Schreibraten nicht. Dass Sandisk in diesem Fall nur die Lesetransferraten bewirbt, ist am Ende aber keine Überraschung.

Insgesamt erhalten Käufer mit diesem USB-Stick eine sehr niedrige Leistung über nahezu alle Disziplinen hinweg. Aufgrund extrem hoher Latenzen (teils auf HDD-Niveau) sind insbesondere wahlfreie Transfers schnarchlangsam – für den CrystalDiskMark war die Leistung teils nicht einmal mehr messbar, sodass „0,0 MB/s“ gemeldet wurden. Das rächt sich auch beim Erstellen eines Boot-Volumens mit Windows 11 oder Linux.

Nur sofern wirklich nicht mehr als „mal in Ruhe ein paar Dateien mitnehmen“ gewünscht ist, ist das Ultra Drive Dual Go mit 128 GB überhaupt einen Blick wert.

  • Sehr kompakt und federleicht
  • Schicke Farbauswahl
  • Geeignet für USB-C und USB-A
  • 5 Jahre Garantie
  • Sehr geringe Leistung
  • Schreibrate unter 100 MB/s …
  • … ohne Kühlung nur 50 MB/s
  • Sehr hohe Latenzen
  • Kunststoff-Gehäuse

ComputerBase hat die USB-Sticks leihweise von Sandisk zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.



Source link

Apps & Mobile Entwicklung

FSR Upscaling 4.1 im Test


FSR Upscaling 4.1 im Test

AMD hat mit FSR Upscaling 4.1 kleinere Verbesserungen gegenüber dem ein Jahr alten FSR 4 vorgenommen. Einen positiven Effekt hat der Ersteindruck zu FSR 4.1 bereits gezeigt. Jetzt folgt ein genauerer Blick auf Bildqualität und Performance in sieben Spielen – auch im Vergleich zu FSR 4 und Nvidias konkurrierendem DLSS 4.5.

Der Adrenalin 26.3.1 bringt FSR Upscaling 4.1 auf RX 9000

Der Adrenalin-Treiber 26.3.1 hat vor anderthalb Wochen nicht nur Game-Ready-Support für Crimson Desert (Test) und Death Stranding 2: On The Beach (Test) gebracht, darüber hinaus wurde auch FSR Upscaling für AMD Radeon RX 9000 von der Version 4.0.3 auf die Version 4.1 aktualisiert. Und während FSR Upscaling 4.0.3 im Kern nur Fehlerbehebungen gegenüber der Version 4.0 bot, soll FSR Upscaling 4.1 die Bildqualität weiter verbessern.

AMD spricht explizit von einem schärferen Gesamtbild, was die Redaktion in einem ersten Test in Crimson Desert und Death Stranding 2 bereits bestätigen konnte.

  • FSR 4.1 vs. FSR 4 & DLSS 4.5: Eine erste Analyse in Crimson Desert und Death Stranding 2

Das Ergebnis in den beiden Spielen fiel allerdings ziemlich unterschiedlich aus, mehr Spiele für einen noch besseren Eindruck galt es zu betrachten. Und das ist mit diesem Artikel jetzt erfolgt.

In gleich sieben Spielen muss sich FSR Upscaling 4.1 den Vergleich mit FSR Upscaling 4.0 sowie Nvidias DLSS 4.5 (Preset M) und damit dem aktuell besten Upsampling stellen. Und neben einer Einordnung der Redaktion hat dabei erneut auch die Community die Chance über die ihrer Ansicht nach beste Technologie in den sieben Spielen abzustimmen – wenn auch nicht im Blindtest.

Die getesteten Spiele

Neben dem Bildqualitätsvergleich wird dabei erstmals auch ein Blick auf die Performance von FSR 4.1 geworfen. Denn zuletzt bedeutete eine bessere Bildqualität in der Regel auch höhere Anforderungen an die Hardware. So benötigt FSR Upscaling 4.0 mehr Leistung als FSR Upscaling 3.1. DLSS 4.5 benötigt mehr Leistung als DLSS 4 und damit stellt sich die Frage, ob das auch für FSR Upscaling 4.1 gilt.



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

Life is Strange: Reunion: Neues Abenteuer mit Max und Chloe ist erschienen


Life is Strange: Reunion, die direkte Fortsetzung zu Life is Strange: Double Exposure (Test), ist für die PlayStation 5, Xbox Series X/S und den PC erschienen. Das Spiel soll insbesondere die Brücke zum ersten Serienteil schlagen, was ersten Rezensionen zufolge besser funktioniert als beim Vorgänger.

Fortsetzung zu Double Exposure

Schon Ende 2024 hieß es im Abspann zu Life is Strange: Double Exposure bereits: Max Caulfield wird – wieder – wiederkehren; es werde eine Fortsetzung geben. Das Jahr 2025 über war es dann still, aber erst vor gut zwei Monaten verkündeten Square Enix und Entwickler Deck Nine überraschend: Schon am 27. März 2026 geht die Life-is-Strange-Reihe mit Reunion in die nächste Runde. Über das Wochenende sind jetzt auch erste Kritiker­wertungen und Spieler­rezensionen erschienen. Diesem ersten Eindruck zufolge ist das neue Life is Strange besser als der ernüchternde Vorgänger.

Max und Chloe sind hella back

Eine Rückkehr feiert mit Reunion insbesondere Chloe, Max Freundin aus dem ersten Life is Strange sowie die Protagonistin des Prequels Before the Storm. In Life is Strange: Reunion sind jetzt beide Charaktere spielbar.

Aber schlagen sich die Entwickler damit nicht auf die Seite derjenigen Spieler, die im ursprünglichen Life is Strange die Küstenstadt Acadia Bay dem vernichtenden Sturm überlassen haben? Mit einem resoluten „Naja“ beschwichtigt Deck Nine: Im Finale von Life is Strange: Double Exposure hat Max – Achtung, Spoiler – in ihrem Versuch, die Welt zu retten, die beiden Alternativen Zeitlinien zusammengeführt. Somit gibt es jetzt eine Chloe, die Arcadia Bay überlebt hat, sich aber dennoch an ihren Tod auf der Schultoilette der Blackwell Academy erinnern kann.

Life is Strange: Reunion (Bild: Square Enix)

Life is Strange: Reunion soll aber dennoch berücksichtigen, wie sich Spieler damals entschieden haben und darauf etwa mit unterschiedlichen Zwischensequenzen reagieren, so Deck Nine. Außerdem sollen Spieler im Laufe der Handlung entscheiden können, ob Max und Chloe als Liebende oder bloß Freunde zusammenfinden. Und auch spielerisch dominiert das Duett: Die Perspektive soll zwischen Max und Chloe wechseln; beide Charaktere können gesteuert werden, je nach Szene.

Max gewinnt die Fähigkeit aus dem ersten Teil wieder und kann die Zeit zurückdrehen, um im Spielverlauf Dialoge erneut bestreiten zu dürfen oder kleinere Rätsel zu lösen. Dabei sollen Spieler eine direktere Kontrolle über das Rückspulen erhalten und die Fähigkeit häufiger und freier nutzen dürfen. Eine Art automatisches Zurückspulen setzt ein, wo sonst ein „Game Over“ erreicht wäre – damit umschifft das Spiel elegant das sonst nötige Neuladen des letzten automatischen Speicherpunkts. Chloe hingegen soll in Dialogen ihre Schlagfertigkeit als Fähigkeit einsetzen können, wie zuvor in Life is Strange: Before the Storm.

Inhaltlich dreht sich das neue Life is Strange: Reunion um einen infernalen Brand in der Caledon-Universität, die schon Schauplatz von Double Exposure war. Max könne die Zeit drei Tage zurückdrehen und auf diesem Weg Zeit gewinnen, den Ort aber nicht im Alleingang vor den Flammen bewahren, beschreiben die Entwickler die Handlung.

Erste Wertungen fallen besser aus

Die ersten Eindrücke von Kritikern und Spielern zeichnen ein insgesamt solides, aber keineswegs einhellig positives Bild. Auf Metacritic liegt Life is Strange: Reunion bei einem Metascore von 84/100 Punkten, die Wertung basiert aber auf bislang lediglich 7 Reviews. Der User Score liegt bei 8.2/10 Punkten, auf Steam erreicht das Spiel sogar 92 Prozent Zustimmung und wird folglich als „sehr positiv“ eingestuft.

Damit schneidet Reunion spürbar besser ab als der direkte Vorgänger Life is Strange: Double Exposure, der sowohl bei Kritikern als auch Spielern deutlich verhaltener aufgenommen wurde (Metascore: 73/100, User Score: 4,6/10, Steam: 72 Prozent). Gleichzeitig gilt: Solche frühen Werte sind erfahrungsgemäß volatil und tendieren in den Wochen nach Release eher nach unten als nach oben.

Inhaltlich wird vor allem die Rückkehr von Max und Chloe positiv hervorgehoben. Viele Stimmen loben die emotionale Wirkung ihres Wiedersehens und die starken Charaktermomente, die wieder mehr an die Ursprünge der Reihe erinnern. Auch das bekannte Gameplay rund um Max’ Zeitmanipulation funktioniere zuverlässig und wird stellenweise sogar als verbessert beschrieben.

Dem gegenüber steht jedoch häufig die Kritik, dass sich Reunion teils zu sehr auf Nostalgie und Fanservice stütze, während neue Ideen und eine eigenständige Handlung zu kurz kämen. Zudem bemängeln Kritiker, dass Entscheidungen weniger Gewicht hätten als früher und die Story im Verlauf an Fokus verliere. Einen negativen Beigeschmack hat für viele Spieler auch die Tatsache, dass die allermeisten Level aus dem vorherigen Spiel stammen und nur leicht abgeändert wiederverwendet würden – für die einen trägt der Kaufpreis von rund 40 Euro für die PC-Version dem Rechnung, für andere Rezensenten hätte es auch eine Erweiterung für Double Exposure getan.

Kritisch fallen viele Spieler­reaktionen auch beim technischen Zustand aus. Häufig genannt werden Performance-Probleme, Grafikfehler und ein insgesamt unausgereifter Eindruck zur Veröffentlichung. Unterm Strich ergibt sich damit ein Bild eines besseren, aber weiterhin nicht unumstrittenen Serienteils, der zwar nostalgische Fans von Max und Chloe abholen, deutliche Schwächen aber nicht verbergen könne.



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

Alte Spiele auf neuen Rechnern: ScummVM 2026.2.0 un­ter­­stützt neue Plattformen und Spiele


Die Entwickler von ScummVM haben Version 2026.2.0 veröffentlicht, die neben den üblichen Fehlerbehebungen auch zahlreiche weitere Klassiker integriert und zugleich viele Verbesserungen an den unterstützten Grafik-Engines mit sich bringt.

Mehr als nur ein Emulator

ScummVM wird zwar häufig als Emulator bezeichnet und dabei in erster Linie mit klassischen LucasArts-Titeln in Verbindung gebracht, tatsächlich geht die Anwendung jedoch deutlich darüber hinaus. Grundlage ist eine auf den Originaldateien basierende Re-Implementierung zahlreicher Spieleklassiker, wodurch diese plattformunabhängig auch heute noch lauffähig bleiben, obwohl die ursprünglichen Zielsysteme längst der Vergangenheit angehören. Ein wesentlicher Vorteil dieser Herangehensweise liegt darin, dass die Titel unter anderem in höheren Auflösungen dargestellt werden können, als es zur damaligen Zeit vorgesehen war.

Viele Verbesserungen an Plattformen und Spielen

Mit der neuen Version haben die Entwickler nicht nur zusätzliche Spiele wie „Necronomicon: The Dawning of Darkness“ oder die DOS-Versionen von „Mad Dog II: The Lost Gold“ oder „Space Pirates“ in die Unterstützung aufgenommen, sondern zugleich verschiedene Grafik-Engines überarbeitet, was für eine gesteigerte Darstellungsqualität sorgen soll.

Allgemein wurde die Lautsprecher-Emulation überarbeitet und der GUI-Launcher um eine Multiselect-Funktion für die Spieleliste erweitert. Ergänzend simuliert ScummVM nun auch die MT-32-Anzeige für Bildschirmmeldungen. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, GUI-Übersetzungen direkt aus dem lokalen po/-Verzeichnis zu laden. Laut den Entwicklern erweist sich dies insbesondere für Übersetzer als hilfreich, da eine Neugenerierung der translations.dat-Datei entfällt. Nutzer leistungsschwächerer Systeme profitieren zudem davon, dass sowohl die Kompilierungszeit als auch der Speicherbedarf beim Erstellen der TinyGL-Komponente spürbar reduziert wurden.

Innerhalb der AGOS-Engine wurde unter anderem die Musikunterstützung für die Atari-ST-Versionen von „Elvira 1“ und „Elvira 2“ ergänzt. Gleiches gilt für die Unterstützung der Acorn-Versionen von „Simon the Sorcerer“, bei denen nun sowohl der originale Cursor als auch die Unterstützung des für die Musik genutzten Desktop-Tracker-Formats implementiert wurden. Auch die Boffo Adventure Game Engine and Libraries, kurz BAGEL, die unter anderem Titel des Entwicklers Boffo Games abbildet, wurde umfassend erweitert. Davon profitieren unter anderem Spiele wie „The Guessing Game“ und „Game of Life“.

Ähnliche Fortschritte verzeichnet die Freescape-Komponente, die die Ausführung früher 3D-Spiele von Incentive Software ermöglicht. Hier wurde die Soundemulation für „Driller“, „Dark Side“, „Total Eclipse“ und „Castle Master“ auf CPC, C64 und Amiga ergänzt. Zusätzlich kam Musikunterstützung für „Total Eclipse“ auf dem Atari ST hinzu. Umfangreiche Verbesserungen erhielt zudem „Myst 3“, bei dem unter anderem Umgebungsgeräusche für das Rätsel mit den harmonischen Frequenzen in Amateria wiederhergestellt wurden. Parallel dazu wurde das Zurücksetzen der Animationen beim Drehteller-Rätsel in Amateria korrigiert. Ergänzend wurden zahlreiche Optimierungen an der Darstellung von Untertiteln sowie am Inventar im Breitbildmodus vorgenommen.

Auch die namensgebende Scumm-Engine wurde erweitert und unterstützt nun die originalen Startbildschirme in „Maniac Mansion“ auf dem NES beim Abspielen aus PRG-Dateien. Darüber hinaus wurde eine Wiedergabefunktion für die nicht-interaktiven Demos von „Monkey Island 1“, „Monkey Island 2“ und „Fate of Atlantis“ integriert.

Die hier aufgezeigten Änderungen und Neuerungen stellen nur einen kleinen Ausschnitt dar, eine komplette Übersicht kann den sehr ausführlichen Release-Notes entnommen werden.

Ab sofort verfügbar

Die vollständig unter der GPL stehende und damit frei verfügbare Anwendung steht ab sofort auf der Website des Projektes für zahlreiche Plattformen wie Windows, macOS und Linux bereit, einschließlich auch des Sourcecodes. Alternativ lässt sich ScummVM 2026.2.0 wie gewohnt bequem über den am Ende dieser Meldung verlinkten Download-Bereich von ComputerBase beziehen.

Downloads

  • ScummVM

    4,8 Sterne

    ScummVM ermöglicht die plattformunabhängige Nutzung zahlreicher Spieleklassiker.



Source link

Weiterlesen

Beliebt