Künstliche Intelligenz
Social Media: Länder fordern strikten Jugendschutz und IP-Speicherung
Die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) hat auf ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstag in Berlin einen Kurswechsel in der digitalen Ordnungspolitik signalisiert. Im Zentrum der Beratungen stand die psychische Gesundheit der jüngsten Nutzergeneration, die nach Ansicht der Länderchefs im digitalen Raum systemischen Risiken ausgesetzt ist. Suchtmechanismen, Desinformation sowie Hass und Hetze nennen sie als zentrale Gefahren, vor denen Kinder und Jugendliche ein Recht auf Schutz haben. Die Politik will dabei vor allem die Betreiber von Social-Media-Plattformen in die Pflicht nehmen, deren wirtschaftliche Interessen künftig hinter dem Kindeswohl zurückstehen müssten.
Weiterlesen nach der Anzeige
Ein Pfeiler der Strategie ist die Einführung „altersgestufter Regelungen für den Zugang zu und die Ausgestaltung von“ Social-Media-Angeboten. Die Regierungschefs unterstreichen dabei aber, dass technische Vorgaben allein nicht ausreichen: Sie müssten zwingend von einer systematischen und flächendeckenden Förderung der Medienkompetenz an Schulen begleitet werden. Ziel ist es, Schüler frühzeitig darauf vorzubereiten, verantwortungsvoll und reflektiert mit digitalen Angeboten umzugehen.
Zwischen Verbot und Verantwortung
Lohnend ist der Vergleich des finalen Beschlusses mit einem weitergehenden Entwurf aus Mecklenburg-Vorpommern, der sich für ein partielles Social-Media-Verbot starkmachte. Diese Initiative, die unter anderem am Widerstand von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) scheiterte, wird in einer Protokollerklärung von elf Bundesländern gestützt. Darunter sind Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.
Dieses Lager plädiert für ein Konzept des „verantwortungsvollen digitalen Erwachsenwerdens“. Es verlangt auf Basis einer verpflichtenden Altersverifikation eine konkrete Altersuntergrenze von 14 Jahren für den Zugang zu Social-Media-Plattformen.
Zudem sieht dieser restriktivere Kurs einer Ländermehrheit vor, dass Plattformen für Jugendliche bis 16 Jahre verpflichtend altersgerecht ausgestaltet sein müssen, um deren besonderem Schutzbedürfnis Rechnung zu tragen. Weiterer, in der Protokollerklärung nicht aufgegriffener Punkt des Entwurfs aus Schwerin war die Regulierung algorithmischer Empfehlungssysteme: Diese sollten für Nutzer ab 16 Jahren nur noch nach einer bewussten Entscheidung im Sinne eines Opt-in-Modells zulässig sein. Die Länder streben hier nun vorrangig eine Lösung auf EU-Ebene an, um einheitliche Bedingungen im gesamten Binnenmarkt zu schaffen.
Die grundsätzliche Linie der Länder findet auch in der Bundespolitik Widerhall. Auf ihrem Bundesparteitag in Stuttgart beschloss die CDU, dass die Bundesregierung eine gesetzliche Altersgrenze von 14 Jahren für die Nutzung sozialer Netzwerke einführen soll. Für 14- bis 16-Jährige müssten spezielle, eingeschränkte Jugendversionen der Dienste bereitgestellt werden. Ein Impulspapier der SPD sieht nahezu identische Altersabstufungen vor. Zur technischen Umsetzung der notwendigen Identitätsprüfung hoffen die Sozialdemokraten auf die EUDI-Wallet, was besonders problematisch wäre.
Weiterlesen nach der Anzeige
Vorratsdatenspeicherung soll rasch kommen
Gegen die Pläne regt sich Widerstand: Tech-Verbände, Kinder- und Bürgerrechtler bezweifeln die Wirksamkeit eines pauschalen Banns. Sie warnen vor einer digitalen Ausgrenzung und der Entstehung unkontrollierter Schattenräume. Die Verfasser einer Studie für das EU-Parlament gossen Wasser in den Wein der Regulierer: Sie kamen zum Schluss, dass eine flächendeckende Altersverifikation in einer liberalen Demokratie kaum rechtssicher und praktisch umsetzbar sei. Der Schutz der Privatsphäre kollidiere dabei mit der notwendigen Identifizierung der Nutzer.
Trotz dieser Bedenken fordern die Länder parallel eine Stärkung des strafrechtlichen Kinderschutzes im Netz. Ein heftig umstrittener Punkt ist dabei der Ruf nach einer IP-Adressdatenspeicherung. Die Länderchefs verweisen auf alarmierende Zahlen aus dem Jahr 2025, wonach über 17.000 Hinweise auf Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs im Sande verlaufen seien, weil die Tatverdächtigen angeblich mangels gespeicherter Daten nicht identifiziert werden konnten. Vor diesem Hintergrund begrüßt die MPK den Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vom Dezember, der eine dreimonatige Speicherpflicht vorsieht. Sie drängt auf eine zügige Verabschiedung des Gesetzes.
International bauen die Regierungschefs auf die Einrichtung eines EU-Zentrums zur Prävention und Bekämpfung sexuellen Missbrauchs. Dieses soll effektive Vorschriften zur Durchsetzung von Schutzmaßnahmen gegenüber Online-Unternehmen aufstellen und koordinieren.
(mki)
Künstliche Intelligenz
KI-Staatsfonds: Trump plant Regierungsbeteiligung an OpenAI, Anthropic & Co.
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump bereitet einen Kurswechsel in der Digital- und Wirtschaftspolitik vor. Im Weißen Haus laufen Gespräche über eine staatliche Beteiligung an führenden Unternehmen im KI-Bereich, wie unter anderem Bloomberg, CNBC und Politico berichten. Ziel ist die Gründung eines nationalen Wohlfahrtsfonds, der die Bevölkerung am finanziellen Erfolg der KI-Revolution beteiligen soll. Trump kündigte an, sich in der nächsten Woche mit den Chefs der führenden Branchenvertreter in Washington zu treffen, um eine formelle Partnerschaft zwischen der Exekutive und der Tech-Industrie zu erörtern.
Weiterlesen nach der Anzeige
Hinter den Kulissen wird diese Idee schon länger vorangetrieben. Vor allem Sam Altman, Chef des Branchenprimus OpenAI, steht laut Insiderberichten bereits seit über einem Jahr in Verhandlungen mit der Trump-Regierung über ein solches Modell. Demnach hat der CEO das Konzept einer staatlichen Beteiligung 2025 vorgeschlagen.
Im Kern sieht sein Plan vor, dass OpenAI Firmenanteile an den Staat überträgt. Diese Aktien sollen als Grundstock für einen öffentlich-rechtlichen Vermögensfonds dienen. OpenAI selbst veröffentlichte ein entsprechendes Positionspapier, in dem es einen „Public Wealth Fund“ skizzierte. Erträge sollen an die Bürger ausgeschüttet werden.
Trumps Kalkül und die überparteiliche Allianz
Trump bestätigte den Ansatz am Freitag an Bord der Air Force One: Es gebe vielversprechende Konzepte, bei denen Teile des immensen Wohlstands, den Künstliche Intelligenz generiere, an die US-amerikanische Öffentlichkeit zurückgegeben werden könnten. So werde die Bevölkerung im Grunde zu einem Partner der Firmen. Er habe darüber bereits mit allen relevanten Akteuren der Branche gesprochen.
Trump erhofft sich durch direkte finanzielle Beteiligungen der Wähler auch mehr Rückhalt in der Bevölkerung für sich und die Technologie. Die Skepsis im Land ist groß, da viele durch die rasante KI-Entwicklung tiefgreifende Störungen des Arbeitsmarktes und existenzbedrohende Jobverluste befürchten. Der Widerstand gegen den Bau immer neuer Rechenzentren für die datenhungrige KI wächst.
Grundsätzlich findet die Idee überparteiliche Unterstützung. Neben Vertretern der Tech-Elite wie Anthropic oder dem xAI-Gründer Elon Musk hat auch der linke Senator Bernie Sanders einen Gesetzesentwurf eingebracht, der eine 50-prozentige staatliche Beteiligung an bestimmten KI-Schmieden vorsieht. Bei einem solchen Fonds ginge es nicht um Peanuts: OpenAI und der Konkurrent Anthropic stehen vor potenziellen Börsengängen, bei denen die Unternehmen mit je weit über einer Billion US-Dollar bewertet werden könnten.
Weiterlesen nach der Anzeige
Widerstand aus den eigenen Reihen
Das Vorhaben stößt aber auch auf Widerstand, vor allem aus Trumps konservativem und regulierungsfeindlichem Umfeld. David Sacks, sein früherer KI-Sonderbeauftragter, warnt vor einer gefährlichen Verschmelzung von Staat und Großkonzernen. Konservative sollten ihm zufolge eine staatlich kontrollierte KI besonders fürchten. Ein solches System besäße totalitäre Macht über Informationen, menschliches Verhalten und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse. Kritiker geben ferner zu bedenken: Interessenkonflikte drohten, wenn der Staat eine Industrie regulieren soll, an der er als Großaktionär beteiligt ist.
Erst vor wenigen Monaten unterzeichnete Trump ein Dekret zur Einrichtung eines staatlichen Souveränitätsfonds. In seiner zweiten Amtszeit hat der Staat strategische Beteiligungen an Tech-Konzernen wie Intel und IBM übernommen. Flankierend unterzeichnete der Republikaner eine Anweisung an die Sicherheitsbehörden, die Einführung fortschrittlicher KI-Modelle zu beschleunigen. Die Betreiber sollen solche Systeme vorab dem Staat vorlegen.
(jow)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Der beste Full-HD-Beamer im Test – perfekt für Fußball-WM, Film & Gaming
Etoe Seal Pro
Der Full-HD-Beamer Etoe Seal Pro lockt mit Android 11, einer hohen Helligkeit von 1000 Ansi-Lumen und einer umfangreichen Ausstattung zu einem günstigen Preis. Wir haben ihn getestet.
- hohe Helligkeit mit 1000 Ansi-Lumen
- scharfes und kontrastreiches Full-HD-Bild
- Android 11 mit Netflix, Prime Video & Co. in Full-HD
- umfangreiche Ausstattung mit HDMI 2.1, USB und Bluetooth
- gute automatische Bildkorrekturen wie Autofokus und Trapezkorrektur
- attraktiver Preis
- groß und schwer, nur bedingt mobil einsetzbar
- keine Linsenabdeckung oder Tasche
- Fernbedienung nutzt in Teilen Infrarot
- Lüfter hörbar
- sichtbare Spaltmaße
Full-HD-Beamer Etoe Seal Pro im Test
Der Full-HD-Beamer Etoe Seal Pro lockt mit Android 11, einer hohen Helligkeit von 1000 Ansi-Lumen und einer umfangreichen Ausstattung zu einem günstigen Preis. Wir haben ihn getestet.
Der Full-HD-Beamer Etoe Seal Pro verspricht eine hohe Helligkeit von 1000 Ansi-Lumen, ein scharfes Full-HD-Bild, Android 11, automatische Bildkorrekturen und viele Anschlüsse. In diesem Test nehmen wir Optik, Verarbeitung, Hardware, Bild, Software und den Preis des Etoe Seal Pro genauer unter die Lupe. Wir zeigen, was der Beamer zu bieten hat und ob er trotz seines günstigen Preises eine Empfehlung ist.
Wie ist die Optik und die Verarbeitung des Etoe Seal Pro?
Der Etoe Seal Pro ist mit Maßen von 22 x 17 x 19 cm und einem Gewicht von 3,2 kg recht groß und schwer. Dazu kommt noch der Tragegriff, mit dem sich der Beamer einfach transportieren lässt. Trotzdem ist er aufgrund seiner Größe und des fehlenden Akkus nur bedingt mobil. Hier empfehlen sich eher kompakte Akku-Beamer wie der Xgimi Halo+ (Testbericht) oder der Blitzwolf BW-VT2 (Testbericht).
Optisch setzt der Seal Pro auf ein schlichtes, unauffälliges Design. Er ist größtenteils in mattem Schwarz gehalten und besteht überwiegend aus Kunststoff. Die Linse steht leicht aus dem Gehäuse hervor, eine Abdeckung oder eine Tasche zum Schutz gibt es leider nicht. Vorne und hinten befinden sich große Kunststoffgitter für die Zu- und Abluft des Lüfters. An den Seiten sitzen die Öffnungen für die zwei integrierten 10-Watt-Lautsprecher.
Die Verarbeitungsqualität des Etoe Seal Pro ist insgesamt in Ordnung, aber nicht überragend. Es gibt stellenweise deutliche Spaltmaße zwischen den Gehäuseteilen. Da der Beamer im Betrieb aber meist einfach nur herumsteht und nicht ständig bewegt wird, ist das nicht weiter schlimm. Eine Zertifizierung gegen das Eindringen von Staub und Wasser hat und braucht der Seal Pro nicht.
Was kann die Hardware des Etoe Seal Pro?
In Sachen Anschlüsse ist der Etoe Seal Pro gut aufgestellt. Er bietet einen HDMI-2.1-Eingang für das Videosignal, an den man etwa einen Laptop, eine Spielekonsole oder einen Receiver anschließen kann. Über den USB-A-Port lassen sich Medien von einem USB-Stick abspielen oder Endgeräte wie Streaming-Sticks mit Strom versorgen. Außerdem gibt es noch einen 3,5-mm-Klinkenausgang für den Anschluss von Kopfhörern oder externen Lautsprechern.
Erfreulich ist, dass sich der Seal Pro auch direkt am Gerät über eine Tastenleiste auf der Oberseite bedienen lässt. So ist man nicht zwingend auf die mitgelieferte Fernbedienung angewiesen. Ihr Design ist ebenfalls gelungen. Sie liegt gut in der Hand, hat eine logische Tastenbelegung und bietet dedizierte Knöpfe für den Aufruf von Youtube, Netflix, Disney+ und Prime Video. Zudem verfügt sie über ein Mikrofon für die Sprachsteuerung.
Etwas merkwürdig: Obwohl die Fernbedienung per Bluetooth mit dem Beamer verbunden ist, was für die Sprachsteuerung nötig ist, erfolgen normale Eingaben über Infrarot. Man muss also mit der Fernbedienung stets auf den Beamer zielen, was etwas umständlich ist. Zudem gibt es eine leichte Verzögerung von etwa einer halben Sekunde bei der Eingabe.
Ansonsten unterstützt der Seal Pro WLAN mit 2,4 und 5 GHz sowie Bluetooth 5.1 für die Verbindung mit externem Zubehör. Im Inneren arbeitet ein ARM Quad 64-bit Cortex-A53-Prozessor, dem 2 GB RAM und 16 GB interner Speicher zur Seite stehen. Eine Bildschirmspiegelung ist per Mirror Cast möglich, um etwa Inhalte von Smartphone oder Laptop auf den Beamer zu übertragen.
Das externe Netzteil, das die Hitze aus dem Gehäuse heraushält, liefert maximal 180 Watt Leistung.
Wie gut ist das Bild des Etoe Seal Pro?
Der Etoe Seal Pro liefert ein scharfes und helles Full-HD-Bild mit 1920 x 1080 Pixeln. Die Helligkeit ist mit 1000 Ansi-Lumen für diese Preisklasse außergewöhnlich hoch. Wer es noch etwas heller und günstiger will, der kann sich etwa den Wanbo X5 (Testbericht) ansehen. Damit ist der Seal Pro auch in Räumen mit etwas Restlicht noch gut nutzbar. Natürlich ist das Bild in einem komplett abgedunkelten Raum am besten. Die hohe Helligkeit sorgt auch dafür, dass das Bild zu den Rändern hin nicht zu sehr abfällt.
Der Beamer nutzt ein 4,4 Zoll großes LCD-Panel und erreicht einen dynamischen Kontrast von 3000:1. Das Bild wirkt insgesamt kontrastreich, die Farben sind kräftig. Einige Nutzer berichten von einem leichten Grauschleier, der die Farben etwas blass erscheinen lässt, das konnten wir in unserem Test aber nicht feststellen. Der Beamer unterstützt zudem HDR10 für Quellen mit erweitertem Kontrastumfang.
Das native Seitenverhältnis ist 16:9, optional sind auch 16:10 und 4:3 einstellbar. Das Projektionsverhältnis liegt bei 1,22:1, der Projektionsabstand ist mit 1,1 bis 5,4 Metern recht flexibel. Damit lassen sich Bilddiagonalen von 40 bis 200 Zoll realisieren. Die empfohlene Diagonale für ein optimal scharfes Bild liegt zwischen 80 und 120 Zoll, der ideale Abstand zwischen Beamer und Leinwand zwischen 2,16 und 3,24 Metern.
Um auch bei schrägem Aufstellwinkel oder schiefer Leinwand ein gerades Bild zu erhalten, bietet der Seal Pro diverse automatische Bildkorrekturen. Per Autofokus wird das Bild stets scharf gestellt, die Trapezkorrektur von ±40° richtet es vertikal aus. Eine digitale 4-Punkt-Korrektur ist ebenfalls verfügbar. Zudem gibt es einen digitalen Zoom von 50 Prozent bis 100 Prozent.
Diese Korrekturen funktionieren insgesamt gut, gehen aber zulasten der Bildqualität. Denn der Beamer muss das Bild dann digital nachberechnen und erreicht nicht mehr die native Full-HD-Auflösung. Für das beste Ergebnis sollte man den Etoe Seal Pro also möglichst gerade vor der Leinwand oder Wand positionieren.
Wie gut ist die Software des Etoe Seal Pro?
Auf der Unterseite des Seal Pro versteckt sich hinter einer Klappe der Streaming-Stick Etoe TV D1221 mit Android 11 für Android TV. Er unterstützt gängige Videoformate wie H.265 4K bei 60 fps, VP9 4K bei 60 fps, AVS2-P2 bis 4K bei 60 fps, H.264 4K bei 30 fps sowie MPEG1/2/4.
Dank der Android-TV-Oberfläche gestaltet sich die Ersteinrichtung recht einfach, auch komplett ohne Fernbedienung. Man kann den Beamer direkt mit dem WLAN verbinden und mit einem Android-Handy einrichten. Anschließend landet man auf dem übersichtlichen Android-TV-Homescreen.
Die vorinstallierten Apps umfassen Youtube, Netflix, Prime Video und Disney+, die sich mit einem Klick auf der Fernbedienung aufrufen lassen. Erfreulich ist, dass sich diese Dienste dank des externen Streaming-Sticks in Full-HD-Auflösung nutzen lassen. Das ist bei vielen günstigen Beamern ohne Stick nicht der Fall, da ihnen die nötige Zertifizierung fehlt. Natürlich lassen sich auch weitere Apps aus dem Google Play Store installieren.
Die Bedienung von Android TV auf dem Etoe Seal Pro funktioniert flüssig genug, auch wenn es bei Eingaben über die Fernbedienung zu kleinen Verzögerungen kommt. Für die Wiedergabe von Videos und Filmen von einem lokalen USB-Speicher muss man den VLC-Player aus dem Store herunterladen.
In den Einstellungen hat man Zugriff auf die üblichen Android-TV-Optionen. Erweiterte Bild-Einstellungen wie eine Anpassung von Helligkeit, Kontrast oder Farbtemperatur gibt es nicht. Dafür bietet Etoe ein eigenes Menü für die Beamer-Funktionen, in dem sich etwa der Projektionsmodus (Front, Rückprojektion, Decke) oder die Trapezkorrektur anpassen lassen. Die Möglichkeiten sind aber auch hier eher begrenzt. Mehr dazu in unserer Bildergalerie.
Etoe Seal Pro Screenshots
Wie gut sind der Klang und die Lautstärke des Lüfters beim Etoe Seal Pro?
Im Etoe Seal Pro arbeiten zwei 10-Watt-Lautsprecher, die einen recht guten Klang liefern. Sie sind kräftig genug, um einen größeren Raum mit Sound zu füllen und den Lüfter zu übertönen.
Die Höhen und Mitten werden sauber wiedergegeben, doch der Bass könnte kräftiger sein. Insgesamt eignen sich die eingebauten Lautsprecher für den gelegentlichen Film- oder Fußballabend. Für das volle Heimkino-Erlebnis mit sattem Klang empfiehlt sich trotzdem die Verbindung mit einer externen Soundbar (Bestenliste) oder einem Bluetooth-Lautsprecher (Bestenliste).
Der Lüfter des Seal Pro ist im Betrieb deutlich hörbar, ohne dabei aufdringlich zu werden. Ein gewisses Grundrauschen lässt sich kaum vermeiden, schließlich muss die Abwärme des hellen Projektors aus dem Gehäuse befördert werden. Im Vergleich zu anderen Beamern dieser Preisklasse ist die Lüfterlautstärke des Seal Pro aber noch im grünen Bereich. Wer sehr empfindlich ist, sollte aber zur Sicherheit vor dem Kauf Probehören.
Wie teuer ist der Etoe Seal Pro?
Der Etoe Seal Pro kostet regulär 500 Euro. Wer ihn bei Amazon im Etoe-Shop kauft, kann einen Coupon aktivieren und zahlt dann nur noch 400 Euro. Bei Geekmaxi ist der Beamer für 350 Euro gelistet. Mit Coupon-Code Z2QPA7DU kostet er sogar nur 324 Euro.
Fazit
Der Etoe Seal Pro ist ein richtig guter Full-HD-Beamer zum günstigen Preis. Er trumpft mit einer hohen Helligkeit von 1000 Ansi-Lumen, einem scharfen und farbenfrohen Bild sowie einer umfangreichen Ausstattung inklusive Android 11 auf. Dank des integrierten Streaming-Sticks sind auch Netflix und Co. in Full-HD möglich. Die automatischen Bildkorrekturen funktionieren gut, die Anschlussvielfalt mit HDMI 2.1, Bluetooth 5.1 und USB ist vorbildlich.
Schwächen zeigt der Seal Pro bei der Mobilität. Mit über 3 kg ohne Akku ist er recht klobig und hauptsächlich für die Nutzung zu Hause geeignet. Auch die Verarbeitung mit ihren Spaltmaßen ist nicht über jeden Zweifel erhaben. Die Bedienung über die Fernbedienung reagiert manchmal etwas verzögert. Auch nutzt die Fernbedienung in Teilen Infrarot, es gibt keine Linsenabdeckung oder Tasche und der Lüfter dürfte gerne noch etwas ruhiger sein.
Insgesamt bekommt man mit dem Etoe Seal Pro aber sehr viel Beamer fürs Geld. Wer nach einem günstigen Gerät mit heller Full-HD-Projektion für gelegentliche Film- und Fußballabende sucht und keine Ansprüche an die Mobilität hat, bekommt hier ein tolles Gesamtpaket.
Künstliche Intelligenz
Megadeal in Hollywood: US-Bundesstaaten planen Kartellklage gegen Paramount
In der US-Unterhaltungsindustrie droht ein juristischer Showdown, der die Machtverhältnisse in Hollywood erschüttern könnte. Auf der föderalen Ebene formiert sich Widerstand gegen die geplante Megafusion der Medienriesen Paramount Skydance und Warner Bros. Insidern zufolge bereiten mehrere US-Bundesstaaten eine gemeinsame Kartellklage vor, um die rund 110 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme in letzter Sekunde zu stoppen. Der offizielle juristische Vorstoß wird bereits für die kommenden Wochen erwartet, wie die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg melden.
Weiterlesen nach der Anzeige
An der Spitze der Allianz gegen den entstehenden Unterhaltungsgiganten stehen demnach mit Kalifornien und New York die beiden wichtigsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentren der USA. Das Büro des kalifornischen Generalstaatsanwalts Rob Bonta betonte zwar, dass die laufenden Untersuchungen andauerten und eine endgültige Entscheidung über eine Klage noch nicht gefallen sei. Doch die Zeichen stehen auf eine neue Konfrontation vor allem zwischen Staaten, die von den oppositionellen Demokraten regiert werden, und der republikanischen Administration unter Donald Trump im Bund.
An den Finanzmärkten sorgte die Nachricht für Nervosität. Die drohende Klage schickte die Aktienkurse beider Konzerne auf Talfahrt: Die Papiere von Warner Bros. gaben um 3,6 Prozent nach. Paramount-Aktien mussten sogar einen Einbruch von 6,7 Prozent verkraften.
Medienriesen warnen vor Netflix
Die betroffenen Unternehmen reagierten scharf auf die sich abzeichnende Blockade. Paramount führte ins Feld, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb auf dem hart umkämpften Streaming-Markt nicht schwächen, sondern stärken werde. Ein staatliches Einschreiten gegen die Fusion würde etablierten Plattformen wie dem Marktführer Netflix einen ungerechtfertigten Vorteil verschaffen, hieß es. Dazu kam die Ankündigung, sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen jeden Versuch zu wehren, das Vorhaben zu Fall zu bringen. Der Deal komme am Ende den Verbrauchern, den Kulturschaffenden und der ganzen Branche zugute.
An dieser Darstellung gibt es an der Westküste erhebliche Zweifel. In Hollywood stößt die Elefantenhochzeit der zwei Traditionsstudios auf erbitterten Widerstand der Kreativbranche. Schauspiel- und Autorengewerkschaften äußern seit Wochen laut Kritik und sorgen sich um die Zukunft von Arbeitsplätzen. Die Angst geht um, dass durch die Konsolidierung der Produktionslandschaft der Rotstift angesetzt wird, Formate gestrichen werden und die Verhandlungsmacht der Filmschaffenden schwindet.
Politisches Tauziehen im Wirtschaftskrimi
Weiterlesen nach der Anzeige
Mit der potenziellen Klage wählen die Bundesstaaten einen politisch heiklen Weg. Es ist der bislang weitreichendste Schritt von Regionalregierungen, eine Vorreiterrolle bei der Durchsetzung des US-Kartellrechts einzunehmen und ein Vakuum zu füllen, das die Politik in Washington hinterlässt. Unter der Trump-Regierung gilt eine Intervention der Wettbewerbshüter des Bundes gegen solche Fusionen als äußerst unwahrscheinlich.
Analysten weisen auch auf das Geflecht politischer Verbindungen hin: Der Vater von Paramount-Chef David Ellison, der Oracle-Mitgründer und Milliardär Larry Ellison, gilt als Großspender und pflegt exzellente Beziehungen zu Trump. Der Widerstand und der damit verknüpfte Wirtschaftskrimi haben so auch eine kräftige parteipolitische Note.
Lesen Sie auch
(nie)
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenPetra‑AI: KI soll Frauen in der Perimenopause unterstützen
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenEnttäuschung für die Forschung: Asteroid 2024 YR₄ wird den Mond klar verfehlen
