Apps & Mobile Entwicklung
Strix Halo mit 128 GByte RAM: Ein Halo-Produkt kämpft in der RAM-Krise ums Überleben
Letztes Jahr feierte AMD Strix Halo mit 128 GByte verlötetem RAM direkt neben der APU auf dem Board ein überraschendes Debüt. In der aktuellen RAM-Krise ist das Produkt jedoch nahezu unbezahlbar und entsprechend sehr rar geworden. Über dem Nachfolger schwebt deshalb ein großes Fragezeichen.
Vor allem das Halo-Produkt betroffen
Framework als großes Aushängeschild war es im letzten Jahr, der einen Desktop-PC mit Strix Halo und 128 GByte RAM für 1.999 US-Dollar vorgestellt hat. Mittlerweile kostet das System 2.999 US-Dollar – ohne SSD. Vor allem die Konfigurationen an der Spitze sind extrem teuer geworden, der Einstieg mit 32 GByte ist nur von 1.099 auf 1.269 US-Dollar gestiegen, die 64-GByte-Version von 1.599 auf 1.959 US-Dollar. Auch ein großer Sprung, aber hier „nur“ um 15 respektive 23 Prozent und nicht 50 Prozent.
Es ist also vor allem das echte Halo-Produkt, also das an der Spitze, welches die größten Probleme hat. Denn die Speicherchips mit der höchsten Kapazität sind eben auch genau die, die im AI-Umfeld am gefragtesten sind. Genau dafür sollten Systeme mit Strix Halo aber eben auch beworben werden, sowohl als Mini-PC als auch im Notebook. Im Notebook werden die Preise letztlich besser, im ComputerBase-Preisvergleich gibt es lediglich noch zwei Notebook, die Strix Halo überhaupt mit 128 GByte RAM führen, bei HP direkt gibt es noch eine Alternative für nur 4.611,25 Euro.
Bei den Mini-PC-Anbietern aus Asien sieht es nicht wirklich besser aus. Im Herbst des letzten Jahres sprang dort ein jeder auf, nun sind die Systeme entweder nicht mehr zu bekommen oder in der großen Konfiguration sehr teuer. 4.000 Euro – nach Rabatt – kostet beispielsweise ein Geekom A9 Mega* nun, bei GMKTec kostet die große Konfiguration mit 128 GByte RAM „nur“ 3.300 Euro. Allein diese Unterschiede für das eigentlich gleiche Produkt zeigen bereits die Misere.
Produktstarts sind aktuell auf ein Minimum beschränkt
Die hohen Preise für RAM und Flash-Speicher der SSDs verderben den PC-Anbietern das Geschäft. Und mit noch schlimmerem Ausblick, angefeuert selbst
durchAussagen von AMD, die mindestens einen Rückgang von 20 Prozent erwarten. So sieht das Ganze nicht besser aus, im Gegenteil.
Selbst AMD scheint die eigenen Produktstarts auf ein Minimum zu beschränken. Die bereits im März angekündigte Serie AMD Ryzen AI 400 auch für den Desktop ist nach wie vor nicht da. Auf bereits mehrmals an AMD und deren PR-Abteilung gerichtete Anfragen gibt das Unternehmen nicht einmal eine Antwort bezüglich eines Termins. Hier wird es vermutlich auf einen ganz leisen Start bei einem OEM hinauslaufen. Denn die Zielgruppe für die günstigen APUs ist ja eher der Einstieg. Doch dort kostet RAM dann mehr als die APU selbst – so wird das natürlich nichts, schon gar nichts, was an die große Glocke gehängt werden soll.
Im Notebook wiederum ging der Rebrand schneller. Hier wurde aus Ryzen AI 300 einfach Ryzen AI 400 und fertig waren die neuen Produkte. Dank gleichen Boards und Chassis (und eventuell auch noch im Lager liegenden RAM) war hier keine zusätzliche Mehrarbeit nötig, die Produkte sind so auch noch vergleichsweise günstig am Start und beginnen bereits ab rund 900 Euro in lieferbarem Zustand.
Für echte Neuheiten sieht das Jahr 2026 letztlich mau aus. Denn über Strix Halo nun Gorgon Halo zu setzen, zu eventuell noch höheren Preisen, da ein größerer Speicherausbau unterstützt werden könnte, macht nur für einen extrem kleinen Markt überhaupt Sinn. Aber solch ein Vorgehen hat AMD zuletzt schließlich auch mit dem AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition (Test) demonstriert. Realistisch betrachtet gibt es aber auch für den Prozessor quasi keinen Markt. Und darüber hinaus? Das wird wohl erst ein Thema für 2027 sein. Mit der leisen Hoffnung, dass RAM in der Gleichung eine weniger große Stelle einnimmt.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
Apps & Mobile Entwicklung
Konkurrenz für Oura: Apple soll an einem smarten „iRing“ arbeiten

Apple hat in den kommenden Jahren mit KI-Brillen, runderneuerten iPhones und MacBooks sowie einer KI-Siri im smarten Zuhause bereits viel vor. Nun soll der Konzern auch daran arbeiten, in den Markt um smarte Ringe am Finger einzusteigen und damit Oura Konkurrenz zu machen. Hintergrund könnte eine Umstrukturierung bei Apple sein.
Viele Details gibt es noch nicht, doch der für Gerüchte bekannte Nutzer Kosutami auf X hat bestätigt, dass sich ein „iRing“ in Entwicklung befinden soll. „Wenig überraschend“ nennt Kosutami das Gerücht, auch wenn es bisher nicht von anderen Quellen untermauert wird. Die Behauptung ist daher noch mit Vorsicht zu genießen.
Die Entwicklung würde jedoch gut in die Konzernstrategie passen, denn Apple soll angeblich mit KI-Brillen und AirPods mit Kopfhörern noch smarteres Zubehör für das iPhone planen. Bisher hat Apple bis auf die Apple Watch und die AirPods Pro 3 keine Hardware mit Sensoren im Programm. Die AirPods Pro 3 richten sich mit ihrer Herzfrequenzmessung sogar explizit nur an Sportler und zeichnen nachts keine Gesundheitsdaten auf.
Apple hat intern umgebaut
Hintergrund könnte auch eine Umstrukturierung im Konzern selbst sein. Im Zuge des Siri-Debakels der vergangenen Jahre hat Apple im Jahr 2025 intern einiges umgestellt. Statt des KI-Chefs kümmert sich jetzt etwa wieder der Software-Chef um Siri. In dem Zuge wurde jedoch auch die Abteilung für Gesundheit und Fitness zu Eddy Cue übertragen, der für Apples (Abo-)Dienste zuständig ist. Ein smarter Ring, der Gesundheitsdaten erzeugt, könnte ein seit längerem kolportiertes und angeblich von Cue forciertes Health+-Abo mit neuer Hardware flankieren.
Wieso könnte Apple einen Ring haben wollen?
Apple selbst hat die Pläne bisher nicht bestätigt, doch der Einstieg in den Ring-Markt würde Kunden ansprechen, denen eine Apple Watch, also ein zweites Display am Handgelenk, nicht zusagt. Ein Ring kann zudem angenehmer sein, gerade beim Schlafen, und dort auch über mehrere Nächte genutzt werden, bevor er aufgeladen werden muss. Eine aktuelle Apple Watch muss je nach Nutzung alle zwei bis drei Tage ans Ladekabel. Wie Bloomberg schon im Juni 2025 argumentierte, könnten smarte Ringe die geplanten smarten KI-Brillen passend ergänzen und damit das Ökosystem rund ums iPhone weiter ausbauen und gleichzeitig unterschiedliche Käuferschichten ansprechen.
Markt weiter in Bewegung
Der Markt ist zwar eher noch eine Nische, doch erst im Mai hat Oura, einer der bekanntesten Hersteller von tragbaren Sensor-Ringen, mit dem Oura Ring 5 den nach eigener Angabe bisher „kleinsten Smartring der Welt“ vorgestellt. Der Ring 5 kann beim Hersteller ab 409 Euro bestellt werden. Er verfügt über eine Akkulaufzeit von sechs bis neun Tagen und kann neben der Sauerstoffsättigung im Blut auch die Herzfrequenz messen sowie die Körpertemperatur und die generelle Aktivität des Anwenders.
Wie gut sich Smart-Rings im Alltag schlagen, hat die Redaktion in den vergangenen Jahren bereits mehrfach getestet.
- RingConn Gen 2 Smart Ring im Test: Starke Akkulaufzeit und viele Funktionen vereint am Finger
- Amazfit Helio Ring im Test: Das kann die Alternative zum Samsung Galaxy Ring
Apps & Mobile Entwicklung
Enshrouded 1.0: Der Termin für das Ende des Early Access steht

Das deutsche Entwicklerstudio Keen Games feiert mit dem Survival-Rollenspiel Enshrouded einen großen Erfolg. Dabei ist der Titel noch nicht einmal fertig entwickelt. Für das Ende der Early-Access-Phase gibt es jetzt einen konkreten Termin: Am 15. Oktober 2026 erscheint Version 1.0. Parallel erfolgt der Start auf PlayStation 5.
Bereits im Januar hatte Keen Games angekündigt, dass die Early-Access-Phase im Herbst mit der Veröffentlichung von Enshrouded 1.0 enden wird. Jetzt wurde das genaue Datum bekannt gegeben. Am 15. Oktober 2026 ist es soweit. Zeitgleich soll das Spiel erstmals auf der PlayStation 5 (Pro) erscheinen. Das kurze Video liefert einen winzigen Ausblick auf die Neuerungen, die das Update bereithält. Unter anderem soll es drei neue Biome, weitere Kreaturen und neue Ausrüstung geben.
Xbox wird erst 2027 bedient
Besitzer einer Xbox Series X/S müssen sich wiederum noch bis zum kommenden Jahr gedulden. Diese Konsolenfassung befindet sich nämlich noch in der Entwicklung. Begründet wird die Verzögerung damit, dass mehr Zeit benötigt werde, „um das Qualitäts- und Leistungsniveau zu erreichen, das wir auf der Xbox erwarten“, wird der CEO Jan Jöckel zitiert. Man wolle nichts zulasten der Qualität überstürzen. Ursprünglich sollte die Xbox-Fassung zeitgleich zum Start auf PlayStation 5 erscheinen.
Bisher größter Erfolg von Keen Games
Nach Titeln wie Geheimakte Tunguska und Portal Knights ist Enshrouded der bisher größte Erfolg von Keen Games mit Sitz in Frankfurt am Main. Bereits vier Tage nach dem Early-Access-Start im Januar 2024 wurde das Spiel über eine Million Mal verkauft. Es folgten Auszeichnungen als „Bestes Deutsches Spiel“ sowie für die „Beste Innovation und Technologie“ im Rahmen der Verleihung des Deutschen Computerspielpreis 2025. Im Januar 2026 wurde schließlich das Überschreiten von 5 Millionen Verkäufen gefeiert.
Das bisher ambitionierteste Update erhielt Enshrouded im vergangenen Herbst mit „Wake of the Water“, das der voxelbasierten Spielwelt dynamisches Wasser hinzugefügt hat.
- Enshrouded im Test: 28 Grafikkarten von Nvidia, AMD & Intel im Benchmark
Apps & Mobile Entwicklung
Far Cry-Serie: Lizzy Caplan stößt zur Serien-Adaption
Die kommende Serienadaption von Far Cry nimmt weiter Gestalt an. Verantwortlich ist FX, ein in den USA bekannter Kabelsender aus dem Disney-Konzern, dessen Produktionen international in der Regel über Disney+ laufen. Nach Rob Mac stößt nun auch Lizzy Caplan zum Cast der Anthologie-Serie, die auf Ubisofts Shooter-Reihe basiert.
Ubisofts chaotische Spielereihe wandert auf den Bildschirm
Mit Far Cry wagt sich FX an eine Marke, die weniger über eine fortlaufende Handlung als über ihr Grundprinzip definiert ist. Die Spiele schicken ihre Protagonisten seit Jahren in abgeschottete, gefährliche Regionen, in denen Gewalt, Machtfantasien, Wahnsinn und schwarzer Humor oft nah beieinanderliegen. Einen Starttermin gibt es weiterhin nicht, die Richtung ist aber klar: Als Anthologie ist die Serie nicht auf eine fortlaufende Handlung mit denselben Figuren angelegt, sondern soll pro Staffel eine neue Geschichte mit anderem Schauplatz und neuer Besetzung erzählen.
Damit folgt die Adaption dem Muster der Spiele. Für FX ist das kein unbekanntes Terrain: Zu den kreativen Köpfen hinter dem Projekt gehört Noah Hawley, der mit Fargo bereits bewiesen hat, wie sich ein bekanntes Grundmotiv über mehrere eigenständige Geschichten hinweg variieren lässt.
Lizzy Caplan spielt neben Rob Mac
Neu im Cast ist Lizzy Caplan, die unter anderem aus Mean Girls, Masters of Sex, Fleishman is in Trouble und der Netflix-Serie Zero Day bekannt ist. Für Fleishman is in Trouble wurde sie für einen Emmy nominiert. Welche Rolle sie in Far Cry genau übernehmen wird, nennt Ubisoft bislang nicht. Auch zur Handlung der ersten Staffel gibt es noch keine konkreten Details.
Sie soll an der Seite von Rob Mac spielen, der durch It’s Always Sunny in Philadelphia, Mythic Quest und Welcome to Wrexham ein Begriff sein könnte. Mac ist nicht nur als Darsteller beteiligt, sondern gehört auch zu den ausführenden Produzenten.
FX, Hulu und Disney+ als Plattformen
Produziert wird FX’ Far Cry von FX Productions. Zum Start soll die Serie bei FX laufen, in den USA über Hulu verfügbar sein und international über Disney+ erscheinen. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum steht aber weiterhin aus. Für Ubisoft ist Far Cry damit die nächste große Marke, die für Film und Fernsehen monetarisiert wird. Ob daraus mehr wird als nur die nächste Videospieladaption bleibt abzuwarten, man bedenke die von Kritikern verrissene Assassin’s-Creed-Umsetzung und den bei Fans allgemein schweren Stand von Videospieladaptionen.
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenEmpfehlungsalgorithmen bei TikTok erklärt: Die Maschine hinter dem Endlos‑Feed
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniX-Workshop Angriffsziel lokales AD − Schwachstellen finden und beheben
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
-
Social Mediavor 2 MonatenMetas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMega-GPUs für Nvidia, AMD & Co: TSMC zeigt CoWoS-Package mit >11.600 mm² & 24 × HBM5E
