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Facelift von Mivolis – Design Tagebuch


Mivolis, eine Eigenmarke der Drogeriekette, hat ein Facelift verpasst bekommen. Sowohl das Packaging als auch das Markenlogo haben ein Update spendiert bekommen.

Mivolis ist eine Eigenmarke für Pharma- und Gesundheitsprodukte der deutschen Drogeriekette dm. Die Marke wurde 1994 eingeführt, damals unter dem Namen „Das gesunde Plus“, und 2019 umbenannt. Das Sortiment umfasst Vitamine, Nahrungsergänzungsmittel, Arzneitee sowie Wundpflegeprodukte. Die Marke zielt darauf ab, qualitativ hochwertige Gesundheitsprodukte zu einem erschwinglichen Preis anzubieten.

Nachdem bereits der Markenauftritt der dm-Eigenmarke Denkmit im Sommer 2025 aktualisiert wurde, wie im dt berichtet, hat mit Mivolis nun eine weitere Eigenmarke ein Facelift vollzogen.

Mivolis Calcium + D3– vorher und nachher, Bildquelle: dm, Bildmontage: dt
Mivolis Calcium + D3– vorher und nachher, Bildquelle: dm, Bildmontage: dt

Beim Mivolis-Markenlogo wurde der Name in einer anderen Schriftart neu gesetzt. Die Laufweite der Schriftzugs und die Breite der Lettern sind ähnlich großzügig/weit, wobei letztere fortan abgerundet sind. Das Farbschema – blauer Schriftzug auf hellblauem Untergrund plus multicolorer Unterstrich – bleibt grundsätzlich erhalten, allerdings wurden alle Brand Assets neu arrangiert/interpretiert.

Die Gestaltung von Verpackungen und Etiketten wurde von Grund auf überarbeitet. Aufbau, Farbgebung und Typo unterscheiden sich zum Teil deutlich vom früheren Design, Beispiel Vitamin B12 350 Mini-Tabletten 30 St Mivolis. Anstelle fotografischer Abbildungen von Personen kommen nunmehr grafische Darstellungen und Illustrationen zum Einsatz.

Bis das gesamte Produktsortiment durchgängig im neuen Design im Handel erscheint, dürfte es noch eine Weile dauern.

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Schön schräg › PAGE online


Darauf haben viele von uns gewartet: Ab sofort gibt es kursive Schnitte für die Neue DIN. Und zwar für alle neun Breiten und in allen neun Stärken, nach rechts und nach links geneigt.

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Seit ihrer Veröffentlichung bei der Berliner Foundry Fontwerk vor etwa drei Jahren, hat die Neue DIN ordentlich Wellen geschlagen. Sechs der wichtigsten internationalen Kreativ-Awards – darunter der iF Design Award, der ADC und der German Design Award – und viel positives Feedback von Anwenderinnen und Anwendern bezeugen ihre Qualitäten, zum Beispiel ihren extremen Designspace von XXCondensed bis XXWide jeweils in den Strichstärken Thin bis Black. Dem Design-Trio Andreas Frohloff, Olli Meier und Hendrik Weber ist es mit verschiedenen smarten Designentscheidungen gelungen, die deutsche Designikone DIN von jeglichem Staub zu befreien.

Einen ausführlichen Artikel dazu findet ihr hier.

Die neuen kursiven Schnitte der Schrift DIN in allen Stärken und Breiten

Was der Neuen DIN aber trotz ihres enormen Umfangs bisher fehlte, waren Kursive. Nun aber haben Andreas Frohloff und Olli Meier nicht nur die 81 normal schräggestellten Schnitte ergänzt, sondern zusätzlich die gleiche Menge an nach links geneigten Varianten (Retalic). Die auch als Backslanted bekannte Linkskursive bietet beispielsweise in plakativen Kontexten reizvolle Möglichkeiten. Damit erhöht sich die Anzahl der statischen Schnitte der Neuen DIN auf satte 243. Wer es überschaubarer mag: der Variable-Font erhielt eine dritte Achse zur Schrägstellung in beide Richtungen.

In weißer Schrift auf schwarzem Grund sieht man die neuen nach rechts und nach links geneigten Schnitte der Schrift DIN

Alle 243 Schnitte plus der Variable Font kosten 950 Euro. Aber natürlich gibt es auf der Fontwerk Website auch viele Angebote für einzelne Fonts oder Pakete. 

In schwarz auf weißem Grund sind alle 243 statischen Schnitte der Schrift DIN dargestellt.

Und wer sich für die Geschichte und Entwicklung der DIN Schrift interessiert, findet hier eine sehr gute Zusammenfassung.

 

Warum die Kursiven der Neuen DIN erst jetzt erschienen sind und wie sie sich von anderen serifenlosen Kursiven unterscheiden fragten wir Fontwerk-Gründer Ivo Gabrowitsch.

Warum habt ihr die Kursiven 2023 nicht gleich mitentwickelt?

Ivo Gbrowitsch: Wir waren von der Stringenz und Klarheit der aus 81 aufrechten Garnituren bestehenden Familie überzeugt. Wir fragten uns, ob es mit den Möglichkeiten, die sich durch neun Breiten und neun Strichstärken ergaben überhaupt noch kursiver Schnitte bedurfte. Zumal das geometrisch-konstruierte, dabei gleichzeitig offene Design keine echte Kursive mit eigens gezeichneten Glyphen zulässt, sondern lediglich Obliques – also schräg gestellte Versionen der geraden Schrift – und sich bei Bedarf auch mit guten Ergebnissen elektronisch schräg stellen lässt. Wenn man so will, wollten wir vom Bedarf nach Kursiven überzeugt werden.

War von Anfang an klar, dass es auch Retalics gibt oder hat sich das erst im Laufe der Gestaltung ergeben?

Als der Bedarf nach Kursiven offenkundig wurde, war uns die nach rechts geneigte Lage allein nicht genug. Über dem ganzen Projekt Neue DIN steht das Ziel, die DIN-Schrift wirklich neu zu denken. Es gibt bereits einige Interpretationen der DIN 1451, der Norm-Schrift für die Bereiche Technik und Verkehr. Für uns stellte sich daher von Anfang an die Frage nach der Daseinsberechtigung. Warum bedarf es der weiteren Variante? Weil das hundert Jahre alte Design weiter bestehen soll. Weil sich die Welt und die Anforderungen an Schrift verändern. Weil Typedesign heute dynamisch-variabel ist und das neue gestalterische Schlussfolgerungen mit sich bringt. Also gibt es mit unserem Variable-First-Ansatz eben nicht nur eine normale Kursive, sondern auch eine nach links geneigte Variante, die man im DIN-Kosmos noch nicht kannte – und das alles in einem einzigen Variable-Font.

»Wir wollten vom Bedarf nach Kursiven überzeugt werden.«

Welchen Neigungswinkel haben die Kursiven und wie unterscheiden sie sich von anderen?

Die Neue DIN Italic hat einen Neigungswinkel von 10°. Da wir im Wesentlichen keine neuen Formen zeichneten, sondern eine dezent nachjustierte Oblique gestalteten, ist dieser Winkel der beste Kompromiss aus Neigung und Verzerrung und zudem noch gut in den extremen Schnitten abbildbar. Bei dynamischen Schriften sind 12° üblich, heutzutage auch mal bis zu 15°. Geometrischen Schriften, zum Beispiel der Futura, genügen manchmal auch nur 8°. Mit unseren 10° gewährleisten wir, dass sich auch eine XXCondensed oder XXWide im selben Formenkanon bewegt wie die Normalbreite. Das mag vielleicht weniger mutig erscheinen, garantiert aber die zuvor beschriebene Langlebigkeit, die wir erzielen wollen.

Ist das Projekt Neue DIN jetzt abgeschlossen oder können wir uns auf künftige Erweiterungen freuen?

Ja, es kommt noch mehr. Mit dem Ansatz, alles neu denken zu wollen, fallen nach heutigem Stand einige Erweiterungen raus. So braucht es beispielsweise keine weiteren DIN Roundeds oder DIN Slabs – es sei denn, unsere Kundinnen und Kunden wünschen sich das explizit. Andere stilistische Optionen sind allerdings denkbar, dazu kann ich aber noch nichts verraten. Und dann gibt es Sprachen, für die bisher keine DIN-Entsprechungen existieren. So stehen wir kurz vor der Veröffentlichung von Neue DIN Thai, die wir – neben Kyrillisch und Griechisch – von internationalen Designerinnen und Designern haben gestalten lassen und die es natürlich auch in allen 243 statischen und dazwischenliegenden variablen Garnituren geben wird.

Anhand eines Mustertextes sieht man die verschiedenen Schnitte der Schrift DIN, aufrechte sowohl als auch kursive. Die linke Hälfte des Bildes zeigt weiße Schrift auf schwarzem Grund, die rechte Hälfte schwarze Schrift auf weißem Grund.



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Starke Kampagne für Regionaljournalismus › PAGE online


Kampagnen für regionale Tageszeitungen sieht man nicht allzu oft. Was für ein Potenzial sie bieten, das zeigt die Agentur GROW für die Zeitungen noz und shz. Sie macht sich darin für die Demokratie stark – und holt sogar die Redaktion auf die Plakate.

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Gerade erst haben die Regionalzeitungen Neue Osnabrücker Zeitung, kurz noz, und der Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag shz ihren Relaunch abgeschlossen.

Versorgt die NOZ über Osnabrück hinaus auch Melle, Lingen, Papenburg und Umgebung mit Nachrichten, deckt der SHZ Schleswig-Holstein weiträumig ab. Und das jetzt mit einem modernisiertem und reduziertem Design des Make Studio.

Beide Marken, die zur Unternehmensgruppe NOZ/mh:n MEDIEN gehören, setzen mit dem Relaunch verstärkt auf alltagsnahe Formate und auf eine Berichterstattung, die, selbst wenn sie die großen Zusammenhänge der Weltpolitik erklärt, »immer vor der eigenen Haustür anfängt«.

In die Redaktion hinein

Begleitet wird der Relaunch der Zeitungsmarken von einer Kampagne, die von der Agentur GROW konzipiert wurde und in rein typografischen Plakaten und im satten Dunkelbau vom Wert des Journalismus erzählt.

»Journalismuss« heißt es darauf, »Pressefreiheit kann ja jeder sagen. Zum Glück« und auch der zentrale Claim »Zeit für eine neue Zeitung« ist zu lesen.

Auf anderen Plakaten hingegen sind Mitarbeitende aus der Redaktion zu sehen, Reporter, Redakteur:innen und die Chefredaktion. Sie geben den Marken ein Gesicht und bauen Berührungsängste ab.

Und sie erklären, dass es »Zeit für Qualität statt Copy & Paste« ist, »Zeit für Wahrheit statt Lautstärke« und »Zeit für echten Lokaljournalismus«.

Hoffnungsvoll – und persönlich

Die konsequente Investition des Verlags in regionale Berichterstattung ist eine gute Nachricht in einer Zeit, in der unabhängiger Journalismus immer stärker in Bedrängnis gerät und gerade auch im Regionalen zahlreiche Zeitungen eingestellt werden.

Und das, obwohl auch jenseits der Metropolen eine Berichterstattung wichtig ist, die hinter die Kulissen von Politik und Wirtschaft blickt und darüber hinaus die Menschen mit Geschichten aus dem Leben verbindet.

Die Kampagne unterstreicht all das, schafft Nähe und macht sich für die Demokratie stark.

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Das sind die Filmplakate der 76. Berlinale! › PAGE online


Auch in diesem Jahr sind die Filmplakate der Berlinale ein aufregender Eindruck der Filme, die dort gezeigt werden – von den großen, internationalen Produktionen bis hin zu Kurzfilmen. Hier unsere Auswahl.

Das sind die Filmplakate der 76. Berlinale! › PAGE online

Die Zeiten waren noch wesentlich analoger als die Filmplakate der Berlinale die Straßen rund um den Potsdamer Platz säumten. Als sie jeden empfingen, der auf dem Weg zum Berlinale Palast oder in eines der Kinos dort war und auf der viel befahrenen Potsdamer Straße den Durchgangsverkehr grüßten.

In den letzten Jahren sind die Plakate immer weniger geworden, jetzt allerdings sind wieder ein paar Plakatwände hinzugekommen.

Gerade auch in den Kinos jenseits des Potsdamer Platzes, in denen Berlinale-Filme laufen und wo auf großen Screens jetzt auch die Pressekonferenzen zu sehen sind.

Auch wenn es sehr schade für das Stadtbild und für das Festival-Feeling ist, hat zumindest die Qualität der Filmplakate nicht unter der schwindenden Sichtbarkeit gelitten.

Denn auch in diesem Jahr gibt es aufregende Ideen, wie man den Kern der jeweiligen Filme visuell umsetzen kann. Und das bis hin zu gerade mal neun Minuten langen Kurzfilmen, die spannende eigene Plakate präsentieren.

Grafisch, exzentrisch & auf den Kopf gestellt

Grafischer ist es in diesmal geworden und manchmal braucht es nur ein krakelige rosafarbene Striche und das verblüffende Zusammentreffen einer Schnecke und eines Porzellankätzchens, um den Blick festzuhalten.

Dann wieder schwirren Emojis über die Szenerie und schichten sich Wolkencollagen zu einem Himmel zusammen. Wälder verwandeln sich in Abstraktionen oder das Plakat selbst wird zu einer Frischhaltetüte mit zugezogenem Zipper und Schulmädchen und Pillen darin.

Gleich mehrfach wird die Welt zudem hochkant oder gleich ganz auf den Kopf gestellt, exzentrische Serifen sorgen für Spannung, immer wieder sind die Titel handgeschrieben, gezeichnet und gemalt oder schlagen auch schon mal Wellen.

Und dann ist da natürlich auch noch das herrlich flirrende Berlinale-Plakat selbst, das in diesem Jahr erneut von der Berliner Gestalterin Claudia Schramke gestaltet wurde.

Hier unser Best-of der Berlinale Filmplakate 2026:

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