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Inga Israel › PAGE online


PAGEgefällt…: Illustrationen von Inga Israel aus Berlin, die in kräftigen Farben, mit schönsten Texturen und aufregenden Metaphern Gedanken balanciert, Herzen lüftet und das Unbewusste visualisiert – und ein ganz besonderes Paradies imaginiert.

Inga Israel › PAGE onlineBild: Inga Israel

Name
 Inga Israel

Location
 Berlin

Web ingaisrael.de
Instagram @ingaisrael

Start So richtig ernsthaft habe ich erst nach meinem Studium (Design & Visuelle Kommunikation an der Hochschule Anhalt in Dessau) angefangen zu illustrieren. Davor habe ich auch mal Produktgestaltung studiert, aber das war mir zu technisch. Nach dem Abschluss habe ich 5 Jahre als Grafikdesignerin bei Designagenturen in Berlin gearbeitet. Zur Illustration bin ich durch meinen Bruder gekommen – er hat Lyrik und Prosa geschrieben und wir wollten unbedingt ein gemeinsames Buchprojekt machen. Er hat die Texte geschrieben und ich habe sie layoutet und illustriert. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich entschieden habe, viel mehr Zeit in die Illustration zu stecken. In den Agenturen habe ich zwar auch ein bisschen illustriert, aber das war mir zu wenig. Deswegen habe ich 2016 beschlossen, nur noch als freie Illustratorin zu arbeiten.

Stil
 Ich kombiniere in meinen Arbeiten sowohl digitale als auch analoge Elemente. Es ist mir wichtig, farbenfrohe und lebendige Bilder mit Persönlichkeit zu schaffen. Meistens arbeite ich flächig mit kräftigen Farben und bringe oft Texturen, wie Grain-Effekte in die Komposition. Das gibt dem Ganzen mehr Tiefe. Früher habe ich oft auch fotorealistische Strichzeichnungen mit flächigen Elementen vermischt, das kommt aber nur noch selten vor. Die Kompositionen haben meistens etwas Aufgeräumtes, manchmal sogar etwas Ikonisches.

Lieblingsmotive 
Illustration kann um die Ecke denken, indem es Sehgewohnheiten bricht und damit witzig, intelligent & erzählerisch auf Sachverhalte aufmerksam macht. Deswegen mag ich sehr gerne visuelle Doppeldeutigkeiten, die besonders bei Editorial Illustration gefragt ist. Darüber hinaus finde ich auch Character, skurrile Welten und Landschaften sehr spannend.

Technik

 Erste grobe Bildideen entstehen im Skizzenbuch, dann geht’s weiter zum iPad. Dort erstelle ich die finalen digitalen Skizzen im Adobe Fresco und wechsle dann am Laptop zu Photoshop und mache dort die Komposition fertig. Wenn es keine Korrekturen mehr vom Kunden gibt, geht es in die farbige Umsetzung. Das mache ich meistens im Photoshop, oder falls es Vektoren sein sollen, im Illustrator.
 Für Risographie-Drucke oder andere Drucksachen, wo Typografie inkludiert sein soll (Plakate, Bücher oder Magazine) geht es auch mal in Indesign.

Inspiration 
Ein Ortswechsel ist immer Gold wert, im besten Fall ein anderes Land oder eine komplett andere Kultur. Daraus ziehe ich mir die meiste Inspiration. Wenn ich unterwegs bin, mache ich viele Fotos ohne ein konkretes Projekt im Kopf zu haben. Alles, was ich visuell spannend finde, inspiriert mich. Wenn ein konkretes Projekt ansteht, schaue ich dann durch meine Fotoordner. Dabei hilft besonders gute Musik, um in die richtige Stimmung zu kommen.
 Für meine Illustrationen finde ich aber auch Anregungen in der Malerei, zum Beispiel finde ich die Arbeiten von Thilo Baumgärtel ganz toll. Aber natürlich auch andere Illustrator:innen wie zum Beispiel Ana Galvañ, Julia Kluge, Kati Szilagyi, Jill Senft begeistern mich regelmäßig.

Kunden 
Warner Music, Demeter, Tafel Deutschland, Volksbanken Raiffeisenbanken, Fraunhofer Institut, Wort und Bild Verlag, Funke Mediengruppe, Metro, rbbKultur, COOP, Neue Narrative, GEO Wissen, Psychologie Heute, Messe Frankfurt, FAZ u. v. m.

Agent:in
 Nein

Stillleben aus stilisierten Lebensmitteln auf Teller: Aubergine, Apfelhälfte, Ei, Bohnen, Frühlingszwiebeln und Rettich; oben sitzt eine kleine Gummibärchenfigur.
»Nachhaltige Ernährung« – Illustration für das Myself Magazin Bild: Inga Israel
Magazin-Doppelseite mit Überschrift »Wie ihr Unconscious Bias erkennt und verringert«; Illustration eines Kopfes, dessen Gesicht teilweise von Wolken verdeckt wird, in pastelligen Blau- und Grüntönen.
»Unconscious Bias« – Illustration für das Neue Narrative Magazin Bild: Inga Israel
Abstrakte Illustration zweier organischer Figuren in Pastellfarben, die sich einander gegenüberstehen; zwischen ihnen eine dunkle, verbindende Form vor dunkelgrünem Hintergrund.
»Uneindeutiger Verlust I« – freie Arbeit, ausgezeichnet mit dem 3×3 Illustration Award Bild: Inga Israel
Abstrakte Komposition aus organischen Formen in Rosa, Grün, Ocker und Schwarz auf schwarzem Hintergrund; darunter ein geometrischer Körper mit Türöffnung.
»Uneindeutiger Verlust II« – freie Arbeit, ausgezeichnet mit dem 3×3 Illustration Award Bild: Inga Israel
Abstrakte Illustration überlagerter organischer Formen in Rosa-, Grün- und Ockertönen, durchzogen von dünnen Linien wie einem Netzwerk vor hellviolettem Hintergrund.
»Uneindeutiger Verlust III« – freie Arbeit, ausgezeichnet mit dem 3×3 Illustration Award Bild: Inga Israel

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KI erzeugt Optionen. Menschen schaffen Richtung. › PAGE online


Die BECC Agency auf der Munich Creative Business Week: Warum Haltung, Kollaboration und kreative Verantwortung für Agenturen wichtiger werden denn je.

KI erzeugt Optionen. Menschen schaffen Richtung. › PAGE onlineBild: Carina Gromer für BECC Agency & ISARWINKELEs gibt Abende, an denen man viele Antworten hört. Und es gibt Abende, an denen plötzlich die richtigen Fragen im Raum stehen. Das Open House der Münchner Markenagentur BECC zur Munich Creative Business Week gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie.

Seit vielen Jahren lädt die Agentur im Rahmen der MCBW zu sich ein. 2026 bereits zum zweiten Mal in den ISARWINKEL – die ehemalige Triebwagenhalle der Isartalbahn in München-Thalkirchen, die heute als Creative Space von BECC genutzt wird. Ein Ort aus Backstein, Stahl und Tageslicht, als Raumteiler und technisches Designhighlight eine riesige LED des Technikpartners Staber, die zum »Playground of Possibilities« – dem diesjährigen Thema von Deutschlands größtem Design Event – begrüßte.  Rund 150 Gäste kamen an diesem Abend zusammen. Menschen aus Design, Wirtschaft, Strategie, Kommunikation und Kultur. Nicht, um einem klassischen Bühnenprogramm zu folgen, sondern um gemeinsam über die Zukunft kreativer Arbeit nachzudenken – in einer Zeit, in der technologische Systeme immer schneller produzieren, generieren und automatisieren.

MCBW Bild: Carina Gromer für BECC Agency & ISARWINKEL

Die Ausgangsfrage des Abends war dabei ebenso einfach wie fundamental: Was bedeutet es heute eigentlich noch, als unabhängige Design- und Markenagentur relevant zu bleiben? BECC feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Zwanzig Jahre inhabergeführte Markenarbeit. Zwanzig Jahre zwischen Krisen, Disruptionen und kulturellen Verschiebungen. Doch statt eines nostalgischen Rückblicks entstand im ISARWINKEL eher eine Art gemeinsame Standortbestimmung darüber, was kreative Verantwortung heute eigentlich bedeutet.

»Erfolg entsteht nicht allein. Erfolg entsteht in Gemeinschaft.«

Sabine Kraus eröffnete den Abend mit Bildern aus zwei Jahrzehnten Agenturgeschichte. Projekte, Teams, Begegnungen. Eine visuelle Erinnerung daran, dass erfolgreiche Markenarbeit kein Einzelmoment ist, sondern auf langfristigem Vertrauen und Zusammenarbeit gründet. »Erfolg entsteht nicht allein. Erfolg entsteht in Gemeinschaft«, sagte sie. Besonders eindrücklich wurde ihr Führungsverständnis in einer Metapher, die sie aus einer früheren Zusammenarbeit mitgenommen hat: »Ich bin der Zeiger an der Uhr. Jeder sieht mich. Aber funktionieren kann ich nur, wenn das Uhrwerk dahinter funktioniert.« Es war ein Gedanke, der sich anschließend durch den gesamten Abend zog. Nicht das sichtbare Individuum entscheidet über kreative Qualität, sondern das Zusammenspiel. Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich gegenseitig stärker machen und gemeinsam Orientierung schaffen.

Dabei sprach Kraus auch offen über ihren eigenen Wandel als Führungskraft. Lange habe sie geglaubt: »Wenn ich es nicht selbst mache, wird es nicht richtig.« Erst später habe sie verstanden, dass Entwicklung nur dort entsteht, wo Menschen Vertrauen bekommen, sich einzubringen und zu wachsen. »Mut entsteht selten im Chaos«, sagte sie. Kreativität brauche Räume, die Sicherheit geben.

Sabine Kraus, BECC Agency Inhaberin & Geschäftsführerin Bild: Carina Gromer für BECC Agency & ISARWINKEL

»Jede gute Planung ist nur so gut wie die Menschen, die sie umsetzen.«

Genau dort setzte auch Katharina Kraus an – allerdings mit Blick auf jene Phase kreativer Arbeit, über die selten gesprochen wird: die Umsetzung. Denn zwischen Strategie und Erlebnis liegt jene »letzte Meile«, auf der sich entscheidet, ob Ideen tatsächlich Wirkung entfalten. Raum, Technik, Logistik, Messebau, Timing – all diese Ebenen greifen ineinander, wenn aus Konzepten reale Erfahrungen werden. Auch hier rückte sie nicht den Prozess selbst in den Mittelpunkt, sondern die Menschen dahinter. »Jede gute Planung ist nur so gut wie die Menschen, die sie umsetzen«, sagte Kraus. Ein Konzept sei nicht fertig, wenn es präsentiert wird. Teams müssten Ideen verstehen, um Verantwortung zu übernehmen und sie gemeinsam bis ins Detail tragen. Ownership schlage dabei Zuständigkeit. Das eigentliche Erlebnis einer Marke sei oft genau das, was unsichtbar bleibt – weil alles funktioniert.

Katharina Kraus, BECC Agency Inhaberin & Geschäftsführerin Bild: Carina Gromer für BECC Agency & ISARWINKEL

Von dort aus führte der Abend fast zwangsläufig zur Frage: Was passiert eigentlich mit kreativer Arbeit, wenn Werkzeuge plötzlich alles können?

»Tools können viel. Aber sie wollen nichts.«

Metin Seyrek beschrieb die Gegenwart als einen Moment radikalen Überflusses. KI, Automatisierung und generative Systeme produzieren permanent neue Varianten, Bilder und Optionen. Das Problem sei längst nicht mehr der Mangel an Möglichkeiten. »Tools können viel. Aber sie wollen nichts.« Deshalb sei nicht Generierung die entscheidende Fähigkeit, sondern Entscheidungsstärke. Richtung dafür entstehe nicht allein vor Bildschirmen, sondern im Gespräch, im Widerspruch, im gemeinsamen Testen und Verwerfen. Gerade deshalb plädierte Seyrek für die Bedeutung physischer Räume. Kollaboration brauche Orte, an denen Menschen gleichzeitig sehen, denken und reagieren können. Räume seien keine Kulisse, sondern strukturieren Aufmerksamkeit, Prioritäten und Verbindlichkeit.

Je mächtiger die Tools werden, desto wichtiger werden die Orte, an denen gemeinsames Urteil entsteht.

Metin Seyrek, BECC Agency Inhaber & Geschäftsführer Bild: Carina Gromer für BECC Agency & ISARWINKEL

»Die Frage ist nicht mehr: Kannst du es machen? Sondern: Wofür stehst du?«

Diesen Gedanken führte Leif Geuder weiter – mit Blick auf die grundsätzliche Verschiebung kreativer Wertschöpfung im Zeitalter generativer KI. Technologien wie Buchdruck, Computer oder Smartphone hätten schon in der Vergangenheit verändert, wie Menschen Wissen konsumieren und Marken erleben. Mit KI werde nun aber erstmals kreative Produktion selbst demokratisiert. Heute könne jeder gestalten, schreiben und visualisieren. Die neue Herausforderung liege darin, dass Produktion nicht mit Autorenschaft gleichzusetzen sei. »Die Frage ist nicht mehr: Kannst du es machen? Sondern: Wofür stehst du?« Geuder sprach über Haltung als neue kreative Währung, von Visionären statt Spezialisten. Und über Empathie als entscheidenden Wettbewerbsvorteil in einer Branche, in der technologisch bald alle alles produzieren können.

»Empathie ist keine weiche Kompetenz«, sagte er. »Sie ist der härteste Wettbewerbsvorteil.«

Leif Geuder, BECC Agency Inhaber & Geschäftsführer Bild: Carina Gromer für BECC Agency & ISARWINKEL

Und vielleicht war genau das die eigentliche Erkenntnis dieses Abends im ISARWINKEL: Dass KI Möglichkeiten erzeugt. Richtung aber weiterhin von Menschen kommt.



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Deutz AG modifiziert visuelles Erscheinungsbild – Design Tagebuch


Die Deutz AG präsentiert sich seit Kurzem mit einem neuen visuellen Erscheinungsbild. Der Motorenhersteller und Anbieter von Mobilitäts- und Energielösungen möchte damit die innerhalb des Unternehmens in den vergangenen Jahren vollzogene Transformation unterstreichen.

Die Deutz AG ist ein weltweit tätiger, unabhängiger Motorenhersteller mit Hauptsitz in Köln. Das Unternehmen wurde 1864 von Nicolaus August Otto und Eugen Langen unter dem Namen N. A. Otto & Cie. gegründet. Es gilt als die erste Motorenfabrik der Welt. Das Kerngeschäft umfasst die Entwicklung und Produktion von Diesel-, Gas- und Elektroantrieben für Einsatzbereiche wie Landtechnik, Bauwirtschaft und Materialhandhabung. Ergänzt wird das Portfolio durch weltweite Serviceleistungen und digitale Lösungen. Heute beschäftigt Deutz rund 6.000 Mitarbeiter weltweit.

Vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung des Unternehmens vollzieht die Deutz AG ein Rebranding. Das neue Erscheinungsbild sei Ausdruck von Offenheit, Fortschritt und Innovationskraft und mache Tradition und Transformation nach innen wie nach außen sichtbar.

Deutz Branding Visual, Quelle: Deutz AG
Deutz Branding Visual, Quelle: Deutz AG

Auszug der Pressemeldung

Mit der Unternehmensstrategie „Next DEUTZ“ hat sich DEUTZ breiter aufgestellt und seine Widerstandsfähigkeit gestärkt. Auf die strategische Neuausrichtung und die Einführung einer neuen Organisationsstruktur mit fünf Business Units folgt nun der nächste konsequente Schritt: ein Markenauftritt, der die Transformation auch visuell auf den Punkt bringt. „Unsere neue Marke verbindet Bewährtes mit Neuem“, sagt DEUTZ-CEO Dr. Sebastian Schulte. „Tradition, Verlässlichkeit und der Stolz auf unsere Herkunft bleiben spürbar – etwa in der Unternehmensfarbe Rot oder im Symbol des Ulmer Münsters. Gleichzeitig steht der neue Auftritt für Offenheit, Fortschritt und Innovationskraft. Das offene D im neuen Logo-Schriftzug symbolisiert beispielsweise Zusammenarbeit und Transparenz, die Farbe Gelb Zukunftsoptimismus und Mut.“

Deutz Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Deutz AG, Bildmontage: dt
Deutz Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Deutz AG, Bildmontage: dt

Das neue Logo unterscheidet sich sowohl im Aufbau als auch im Ausdruck vom bisherigen Unternehmenszeichen. Statt zentrisch untereinander sind Bildmarke und Wortmarke nebeneinander angeordnet. Dabei wurden die Proportionen zugunsten der rechtsseitig der Bildmarke platzierten Wortmarke verändert – letztere ist künftig deutlich größer dargestellt.

Der Name – DEUTZ – ist weiterhin in Versalien gehalten, allerdings ist die Wortmarke in einer anderen Groteskschrift gesetzt. Die Buchstaben laufen noch einmal etwas breiter als jene im bisherigen Logo. Die lineare Strichstärke und insbesondere der fehlende Stamm im D verleihen der Wortmarke einen technischen Look. Der im bisherigen Logo enthaltene rote Unterstrich entfällt künftig.

Die Bildmarke bleibt erhalten, wurde allerdings kaum merklich verändert. Die Strichstärke ist marginal dicker. Bei diesem Logo handelt es sich um das traditionelle Markenzeichen von Magirus-Deutz, das erstmals im Jahr 1925 verwendet wurde und eine stilisierte Silhouette des Ulmer Münsters in Kombination mit einem M für Magirus darstellt.

Unter next.deutz.com wird die Transformation des Unternehmens in Verbindung mit dem neuen visuellen Erscheinungsbild dokumentiert und präsentiert.

Begleitet wurde der Designprozess durch die Agentur Strichpunkt Design.

Kommentar

Ein Farbspektrum mit Differenzierungsqualität. Zwischen den vielen ultramarinblauen Unternehmensidentitäten, wie sie in der Industriebranche bestehen (siehe ähnliche Beiträge unten), sticht Deutz hervor.

Farbnamen wie „Energy Red“, „Dark Steel“, „Medium Steel“, „Light Steel“ und „Visionary Yellow“ lassen die Intention erkennen, der Marke eine über das Visuelle hinausgehende Sinnhaftigkeit zu verleihen. Der Farbname ist zweierlei: Selbstanspruch (nach innen gerichtet) und Botschaft (nach außen signalisierend). „Visionary“ wird zum Auftrag und zur Zielvorgabe. Mit Farbnamen wird Politik gemacht! In Bezeichnungen wie „Cadenabbia-Türkis“ und „Rhöndorf-Blau“ ist die politische Dimension derlei Namen besonders offensichtlich. Von beidem versprechen sich die jeweils Verantwortlichen eine Wirkung, von der Strahlkraft der betreffenden Farbe und von der Bedeutung des zugehörigen Farbnamens.

Bildmarke und Wortmarke bilden kein harmonisches Ganzes, so jedenfalls meine persönliche Wahrnehmung. Die jeweiligen Zeichen korrespondieren nicht wirklich miteinander. Beim bisherigen Logo ist es die gemeinsame Mittelachse, die beide Element bündelt. Auch von der Statik her ist dieses Zeichen ganz anders. Die Wortmarke bildet eine Art Sockel, verankert das Gesamtgebilde. Im neuen Logo begegnen sich Bildmarke und Wortmarke hingegen auf zwei unterschiedlichen Grundlinien. Die gedachte Senkrechte im offenen „D“ trifft zur linken Seite auf zwei Schrägen. Es fehlt das Verbindende. Die „Not“ wird kurzerhand zur Tugend erklärt, könnte man kommentieren. Statt gemeinsam, lässt man beide Zeichen einzeln in Erscheinung treten, wie im Webauftritt unter deutz.com, wo die Wortmarke „DEUTZ“ als alleiniger Hauptabsender dient, während das M-Signet als responsive Variante fungiert. Auch in anderen Anwendungen (Flaggen, Social Media) sind Wortmarke und Bildmarke jeweils solitär abgebildet. Eine Handhabe, die einer gängigen Praxis entspricht (siehe Deutsche Bank, Lufthansa, Mercedes, u.a.).

Insgesamt eine sinnvolle zudem optisch ansprechende Weiterentwicklung.

Mediengalerie

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Im Kreativbusiness tätig, aber unsichtbar?! › PAGE online


»Sichtbarkeit ist eine Form von unternehmerischer Vorsorge«, sagt Jana Weithaler. Das gelte auch für die Preisgestaltung, nicht nur für Akquise. Earned Media kann dabei helfen, die Auffindbarkeit zu steigern – in vielen Fällen bringt das langfristig mehr als ein Social-Media-Post.

Im Kreativbusiness tätig, aber unsichtbar?! › PAGE online
Foto: Lara Ohl

Das Thema Sichtbarkeit ist für viele eine ungeliebte alltägliche Begleitung, man muss sich darum kümmern, hat aber häufig zu wenig Zeit – oder keine Lust. Das gilt für Freelancer:innen, kleine Designstudios und große Agenturen gleichermaßen. Doch nicht nur das, es wird auch regelmäßig unterschätzt, obwohl das Thema für langfristigen Erfolg so wichtig ist.

PAGE hat bei Jana Weithaler, Kommunikationsexpertin und Gründerin von Story Hype, nachgefragt, warum das so ist und weshalb Earned Media hier oft ein besserer Ansatz ist als Social Media.

PAGE: Warum unterschätzen viele Sichtbarkeit systematisch?

Jana: Weil gute Arbeit immer noch als Selbstläufer gedacht wird. Viele glauben, wenn die Projekte stark sind, kommen die Kunden von alleine. Im Designbereich kommt dazu, dass Sichtbarkeit oft mit Selbstvermarktung gleichgesetzt wird, und die fühlt sich für viele unangenehm an. Dabei ist Sichtbarkeit kein Marketingtrick, sondern eine Voraussetzung, um überhaupt in Auftraggeber:innen-Köpfe zu gelangen. Wer nicht sichtbar ist, existiert für potenzielle Kund:innen auch nicht. Das andere Problem: Sichtbarkeit wird oft nur dann zum Thema, wenn die Auftragslage einbricht. Dann ist es aber meistens zu spät, weil PR und Markenaufbau einfach Zeit brauchen.

PAGE: Führt zu wenig Sichtbarkeit dazu, dass das Business langfristig schlechter läuft?

Jana: Definitiv. Wer nicht sichtbar ist, lebt von Empfehlungen und Bestandskund:innen. Das ist ein ziemlich fragiles Modell. Sobald ein wichtiger Auftrag wegbricht oder die Konjunktur schwächelt, fehlt der Puffer. Sichtbarkeit ist eine Form von unternehmerischer Vorsorge. Sie ist die Basis für eine Akquise-Pipeline, die unabhängig vom aktuellen Auftragsbestand funktioniert. Außerdem verändert sie das Gespräch mit potenziellen Kund:innen grundlegend. Wer in relevanten Medien stattfindet oder als Stimme zu bestimmten Themen wahrgenommen wird, muss sich seltener erklären und kann höhere Honorare durchsetzen. Sichtbarkeit ist also auch ein Hebel für die Preisgestaltung, nicht nur für Akquise.

Endlich mit dem Selbstmarketing starten. Tipps für Akquise für KreativeEndlich Eigenmarketing starten mit Hilfe der PAGE Academy: Wie gelingt Eigenmarketing, das authentisch ist UND funktioniert? In unserem Impuls-Webinar am 11. Juni 2026 zeigt Akquise-Expertin Katrin Saleike, wie Designer:innen und Kreative mit einem klaren System regelmäßig wertschätzende Kund:innen und gut bezahlte Aufträge gewinnen.

PAGE: Viele setzen beim Thema Sichtbarkeit auf die sozialen Netzwerke, ist das immer noch der richtige Weg?

Jana: Social Media ist ein Kommunikationskanal von vielen. Das Problem ist: Wer ausschließlich auf Instagram oder LinkedIn setzt, baut auf gemieteter Reichweite. Wir wissen alle, wie schnell sich Algorithmen ändern können oder Plattformen Relevanz verlieren – wie zum Beispiel Facebook. Zudem verschwinden Inhalte im Feed nach wenigen Stunden. Was ich oft sehe und als größtes Problem wahrnehme: Social Media ist eine Bubble. Wer dort sichtbar ist, erreicht sehr oft andere aus der eigenen Branche, nicht aber die Auftraggeber, die man eigentlich gewinnen will. Wenn ich also soziale Netzwerke als meinen Hauptkanal nutze, muss ich mich fragen, wer meine Posts sieht, mit diesen interagiert und ob das wirklich meine Zielgruppe ist. Echte Reichweite und vor allem Glaubwürdigkeit entstehen oft woanders. Wer nur auf eigene Kanäle setzt, verpasst die Hebelwirkung von Medien, die bereits eine relevante Leserschaft haben.

PAGE: Was leistet Earned Media, was Social Media nicht kann?

Jana: Earned Media bringt mehr Glaubwürdigkeit. Wenn ein:e Journalist:in über jemanden schreibt, hat er:sie die Person geprüft, eingeordnet und für berichtenswert befunden. Er:sie ist ja quasi wie ein Gate-Keeper. Das ist meiner Meinung nach eine andere Währung als ein veröffentlichter Social-Media-Post. Social Media hat seinen Platz. Es ist großartig, um eigene Arbeiten zu zeigen, ein Portfolio aufzubauen, mit Kolleg:innen in den Austausch zu gehen oder kurzfristig Aufmerksamkeit für ein konkretes Projekt zu erzeugen. Aber Social Media ist kein Ersatz für redaktionelle Berichterstattung, sondern eine Ergänzung. Viele Freelancer:innen, Designstudios und Agenturen haben Earned Media allerdings nicht auf dem Schirm. Sie denken bei Sichtbarkeit reflexartig an Instagram oder LinkedIn, aber kaum an Fachmedien, Wirtschaftspresse oder Branchenmagazine, die von der eigenen Zielgruppe gelesen werden. Dazu kommt die Halbwertszeit: Ein guter Artikel in einem Fachmagazin oder in einer Tageszeitung wird oft über Jahre gelesen, geteilt, zitiert und taucht in Google-Suchen auf. Ein Social-Media-Post ist nach drei Tagen vergessen. Wer langfristig sichtbar sein möchte, kommt um Earned Media nicht drumherum.

PAGE: Gibt es konkrete Tipps, um Earned Media anzugehen?

Jana: Zuerst würde ich empfehlen, Themen zu finden, die über das eigene Portfolio hinausgehen. Wer nur eigene Projekte zeigt, ist austauschbar. Wer eine klare Haltung zu Branchenfragen hat, sich zu Trends äußert oder zu Themen wie KI im Design, Nachhaltigkeit sowie Brand Building – oder zum Wandel der Kreativbranche eine Meinung formuliert, wird für Stakeholder der Kreativbranche und im Speziellen für Journalist:innen interessant.

Zweitens: Themen besetzen, statt einzelne Projekte zu pitchen. Es gibt seltener einen Artikel, weil ein Studio einen neuen Kunden gewonnen hat. Aber sehr wohl, wenn dieses Studio über aktuelle Herausforderungen sprechen kann.

Drittens: Die richtigen Medien für die eigene Zielgruppe identifizieren, nicht die größten. Ein Fachmedium mit 20.000 relevanten Leser:innen und somit potenziellen Auftraggeber:innen, ist wertvoller als eine Tageszeitung, in der man untergeht. Wer Kund:innen im Mittelstand sucht, sollte in Wirtschaftsmedien sichtbar sein, nicht nur in Designmagazinen.

Und viertens: Beziehungen zu Redaktionen und anderen Content-Verantwortlichen aufbauen und herausfinden, was welche Zielgruppen wirklich interessiert. Massenmails nach dem Gießkannen-Prinzip helfen wenig.

Danke. 



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