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Tempolimits und mehr Homeoffice: Brüssel appelliert an die Mitgliedstaaten


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EU-Bürgerinnen und -Bürger sollen mehr im Homeoffice arbeiten und häufiger öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Dazu rief die EU-Kommission am Dienstag auf. Zudem appellierte sie an die Mitgliedstaaten, den eigenen Energieverbrauch zu senken und erneuerbare Energien auszubauen.

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Unter dem Motto „Vorsicht ist besser als Nachsicht“ verwies Dan Jørgensen, der EU-Kommissar für Energie und Wohnen, in einer entsprechenden Pressekonferenz auf einen Zehn-Punkte-Plan der Internationalen Energieagentur (IEA). Dieser soll dabei helfen, den europäischen Energiebedarf angesichts steigender Öl- und Gaspreise durch den Krieg im Iran zu reduzieren. Die Kommission arbeite unterdessen auch an einem eigenen Maßnahmenpaket, das sie demnächst vorstellen will.

„Wir schlagen den Mitgliedstaaten vor, sich den Zehn-Punkte-Plan der IEA anzuschauen und sich davon inspirieren zu lassen“, so Jørgensen. Neben vermehrter Arbeit im Homeoffice und der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sieht die IEA auch den Verzicht auf Flugreisen vor. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen würde sie gern um 10 km/h senken; Carsharing und effiziente Fahrweisen fördern.

Erst am Montag soll Jørgensen einen Brief an die verantwortlichen Ministerinnen und Minister der Mitgliedstaaten gesendet haben, wie Euronews berichtet. Darin habe er die Regierungen darum gebeten, Maßnahmen zur Senkung des Gas- und Ölverbrauchs zu entwerfen. Am Dienstag folgte ein informelles virtuelles Treffen mit den Ministerinnen und Ministern.

Dem Kommissar zufolge müssten sich die Mitgliedstaaten nicht um einen unmittelbaren Öl- oder Gasmangel sorgen. Die EU-Kommission arbeite daran, die Versorgung zu sichern und die Speicher zu füllen. Allerdings seien höhere Strompreise und Verknappungen auf den Märkten – besonders im Hinblick auf Diesel und Flugzeugtreibstoff – zu erwarten. Die Auswirkungen des Krieges auf den Energiemarkt seien vermutlich noch lange zu spüren, so Jørgensen. Ein Ende sei aktuell nicht absehbar.

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Um hingegen die „grundlegende Anfälligkeit gegenüber externen Energieschocks“ der EU anzugehen, müsse die Abhängigkeit von fossilen Energien überwunden und stattdessen in „saubere Energie aus eigener Produktion“ investiert werden.

Erst vor einigen Wochen hat sich die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dafür ausgesprochen, den europäischen Energiebedarf durch eine Mischung aus erneuerbaren Energien und Atomkraft zu decken. Ein Vorschlag, der in dieser Form viel Kritik erntete.

Seit dem Angriff Israels und der USA auf den Iran ist die Lage auf dem Energiemarkt weltweit angespannt. Der Luftraum über dem Land ist gesperrt und die iranischen Streitkräfte blockieren die Straße von Hormus.

Normalerweise passiert etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls die Meerenge, die den Persischen Golf mit dem offenen Ozean verbindet. Sie gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Die IEA rechnet mit einem Verlust der Produktion von knapp elf Millionen Barrel Öl pro Tag (etwa 1,7 Milliarden Liter). Die Preise für Öl sind nach Informationen der EU seit Beginn des Krieges um etwa 50 Prozent gestiegen, die Gaspreise sogar um 70 Prozent. Brent-Rohöl kostete zuletzt rund 119 US-Dollar je Barrel – vor Kriegsbeginn lag der Preis bei etwa 70 US-Dollar.

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(mho)



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Monorails, Magnet- und Seilbahnen: Gadgetbahnen oder sinnvolle Systeme?


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Wenn man eine Diskussion um Bahnsysteme abwürgen möchte, gibt es drei effektive Möglichkeiten, um das Gegenüber zur Weißglut zu bringen: Bei Magnetbahnen erwähnt man am besten Edmund Stoiber, bei klassischen Monorails greift man auf eine Folge der Simpsons zurück und wenn das nicht reicht, denunziert man ein System einfach als Gadgetbahn.

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Für die Politik haben solche Systeme einen gewissen Reiz. Die kann sich nämlich scheinbar eine Innovationsfreudigkeit auferlegen. Gerade im Wahlkampf ist das praktisch und dann kommen mitunter sehr wilde Ideen ins Gespräch, wo Fachleute nur mit dem Kopf schütteln würden. An dem Begriff Gadgetbahn ist also durchaus etwas dran, wenn man nicht auf naheliegende, aber langweilige Systeme wie Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen verweisen möchte.

Gleichzeitig ist das Abkanzeln als Gadgetbahn aber oft nicht gerechtfertigt. Denn: So gut wie jedes Verkehrssystem hat seine Berechtigung. Oft ist die aber sehr speziell.

Beispiele von tatsächlichen Gadgetbahnen gibt es zur Genüge. So wollte Berlin etwa die Magnetbahn Transport System Bögl (TSB) mit so wenig Geld bauen, dass eine sinnvolle Nutzung kaum möglich gewesen wäre. Vielmehr hätte sie bewiesen, dass das TSB ohne ordentliche Investitionen nicht funktionieren kann. Das wäre allerdings schon vor der Planung klar gewesen: Eine einspurige Strecke mit einem oder zwei Zügen ist selbst mit klassischen Systemen nur selten sinnvoll, Standseilbahnen ausgenommen.

Die Magnetbahndiskussion ist dabei in Deutschland besonders vergiftet, weil es immer wieder Vorschläge für Systeme gibt, die kaum als Anwendungsstrecke einstufbar sind. Rund um Nürnberg wollte man Fahrgäste einer Straßenbahn beispielsweise zum Systemwechsel auf das TSB zwingen. Das ging aber nur mit eigenwilligen Kompromissvorschlägen: Eine Station störte etwa den Betriebsablauf bei überwiegender Einspurigkeit und Zugbegegnung in der Mitte.

In Berlin gibt es derweil eine neue Idee: Am ehemaligen Flughafen Tegel soll das TSB fahren. Im ersten Schritt sagte uns die Senatsverwaltung für Verkehr: „Der bereits vorliegende Verkehrsmittelvergleich für die Straßenbahnstrecke von der Urban Tech Republic beziehungsweise U-Bahnhof Paulsternstraße über Gartenfeld nach Spandau wird nun zunächst um die Betrachtung einer Magnetschwebebahn ergänzt.“ Immerhin ist zunächst von einer zweispurigen Variante auszugehen. Fraglich allerdings, ob das Potenzial für eine schnelle, spurtstarke und häufig fahrende Magnetbahn in Tegel vorhanden ist. Für das TSB besteht aber noch eine weitere Hoffnung: In China ist eine Anwendungsstrecke geplant, die Verträge sind unterschrieben.

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Allgemein wird das Thema Magnetbahnen in Asien ernster genommen. Das japanische Linimo-System in Nagoya ist jedenfalls gut ausgestattet. Selbiges gilt für Südkoreas Ecobee (Incheon Airport Maglev), die nach einer unklaren Phase zu einer selten fahrenden Touristenbahn degradiert wurde und bei unserer Testfahrt nur noch mit 40 km/h fuhr. In China gibt es dafür mehrere große und unterschiedliche Systeme wie die S1 in Peking (Mentougou Line) oder den Changsha Maglev Express. Beide sind als Pilotprojekte fester Bestandteil des Nahverkehrs. Dazu kommen in China noch Magnetbahnen, die als Touristenbahnen fahren, und der mittlerweile gut genutzte Transrapid (Shanghai Maglev Train).



Seouls Ecobee (Incheon Airport Maglev) ist nur noch eine Touristenbahn.

(Bild: Andreas Sebayang)

Schauen wir uns aber ein paar Systeme an, bei denen wohl kaum noch jemand eine Gadgetbahn-Diskussion starten würde. Etablierte, ungewöhnliche Systeme gibt es nämlich auch hierzulande einige.

Ein schönes Beispiel ist die Wuppertaler Schwebebahn, eine Monorail (Suspended), die aber kaum als solche wahrgenommen wird. Das Interessante an ihr ist die Trasse mitten über der Wupper.



Die Wuppertaler Schwebebahn wurde umfassend modernisiert.

(Bild: Andreas Sebayang)

Aber: Irgendwann war eine Modernisierung notwendig. Neue Wagen mussten angeschafft werden, die Spannung von 600 Volt auf 750 Volt erhöht werden und das Zugsicherungssystem auf ETCS Level 3 (damals so genannt) gesetzt werden. Das war seinerzeit eine herausfordernde Kombination, die dafür sorgte, dass mitunter der Waggonbau-Spezialist Talbot aushelfen musste. Das zeigt aber auch: Ein derart altes und einmaliges System lässt sich modernisieren. Natürlich kostet das viel Geld. Allerdings im Kontext eines Landes, das seit Jahren dafür bekannt ist, an allen Ecken und Enden im Schienenverkehr zu sparen. Die Betreiber und ihre Partner haben es übrigens sogar geschafft, die alten Kaiserwagen mit dem neuen System kompatibel zu machen. Testfahrten gibt es auch schon seit einiger Zeit. Die Umrüstung beanspruchte sieben Jahre.

Sondersysteme gibt es ansonsten vor allem an Flughäfen. Der Flughafen Düsseldorf hat auch eine Hängebahn (Skytrain), die noch einen Verwandten in Dortmund (H-Bahn) hat. Einen fahrerlosen „People Mover“ gibt es zudem noch am Flughafen München als Satelliten-Anbindung.



Skytrain: Hängebahn als Terminal-Zubringer des Flughafen Düsseldorf.

(Bild: Andreas Sebayang)

Eines der jüngsten Beispiele und ein sehr seltenes System ist die neue Sky Line am Flughafen Frankfurt. Der hat jetzt nämlich sogar zwei unterschiedliche People-Mover-Systeme. Die Verantwortlichen haben sich für ein neues System entschieden, weil das alte den Anforderungen nicht mehr genügte und Erweiterungen laut dem Flughafen kompliziert gewesen wären. Stattdessen gibt es nun zwei unterschiedliche Systeme.

Das neue System ist dabei eine vergleichsweise junge Entwicklung. Siemens Mobility und Lohr Industries haben gemeinsam den Neoval (Airval für Flughäfen) entwickelt. Ein gummibereifter People Mover, der über eine mittlere Führungsschiene (Translohr-System) gelenkt wird. Durch das Lenken erhofft sich der Flughafen Frankfurt geringere Betriebskosten durch weniger Abnutzung. Gleichzeitig ist das System recht schnell. Tempo 80 ist möglich, betrieblich fährt das System aber mit 70 km/h.



Sky Line: Das Airval-System arbeitet mit einer Führungsschiene in der Mitte.

(Bild: Andreas Sebayang)

Translohr hat vorher viel Kritik einstecken müssen. Das lag an den ersten Einsatzzwecken. Gummibereifte Straßenbahnen mit Führungsschiene in der Mitte auf klassischem Asphalt waren keine gute Idee. Die Züge bleiben zu präzise in der Spur und es bilden sich Spurrillen. Der Ruf nach einer Gadgetbahn war schnell da. Neoval setzt hingegen üblicherweise auf Betonspuren.

People Mover und Hängebahnen gehören zu den ungewöhnlichsten Systemen, die aber nur selten mit Gadgetbahnen in Verbindung gebracht werden. Bei People Movern liegt das daran, dass sie selten außerhalb von Spezialgebieten vorgeschlagen werden, auch wenn ihre Umsetzung möglich wäre. Taiwan setzt etwa auf einen People Mover (Wenhu Line, Metro Taipei) als Metrosystem und in Singapur sind solche Systeme in der Feinverteilung als Metro-Zubringer aktiv. Beide sind sehr gut ausgelastet und schaffen enge Kurven ohne große Geräusch- und Vibrationsentwicklung.

Hängebahnen sind weiterhin sehr selten. Mit seinen drei Systemen hat Deutschland vergleichsweise viele. Auch in Japan gibt es noch einige. Sehr neu ist Chinas gummibereifte Wuhan Optics Valley Air Rail Train.

Es gibt noch ungewöhnlichere Verkehrsmittel, die in der Regel etwas mit der Überwindung von Steigungen zu tun haben: Seilbahnen, Aufzüge und sogar Rolltreppen. Die schienengebundenen Seilbahnen, an denen ein Zug am Seil gezogen wird, wollen wir hier aussparen. Die gibt es vor allem in bergigen Regionen. Mitunter auch auf flachem Gebiet, wie im Flughafen Doha (Doppelmayr Cable Liner).

Doch was ist mit der innerstädtischen Gondel-Seilbahn ohne Berg? In Deutschland diskutiert die Politik solche überraschend oft. 2024 sprach sich der damalige Verkehrsminister Wissing etwa für urbane Seilbahnen als ÖPNV-Lösung aus. Die Vorteile: Es werden nur ein paar hohe Seilbahnstützen in der Stadt verteilt, um dann die Seilbasis zu installieren. Denkbar ist dabei vor allem das Überqueren von größeren Wasserflächen, wenn sich eine Fähre nicht lohnt, oder einfach schwieriges Gelände. In Paris kam es zu so einem Fall. Die Câble C1 von Doppelmayr im Süden der Stadt ist dort als Verlängerung der Métro Paris entstanden. Am Ende der U-Bahn-Linie gibt es nicht mehr den Bedarf eines Systems mit viel Kapazität. Ein Tunnel hätte sich also kaum gelohnt. Gleichzeitig war eine eigentlich kostengünstige oberirdische Weiterführung schwierig. Die Straßensituation und ein größeres Gleisfeld machen dies komplex (siehe Openrailwaymap). Also entschied sich Paris für eine Seilbahn.



Die Seilbahn Câble C1 als Verlängerung der Paris Métro Ligne 8.

(Bild: Andreas Sebayang)

Sie bewegt sich nach unserem Messungen zwar nur mit maximal 18 km/h, doch die Wegführung ist direkter als mit einem Bus. Zudem gibt es praktisch keine Wartezeiten auf das nächste Fahrzeug. Eine Kabine steht eigentlich immer bereit. Es kann aber passieren, dass man in einer Schlange warten muss. Aktuell ist das aber kaum zu erwarten. 9000 bis 10.000 Fahrgäste nutzen das System bisher täglich, leicht unter der Prognose.

Fahrgäste mit Höhenangst müssen jedoch Umwege einkalkulieren. Und bei etwas mehr Wind sollten Nutzer Spaß am Schaukeln haben. Direkt in der Stadt wirkt das System zudem einfach zu langsam.

Wenn dann tatsächlich Höhenmeter zurückzulegen sind, dann stellt sich die Sinnfrage weniger. Neben schienengebundenen Standseilbahnen und Gondelsystemen gibt es dann noch weitere Alternativen.

Auch wenn es seltsam klingen mag: Eine davon ist ein Fahrstuhl. Der Elevador de Santa Justa ist Teil der „Flotte“ des Nahverkehrsunternehmens Carris in Lissabon. Er hat sogar einen Fahrplan und braucht Tickets. Die Kapazität: 20 Sitz- und 15 Stehplätze. Auch Rolltreppen können Gebühren kosten. Das ist etwa beim Chongqing Crown Grand Escalator der Fall. Hier gibt es natürlich keinen Fahrplan im herkömmlichen Sinne. Eine Treppenstufe ist immer bereit. Ähnlich wie bei Câble C1 gibt es Betriebszeiten.

Die Systembeispiele zeigen, wie speziell ein Problem sein muss, um ein ungewöhnliches System zu rechtfertigen. Es gibt aber eine Stadt, die selbst wie ein großer Rummel ist und passend dazu auch Gadgetbahnen bietet: Las Vegas.

Die Stadt in Nevada ist nicht nur Heimat unzähliger Casinos und anderer Entertainment-Attraktionen. Sie bietet auch viel Experimentierfläche für alternative ÖPNV-Systeme und ist Heimat von seltsam konzipierten Bahnsystemen.

So hat die Stadt gleich mehrere an Seilen gezogene Bahnen. Zwischen dem Casino-Resort Mandalay Bay und dem Hotel Excalibur sind zwei sogenannte Trams auf eigenen Trassen unterwegs, bei der eine die Aufgabe eines Expresszugs hat. Dazu kommen der Aria Express und die derzeit geschlossene Treasure-Island-Tram.

Tatsächlich sind die kostenlosen Systeme für den Inter-Casino-Verkehr mit ihren zwei bis vier Stationen kaum von Relevanz. Die Fahrten lohnen sich wenig, weshalb die Verbindungen kaum genutzt werden. Es gibt aber Ausnahmen: Besonders hoch frequentiert wird zum Beispiel die Tram zwischen Mandalay Bay und Excalibur während Sportveranstaltungen. Das sorgt mitunter für sehr lange Wartezeiten und dann lohnt es sich erst recht zu laufen.

Auf der Ostseite des Strips sieht das ähnlich aus. Dort fährt die Las Vegas Monorail entlang. Ein System mit recht kleinen Fahrzeugen des Typs Bombardier Innovia 200.

Eigentlich hätte die Bahn Potenzial, sie hat aber ein eigenes Ticketsystem und mit 6 US-Dollar ist sie teuer. Immerhin muss die Bevölkerung Nevadas nur einen Dollar zahlen. Doch auch das bringt wenige Fahrgäste. Es gibt nur sieben Stationen fernab des Strips und sie sind schwer zu finden.

Es gab zwar immer mal wieder Ideen, den Flughafen mit der Monorail zu verbinden. Allerdings ist fraglich, ob die Monorail Fluggästen mit Koffern gewachsen wäre. Formal hat die Bahn 72 Sitz- und bis zu 304 Stehplätze – bei 0,125 Quadratmetern pro Person.

Ein Scheitern war also, wie andere Erweiterungspläne, wohl unausweichlich und die Geschichte ist komplex. Die Zukunft ist auch ungewiss, ein Jahrzehnt hat die Monorail aber wohl noch gesichert.

Las Vegas setzt weiter auf mehr oder weniger schlechten Busverkehr mit ein paar BRT-ähnlichen Verbesserungen im Osten der Stadt. Alternativen sehen Betreiber eher in anderen Konzepten. So hat heise online gerade erst das autonom fahrende Zoox System von Amazon getestet.

Eine große Spielfläche ist die Stadt auch für den Las Vegas Loop der Boring Company, der mit zahlreichen Tesla-Fahrzeugen in Tunneln bestückt wird. Das System ist jedoch sehr personalintensiv. Aufgrund der Punkt-zu-Punkt-Verbindungen transportiert ein Fahrer manchmal nur 1–2 Personen. Dazu kommen Massen an Einweisern an den Stationen. Eine Straßenbahnstation ließe sich hingegen ohne Personal betreiben.

Gerade weil der Bus-basierte ÖPNV in Las Vegas so schlecht ist, funktioniert das System trotz vieler gebrochener Versprechen recht gut. Das gilt vor allem im Messebereich. Vom Messegelände zum Strip zu kommen, ist tatsächlich schnell und mit 4,25 US-Dollar pro Person vergleichsweise günstig. Allerdings sind die Betriebszeiten kurz. Meist ist um 21 Uhr Schluss.




Was fehlt: In der rapiden Technikwelt häufig die Zeit, die vielen News und Hintergründe neu zu sortieren. Am Wochenende wollen wir sie uns nehmen, die Seitenwege abseits des Aktuellen verfolgen, andere Blickwinkel probieren und Zwischentöne hörbar machen.

Immerhin hat der Las Vegas Loop nun einen Flughafen-Anschluss für 12 US-Dollar. Dazu fahren die Teslas aus dem Tunnel heraus auf den Straßen zum Flughafen. Surface Route nennt sich das neue Konzept des Tunnelbauunternehmens Boring Company. Möglich macht das eine neue Regel, die einen größeren Oberflächenanteil bei LV-Loop-Fahrten ermöglicht, der einem älteren Bericht zufolge bei vier Meilen liegt.

Das soll sich aber ändern, sobald der Tunnel bis in die Nähe des Flughafens eröffnet wird. Eigentlich hätte der längst eröffnet werden sollen. Gerissene Termine und kaum Kommunikation sind bei der Boring Company aber normal.

Insgesamt sollten die Beispiele zeigen, dass es für Spezialbahnen in der Regel einen sehr spezifischen Einsatzzweck gibt, den sich manche Länder auch viel Geld kosten lassen, um der Bevölkerung ein gutes Verkehrsmittel zu bieten. Zu einer Gadgetbahn werden solche Systeme erst, wenn sie unüberlegt ins Spiel gebracht werden, um Innovationsfreudigkeit zu vermitteln.

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Video: Statt Microsoft — Diese vier Office-Pakete solltet ihr kennen


Gründe für einen Wechsel gibt es viele. Gerade steht digitale Souveränität hoch im Kurs – europäische Alternativen, Open-Source-Software und so weiter. Aber auch pragmatischere Argumente zählen: steigende Preise, Datenschutzprobleme, Cloud-Zwang und die aufgezwungene KI-Integration durch Microsoft Copilot.

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Das löst nicht nur bei Behörden ein Umdenken aus, sondern auch bei vielen Privatnutzern. Denn selbst wer im Job keine Wahl hat und mit dem Arbeitgeber in die Microsoft-Cloud muss, kann zuhause immer noch eigene Entscheidungen treffen. Im Video erfahrt ihr, welche Alternativen ihr stattdessen nutzen könnt:


(mond)



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Freitag: Ärztetag gegen Kassen-Kompetenzen, Inkognito-Chat mit KI bei WhatsApp


Der 130. Ärztetag setzt dem neuen Gesundheits-Digitalisierungsgesetz (GeDIG) klare Grenzen: Krankenkassen sollen nicht über medizinische Behandlung entscheiden. Zudem wird der mit der neuen Regulierung erweiterte Kassenzugriff auf Basis von Daten der elektronischen Patientenakte kritisiert. Derweil hat WhatsApp angekündigt, dass Konversationen mit der Meta-KI künftig geheim gehalten werden können. Der sogenannte Inkognito-Chat bei WhatsApp soll nicht gespeichert und sofort wieder gelöscht werden. Diese Funktion wird auch für die Meta-AI-App kommen. In Deutschland hat das BSI die IT-Sicherheit des öffentlichen Ladenetzes für Elektrofahrzeuge untersucht und dabei Probleme ausgemacht. Im schlimmsten Fall sei die Netzstabilität gefährdet, denn in den Systemen der Ladestationenbetreiber gebe es deutliche Schwachstellen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Der 130. Deutsche Ärztetag in Hannover hat mit großer Mehrheit mehrere Beschlüsse zum geplanten Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen gefasst. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte die Reformpläne bei der Eröffnung des Ärztetags verteidigt, aber dennoch Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Antwort des Ärztetags fiel dennoch deutlich aus: Digitalisierung ja, aber nicht auf Kosten von Patientenrechten, ärztlicher Unabhängigkeit und dem Zugang zur Versorgung. Ein zentrales Thema war die wachsende Rolle der gesetzlichen Krankenkassen in der medizinischen Versorgung. Die Ärzteschaft hält es für einen klaren Tabubruch, wenn sich Krankenkassen in die Behandlung einmischen: Klare Absage des Ärztetages an kassengesteuerte Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Meta Platforms hat geschlossene und komplett private Konversationen mit dem eigenen KI-Chatbot innerhalb von WhatsApp und der eigenen Meta-AI-App angekündigt. Ein sogenannter „Inkognito-Chat“ wird laut Unternehmensangaben nicht protokolliert und nach Beendigung auch auf dem Endgerät gelöscht. Die wie üblich verschlüsselten Chats sind demnach auch vom Betreiber selbst nicht einsehbar. Solche Inkognito-Chats sind damit besonders geeignet für sensible Themen, wenn es etwa um Finanzen, Gesundheit oder persönliche Angelegenheiten geht. Zudem wurden Nebenchats angekündigt, nicht öffentliche Gespräche mit der Meta-KI im Rahmen anderer Chats. Beide Funktionen sollen in den nächsten Monaten verfügbar werden: WhatsApp führt „Inkognito-Chat“ für komplett private Gespräche mit Meta-KI ein.

Werden Elektroautos an öffentlichen Ladestellen geladen, kommt zur Strom- auch eine Datenverbindung. Diese kann Einfallstor für Angriffe auf die Ladestation, das Stromverteilnetz oder dessen Steuersysteme, aber auch das angeschlossene E-Auto sein. Daher hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die IT-Sicherheit öffentlich zugänglicher Ladenetze untersucht. Ergebnis: Zentrale Normen entsprechen in vielen Bereichen dem Stand der Technik, aber Entwarnung löst das nicht aus. Denn bei der praktischen Umsetzung der Datenprotokolle werden zahlreiche Sicherheitsmechanismen wie Transportverschlüsselung, Sperrlisten oder moderne kryptografische Verfahren laut BSI häufig nur eingeschränkt oder optional implementiert: Öffentliches Ladenetz zunehmend gefährlich.

Bun ist einst angetreten, um Node.js als JavaScript-Server, NPM als Paketmanager und Bundler wie esbuild mit einer Software zu ersetzen. Ende 2025 übernahm die KI-Firma Anthropic das Open-Source-Projekt und das Bun-Entwicklerteam. Die Begründung: Anthropic nutzt Bun bereits für Claude Code und das Claude Agent SDK. Jetzt wird klar, dass die Übernahme des Projekts durch die KI-Firma Anthropic nicht folgenlos bleibt: Ende April erschien ein Branch, in dem das Sprachmodell Claude auf Anweisung die gesamte Codebasis von Zig auf Rust umzieht. Am 14. Mai wurden nun 2188 Dateien geändert, eine Million Zeilen neu geschrieben, 4000 Zeilen gelöscht. Bun ist damit komplett in Rust geschrieben. Doch es gibt einige offene Fragen zu dieser KI-Portierung: Claude schreibt Bun-Codebasis in Rust neu.

Im c’t-Datenschutz-Podcast berichten wir von der Vorstellung des Tätigkeitsberichts der Bundesdatenschutzbeauftragten, bei der nur wenige Journalistinnen und Journalisten erschienen sind. Das ist ein bedenkliches Signal in Zeiten, in denen Vorhaben wie Vorratsdatenspeicherung oder Gesichtserkennung beim BKA auf der politischen Agenda stünden, der Datenschutz aber kaum noch Beachtung finde. Breiten Raum nimmt der sogenannte Signal-„Hack“ ein, bei dem hochrangige Politikerinnen und Politiker Ziel einer Phishing-Kampagne wurden. Zudem besprechen wir, dass Europol über Jahre mehr als zwei Petabyte Daten gesammelt hat, ohne saubere Rechtsgrundlage und am europäischen Datenschutzbeauftragten vorbei. Das sind die Themen der Auslegungssache 159: „Signal-Hack“ und Europol-Schatten-IT.

Auch noch wichtig:

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(fds)



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