Apps & Mobile Entwicklung
Suchmaschinen-Ergebnisse: Google soll mittels KI Schlagzeilen ersetzen
Google soll damit begonnen haben, mittels künstlicher Intelligenz Überschriften in seinen Suchergebnissen zu verändern, die so nicht von den Verfassern vorgesehen waren. Hinweise darauf gibt Google allerdings nicht, sodass Leser nicht erkennen können, ob die angezeigte Schlagzeile überhaupt vom Autor stammt.
Zahlreiche Fälle registriert
Über diese Vorkommnisse berichtet The Verge, die in den letzten Wochen auf zahlreiche Fälle gestoßen sind, in denen Google die Überschriften der in den Suchergebnissen angezeigten Artikel eigenmächtig geändert hatte, ohne die Plattform davon in Kenntnis zu setzen. The Verge versichert dabei, niemals eine Freigabe für die teilweise stark gekürzten Schlagzeilen erteilt zu haben. Darüber hinaus würden die neuen Versionen in keiner Weise den eigenen redaktionellen Ansprüchen entsprechen, wie der Artikel weiter berichtet. Im Gegenteil: Die Änderungen würden in den meisten Fällen dem entsprechen, was gemeinhin als „Clickbaiting“ verstanden wird.
Verhalten nicht neu
Bereits im Dezember des letzten Jahres hatte Google damit begonnen, ein gleiches Verhalten bei in Google Discover angezeigten Artikeln an den Tag zu legen. Hier hat The Verge frühzeitig interveniert, was Google aber nicht davon abgehalten hatte, mit den eigenmächtigen Änderungen fortzufahren und nicht selten komplett falsche Titel zu setzen. Für die Plattform war Googles Verhalten damals schon damit vergleichbar, als „würde eine Buchhandlung die Einbände der ausgestellten Bücher abreißen und deren Titel ändern“. Jetzt scheint das Unternehmen die Änderungen auch auf die Suchergebnisse seiner Internetsuche anzuwenden. Für The Verge stellt dies einen unverhältnismäßigen Einschnitt in die eigene redaktionelle Arbeit dar. „Wir verbringen viel Zeit damit, Schlagzeilen zu verfassen, die wahr, interessant, unterhaltsam und der Aufmerksamkeit würdig sind, ohne auf Clickbait zurückzugreifen“, heißt es in dem Artikel.
Dabei wurden Überschriften teilweise so stark verändert, dass sie den eigentlichen Gedanken überhaupt nicht mehr widerspiegeln würden. So hatte Google die Überschrift eines Artikels von „I used the ‘cheat on everything’ AI tool and it didn’t help me cheat on anything“ auf die lediglich fünf Wörter „Cheat on everything’ AI tool“ gekürzt.
Für Google lediglich ein „kleines“ Experiment
Die Änderungen in den Überschriften sollen dem Artikel zufolge zwar noch nicht allzu häufig vorkommen, dennoch konnte die Redaktion in den vergangenen Monaten zahlreiche Beispiele finden, die das aktuelle Vorgehen seitens des Suchmaschinenbetreibers bestätigen. Auf Nachfrage erklärt Google, dass es sich bei den Änderungen in den Überschriften um ein „kleines“ Experiment handele, das noch nicht für eine umfassendere Einführung freigegeben sei. Darüber, wie „klein“ diese Testreihe tatsächlich ist, wollten die Unternehmenssprecher allerdings keine Angaben machen. Auch bedeutet dies nicht, dass Google das Experiment nicht bald in größerem Umfang einsetzen könnte. Dafür spricht, dass die eigenmächtig generierten KI-Schlagzeilen laut dem Unternehmen eine Funktion seien, die „gute Ergebnisse bei der Nutzerzufriedenheit erziele“.
Überschriften sollen Suchanfragen der Nutzer entsprechen
Die Grundidee bei den Änderungen soll darin bestehen, „Inhalte auf einer Seite zu identifizieren, die einen nützlichen und relevanten Titel für die Suchanfrage eines Nutzers darstellen würden“. Das Ziel sei es dabei, etwaige Titel besser auf die Suchanfragen der Nutzer abzustimmen und die Interaktion mit Webinhalten zu erleichtern. Die vorgenommenen Änderungen bei Nachrichten könnten zudem erst ein Anfang sein, denn die Funktion könnte später auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden – dies legt zumindest die Aussage von Google nahe, wonach der laufende Test „nicht spezifisch für Nachrichtenpublikationen sei, sondern untersucht, wie wir Titel generell verbessern können“. Widersprüchlich zu den jetzigen Vorkommnissen erscheint die Aussage eines Unternehmenssprechers, dass, würde das Unternehmen tatsächlich Neuerungen auf Basis des jetzigen Experiments einführen wollen, dafür kein generatives Modell verwendet werden würde. The Verge stellt hierbei die berechtigte Frage, wie Google diese Überschriften ohne generative KI ersetzen wolle.
Für die Redaktion geht es um Vertrauensverlust
Für die News-Plattform ist allerdings eines jetzt schon klar: Das Verändern von Überschriften und vor allem die damit einhergehende Verschiebung ihrer Bedeutung fügt dem Journalismus Schaden zu, indem es dessen Vertrauenswürdigkeit schwächt – „und das in einer Zeit, in der mächtige Institutionen versuchen, ihn zu diskreditieren und in der viele Nachrichtenorganisationen ums Überleben kämpfen würden“.
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Huawei Watch Ultimate Design Spring Edition: Smartwatch bringt 99 Diamanten ans Handgelenk

Mit der Watch Ultimate Design Spring Edition hat Huawei neben der Watch Fit 5 und Watch Fit 5 Pro (Test) und dem dünnsten Tablet der Welt eine weitere Smartwatch vorgestellt, die auch in Deutschland in den Handel kommen wird. Mit 99 echten Diamanten besetzt soll sie Technologie und Fine Jewellery mit 0,8 Karat kombinieren.
Für die Design-Smartwatch hat Huawei mit Francesca Amfitheatrof zusammengearbeitet, die bei Tiffany & Co. die Ära der Tiffany T einläutete und später künstlerische Direktorin bei Louis Vuitton wurde. Das Ergebnis ist eine Smartwatch, die vom Armband bis zum Zifferblatt mit Diamanten besetzt ist und auch selbst den Diamantschliff mit 60 Facetten in der Form der Lünette aufnimmt. Auch die mit 18 Facetten geschliffene Krone der Smartwatch beherbergt einen Diamanten.
Abgesehen vom auffälligen Design mit Diamanten entspricht die Smartwatch technisch weitgehend der Ende 2025 vorgestellten, goldenen Huawei Watch Ultimate Design und setzt ebenfalls auf ein Gehäuse aus Titan und Keramik. Auch den X-Tap-Sensor, der eine schnelle Gesundheitsübersicht über die Fingerspitze ermöglicht, bietet das neue Modell. Der TruSeen-Sensor an der Rückseite der Smartwatch erfasst Gesundheitswerte wie Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung, Hauttemperatur und EKG.
Helles AMOLED, IP69, eSIM und kleinere Abmessungen
Das Diamanten-Modell bietet einen Tiefensensor und ist für Tauchgänge bis zu 40 Metern Tiefe freigegeben. Die Uhr ist zudem nach IP68 und IP69 zertifiziert. Das 1,38 Zoll große AMOLED-Display mit LTPO 2.0 bietet eine Auflösung von 466 × 466 Pixeln und eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 cd/m². Neben Bluetooth, WLAN, NFC samt kontaktlosem Bezahlen per Curve Pay und GPS bietet die Smartwatch die Option auf eine eSIM. Die neue Smartwatch misst allerdings nur 42,9 × 42,9 × 10,8 mm, fällt angesichts der weiblichen Zielgruppe also deutlich kleiner aus als die goldene Watch Ultimate Design, die es auf 48,5 × 48,5 × 12,9 mm bringt. Am Handgelenk getragen kann die Smartwatch bei Temperaturen von -20 bis +55 °C genutzt werden.
Wie alle Smartwatches von Huawei ist auch die Huawei Watch Ultimate Design Spring Edition sowohl mit Android als auch iOS kompatibel. Geladen wird die Smartwatch kabellos über ein magnetisches Ladepad. Die Akkulaufzeit gibt Huawei mit bis zu 3 Tagen ohne Always-On-Display und 2 Tagen mit aktiviertem Always-On-Display an.
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für Europa beträgt 3.799 Euro. Wie immer gilt, dass dieser Preis nicht genau so auch in Deutschland Anwendung finden muss. Wann die neue Spring Edition in Deutschland auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt, sie wird aber auch hierzulande angeboten werden.
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Aufgrund der AI-Infrastruktur: Microsofts Klimaziele für 2030 stehen auf der Kippe
Bis zum Jahr 2030 will Microsoft den eigenen Strombedarf praktisch vollständig mit Energien abdecken, die keine Treibhausgase ausstoßen. Aufgrund des KI-Ausbaus steht das Ziel nun auf der Kippe. Laut Informationen von Bloomberg könnte es verschoben oder komplett aufgegeben werden.
Laut der Quelle, die mit den Vorgängen vertraut ist, finden intern Diskussionen statt. Konkret geht es um den Plan, den stündlichen Strombedarf mit sauberen Energiequellen zu decken.
Jährliche Ziele sind leichter zu erreichen als stündliche Ziele
Wie TechCrunch analysiert, macht es einen Unterschied, ob ein Unternehmen stündliche oder jährliche Klimaziele verfolgt. Weil es sich beim Stromnetz um ein ausgeglichenes System handelt, müssen bei stündlichen Klimazielen praktisch zu jeder Tageszeit ausreichende Mengen an sauberer Energie vorhanden sein. Erneuerbare Energiequellen wie Wind und Solar liefern zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten aber unterschiedliche Energiemengen, nötig sind daher etwa Speichersysteme.
Bei jährlichen Zielen ist das leichter. Laut TechCrunch haben Unternehmen dabei etwa die Möglichkeit, mittags mehr Solarstrom als benötigt zu produzieren und diesen an andere Kunden im Netz zu verkaufen. Diesen Strom kann man dann trotzdem in der Klimabilanz für sich verbuchen und damit den Einsatz fossiler Brennstoffe verrechnen, wenn diese als Ersatz für saubere Energie eingekauft werden.
Während jährliche Ziele also eine Art Buchhaltungstrick sein können, sind stündliche Ziele eher geeignet, um tatsächlich einen Netto-Null-Verbrauch zu erfassen.
Microsoft spricht jetzt von jährlichen Zielen
Den Bericht von Bloomberg will Microsoft nicht kommentieren. Ein Sprecher des Konzerns sagte aber zu TechCrunch, dass weiter nach Möglichkeiten gesucht werde, um das jährliche Abgleichsziel („annual matching goal“) beizubehalten. Gegenüber Reuters verwies der Konzern zudem auf das Rechenzentren-Projekt im US-Bundesstaat Wisconsin. Dort kooperiert Microsoft mit dem lokalen Energieanbieter We Energies, um 1,2 Gigawatt an CO₂-freier Energie ans Netz zu bekommen. Dazu zähle auch ein Solar- und Batteriespeicherprojekt, das man bis Ende 2028 fertigstellen will.
Microsoft selbst spricht bei den Zielen im Jahr 2030 von „carbon free“. Man will also keine fossilen Brennstoffe mehr verwenden, setzt aber auch nicht rein auf erneuerbare Energiequellen. Wie andere Big-Tech-Konzerne investiert Microsoft zusätzlich in Atomkraft. So hat der Konzern schon 2024 ein Abkommen mit dem US-Kernkraftwerk-Betreiber Constellation Energy abgeschlossen, um einen Meiler des 2019 stillgelegten AKW Three Mile Island wieder in Betrieb zu nehmen.
Dass die Klimaziele bis 2030 angesichts der KI-Investitionen kaum zu erreichen sind, zeichnete sich allerdings auch schon 2024 ab. Schon in diesem Jahr verbuchte Microsoft um fast 30 Prozent gestiegene Emissionen. Und seitdem hat sich der Ausbau der KI-Infrastruktur samt dem Strombedarf weiter beschleunigt.
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Leistungsverbesserungen: Inkscape 1.4.4 behebt zudem 20 teils schwere Fehler

Die Entwickler des quelloffenen Vektorgrafikprogramms Inkscape beheben mit Version 1.4.4 zahlreiche Fehler, von denen einige sogar den Start der Anwendung verhindern konnten. Darüber hinaus bringt das als Wartungsversion veröffentlichte Update spürbare Leistungsverbesserungen in mehreren Bereichen mit sich.
Große Anzahl an Abstürzen behoben
Im Rahmen des Updates haben die Entwickler insgesamt 20 potenzielle Ursachen für Abstürze identifiziert und beseitigt, von denen drei sogar verhindern konnten, dass Inkscape überhaupt startet. Dies trat unter anderem auf, wenn beim Start der Anwendung ein Grafik-Tablet angeschlossen war oder wenn die Liste der zuletzt verwendeten Dateien zwei Einträge derselben Datei enthielt. Unter Windows konnte es zudem zu Abstürzen kommen, wenn sich zwei kürzlich geöffnete Dateien im gleich benannten Ordner, jedoch auf unterschiedlichen Laufwerken befanden.
Darüber hinaus behebt die neue Version zahlreiche weitere Fehler. Bei Objekten, die über den Dialog „Ebenen und Objekte“ zwischen Gruppen verschoben werden, sollte der Begrenzungsrahmen auf der Arbeitsfläche nun wieder in korrekter Größe und Position angezeigt werden. Beim Aufheben eines inversen Ausschnitts bleibt der Ausschnittpfad künftig wieder sichtbar, zudem ist die Navigation zwischen Objekten mit den Pfeiltasten nach oben und unten ebenfalls wieder möglich.
Leistungsverbesserungen an verschiedenen Stellen
Neben den Fehlerkorrekturen haben die Entwickler an der Leistung gearbeitet. Inkscape soll beim Vergrößern von Dokumenten mit vielen Pfaden nun deutlich schneller reagieren. Gleiches gilt für das Kopieren und Einfügen großer Mengen an Objekten mit Farbverläufen sowie für das Öffnen verschiedener Dialogfenster.
Kleine Neuerungen
Neben den zahlreichen Fehlerbehebungen und Optimierungen hält die neue Version auch eine kleine Zahl neuer Funktionen bereit. Eine neue Schaltfläche in der Werkzeugleiste ermöglicht es beispielsweise ab sofort, ausgewählte Sterne oder Polygone automatisch in eine aufrechte Position zu drehen. Sterne stehen dadurch auf zwei Spitzen, Polygone hingegen auf einer Kante. Darüber hinaus fließt ausgerichteter Text nun korrekter, wenn dieser Leerzeichen mit fester Breite enthält.
Eine komplette Auflistung aller Neuerungen und Änderungen bieten die ausführlichen Release Notes.
Ab sofort verfügbar
Das neue Inkscape 1.4.4 steht ab sofort auf der Website des Projekts für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Alternativ kann der freie Vektorgrafik-Editor wie gewohnt bequem über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase bezogen werden.
Downloads
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4,3 Sterne
Inkscape ermöglicht das Bearbeiten und Erstellen zweidimensionaler Vektorgrafiken.
- Version 1.4.4 Deutsch
- Version 1.3.2 Deutsch
- Version 1.2.2 Deutsch
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