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Ich habe im Mikrowellen-Restaurant gegessen – das Ergebnis war überraschend


Ein Startup aus dem Hause Dr. Oetker setzt auf gesunde Tiefkühlgerichte für „Highperformer“. Eigentlich vertreibt Juit über E-Commerce – doch jetzt hat es in Berlin-Mitte auch einen Pop-up-Store eröffnet.

Ich habe im Mikrowellen-Restaurant gegessen – das Ergebnis war überraschend

Mit einem Pop-Up-Store in Berlin will Juit der Laufkundschaft seine Gerichte näher bringen. Besonders unter Vielbeschäftigten findet das Konzept offenbar Anklang.
Marc Sarembe

Berlin-Mitte, Zimmerstraße 69. Der Boden glänzt so makellos wie die Glasfassaden der umliegenden Bürokomplexe. Der Pop-up-Store von Juit wirkt weniger wie ein Restaurant, als wie eine schick designte Tankstelle für den menschlichen Motor. Die knallbunten Farben der Fertiggerichte schreien gegen die klinische Sterilität der Einrichtung an. Grauer Boden, blau-graue Bestuhlung, glänzende Schränke. Hier ist alles auf Effizienz getrimmt. Keine Kellner, die nach dem Befinden fragen, kein langes Studium der Speisekarte.

Nur ein riesiges, metallenes Tiefkühlregal. Ich fühle mich in die TK-Abteilung meines Stamm-Supermarktes versetzt, als eine freundliche Mitarbeiterin den Moment unterbricht. „Warst du schon mal hier?“ „Nein“.

Marc Sarembe

Das Gericht, das ich mir aussuche, ist vergriffen. Sie empfiehlt stattdessen „Peanut-Chicken“. Ich hole das „Peanut-Chicken“. Karte ans Lesegerät, kurzes Piepen, fertig. Bezahlt wird natürlich bargeldlos.

Essen auf die Nahrungsaufnahme reduzieren

Juits Slogan „Das Leben ist zu kurz, um schlecht zu essen“ zielt direkt auf eine Generation, die zwischen Selbstoptimierung und Zeitmangel feststeckt. Es ist der nächste logische Schritt nach HelloFresh. Doch während die Kochboxen das Einkaufen ersetzen, scheiterten viele Nutzer am Ende doch an der Realität: an der verschrumpelten Bio-Zucchini im Gemüsefach und dem Abwasch nach dem „schnellen“ 30-Minuten-Rezept. Juit verspricht HelloFresh ohne Reue. Wer am Abend keine Lust auf das Schlachtfeld in der Küche hat, muss hier nicht mal zum Messer greifen.

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Kochboxen verkaufen ein Versprechen: Du kochst selbst, du lernst was, du machst und sparst dir den Gang zum Supermarkt. Aber Juit verkauft Erlösung. Keine Tüte, kein Rezept. Ohne schlechtes Gewissen, Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe. Ein Blick auf die Rückseite der Verpackung verrät, die Nährwerte passen zum Konzept: 1,6 Gramm Zucker und 7,1 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm beim „Chicken-Curry“. Ich schiebe die Schale in die Mikrowelle – und circa acht Minuten später ist das Abendessen kein Plan mehr, sondern ein Ergebnis.

TK für Gutverdiener

Hinter dem hippen Berliner Auftritt steckt geballte westfälische Wirtschaftskraft. 2019 gründeten Serdar Mansour Azar und Ingmar Knudsen „Juit“, allerdings nicht im Hinterhof, sondern unter dem Dach von Dr. Oetker. Es ist das „Direct-to-Consumer“-Labor des Bielefelder Riesen, der Versuch, das schmuddelige Image der Tiefkühlpizza gegen gesunde, schockgefrostete High-Tech-Mahlzeiten zu tauschen. Mit Juit setzt Dr. Oetker am Zeitgeist an. Der digitale Vertrieb ermöglicht eine direkte Kundenbindung, ohne dass der Umweg über stationäre Supermarktketten nötig ist. Juit ist der Versuch, technologische Innovation, Datenanalyse und neue Vertriebswege zu vereinen. Dabei ist Juit vor allem ein Zahlenspiel. Die kleinste Box mit sechs Gerichten kostet 56,94 Euro, das sind 9,49 Euro pro Mahlzeit. Wer sich für den Monatsvorrat von 30 Mahlzeiten entscheidet, drückt den Preis auf 7,89 Euro. Trotzdem ist das vergleichsweise teuer.

Marc Sarembe

In Berlin geht Juit einen Schritt weiter und startet seinen ersten Pop-up-Store. Ziel ist es, die Produkte sichtbar zu machen und außerhalb des klassischen E-Commerce zu werben. Kundinnen und Kunden können die Gerichte vor Ort probieren oder zum Lunch vorbeikommen. Geht das Konzept auf, sei auch die Eröffnung weiterer Geschäfte vorstellbar.

Hauptsache schnell

Marc Sarembe

Acht Minuten und 30 Sekunden. So lange dauert die Zubereitung in der Mikrowelle. Es ist eine seltsame Zeitspanne des Stillstands in Berlin-Mitte. „Wer kommt zu euch zum Mittagessen?“, frage ich den Inhaber Serdar, dessen Kollege mich einige Tage zuvor auf der Straße angesprochen hatte. Seine Antwort passt zur Umgebung: „Highperformer“. Ich begebe mich auf die Suche nach „Highperformern“ und schaue mich um. Hinter mir sitzt ein Mann zusammen mit einer Frau am Tisch. Sie reden im Business-Slang über Social Media und Strategien. Kurz nach dem Lunch sind sie schnell wieder aus dem Geschäft, die Zeit drängt. Dann betritt ein weiterer Kunde den Store, Dresscode Business Casual, er wird per Du begrüßt. „Bei uns auf der Arbeit ist das gerade voll das Ding“, erzählt er der Mitarbeiterin und holt seinen Lunch ab. Schnell bezahlen und schon ist er verschwunden. Immer wieder bleiben Passanten vor dem Schaufenster stehen und starren ins Innere. Das Konzept scheint zu polarisieren. Das auffällige Design bewegt die Umgebung, die sonst eher trist erscheint.

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Viel Biss, wenig Bums

Acht Minuten 30. Ein „Pling“ beendet das Warten. Besonders appetitlich sieht das Peanut-Chicken auf den ersten Blick nicht aus. Nach dem Abziehen der Folie begegnet mir ein leichter, angenehmer Erdnuss-Geruch. Der erste Bissen überrascht: Das Gemüse ist knackig und schmeckt frisch. Es ist erstaunlich, welche Wirkung das Schockfrosten hat. Die Sauce hat eine angenehme Schärfe. Das Fleisch ist zart und saftig, wenn auch geschmacklich etwas fade. Es fehlt mir an Koch-Basics; die Röstaromen einer Pfanne schmecke ich nicht heraus. Doch im Zusammenspiel mit dem Reis wird die Sache stimmig. Die Portion ist ordentlich: Selbst als bekennender Vielfraß fühle ich mich nach dem Mittagessen gesättigt, auch wenn ich nach einer harten Sporteinheit wohl die teurere XL-Variante wählen müsste.

Regional, antibiotikafrei, gesund – Juit wirft mit den richtigen Schlagworten um sich, um das schlechte Gewissen der Tiefkühl-Käufer zu beruhigen. Doch am Ende bleibt die Frage: Ist das noch Essen oder schlicht Treibstoff? Am Abend finde ich es heraus. Zu Hause hübsch auf dem Porzellan-Teller angerichtet kippt das Gefühl, was ich zuvor im Laden hatte. Es fühlt sich für mich jetzt nicht mehr wie eine reine Nährstoffaufnahme an, sondern vielmehr wird es plötzlich ein Abendessen. Nicht weil es mehr Liebe hätte, sondern weil das Setting stimmt und ich die industrielle Kälte des Stores vergesse. Mit einem Mal funktioniert Juit für mich doch: als Vorrat für stressige Tage, zwei, drei Packungen im Tiefkühlfach, wenn Training und Termine den Abend auffressen.

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Startup feuert jeden vierten Mitarbeiter, weil KI-Agenten ihre Jobs übernehmen


0G Labs ersetzt rund 25 Prozent seiner Belegschaft durch KI. Die Mitarbeitenden sollen täglich KI nutzen, um das „20‑Fache“ ihrer bisherigen Leistung zu schaffen.

Startup feuert jeden vierten Mitarbeiter, weil KI-Agenten ihre Jobs übernehmen

Das Lächeln dürfte einigen vergangen sein.
0G Labs

0G Labs, ein Startup aus San Francisco, das Blockchains für KI‑Agenten entwickelt, gibt an, ein Viertel seiner Belegschaft abzubauen, weil seine Agenten menschliche Aufgaben so gut übernehmen können.

0G Labs gab die Entscheidung vergangene Woche in einer E‑Mail des CEO Michael Heinrich bekannt, die uns vorliegt.

Heinrich erklärte, das Unternehmen werde zu einem „schlankeren, schnelleren, KI‑nativen Unternehmen“ und konzentriere sich nun darauf, KI hoch zu skalieren statt die Mitarbeiterzahl.

„Jeden Tag sprechen wir über eine Welt, in der KI‑Agenten Arbeit erledigen, die Menschen nicht erledigen müssen sollten“, heißt es in seiner E‑Mail. „Es ist an der Zeit, selbst so zu arbeiten.“

In der E‑Mail steht weiter, Mitarbeitende sollten täglich KI nutzen, um das „20‑Fache“ ihrer bisherigen Leistung zu erreichen, während menschliches Urteilsvermögen weiterhin „essenziell“ bleibe.

0G Labs erklärte in einer Stellungnahme, dass Entscheidungen über Entlassungen „nie leicht“ seien, die Effizienzgewinne durch KI‑Agenten seien jedoch real.

Das Startup sei zwei Milliarden Dollar wert

„Als Unternehmen, das KI‑Infrastruktur entwickelt, glauben wir daran, selbst mit derselben Technologie zu arbeiten, die wir auch anderen zur Verfügung stellen“, sagte ein Sprecher.

0G Labs hatte angegeben, bis zum vergangenen Jahr rund 350 Millionen US‑Dollar an Kapital eingesammelt zu haben und eine Bewertung von zwei Milliarden US‑Dollar erreicht zu haben. Das Unternehmen wurde damals in einem Business‑Insider‑Artikel über KI‑Unicorns mit sehr kleinen Teams vorgestellt, der schrieb, dass 0G Labs etwa 40 Mitarbeitende habe.

Der Krypto‑Token des Startups, $0G, ist laut CoinMarketCap seit seiner Einführung im vergangenen Jahr um mehr als 80 % im Preis gefallen. 0G Labs äußerte sich nicht dazu, ob dies die Entscheidung zum Stellenabbau beeinflusst habe.

KI‑getriebene Entlassungen haben die Tech‑Branche hart getroffen, nachdem sich die Technologie über die Feiertage sprunghaft weiterentwickelt hat – ein Zeitraum, den einige als „Claude Christmas“ bezeichneten, in Anlehnung an den Chatbot von Anthropic.

Im Februar baute das Fintech‑Unternehmen Block aufgrund von KI fast die Hälfte seiner Belegschaft ab, während Coinbase am Dienstag ankündigte, ebenfalls 14 % seiner Mitarbeitenden wegen KI zu entlassen.





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Fresenius investiert in Avelios Medical


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ Gesundheitskonzern Fresenius investiert in HealthTech Avelios Medical +++ HealthTech ViViRA sammelt Kapital ein +++ Finanzspritze für Onyx Biotech +++

Fresenius investiert in Avelios Medical

Im #DealMonitor für den 7. Mai werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE


The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland

INVESTMENTS

Avelios Medical
+++ Der Medizintechnik- und Gesundheitskonzern Fresenius investiert eine ungenannte Summe in Avelios Medical. Zuletzt investierte der deutsche Softwaregigant SAP in das HealthTech. Fresenius und SAP hatten bereits vor einigen Monaten bekannt gegeben, dass sie gemeinsam die digitale Gesundheitsversorgung in Deutschland beschleunigen möchten. Avelios Medical, 2020 von Nicolas Jakob, Sebastian Krammer und Christian Albrecht gegründet, positioniert sich als Krankenhausinformationssystem. Dabei geht es darum, „klinische Prozesse zu optimieren, den Dokumentationsaufwand zu reduzieren und Patientendaten intelligent zu vernetzen – von der Aufnahme bis zur Abrechnung“. „Avelios investiert das Kapital konsequent in den nachhaltigen Team-Aufbau, mit Fokus auf Produkt und Delivery-Strukturen und erhöht die operative Schlagkraft für erfolgreich skalierende Rollouts im Enterprise-Maßstab“, teilen die Unternehmen mit. Sequoia Capital sowie Altinvestoren wie Revent und High-Tech Gründerfonds (HTGF) investierten zuletzt 30 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Avelios Medical

ViViRA
+++ Der Berliner Investor IBB Capital, der Münchner Impact-Investor Bonventure und TeleClinic-Gründer Patrick Palacin investieren eine ungenannte Summe in ViViRA. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin und München, 2015 von Philip Heimann, Petra Becker und Fabian Blank gegründet, entwickelt digitale Gesundheitslösungen (DTx/DiGA) im Segment Muskel-Skelett-Gesundheit. Dabei geht es unter anderem um das Thema Rücken­schmerzen. Bonventure und der spanische Impact-Geldgeber Ship2B Ventures investierten zuvor bereits in das Unternehmen. Mehr über ViViRA

Onyx Biotech
+++ Der Göttinger Life Science Valley Wachstumsfonds, Freiraum Ventures aus München und Business Angels investieren in Onyx Biotech. Das Startup aus Vaterstetten, 2024 von den Brüdern Florian und Gregor Essert gegründet, entwickelt „digitale Lösungen zur Optimierung verfahrenstechnischer Prozesse in Pharma, Biotech und Chemie“. Die Digital Twins des Startups sollen Entwicklungszyklen von Monaten auf wenige Tage verkürzen können. Mehr über Onyx Biotech

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74



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Ich will meine Luxusvilla gegen Anthropic-Aktien tauschen


Immobilien für Aktien: Ein Tech-Investor bietet seine 4,8-Millionen-Dollar-Villa im Tausch für Aktien des KI-Startups Anthropic.

Dieser Tech-Investor will sein voll möbliertes 4,8-Millionen-Dollar-Anwesen gegen Anthropic-Aktien eintauschen.

Dieser Tech-Investor will sein voll möbliertes 4,8-Millionen-Dollar-Anwesen gegen Anthropic-Aktien eintauschen.
Storm Duncan

Die Jagd auf die immer knapper werdenden Anteile am KI-Startup Anthropic nimmt zunehmend absurde Züge an: In den vergangenen Wochen soll die Nachfrage so stark gestiegen sein, dass ein Tech-Investor nun sogar sein voll möbliertes Anwesen (im Wert von 4,8-Millionen-Dollar) in Marin County zum Tausch anbietet – inklusive Infinity-Pool und Blick auf die Skyline von San Francisco. Der Deal: Anthropic-Aktien statt Geld.

„Wenn man angeln geht, muss man einen Wurm an den Haken hängen“, sagte Storm Duncan, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Ignatious, einer auf Technologie spezialisierten Boutique-Investmentbank, in einem Interview mit uns. „Was ist meine andere Option? Nicht dabei zu sein?“

Villa wird gezielt KI-Mitarbeitern angeboten

Das Angebot kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bewertung von Anthropic auf den Sekundärmärkten auf eine Billion Dollar (rund 900 Milliarden Euro) gestiegen ist, angetrieben von Investoren, die von dem rasanten Umsatzwachstum und der Dynamik rund um den KI-gestützten Programmierassistenten Claude Code begeistert sind.

Duncan, der hauptsächlich in Jackson Hole, Wyoming, lebt, besitzt auch andere Immobilien, aber er entschied sich, diese zum Verkauf anzubieten, weil er dachte, dass sie für Mitarbeiter von Anthropic besonders attraktiv sein würde.„Es sind nur 20 Minuten Fahrt zu den Anthropic-Büros in der Stadt“, sagte er. „Wahrscheinlich will niemand von Anthropic meine Immobilien in Miami oder Jackson Hole.“

Ich will meine Luxusvilla gegen Anthropic-Aktien tauschen

Das Inserat für das Haus des Tech-Bankers Storm Duncan in Mill Valley.
Zillow

Mit dem Angebot der Immobilie hofft der Tech-Banker, bei Mitarbeitern aufzufallen, die über verkaufsfähige Anteile verfügen und eine Goldgrube an Anthropic-Aktien besitzen, die sie erst nach dem Börsengang des Unternehmens verkaufen können.

Seit der Veröffentlichung des Angebots via Zillow, Online-Immobilienmarktplatz in den Vereinigten Staaten, habe er bereits mehrere Nachrichten von Interessenten erhalten. „Einige von ihnen sind [Anthropic]-Mitarbeiter, und andere haben einfach nur frühzeitig investiert“, sagt Duncan. „Ich glaube, sie meinen es ernst, aber es ist eine komplexe Transaktion.“

„Es gibt wahrscheinlich eine ganze Reihe von Leuten, die in einer Einzimmerwohnung in San Francisco sitzen, obwohl sie 400.000 Dollar im Jahr verdienen und 100 Millionen Dollar wert sind“, meint er. „Aber sie können nicht darauf zugreifen, weil ihre Aktien so illiquide sind, also bietet ihnen das hier eine Gelegenheit zur Diversifizierung.“

Wenn Sachleistungen im Tech-Boom plötzlich Millionen wert sind

Es ist nicht das erste Mal, dass es einen unkonventionellen Weg gibt, sich Anteile an Tech-Unternehmen vor dem Börsengang zu sichern. Im Jahr 2005 entschied sich der Künstler David Choe für Facebook-Aktien anstelle von 60.000 Dollar in bar, um Wandbilder im ersten Büro von Facebook zu malen. Diese Entscheidung führte zu einem geschätzten Gewinn von etwa 200 Millionen Dollar, als Facebook 2012 an die Börse ging.

In der Dotcom-Ära baten einige Immobilienbesitzer Startups um Unternehmensaktien als Gegenleistung für die Vermietung von Räumlichkeiten in San Francisco.

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„Alles ist möglich“: Wie zwei Freunde mit KI in kurzer Zeit ein Liefer-Startup aufbauen

Tauschangebot sorgt für Spott auf X

Auf X wird Duncans Angebot teils als Werbegag oder als sicheres Zeichen für den Höhepunkt einer Blase abgetan. Andere Kommentatoren haben Witze darüber gemacht, dass das Einzige, was wertvoller sei als Anthropic-Aktien, Immobilien in der Bay Area seien.

Duncan betont, das Angebot sei echt und er suche keine Aufmerksamkeit. Auf die Frage, warum er nicht einfach Aktien des Unternehmens kaufe, antwortet er, ein Kleinanleger wie er könne sich niemals direkt Aktien sichern. „Anthropic kann keine Zeit mit Leuten wie mir verschwenden“, sagt er. „Sie suchen nach Leuten, die einen Scheck über 100 Millionen Dollar ausstellen können.“ (Das Unternehmen reagierte nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.)

Die Alternative wäre, Aktien von frühen Mitarbeitern oder Investoren auf Sekundärmärkten zu kaufen. Duncan findet aber, dass solche Geschäfte oft zunehmend zweifelhaft seien. Er sagt, die Knappheit an Aktien auf dem Sekundärmarkt habe dazu geführt, dass Verkäufer Geschäfte anbieten, die mit hohen Gebühren und undurchsichtigen Eigentumsverhältnissen behaftet sein können.

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Anthropic-Leaks zeigen: KI-Startup greift eigenen Kunden Lovable an

Duncan besitzt bereits Anteile an Anthropic, die er in der Finanzierungsrunde von 2024 erworben hat, als es noch viel einfacher war, Anteile zu bekommen.

Erst kürzlich sei er davon überzeugt worden, seinen Einsatz zu verdoppeln – die Ergebnisse der Implementierung von Claude Code in seiner Firma hätten ihn beeindruckt. „Das wird unseren Durchsatz wahrscheinlich verdreifachen und unsere Kosten um 50 Prozent senken“, sagte er. „Als ich begann, die Plattform in meiner eigenen Firma zu implementieren, sagte ich mir, dass ich mich stärker damit beschäftigen möchte.“

 





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