Künstliche Intelligenz
Volumetrische Videos nehmen eine wichtige Hürde auf dem Weg zum Mainstream
Volumetrische Videos zeigen Menschen und Objekte als dreidimensionale Körper, die sich aus frei wählbaren Perspektiven betrachten lassen. Dank Fortschritten bei der Optimierung und Übertragung von dynamischen Gaussian Splats lassen sie sich nun in guter Qualität auf mobile Geräte und sogar auf autarken VR-Brillen streamen, eine ausreichend schnelle und stabile Internetverbindung vorausgesetzt.
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Das Start-up Gracia AI gehört zu den Vorreitern dieser Technologie und hat diesen Monat drei Demos veröffentlicht, anhand derer man das Streaming dynamischer Gaussian Splats ausprobieren kann. Dynamisch bedeutet hier, dass die Gaussian Splats eine zeitliche Abfolge und Bewegung abbilden und nicht nur eine Momentaufnahme.
Gaussian Splatting ist ein Verfahren zur 3D-Rekonstruktion und -Darstellung. Als Darstellungsansatz unterscheidet es sich grundlegend von klassischer 3D-Grafik. Statt Objekte aus Netzen verbundener Polygone, meist Dreiecken, aufzubauen, wird eine Szene als dichte Ansammlung kleiner, räumlich ausgedehnter Punkte beschrieben. Diese sogenannten Splats („Kleckse“) tragen jeweils Informationen wie Position, Größe, Ausrichtung, Farbe und Transparenz. In verdichteter Form ergeben diese visuellen Atome äußerst real wirkende Menschen, Objekte und Umgebungen.
Der Ansatz spielt seine Stärken vor allem bei komplexen und feinen Strukturen aus: Haare, Rauch oder andere schwer zu modellierende Formen lassen sich so deutlich natürlicher erfassen. Gleichzeitig entstehen weichere Übergänge und insgesamt stimmigere Bildeindrücke, die mit klassischen Polygonnetzen oft nur mit erheblichem Zusatzaufwand zu erreichen sind.
Gaussian Splatting war ursprünglich vor allem ein Verfahren zur 3D-Rekonstruktion der realen Welt. Statische Motive lassen sich mit handelsüblichen Kameras, etwa von Smartphones, vergleichsweise schnell und unkompliziert erfassen. Im Vergleich zu anderen Digitalisierungsverfahren wie Photogrammetrie und NeRFs sind die resultierenden Darstellungen deutlich effizienter und lassen sich inzwischen auch auf mobilen Geräten in Echtzeit rendern.
Inzwischen löst sich Gaussian Splatting zunehmend aus dem ursprünglichen Rekonstruktionskontext. Neben der KI-gestützten Generierung von 3D-Umgebungen (Googles Project Genie) und Anwendungen wie immersiver Telepräsenz (Apples verbesserte Personas) wird die Technik auch in der Filmproduktion und künftig wohl auch in der Spieleentwicklung eingesetzt.
Die Beispiele demonstrieren drei typische Anwendungsszenarien aus Unterhaltung, Handwerk und Medizin: eine vierminütige musikalische Performance sowie kurze Ausschnitte aus einer Rennrad-Reparaturanleitung und einer Physiotherapie-Sitzung. Für die korrekte Wiedergabe wird ein WebGPU-fähiger Browser wie Google Chrome benötigt. Die volumetrischen Videos starten ohne Vorinstallation einer App oder lange Pufferzeiten und ermöglichen es Nutzern, die Szenen aus beliebigen Blickwinkeln zu betrachten sowie heran- und herauszuzoomen.
In einer VR-Brille steigt der Mehrwert der volumetrischen Videos: Die Menschen und Objekte erscheinen im eigenen Wohnzimmer und entfalten eine physische Präsenz. Position und Größe lassen sich per Handbewegung anpassen: von riesig über lebensgroß bis zur Miniatur auf dem Tisch. Wir haben die Funktion im WebXR-fähigen Browser der Meta Quest 3 ausprobiert. Auch auf Apple Vision Pro funktioniert das Streaming, allerdings ohne Passthrough-Ansicht, da Apple diese Funktion für WebXR bislang nicht freigegeben hat.
Wie streamt man dynamische Gaussian Splats?
Das Streaming dynamischer Gaussian Splats im Browser ist keine völlig neue Entwicklung: Das chinesische Start-up 4DV hat entsprechende Ansätze bereits 2025 demonstriert. Allerdings überfordern deren Szenen noch manche Geräte.
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Gracia AI empfiehlt für seine Streaming-Technik eine Bandbreite von relativ hohen 80 Mbit/s, was einer Darstellung von 120.000 Splats pro Frame entspricht. Das ist laut CEO Georgii Vysotskii die maximale Bitrate der aktuellen Streaming-Konfiguration. In vielen Fällen genügt jedoch auch weniger Bandbreite, abhängig von der Komplexität der Szene. Entscheidend ist, wie viel Bewegung sie enthält.
Dynamisches Gaussian Splatting unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Videos: Die dargestellten Inhalte bestehen nicht aus vorgerenderten Bildfolgen, sondern aus einer Ansammlung räumlich ausgedehnter 3D-Punkte, die auf dem lokalen Gerät in Echtzeit gerendert werden. Bei der von Gracia AI entwickelten proprietären Streaming-Technik werden keine fertigen Bilder übertragen, sondern Keyframes und Bewegungsdaten dieser 3D-Repräsentation.
Der Vorteil dieses Ansatzes liegt auf der Hand: Statt für jeden Zeitpunkt alle 3D-Punkte zu übertragen, werden nur die Veränderungen zwischen ihnen kodiert. Da sich viele Teile einer Szene über die Zeit hinweg kaum verändern, lässt sich so erheblich Bandbreite sparen. „Im Kern handelt es sich um einen Codec-ähnlichen Ansatz aus der 2D-Videotechnik, übertragen auf Gaussian Splatting“, erklärt Vysotskii. Gegenüber Download-Versionen der volumetrischen Videos ist die Datenrate mehr als zehnmal niedriger, bei nahezu gleicher visueller Qualität.
Die Produktionspipeline des Start-ups erlaubt es, je nach Anwendungsfall und Ausgabegerät unterschiedliche Bitraten und Qualitätsstufen festzulegen, etwa für Streaming oder Download sowie für mobile Geräte oder leistungsstärkere stationäre Rechner, die mehr Splats gleichzeitig rendern können. Speziell für das Streaming hat das Start-up auch eine Konfiguration mit 17 Mbit/s oder 15.000 dargestellten Splats pro Frame getestet, die sich für volumetrische Aufnahmen mit wenig Bewegung eignet. Diese Bitrate liegt im Bereich typischen 4K-Videostreamings.
Gaussian Splats: Von lokaler Berechnung zum gestreamten Medium
Volumetrische Videos gelten seit Langem als ein Kernversprechen immersiver Technologien. Mit ihnen verbindet sich die Vision, dass Aufnahmen von Menschen, Objekten und Szenen nicht mehr auf Bildschirme und Leinwände beschränkt sind, sondern als frei im Raum platzierte, greifbar wirkende Hologramme erscheinen.
Ernstzunehmende Versuche in diese Richtung gab es bereits vor rund zehn Jahren, parallel zum Aufkommen der ersten massentauglichen VR-Brillen: Unternehmen wie Microsoft und Intel experimentierten mit volumetrischen Videoformaten und bauten dafür eigene Aufnahmestudios. Auch in Deutschland entstand mit Volucap in Babelsberg früh eine professionelle Infrastruktur für volumetrische Aufnahmen. Obwohl sie technisch beeindruckend waren, scheiterten die Ansätze bislang an hohen Produktionskosten, enormen Datenmengen und fehlenden Verbreitungswegen.
Volumetrische Videos sind keine Videos im klassischen Sinn, da sie nicht aus festen Bildfolgen bestehen, sondern aus dreidimensionalen Inhalten, die in Echtzeit gerendert werden. In diesem Punkte ähneln sie Videospielen.
Die meisten volumetrischen Videos basieren auf Aufnahmen realer Menschen, Objekte und Szenen. Ihre Interaktivität beschränkt sich in der Regel auf die Wahl der Perspektive und Entfernung. Bis jetzt entstanden solche Aufnahmen vorwiegend in spezialisierten Studios, in denen eine Vielzahl Kameras ein Motiv gleichzeitig aus verschiedenen Blickwinkeln erfassen. Für die Verarbeitung und Darstellung dieser Daten gibt es unterschiedliche Ansätze: Der neueste und vielversprechendste ist Gaussian Splatting.
Es gibt statische und dynamische Gaussian Splats, aber nur dynamische Gaussian Splats bilden eine zeitliche Abfolge und Bewegung ab und qualifizieren sich damit als volumetrische Videos. Zur klaren Abgrenzung werden statische Gaussian Splats auch als „3DGS“ und dynamische Gaussian Splats als „4DGS“ bezeichnet (Zeit als vierte Dimension).
Volumetrische Videos, ob auf Basis von Gaussian Splatting oder anderer 3D-Rekonstruktions- und Darstellungsverfahren, unterscheiden sich grundlegend von anderen immersiven Videoformaten, die deutlich weniger Freiheitsgrade bieten, dafür aber auch deutlich leichter herzustellen sind.
Stereoskopische Videos (von Apple auch „Spatial Videos“ genannt) bieten leicht versetzte Perspektiven für beide Augen und erzeugen so einen 3D-Eindruck, sind jedoch auf ein meist rechteckiges Bildformat und eine feste Perspektive beschränkt. Sogenannte 180- und 360-Grad-Videos erweitern zwar das Sichtfeld, ändern jedoch nichts an der festen Perspektive. Ansätze, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz aus Videos neue Blickwinkel berechnen, sind derzeit noch stark eingeschränkt, da sie fehlende Bildinformationen „erfinden“ müssen. Volumetrische Videos gelten damit als die mächtigste Form immersiver Videoformate, sind jedoch nach wie vor aufwendig in der Produktion.
Künftig dürften volumetrische Videos vermehrt synthetisch entstehen, etwa durch KI-Generierung. Dabei könnten die Grenzen zwischen volumetrischem Video, interaktiven Formaten und Videospielen zunehmend verschwimmen.
Gaussian Splatting löst einige dieser Probleme. Zum einen senkt die Technik die Kosten der Erfassung deutlich. Laut Vysotskii sinkt die Zahl der benötigten Kameras stetig. Zudem seien hochwertige Aufnahmen zunehmend mit vergleichsweise günstigen Smartphone-Kameras oder GoPros möglich. Zum anderen verlagere sich die Produktion von professionellen Volumetrie-Studios mit Dutzenden Kameras hin zu portablen Kamerarigs, die ein kleineres Sichtfeld erfassen. In solchen Fällen reichen laut Vysotskii zehn iPhones.
Auch in puncto Technik und Erfassungsqualität hat sich das Verfahren deutlich weiterentwickelt. „Der Erfassungsprozess ist heute wesentlich weniger restriktiv als noch zu Zeiten klassischer Mesh-Erfassung. Gaussian Splatting ist deutlich flexibler bei der Kameraplatzierung, robuster gegenüber unterschiedlichen Lichtverhältnissen und kommt mit Stoffen erheblich besser zurecht“, sagt der CEO.

Der Geschäftsführer von Gracia AI Georgii Vysotskii.
(Bild: Gracia AI)
Das ist auch der rasanten Entwicklung des Gaussian Splatting in den vergangenen Jahren zu verdanken. Anfangs ließen sich statische Splats nur auf leistungsstarken Rechnern in akzeptabler Qualität darstellen. Mit fortschreitender Optimierung wurde das Verfahren jedoch effizienter und erreichte schließlich auch mobile Geräte. Parallel dazu entstanden dynamische Gaussian Splats, die zunächst ebenfalls hohe Rechenleistung erforderten. Innerhalb kurzer Zeit gelang es jedoch, auch diese bewegten Darstellungen so zu beschleunigen, dass sie auf schwächerer Hardware nutzbar wurden. Mit dem Streaming dynamischer Gaussian Splats folgt nun der nächste Schritt: Damit wird aus einer bislang lokal gebundenen Technologie ein erstmals breit zugängliches Medium.
Volumetrische Videos: Viele Hürden bleiben
Trotz dieser Entwicklung stehen volumetrische Videos noch vor zahlreichen Hürden. Die größten sind, dass Produktion und Verarbeitung aufwendig bleiben: Für vollständige 360-Grad-Aufnahmen, wie sie Gracia AI in seinen Demos zeigt, kommen weiterhin 40 bis 60 Kameras gleichzeitig zum Einsatz.
Vysotskii und Mitgründer Andrey Volodin gründeten das Start-up ursprünglich in der Absicht, ein YouTube für volumetrische Videos zu etablieren. Inzwischen sind die Ziele pragmatischer: Im Fokus steht die Entwicklung der Infrastruktur und Werkzeuge, die es Studios ermöglichen, volumetrische Inhalte zu schaffen. Eine eigene Distributionsplattform ist derzeit nicht geplant.
Gracia AI sieht primär zwei kommerzielle Einsatzfelder für die Technik: Bildung und Unterhaltung. In beiden arbeitet es bereits mit Partnern zusammen. Im Bildungsbereich nennt das Unternehmen ein Projekt mit dem Imperial College London, bei dem handwerkliche Abläufe für Trainingszwecke volumetrisch erfasst und für VR- oder Bildschirmnutzung aufbereitet werden. Im Unterhaltungsbereich verweist Gracia auf ein Projekt mit dem Freizeitpark PortAventura, wo volumetrische Inhalte in ein ortsgebundenes VR-Erlebnis für Besucher integriert werden.
Großes Potenzial sieht das Start-up auch in immersiven Sportübertragungen. Für diese arbeitet Gracia AI bereits am nächsten großen Schritt, dem Live-Streaming von dynamischen Gaussian Splats. Eine Ankündigung dazu soll es in Kürze geben.
Ein weiteres, vielversprechendes Einsatzfeld bleibt unerwähnt: Erotik. VR-Inhalte existieren hier bereits in Form von Filmen, Spielen und virtuellen Begegnungen. Volumetrische Videos könnten diesem Bereich eine neue Dimension abgewinnen.
Ob sich volumetrische Videos durchsetzen werden, hängt letztlich von der Verbreitung immersiver Computerbrillen ab. Solange diese keine Alltagsprodukte sind, bleibt auch ihr Nutzen für die breite Öffentlichkeit begrenzt. Gleichwohl zählen Gaussian Splatting und volumetrische Videos zu den derzeit interessantesten Entwicklungen in diesem Bereich.
In der App des Start-ups stehen viele weitere volumetrischen Videos als Download zum Betrachten bereit. Sie ist für Meta Quest, MacOS und Steam verfügbar. Eine App speziell für Apple Vision Pro befindet sich noch in Entwicklung und soll nach aktuellen Plänen im April erscheinen.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Iranische Behörden beschlagnahmen Starlink-Terminals und verhaften Verkäufer
Die iranischen Behörden haben eine Reihe von Personen verhaftet, weil sie Terminals für den Satelliteninternet-Dienst Starlink verkauft haben sollen. Seit Beginn des Angriffs der USA und Israels ist das Internet im Iran praktisch vollständig abgeschaltet.
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Die Behörden haben 139 Starlink-Terminals beschlagnahmt, 46 Personen seien verhaftet worden, berichtet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf die halboffizielle Nachrichtenagentur Iranian Students‘ News Agency (ISNA). Die ersten Verhaftungen gab es laut dem oppositionellen, in London ansässigen Nachrichtensender Iran International bereits Ende vergangener Woche. Im Zuge der Aktion seien auch mehrere Bankkonten von Starlink-Nutzern gesperrt worden.
Das Internet im Iran ist laut dem Internet-Monitoringdienst Netblocks seit über einem Monat weitgehend abgeschaltet. Der Traffic liege bei einem 1 Prozent des üblichen Werts. Auch Netblocks berichtet vom Vorgehen der Behörden gegen Nutzer von Satelliteninternet.
Geschätzt 50.000 Starlink-Terminals im Iran
Nach Schätzungen der Menschenrechtsgruppe Holistic Resilience gibt es im Iran rund 50.000 Starlink-Terminals. Offiziell ist der Satelliteninternet-Dienst nicht zugelassen, die Terminals werden illegal ins Land gebracht und unter der Hand gehandelt. Wer Starlink nutzt, muss mit drastischen Strafen rechnen. Doch der Dienst gehört zu den wenigen Möglichkeiten, Informationen ins Land und aus ihm herauszubringen, gerade in Krisenzeiten wie jetzt im Krieg oder bei den Protesten Anfang des Jahres.
Entsprechend gehen die Behörden dagegen vor. Der Minister für Informations- und Kommunikationstechnologie habe kürzlich weitere Maßnahmen zum Auffinden der Starlinks-Terminals angeordnet, sagte Holistic-Resilience-Geschäftsführer Ahmad Ahmadian Bloomberg. Anfang des Jahres wurde Starlink von den Behörden gezielt gestört.
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(wpl)
Künstliche Intelligenz
Internetsperre im Iran ist jetzt die längste der Weltgeschichte
Es ist ein trauriger Weltrekord: Die iranische Gesellschaft lebt ab heute unter der weltweit längsten Internetsperre, die jemals für einen gesamten Staat verhängt wurde (Stand: Sonntag, 5. April 2026). Heute ist der 37. Tag angebrochen, an dem die Gesellschaft im Iran offline ist und dadurch im Alltag mit massiven Einschränkungen lebt. Internetblockaden auf aller Welt werden von der Organisation Netblocks analysiert, die auch jetzt darauf aufmerksam machte.
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Verhängt hat die Sperre das regierende Mullah-Regime am 28. Februar im Zuge der Angriffe der USA und Israel auf das Land. Die bislang längste Internetsperre der iranischen Geschichte war erst im Januar nach Massenprotesten gegen das Regime in Teheran verhängt worden. Hintergrund waren Massenproteste, die das Regime brutal niederschlug. Medienberichten zufolge gab es rund 30.000 Todesopfer.
Wirtschaft leidet unter der Internetsperre
Während der aktuellen Internetsperre ist für die iranische Bevölkerung nur ein sehr eingeschränktes nationales Netz verfügbar, alles andere nicht, etwa soziale Medien wie Instagram. Das Regime hatte zuvor Ausnahmen von der Internetsperre für Regimetreue bestätigt, um Propagandazwecke sicherzustellen. Kurz vor dem persischen Neujahrsfest wurde der Internetzugang noch weiter eingeschränkt und auch die zuvor funktionierenden Internetfreigaben für Regimetreue weitgehend gestoppt.
Der Online-Handel steht nahezu völlig still, hunderttausende Unternehmen sind nach dpa-Informationen betroffen. Auch die IT-Branche leidet unter der Situation. Laut Netblocks liegt die landesweite Internetkonnektivität bei rund einem Prozent des normalen Niveaus.
Zuvor war es der Sudan, der als Nation am längsten seinen Bürgern das Internet verwehrte: Vom 3. Juni 2019 bis 9. Juli 2019 war der Zugang in dem afrikanischen Land fast vollständig gesperrt, 36 volle Tage vergingen ohne Internetzugang. Hintergrund war ein brutaler Angriff des sudanesischen Militärs und der paramilitärischen Truppe Rapid Support Forces (RSF) auf Demonstrierende in Sudans Hauptstadt Khartum mit mindestens 100 Todesopfern.
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Apple-Aprilscherze: Newton-Holster und ein Lightning-Comeback fürs iPhone 17 Pro
Kaum einer dürfte es nicht mitbekommen haben: Heute ist der 1. April. Und auch unter den Anbietern und Freunden von Apple-Produkten wird fleißig mitgemacht beim Scherztag. Zwei Beispiele stoßen dabei in diesem Jahr besonders hervor: Ein traditionsreicher Computertaschenhersteller, der zum 50. Apple-Geburtstag sehr spezielle Produkte aufgelegt hat, sowie ein bekannter Hardware-Hacker aus der Schweiz, der einen von Apple seit einigen Jahren begrabenen Anschluss reaktiviert, den eigentlich bislang niemand vermisst.
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Lightning vermisst?
Ken Pillonel aus dem französischsprachigen Teil des Alpenlandes sorgte in den letzten Jahren mit nützlichem Zubehör für iPhone und AirPods für Furore: Ihm gelang es, für beide Gerätegattungen USB-C-Nachrüstkits in Form von Hüllen zu schaffen. Dabei reicht es, ein Gerät mit Apples proprietärer Lightning-Schnittstelle einzuschieben, um es dann mit dem Standardport nutzen zu können, nicht nur fürs Aufladen, sondern beim iPhone sogar für Daten.
Zum 1. April kommt nun ein weiteres Projekt hinzu, das laut Pillonels Angaben praktisch zu weit gegangen ist: Er spendierte einem iPhone 17 Pro mittels seiner Hüllenlösung nachträglich einen funktionstüchtigen Lightning-Port. Es sei „teilweise Hack, teilweise Modding und eines der verfluchtesten Dinge, die ich je gebaut habe“, schrieb er. „Be careful what you wish for.“ Das Projekt erfolgte auf Bitten belustigter Fans des Hardware-Hackers. Genau wie bei seiner USB-C-Lösung für ältere iPhones brauchte es ein eigenes Bord. Erschwerend kam hinzu, dass Apple mit der Kamera-Plattform ein komplett neues Design geschaffen hatte, samt MagSafe-Verschiebungen. Der Prototyp wurde rechtzeitig zum 1. April fertig, das Video (siehe unten) ist sehenswert.
Newton immer griffbereit
Waterfield Designs aus San Francisco baut schon seit vielen Jahren Zubehör für Apple-Produkte, etwa passende Rucksäcke und Hüllen. Passend zu Apples Halbjahrhundertgeburtstag (und zum 1. April) bringt die Firma ihre Apple 50th Anniversary Collection auf den Markt.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
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Lightning für das iPhone 17 Pro (Video: Ken Pillonel).
Sie besteht aus drei Produkten: Einem Rucksack für den klassischen Macintosh SE/30 (Preis: 2026 US-Dollar), einem Holster der Ranger-Reihe für den Newton (gleicher Preis) sowie einem „Digital Detox Duffel“ mit Grassbeschichtung, in den man seine Digitalgeräte für die Entwöhnung stecken kann. Besonders hip dürfte der Newton-Holster sein, in den neben dem klassischen MessagePad auch noch ein Notizbuch passen. Leider leider sind alle drei Produkte bereits „ausverkauft“.
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(bsc)
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