Künstliche Intelligenz
Wenn das Handynetz ausfällt: Kommunikation im Notfall per Funk oder Satellit
Das Handy geht nicht mehr und das Festnetz gibt keinen Laut mehr von sich. Aber wie kommuniziert man dann?
Bei einem großen Blackout fallen mit großer Sicherheit auch Festnetztelefone sowie Handys flächendeckend aus. Doch was macht man eigentlich, wenn das Festnetz und das Mobilfunknetz schlichtweg nicht mehr funktionieren? Wie kommuniziert man dann mit seinen Freunden, Nachbarn und Verwandten oder dem sogenannten Helferkreis?
Lösungen wie CB- und Handfunkgeräte oder sogar Satellitentelefone erlauben über kurze wie auch große Entfernungen die Verständigung. Worauf man achten sollte, erklären wir in diesem Ratgeber.
Was ist ein Helferkreis?
Gemeinsam ist man stärker. Tritt eine Krise ein, kommt diese Erkenntnis oft zu spät. Daher ist es sinnvoll, frühzeitig mit Gleichgesinnten in der Umgebung zu sprechen und festzulegen, was im Notfall nötig ist und wer welche Aufgaben übernimmt.
Kommunikation ist dabei ein Faktor, der häufig übersehen wird. Da ist die Krankenhausschwester oder der Pfleger, der weiß, wie Erste Hilfe funktioniert, der Landwirt mit schwerem Gerät und zupackenden Leuten oder diejenige oder derjenige, der kochen, die Kinder hüten oder die Tiere versorgen kann. Wenn diese Leute aber nicht mehr „normal“ kommunizieren können, dann ist guter Rat teuer.
Natürlich kann ein Melder losgeschickt werden, aber das dauert manchmal zu lange. Einfache Funkgeräte kosten nicht viel, funktionieren mit handelsüblichen Batterien oder mit Akkus – warum besorgt man sich so etwas nicht und verteilt die Geräte strategisch in seiner Helfergruppe? Nachteilig sind die geringen Reichweiten im urbanen Gelände, doch es gibt noch weitere Funkstandards.
CB-Funk – das gibt es noch
Viele erinnern sich an die CB-Funker der 1970er- und 1980er-Jahre, die mit großen Antennen auf Autos und Lkws unterwegs waren. Der CB-Funk existiert hierzulande bis heute, die Geräte sind jedoch deutlich kompakter geworden und erinnern teils an frühe Mobiltelefone.
CB-Funk steht für „Citizens Band Radio“ und wird häufig als Jedermannfunk bezeichnet. Auf den offenen Kanälen kann grundsätzlich jeder mit jedem kommunizieren, alle Teilnehmer können mithören. Neben Sprachfunk sind auch einfache Formen der Datenübertragung möglich, die jedoch weder in Reichweite noch Geschwindigkeit mit modernen Mobilfunktechniken vergleichbar sind. Für den Einstieg ist der reine Sprachfunk unkompliziert. Es gibt tragbare Handgeräte, stationäre Geräte für den Heimgebrauch sowie fest im Fahrzeug verbaute Funkgeräte.
Eine Reichweitenvergrößerung ist im CB-Funk nicht durch automatische Relaisstationen möglich, da solche nicht zulässig sind. In Notfällen können jedoch andere Funkstationen Funksprüche manuell aufnehmen und weiterleiten, um Hilferufe über größere Entfernungen zu verbreiten.
Alle in Deutschland verwendeten CB-Funkgeräte müssen den geltenden technischen Standards entsprechen. Dies wird durch eine Konformitätserklärung des Herstellers sowie ein CE-Kennzeichen dokumentiert.
CB-Funk ist nicht mit dem Amateurfunkdienst zu verwechseln. Für den Amateurfunk ist ein entsprechendes Funkzeugnis erforderlich, dafür sind deutlich größere Reichweiten bis hin zur weltweiten Kommunikation möglich. Der Sprachgebrauch im CB-Funk orientiert sich teilweise am Amateurfunk, etwa durch die Verwendung von Q-Codes. Viele dieser Abkürzungen und Begriffe sind in einschlägiger Fachliteratur dokumentiert, etwa im Buch von Wolf Siebel: CQ, QRX & Co. Abkürzungen und Codes im Funkverkehr (ISBN-10: 3896320181). In Notsituationen treten formale Regeln jedoch in den Hintergrund.
PMR-Handfunkgeräte
Wem das CB-Funksystem nicht zusagt, kann auf Handfunkgeräte nach dem Standard PMR446 zurückgreifen. PMR steht für „Personal Mobile Radio“ oder „Private Mobile Radio“ und ist eine genehmigungs- und gebührenfreie Jedermann-Funkanwendung.
Die praktische Reichweite liegt im urbanen Umfeld meist bei wenigen Hundert Metern, im freien Gelände sind unter günstigen Bedingungen Entfernungen von bis zu zwei bis drei Kilometern möglich. PMR446 wird sowohl analog als auch digital genutzt. Auch hier gilt: Die Geräte müssen eine Konformitätserklärung besitzen, mit einem CE-Kennzeichen versehen sein und eine Bedienungsanleitung enthalten.
Ein Vorteil von PMR-Handfunkgeräten ist die einfache Gruppenkommunikation. Viele Modelle unterstützen Funktionen wie Rauschsperren, CTCSS/DCS-Codes oder digitale Filter, mit denen sich fremde Funkteilnehmer ausblenden lassen. Eine echte Prüfung, ob ein Kanal tatsächlich frei ist, ist jedoch nur bei digitalen Verfahren zuverlässig möglich. Wie bei allen Funksystemen empfiehlt es sich, sich vor dem Ernstfall mit der Bedienung der Geräte vertraut zu machen.
Neben PMR446 existiert in Deutschland mit Freenet eine weitere genehmigungsfreie Funkanwendung. Freenet arbeitet im Frequenzbereich von 149,021875 bis 149,115625 MHz und stellt sechs analoge sowie zusätzliche digitale Kanäle bereit. Die erlaubte Sendeleistung beträgt grundsätzlich 1 Watt. Lediglich in einem zehn Kilometer breiten Streifen entlang der Grenzen zu Polen und Belgien ist sie auf 0,5 Watt begrenzt.
Freenet eignet sich für die lokale Kommunikation im Nahbereich. Reichweiten von etwa ein bis zwei Kilometern sind realistisch, von erhöhten oder exponierten Standorten aus sind auch größere Entfernungen möglich. Einen guten Startpunkt bietet die Website Funkfieber.com und der angeschlossene Youtube-Kanal.
Amateurfunk – wirklich nur im Notfall nutzen
In extremen Ausnahmesituationen kann theoretisch § 34 StGB („rechtfertigender Notstand“) greifen, wenn der unerlaubte Betrieb eines Funkgeräts das einzige verfügbare Mittel zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben darstellt. Eine solche Nutzung ist jedoch rechtlich eng begrenzt und stellt keine allgemeine Erlaubnis dar.
In der Praxis sollte der Amateurfunk daher ausgebildeten Funkamateuren vorbehalten bleiben. Diese können im Katastrophenfall mit ihrer Erfahrung, geeigneter Technik und Kenntnis der Betriebsverfahren Rettungskräfte und Hilfsorganisationen effektiv unterstützen.
Satellitenkommunikation – wenn es ganz weit gehen muss
Bei den bisher genannten Anwendungen zeigt sich ein zentrales Problem: die begrenzte Reichweite. Zwar ist es im Alltag selbstverständlich, mit dem Telefon große Distanzen zu überbrücken. In einer Notlage innerhalb Deutschlands steht das meist nicht im Vordergrund – dennoch kann der Kontakt zu weit entfernten Angehörigen wichtig sein. Dafür eignen sich Satellitentelefone.
Kommunikation ist allerdings nur möglich, wenn das Gegenüber ebenfalls ein Satellitentelefon nutzt oder sich in einem Gebiet mit funktionsfähigem Festnetz- oder Mobilfunkanschluss befindet. Viele Geräte bieten zudem eine SOS-Taste, über die Standortdaten und eine Textnachricht an eine internationale Notrufzentrale gesendet werden, die anschließend Hilfe koordiniert.
Es ist nicht zwingend erforderlich, ein teureres Satellitentelefon zu kaufen. Apple bietet seit dem iPhone 14 einen eigenen Satellitendienst an. Käufer unterstützter iPhones können den Service zunächst für zwei Jahre kostenlos nutzen. Der Dienst ist inzwischen in zahlreichen Ländern verfügbar, darunter ganz Westeuropa sowie Deutschland, Österreich und die Schweiz.
In Gebieten ohne Mobilfunkempfang können iPhone-Nutzer darüber Notrufe per Satellit absetzen und Rettungsleitstellen per Textnachricht kontaktieren. Zudem lässt sich der eigene Standort manuell über die Satellitenverbindung an Familie und Freunde übermitteln. Sprachtelefonie und allgemeines Messaging per Satellit unterstützt Apple bislang jedoch nicht.
Weitere vollwertige Alternativen gibt es in Deutschland kaum. Mit dem Cat S75 existierte zwar ein Outdoor-Handy mit SOS-Funktion und Kurznachrichten per Satellit, der Hersteller Bullitt Group ist jedoch seit 2024 insolvent.
Der Bullitt Satellite Messenger ist trotz der Insolvenz der Bullitt Group weiterhin nutzbar. Der Satellitenmessaging-Dienst wurde Anfang 2024 aus dem insolventen Unternehmen ausgegliedert und wird seither von RCD 2023 Limited betrieben. Nach Angaben des Betreibers laufen Dienst und bestehende Abonnements unverändert weiter. Unterstützt werden unter anderem das Cat S75 sowie der Motorola Defy Satellite Link, die über das Satellitennetz von Skylo Textnachrichten und SOS-Funktionen ermöglichen. Wie sich das Angebot langfristig entwickelt, bleibt offen, da RCD 2023 Limited selbst keine Endgeräte anbietet und der Dienst von der weiteren Unterstützung kompatibler Hardware abhängt.
Das Samsung Galaxy S25 Ultra unterstützt Satellitenkommunikation zwar theoretisch, die Funktion ist hierzulande bislang nicht verfügbar. Das Google Pixel 9 bietet ebenfalls Satelliten-SOS und -Messaging. Entsprechende Dienste werden seit Ende 2025 in Deutschland gemeinsam mit der Telekom schrittweise erprobt, sind aber bisher nicht flächendeckend verfügbar.
Eine Nachrüstlösung ist der Motorola Defy Satellite Link ab knapp 100 Euro. Dieser nutzt ebenfalls das Bullitt Satellite Messenger. Per USB-C schließt man ihn wie einen Dongle an das Smartphone. Das Gerät selbst hat kein eigenes Display und kommuniziert über eine App von Bullitt, die per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist.
Der Defy Satellite Link ist mit GPS ausgestattet. Es kann also auch ohne Smartphone genutzt werden. Ein mehrsekündiges Drücken der SOS-Taste löst ein Notsignal aus. Das Gerät ist leicht und kompakt und bietet eine IP68-Zertifizierung für Staub- und Wasserschutz.
Die Satellitenverbindung des Defy Satellite Link funktioniert nur zuverlässig in offenen Gebieten bei freiem Himmel. Der Aufbau kann in dichtem Wald oder Schluchten länger dauern. Die Bullitt-App ermöglicht Konfiguration und Messaging über Mobilfunk, WLAN oder Satellitenverbindung, weist jedoch Schwächen wie Übersetzungsfehler und Funktionseinschränkungen auf.
Insgesamt bietet der Motorola Defy Satellite Link eine solide Einstiegslösung in die satellitengestützte Nachrichtenkommunikation, insbesondere in offenen Gebieten mit freier Sicht zum Himmel. Der Gerätepreis ist konkurrenzfähig, und beim Bundle ist ein Basis-Tarif inklusive SOS-Funktion für ein Jahr im Kaufpreis enthalten. Nach Ablauf dieses Zeitraums fallen laufende Kosten an, deren Höhe vom gewählten Tarif abhängt. Die Preise beginnen bei rund 5 Euro pro Monat für 30 Nachrichten und reichen – je nach Tarifstufe – bis zu etwa 30 Euro pro Monat für 400 Nachrichten.
Der Defy Satellite Link ist damit vor allem für Outdoor-Aktivitäten geeignet, bei denen gelegentlich Textnachrichten oder Notrufe per Satellit benötigt werden, nicht jedoch als vollwertiger Ersatz für ein Satellitentelefon. Weitere Erfahrungen mit dem Gerät schildern die Kollegen von Mac & i.
Alternativ gibt es GPS-Navigationsgeräte mit Satellitenfunktion wie das Garmin Inreach Mini 2 für 289 Euro. Es kann zwar nicht telefonieren, aber über das Iridium-Netzwerk Kurznachrichten verschicken, einen Notruf absetzen und den Standort übermitteln. Neben dem Gerätepreis fallen allerdings je nach Tarif monatliche Gebühren von 15 bis 20 Euro für den Iridium-Dienst an. Jahresverträge sind 20 Prozent günstiger. Auch Wettervorhersagen für die aktuelle Position oder für andere Wegpunkte oder Ziele der Route können angefordert werden.
Echte Satellitentelefone sind kostenintensiv und bewegen sich im vierstelligen Bereich. Das Iridium 9575 sowie 9555 kann sich mit dem internationalen Zentrum für Nothilfe-Koordination IERCC verbinden, das dann Helfer vor Ort versucht zu kontaktieren. Es gibt sowohl Prepaid als auch Vertrags-SIM-Karten. Beim Prepaid-Modell hat das Guthaben eine zeitliche Begrenzung.
Das Inmarsat Isatphone 2 ist zwar etwas größer als die Iridium-Modelle, enthält aber eine kostenlose Prepaid-SIM-Karte. Wie schnell Gespräche aufgebaut werden, hängt vom Standort des Nutzers ab. Das Isatphone 2 ist stoß-, staub- und spritzwassergeschützt. Damit lassen sich Telefonate, aber auch Textnachrichten und E-Mails versenden. Auch hier darf eine SOS-Funktion nicht fehlen. Derzeit ist das Gerät leider vergriffen.
Internet aus dem All
Starlink ist ein Satelliten-Internetdienst von SpaceX, der auf tausenden Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn basiert. Anders als klassische geostationäre Systeme kreisen diese in einer Höhe von etwa 550 km, was geringere Latenzen und höhere Datenraten ermöglicht. Die Satelliten sind untereinander vernetzt und kommunizieren mit Bodenstationen sowie den Endgeräten der Nutzer.
Für die Nutzung benötigen Privatkunden ein Starlink-Terminal mit elektronisch gesteuerter Antenne und Router. Das System richtet sich automatisch aus und verbindet sich mit verfügbaren Satelliten, sofern freie Sicht zum Himmel besteht. Die Installation ist vergleichsweise einfach, setzt jedoch einen geeigneten Standort etwa auf dem Dach, Balkon oder im Garten voraus.
In Deutschland ist Starlink regulär verfügbar und richtet sich primär an Haushalte ohne leistungsfähigen Festnetz- oder Mobilfunkanschluss. Angeboten werden stationäre und mobile Tarife gegen monatliche Gebühr. Als Ersatz für klassische Satellitentelefone oder für einfache Notfallkommunikation eignet sich Starlink jedoch nicht, sondern primär als breitbandiger Internetzugang in unterversorgten Regionen.
Muss es immer Zwei-Wege-Kommunikation sein?
Hoffentlich ist in vielen Fällen gar keine sofortige Hilfe von außen erforderlich. Menschen wollen am Beispiel eines Stromausfalls erst einmal wissen, was überhaupt vorgefallen ist, wie sie sich verhalten sollten und wann der Strom wieder da sein wird. Auch hier ist guter Rat teuer, wenn man sich aufs Internet verlässt, denn Mobilfunkstationen haben nur begrenzte Notstromversorgungen und die Netze dürften zudem schnell überlastet sein, wenn tausende Nutzer versuchen, sich einzuwählen.
Nachdem in unserem Szenario der Strom ausgefallen ist, hilft der Fernseher auch nicht weiter. Die Lösung sind Radios mit Batteriebetrieb oder gar sogenannte Kurbelradios mit eingebautem Akku und Dynamo und der namensgebenden Kurbel zur Stromerzeugung. Welche Geräte zu empfehlen sind, zeigt unsere Top 10: Das beste Kurbelradio im Test – Rundfunkempfang bei Stromausfall.
Weltempfänger sind in der Anschaffung meist teurer, unterstützen dafür aber Mittelwelle, UKW und Kurzwelle, teils auch Langwelle. Sie erlauben den Empfang nationaler und internationaler Programme. Gespeicherte Sender oder eine Frequenzübersicht helfen bei der Orientierung im breiten Senderangebot.
Fazit
Bricht das Mobilfunk- oder Festnetz zusammen, können klassische Funkgeräte im Notfall weiterhin Kommunikation ermöglichen. Geeignet sind Handgeräte für PMR- und CB-Funk sowie stationäre Geräte für den Amateurfunk. In Deutschland unterliegen diese Funkdienste jedoch technischen und rechtlichen Vorgaben, zudem gelten feste Regeln für den Sprachverkehr. So bleibt im Krisenfall zumindest die Sprachkommunikation mit dem sogenannten Helferkreis möglich – um den man sich aber beizeiten selbst kümmern muss.
Die Reichweite von Handfunkgeräten ist im städtischen Umfeld größtenteils auf wenige hundert Meter begrenzt. Größere Entfernungen lassen sich mit CB- oder Amateurfunk überbrücken, der – abhängig von Technik und Standort – mehrere Kilometer Reichweite erreichen kann. Für den noch weiterreichenden Amateurfunk ist allerdings ein gültiges Amateurfunkzeugnis erforderlich.
Für überregionale Kommunikation kommen Satellitentelefone infrage, die jedoch hohe Kosten verursachen und ein kompatibles Endgerät auf beiden Seiten voraussetzen. Eine günstigere Notfalllösung ist das Defy Satellite Link von Motorola, das zumindest das Absetzen von Notrufen per Satellit über ein Smartphone ermöglicht. Für den reinen Informationsempfang reicht im Krisenfall oft ein batteriebetriebenes oder per Kurbel geladenes UKW-Radio aus.
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Social Media: Länder fordern strikten Jugendschutz und IP-Speicherung
Die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) hat auf ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstag in Berlin einen Kurswechsel in der digitalen Ordnungspolitik signalisiert. Im Zentrum der Beratungen stand die psychische Gesundheit der jüngsten Nutzergeneration, die nach Ansicht der Länderchefs im digitalen Raum systemischen Risiken ausgesetzt ist. Suchtmechanismen, Desinformation sowie Hass und Hetze nennen sie als zentrale Gefahren, vor denen Kinder und Jugendliche ein Recht auf Schutz haben. Die Politik will dabei vor allem die Betreiber von Social-Media-Plattformen in die Pflicht nehmen, deren wirtschaftliche Interessen künftig hinter dem Kindeswohl zurückstehen müssten.
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Ein Pfeiler der Strategie ist die Einführung „altersgestufter Regelungen für den Zugang zu und die Ausgestaltung von“ Social-Media-Angeboten. Die Regierungschefs unterstreichen dabei aber, dass technische Vorgaben allein nicht ausreichen: Sie müssten zwingend von einer systematischen und flächendeckenden Förderung der Medienkompetenz an Schulen begleitet werden. Ziel ist es, Schüler frühzeitig darauf vorzubereiten, verantwortungsvoll und reflektiert mit digitalen Angeboten umzugehen.
Zwischen Verbot und Verantwortung
Lohnend ist der Vergleich des finalen Beschlusses mit einem weitergehenden Entwurf aus Mecklenburg-Vorpommern, der sich für ein partielles Social-Media-Verbot starkmachte. Diese Initiative, die unter anderem am Widerstand von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) scheiterte, wird in einer Protokollerklärung von elf Bundesländern gestützt. Darunter sind Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.
Dieses Lager plädiert für ein Konzept des „verantwortungsvollen digitalen Erwachsenwerdens“. Es verlangt auf Basis einer verpflichtenden Altersverifikation eine konkrete Altersuntergrenze von 14 Jahren für den Zugang zu Social-Media-Plattformen.
Zudem sieht dieser restriktivere Kurs einer Ländermehrheit vor, dass Plattformen für Jugendliche bis 16 Jahre verpflichtend altersgerecht ausgestaltet sein müssen, um deren besonderem Schutzbedürfnis Rechnung zu tragen. Weiterer, in der Protokollerklärung nicht aufgegriffener Punkt des Entwurfs aus Schwerin war die Regulierung algorithmischer Empfehlungssysteme: Diese sollten für Nutzer ab 16 Jahren nur noch nach einer bewussten Entscheidung im Sinne eines Opt-in-Modells zulässig sein. Die Länder streben hier nun vorrangig eine Lösung auf EU-Ebene an, um einheitliche Bedingungen im gesamten Binnenmarkt zu schaffen.
Die grundsätzliche Linie der Länder findet auch in der Bundespolitik Widerhall. Auf ihrem Bundesparteitag in Stuttgart beschloss die CDU, dass die Bundesregierung eine gesetzliche Altersgrenze von 14 Jahren für die Nutzung sozialer Netzwerke einführen soll. Für 14- bis 16-Jährige müssten spezielle, eingeschränkte Jugendversionen der Dienste bereitgestellt werden. Ein Impulspapier der SPD sieht nahezu identische Altersabstufungen vor. Zur technischen Umsetzung der notwendigen Identitätsprüfung hoffen die Sozialdemokraten auf die EUDI-Wallet, was besonders problematisch wäre.
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Vorratsdatenspeicherung soll rasch kommen
Gegen die Pläne regt sich Widerstand: Tech-Verbände, Kinder- und Bürgerrechtler bezweifeln die Wirksamkeit eines pauschalen Banns. Sie warnen vor einer digitalen Ausgrenzung und der Entstehung unkontrollierter Schattenräume. Die Verfasser einer Studie für das EU-Parlament gossen Wasser in den Wein der Regulierer: Sie kamen zum Schluss, dass eine flächendeckende Altersverifikation in einer liberalen Demokratie kaum rechtssicher und praktisch umsetzbar sei. Der Schutz der Privatsphäre kollidiere dabei mit der notwendigen Identifizierung der Nutzer.
Trotz dieser Bedenken fordern die Länder parallel eine Stärkung des strafrechtlichen Kinderschutzes im Netz. Ein heftig umstrittener Punkt ist dabei der Ruf nach einer IP-Adressdatenspeicherung. Die Länderchefs verweisen auf alarmierende Zahlen aus dem Jahr 2025, wonach über 17.000 Hinweise auf Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs im Sande verlaufen seien, weil die Tatverdächtigen angeblich mangels gespeicherter Daten nicht identifiziert werden konnten. Vor diesem Hintergrund begrüßt die MPK den Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vom Dezember, der eine dreimonatige Speicherpflicht vorsieht. Sie drängt auf eine zügige Verabschiedung des Gesetzes.
International bauen die Regierungschefs auf die Einrichtung eines EU-Zentrums zur Prävention und Bekämpfung sexuellen Missbrauchs. Dieses soll effektive Vorschriften zur Durchsetzung von Schutzmaßnahmen gegenüber Online-Unternehmen aufstellen und koordinieren.
(mki)
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Raumluftsensor Air-Q Radon im Test: Radon, VOC und Raumklima im Griff
Der Air-Q Radon misst radioaktives Gas und weitere Luftdaten wie VOC, Temperatur und Luftfeuchte. Wie gut das Gerät im Alltag funktioniert, zeigt der Test.
In Deutschland fordert Radon jährlich mehr Todesopfer als der Straßenverkehr, wobei die Radon-Belastung unterschiedlich verteilt ist. Das unsichtbare, radioaktive Gas entweicht aus dem Boden oder Baumaterialien und kann sich in Innenräumen anreichern, was langfristig das Lungenkrebsrisiko erhöht. Das Bundesamt für Strahlenschutz führt über sechs Prozent der Lungenkrebstodesfälle auf zu hohe Radon-Belastung zurück – etwa 2.800 Tote pro Jahr.
Regelmäßiges Lüften hilft, die Belastung zu reduzieren, ebenso wie Luftreiniger. Doch um die tatsächliche Konzentration zu kennen, sind spezielle Messgeräte wie der FT Lab Radon Eye RD200 (Testbericht). Der Radon-Messer überzeugt zwar durch eine zuverlässige und zügige Messung, bietet aber keine Integration in Smart-Home-Systeme, und aus der Ferne kann man die Daten auch nicht abrufen. Letztere Möglichkeiten bieten etwa der Airthings View Plus (Testbericht) oder der Air-Q Radon. Anders als beim Airthings erfolgt die Radon-Messung beim Air-Q aber deutlich zügiger. Während der Airthings pro Stunde einen Radon-Durchschschnittswert ermittelt, liefert der Air-Q Daten innerhalb weniger Sekunden.
Im Test zeigt sich, was der Air-Q Radon neben der reinen Radon-Messung noch leisten kann und wie er sich im Praxiseinsatz schlägt.
Bilder: Air-Q Radon
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Die Air-Q-App überzeugt nicht nur mit einer übersichtlichen Darstellung der gemessenen Sensorwerte, sondern auch mit detaillierten Erläuterungen.
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Die Air-Q-App überzeugt nicht nur mit einer übersichtlichen Darstellung der gemessenen Sensorwerte, sondern auch mit detaillierten Erläuterungen.
Die Air-Q-App überzeugt nicht nur mit einer übersichtlichen Darstellung der gemessenen Sensorwerte, sondern auch mit detaillierten Erläuterungen.
Dank einer Integration für Home Assistant steht der Air-Q Radon auch unter dem beliebten Smart-Home-System für Automatisierungen zur Verfügung. Mittels Dashboards lassen sich Daten bequem auswerten.
Dank einer Integration für Home Assistant steht der Air-Q Radon auch unter dem beliebten Smart-Home-System für Automatisierungen zur Verfügung. Mittels Dashboards lassen sich Daten bequem auswerten.
Dank einer Integration für Home Assistant steht der Air-Q Radon auch unter dem beliebten Smart-Home-System für Automatisierungen zur Verfügung. Mittels Dashboards lassen sich Daten bequem auswerten.
Dank einer Integration für Home Assistant steht der Air-Q Radon auch unter dem beliebten Smart-Home-System für Automatisierungen zur Verfügung. Mittels Dashboards lassen sich Daten bequem auswerten.
Dank einer Integration für Home Assistant steht der Air-Q Radon auch unter dem beliebten Smart-Home-System für Automatisierungen zur Verfügung. Mittels Dashboards lassen sich Daten bequem auswerten.
Design und App
Aufgrund der für die Radon-Messung erforderlichen Messkammer fällt der Air-Q Radon mit den Abmessungen 10,50 × 10,50 × 14,50 cm gegenüber dem Air-Q Pro mit 13,50 × 4,90 × 11,80 cm relativ voluminös aus. Mit Strom wird das Gerät über ein drei Meter langes USB-A-auf-USB-C-Kabel versorgt, wobei der USB-A-Anschluss an das mitgelieferte USB-Netzteil und der USB-C-Stecker mit dem Anschluss an der Unterseite des Geräts verbunden wird.
Wie der Air-Q signalisiert auch der Radon die Luftqualität über zwei LED-Anzeigen an der Vorderseite des Gehäuses. Sie verlaufen senkrecht und erreichen mit neun einzelnen LEDs eine Länge von etwa 6 cm. Was dort signalisiert wird, können Anwender in der Air-Q-App, die auch für Tablets optimiert ist, einstellen. Dabei stehen die errechneten Indexe für Gesundheit, Schimmelfrei und Leistung wie auch Einzelwerte wie Radon oder Feuchtigkeit zur Auswahl. Die Air-Q-App erläutert, was das Leuchten der einzelnen LEDs bedeutet. Hat man Radon eingestellt, leuchten sämtliche LEDs in hellgrün, wenn die Radonkonzentration weniger als 30 Bq/m³ beträgt. Sind alle LEDs rot, entspricht dies einer Radonkonzentration von 560 Bq/m³. Die Zwischenabstufung in Orange zeigt 30 BQ/m³ je LED an. Man sieht also auf den ersten Blick, ohne die App bemühen zu müssen, wie gut die aktuelle Raumluftqualität ist.
Die Air-Q-App zeigt die Werte der einzelnen Sensoren in übersichtlichen Grafiken an. Wer eine Auswertung am Desktop wünscht, kann dies über die Registrierung des Geräts in der Air-Q-Cloud, die man in den Cloud-Einstellungen der App aktiviert, realisieren. Damit gelingt auch eine Fernabfrage des Geräts. Unter my.air-q.com kann man nach der Registrierung die Werte des Air-Q Radon auch am Desktop abrufen.
Der Air-Q Radon bietet auch eine Push-Funktion, die man in der App aktivieren kann. Dann erhält man entsprechende Warnmeldungen, wenn Grenzwerte überschritten werden.
Wie genau sind die Messwerte?
Die vom Air-Q ermittelten Werte haben wir mit anderen Raumluftsensoren wie dem FT Lab Radon Eye RD200 (Testbericht), Airthings View Plus (Testbericht) verglichen. Dabei zeigt sich, dass Radon Eye RD200 und Air-Q-Radon eine ähnlich hohe Radonkonzentration erfassen, der Air-Q-Radon aber bereits nach knapp zwei Sekunden auf veränderte Werte reagiert, während der Radon Eye RD200 diese erst nach 10 Minuten liefert. Am langsamsten geht der Airthings View Plus zu Werke, der nur stündlich Durchschnittswerte anzeigt. Zudem liegen diese etwas unterhalb der von Radon Eye RD200 und Air-Q Radon ermittelten Radonkonzentration.
Die Werte der anderen Sensoren wie Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck entsprechen in etwa denen, die wir auch beim Airthings View Plus oder anderen Raumluftsensoren wie Awair Element (Testbericht) erhalten. Außerdem lassen sich die Sensoren auch kalibrieren, sodass man diese mit anderen Messgeräten abgleichen kann.
Wie gut ist die Smart-Home-Integration?
Unter Home Assistant steht eine Integration für den Air-Q Radon zur Verfügung, sodass man die Werte des Geräts auch für Automatisierungen nutzen kann. Auch lassen sich damit Benachrichtigungen auch in Form von E-Mails versenden und nicht nur Push-Nachrichten, wie sie die Air-Q-App bereitstellt.
Eine Auswertung der Daten kann standardmäßig mit der in Home Assistant integrierten Historien-Funktion erfolgen. Alternativ bieten sich auch interaktive Dashboards, etwa auf Basis von Plotly Graph Card.
Neben Home Assistant unterstützt der Air-Q Radon auch eine einfache Einbindung in Homey Pro und Iobroker. Etwas schwieriger ist der Anschluss an Homematic. Eine Unterstützung für Matter ist angekündigt, steht aber noch nicht zur Verfügung.
Preis
Der Air-Q Radon kostet in der Standardausführung mit fünf Sensoren für Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck 369 Euro. Dieses Modell kann nicht mit zusätzlichen Sensoren erweitert werden. Wer mehr Sensoren benötigt, greift zum Air-Q Radon Science, der in der Grundausstattung 500 Euro kostet und mit bis zu elf Sensoren (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße) für 659 Euro angeboten wird. Die Science-Varianten richten sich an Wissenschaftler und Entwickler, die über die lokale API das Gerät für ihre Bedürfnisse konfigurieren können. Eine entsprechende Dokumentation steht auf parat.
Die folgende Tabelle zeigt alle Air-Q-Varianten.
Fazit
Ein Radon-Messgerät ist angesichts der großen Gesundheitsgefahren eine sinnvolle Investition. Allerdings kommt es darauf an, wo man wohnt. Die Karte des Bundesamtes für Strahlenschutz bietet einen detaillierten Überblick. Wohnt man in einem der stark belasteten Gebiete, ist der Air-Q Radon ein nützlicher Begleiter. Gegenüber dem Mitbewerb zeichnet sich das von der Corant GmbH aus Leipzig entwickelte Gerät durch eine Radon-Messung innerhalb von wenigen Sekunden aus, während andere Geräte dafür 10 Minuten oder eine Stunde benötigen. So kann man auf einen Anstieg der Radonkonzentration schneller reagieren. Zudem bietet es eine offene Architektur und unterstützt zahlreiche Smart-Home-Plattformen wie Home Assistant, sodass man den Air-Q Radon, der in der Standardausführung für 369 Euro Euro erhältlich ist, auch für Automatisierungen und zur bequemen Datenauswertung ganz ohne Cloud am Desktop nutzen kann.
Künstliche Intelligenz
„Spaßig und freundlich“: Warum das MacBook Neo so heißt wie es heißt
Apples erster neuer Mac seit dem Mac Studio führt ein neues Namensschema ein: Nach MacBook Pro, MacBook Air und dem MacBook ohne Bezeichnung (eingestellt 2019) kommt nun das MacBook Neo. Doch was hat sich Apple bei dem ungewöhnlichen Namen gedacht? Einen kleinen Einblick in die Denkweise gab jetzt eine Marketingdirektorin des Konzerns. Im Rahmen der Londoner „Special Apple Experience“ teilte Colleen Novielli, Director Mac Product Marketing, mit, es sei dem Konzern darum gegangen, etwas zu schaffen, das sich „spaßig und freundlich und frisch“ anfühlt. Dies passe genau zum Geist dieses Produkts, sagte Novielli gegenüber Techradar.
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iPhone Neo, iPad Neo
Neo kommt vom griechischen Wort „Neos“ und heißt so viel wie „neu, jung“ oder „kürzlich“. Es wird seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem als Wortanhang verwendet, wobei der Begriff neutral besetzt ist – er kann eine gute wie schlechte Neuentwicklung beschreiben. Mit der „The Matrix“-Figur hat das MacBook Neo jedenfalls nichts zu tun. Der Konzern wollte erwartungsgemäß nicht verraten, ob Neo noch für weitere Produkte kommt – etwa beim iPad oder beim iPhone. Das könne sie nicht beantworten, so Novielli lächelnd.
Das MacBook Neo ist mit einem Preis ab 699 Euro das bislang günstigste Mac-Notebook – und mischt damit im günstigeren Windows-Segment mit. „Wenn Sie an viele vergleichbare PCs denken, die Sie in dieser Preisklasse bekommen können, werden Sie feststellen, dass es sehr einfach ist, einen Computer mit Funktionen und einer Nutzererfahrung zu bauen, die gerade noch so in Ordnung sind.“
Das erste Air kostete 1300 US-Dollar
Das MacBook Neo solle so aber nicht sein, man habe es durch Detailliebe perfektionieren wollen. Apple geht davon aus, die Maschine zu neuen Zielgruppen bringen zu können, eine Art Demokratisierung des Macs steht also an. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir dieses tolle neue Produkt weltweit vielen weiteren Kunden anbieten können.“
Apple wisse, was derzeit in der Welt passiere und versuche sicherzustellen, die richtigen Produkte an die richtigen Kunden zur richtigen Zeit zu liefern. Novielli erinnerte daran, dass das erste MacBook Air nur über eine einzige USB-C-Schnittstelle verfügt habe. Das Neo hat nun immerhin zwei. Für das allererste MacBook Air wurden einst 1699 Euro fällig.
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(bsc)
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