Künstliche Intelligenz
swiftDialog 3.0: Moderne Benachrichtigungen für macOS-Admins
Das Admin-Werkzeug swiftDialog ist in Version 3.0 erschienen und setzt ab sofort macOS 15 oder neuer voraus. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt der Inspect-Modus, der über die Apple-FSEvents-API das Dateisystem in Echtzeit überwacht und sich für Compliance-Checks, Software-Deployments oder Device-Enrollment eignet. Die gesamte Dokumentation wurde auf eine zentrale Website unter swiftdialog.app verlegt.
Weiterlesen nach der Anzeige
swiftDialog ist ein auf SwiftUI basierendes Open-Source-Werkzeug für macOS, mit dem Mac-Administratoren benutzerdefinierte Dialoge, Formulare und informative Nachrichten für die Anwender erstellen können. Das Tool kommt vor allem in Skripten und MDM-Workflows zum Einsatz und lässt sich mit Systemen wie Jamf Pro, Munki oder SimpleMDM kombinieren.
Breaking Changes und neue Anforderungen
Mit Version 3.0 verabschiedet sich swiftDialog von der Unterstützung für macOS 14 und früher. Nutzer älterer Systeme müssen bei Version 2.6.5 bleiben. Aufgrund der neuen Mindestanforderung können die Entwickler modernere APIs nutzen und veraltete Methoden aus dem SDK entfernen. Zudem wurde /usr/local/bin/dialog zu einem Symlink auf das kompilierte Swift-Binary „dialogcli“ umgebaut, was die App relokalisierbar macht. Die direkte Nutzung des Dialog-Binaries gilt künftig als deprecated.
Die neue Version bringt visuelle Anpassungen für macOS 26: Die Software setzt hier auf das Liquid-Glass-Design. Dazu gehört ein neues Squircle-Icon. Das Default-Icon nutzt nun die AppIcon-Ressource statt eines SF-Symbols. Außerdem entfernten die Entwickler alte Boilerplate-Texte für Title und Message – leere Felder erzeugen nun tatsächlich eine leere Anzeige.
Umfangreiche neue Funktionen
Ferner wurde der Builder-Modus mit Fixes und neuen Layouts aktualisiert. Buttons lassen sich jetzt mit Symbolen versehen, deren Position, Größe, Stil und Farbe anpassbar sind. Die Kommandozeilenoption --position x,y erlaubt die exakte Bildschirmpositionierung. Mehrere Icons oder Bilder können als kommagetrennte Liste übergeben werden. Dropdown-Menüs sind durchsuchbar, Textfelder vom Typ „fileselect“ akzeptieren initiale Pfade.
Weiterlesen nach der Anzeige
Weitere Ergänzungen umfassen die Unterstützung für animierte GIFs, Sound-Wiedergabe aus Dateien oder URLs, Inline-Textfarbsteuerung und eine anpassbare lineare Progress-Bar, die einen macOS-26-Bug umgeht. Mit --showdockicon, --dockicon und --dockbadge lässt sich die Dock-Darstellung steuern. Die Option --hideotherapps blendet andere Anwendungen aus.
Die vollständigen Release Notes zu swiftDialog 3.0 listen alle Änderungen und neuen Kommandozeilenoptionen auf. Nutzer älterer macOS-Versionen finden dort auch Hinweise auf kompatible Vorgängerversionen.
(fo)
Künstliche Intelligenz
Millionenstrafe für Reddit in Großbritannien wegen fehlerhafter Altersprüfung
Die britische Datenschutzbehörde hat Reddit mit einer Strafe in Höhe von 14,47 Millionen Pfund (umgerechnet fast 16,6 Millionen Euro) belegt, weil die Online-Plattform die Daten von Kindern von Mai 2018 bis Juli 2025 aufgrund mangelnder Altersverifikation unrechtmäßig verarbeitet haben soll. Eine Altersprüfung hat Reddit in Großbritannien erst im Juli letzten Jahres eingeführt, aufgrund neuer britischer Jugendschutzgesetze, die sich vornehmlich an Porno-Anbieter richten. Reddit hat bereits angekündigt, gegen die Millionenstrafe vorzugehen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Mitte 2023 hatte die britische Regierung bereits angekündigt, den Jugendschutz im Internet zu verschärfen. Durch den „Online Safety Bill“ sollte die Altersverifikation bei Pornografie Pflicht werden. Das betrifft auch Online-Angebote wie soziale Netzwerke, die pornografische Inhalte verbreiten. Dieses Gesetz ist im Juli 2025 in Kraft getreten. Neben Porno-Anbietern wie Pornhub und Co. hat auch Reddit deshalb eine Altersprüfung in Großbritannien eingeführt. Die jetzt verhängte Millionenstrafe betrifft allerdings die sieben Jahre zuvor.
Daten von Kindern unrechtmäßig verarbeitet
Das britische „Information Commissioner’s Office“ (ICO), die Datenschutzbehörde Großbritanniens, erklärt die Millionenstrafe damit, dass Reddit die Daten von Kindern unter 13 Jahren unrechtmäßig verarbeitet habe, weil das Alter vor der Nutzung der Plattform nicht ausreichend geprüft wurde. Das hätte die Kinder durch „unangemessene und schädliche Inhalte“ in Gefahr gebracht. Mit der Millionenstrafe soll der Datenschutz von Kindern im Internet weiter verbessert werden.
„Es ist besorgniserregend, dass ein Unternehmen von der Größe Reddits seiner gesetzlichen Pflicht zum Schutz der persönlichen Daten von Kindern in Großbritannien nicht nachgekommen ist“, meint John Edwards, Großbritanniens oberster Datenschutzbeauftragter. Große Online-Plattformen seien dafür verantwortlich, die Daten der Nutzer und insbesondere von Kindern zu schützen. „Dafür müssen sie sicher sein, das Alter ihrer Nutzer zu kennen, und über geeignete und wirksame Maßnahmen zur Alterssicherung verfügen“, so Edwards weiter. „Reddit konnte diese Erwartungen nicht erfüllen.“
Reddit plant Einspruch gegen Millionenstrafe
Reddit setzt ein Mindestalter von 13 Jahren für die Nutzung der Plattform voraus, aber das wird laut Datenschutzbehörde nicht ausreichend geprüft. Schätzungen lassen die Datenschützer darauf schließen, dass sich „eine große Anzahl von Kindern unter 13 Jahren auf der Plattform befand“. Damit hätte Reddit Daten von Kindern ohne rechtliche Basis verarbeitet.
Weiterlesen nach der Anzeige
Lesen Sie auch
Reddit erklärte per Stellungnahme gegenüber der BBC, dass man „von den Nutzern keine Angaben zu ihrer Identität verlange, unabhängig vom Alter, da wir uns zutiefst dem Schutz ihrer Privatsphäre und Sicherheit verpflichtet fühlen“. Das Unternehmen beabsichtigt, gegen die Entscheidung des ICO Berufung einzulegen. Denn „die Forderung des ICO, mehr private Informationen über jeden Nutzer in Großbritannien zu sammeln, ist widersinnig und steht im Widerspruch zu unserer festen Überzeugung von der Online-Privatsphäre und -Sicherheit unserer Nutzer“.
(fds)
Künstliche Intelligenz
Nikkor Z 70-200mm f/2.8 VR S II: Nikon präsentiert die nächste Generation
Nikon hat einen Nachfolger für das 70-200 mm f/2.8 Telezoom angekündigt. Das neue Nikkor Z 70-200mm f/2.8 VR S II soll sich laut Hersteller durch ein deutlich reduziertes Gewicht, kompaktere Maße und eine überarbeitete Optik (S-Line) auszeichnen.
Weiterlesen nach der Anzeige

Reduziertes Gewicht und kompaktere Bauform
Ohne Stativschelle wiegt das Objektiv exakt 998 Gramm und ist damit 362 Gramm leichter als die erste Generation. Gleichzeitig wurde die Baulänge um zwölf Millimeter auf 208 Millimeter verkürzt, während der Durchmesser bei 90 Millimetern liegt. Nikon hebt hervor, dass es sich zum Zeitpunkt der Ankündigung im Februar 2026 um das leichteste Objektiv seiner Klasse für spiegellose Vollformatkameras handelt. Diese Gewichtsreduktion erleichtert Aufnahmen aus der freien Hand erheblich. Vorteile ergeben sich auch, wenn ein Gimbal verwendet wird. Da der Zoomvorgang vollständig intern abläuft, bleibt der Schwerpunkt des Objektivs weitgehend konstant, was ein erneutes Ausbalancieren des Systems überflüssig macht.

In der neuen Generation wird das Nikkor Z 70-200mm f/2.8 VR S II deutlich leichter und etwas kürzer.
(Bild: Nikon)
Neues Autofokussystem und verbesserte Bildstabilisierung
Der Autofokus nutzt einen neu entwickelten Antrieb, den Nikon als „Silky Swift Voice Coil Motor“ (SSVCM) bezeichnet. In Verbindung mit Kameras, die über den Expeed-7-Prozessor verfügen, arbeitet dieses System laut Nikon um das 3,5-fache schneller als das des Vorgängermodells. Die Geräuschentwicklung wurde dabei um die Hälfte reduziert. Der Fokusmotor durchfährt den Fokusbereich in den Telebrennweiten bis zu 45 Prozent schneller, und das System soll die Schärfe um 40 Prozent präziser nachführen, während es zoomt.
Ein integrierter optischer Bildstabilisator (VR) kompensiert Verwacklungen und ermöglicht laut CIPA-Standard (gemessen an einer Z6III) um bis zu sechs Blendenstufen längere Belichtungszeiten. Kompatiblen Kameras wie der Z9, Z8, Z6III, Z5II, Zf oder ZR erlauben die Synchro-VR-Technologie, die den Bildstabilisator des Objektivs mit dem der Kamera (IBIS) koppelt, um eine maximale Stabilisierung bis in die Bildränder zu gewährleisten.
Weiterlesen nach der Anzeige
Optische Konstruktion und Nahgrenze
Als optische Konstruktion kommen 18 Linsenelemente in 16 Gruppen zum Einsatz. Darunter befinden sich zahlreiche Spezialgläser zur Minimierung von Abbildungsfehlern: ein ED-, ein Super-ED-, ein asphärisches ED-, ein SR- sowie ein Fluorit-Element und zwei weitere asphärische Linsen. Nikons meso-amorphe und Arneo-Vergütung sollen zudem störende Reflexionen und Geisterbilder wirksam unterdrücken, eine schmutzabweisende Fluorbeschichtung auf der Frontlinse die Reinigung erleichtern.
Die Blende besteht aus elf abgerundeten Lamellen, die für eine annähernd kreisrunde Öffnung und ein harmonisches Bokeh sorgen sollen. Die durchgehende Lichtstärke beträgt wie beim Vorgänger f/2.8; die kleinste Blende ist f/22.
Die Naheinstellgrenze variiert mit der Brennweite: Sie beträgt 38 Zentimeter bei 70 Millimetern und erhöht sich auf 80 Zentimeter bei 200 Millimetern. Den größten Abbildungsmaßstab von 1:3,3 (0,3-fache Vergrößerung) erreicht das Objektiv bei der kürzesten Brennweite.
c’t Fotografie Zoom In abonnieren
Ihr Newsletter mit exklusiven Foto-Tipps, spannenden News, Profi-Einblicken und Inspirationen – jeden Samstag neu.
E-Mail-Adresse
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Bedienungselemente und Wetterschutz
Ein aufwendiger Schutz gegen Staub und Feuchtigkeit prädestiniert das Objektiv für den professionellen Einsatz. Ein anpassbarer Einstellring lässt sich per Schalter zwischen einer gerasterten und einer stufenlosen, lautlosen Bedienung umschalten. Zusätzlich sind programmierbare Funktionstasten (L-Fn) so platziert, dass sie sowohl im Quer- als auch im Hochformat bequem mit dem Daumen erreichbar sind.
Für Videofilmer wurde das „Focus Breathing“ – die unerwünschte Veränderung des Bildausschnitts bei der Fokusverlagerung – laut Nikon deutlich minimiert. Eine Neuerung findet sich bei der mitgelieferten Gegenlichtblende (HB-119): Durch eine verschiebbare Öffnung können Fotografen Drehfilter wie Pol- oder variablen ND-Filtern bedienen, ohne die Blende demontieren zu müssen. Das Filtergewinde misst 77 Millimeter.
Der abnehmbare Stativfuß ist Arca-Swiss-kompatibel, wobei Nikon zur Verwendung von Schraub- anstelle von Hebelklemmen rät, um einen sicheren Halt zu gewährleisten. Die Kompatibilität mit den Z-Telekonvertern von Nikon ist ebenfalls gegeben, wodurch sich die Brennweite auf bis zu 280 Millimeter (1,4x) bzw. 400 Millimeter (2x) erweitern lässt.
Zurab Kiknadze, Produktmanager bei Nikon Europe, fasst zusammen: „Dieses Modell bietet ergonomische Optimierungen, eine neue Optik und eine gesteigerte Autofokusleistung. Durch die Reduzierung von Größe und Gewicht erhalten Fotografen ein Werkzeug, das ihr gesamtes Kamerasystem auf ein höheres Leistungsniveau hebt.“
Das Nikkor Z 70-200mm f/2.8 VR S II wird voraussichtlich ab Mitte März 2026 zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 3.350 Euro im Handel erhältlich sein.
Lesen Sie auch
(tho)
Künstliche Intelligenz
Hirnstimulations-Headset gegen Depressionen in den USA auf Rezept
Etwa 9,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden laut der AOK an Depressionen, mehr als 5 Millionen sind jährlich von einer depressiven Episode betroffen. Für viele von ihnen kommen Antidepressiva nicht infrage. Ein in Schweden entwickeltes Headset stimuliert den präfrontalen Kortex mit schwachem Gleichstrom und soll sich so wohltuend auf die neuronale Aktivität auswirken – eine Hoffnung für Betroffene.
Eine internationale, randomisierte Doppelblindstudie belegt die Wirksamkeit der Anwendung, insbesondere im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die nur eine Scheinbehandlung mit dem Headset erhielt. In Kombination mit weiteren Maßnahmen ergaben sich dabei noch größere Erfolgsraten. Eine im Februar 2026 veröffentlichte internationale Studie unter Mitwirkung der LMU München belegt zudem, dass das Headset auch die Gefahr von depressiven Rückfällen verringert.
Anders als europäische Stellen hat die FDA (Food and Drug Administration) als zuständige Behörde in den USA das Flow FL-100 als medizinisches Gerät der Klasse III eingeordnet und verschreibungspflichtig zugelassen. Hierzulande ist das Headset dagegen seit 2018 als CE-zertfiziertes Medizinprodukt der Klasse IIa frei verkäuflich und damit rezeptfrei bestellbar. Im Onlineshop des Herstellers Flow Neuroscience kostet es 459 Euro, man kann es aber auch monatlich mieten. Die Entscheidung, ob dieses Verfahren für Deutschland in den Katalog der Kassenleistungen aufgenommen wird, steht noch aus.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Hirnstimulations-Headset gegen Depressionen in den USA auf Rezept“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 2 WochenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Datenschutz & Sicherheitvor 3 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGame Over: JetBrains beendet Fleet und startet mit KI‑Plattform neu
