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Künstliche Intelligenz

Top 10: Die beste Sportuhr im Test – Garmin vor Huawei und Polar


Garmin Fenix 7 im Test

Die neue Garmin Fenix 7 soll noch besser sein als die Vorgänger. Helfen soll dabei ein Touchscreen, mehr Akku und eine neue Stamina-Funktion. TechStage zeigt, ob die neue Fenix ihr Geld wert ist.

VORTEILE

  • gute Akkulaufzeit
  • sehr gute Software und App
  • umfangreiche Trainingsfunktionen
  • sinnvolle Touch-Integration

Die neue Garmin Fenix 7 soll noch besser sein als die Vorgänger. Helfen soll dabei ein Touchscreen, mehr Akku und eine neue Stamina-Funktion. TechStage zeigt, ob die neue Fenix ihr Geld wert ist.

Die Garmin Fenix ist eine der bekanntesten und beliebtesten Sportuhren. Kein Wunder, schließlich trifft hier ausgefeilte Technik auf eine hervorragende App. Entsprechend hat es die Garmin Fenix 6 (Testbericht) auf den ersten Platz unserer Sportuhren-Topliste geschafft. Doch damit ist jetzt Schluss, denn die Fenix 7 schickt sich an, die Vorgängerin vom Thron zu schubsen.

Varianten

Die Fenix gibt es in drei Größen und mit verschiedenen Funktionen. Die Garmin Fenix 7S besitzt einen Durchmesser von 42 mm und ist eher für kleinere Handgelenke gedacht. Das Modell Fenix 7 hat einen Durchmesser von 47 mm, die Fenix 7X schließlich kommt mit großem Gehäuse mit 51 mm. Neben der „normalen“ Variante gibt es die Option „Solar“. Diese nutzt ein durchsichtiges Solar-Panel im Touch-Display. Und wer die Variante Sapphire Solar möchte, der bekommt die Solarfunktion samt extra robustem Saphir-Glas. Die Sapphire-Modelle besitzen zudem 32 GByte Speicher und können die L5-Frequenz empfangen, die eine höhere Genauigkeit bei GPS bieten. Für den Test stellte uns Garmin die Fenix 7S Solar zur Verfügung.

Design und technische Daten

Die Garmin Fenix 7 wirkt zwar immer noch mächtig, sie sieht aber nicht mehr komplett wie eine Pulsuhr aus. Die Uhr selbst ist etwas flacher, die Varianten der 7S wirken fast schon schmächtig. Garmin setzt auf ein Design aus Edelstahl oder Titan, je nach Ausführung. Jede der Uhren hat an der Lünette drei Tasten links und zwei Tasten rechts. Dazu kommt der neue Touchscreen auf LCD-Basis. Die Armbänder bestehen aus Silikon oder Leder, je nach Modell. Alternativ kann man andere Armbänder nachkaufen. Garmin nutzt einen eigenen Schnellverschluss, sodass man darauf achten muss, dass die Armbänder zur jeweiligen Fenix-7-Variante kompatibel sind.

Einrichtung und App

Die Einrichtung der Garmin Fenix 7S lief problemlos. Wir nutzen die Garmin Connect App. Sie ist kostenlos für iOS und Android verfügbar. Nach dem ersten Pairing führt sie durch das Setup und aktualisiert notfalls die Uhr. Danach kann man optionale Zusatzfunktionen wie WLAN, die Musikfunktion oder Garmin Pay aktivieren.

WLAN kostet zwar Strom, allerdings kann sich die Uhr dann mit Streaming-Diensten wie Spotify, Deezer oder Amazon Music verbinden und Playlisten direkt im Speicher ablegen. Das funktioniert auch für Podcasts, wenn diese über Playrun laufen. Dabei handelt es sich um eine spezielle Podcast-App für Garmin-Uhren. Die Garmin App kümmert sich um die Verwaltung der Uhr, hilft bei den Einstellungen und bereitet Daten auf. Dazu kann man über den Garmin Connect Io-Store weitere Anwendungen oder Designs für die Uhr herunterladen und übertragen.

Die App hat sich im Vergleich zu den Vorgängern wenig verändert und gefällt uns nach wie vor sehr gut. Das Dashboard mit der Übersicht liefert allgemeine Informationen. Wer möchte, der kann richtig tief in die Daten einsteigen und Trainings umfassend auswerten. Das geht auch bequem über das Web-Interface von Garmin Connect. Wer Freunde hat, die ebenfalls Garmin-Produkte nutzen, kann sich mit ihnen verbinden und deren Aktivitäten sehen oder virtuelle Wettbewerbe starten.

Die drei Varianten Fenix 7S, Fenix 7 und Fenix 7X unterscheiden sich vor allem in ihrer Größe. Die Details zeigen wir in der Tabelle:

Bedienung

Eine der größten Neuerungen gegenüber den alten Varianten wie der Garmin Fenix 6 (Testbericht) ist der Touchscreen. Die Fenix 7 wird nicht mehr nur über die seitlichen Tasten gesteuert, zusätzlich lassen sich Optionen auch mit einem Druck aufs Display auswählen. In der Praxis funktioniert das gut, wir nutzen im Test eine Mischung aus Taster und Touch. Während des Sportmodus schaltet sich die Touch-Funktion aus. Ein guter Zug, schließlich passen verschwitzte Finger und Touch einfach nicht zusammen.

Aktivität

Die Uhr hält tägliche Aktivitäten fest. Dazu gehören Herzfrequenz, Schritte sowie Treppensteigen. Zusammen mit der Schlafüberwachung fließen die Werte in Body Battery ein. Dieser Wert soll anzeigen, wie viele Energiereserven man hat und ob man während des Tags genügend Power hat. Bei der Zählung der Schritten gefällt uns, dass Garmin weiter dynamische Schrittziele anbietet. Schafft man seine täglichen Vorgaben, steigt der Wert an – erreicht man sie nicht, geht das Tagesziel nach unten. Das motiviert deutlich mehr als fest definierte Werte.

Insgesamt liefert die Uhr einen einwandfreien Überblick über tägliche Aktivitäten. Je länger man sie trägt, desto besser wird auch die Body Battery, die nach einigen Wochen das eigene Gefühl erstaunlich präzise abbildet. Das gilt vorwiegend dann, wenn man die Uhr auch nachts trägt. Garmin liefert ein erstaunlich detailliertes Schlaf-Tracking, sauber aufgeteilt in die unterschiedlichen Schlafphasen. Wie immer gilt aber auch hier, dass man sich hauptsächlich auf langfristige Trends verlassen sollte, die Uhren sind kein Ersatz für ein Schlaflabor. Der Wecker in der Uhr ist dagegen laut genug, um selbst tiefe Schläfer zu wecken.

Die Varianten mit Solarmodul können nicht nur (minimal) Strom produzieren, sie messen zudem, wie stark die UV-Strahlung ist, der man tagsüber ausgesetzt war. Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hatten wir geschrieben, dass die Fenix 7 Daten zur UV-Strahlung anzeigt, das ist nicht der Fall. Wir entschuldigen uns.

Training

Während die Garmin Venu 2 Plus (Testbericht) als Alltagsuhr gedacht ist, wurde die Fenix 7 für Sport und Training entwickelt. Ja, sie ist ein guter Fitness-Tracker, wer sie aber nicht zum Sport mitnimmt, der zahlt für viele Funktionen, die er nicht verwendet.

Das beginnt mit der schier unglaublichen Anzahl an Trainingsprofilen. Laufen, Radfahren, HIIT, Cardio, SUP, Snowboarden, Schwimmen, Bouldern, Yoga oder Golfspielen – es sind unfassbar viele Profile hinterlegt, die sich dann abermals in Untergruppen unterteilen. Auch Kombi-Sportarten wie Swimrun sind möglich. Alle Trainings lassen sich nachträglich über die App anpassen.

Die Genauigkeit war im Test sehr gut. Nicht nur bei einfachen Tätigkeiten wie Laufen oder Radfahren, auch Cardio-Training mit schnell wechselnden Pulsraten bringen die Fenix 7 nicht aus dem Takt. So muss das sein. Wie immer kann man die Pulsdaten zusätzlich von einem externen Gerät anfordern oder von der Uhr übertragen, etwa an einen Garmin-Radcomputer.

Neu in der Fenix 7 ist das Stamina-Feature. Die Uhr berechnet beim Laufen und Radfahren, wie viel Restenergie und Ausdauer man wahrscheinlich noch hat. Die Berechnung geschieht in Echtzeit, so kann man entsprechend einplanen, wann und ob man sich im Training noch etwas weiter pushen sollte. Eine clevere Erweiterung, die allerdings erst über einen längeren Zeitraum präzise wird.

Die Uhr sammelt zuverlässig die Informationen rund ums Training.

Karten

Die Fenix 7 bringt wieder eigenes Kartenmaterial mit, sodass man direkt über die Uhr navigieren kann. Neu dabei ist, dass man keinen PC mehr benötigt, um Karten zu installieren oder zu aktualisieren. Stattdessen läuft diese über den Menüpunkt Kartenmanager und ein aktives WLAN. Die Uhr verbindet sich mit den Servern von Garmin, zeigt, welche Karten verfügbar sind und welche Updates es gibt. Achtung: Die Downloads starten erst, wenn man die Uhr an einer Stromquelle anschließt. Zudem sind die Daten riesig. Die Europakarte etwa belegt 10 GByte an Speicherplatz.

Neben den klassischen topografischen Karten gibt es Karten von Golfplätzen (CourseView) und Skigebiete zum Download. Dazu zeigt die Uhr auf Wunsch POIs entlang der Route an. Wenn die Karten nicht reichen, kann man beispielsweise auch Touren von Komoot offline auf die Uhr laden, solange man die entsprechende Region freigeschaltet hat.

Benachrichtigung, Musik, Garmin Pay

Im Alltag zeigt die Uhr alle eingehenden Nachrichten an, die auch auf dem verbundenen Smartphone eine Benachrichtigung auslösen. Praktisch dabei ist, dass man direkt auf der Fenix 7 entscheiden kann, ob diese App weitere Informationen schicken darf. Bei E-Mails oder Chat-Nachrichten zeigt die Uhr den Betreff oder einen Teil der Nachricht an. So sieht man direkt, ob sich ein Antworten lohnt.

Die Fenix 7 kann, wie ihre Vorgänger, Musik auf einem verbundenen Smartphone steuern. Alternativ kann man Musik auf die Uhr speichern, wahlweise als MP3 oder über Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer oder Amazon Music. Letztere synchronisieren Playlisten per WLAN, Musik wird über USB und Garmin Express übertragen. Die Fenix 7 verbindet sich per Bluetooth mit entsprechenden Kopfhörern (Ratgeber: Bluetooth Sportkopfhörer), entsprechend kann man das Smartphone fürs Training komplett daheim lassen. Allerdings frisst die Funktion Akkulaufzeit, wir empfehlen das eher für kürzere Sessions oder Indoor-Sport.

Mit dabei ist auch Garmin Pay, das Pendant zu Apple Pay und Google Pay. Leider ist die Bankenunterstützung noch immer deutlich hinter den Konkurrenten zurück, die offizielle Bankenliste listet gerade einmal zehn Einträge. Wer es ausprobieren möchte, der kann beispielsweise bei Vimpay eine Guthaben-Karte anlegen. Nutzt man eine kompatible Bank, dann ist das Bezahlsystem tatsächlich einfach und angenehm. Karte einspeichern, per PIN freischalten und an den Leser halten.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit kommt stark darauf an, wie man die Uhr nutzt und welche Variante man besitzt. Garmin gibt im Smartwatch-Modus Laufzeiten zwischen 18 und 22 Tagen an (letzteres mit Solarladung), im GPS-Modus halten die Uhren zwischen 57 Stunden und 73 Stunden (wieder mit Solar). Unsere Fenix 7S Solar hielt im Test knapp eine Woche durch, das beinhaltet regelmäßigen Sport mit GPS-Tracking und eine dauerhaft aktivierte SpO2-Messung. Wir würden, je nach Nutzung, von einer realistischen Laufzeit von 7 bis 10 Tagen am Stück sprechen, vor allem, wenn man den Energiesparmodus aktiviert.

Die Solarfunktion haben wir im Test nicht wirklich bemerkt. Das liegt auch daran, dass wir im Januar und Februar mit der Uhr unterwegs waren, wo sie primär unter der Jacke getragen wird. Ja, vielleicht liefert sie im Sommer etwas mehr Strom, wirklich schnell aufladen kann man die Uhr damit aber nicht.

Preis

Je nach Version und Preis kostet die Fenix 7 zwischen 699 Euro (Fenix 7S und Fenix 7), 799 Euro (Fenix 7S Solar, Fenix 7 Solar) und 1200 Euro (Fenix 7X Sapphire Solar Edition mit Titan). Die tatsächlichen Straßenpreise liegen immer wieder darunter, wie bei den Vorgängern kann man teilweise gute Schnäppchen machen. Unser Preisvergleichs-Widget zeigt die drei Fenix-7-Varianten in unterschiedlichen Ausführungen:

Fazit

Die Neuerungen der Fenix 7 sind zwar subtil, aber sie wirken frisch und innovativ. Der Umstieg auf einen Touchscreen ist gut gelungen und erweitert die Steuerung sinnvoll. Gleiches gilt für die vielen kleinen Optimierungen im Inneren. Der neue Stamina-Modus hilft beim regelmäßigen Training, bei der der Vorbereitung und beim Absolvieren von Wettkämpfen, setzt aber voraus, dass man die Uhr bereits länger nutzt. Der neue Kartenmanager auf der Uhr ist praktisch, damit wird die Desktop-Software noch unnötiger.

Heimliches Highlight ist die App. An den Umfang kommt vielleicht Polar noch heran, aber beim Thema Aufbereiten von Gesundheits- und Trainingsdaten ist Garmin ganz vorne.

Um die Fenix 7 komplett auszunutzen, sollte man ein aktiver Sportler sein. Wer die Vorteile der Garmin-App möchte, aber eine eher Alltagsuhr bevorzugt und beispielsweise auf die Kartennavigation verzichten kann, der findet in der Garmin Venu 2 (Testbericht) eine schicke und günstigere Alternative.



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Kaufpreis und Unterhalt im Vergleich: Die günstigsten Autos in Deutschland


Wer schon einmal auf der Suche nach dem passenden Neuwagen war, dürfte das Gefühl kennen: Der unvernünftige Teil in uns würde gerne zum leistungsstarken Modell mit opulenter Ausstattung greifen, der pragmatische Teil hingegen zum günstigen. Doch das zu finden, wird angesichts von mehr als 5000 in Deutschland erhältlichen Fahrzeugen und Varianten schnell zur Sisyphusarbeit. Hinzu kommt, dass sich „günstig“ ganz unterschiedlich interpretieren lässt: Der eine schaut nur auf den Kaufpreis, der andere auf die laufenden Ausgaben. Hier kommt unsere Übersicht ins Spiel, die ausgehend von Kaufpreis und Unterhaltskosten die jeweils erschwinglichsten Verbrenner und Elektroautos der fünf wichtigsten Segmente nennt.

  • Vor allem in der Mittelklasse und oberen Mittelklasse gehören mit Blick auf Kauf und Unterhalt einige in Deutschland weniger stark vertretene Modelle zu den günstigsten.
  • Der Wertverlust ist der mit Abstand wichtigsten Punkt, wenn es um die laufenden Kosten geht.
  • In bestimmten Segmenten sind Sie mit einem Elektroauto deutlich günstiger als mit einem Verbrenner unterwegs.

Bei den Segmenten handelt es sich um Minis, Kleinwagen, Modelle der Kompakt- und Mittelklasse sowie der oberen Mittelklasse. Bei der Einstufung haben wir uns am Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) orientiert, das jedes in Deutschland erhältliche Fahrzeug einsortiert. Allerdings weichen wir in einem wichtigen Punkt ab. Denn während das KBA jedes SUV unabhängig von Größe, Gewicht und Preis als SUV oder Geländewagen einstuft, unterscheiden wir zwischen den Fahrzeuglängen. Zusätzlich differenzieren wir zwischen Kombis und Limousinen. Das Ergebnis: 59 Modelle von 17.600 und 71.500 Euro und einer Länge zwischen 3,7 bis rund 5 m.

Die Kaufpreise stimmen mit den in den jeweiligen Preislisten genannten Werten für die Basisvariante überein. Hersteller- oder händlerseitige Rabatte haben wir nicht berücksichtigt. Für Elektroautos gibt es wieder eine Förderung, die seit dem 1. Mai beantragt werden kann. Ihre Höhe lässt sich aber nicht pauschal berechnen. Denn je nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder unter 18 Jahren kann ihre Höhe Null, 4000, 5000 oder 6000 Euro betragen. Die Unterhaltskosten enthalten Wartung, Verschleiß, Kfz-Steuer und -Versicherung, Fahrenergie und Wertverlust. Alle Werte stammen aus dem ADAC Profi-Autokostenrechner und beziehen sich auf fünf Jahre Nutzung und eine Laufleistung von insgesamt 75.000 km. Da die Ausgaben für Fahrenergie bei einigen Modellen einen großen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen, spielen die durch den Iran-Krieg gestiegenen Preise für Super und Diesel durchaus eine Rolle. Pro Liter Super E5 rechnen wir mit 2,17 Euro, bei Diesel mit 2,26 Euro. Beides entspricht dem bundesweiten Durchschnitt im April 2026. Für Strom setzen wir 30 Cent pro Kilowattstunde an, was dem Laden an der heimischen Wallbox entspricht. Mit einer eigenen PV-Anlage sinkt der Preis, an öffentlichen Ladesäulen müssen Sie hingegen mit höheren Ausgaben rechnen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kaufpreis und Unterhalt im Vergleich: Die günstigsten Autos in Deutschland“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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KI-Bots als Täter-Software: Wenn Algorithmen Kindesmissbrauch simulieren


Die Versprechen Künstlicher Intelligenz klingen nach Fortschritt: effizientere Arbeitsabläufe, Hilfe bei der Kreation oder empathische digitale Assistenten. Doch abseits der bekannten Pfade von ChatGPT & Co. hat sich eine Schattenwelt etabliert, in der generative Sprachmodelle für besonders verstörende Zwecke missbraucht werden: Eine Recherche der Süddeutschen Zeitung wirft ein Schlaglicht auf Plattformen, auf denen KI-generierte Kinder-Charaktere gezielt erstellt werden, um virtuelle Missbrauchsszenarien zu simulieren.

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Ein Beispiel, auf das die Reporter gestoßen sind, ist die Figur „Karin“. Dabei handelt es sich um ein fiktives 13-jähriges, obdachloses Mädchen, dessen Profil anhand vieler Details auf Hilflosigkeit und sexuelle Verfügbarkeit programmiert wurde.

Dieses Phänomen ist laut dem Bericht kein Nischenprodukt des Darknets. Vielmehr findet es auf frei zugänglichen Diensten für KI-Charaktere wie Chub AI statt. Dort sind keine technischen Hürden oder Altersprüfungen vorgeschaltet, was den Zugang zu solchen Inhalten sehr einfach macht. Die Interaktion mit den Bots folgt einer perfiden Logik: Die KI ist darauf trainiert, dem Nutzer zu gefallen und das Gespräch aktiv in Richtung sexualisierter Gewalt zu lenken. Allein mit dem Charakter „Karin“ wurden bereits fast 17.000 Chats geführt. Die Community findet das offenbar gut, worauf eine erschreckend hohe Zahl an positiven Bewertungen hindeutet.

Hinter solchen Angeboten steht offenbar ein Geschäftsmodell, bei dem Gewalt an Kindern schon ins Design eingebaut ist. Chub AI & Co. setzen auf nutzergenerierte Inhalte: Je mehr Charaktere erstellt werden, desto höher steigen die Interaktionsraten, die Datenmengen und die Reichweite. Die Betreiber bieten die Werkzeuge an, die Nutzer liefern die Inhalte. Das System unterstützt dabei sogar die gezielte Suche nach Missbrauchsdarstellungen durch eindeute Schlagworte, welche sexualisierte Gewalt gegen Kinder beschreiben.

Wettbewerber wie Character AI versuchen, durch Inhaltsfilter und Moderation gegenzusteuern. Sie wollen nicht anonym agieren und ihre Marke schützen. Auf Plattformen wie Chub AI bleibt die Kontrolle dagegen oft eine Sisyphusarbeit. Einmal gelöschte Bots tauchen durch Forks – das Kopieren und Abändern bestehender Charaktere – innerhalb kurzer Zeit in mehrfacher Ausführung wieder auf. Das führt dazu, dass Aufsichtsbehörden etwa in Australien solche Services als hohes Risiko für Kinder einstufen.

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Die Dringlichkeit des Problems unterstreichen aktuelle Zahlen der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM). Ihr Jahresbericht 2025 verzeichnete mit 28.598 Meldungen die zweithöchste Anzahl an Hinweisen seit Gründung der Beschwerdestelle. Dabei hat sich die Darstellung sexuellen Missbrauchs von Kindern (CSAM) mit 58 Prozent der begründeten Fälle zur größten Kategorie entwickelt. Ein signifikanter Teil dieser Meldungen – rund 19 Prozent – entfällt mittlerweile auf virtuelle Darbietungen. Dabei nehmen KI-generierte Inhalte stetig zu.

Laut FSM verschwimmen hier die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, was den Jugendschutz vor völlig neue Herausforderungen stelle. Dennoch bleibe die rechtliche Einordnung in Deutschland unmissverständlich: Auch virtuelle, mittels KI erstellte Darstellungen seien unzulässig und strafbar.

Die rechtliche Einordnung dieser virtuellen Gewalt gestaltet sich dennoch komplex. Das Bundeskriminalamt (BKA) stellt zwar klar, dass es für die strafrechtliche Bewertung in Deutschland unerheblich sei, ob es sich um reale oder KI-generierte Darstellungen handele. Beide würden vom Begriff der Kinderpornografie erfasst. Doch es gibt Unterschiede in der Handhabung von Bild- und Textmaterial. Während der Besitz von missbräuchlichen Bildern strafbar ist, gilt dies für rein textbasierte Beschreibungen („Fiktivpornographie“) bisher nicht. Hier ist nur das öffentliche Zugänglichmachen oder Verbreiten sanktioniert.

Eine Gesetzesverschärfung ist auf dem Weg. Bis Juni 2027 muss Deutschland eine EU-Richtlinie umsetzen, die das Erstellen und Verbreiten KI-generierter sexualisierter Inhalte explizit unter Strafe stellt. Ferner einigten sich die EU-Gesetzgeber vor wenigen Tagen auf ein Verbot von KI-Anwendungen, die sexualisierte Deepfakes produzieren („Nudifier-Apps“). Ob diese Vorgaben auch rein fiktive Text-Charaktere wie „Karin“ voll erfassen, ist noch unklar.

Auf Anfragen reagieren Betreiber oft ausweichend oder mit regionalen Zugriffssperren, wie sie Chub AI im Fall von „Karin“ nach der journalistischen Konfrontation für Deutschland umgesetzt hat. In anderen Ländern bleibt der Zugriff auf solche Bots weiterhin bestehen, da die globalen Plattformen oft unter unklarem Firmensitz oder US-Recht agieren. So geht der Wettlauf zwischen den Möglichkeiten der KI-Entwicklung und der staatlichen Fähigkeit, wirksame Leitplanken gegen digitalen Missbrauch einzuziehen, vorerst weiter.


(nen)



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iX-Workshop: Cloud Security Masterclass – Angriff und Verteidigung in AWS


Häufig sind es Fehlkonfigurationen, die Angreifern den Zugriff auf Cloud-Umgebungen wie Amazon Web Services (AWS) erleichtern. Entwicklungsfehler, unzureichende Härtung sowie Standardeinstellungen, die eher auf Funktionalität als auf Sicherheit ausgelegt sind, erhöhen das Risiko, dass Anwendungen, Ressourcen und Identitäten kompromittiert werden.

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In dem Workshop Angriffe auf und Absicherung von Amazon Web Services (AWS) lernen Sie typische Angriffstechniken in Cloud-Umgebungen kennen und verstehen, wie Angreifer vorgehen, um AWS-Identitäten und -Ressourcen zu kompromittieren. Darauf aufbauend erfahren Sie, mit welchen Sicherheitsmaßnahmen Sie Ihre AWS-Umgebung gezielt härten und potenzielle Angriffe frühzeitig erkennen und abwehren können.

Im Fokus stehen dabei reale Angriffsszenarien und passende Gegenmaßnahmen. Sie beschäftigen sich unter anderem mit Methoden zur unautorisierten Informationsbeschaffung, der initialen Kompromittierung von AWS-Identitäten sowie der Privilegieneskalation innerhalb von Cloud-Umgebungen. Zudem lernen Sie, Angriffspfade zwischen lokalen IT-Umgebungen und der AWS-Cloud zu analysieren und sicherheitsrelevante Zusammenhänge zu verstehen.

Beim Aufspüren von Fehlkonfigurationen erfahren Sie, wie Sie diese gezielt beheben und zentrale Sicherheitsfunktionen in AWS aktiv aktivieren und korrekt einsetzen. Sie lernen den praktischen Umgang mit CloudTrail, CloudWatch und GuardDuty, um Sicherheitsereignisse zu analysieren, zu bewerten und auf Vorfälle angemessen zu reagieren.

Sie profitieren von der direkten Anleitung durch Ihren Trainer Frank Ully, erfahrenem Pentester und Principal Consultant Cybersecurity bei der Corporate Trust Business Risk & Crisis Management GmbH in München.

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Er verfügt über umfangreiche Erfahrung aus realen Sicherheitsanalysen und Penetrationstests in Cloud-Umgebungen und zeigt im Workshop, wie Angriffe in AWS tatsächlich ablaufen, welche Fehlkonfigurationen besonders kritisch sind und wie sich diese in der Praxis wirksam absichern lassen.

Der Workshop richtet sich an Administratoren, IT-Sicherheitsverantwortliche und Security-Fachleute, die AWS-Umgebungen sicher betreiben und sich intensiv mit Angriffsszenarien und Schutzmaßnahmen in der Cloud auseinandersetzen möchten.


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(ilk)



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