Künstliche Intelligenz
Top 10: Das beste günstige Smartphone bis 300 € im Test – schon mit guter Kamera
Nothing Phone 3a
Das Nothing Phone 3a sieht verdammt gut aus, bietet sogar ein Teleobjektiv und gute Ausstattung zum fairen Preis. Ob der Kompromiss gelingt, zeigt der Test.
- ausgezeichnetes Design
- Triple-Kamera mit Teleobjektiv
- lange Akkulaufzeit
- coole Glyph-Leuchten
- Kamera mit Schwächen bei Dunkelheit
- kein kabelloses Laden
- KI-Taste ungünstig platziert
- nur spritzwassergeschützt
Nothing Phone 3a im Test: Top-Design und Teleobjektiv für unter 300 Euro
Das Nothing Phone 3a sieht verdammt gut aus, bietet sogar ein Teleobjektiv und gute Ausstattung zum fairen Preis. Ob der Kompromiss gelingt, zeigt der Test.
Seit dem ersten Modell sorgt Nothing mit seinem eigenständigen Design für Aufmerksamkeit. Statt auf High-End-Hardware zu setzen, konzentriert sich das Unternehmen auf ein ausgewogenes Verhältnis aus Ausstattung und Preis. Die „a“-Serie stellt dabei traditionell die günstigere Variante innerhalb der Modellpalette dar – mit kleinen Abstrichen bei der Hardware.
Trotzdem macht das Nothing Phone 3a im Vergleich zum Vorgänger Nothing Phone 2a (Testbericht) einen deutlichen Schritt nach vorn. Besonders bemerkenswert: Es bringt erstmals in dieser Preisklasse ein Teleobjektiv mit – eine Seltenheit im Mittelklasse-Segment. Zwar handelt es sich nicht um eine Periskop-Telelinse wie beim Nothing Phone 3a Pro (Testbericht), doch die Ausstattung kann sich dennoch sehen lassen. Was das stylishe und preislich attraktive Gerät im Alltag leistet, zeigt unser Test.
Design
Beim Nothing Phone 3a bleibt der Hersteller seiner markanten Formsprache treu – inklusive transparenter Rückseite und der charakteristischen LED-Streifen. Das sogenannte Glyph-Interface ist nahezu identisch mit dem des 3a Pro: Drei geschwungene Lichtstreifen reagieren auf Anrufe, Benachrichtigungen oder Musik und lassen sich etwa als Countdown-Anzeige für den Glyph-Timer nutzen. Das funktioniert zuverlässig – vorausgesetzt, das Smartphone liegt mit der Rückseite nach oben auf dem Tisch.
Im Unterschied zum größeren 3a Pro setzt Nothing beim Kameraelement auf ein schlankeres Design: Statt eines zentralen, runden Moduls sind die drei Kameralinsen nebeneinander in einer Linie angeordnet. Die Anordnung erinnert nicht nur an klassische Science-Fiction-Ästhetik, sondern im Detail auch an die „Augenpartie“ des Roboters Bender aus Futurama. Technisch ist das unauffälliger, optisch bleibt es dennoch eigenständig. Als Farben gibt es Weiß und Schwarz.
Mit Abmessungen von 163,5 × 77,5 × 8,4 mm fällt das Nothing Phone 3a nahezu genauso groß wie das Pro-Modell aus. Auch das Gewicht ist mit 201 g nur minimal geringer. In der Hand wirkt das Gerät wuchtig, aber hochwertig. Eine einhändige Bedienung ist – wie bei vielen aktuellen Smartphones dieser Größe – nur eingeschränkt möglich.
Bei den Materialien setzt Nothing auf einen lackierten Metallrahmen und eine Rückseite aus Panda Glass. Nothing setzt beim Display-Glas ebenfalls auf das günstigere Panda Glass statt Gorilla Glass. Im Alltagstest zeigte sich kein Unterschied, offiziell gilt es aber als etwas weniger widerstandsfähig. Die transparente Oberfläche gibt den Blick auf ein gestyltes Innenleben frei, das an Platinen im Retro-Look erinnert – ein Markenzeichen der Reihe. Die Verarbeitung überzeugt: Spaltmaße sind gleichmäßig, das Gerät wirkt stabil und durchdacht konstruiert.
Wasserdicht ist es aber nicht. Es bietet nur eine Schutzklasse nach IP64, damit ist es staubdicht sowie gegen Spritzwasser geschützt. Ins Wasser tauchen sollte man es also nicht. In dieser Preisklasse ist ein vollständiger Wasserschutz bisher nicht garantiert – aber immer häufiger zu finden.
Links sitzen die Wippe zur Regelung der Lautstärke, rechts der Power-Button. Die zusätzliche Taste unterhalb des Einschaltknopfs ist vorhanden – sie aktiviert den sogenannten Essential Space mit KI-Funktionen. Im Alltag bleibt die Kritik jedoch dieselbe wie beim 3a Pro: Die Position ist ungünstig gewählt, da die Taste leicht versehentlich gedrückt wird. Eine klarere Abgrenzung zur Power-Taste wäre schön gewesen.
Display
Das Nothing Phone 3a verfügt über ein 6,77 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2392 × 1084 Pixeln. Die Pixeldichte liegt bei 388 PPI und sorgt für eine ausreichend scharfe Darstellung. Inhalte erscheinen klar und detailliert, einzelne Pixel sind aus normalem Betrachtungsabstand nicht zu erkennen. Das Panel ist gleichmäßig gerahmt, die Frontlinse sitzt in einer kleinen Punch-Hole-Notch.
Typisch für AMOLED bietet das Panel hohe Kontraste, tiefes Schwarz und stabile Blickwinkel. Die Bildwiederholrate liegt bei maximal 120 Hertz – ein Vorteil beim Scrollen, bei Animationen und bei Spielen mit hoher Framerate. Zudem unterstützt das Display HDR10+, was für erweiterte Dynamik bei kompatiblen Inhalten sorgt. Die maximale Helligkeit ist ziemlich hell und liegt bei knapp über 1200 Nits. Damit ist es im Freien nahezu immer ablesbar – sofern nicht die pralle Sonne direkt aufs Display scheint. Laut Hersteller sollen im HDR-Modus bis zu 3000 Nits im HDR-Modus möglich sein.
Kamera
Das Nothing Phone 3a ist mit einer Triple-Kamera ausgestattet. Die Hauptkamera bietet 50 Megapixel, eine f/1.88-Blende, Phasenvergleichs-Autofokus und optische Bildstabilisierung (OIS). Ergänzt wird sie durch ein 50-Megapixel-Teleobjektiv mit zweifachem optischem Zoom sowie eine 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. Im Unterschied zur Periskop-Telelinse des 3a Pro fällt der optische Zoom dabei geringer aus. Die Frontkamera bietet eine Auflösung von 32 Megapixeln sowie eine f/2.2-Blende.
Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Hauptkamera ansprechende Bilder mit klarer Schärfe bis in die Randbereiche. Die automatische Belichtung funktioniert zuverlässig, die Farben werden überwiegend realitätsnah wiedergegeben.
Schwächen zeigt die Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen: Bereits in der Dämmerung ist ein erstes Bildrauschen erkennbar, das bei Dunkelheit deutlich zunimmt. Der Detailgrad sinkt dann spürbar. Der Nachtmodus greift unterschiedlich stark ein – bei Haupt- und Telekamera eher dezent, beim Ultraweitwinkel hingegen deutlich stärker, was teilweise zu einem unnatürlichen Look führt.
Das Teleobjektiv mit zweifachem Zoom liefert bei Tageslicht gute Ergebnisse ohne Verluste bei zweifacher Vergrößerung, auch bei vierfachem Hybrid-Zoom sehen Motive noch sehr detailliert aus. Bei höherem Zoom wirken Motive dann sehr pixelig. Bei wenig Licht lässt die Bildqualität aber nach. Die Ultraweitwinkelkamera bleibt hinter der Hauptoptik zurück, eignet sich aber für übersichtliche Motive bei guten Lichtbedingungen.
Die Frontkamera produziert detailreiche Selfies mit realistischen Farben und ist für Videotelefonie und soziale Medien gut geeignet, solange ausreichend Licht vorhanden ist. Insgesamt bietet das Kamerasystem des Nothing Phone 3a eine solide Leistung, vorwiegend bei Tageslicht. In schwierigen Lichtsituationen zeigt es jedoch typische Schwächen der Mittelklasse.
Nothing Phone 3a – Originalaufnahmen
Ausstattung
Beim Nothing Phone 3a kommt der Snapdragon 7s Gen 3 zum Einsatz – erstmals verzichtet der Hersteller auch in der günstigeren Modellvariante auf Mediatek-Chips. Stattdessen setzt man auf Qualcomm-Technik, was insbesondere bei KI-Funktionen spürbare Vorteile bringt.
In der Praxis liefert das Phone 3a eine vergleichbare Performance wie das Pro-Modell: Die Oberfläche reagiert schnell, Apps starten flott, und alltägliches Multitasking meistert das Gerät ohne Murren. Bei PCmark Work 3.0 erzielt das Phone 3a rund 11.000 Punkte – das ist ordentlich, aber einige Konkurrenten sind hier deutlich stärker aufgestellt.
Grafisch intensive Anwendungen bringen die GPU jedoch an ihre Grenzen: Im 3Dmark Wild Life Extreme erreicht das Gerät etwa 1000 Punkte, bei Wild Life regulär sind es rund 4000. Für Casual Games und populäre Titel reicht das – wer aber visuell anspruchsvolle Spiele zocken will, muss sich mit reduzierter Grafik zufriedengeben.
Die restliche Ausstattung bietet 128 GB oder 256 GB interner Speicher (nicht erweiterbar), 12 GB RAM, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.4, NFC sowie 5G-Dual-SIM und präzise Ortung über Multiband-GNSS. USB-C 2.0 bietet nur eine langsame Datenübertragung, ist in der Preisklasse aber Standard.
Die Sprachqualität und Lautsprecherleistung bewegen sich auf solidem Niveau, wobei der Klang im Hochtonbereich etwas zurückhaltend wirkt. Der Fingerabdrucksensor im Display sitzt etwas ungünstig weit unten, funktioniert aber meist zuverlässig. Alternativ ist eine weniger sichere 2D-Gesichtserkennung über die Frontkamera möglich.
Software
Das Nothing Phone 3a wird mit Android 15 und der hauseigenen Oberfläche Nothing OS 3.1 ausgeliefert. Optisch bleibt das System minimalistisch und setzt auf klare Linien, monochrome Icons und eine reduzierte Ästhetik, die gut zur Hardware passt. Wem das zu steril wirkt, der kann auf ein klassischeres App-Design umschalten. Praktisch: Einige Widgets lassen sich direkt auf dem Sperrbildschirm platzieren. Bloatware fehlt, stattdessen liefert Nothing eigene Apps für Galerie, Kamera und Zubehör mit.
Sicherheits-Updates garantiert Nothing für sechs Jahre, Android-Upgrades sind für mindestens drei Jahre angekündigt – im Vergleich zur Konkurrenz ist das ordentlich, wenn auch nicht so überragend wie bei Samsung. Zum Testzeitpunkt im April stammte der Patch noch aus Februar, hier bedarf es eines baldigen Updates.
Neu an Bord ist der sogenannte Essential Space – eine KI-Funktion, die exklusiv auf dem Phone 3a sowie 3a Pro läuft, da nur diese Modelle über die zusätzliche Essential-Taste unterhalb des Powerbuttons verfügen. Ein Klick erstellt Screenshots mit Notizen, ein langer Druck startet Sprachaufnahmen, und ein Doppelklick öffnet den zentralen KI-Hub. Hier sammelt das System automatisch Inhalte, fasst sie zusammen und generiert Erinnerungen oder Vorschläge – vorausgesetzt, man ist mit dem Internet verbunden. Die Daten bleiben laut Nothing auf EU-Servern, konkret in Paris.
Auch die App-Verwaltung wurde um KI-Funktionen ergänzt, darunter eine „smarte App-Schublade“, die Anwendungen automatisch gruppiert. In der Praxis zeigt sich die Sortierung aber ungenau, und eine manuelle Korrektur ist nicht vorgesehen. Der praktische Nutzen ist damit begrenzt.
Akku
Das Nothing Phone 3a überzeugt mit starker Ausdauer: Im Battery Test von PCmark erreichte es knapp 16 Stunden – ein Spitzenwert in dieser Preisklasse. Im Alltag hält der 5000-mAh-Akku problemlos einen intensiven Nutzungstag durch, bei moderater Verwendung sind auch zwei Tage ohne Nachladen realistisch. Noch beeindruckender sind die Laufzeiten beim Video-Streaming, hier hält das Gerät bis zu 20 Stunden durch.
Aufgeladen wird der mit bis zu 50 Watt. In 30 Minuten sind etwa 70 Prozent erreicht, eine vollständige Ladung dauert rund eine Stunde – vorausgesetzt, man nutzt ein Power-Delivery-Ladegerät, das separat erworben werden muss. Kabelloses Laden wird weiter nicht unterstützt.
Preis
Die UVP für das Nothing Phone 3a startet bei 329 Euro, mit größerem Speicher sind 379 Euro fällig. Das ist eine Ansage. Die Straßenpreise sind derzeit bisher nicht spürbar gesunken, los geht es bei 260 Euro mit 128 GB oder 309 Euro bei 256 GB.
Fazit
Das Nothing Phone 3a überzeugt als starkes Mittelklasse-Smartphone. Es sticht besonders durch das markante Design, das Teleobjektiv und die lange Akkulaufzeit hervor. Mit einem fairen Preis unter 400 Euro bietet es eine gute Ausstattung, die in dieser Preisklasse kaum zu finden ist, das gilt insbesondere für das Teleobjektiv.
Die Kamera zeigt bei schwachem Licht kleine Schwächen, auch die Performance könnte in anspruchsvolleren Anwendungen etwas besser sein. Dennoch ist das Gerät insgesamt eine hervorragende Wahl für alle, die ein gut designtes und leistungsstarkes Smartphone suchen, ohne dabei ein Vermögen auszugeben. Wer auf die Periskop-Telelinse des Pro-Modells verzichten kann, erhält hier ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Künstliche Intelligenz
Neuer Zahlensender für Spione soll in Deutschland stehen
Seit dem 28. Februar 2026, also dem Beginn des Kriegs der USA und Israel gegen den Iran, gibt es einen neuen Zahlensender für codierte Botschaften. Wie eine Freiwilligenorganisation von Funkinteressierten nun herausgefunden haben will, soll die „V32“ genannte Station sich in Baden-Württemberg befinden. Und zwar zwischen der Panzerkaserne Böblingen und den Patch Barracks. Beide Militäreinrichtungen sind Stützpunkte von US-Truppen in Deutschland.
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Die Funker, die das behaupten, sind keine Unbekannten. Es handelt sich um „Priyom“, eine internationale Gruppe von Funkamateuren und anderen, welche seit 2010 zu Spionagesendern forscht. Priyom lieferte unter anderem Erkenntnisse über den seit den 1970er Jahren aktiven „The Buzzer“, eine je nach Wetterlage weltweit empfangbare Station mit einem charakteristischen Brummton. Sie soll sich nahe Sankt Petersburg befinden.
Warum Zahlensender noch wirksam sind
Während der Buzzer über die Jahrzehnte als sehr leistungsfähige Station offenbar verschiedensten Zwecken diente, handelt es sich bei „V32“ aus Baden-Württemberg um einen klassischen Zahlensender. So werden Stationen bezeichnet, die verschlüsselte Nachrichten in Form von vorgelesenen Zahlen senden. Sie dienen seit dem Ersten Weltkrieg vorwiegend dazu, Agenten in fernen Ländern Anweisungen und Informationen zu geben.
Mit guter Verschlüsselung über Codebücher mit One-Time-Pads (OTP) ist das Verfahren recht unauffällig und sicher: Ein Agent muss nur regelmäßig einen kleinen und leicht zu beschaffenden Kurzwellenempfänger auf die richtige Frequenz einstellen, die Zahlen mitschreiben, und später in Ruhe entschlüsseln. Der Spion sendet dabei nicht selbst, das macht es schwer, ihn zu entdecken.
„V32“ ist täglich auf Sendung
Die Regelmäßigkeit und das feste Format der Sendungen von „V32“ deuten stark darauf hin, dass es sich auch hier um einen klassischen Zahlensender handelt. Er funkt täglich um 3 Uhr morgens deutscher Sommerzeit, dieselbe Sendung wird um 21 Uhr wiederholt. In persischer Sprache (Farsi) wird zuerst dreimal das Wort „Achtung“ ausgesprochen, dann folgt eine Auswahl mehrerer „Header“. Das sind bei Zahlensendern meist Überschriften oder Rubrikkennzeichnungen für die Botschaften. Anschließend sendet „V32“ rund 20 Minuten Zahlenfolgen, welche die eigentlichen Inhalte darstellen könnten.
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Wie sich das anhört, kann man bei Priyom selbst abrufen. Seit „V32“ sendet, gab es etliche Auffälligkeiten, wie einen Systemsound von Windows in einer Übertragung, oder auch immer wieder einzelne Worte auf Englisch inmitten der Sendung. Ob das Fehler mutmaßlich US-amerikanischer Betreiber waren oder Verwirrungstaktiken, ist, wie bei Geheimdiensten stets, vorerst unklar.
Denn außer der Tatsache, dass „V32“ regelmäßig sendet, dazu die persische Sprache verwendet, und sich der Sender per Triangulation und Multilateration in Baden-Württemberg verorten lässt, ist nichts Konkretes bekannt. Auch dass sich in den Patch Barracks die Fernmeldeeinheit „52nd Strategic Signal Battalion“ der US-Army befindet, kann allenfalls als Anhaltspunkt dienen.
Wozu „V32“ dient, ist völlig unklar
Folglich will sich auch der renommierte litauische Historiker Maris Goldmanis nicht zum Zweck von „V32“ festlegen. Er forscht seit Jahren zu Zahlensendern. Wie Goldmanis Wired sagte, könnte „V32“ dazu dienen, Agenten im Iran zu erreichen oder auch die dortige Oppositionsbewegung. Das ist naheliegend, weil das iranische Regime andere Kommunikation strikt einschränkt, bis hin zu einem wochenlangen Internet-Blackout.
Goldmanis hält es laut Wired auch für möglich, dass der Sender die iranischen Kräfte nur verwirren und beschäftigen soll. Dafür spricht, dass er auf seiner ersten Frequenz von 7910 kHz wenige Tage nach Sendebeginn gestört wurde – von wem, ist natürlich unklar. Priyom zufolge sendet er seitdem auf 7842 kHz, falls nicht auch diese Frequenz gestört wird, dann wird wieder die andere genutzt. Ein Katz-und-Maus-Spiel. Die Überlagerungen sollen durch einen „bubble jammer“ kommen, eine Methode, die schon früher dem Iran zugeordnet wurde, auch für gezielte Störungen im Inland. Doch auch das ist letztlich nur ein Indiz.
(nie)
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Vorstoß ins Premium-Segment: Uber übernimmt das Berliner Start-up Blacklane
Der US-Konzern Uber übernimmt den in Berlin ansässigen Premiumtaxidienst Blacklane und baut so sein Angebot im Luxus- und Geschäftsreisesegment weiter aus. Das gab der US-amerikanische Fahrdienstvermittler am Montag bekannt.
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Blacklane wurde 2011 in Berlin gegründet. Das Unternehmen bietet einen On-Demand-Chauffeurservice mit Limousinen an und verbindet dabei Fahrgäste über eine App und eine Web-Buchungsplattform mit lokalen Chauffeurdiensten. Die Tarife des Berliner Start-ups liegen deutlich über denen von Taxis oder Fahrdienstvermittlern wie Uber oder Lyft. Es verspricht dafür eine höhere Zuverlässigkeit und einen besseren Service. Blacklane ist heute in über 500 Städten in mehr als 60 Ländern in Europa, dem Nahen Osten, Asien, Südamerika und Nordamerika aktiv. Unter anderem ist der Autokonzern Mercedes-Benz an Blacklane beteiligt.
Uber teilte mit, dass die Übernahme noch behördliche Genehmigungen benötigt und voraussichtlich bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein wird. Einen Kaufpreis nannte der US-Konzern nicht. Laut Informationen des Handelsblatts soll die Summe bei einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag liegen.
Einstieg in das Premiumgeschäft
Die Übernahme von Blacklane werde „Ubers kürzlich angekündigten Einstieg in den Chauffeursektor mit Uber Elite weiter beschleunigen und Ubers Ziel unterstützen, mehr Kunden weltweit erstklassigen Service zu bieten“, erklärte das US-Unternehmen in seiner Mitteilung. Uber Elite ist derzeit nur in Los Angeles und San Francisco verfügbar und kombiniert Chauffeurservice mit einer Reihe von Luxusangeboten wie besser ausgestatteten Limousinen, Empfang am Flughafen und telefonischem Support rund um die Uhr. Uber zeigt sich überzeugt, dass beide Unternehmen von der Expertise des jeweils anderen profitieren werden. Die Kombination aus dem luxuriösen Service von Blacklane, und der globalen Reichweite und Technologie von Uber bilde eine „leistungsstarke Plattform für Wachstum“.
Unter der Führung von Vorstandschef Dara Khosrowshahi versucht Uber das hochpreisige Premiumgeschäft auszubauen. „Premium-Reisen gehören zu den spannendsten Wachstumsbereichen von Uber“, so der Uber-CEO. „Wir sind von Blacklanes Leistungen sehr beeindruckt und freuen uns darauf, gemeinsam mit ihnen unseren außergewöhnlichen Service für noch mehr Menschen in Städten weltweit weiter auszubauen.“
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(akn)
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Plötzlich Vorbild: Wie UK dem deutschen Solar-Boom nacheifern will
Wer an Schottland, Nordirland, Wales und England denkt, dem fallen sicher viele Attribute ein, „sonnig“ dürfte jedoch eher nicht dazu gehören. Doch auch im Vereinigten Königreich sind die Energiekosten hoch. Nun hat die Labour-Regierung angekündigt, wie sie Verbraucher unterstützen will: unter anderem mit Balkonkraftwerken. „Plug-in-Solar-Panels“ heißen sie dort, und sie sollen schon in diesem Sommer einen gewaltigen Unterschied machen, wenn es nach Energieminister Ed Miliband geht – und damit die durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise eindämmen helfen.
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Der Iran-Krieg habe „einmal mehr gezeigt, dass unser Drang nach sauberer Energie unverzichtbar für unsere Energiesicherheit ist, damit wir uns aus der Umklammerung der fossilen Brennstoffmärkte befreien können, die wir nicht kontrollieren“, erklärte Miliband vergangene Woche den Ansatz.
Das Vereinigte Königreich hatte 2024 sein letztes Kohlekraftwerk abgeschaltet. Wind und Sonne erzeugten im zweiten und dritten Quartal 2025 bereits ein gutes Drittel der elektrischen Energie. Gas kam jedoch direkt danach mit 26 Prozent. Die 14 Kernkraftwerke im Land decken nur gut ein Zehntel des Strombedarfs. Für die Regierung ist die Reiserichtung nun klar: Erneuerbare und insbesondere Solaranlagen müssen ausgebaut werden. Auf Neubauten sollen Solaranlagen und Wärmepumpen zum Standard werden. Und alle anderen sollen laut Miliband „für die Energiesouveränität“ im Laden Steckersolaranlagen kaufen können.
Die Kosten für eine einfache Steckersolar-Kombi liegen im Vereinigten Königreich allerdings bislang deutlich höher als etwa in Deutschland. Manche Hersteller verlangen dort über 50 Prozent mehr für das gleiche Set.
Steckersolar auf den Inseln bislang teuer
Bislang war es im Vereinigten Königreich kaum möglich, eine Steckersolar-Anlage problemlos legal zu betreiben. Der Grund auch dort: Bedenken, etwa ob die Elektroinstallationen zusätzliche 800 Watt auf einem Stromkreis tatsächlich verkraften würden. Bislang mussten Balkonkraftwerke dort daher entkoppelt werden. „Auch wenn das Risiko gering ist: An normale Haushaltssteckdosen angeschlossene Solar-PV-Anlagen können ohne Änderungen der Verkabelungsvorschriften und unter bestimmten Umständen zu einer Überhitzung führen oder Schutzvorrichtungen wie die Funktion von Fehlerstromschutzschaltern beeinträchtigen“, gibt etwa der Technische Direktor von Electrical Safety First zu bedenken.
Dass Hausinstallationen im Vereinigten Königreich außerhalb historischer Bauten generell schlechter als etwa in Deutschland wären, dafür gibt es jedoch keine Indizien. Beim dort gängigen BS-1363-System sind oft Ringleitungen verbaut – mit Sicherungen direkt in den Steckern oder Steckdosen integriert. Das „British Standards Institute“ (BSI, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen deutschen IT-Sicherheitsbehörde) soll nun die entsprechenden Richtlinien für den Anschluss von Steckersolaranlagen erarbeiten.
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Ob das aber, wie von Keir Starmers Kabinett angestrebt, noch vor Mitte des Jahres möglich sein wird? Erfahrungen mit dem deutschen Prozess zeigen, dass die Standardverantwortlichen keinerlei Risiko eingehen wollen.
Lidl und Amazon sollen liefern
Die Regierung hofft jetzt auf schnelle erste Effekte. Die Regierung hat sich dafür starke Verbündete gesucht: Lidl UK will mit Fertigkits für 400 britische Pfund den Markt bedienen. Amazon will ebenfalls liefern, sobald das Go kommt. Auch der örtliche Ableger des Energieriesen E.ON ist im Vereinigten Königreich auffallend positiv gestimmt: „Überflüssige Regulierung für Steckersolar zu beseitigen, ist ein ermutigender Schritt und wir werden bei der Umsetzung helfen“, lässt sich dessen Geschäftsführer Chris Norbury zitieren.
(mma)
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