Künstliche Intelligenz
Selfie-Bildschirm von Insta360 für iPhone und Android
Insta360, vor allem für seine Rundumkameras bekannt, hat mit dem Snap-Selfie-Bildschirm nun ein Smartphone-Display für Foto- und Videoaufnahmen vorgestellt. Die Hardware lässt sich auf dem Rücken aktueller iPhones (15 bis 17), Samsung-Handys (S21 bis S26, Z Fold6, Z Flip7 und S10+) sowie Pixel 8 und 9 Pro von Google plus weiterer Handys chinesischer Hersteller platzieren. Das Display wiegt unter 90 Gramm und wird magnetisch gehalten: Entweder via MagSafe, Pixel Snap oder einen mitgelieferten Magnetring. Die Idee: So kann man die rückwärtigen Bildsensoren nutzen, die hochwertiger sind als die Selfie-Kameras – und sieht sich dennoch selbst.
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Größe wie ein iPhone der ersten Generation
Die Bildschirmgröße liegt bei immerhin 3,5 Zoll (entspricht der Bildschirmdiagonale des ersten iPhone) mit einer Auflösung von 480 mal 800 Bildpunkten bei 60 Hertz, 550 Lux und 267 dpi. Es gibt eine Variante nur mit Display und eine weitere, die ein zusätzliches Licht mitbringt. Der Anschluss erfolgt für Strom und Video über USB-C; der DP-Alt-Mode wird unterstützt.
Eine Umschlaghülle schützt den Screen, während man das Smartphone transportiert. Gesteuert wird die Hardware über eine eigene App, die interessanterweise auch Touch-Interaktionen auf dem Snap-Selfie-Bildschirm interpretieren kann – praktisch, da man in diesem Betriebsmodus die Vorderseite nicht sieht und so blind bedienen müsste. So gibt es etwa Wischgesten zur Anwendung von Filtern und man kann die Zoomstufe / das verwendete Objektiv des Smartphones wählen.
Ringlicht im Bildschirmrahmen
Das Licht, das um den Rahmen des Displays angebracht ist, beherrscht drei Farbtemperaturen und fünf Helligkeitsstufen. Dank der USB-C-Anbindung sollen flüssige Bilder bis hin zu 4K übertragen werden können, konkurrierende Produkte arbeiten oft mit Bluetooth-Funk.
Insta360 verkauft den Snap-Selfie-Bildschirm bereits über seine Website, die Lieferbarkeit liegt bei drei bis fünf Tagen. Mit Licht kostet das Display 95,99 Euro, ohne 85,99 Euro. Beim Licht muss man aufgrund der Ring-Light-artigen Anordnung prüfen, ob es bei Brillenträgern nicht zu unschönen Spiegelungseffekten kommt.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Deutsch-kanadische KI-Freundschaft: Aleph Alpha und Cohere sollen fusionieren
Das deutsche KI-Startup Aleph Alpha und das kanadische Unternehmen Cohere verhandeln laut Bericht des Handelsblatts über eine Fusion. Dabei soll dem Bericht nach eine neue Firma entstehen mit Sitz in Deutschland und Kanada. Der mögliche Deal wird demnach aktiv von der Bundesregierung unterstützt, die wohl auch Ankerkunde des möglichen neuen Unternehmens werden will. Die Verhandlungen sollen sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden, ein Deal könnte zeitnah unterschrieben werden.
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Insbesondere das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) soll sich für den Deal eingesetzt haben. „Wenn sich führende KI-Unternehmen aus Kanada und Deutschland zusammenschließen, wäre das ein sehr starkes Signal“, zitiert das Handelsblatt Digitalminister Karsten Wildberger (CDU).
Führende KI-Unternehmen?
Ob beide Unternehmen wirklich führend im KI-Bereich sind, wie Wildberger sagt, dürfte umstritten sein. Aleph Alpha war als große deutsche KI-Hoffnung angetreten, konnte die Erwartungen angesichts übermächtiger US-Konkurrenz aber nicht erfüllen. Das Startup hat sich inzwischen vor allem als KI-Dienstleister für die öffentliche Hand aufgestellt, die schon aus regulatorischen Gründen nicht einfach US-KI verwenden kann. Zum Jahresende musste das Unternehmen auch Stellen abbauen, laut Handelsblatt waren es rund 50 Stellen.
Aleph-Alpha-Gründer Jonas Andrulis trat vergangenen Oktober als Geschäftsführer ab und bekleidet auch keine Posten mehr im Unternehmen. Gemeinsam mit der Unternehmensberatung Roland Berger arbeitet er aktuell an einem Startup für „kollaborative KI neuer Art“.
Cohere kann immerhin laut Bericht von CNBC im vergangenen Jahr einen Jahresumsatz von rund 240 Millionen US-Dollar vorweisen. Das Unternehmen konzentriert sich auf KI-Angebote für das Enterprise-Segment, hat unter anderem Partnerschaften mit Oracle, Salesforce, SAP sowie Nvidia geschlossen und positioniert sich als „kapital-effizient“. Sprich: Man will Rechenressourcen proportional zur Kundennachfrage ausbauen und nicht bei den „spekulativen Exzessen“ des breiteren KI-Marktes mitmachen. Im Vergleich zu den großen Playern wie Anthropic und OpenAI hat Cohere aber auch eine deutlich kleinere Marktposition.
„Deshalb brauchen wir starke Akteure“
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Wildberger sieht einen Firmenzusammenschluss laut Handelsblatt dennoch als wichtigen politischen Schritt. Schon heute würden Deutschland und Kanada eng bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten. „Denn bei KI geht es nicht nur um leistungsfähige Modelle, Anwendung und Skalierung, sondern auch um zentrale Fragen der Souveränität – für Deutschland und Europa“, sagte Wildberger demnach. „Deshalb brauchen wir starke Akteure, die Spitzenforschung, innovative Produkte und souveräne Infrastruktur zusammenbringen.“ Der Deal sei im strategischen Interesse Deutschlands und von höchster Bedeutung, zitiert das Handelsblatt Regierungskreise.
Um Souveränität zu sichern, soll sich die Bundesregierung stark gemacht haben, dass Entwicklungsleistungen auch in Deutschland erfolgen. Zudem müsse das fusionierte Unternehmen auch souverän sein, etwa in Fragen der Infrastruktur. So solle es dem politischen Willen nach etwa in Rechenzentren und Cloud-Umgebungen laufen, die unter europäischer Rechtsordnung betrieben werden und keinen Zugriff durch Drittstaaten erlauben.
Schwarz Digits als Partner
Für Infrastruktur nach europäischen Rechtsstandards bietet sich laut Bericht Schwarz Digits an, die Digital-Tochter der Schwarz Gruppe, welche hinter den Discountern Lidl und Kaufland steht. Die Schwarz Gruppe gehört ohnehin schon zum Investorenkreis von Aleph Alpha, sitzt im Aufsichtsrat und hat erst im Januar Bosch Anteile des Startups abgekauft, um sich mehr Einfluss zu sichern.
Die Verhandlungen zwischen den Unternehmen sollen bereits seit Jahresbeginn laufen. Weder Aleph Alpha noch Cohere wollten die Verhandlungen allerdings bestätigen.
(axk)
Künstliche Intelligenz
Apple aktualisiert Pixelmator Pro und weitere Creator-Studio-Apps
Apple hat eine ganze Reihe seiner Kreativprogramme auf einen neuen Stand gebracht, sowohl die Versionen im Rahmen des Abopakets Creator Studio als auch die weiterhin im Angebot befindlichen Kaufvarianten. Besonders interessant ist dabei Pixelmator Pro, von dem eigentlich erwartet worden war, dass Apple nur noch die Mietvariante mit Updates versorgt. Klar ist aber auch: Nutzer sind nun mittendrin im Versionschaos. Sind neben den Kaufvarianten der Apps, die bei vielen Nutzern seit Jahren auf der SSD sind, nun auch die Creator-Studio-Versionen vorhanden, gibt es jede App mit jeweils eigenem Icon doppelt – und gezählt wird ebenso unterschiedlich.
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Pixelmator Pro 3.8 gegen 4.2
Pixelmator, die vom Pixelmator-Team eingekaufte Bildbearbeitung, existiert jetzt in Version 3.8 (Kaufversion, 60 Euro) und 4.2 (Creator Studio, 12,99 Euro im Monat). Beide Versionen können mit RAW-Bildern von neuen Kameras (Sony A7V, Fujifilm GFX 100S II und GFX 100RF) umgehen, beherrschen High-Efficiency- und High-Efficiency-Star-Formate aus der Nikon Z5II und Z50II sowie RAW-Bilder mit hoher Auflösung von der Panasonic DC-SR1M2.
Nur die Mietversion verbessert die SVG-Kompatibilität mit Adobe Illustrator und bietet einen neuen Vergleichsmodus für Effekte und Farbanpassungen. Auch das Anpassen der Werkzeug-Seitenleiste bleibt Mietern vorbehalten. Die nur im Rahmen von Creator Studio angebotene iPad-Variante bekommt neue Tastaturkürzel. Schließlich erweitert Apple seine Vorlagen unter anderem um Produkt-Mockups mit aktuellen iPhones, auch diese gibt es nicht für die Kaufvariante von Pixelmator Pro.
Alte iWork-Versionen möchte Apple gelöscht haben
Bugfix-Updates gibt es weiterhin auch für Logic Pro, Final Cut Pro (jeweils Version 12.2), Final Cut Camera, Motion, Mainstage und Compressor. Weiterhin hat Apple Numbers, Keynote und Pages aktualisiert. Logic Pro erhält eine neue Vorschau für Dolby-Atmos-Abmischungen und ein neues Audiopaket namens Step Reflex Pack mit Modern-Garage-Tanzmusik. Bei den iCloud-Produkten hat Apple darauf verzichtet, die älteren, weiterhin lauffähigen Varianten (erkennbar am alten Icon) zu aktualisieren.
Diese verbleiben bei Version 14.5 – startet man diese, kommt der Hinweis, die Apps könnten „gelöscht“ werden. Nur die neuen Varianten kommen mit Zusatzfeatures gegen Abogebühr als Teil von Creator Studio, entsprechend möchte Apple, dass diese genutzt werden.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Vision Pro: Haben die Apple Stores den Start vermasselt?
Als die Vision Pro im Februar 2024 zuerst in den USA auf den Markt kam und in den folgenden Monaten auch in weiteren Ländern, spielten Apples Ladengeschäfte eine wichtige Rolle: die Store-Mitarbeiter sollten den Kunden eine erstaunlich tiefgehende Einführung in das Spatial-Computing-Headset geben, auf dass diese das derzeit mindestens 3800 Euro teure Gerät erwerben. Doch bei diesen Präsentationen ging offenbar einiges schief, wie es in einem neuen Buch heißt, aus dem das Magazin Wired nun Auszüge veröffentlicht hat.
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Demos über 20 Minuten
New-York-Times-Autor Noam Scheiber schreibt darin, dass das Management der Läden aufgrund einer zu dünnen Personaldecke wenig Möglichkeiten hatte, die Mitarbeiter dafür auszubilden. Resultat: Oft gab es bei der von Apple vorgesehenen Sales-Choreografie schwere Probleme. Scheiber glaubt gar, dass diese dazu führten, dass das Headset zum Flop wurde.
Apple hatte zur Einführung des Headsets Anfang 2024 extra zu geheimen Schulungen in Cupertino eingeladen, wo ausgewählte Apple-Store-Mitarbeiter unter Abgabe ihrer Telefone und Unterzeichnung einer Geheimhaltungserklärung trainiert wurden. Die jeweils 20 Minuten lange Demonstration hatte ein komplexes Skript, durch das die Store-Mitarbeiter die Kunden per iPad führten.
Schon bei der Anpassung des Headsets mit seinen knapp 25 Light-Seals („Lichtdichtungen”) soll es häufig Probleme gegeben haben, ebenso mit vorhandenen Brillenglasaufsätzen. Mehrfach sei das Bild beim Kunden nur verschwommen gewesen, ohne dass die Mitarbeiter dies mitbekamen. Die interne Wissensweitergabe habe zudem nicht funktioniert, wie Apple sich das gewünscht hatte.
Keine gut bezahlten Fachleute mehr?
Apple soll zudem gehofft haben, dass sich die Store-Mitarbeiter selbst an der Vision Pro fortbilden. Das Problem: Für die meisten von ihnen war das Gerät schlicht zu teuer – auch abzüglich eines 25-prozentigen Rabatts. In Schreibers Buch, das den Titel „Mutiny: The Rise and Revolt of the College-Educated Working Class“ trägt, heißt es weiter, Apple habe den alten Ansatz von Steve Jobs, gut bezahlte Fachleute in seinen Apple Stores zu beschäftigen, teils umgeworfen. Nun gehe es insbesondere um Geräteverkäufe, Zubehörerwerb und weitere konventionelle Retail-Metriken. Auch Dienste wie iCloud oder AppleCare werden von den Mitarbeitern verstärkt an Mann und Frau gebracht. Die Rolle des sogenannten „Creative“ wurde hingegen zurückgedrängt, kritisiert das Buch.
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Es ist unklar, wie gut sich die Vision Pro bislang verkauft hat. Apple nennt keinerlei Zahlen. Das Headset wurde im vergangenen Jahr jedoch mit dem M5-Chip ausgestattet und mit einem neuen Dual-Kopfband für besseren Sitz. Zudem wurden die Preise minimal abgesenkt. Apple bietet die Demos der Vision Pro nach wie vor in seinen Läden an, allerdings sieht man diese wesentlich seltener als noch im vergangenen Jahr.
(bsc)
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