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Künstliche Intelligenz

Wissen zum Nachbauen: TIB startet Open-Source-Plattform für die Forschung ​ ​


Die Reproduzierbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse ist ein Grundpfeiler seriöser Forschung. In der Praxis ist dieser Anspruch aber oft schwer einzulösen. Klassische Publikationen liefern zwar theoretische Erkenntnisse, lassen aber die zugrunde liegenden Rohdaten und Analyse-Codes häufig im Dunkeln. Das Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften (TIB) in Hannover will diese Lücke nun mit dem TIB Knowledge Loom schließen. Seit Donnerstag ist diese digitale Bibliothek online, mit dem Ziel, wissenschaftliche Dokumentation grundlegend zu verändern.

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Im Kern geht es um die Überwindung der reinen Textform. Während herkömmliche Archive Daten oft nur als statische Anhänge behandeln, integriert der „Webstuhl des Wissens“ sämtliche Komponenten eines Forschungsprojekts in einer strukturierten Umgebung. Wissenschaftliche Aussagen würden auf granularen Ebene kuratiert und direkt mit den spezifischen Nachweisen verknüpft, erläutert das TIB. Da jede Aussage einen eigenen Digital Object Identifier (DOI) erhalte, werde Forschung nicht nur transparenter, sondern auch präzise zitierbar. Referenzen könnten sich so auf konkrete Datenpunkte beziehen statt nur auf ein hunderte Seiten langes Gesamtdokument.

Der Gründer des Projekts, Markus Stocker, sieht im Start den Höhepunkt einer langjährigen Entwicklung. Ihm schwebt eine umfassende Digitalisierung der Forschung vor, die weit über das Lesen von PDFs hinausgeht. Durch die maschinenlesbare Aufbereitung der Informationen soll die Plattform sogar dabei helfen, gesellschaftliche Herausforderungen schneller zu bewältigen: Forscher könnten weltweit auf valide, reproduzierbare Ergebnisse aufsetzen. Das System ist fachübergreifend ausgelegt und bietet Unterstützung für Disziplinen von der Architektur bis zur Physik.

Besonders in Zeiten politischer Unsicherheiten gewinnt das Thema Datensouveränität an Bedeutung. Die Abhängigkeit von internationalen Datenbanken wurde der Wissenschaft in der jüngsten Vergangenheit schmerzhaft bewusst. Vor diesem Hintergrund fungiert die TIB als öffentlich finanzierte Einrichtung als verlässlicher Anker. Da die Plattform sowohl Open Access als auch Open Source ist, stehen sämtliche Kurations- und Publikationsdienste kostenlos zur Verfügung. Das soll sicherstellen, dass die Qualität der Daten über die Sichtbarkeit entscheidet, nicht das Budget.

Für die tägliche Arbeit sollen Forscher die volle Kontrolle behalten. Wer seine Ergebnisse im Knowledge Loom veröffentlicht, entscheidet selbst, ob der Code geteilt wird oder Datensätze zunächst nur beschrieben werden. Für den Prozess der Begutachtung durch unabhängige Dritte (Peer-Review) ist ein geschützter privater Zugriff in Vorbereitung. Um den Einstieg zu erleichtern, bietet die TIB Schulungen und Online-Sprechstunden an. Damit will die Bibliothek ihren Ruf als zentrale Drehscheibe für eine moderne Wissenschaftskommunikation festigen, die Wissen nicht nur archiviert, sondern aktiv für die Wiederverwendung aufbereitet.


(cku)



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Künstliche Intelligenz

Anthropic wirft OpenClaw aus seinen Claude-Abos


Anthropic schiebt OpenClaw den Riegel vor – zumindest bei Kunden seiner Abomodelle für die KI-Modellfamilie Claude. Der Zugang für Tools von Drittanbietern ist ab jetzt gesperrt, teilt der KI-Hersteller mit.

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OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger, der das Tool ursprünglich als Bastelprojekt startete und mittlerweile bei OpenAI angestellt ist, versuchte noch höchstpersönlich, die Verantwortlichen bei Anthropic umzustimmen. „Ihnen Vernunft beizubringen“, wie er es beschreibt. Doch der gemeinsame Versuch mit OpenClaw-Kollege Dave Morin blieb erfolglos.

Eine Chance, dass der OpenClaw-Spaß für Claude-Abonnenten weitergeht, gibt es aber noch: Sie können sich zu ihrem regulären Abo noch Zusatzpakete buchen, die dann auch für Drittanbieter-Tools wie OpenClaw nutzbar sind, teilt Anthropic mit. Wer Claude über die API nutzt, ist nicht betroffen und kann OpenClaw auch weiter mit diesem Claude-Zugang betreiben.

OpenClaw mit einem Claude-Abo zu nutzen, war eigentlich von Anfang an nicht vorgesehen. Bei der Konfiguration von OpenClaw gab es allerdings einen Weg, seine Tokens aus dem Claude-Abo dennoch für den KI-Assistenten zu nutzen. Dass die Abos nicht für Drittanbieter-Tools ausgelegt seien, betonte auch Claude-Code-Chef Boris Cherny nochmal und sprach von einer stark angestiegenen Claude-Nachfrage. Kapazitäten müssten mit Bedacht gesteuert werden, dabei hätten API-Kunden Priorität.

Der massive Token-Verbauch war schon im Heise-Videomagazin c’t 3003 zu beobachten. Im Januar war OpenClaw hier im ausführlichen Test – betrieben mit einer Claude-API. Nach einem Tag OpenClaw-Nutzung mit dem KI-Modell Claude Opus waren bereits 109,55 US-Dollar an KI-Tokens verbraten – sie sind die kleinste sprachliche Einheit, die KI-Modelle benötigen, um Text zu verarbeiten und die gängige Möglichkeit, monetarische Kosten für KI-Nutzung zu messen.

Zum Vergleich: Für einen Software-Entwickler in einem Team, das professionell Claude Code nutzt, fallen durchschnittlich 6 Dollar pro Tag an, rechnet Anthropic vor. Dabei ist vorausgesetzt, dass 90 Prozent der Teammitglieder mit ihren Tageskosten jeweils unter 12 Dollar bleiben.

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Die jetzige Änderung dürfte vor allem private Nutzer treffen, die ihren Eigenbedarf mit einem Claude-Abo decken. Wenn jetzt die Last dieser privaten OpenClaw-Enthusiasten von Anthropics Servern fällt, dürften vor allem Claude-API-Kunden, die meist im professionellen Bereich unterwegs sind, davon profitieren. In anderen Regionen scheidet der Einsatz von Tools wie OpenClaw gleich ganz aus: So sprachen chinesische Behörden zuletzt Verbote für KI-Agenten auf Bürocomputern aus, da sie Sicherheitsrisiken durch autonomen Datenzugriff fürchten.

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(nen)



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Sichere Softwareentwicklung: Vortrag für die heise devSec in Marburg einreichen


Am 22. und 23. September findet die heise devSec 2026 statt. Die zehnte Auflage der Konferenz zu sicherer Softwareentwicklung wandert dieses Jahr nach Marburg. Weiterhin lautet das Motto „Sichere Software beginnt vor der ersten Zeile Code“.

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Der Call for Proposals ist noch bis zum 14. April geöffnet. Vor der großen Konferenz im Herbst findet am 11. Mai die Online-Konferenz KI und Security statt.

Die heise devSec 2026 richtet sich an IT-Profis, die das Thema Security im Blick haben und sich den damit verbundenen Herausforderungen stellen müssen. Vor allem Softwareentwicklerinnen und -architekten, Projektleiter und Teamleiterinnen sowie Sicherheits- und Qualitätsbeauftragte nehmen an der heise devSec teil.

Im Call for Proposals suchen die Veranstalter iX, heise security und dpunkt.verlag bis zum 14. April Vorträge und Workshops unter anderem zu folgenden Themen:

  • Entwurf und sichere Architekturen
  • KI in der Softwareentwicklung
  • Security by Design, Security Engineering
  • Supply Chain Security
  • Sichere Freie und Open-Source-Software und deren Entwicklung
  • Korrekter Einsatz von Kryptografie
  • Compliance-orientierte Entwicklung für deutsche und internationale Märkte
  • DevSecOps
  • Sichere Software und datenschutzkonforme Umsetzung

Erfahrungsberichte sind besonders gern gesehen. Das Programm wird Mitte Mai veröffentlicht. Bis dahin können Frühentschlossene Tickets für die Herbstkonferenz zum besonders günstigen Blind-Bird-Tarif von 1049 Euro kaufen.

Online-Konferenz im Mai zu KI und Security

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Am 11. Mai findet zusätzlich der Special Day „KI und Security“ statt. Er widmet sich einerseits den Angriffsvektoren auf KI-Anwendungen und andererseits Best Practices, mithilfe von KI Software sicherer zu entwickeln.

Das Programm steht schon fest und bietet folgende Vorträge:

  • Security im Spannungsfeld von AI und Dev
  • Sicherheitsnetze für den sicheren Einsatz von Coding-Agenten
  • KI-Code und der Cyber Resilience Act
  • Vibe-Hacking & Security-Agenten
  • LLM-Security: Die OWASP-Liste der Angriffsvektoren
  • Hands-on LLM Security – Schwachstellen und Gegenmaßnahmen

Tickets für die Online-Konferenz sind bis zum 20. April zum Frühbucherpreis von 249 Euro (zzgl. MwSt.) verfügbar. Teams ab drei Personen erhalten im Ticketshop automatisch einen Gruppenrabatt.

Wer über die heise devSec inklusive der Special Days auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich für den Newsletter eintragen.


(rme)



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Künstliche Intelligenz

Satellitenbilder-Stopp: Planet Labs folgt Aufforderung der US-Regierung


Das Unternehmen Planet Labs stellt aufgrund einer Aufforderung der US-Regierung mit Verweis auf den Iran-Krieg die Veröffentlichung aktueller Satellitenaufnahmen aus dem Nahen Osten weitestgehend ein. Das berichteten unter anderem die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf eine E-Mail des US-Anbieters an dessen Kunden. Aufnahmen sollen demnach bis auf Weiteres nur noch in Einzelfällen freigegeben werden. Die Einschränkung gelte unter anderem für den Iran sowie die betroffenen Staaten rund um den Persischen Golf.

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Unter anderem Journalisten und Forscher nutzen solche Satellitenaufnahmen, um zum Beispiel die Folgen von Angriffen in der Region oder die Bewegung von Schiffen zu dokumentieren. Die Aufnahmen sind vor allem hilfreich für Gebiete, die sonst schwer zugänglich sind – sei es wegen laufender Kampfhandlungen, ihrer Lage oder Beschränkungen durch die örtlichen Behörden. Inzwischen gehen die iranischen Behörden auch massiv gegen Satelliteninternet-Terminals vor, um den Informationsfluss zu kontrollieren.

Planet Labs hatte die Veröffentlichung von Aufnahmen aus der Region nach Beginn des Iran-Kriegs vor gut fünf Wochen bereits aus Sicherheitsgründen verzögert. Auch das Konkurrenzunternehmen Vantor habe die Veröffentlichung von Satellitenaufnahmen aus der Region bereits eingeschränkt, hieß es in den Berichten weiter. Die US-Regierung befürchtet, dass aktuelle Satellitenaufnahmen Gegnern wie dem Iran für deren Angriffe nutzen könnten.

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(nen)



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