Künstliche Intelligenz
KI-Boom reicht nicht: Kalifornien plant Digitalsteuer für Cloud-Software
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Die anhaltende Sonderkonjunktur durch den KI-Hype spült unerwartet viel Geld in die Staatskasse Kaliforniens. Doch für Gouverneur Gavin Newsom ist das kein Grund zum Ausruhen. Im Gegenteil: Der Politiker der Demokraten plant eine grundlegende Reform des Steuerrechts, die vor allem die Tech-Branche im Silicon Valley hart treffen dürfte. Newsom schlägt mit seinem überarbeiteten Etatentwurf für 2026/27 die Einführung einer Umsatzsteuer auf Cloud-basierte Software vor. Damit will er den Tech-Sektor in die Pflicht nehmen, um der fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt dauerhaft zusätzliche Einnahmen in Milliardenhöhe zu sichern.
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Der Vorstoß ist Teil der turnusgemäßen Überarbeitung des Haushaltsplans, die traditionell im Mai erfolgt. Konkret sollen Verkäufe von Software, die übers Internet bereitgestellt wird, künftig mit einem Basis-Steuersatz von 7,25 Prozent belegt werden. Da die Kommunen vor Ort eigene Aufschläge erheben können, dürfte die tatsächliche Belastung in vielen Regionen Kaliforniens am Ende noch höher ausfallen.
Betroffen von der Neuregelung wären primär große Softwarehäuser wie Microsoft, Salesforce und Oracle, aber eben auch die wachsende Zahl an Anbietern von KI-Anwendungen. Diese vertreiben ihre Dienste in der Regel über die Cloud. Die Regierung in Sacramento rechnet vor, dass die neue Abgabe bereits im kommenden Haushaltsjahr rund 1,1 Milliarden US-Dollar an staatlichen und lokalen Steuereinnahmen einbringen würde. In den Folgejahren soll sich dieser Betrag auf jährlich rund zwei Milliarden US-Dollar einpendeln.
Bislang bildete Kalifornien beim Softwarekauf eine Ausnahme: Beim Erwerb physischer Datenträger im Elektronikmarkt oder beim Kauf eines neuen Computers mit vorinstallierten Programmen wird ganz regulär Umsatzsteuer fällig. Der Online-Bezug über die Cloud blieb dagegen steuerfrei. Newsom begründete seinen Sinneswandel so mit einer persönlichen Anekdote beim Einkauf im stationären Handel. Einige andere US-Bundesstaaten haben eine Cloud-Steuer auch bereits eingeführt.
Streaming-Plattformen für Medieninhalte wie Netflix oder Disney+ sollen von der kalifornischen Vorschrift ausgenommen werden, da der Großteil der steuerpflichtigen Transaktionen ohnehin im Business-to-Business-Bereich stattfinde.
Ein globaler Trend?
Auch EU-Abgeordnete drängen parallel auf eine Milliarden-Abgabe für Big Tech. Mit einem ambitionierten Finanzplan für die Jahre 2028 bis 2034 fordert das EU-Parlament, Tech-Riesen zur Kasse zu bitten. Ziel ist es, den EU-Haushalt aufzustocken und wichtige Zukunftsinvestitionen abzusichern. Der US-Regierung unter Donald Trump missfällt das. Dass nun ausgerechnet Kalifornien – die Heimatbasis der betroffenen Giganten – eine eigene Digitalabgabe vorantreibt, verleiht der Debatte eine pikante Note.
Newsoms Initiative kommt für die kalifornische Haushaltsplanung zu einem günstigen Zeitpunkt. Zwar steht das Budget des Golden State aktuell glänzend da, weil die Einnahmen die bisherigen Prognosen um 16,5 Milliarden US-Dollar übertroffen haben. Für die nächsten zwei Jahre droht kein Defizit. Der Geldregen ist aber stark von den volatilen Erträgen aus der Kapitalertragssteuer und den Aktiengewinnen der Tech-Elite abhängig. Das macht das Budget des Westküstenstaates anfällig für Kursschwankungen an den Börsen.
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Ferner stehen die Kommunen durch Bundeskürzungen unter Druck, die aus dem „One Big Beautiful Bill Act“ Trumps resultieren. Newsom, der sich im letzten Jahr seiner Amtszeit befindet und dem Ambitionen für eine Präsidentschaftskandidatur 2028 nachgesagt werden, will daher laut Bloomberg die Gunst der Stunde nutzen, um Sozial- und Klimaprogramme seiner Partei langfristig abzusichern.
Hoffnung auf Börsengänge
Ergänzend zur Software-Steuer plant die Administration eine dauerhafte Begrenzung von steuerlichen Vergünstigungen für Unternehmen ab dem Steuerjahr 2027, was weitere Millionen in die Kassen spülen soll. Gleichzeitig hofft Kalifornien auf eine Reihe von spektakulären Börsengängen aus der Region. Die erwarteten IPOs von Branchengrößen wie Anthropic, OpenAI und SpaceX gelten als potenzielle Goldgruben, da die Realisierung von Aktiengewinnen durch Mitarbeiter und Investoren zu massiven Steuernachzahlungen führen würde.
Widerstand aus der Wirtschaft formiert sich aber bereits. Die kalifornische Handelskammer warnt vor voreiligen Schritten und verweist auf andere weitreichende steuerliche Initiativen, die im kommenden November zur Abstimmung stünden. Darunter sei schon eine heftig debattierte Milliardärssteuer. Den finalen Haushaltsplan inklusive der potenziellen Digitalsteuer muss die Exekutive nun bis Juli mit den Abgeordneten im Parlament in Sacramento aushandeln.
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Thinking Machines Labs arbeitet an einem Interaction-Modell
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Ende 2024 hat Mira Murati OpenAI verlassen. Der Abgang der damaligen CTO hat in der KI‑Branche für einigen Wirbel gesorgt. Ebenso wie die Ankündigung, dass Murati fortan mit einem eigenen Start-up namens Thinking Machines Labs durchstarten möchte. Die Ankündigung brachte dem jungen Unternehmen innerhalb kürzester Zeit mehr als 12 Milliarden US-Dollar durch Investor:innen ein – und das, ohne ein Produkt vorweisen zu können.
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Interaction-Modell von Thinking Machines Labs
Das ändert sich jetzt durch eine Pressemitteilung von Thinking Machines Labs. Das Start-up arbeitet an einem sogenannten Interaction-Modell, um einen „skalierbaren Ansatz für die Kollaboration zwischen KI und Mensch“ zu liefern. Dabei handelt es sich im Grunde um eine KI, die in Echtzeit auf Sprache reagieren kann. Durch Antwortzeiten von etwa 0,4 Sekunden sollen sich so echte Dialoge ergeben.
Durch diese kurzen Antwortzeiten ergeben sich einige Features, die andere KI-Modelle nicht bieten können. Normalerweise würde eine KI einen ausreden lassen, bevor sie antwortet. Das Modell von Thinking Machines soll sogar unterbrechen können, auch wenn Nutzer noch nicht fertig gesprochen haben. Das ist etwa dann nützlich, wenn jemand einen Fehler gemacht hat und die KI einen frühzeitig darauf hinweisen kann. Oder sie unterbricht einen, weil sie schon eine Antwort für einen parat hat und keine weiteren Anweisungen benötigt.
Ein anderer Anwendungsbereich sind Live-Übersetzungen. Das Modell kann dem Sprecher zuhören und die gesprochenen Worte simultan übersetzen, während er noch spricht. Ebenso ist es möglich, mit der KI weiterzureden, während sie im Hintergrund an einem früheren Prompt arbeitet – und etwa Daten visualisiert. Die Ergebnisse des früheren Prompts sollen laut Thinking Machines Labs von der KI dann natürlich in das Gespräch eingeflochten werden.
Sämtliche Fertigkeiten hat Thinking Machines Labs jetzt in einer Reihe von kurzen Clips demonstriert. Dennoch ist das Modell offenbar bisher nicht für die Öffentlichkeit bereit. In den kommenden Monaten will das Start-up eine Research-Preview-Version veröffentlichen, um einem begrenzten Kreis an Tester:innen Zugang zur KI zu geben. Anhand des so gesammelten Feedbacks soll das Modell noch weiter verbessert werden.
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Top 10: Bester Saugroboter im Test – Roborock ist Testsieger, Dreame ist leiser
Saugroboter mit Wischfunktion erleichtern den Alltag. Wir zeigen die besten Modelle mit Absaug- oder Reinigungsstation.
Saugroboter sind praktische Haushaltshelfer, technisch inzwischen ausgereift, aber oft kostspielig. Entscheidend ist dabei weniger die reine Leistung als die Frage, wie gut die Geräte diese Leistung im Alltag umsetzen. Modelle, die ziellos durch die Wohnung fahren, helfen wenig – gefragt sind präzise Navigation, zuverlässige Reinigungsleistung und eine praxisgerechte Lautstärke.
Smarte Technik ermöglicht es modernen Saugrobotern, einen Großteil der Arbeit beim Saugen und Wischen eigenständig zu übernehmen. Doch nicht das Datenblatt zählt, sondern die Alltagstauglichkeit. Einige Geräte beeindrucken zwar mit hohen Leistungswerten, scheitern jedoch in der Praxis an Orientierung, Reinigungsqualität oder Geräuschentwicklung.
Unsere Bestenliste basiert auf Dutzenden Tests und umfasst die Modelle, die uns am meisten überzeugt haben. Bewertet wurden im Saugroboter-Test Funktionsumfang, Navigation, Objekterkennung, Saugleistung, Wischergebnis, Design und Preis-Leistungs-Verhältnis. Zu jedem Gerät beschreiben wir Stärken, Schwächen und die Gründe für seine Platzierung.
Welcher ist der beste Saugroboter?
Wer nach einer klaren Empfehlung fragt: Testsieger ist der Roborock Saros 20. Er überzeugt mit exzellenter Objekterkennung, präziser Navigation und tadelloser Reinigungsleistung. Sein kippbares Chassis meistert Hindernisse bis 4,5 cm. Die App gehört zu den besten auf dem Markt. Aktuell kostet der Saros 20 1119 Euro.
Auf Platz zwei landet der Eufy Omni E28 Hydrojet – unser Technologiesieger. Die Nasssauger-Einheit lässt sich aus der Station entnehmen und separat nutzen. Der Roboter bietet sogar eine Wischwalze, die sich während der Fahrt selbst reinigt – ohne Zwischenstopp an der Basis. Für einen Preis von 727 Euro ist das eine praktische Kombi.
Preis-Leistungs-Sieger ist der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni. Statt Rüttelplatte setzt er auf eine Wischwalze und erzielt damit ein hervorragendes Wischergebnis – selbst eingetrocknete Acrylfarbe verschmiert nicht. Saugkraft und Navigation überzeugen, nur die Objekterkennung schwächelt. Ausschlaggebend für die Platzierung ist der niedrige Preis von 599 Euro.
Hinweis: Das Preis-Leistungs-Verhältnis zählt neben Ausstattung und Praxiserfahrung (Navigation, Reinigungsergebnis, App und Hinderniserkennung) zu den wichtigsten Kriterien unserer Bestenliste. Es sorgt für faire, nachvollziehbare Reihung: Sind Leistung und technische Eigenschaften vergleichbar, erhält das Modell mit dem attraktivsten Preis den höheren Rang. Ein Saugroboter, der marginal besser ist, aber deutlich teurer, kann hinter einem Modell mit deutlicherem Preis-Leistungs-Vorteil landen. Der Testsieger soll technisch die höchste Leistung liefern, unabhängig vom Preis.
Der Roborock Saros 20 punktet mit seinem durchdachten, flachen Design und gehört mit 36.000 Pa Saugkraft zu den Besten am Markt. Das ermöglicht die Reinigung unter niedrigen Möbeln, wo andere Roboter kapitulieren. Die Duo-Divide-Bodenwalze verhindert Haarverwicklungen effektiv.
Besonders hervorzuheben: Die Station reinigt mit Heißwasser und trocknet bei 100 Grad – das bieten nur wenige Topmodelle. Die Reinigungsergebnisse in der Praxis sind hervorragend. Der Preis von 1199 Euro ist allerdings auch ziemlich hoch.
- hervorragende Saugleistung
- Kletterfunktion bis 4,5 cm
- Heißwasserreinigung und Lufttrocknung mit 100 Grad
- ultraflaches Design
- 5-GHz-WLAN-Unterstützung und Matter-Kompatibilität
- sehr hoher Preis
- Wischleistung systembedingt unter Walzensystem-Niveau
Der Eufy Omni E28 Hydrojet bietet 20.000 Pa Saugkraft und eine Wischwalze, die mit Druck und Rotation arbeitet statt nur mit feuchten Tüchern. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der integrierte und abnehmbare Nasssauger, der hartnäckige Flecken aus Polstern und Autositzen entfernt. Für 727 Euro bei Galaxus erhält man damit zwei vollwertige Reinigungsgeräte in einem System.
- nützlicher Nasssauger für Polster und Autositze
- fairer Preis
- gute Wischfunktion
- etwas lautes Fahrgeräusch
- schwach bei Teppichen
- Navigation bei Engstellen ausbaufähig
Der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni überzeugt primär mit der Wischwalze, die selbst hartnäckige Verschmutzungen entfernt. Im Test beseitigte er sogar verschmierte Acrylfarbe, während herkömmliche Modelle diese nur verteilten. Dank 18.000 Pa Saugleistung nimmt er auch gröberen Schmutz zuverlässig auf. Die intelligente Navigation umgeht Hindernisse zuverlässig, und die ausfahrbare Seitenbürste erreicht auch schwer zugängliche Bereiche. Am erstaunlichsten ist der Preissturz, den der Premium-Roboter hingelegt hat. So kostet er aktuell nur 599 Euro bei Coolblue – für einen derart gut ausgestatteten Roboter ein No-Brainer-Deal.
- saugt gut
- Wischwalze mit Selbstreinigung im Betrieb
- gute Navigation
- übersichtliche & responsive App
- schwächere Hinderniserkennung
Ratgeber
Was kann ein Saugroboter leisten – und was nicht?
Moderne Saug- und Wischroboter übernehmen einen Großteil der täglichen Bodenreinigung selbstständig. Sie saugen Staub, Krümel und Haare auf, wischen Hartböden feucht und kehren danach automatisch zur Ladestation zurück. Hochwertige Modelle speichern mehrere Etagen als Karten, erkennen Teppiche und passen ihre Reinigung entsprechend an. Die besten Geräte schaffen auch hartnäckigen Schmutz dank rotierender Mopps oder Wischwalzen.
Die meisten Geräte fahren bei niedrigem Akkustand selbstständig zur Ladestation und setzen die Arbeit danach fort. Moderne Roboter erstellen Karten der Wohnung mittels Laser- oder Kameratechnik und navigieren so zielgerichtet durch jeden Raum. Ein System aus verschiedenen Sensoren schützt den Roboter und die Einrichtung: Absturzsensoren verhindern das Herunterfallen an Treppen.
Die eigentliche Stärke eines Saugroboters liegt in der Kontinuität: Wer ihn täglich fahren lässt, hält die Wohnung auf einem durchgehend ordentlichen Niveau. Staub sammelt sich nicht mehr tagelang an, Krümel verschwinden zeitnah, Tierhaare verteilen sich nicht durch die ganze Wohnung. Diese Grundsauberkeit erreicht kein noch so fleißiger Mensch mit manuellem Saugen, weil schlicht die Zeit fehlt, täglich jeden Raum zu reinigen. Der Roboter fährt hingegen einfach los, während man arbeitet oder schläft.
Allerdings bleiben die Details Handarbeit. Ecken und Kanten reinigen Saugroboter bauartbedingt schlechter, hier muss man gelegentlich selbst ran. Saugroboter erreichen oft nicht die extreme Saugkraft eines herkömmlichen Bodenstaubsaugers, was besonders bei sehr tiefen Teppichen auffallen kann. Hochflorige Teppiche, Fransen oder herumliegende Kabel bereiten vielen Modellen Probleme. Wer Haustiere mit langem Fell besitzt, wird trotz täglicher Roboterfahrten gelegentlich selbst zum Staubsauger greifen müssen – besonders auf Polstermöbeln und in Ecken, die der Roboter nicht erreicht.
Auch bei akuten Verschmutzungen stößt der Roboter an praktische Grenzen. Wer ein Glas Saft umwirft, wird kaum den Saugroboter losschicken – bis der seine Route geplant hat und an der richtigen Stelle ankommt, ist die Pfütze längst eingetrocknet oder hat sich ausgebreitet.
Für solche Fälle eignet sich ein Akku-Wischsauger deutlich besser – oder schlicht ein Lappen. Die beeindruckenden Wischleistungen moderner Roboter mit Wischwalze, die selbst Acrylfarbe entfernen können, kommen im Alltag daher selten zum Tragen. Niemand wird ernsthaft absichtlich Farbe auf den Boden kippen und dann den Roboter schicken. Die Technik zeigt aber, was theoretisch möglich ist – und hilft bei eingetrockneten Flecken, die man übersehen hat.
Vor dem Kauf lohnt sich daher eine ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Wohnsituation. Wie groß ist die Wohnfläche? Gibt es viele Teppiche oder hauptsächlich Hartböden? Leben Haustiere im Haushalt? Stehen viele Möbel eng beieinander? Gibt es hohe Türschwellen oder mehrere Etagen? Die Antworten bestimmen, welche Features wirklich wichtig sind – und welches Budget sinnvoll ist.
Was unterscheidet günstige von teuren Saugrobotern?
Der Markt für Saugroboter erstreckt sich von unter 100 Euro bis über 1500 Euro. Die Preisunterschiede spiegeln sich in fast allen Bereichen wider – von Navigation über Wischleistung bis zur Verarbeitung. Einstiegsmodelle sind bereits ab 50 Euro erhältlich, leistungsstarke Modelle für größere Flächen finden sich unter 300 Euro. Für smarte Saugroboter mit umfangreichen Funktionen und App-Steuerung liegen die Preise zwischen 150 und 1020 Euro, abhängig von Features und Marke. Bei Saug-Wisch-Robotern reicht die Spanne von 200 bis 1400 Euro, wobei der Preis nicht immer die Qualität widerspiegelt.
Unter 200 Euro gibt es nur sehr einfache Roboter. Sie navigieren meist per Zufall oder einfachem Gyroskop und fahren kreuz und quer durch die Wohnung – in der Hoffnung, irgendwann überall gewesen zu sein. Lasernavigation fehlt in diesem Segment fast vollständig, die Wischfunktion beschränkt sich auf ein hinterhergezogenes feuchtes Tuch ohne echte Reinigungswirkung. Eine Absaugstation gibt es nicht, der Schmutzbehälter (oft nur 0,3 Liter) muss manuell geleert werden, die Akkulaufzeit liegt bei rund 45 Minuten. Für kleine Wohnungen mit harten Böden und wenig Hindernissen reicht das aus – größere Grundrisse überfordern diese Geräte schnell.
Zwischen 200 und 450 Euro hat sich die Lasernavigation als Standard etabliert. Die Roboter erstellen präzise Karten, fahren systematisch Bahnen und reinigen deutlich effizienter. Auch Absaugstationen tauchen in diesem Segment bereits auf, allerdings ohne Wischpad-Reinigung. Die Wischfunktion bleibt meist rudimentär – ein befeuchtetes Tuch ohne Rotation oder Vibration wie beim doch erstaunlich guten und günstigen Lefant M3 (Testbericht) für unter 300 Euro. Kameras zur Objekterkennung fehlen in der Regel, der Roboter verlässt sich auf Nahbereichssensoren und den vorderen Stoßfänger. Für Haushalte ohne Haustiere und mit aufgeräumten Böden reichen diese Modelle oft aus.
Ab 450 Euro wird es richtig spannend. Hier beginnt die echte Oberklasse mit Features, die vor zwei Jahren noch Premium-Geräten jenseits der 1000 Euro vorbehalten waren. Der Ecovacs T80 Omni (Testbericht) zeigt exemplarisch, was in diesem Segment möglich ist: Objekterkennung per Kamera, Wischwalze statt simpler Tücher, vollwertige Reinigungsstation mit Mopp-Wäsche und Trocknung. Die Navigation arbeitet präzise, die Saugleistung überzeugt, und selbst hartnäckiger Schmutz hat kaum Chancen.
Zwischen 500 und 1000 Euro tummeln sich die meisten Topmodelle – oft schon wenige Monate nach ihrer Markteinführung. Die Hersteller senken die Preise schnell, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Unser Preis-Leistungs-Sieger Ecovacs Deebot X8 Pro Omni (Testbericht) kostet mittlerweile nur die Hälfte der UVP. In diesem Preisbereich bekommt man zuverlässige Objekterkennung, exzellente Wischergebnisse, leistungsstarke Reinigungsstationen und eine ausgefeilte App-Steuerung. Für die allermeisten Haushalte bietet dieses Segment das beste Verhältnis aus Preis und Leistung.
Über 1000 Euro geht es um Feinheiten und letzte Raffinesse. Die Objekterkennung arbeitet noch zuverlässiger, die Fahrdynamik wirkt geschmeidiger, die Verarbeitung hochwertiger. Manche Modelle bieten ausgefallene Extras wie den Greifarm des Roborock Saros Z70 (Testbericht), der herumliegende Gegenstände aufheben und wegräumen kann – allerdings eher als Machbarkeitsstudie denn als unverzichtbares Feature.
Auch besonders flache Bauformen, die unter niedrige Möbel passen, oder spezielle Kletterfunktionen für hohe Türschwellen finden sich hier. Wer absolute Spitzenleistung ohne Kompromisse sucht, wird in diesem Segment fündig – zwingend notwendig ist der Aufpreis für die meisten Haushalte aber nicht.
Alle Modelle in unserer Bestenliste setzen auf Lasernavigation, ergänzt durch nach vorn gerichtete Kameras für die Objekterkennung. Ergänzend nutzen Saugroboter für ihre verschiedenen Navigationssysteme mitunter auch Ultraschallsensoren, um Hindernisse zu erkennen und effizient zu navigieren. Denn der Laser übersieht niedrige oder sehr dünne Gegenstände wie Kabel, Socken oder Stuhlbeine – hier springt die Kamera mit KI-Unterstützung ein.
Wie wichtig sind Navigation und Grundriss?
Ein guter Saugroboter muss nicht über 1000 Euro kosten, liegt aber vermutlich über 450 Euro. Entscheidend ist weniger der absolute Preis als vielmehr die Frage, welche Features für den eigenen Haushalt tatsächlich relevant sind. Wer diese Frage vor dem Kauf klärt, spart Geld und vermeidet Enttäuschungen.
Die Beschaffenheit der Wohnung spielt eine zentrale Rolle bei der Wahl des richtigen Modells. Ein verwinkelter Altbau-Grundriss mit vielen kleinen Räumen, Nischen und Türschwellen stellt ganz andere Anforderungen als eine offene Loft-Wohnung mit freien Flächen. Im ersten Fall zahlt sich präzise Lasernavigation mit guter Kartierung besonders aus, weil der Roboter sonst in Ecken hängenbleibt oder ganze Bereiche übersieht. Die Reinigungsleistung wird häufig durch die Fähigkeit zur Hinderniserkennung und Navigation beeinflusst, was sich direkt auf die Gründlichkeit auswirkt.
Bei Türschwellen über zwei Zentimetern Höhe benötigt man zudem spezielle Kletterfunktionen – der Dreame X50 Ultra Complete (Testbericht) überwindet etwa Hindernisse bis zu 4,2 cm. Wer hingegen hauptsächlich eine große, zusammenhängende Fläche ohne nennenswerte Hindernisse reinigen lässt, kommt auch mit weniger ausgefeilter Navigation zurecht und kann entsprechend sparen.
Wer mehrere Etagen reinigen lassen möchte, benötigt einen Roboter, der mehrere Karten speichern kann. Die meisten Mittel- und Oberklassemodelle beherrschen das inzwischen, aber nicht alle.Wer eine Wohnung mit mehreren Zimmern und unterschiedlichen Bodenbelägen hat, sollte ein Modell mit Multiroom-Funktion und einer Laufzeit von mindestens 90 Minuten wählen. Die maximale Akkulaufzeit von Saugrobotern variiert dabei zwischen 45 Minuten für Einsteigergeräte und bis zu 240 Minuten für High-End-Modelle. Allerdings muss der Roboter zwischen den Etagen manuell getragen werden – Treppen überwinden kann keines der aktuellen Modelle. Manche Haushalte entscheiden sich daher für einen zweiten, günstigeren Roboter im Obergeschoss statt für ein einzelnes Spitzengerät.
Welche Rolle spielen Bodenbeläge und Teppiche?
Die Frage nach Teppichen und Bodenbelägen beeinflusst sowohl die nötige Saugleistung als auch die Anforderungen an die Wischfunktion. Haushalte mit überwiegend Hartböden wie Fliesen, Parkett oder Vinyl profitieren enorm von einer guten Wischtechnik, während die Saugkraft weniger kritisch ist – hier genügen auch günstigere Modelle mit solider Wischleistung.
Umgekehrt erfordern hochflorige Teppiche oder viele Auslegewaren eine starke Saugkraft und spezielle Bürstenwalzen. Kombinationen aus Gummilamellen und Borstenreihen entfernen eingetretenen Schmutz am zuverlässigsten aus Teppichfasern. Wichtig ist zudem, dass der Roboter Teppiche automatisch erkennt, die Saugkraft erhöht und die Wischmopps anhebt, damit der Teppich nicht durchnässt. Bei besonders hochflorigen Teppichen oder Läufern mit Fransen stoßen aber selbst teure Modelle an ihre Grenzen – einen herkömmlichen Staubsauger ersetzen Saugroboter bei starker Verschmutzung nicht vollständig. Hier hilft nur Ausprobieren oder ein Blick in Erfahrungsberichte anderer Nutzer mit ähnlicher Ausstattung.
Worauf sollten Haustierbesitzer achten?
Haustierbesitzer sollten besonders auf Objekterkennung und Bürstenkonstruktion achten. Tierbesitzer greifen am besten zu Saug-Wisch-Robotern mit Nass-Trocken-Funktion, um Tierhaare effektiv zu entfernen und gleichzeitig den Boden zu reinigen. Katzen und Hunde hinterlassen nicht nur Haare, sondern gelegentlich auch unschöne Überraschungen auf dem Boden. Eine zuverlässige Kameraerkennung verhindert, dass der Roboter Tierkot durch die gesamte Wohnung verteilt – ein Albtraum, den viele Haustierhalter mit älteren Modellen erlebt haben. Die Hauptbürste sollte zudem so konstruiert sein, dass sich Tierhaare nicht permanent verwickeln. Manche Hersteller bieten spezielle Anti-Tangle-Bürsten an, andere setzen auf reine Gummiwalzen ohne Borsten, die sich leichter reinigen lassen.
Für Allergiker-Haushalte sind insbesondere die HEPA-Filter relevant, da diese mikroskopisch kleine Partikel wie Milben und Allergene aus der Luft filtern. Hier empfiehlt es sich, den Filter im Saugroboter regelmäßig zu wechseln.
Die verfügbare Zeit für das Aufräumen vor der Reinigung bestimmt ebenfalls, wie wichtig eine gute Objekterkennung ist. Wer ohnehin jeden Abend Kabel aufrollt, Socken einsammelt und Spielzeug wegräumt, benötigt keine ausgefeilte KI-Erkennung – ein Mittelklasse-Modell genügt. In Haushalten mit Kindern oder chronisch unaufgeräumten Böden hingegen verhindern Modelle mit Kamera frustrierende Festfahrer. Der Roboter erkennt dann Ladekabel, herumliegende Kleidungsstücke oder Spielzeugautos und umfährt sie, anstatt sie einzusaugen oder sich darin zu verheddern.
Welche Extras gibt es – und wer braucht sie?
Die Geräuschempfindlichkeit spielt für viele Nutzer eine Rolle. Die Geräuschpegel von Saugrobotern liegen in der Regel zwischen 60 und 70 dB, was vergleichbar mit einem normalen Gespräch oder einem elektrischen Rasenmäher ist. Wer den Roboter während der Arbeit im Homeoffice fahren lassen möchte, achtet auf besonders leise Modelle. Manche Geräte bieten einen speziellen Flüstermodus, der die Saugleistung zugunsten der Lautstärke reduziert. Andere sind konstruktionsbedingt lauter, dafür aber gründlicher. Hier hilft nur ein Blick in die Testberichte, denn die Herstellerangaben zur Lautstärke sind oft geschönt oder beziehen sich auf den schwächsten Saugmodus.
Bei den Extras gehen die Meinungen auseinander. Der bereits erwähnte Greifarm des Roborock Saros Z70 (Testbericht) kann herumliegende Socken aufheben und in einen Korb legen – spannend, aber eher ein Gimmick als ein Must-have. Der Eufy Omni E28 Hydrojet (Testbericht) kombiniert Saugroboter mit entnehmbarem Nasssauger, sodass man bei Bedarf auch manuell Polster oder Autoteppiche nass reinigen kann. So hat man zwei Geräteklassen in einem Produkt vereint – praktisch, aber nicht für jedermann notwendig.
Viele Modelle bieten integrierte Sprachassistenten, die auf Zuruf einzelne Räume reinigen. Eine programmierbare Timer-Funktion sorgt zudem dafür, dass der Roboter auch bei Abwesenheit zuverlässig seine Runde dreht. Andere Roboter setzen auf besonders flache Bauformen unter acht Zentimetern Höhe, um unter niedrige Sofas und Betten zu passen – hier verzichten die Hersteller dann meist auf den klassischen Laserturm zugunsten anderer Sensorkombinationen. All diese Extras können im Einzelfall nützlich sein, treiben aber den Preis in die Höhe. Die Grundfrage bleibt: Benötigt man das wirklich, oder reicht ein solides Standardmodell?
Welche Wischtechnik reinigt am besten?
Aktuelle Saugroboter setzen auf drei verschiedene Wischtechniken, die sich in Funktionsweise und Ergebnis deutlich unterscheiden.
Rotierende Mopps sind der Klassiker unter modernen Saugrobotern mit Wischfunktion. Runde Platten mit einem angehefteten Wischtuch drehen sich mit hoher Geschwindigkeit und erzeugen so mechanischen Druck auf den Boden. Sie lösen auch angetrockneten Schmutz gut und lassen sich bei vielen Modellen anheben, um Teppiche trocken zu überfahren. Immer mehr Geräte fahren ihren Mopp sogar seitlich aus, um randnah zu wischen.
Der Nachteil dieser Technik liegt im Prinzip selbst: Die Mopps nehmen Schmutz auf und tragen ihn weiter, bis sie an der Station gereinigt werden. Bei großen Wohnflächen von 100 Quadratmetern oder mehr kann das zum Problem werden, weil der Mopp gegen Ende der Reinigung bereits stark verschmutzt ist – oder umgekehrt der Roboter regelmäßig zur Station fährt und sich damit die Reinigungszeit erheblich verlängert.
Vibrierende Wischplatten ahmen eine Schrubb-Bewegung nach und arbeiten mit Hochfrequenz. Sie eignen sich gut für leichte bis mittlere Verschmutzungen und hinterlassen kaum Schlieren auf glatten Böden wie Fliesen oder Vinyl. Bei stark eingetrocknetem Schmutz stoßen sie jedoch an Grenzen, weil der mechanische Druck geringer ausfällt als bei rotierenden Mopps.
Ein neuer Trend des Jahres 2025 waren die sogenannten Wischwalzen. Sie arbeiten nach einem anderen Prinzip, das man von Wischsaugern (Bestenliste) kennt. Diese nehmen Schmutz direkt auf und werden während der Fahrt kontinuierlich mit Frischwasser aus einem Tank im Roboter beträufelt. Eine Abstreifkante entfernt den aufgenommenen Schmutz laufend von der Walze und bugsiert ihn in einen separaten Schmutztank im Roboter.
Dadurch verteilt er Schmutz nicht in der Wohnung – ein entscheidender Vorteil gegenüber Mopps, die denselben Lappen durch alle Räume ziehen. Der Ecovacs X8 Pro Omni zeigt, wie gut diese Technik funktioniert: Selbst schmierige Acrylfarbe verschmiert er nicht, sondern nimmt sie direkt auf. Nachteil: Die Technik ist komplexer, die Walzen verschleißen schneller als textile Mopps und erfordern mehr Wartung.
Bei allen Techniken gilt: Erst die Reinigungsstation macht den Unterschied für den Alltag. Modelle, die ihre Wischpads mit heißem Wasser waschen und anschließend mit Warmluft trocknen, verhindern Bakterienbildung und unangenehme Gerüche fast vollständig. Wer schon einmal vergessen hat, ein feuchtes Wischtuch mehrere Tage am Roboter zu lassen, weiß, wie unangenehm das riechen kann. Eine Station mit aktiver Trocknung löst dieses Problem zuverlässig.
Wie lange hält ein Saugroboter – und was kostet der Unterhalt?
Die Lebensdauer eines Saugroboters hängt von mehreren Faktoren ab. Der Akku ist meist das erste Bauteil, das nach einigen Jahren an Kapazität verliert. Bei täglicher Nutzung rechnen die meisten Hersteller mit drei bis fünf Jahren, bevor die Laufzeit spürbar nachlässt. Ob sich dann ein Akkutausch lohnt oder ein neues Gerät sinnvoller ist, hängt vom Modell ab – bei manchen lässt sich der Akku einfach selbst wechseln, bei anderen ist ein Werkstattbesuch nötig.
Saugroboter benötigen eine regelmäßige Wartung der Sensoren und Bürsten für optimale Leistung. Dazu gehören das Entleeren des Staubbehälters, das Reinigen der Wischpads und das Wechseln von Filtern. Die Lebensdauer der Wischpads und Filter variiert je nach Nutzung und Modell, weshalb regelmäßige Kontrollen und der Austausch dieser Teile notwendig sind, um die Reinigungsleistung aufrechtzuerhalten.
Neben dem Akku spielen die laufenden Kosten für Verbrauchsmaterial eine Rolle, die viele Käufer unterschätzen. Staubbeutel für die Absaugstation kosten je nach Hersteller zwischen 2 und 5 Euro pro Stück und halten etwa vier bis acht Wochen. Seitenbürsten verschleißen je nach Bodenbelag nach einigen Monaten und kosten im Zweierpack zwischen 10 und 20 Euro. Die Hauptbürste hält länger, muss aber ebenfalls irgendwann ersetzt werden. Wischmopps oder -walzen verschleißen durch die mechanische Beanspruchung und die regelmäßige Heißwäsche, hier fallen je nach Modell 15 bis 40 Euro für ein Ersatzset an. Über die Jahre summieren sich diese Kosten auf einen relevanten Betrag.
Die Ersatzteilverfügbarkeit sollte daher beim Kauf eine Rolle spielen. Bei etablierten Herstellern wie Roborock, Ecovacs oder Dreame sind Ersatzteile auch nach Jahren noch erhältlich. Bei weniger bekannten Marken kann es passieren, dass Zubehör schon nach kurzer Zeit nicht mehr lieferbar ist – ein ärgerliches Szenario, wenn der Roboter eigentlich noch funktioniert, aber keine Seitenbürsten mehr zu bekommen sind.
Eine Alternative zum Originalzubehör bieten Dritthersteller, die für viele populäre Modelle kompatible Ersatzteile anbieten. Diese kosten oft nur einen Bruchteil der Originalpreise – ein Set Seitenbürsten gibt es dann für 5 statt 15 Euro, Staubbeutel im Zehnerpack für 14 statt 30 Euro. Die Hersteller warnen natürlich davor und empfehlen ausschließlich ihr eigenes Zubehör. Nach unserer Erfahrung funktionieren die meisten Drittanbieter-Teile aber problemlos und erfüllen ihren Zweck genauso gut wie die Originale. Lediglich bei den Akkus sollte man vorsichtig sein und auf seriöse Anbieter achten, da minderwertige Nachbauten ein Sicherheitsrisiko darstellen können.
Wie oft muss ein Saugroboter gereinigt werden?
Die Reinigungsstationen moderner Saugroboter versprechen weitgehend autonomen Betrieb über Wochen oder gar Monate. Die Realität sieht nach unserer Erfahrung anders aus: Wer Geruchsentwicklung und hygienische Probleme vermeiden möchte, sollte je nach Verschmutzungsgrad der Wohnung mindestens einmal pro Woche eine gründliche Reinigung von Roboter und Station einplanen.
Besonders kritisch sind Modelle mit Wischwalze. Der im Roboter integrierte Schmutztank, der den von der Walze abgestreiften Schmutz auffängt, sitzt schnell zu und beginnt zu riechen. Das liegt daran, dass sich dort feuchter Schmutz, Haare und organische Reste sammeln – ein idealer Nährboden für Bakterien. Der Tank lässt sich bei den meisten Modellen entnehmen und ausspülen, was aber regelmäßig geschehen muss. Wer das zwei Wochen ignoriert, wird mit einem penetranten Geruch belohnt, der sich nur schwer wieder loswerden lässt.
Auch die Bodenschale der Reinigungsstation, in der die Wischpads oder -walzen ausgewaschen werden, benötigt regelmäßige Aufmerksamkeit. Hier sammeln sich Schmutzreste, Haare und Kalkablagerungen vom Wasser. Je nach Wasserhärte und Nutzungsintensität bildet sich ein schmieriger Film, der ebenfalls anfängt zu riechen. Der Schmutzwassertank der Station sollte nach jeder Reinigung oder spätestens alle paar Tage geleert und ausgespült werden – stehendes Schmutzwasser kippt schnell um.
Die Herstellerangaben zu wartungsfreien Zeiträumen von mehreren Wochen bis Monaten sind technisch vielleicht nicht falsch, aber praktisch keine gute Idee. Wer seinen Saugroboter so lange sich selbst überlässt, wird früher oder später mit übel riechenden Überraschungen konfrontiert. Lieber einmal pro Woche zehn Minuten investieren, um Tank, Schale und Bürsten kurz zu kontrollieren und bei Bedarf zu reinigen – das verlängert auch die Lebensdauer der Verschleißteile.
Wie steht es um Datenschutz und App-Nutzung?
Fast alle modernen Saugroboter benötigen eine Hersteller-App für die volle Funktionalität. Darüber erstellen Nutzer Sperrzonen, planen Reinigungen nach Zeitplan und rufen die Raumkarten ab. Auch Updates für die Firmware des Roboters kommen über die App. Die Daten landen dabei auf Servern der Hersteller – ein Punkt, der datenschutzbewusste Nutzer berechtigterweise beschäftigt.
Die großen chinesischen Hersteller wie Roborock, Ecovacs, Dreame oder Narwal speichern Daten auf Servern in Europa oder den USA, je nach Region des Nutzers. Bei Roborock werden Karten und Fotos von Hindernissen ausschließlich auf dem Gerät selbst gespeichert und direkt auf dem Saugroboter verarbeitet – sie werden nicht in die Cloud übertragen. Auch Sprachbefehle verarbeitet Roborock direkt auf dem Gerät, ohne sie in die Cloud zu senden. Nur wenn die Videoaufnahmefunktion aktiviert ist, überträgt der Roboter Daten an die App, auf den Servern werden jedoch keine Aufnahmen gespeichert.
Trotzdem bleibt ein gewisses Restrisiko. Sicherheitslücken in der Vergangenheit haben gezeigt, dass Hersteller-Server angreifbar sein können. Auch die Raumkarten selbst enthalten sensitive Informationen über Grundrisse und Einrichtung. Wer maximale Kontrolle möchte, kann den Roboter in ein separates WLAN-Netz verfrachten, das vom Rest des Heimnetzwerks isoliert ist.
Eine App-lose Nutzung ist bei den meisten Modellen grundsätzlich möglich. Wer ein Roborock-Modell ohne App und WLAN nutzt, kann direkt am Gerät per Knopfdruck einen Reinigungsdurchlauf starten. Auch Ecovacs-Roboter bieten ohne WLAN-Verbindung Kernfunktionen wie Grundreinigung, automatisches Andocken und Selbstentleerung. Allerdings muss man ohne WLAN mehr Zeit und Aufwand investieren, um eine Reinigung zu starten oder zu beenden – Funktionen, die die Geräte eigentlich vollautomatisch machen sollen. Auf differenzierte Einstellungen, Raumauswahl, Sperrzonen und Zeitplanung verzichtet man dann komplett.
Was passiert, wenn der Hersteller die Server abschaltet?
Neato Robotics, ein Unternehmen innerhalb der Vorwerk-Gruppe, hat 2023 den Betrieb eingestellt. Vorwerk ließ die Neato-Cloud damals weiterlaufen, damit bestehende Kunden ihre Roboter weiter wie gewohnt nutzen können. Versprochen wurden fünf Jahre Cloud-Betrieb – doch nun war schon Ende 2025 Schluss. Neato schaltet schrittweise die Server ab, zuletzt kümmerte sich ein 14-köpfiges Team um die Sicherheit und Pflege der Cloud-Server in Mailand.
Wer seinen Neato-Saugroboter weiterhin nutzen möchte, muss diesen künftig über die Starttaste betreiben – ein manuelles Starten ist die einzige Option. Außerdem gehen Saug-, Karten- und viele weitere in der App einstellbare Funktionen verloren. Nach dem Start reinigt der Roboter wie gewohnt, berücksichtigt jedoch keine gespeicherten Kartendetails mehr und erstellt jedes Mal eine neue Karte – Sperrzonen und unterteilte Räume sind nicht mehr vorhanden.
Dieser Fall zeigt ein grundsätzliches Problem cloudbasierter Geräte: Die Investition wird entwertet, obwohl nichts „kaputt“ ist – außer der Geschäftsentscheidung dahinter. Es ist problematisch, dass Produkte verkauft werden, bei denen keine juristisch feste Zusicherung besteht, dass die beworbenen Funktionen dauerhaft garantiert werden. Der Hersteller kann nach Belieben seine Dienste einstellen, und der Käufer hat kaum Handhabe dagegen.
Lassen sich Saugroboter in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant einbinden?
Für Nutzer von Roborock- oder Dreame-Saugrobotern, die mehr Kontrolle über ihre Geräte wünschen, bietet die Smart-Home-Zentrale Home Assistant (Testbericht) eine interessante Alternative zur Hersteller-App. Die offizielle Roborock-Integration in Home Assistant ermöglicht Start-/Stopp-Steuerung, Akkustand, gereinigte Flächen und Fehlermeldungen. Mit der Xiaomi Vacuum Map Card (HACS-Add-on) lassen sich Karten und Segmentreinigungen visualisieren. Wichtig: Karten- und Routendaten laufen über die Cloud – eine vollständige lokale Nutzung ist nicht möglich.
Für Dreame-Roboter existiert eine stabile Community-Integration mit Kartenunterstützung. Ecovacs Deebot X8 und T50 werden nicht offiziell von Home Assistant unterstützt. Der Hersteller empfiehlt stattdessen die Nutzung der Ecovacs Home App und kündigt an, über offizielle Updates zur Home-Assistant-Kompatibilität zu informieren.
Neuere Modelle sind teils mit Matter kompatibel, einem Smart-Home-Standard, der die plattformübergreifende Steuerung verbessert. Matter hilft allerdings nur eingeschränkt: Darüber lassen sich keine Karten anlegen und verwalten, keine Zonen ausschließen – lediglich Start, Stopp und Akkustand sind abrufbar.
In jedem Fall empfiehlt es sich, vorab die Integrationsliste für Home Assistant zu prüfen – die Kompatibilität variiert stark je Modell und Hersteller.
Ist ein Saugroboter ein Stromfresser?
Im Vergleich zu anderen Haushaltsgeräten verbrauchen Saugroboter wenig Strom, wobei man das Gesamtsystem aus Roboter und Reinigungsstation betrachten muss. Der Roboter selbst nimmt während der Reinigung zwischen 30 und 70 Watt auf, abhängig von Saugmodus und Wischfunktion. Bei einer Stunde täglicher Reinigung summiert sich das auf etwa 15 bis 25 kWh pro Jahr.
Die Reinigungsstation verbraucht jedoch zusätzlich Strom, und zwar nicht zu knapp. Die Heißwasser-Moppwäsche nach jeder Reinigung zieht kurzzeitig mehrere Hundert Watt. Deutlich mehr fällt die Heißlufttrocknung ins Gewicht: Sie läuft je nach Modell zwei bis vier Stunden und verbraucht dabei kontinuierlich 100 bis 300 Watt. Insgesamt liegt der Jahresverbrauch eines modernen Saug-Wisch-Roboters mit vollwertiger Reinigungsstation schätzungsweise bei etwa 100 bis 180 kWh – das entspricht bei aktuellen Strompreisen rund 35 bis 65 Euro jährlich. Der konkrete Verbrauch ist aber vom eigenen Modell und der Nutzung abhängig.
Zum Vergleich: Ein klassischer Bodenstaubsauger zieht 800 bis 2000 Watt, verbraucht also in einer halben Stunde so viel wie der Roboter in einer ganzen Woche reiner Fahrzeit.
Was bringt die Zukunft bei Saugrobotern?
Die Entwicklung bei Saugrobotern schreitet rasant voran, und mehrere Hersteller haben bereits spannende Neuerungen angekündigt, die das letzte große Manko der Geräte adressieren: das Treppensteigen.
Sogenannte Treppen-Rover sollen den Saugroboter künftig ins nächste Stockwerk transportieren. Das Konzept funktioniert so: Ein separates Fahrgestell mit Kettenantrieb oder speziellen Rädern klettert die Stufen hinauf. Der Saugroboter fährt in ein Fach auf dem Rover hinein und wird huckepack nach oben gebracht. Oben angekommen, verlässt er den Rover, reinigt die Etage und kehrt anschließend zurück für den Abstieg. Wie gut das in der Praxis funktioniert und was solche Systeme kosten werden, bleibt abzuwarten – die ersten Modelle befinden sich noch in der Ankündigungsphase.
Alternativen zum Saugroboter
Nicht für jeden Haushalt ist ein Saugroboter die beste Lösung. Wer volle Kontrolle über die Reinigung behalten möchte, sehr verwinkelte Räume mit vielen Hindernissen hat oder schlicht das Staubsaugen als meditative Tätigkeit schätzt, fährt mit anderen Geräten besser.
Akku-Staubsauger (Bestenliste) bieten maximale Flexibilität und erreichen auch Stellen, an die kein Roboter kommt: Polstermöbel, Vorhänge, Treppenstufen, Autointerieurs. Sie eignen sich hervorragend für schnelle Zwischenreinigungen und als Ergänzung zum Roboter. Gerade in Haushalten mit Saugroboter ersetzt ein guter Akku-Staubsauger den klassischen Bodenstaubsauger komplett, weil die tägliche Flächenreinigung bereits erledigt ist.
Akku-Wischsauger kombinieren Saugen und Nassreinigung in einem Gerät und liefern auf Hartböden oft bessere Ergebnisse als Saugroboter. Sie erzeugen mehr Druck, fahren häufiger über hartnäckige Stellen und lassen sich gezielt dort einsetzen, wo es nötig ist. Für akute Verschmutzungen wie umgekippte Getränke sind sie dem Roboter haushoch überlegen. Der manuelle Aufwand bleibt jedoch bestehen – wer nicht regelmäßig selbst wischt, profitiert mehr vom Roboter.
Neue Wischsauger bieten zum Teil eine Heißdampffunktion, die den Boden mit über 100 Grad heißem Dampf behandelt und so auch hartnäckige Verschmutzungen und Bakterien beseitigt. Andere Modelle arbeiten mit einer Schaumfunktion, bei der Reinigungsmittel aufgeschäumt und gezielt auf stark verschmutzte Stellen aufgetragen wird. Im Rahmen unserer Wischsauger-Bestenliste haben wir entsprechende Geräte bereits getestet. Ob und wann solche Techniken auch in Saugrobotern Einzug halten, ist noch offen – die Integration in ein autonomes Gerät stellt jedenfalls deutlich höhere Anforderungen als bei einem manuell geführten Wischsauger.
Für die meisten Haushalte empfiehlt sich eine Kombination: Der Saugroboter hält die Wohnung täglich auf einem ordentlichen Grundniveau, während ein Akku-Staubsauger für Ecken, Polster, Treppen und gründliche Reinigungen bereitsteht.
Fazit
Saugroboter haben sich in den vergangenen Jahren von netten Spielereien zu ernst zu nehmenden Haushaltshelfern entwickelt. Die Technik ist ausgereift, die Navigation präzise, und die Wischleistung moderner Geräte übertrifft das, was noch vor wenigen Jahren möglich war, bei Weitem. Wer seinen Roboter täglich fahren lässt, hält die Wohnung auf einem Sauberkeitsniveau, das mit manuellem Saugen kaum erreichbar wäre – schlicht, weil die Zeit dafür fehlt.
Die wichtigste Erkenntnis aus unseren Tests: Ein guter Saugroboter muss nicht über 1000 Euro kosten. Ab etwa 450 Euro bekommt man bereits Geräte mit Lasernavigation, Objekterkennung, ordentlicher Wischleistung und vollwertiger Reinigungsstation. Zwischen 500 und 700 Euro liegt der Sweetspot, in dem ehemalige Flaggschiffe nach wenigen Monaten landen – wie unser Preis-Leistungs-Sieger Ecovacs Deebot X8 Pro Omni. Wer mehr ausgibt, bekommt Feinschliff und Extras, aber keine fundamentalen Sprünge.
Vor dem Kauf sollte man ehrlich die eigenen Anforderungen prüfen: Grundriss, Bodenbeläge, Haustiere, Hindernisse und die Bereitschaft zur regelmäßigen Wartung. Denn auch wenn die Hersteller von wochenlanger Autonomie sprechen – in der Praxis benötigt jeder Roboter wöchentliche Aufmerksamkeit, um hygienisch und geruchsfrei zu arbeiten. Wer das akzeptiert und das passende Modell für seine Wohnsituation wählt, gewinnt einen zuverlässigen Helfer, der die lästigste Hausarbeit weitgehend übernimmt.
Roborock Saros 20
Der Roborock Saros 20 beeindruckt mit 36.000 Pa Saugleistung und ultraflachem Design. Ob das neue Topmodell den hohen Preis rechtfertigt, zeigt unser Test.
- hervorragende Saugleistung
- Kletterfunktion bis 4,5 cm
- Heißwasserreinigung und Lufttrocknung mit 100 Grad
- ultraflaches Design
- 5-GHz-WLAN-Unterstützung und Matter-Kompatibilität
- sehr hoher Preis
- Wischleistung systembedingt unter Walzensystem-Niveau
Roborock Saros 20 im Test: Flacher Saugroboter klettert und saugt hervorragend
Der Roborock Saros 20 beeindruckt mit 36.000 Pa Saugleistung und ultraflachem Design. Ob das neue Topmodell den hohen Preis rechtfertigt, zeigt unser Test.
Roborock gehört seit Jahren zu den innovativsten Herstellern von Saugrobotern und setzte mit dem Saros 10R (Testbericht) bereits Maßstäbe im Premium-Segment. Mit dem neuen Saros 20 legt das Unternehmen nach: 36.000 Pa Saugleistung machen ihn zu einem der stärksten Saugroboter überhaupt.
Dazu wartet er mit mehreren Besonderheiten auf: Mit seinem flachen Design ohne Lidarturm kommt er bei nur 7,98 cm Höhe auch unter niedrige Möbelstücke. Die Station führt Heißwasserreinigung und Trocknung bei Temperaturen von 100 Grad Celsius durch – das ist auch unter den Topmodellen selten. Bei einem Preis von 1199 Euro spielt der Saros 20 allerdings in der absoluten Oberliga.
Ob die technischen Highlights den Premium-Preis rechtfertigen und wie sich der Roboter im Alltag schlägt, haben wir ausgiebig getestet. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Saros 20?
Der Saros 20 fällt direkt mit seinem kompakten Design auf. Er unterbietet mit nur 7,98 cm Höhe die meisten Premium-Konkurrenten deutlich und gehört zu den flachsten Saugrobotern überhaupt. Der in mattem Schwarz gehaltene Roboter verzichtet komplett auf einen klassischen Lidarturm. Stattdessen hat Roborock den Star-Sight-Lidar-Sensor clever in die Vorderseite integriert – eine Designentscheidung, die es bereits beim Vorgänger Saros 10R gab. Die Verarbeitung macht einen hochwertigen und robusten Eindruck, alle Komponenten sitzen fest und nichts klappert oder wirkt billig.
Roborock Saros 20 – Bilderstrecke
Die Station präsentiert sich ebenfalls in mattem Schwarz mit einer hochwertigen Front, die im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr spiegelt. Mit Abmessungen von 381 × 488 × 475 mm benötigt sie einige Stellfläche, bietet dafür aber auch beeindruckende Kapazitäten: Der Frischwassertank fasst großzügige 4 Liter, der Schmutzwassertank 3,5 Liter und der Staubbeutel bietet 2,5 Liter Volumen – das reicht in der Theorie für wochenlangen Betrieb ohne Eingreifen. Im besten Fall sollte man insbesondere den Schmutzwassertank mehrmals wöchentlich entleeren, um Geruchsentwicklung zu vermeiden.
Das Herzstück der Reinigung bildet die innovative Duo-Divide-Bodenwalze, die Roborock bereits in anderen Modellen erfolgreich einsetzt. Sie ist in der Mitte unterbrochen, wodurch sich Haare gezielt zur Mitte hin abwickeln und direkt in den Saugkanal befördert werden. Eine ausfahrbare Seitenbürste mit Anti-Tangle-Technologie sorgt für gründliche Kantenreinigung. Auch die beiden rotierenden Wischpads sind ausfahrbar konstruiert und können sich so besser an Kanten und Ecken anpassen.
Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Saros 20 betriebsbereit?
Die Inbetriebnahme gestaltet sich unkompliziert und folgt dem bewährten Roborock-Schema. Nach dem Download der Roborock-App und der Account-Erstellung scannt man den QR-Code am Roboter. Ein großer Vorteil: Der Saros 20 unterstützt neben 2,4-GHz- auch 5-GHz-WLAN-Netze, was bei vielen Konkurrenten bisher nicht selbstverständlich ist. Nach erfolgreicher WLAN-Verbindung erfragt die App relevante Hausinformationen: Sind Teppiche vorhanden? Leben Haustiere im Haushalt? Gibt es mehrere Stockwerke? Diese Angaben nutzt der Roboter für eine optimierte Grundkonfiguration.
Vor dem ersten Einsatz installiert der Saros 20 ein System-Update, was im Test etwa 10 bis 15 Minuten gedauert hat. Die anschließende Erstkartierung der Wohnung hat für eine durchschnittliche Wohnfläche etwa 20 Minuten in Anspruch genommen. Dabei fährt der Roboter systematisch alle Räume ab und erstellt eine detaillierte Karte.
Die Roborock-App präsentiert sich gewohnt übersichtlich und durchdacht. Alle wichtigen Funktionen sind logisch angeordnet und schnell erreichbar. Ein besonderes Highlight ist die angenehme Bordstimme des Roboters – sie gehört zu den angenehmsten unter den getesteten Saugrobotern, spricht klar verständlich und gibt prägnante, nicht nervige Statusmeldungen.
Roborock Saros 20 – App & Einrichtung
Besonders clever: Der Saros 20 merkt sich den Zustand seiner Wischmopps. Wird eine Reinigung abgebrochen und später neu gestartet, prüft der Roboter automatisch, ob die Mopps noch sauber und feucht genug für den nächsten Einsatz sind. Ist das der Fall, spart er sich die Rückfahrt zur Station und startet direkt mit der Reinigung.
Die Matter-Kompatibilität ermöglicht eine herstellerübergreifende Smart-Home-Integration. Interessant ist auch die Offline-Funktion: Die erstellte Karte lässt sich lokal speichern und der Roboter kann ohne Internetverbindung betrieben werden. Allerdings mit deutlichen Einschränkungen: Der direkte App-Zugriff von unterwegs, viele Detaileinstellungen und die praktische Videokamera-Funktion, über die man per Smartphone auf die Roboterkamera zugreifen kann, funktionieren nur mit aktiver Internetverbindung. Der Offline-Betrieb eignet sich daher primär für Nutzer mit festen Reinigungszeiten, die keine spontanen Anpassungen vornehmen möchten.
Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Saros 20 Hindernisse?
Die Navigation mit dem frontal platzierten Star-Sight-Lidar-Sensor funktioniert im Alltag erstaunlich gut, auch wenn der Roboter in sehr verwinkelten Ecken gelegentlich um die eigene Achse drehen muss, um sich einen vollständigen Überblick zu verschaffen. Im Test hat der Saros 20 auch knifflige Situationen souverän gemeistert: Zwischen eng beieinander stehenden Küchenstühlen unter dem Esstisch hat er geschickt hindurchnavigiert, ohne Möbel zu verschieben oder rabiat zu werden. Die Fahrweise ist dabei stets vorsichtig, aber effizient.
Die Teppicherkennung arbeitet zuverlässig und schnell. Sobald der Roboter einen Teppich erkennt, hebt er die Wischpads automatisch um beachtliche 35 mm an – das reicht auch für hochflorige Teppiche. Besonders clever ist seine Auffahrtechnik: Der Saros 20 kippt beim Auffahren auf Teppiche leicht nach hinten, wodurch er vorn besser auf den Teppich auffahren kann. So verhindert er, dass Teppichkanten angehoben oder umgefaltet werden.
Mit seiner starken Kletterfähigkeit überwindet der Roboter einzelne Hindernisse bis zu 45 mm Höhe problemlos – damit gehört er zu den Topgeräten am Markt und meistert auch hohe Türschwellen in Altbauten. Bei zwei aufeinanderfolgenden Schwellen schafft er sogar bis zu 88 mm. Die integrierte Kamera ermöglicht nicht nur eine zuverlässige Haustiererkennung, sondern auch einen praktischen Live-Videostream. Über diesen kann man von unterwegs nachsehen, was zu Hause los ist – allerdings funktioniert diese Funktion nur mit aktiver Internetverbindung.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Saros 20?
Die beeindruckenden 36.000 Pa Saugleistung sind keine leeren Versprechen – im Test hat der Saros 20 hervorragende Reinigungsergebnisse gezeigt. Auf Hartböden wie Parkett und Fliesen sammelt er nahezu 100 Prozent groben Schmutz auf. Im Test mit Vogelfutter als Simulation für groben Schmutz ist praktisch nichts zurückgeblieben.
Allerdings teilt der Saros 20 ein Problem vieler Saugroboter mit nur einer Seitenbürste: Sie dreht oft zu schnell und schleudert dadurch vereinzelt leichte Partikel aus dem Reinigungsbereich heraus, die dann liegen bleiben. Eine Kombination aus langsamerer Drehgeschwindigkeit und zwei gegenläufig rotierenden Seitenbürsten, die Schmutz zur Mitte schaufeln, wäre hier die bessere Lösung – aber das ist Kritik auf sehr hohem Niveau.
Auf Teppichen spielt der Saros 20 seine Stärken voll aus. Er erhöht automatisch die Saugleistung und entfernt in gezielten Bahnen über 90 Prozent groben Schmutzes. Diese Ergebnisse platzieren ihn ganz vorn im Testfeld. Bei feinem Staub, im Test simuliert durch Mehl, zeigt sich ein differenzierteres Bild: Oberflächlich aufgebrachtes Material wird gut aufgenommen, aber eingetretener feiner Staub zwischen den Teppichfasern benötigt mindestens einen zweiten Durchlauf für ein zufriedenstellendes Ergebnis.
Die Wischfunktion arbeitet mit rotierenden Pads, die sich mit 180 Umdrehungen pro Minute drehen. Diese Mopp-basierte Reinigung ist zwar schonender für empfindliche Parkettböden als Walzensysteme, hat aber systembedingte Nachteile bei der Reinigungsleistung. Anders als moderne Walzensysteme, die kontinuierlich mit Frischwasser versorgt werden und einen integrierten Abstreifmechanismus für aufgenommenen Schmutz haben, muss der Saros 20 zur Station zurückkehren, um die Wischmopps wieder zu reinigen und zu befeuchten.
Im Test zeigt sich: Sind die Mopps direkt zu Beginn mit viel Schmutz in Kontakt gekommen und bereits gesättigt, verteilen sie diesen theoretisch im Raum, bis sie zur nächsten Reinigung in die Station zurückkehren. Bei feinem Mehl auf dem Boden hat der Roboter einen Teil davon verrieben, statt es komplett aufzunehmen. Die starke Saugleistung kompensiert hier jedoch vieles – etwa 80 Prozent des feinen Schmutzes sind trotzdem entfernt worden.
Ein absolutes Highlight ist die Stationsreinigung: Die Mopps werden mit Heißwasser gewaschen und anschließend bei 100 Grad Celsius mit Heißluft getrocknet. Diese Premium-Hygienefunktion bieten bisher nur sehr wenige Topmodelle auf dem Markt. Sie verhindert nicht nur zuverlässig Geruchsbildung, sondern sorgt auch für eine nahezu keimfreie Reinigung.
Die Lautstärke variiert je nach gewähltem Modus erheblich: Im leisen Modus messen wir angenehme 45 dB(A), was etwa einem ruhigen Büro entspricht. Im Maximalmodus steigt der Pegel auf 62 dB(A) – das entspricht normaler Gesprächslautstärke und ist noch erträglich. Die Herstellerangabe von 65 dB(A) bezieht sich auf den absoluten Maximalbetrieb.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Saros 20?
Der Saros 20 bietet mit bis zu 200 Minuten Laufzeit eine gute Ausdauer, im Vergleich zu anderen Premium-Saugrobotern liegt die Akkuleistung im oberen Bereich. In der Praxis bedeutet das: Große Wohnungen bis etwa 250 Quadratmeter schafft er in einem Durchgang ohne Zwischenladen. Die tatsächliche Laufzeit hängt natürlich vom gewählten Saugmodus ab – bei maximaler Leistung reduziert sich die Laufzeit entsprechend. Die Ladezeit von 2,5 Stunden für eine komplette Aufladung ist marktüblich und ordentlich.
Preis: Was kostet der Roborock Saros 20?
Mit einer UVP von 1489 Euro und einem Straßenpreis von 1199 Euro positioniert sich der Roborock Saros 20 klar im absoluten Premium-Segment.
Fazit
Der Roborock Saros 20 präsentiert sich als durchdachtes und technisch ausgereiftes Premium-Gesamtpaket. Die extreme Saugkraft von 36.000 Pa gehört zum Besten, was der Markt aktuell bietet, und das ultraflache Design mit nur 7,98 cm Höhe erschließt Reinigungsbereiche, die anderen Robotern verschlossen bleiben. Besonders beeindruckend ist die Hygienefunktion der Station: Heißwasserreinigung und 100-Grad-Trocknung sind Features, die bisher nur absolute Topmodelle bieten und für wirklich hygienische Sauberkeit sorgen.
Die Navigation mit frontalem Lidar-Sensor funktioniert überraschend gut, auch wenn der Roboter in sehr engen Ecken gelegentlich Drehmanöver ausführen muss. Auf Hart- und Teppichböden überzeugt die Saugleistung – der Saros 20 spielt hier ganz vorne mit. Die Wischleistung liefert solide, wenn auch nicht überragende Ergebnisse. Hier zeigt sich der systembedingte Nachteil der Mopp-Technologie gegenüber modernen Walzensystemen.
Die ausgereifte Roborock-App überzeugt mit durchdachten Features wie der intelligenten Mopp-Zustandserkennung, die unnötige Stationsfahrten spart. Die Matter-Kompatibilität und Offline-Kartenspeicherung sind zukunftsweisend, auch wenn der Offline-Betrieb mit deutlichen Funktionseinschränkungen einhergeht. Für 1199 Euro ist der Saros 20 sehr hochpreisig angesetzt und aktuell damit deutlich über vielen Konkurrenten. In jedem Fall erhält man hier eines der besten Geräte am Markt – und der Preis dürfte in den nächsten Monaten spürbar sinken.
Eufy Omni E28 Hydrojet
Der Eufy Omni E28 Hydrojet kombiniert Saugroboter mit Wischwalze und abnehmbaren Nasssauger in einem Gerät. Für 699 Euro bietet er eine clevere 2-in-1-Lösung.
- nützlicher Nasssauger für Polster und Autositze
- fairer Preis
- gute Wischfunktion
- etwas lautes Fahrgeräusch
- schwach bei Teppichen
- Navigation bei Engstellen ausbaufähig
Eufy Omni E28 Hydrojet im Test: Saugroboter und Nasssauger für Polster & Auto
Der Eufy Omni E28 Hydrojet kombiniert Saugroboter mit Wischwalze und abnehmbaren Nasssauger in einem Gerät. Für 699 Euro bietet er eine clevere 2-in-1-Lösung.
Hybridkonzepte bei Saugrobotern gibt es immer wieder, außer fürs Marketing sind sie aber nicht unbedingt sinnvoll oder nützlich. Der Eufy Omni E28 Hydrojet ist das Gegenbeispiel, er geht einen ungewöhnlichen Weg: Statt nur Saugen und Wischen für den Fußboden zu kombinieren, integriert er einen vollwertigen Nasssauger in die Station. Damit lassen sich Polster, Autositze und Teppiche von Hand reinigen – eine Funktion, die kein anderer Saugroboter bietet. Der Roboter selbst arbeitet mit einer rotierenden Wischwalze statt mit Wischmopps oder einfachen Wischtüchern.
Bei einem Preis von aktuell 727 Euro bei Galaxus liegt er deutlich unter Premium-Modellen der Konkurrenz, die oft über 1000 Euro kosten. Die Station beherbergt unten den Roboter und oben die abnehmbare Nasssauger-Einheit mit 2,5 Liter Frischwasser- und 1,8 Liter Schmutzwassertank. Diese Tanks versorgen gleichzeitig den Roboter mit Wasser für seine Wischwalze. Ein cleveres Konzept, das zwei Geräte in einem vereint und dabei Platz spart.
Wir haben beide Funktionen ausgiebig getestet und zeigen unsere Erfahrungen. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Eufy Omni E28 Hydrojet?
Die Station wirkt durchdacht konstruiert, auch wenn sie mit 484 x 440 x 371,5 mm nicht gerade kompakt ausfällt. Der Roboter parkt unten, während die Nasssauger-Einheit mit den Wassertanks oben sitzt. Unter einer Plastikhaube links verbirgt sich der Kunststoffschlauch mit Bürsten-Saugaufsatz. Die gesamte obere Einheit lässt sich abnehmen und separat nutzen. Ein versenkbarer Tragegriff erleichtert den Transport – im Test erweist sich das als praktisch, wenn man zum Auto geht. Die Verarbeitung des schwarzen Kunststoffgehäuses ist ordentlich. Die glänzenden Elemente der Tanks und des Roboters ziehen aber Fingerabdrücke und Schmutzflecken stark an und verkratzen leicht.
Die Stromversorgung erfolgt clever über die Nasssauger-Einheit zur Station – wird diese abgenommen, verliert die Station ihre Stromverbindung. Der Roboter bleibt dennoch über WLAN ansteuerbar, was im Test wichtig war, als wir vergessen hatten, ihn vorher zu parken. Der Staubbeutel für die automatische Absaugung versteckt sich unter der Schlauch-Aufbewahrung hinter einer Klappe – eine platzsparende Lösung.
Der Roboter selbst fällt durch seine markante, quadratische Form mit abgerundeten Ecken auf. Diese macht ihn weniger wendig als runde Konkurrenten – im Test stupst er beim Wenden häufiger an Stuhlbeine. Der transparente Deckel auf der Oberseite verdeckt Staubbehälter und Schmutztank, lässt sich aber leicht abnehmen. Die Wischwalze sitzt fest am Unterboden und macht einen robusten Eindruck. Mit 346 mm Durchmesser und 111 mm Höhe ist er kompakter als viele Konkurrenten, die hohe Bauform könnte aber unter niedrigen Möbeln problematisch werden.
Eufy Omni E28 Hydrojet – Bilderstrecke
Einrichtung: Wie schnell ist der Eufy Omni E28 Hydrojet betriebsbereit?
Die Einrichtung erfolgt über die Eufy Clean App. Durch gleichzeitiges Drücken der Home- und Ein-/Aus-Taste wechselt der Roboter in den Suchmodus. Die App benötigt Bluetooth-Berechtigung und findet den Roboter automatisch. Anschließend verbindet man ihn mit einem 2,4-GHz-WLAN – ein 5-GHz-Netz wird wie auch bei der Konkurrenz nicht unterstützt.
Hat man bereits einen Roboter in der Eufy-App integriert, wie wir, so ist das Hinzufügen eines weiteren Roboters nicht so eingängig. Der oben auf der App-Startseite eingeblendete Schriftzug mit dem Produktnamen und den aktuellen Statusinformationen ist ein anwählbares Feld – das haben wir nur durch Zufall herausgefunden. Dieses öffnet ein neues Menü, in dem sich der aktuelle Roboter befindet sowie ein Button zum Hinzufügen von neuen Geräten.
Eufy Omni E28 Hydrojet – App
Die Kartierung dauert 20 bis 30 Minuten. Die automatische Raumerkennung funktioniert gut, nur offene Küchen muss man manuell vom Wohnbereich trennen. Die App bietet alle wichtigen Funktionen: Bodentypen anpassen, Teppiche einzeichnen, Sperrzonen definieren. Im Beta-Bereich finden sich zwei interessante Zusatzfunktionen: Die Schmutzinspektion prüft nach der Reinigung auf verbliebene Verschmutzungen – im Test funktionierte das nur mäßig zuverlässig. Die punktuelle Reinigung wischt erkannte Flecken wie Kaffee intensiv nach, selbst wenn nur der Saugmodus läuft.
Navigation: Wie gut erkennt der Eufy Omni E28 Hydrojet Hindernisse?
Die Navigation zeigt deutliche Schwächen. Der Roboter stupst mit Heck oder Frontschild regelmäßig an Stuhlbeine – nicht rabiat, aber merklich häufiger als Premium-Konkurrenten. Die quadratische, abgerundete Form macht ihn weniger wendig als runde Modelle. Er umkurvt Hindernisse nicht elegant, sondern eckt beim Wenden an. Im Test verschob er leichte Stühle mehrfach um einige Zentimeter.
Das Fahrgeräusch ist deutlich lauter als bei Premium-Konkurrenten. Während ein Mova V50 Ultra Complete fast lautlos fährt, erinnert der Eufy an ein RC-Spielzeug. Der Motor beschleunigt nicht gleichmäßig, sondern schubweise – das erzeugt ein unruhiges, wechselndes Geräusch. Mit 64 dB(A) liegt er im oberen Bereich.
Längerflorige Teppiche bereiten massive Probleme: Im Test faltete er unseren Hochflorteppich mehrfach auf. Die Teppicherkennung hebt die Wischwalze zwar bis 13,5 mm an, das reicht aber nicht immer. Absturzsensoren und Lasersensor zur Kartierung arbeiten hingegen zuverlässig. Die ausfahrbaren Seitenbürsten erreichen Ecken besser als fest montierte, verfangen sich aber gelegentlich in Fransen.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Eufy Omni E28 Hydrojet?
Die Saugleistung überzeugt auf Hartböden vollständig. Mit nominell 20.000 Pa entfernt der Roboter zuverlässig Staub, Krümel und sogar schwerere Partikel wie Haferflocken. Die Duo-Spiral-Bodenbürste mit Gummilamellen und Borsten arbeitet effektiv, Haare werden durch den in der Mitte geteilten Aufbau zuverlässig abgewickelt. Dieses Bodenbürsten-Design kennen wir sonst etwa schon von Roborock, unter anderem bei den Saros-Modellen. Zudem gefällt uns, dass Eufy auf zwei Seitenbürsten setzt, die sich gegenläufig nach innen drehen und so Schmutz gezielt zum Roboter schaufeln. Auf Hartboden klappt das auch ausgesprochen zuverlässig, bis auf wenige Ausnahmen.
Auf hochflorigem Teppich enttäuscht die Leistung: Maximal 65 Prozent unseres Testschmutzes (eine Mischung aus Mehl und Haferflocken) schaffte er zu entfernen – trotz der beworbenen 20.000 Pa.
Eufy Omni E28 Hydrojet – Reinigung
Die Wischwalze ist das absolute Highlight. Das HydroJet-System rotiert mit 180 Umdrehungen pro Minute und drückt mit konstant 1,5 kg auf den Boden. Im Test entfernte sie eingetrocknete Milch, Kaffeeflecken und sogar leichte Rotweinflecken. Nach jedem Raum kehrt der Roboter zur Station zurück, wo die Walze gewaschen wird. Nach Vollendung der Reinigungsaufgabe wird sie gewaschen und per Heißluft getrocknet, was Geruchsbildung effektiv verhindert.
Sie verwendet kontinuierlich Frischwasser aus dem 180-ml-internen Tank, der sich automatisch aus der Station nachfüllt. Ein integrierter Schaber reinigt die Walze bereits während der Fahrt. So entfernt der Roboter Schmutz effektiv vom Boden, anstatt ihn zu verschmieren. Man muss diesen Schaber jedoch gelegentlich ausbauen und reinigen, weil sich dort Schmutzrückstände ansammeln. Gleiches gilt für den Schmutzauffangtank im Roboter: Obwohl auch er in der Station gereinigt wird, bleiben Reste zum Teil aber haften. Wöchentliches Auswaschen ist nötig. Genügt der 260-ml-Staubbehälter nicht und muss bei starker Verschmutzung zwischengeleert werden, unterbricht der Roboter die Reinigung und kehrt zur Station zurück.
Der Nasssauger überrascht positiv. Im Test reinigten wir verschmutzte Autopolster nach einem Kindergeburtstag, eine Couch mit diversen Flecken und verschiedene Teppiche. Die Schokoladenflecken im Auto verschwanden nach 10 Minuten intensiver Bearbeitung fast vollständig. Auf der Couch blieben nur noch Schatten der ursprünglichen Flecken. Der Nasssauger arbeitet mit ordentlich Saugkraft und die Borsten lösen festsitzenden Schmutz gut. Tierhaare sammeln sich praktischerweise an den Borsten und lassen sich einfach abziehen.
Problematisch sind kleine Kieselsteine, die sich im Saugaufsatz verfangen und mühsam mit dem Fingernagel entfernt werden müssen – beim Autosaugen ein häufiges Problem. Das Handteil liegt gut in der Hand, die Wasserzufuhr-Taste reagiert einwandfrei. Die Selbstreinigungsfunktion des Schlauchs hilft bei leichten Verstopfungen im Schlauch oder Saugaufsatz.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Eufy Omni E28 Hydrojet?
Der 3,2-Ah-Lithium-Ionen-Akku ermöglicht laut Hersteller drei Stunden Betriebsdauer. Im Test verbraucht der Roboter für unsere 60 Quadratmeter Testfläche im Standardmodus 31 Prozent der Akkuladung. Hochgerechnet schafft er etwa 190 Quadratmeter mit einer Ladung – das reicht für die meisten Wohnungen. Im Maximalmodus und mit intensivem Wischen reduziert sich die Fläche auf etwa 120 Quadratmeter.
Die Ladezeit von 3,5 Stunden ist durchschnittlich. Der Roboter kehrt bei niedrigem Akkustand automatisch zur Station zurück und setzt die Reinigung später fort. Im Test funktionierte das zuverlässig. Die Matter-Unterstützung ermöglicht smartes Laden zu günstigen Stromtarifen – ein durchdachtes Feature für Sparfüchse.
Preis
Mit einem Preis von 727 Euro bei Galaxus positioniert sich der Eufy Omni E28 Hydrojet clever im Markt. Premium-Saugroboter mit guter Wischfunktion wie der Ecovacs X8 Pro Omni kosten ähnlich viel – ohne Nasssauger.
Fazit
Der Eufy Omni E28 Hydrojet ist ein mutiges Konzept, das trotz Schwächen aufgeht. Die Kombination aus Saugroboter und abnehmbarem Nasssauger ist innovativ und im Alltag tatsächlich praktisch. Im Test überzeugten uns besonders die effektive Wischwalze und der leistungsstarke Nasssauger. Für Familien mit Kindern oder Haustierbesitzer ist die Vielseitigkeit ein echter Mehrwert. Flecken von Eis oder Getränken auf den Autositzen kann man so recht zuverlässig herausbekommen.
Die Schwächen liegen in der ungeschickten Navigation durch die abgerundete, quadratische Form und der enttäuschenden Teppichreinigung. Der Roboter ist zudem etwas laut und die App könnte umfangreicher sein. Trotzdem: Für 699 Euro erhält man zwei vollwertige Reinigungsgeräte, die einzeln gekauft deutlich mehr kosten würden. Der Eufy findet seine Nische zwischen Premium-Saugrobotern und der Anschaffung zweier separater Geräte. Wer beide Funktionen braucht und Kompromisse bei Navigation und Teppichreinigung verschmerzen kann, erhält ein faires Gesamtpaket.
Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, dass die App nur das Hinzufügen von einem Roboter erlaubt – und man für weitere Geräte das vorherige entfernen oder einen neuen Account nutzen muss. Über ein Untermenü auf der Startseite, das sich hinter dem Produktnamen verbirgt, kann man allerdings die Geräteübersicht aufrufen.
Ecovacs Deebot X8 Pro Omni
Der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni will anders sein als die anderen Saugroboter: Statt Wischmopps nutzt er eine Wischwalze. Auch sonst kann sich seine Ausstattung sehen lassen, wie unser Test zeigt.
- saugt gut
- Wischwalze mit Selbstreinigung im Betrieb
- gute Navigation
- übersichtliche & responsive App
- schwächere Hinderniserkennung
Saugroboter Ecovacs Deebot X8 Pro Omni im Test: Besser putzen mit Wischwalze
Der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni will anders sein als die anderen Saugroboter: Statt Wischmopps nutzt er eine Wischwalze. Auch sonst kann sich seine Ausstattung sehen lassen, wie unser Test zeigt.
Inzwischen können quasi alle Top-Modelle unter den Saugrobotern wischen, manche mit Rüttelplatte, andere mit drehenden Wischmopps – aber fast keiner wischt so, wie der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni: Er wirft verbreitete Konzepte über Bord und setzt ungewöhnlicherweise auf eine Wischwalze, den Ozmo Roller. Aber halt, ganz neu ist auch die nicht – kennen wir Wischwalzen doch schon seit Längerem von den sogenannten Saugwischern (Bestenliste), grob vereinfacht gesagt Akku-Staubsauger mit angeflanschtem Wassertank und ebenjener Reinigungswalze. Diese Geräte können saugen und gleichzeitig feucht wischen, was für eine effektive Schmutzentfernung sorgt. Bei den Saugrobotern gab es bisher dieses Prinzip nicht. Auch sonst ist der X8 Pro Omni durchweg High-End und bietet 18.000 Pa Saugleistung, gute Navigation ohne Laserturm sowie eine Reinigungsstation mit Wassertanks, in der er seine Wischwalze mit bis zu 75 °C heißem Wasser wäscht. Ob das Konzept aufgeht, haben wir getestet.
Das Testgerät haben wir vom Hersteller zur Verfügung gestellt bekommen.
Update (27. Februar 2026): Der Ecovacs X8 Pro Omni hat einen derartigen Preisverfall hingelegt, dass er seit November 2025 unser Preis-Leistungs-Sieger ist. Aktuell bekommt man das Gerät zum absoluten No-Brainer-Preis von 599 Euro bei Coolblue.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs Deebot X8 Pro Omni?
Der Ecovacs Deebot mag zwar bei der Reinigung andere Wege gehen – dazu später mehr – doch optisch bleibt er bei gewohnten Ansätzen mit einem klassischen runden Kunststoffgehäuse im Durchmesser von 353 mm und einer Höhe von 98 mm. So flach wie der kürzlich getestete Dreame X50 Ultra ist er also nicht, was bei niedrigen Möbeln vorteilhafter wäre – aber er ist immer noch deutlich flacher als viele Konkurrenten. Farblich steht nur Schwarz zur Auswahl, sowohl für die Station als auch für den Roboter. Kurz: Das Design ist zwar nicht revolutionär, wirkt aber durchaus elegant.
Die Verarbeitung von Roboter und Station ist solide und tadellos, wenn auch nicht außergewöhnlich. Die Station folgt dem funktionalen Design, das an einen Mülleimer erinnert. Ein kleiner Kritikpunkt betrifft die Arretierung der Verschlussklappe des Staub- und Reinigungsmittel-Behälters, die sich zunächst schwergängig lösen lässt und dann plötzlich aufspringt. Auch die Materialstärke dieser Klappe wirkt nicht hochwertig.
Eine Besonderheit im Design ist die Auswirkung der Wischwalze auf den Schwerpunkt des Roboters. Bei hochgefahrener Walze (also wenn nicht gewischt wird) neigt der Roboter beim Beschleunigen dazu, leicht nach hinten zu kippen. Dies beeinträchtigt die Funktionalität im Test zwar nicht, ist aber eine ungewöhnliche Eigenheit.
Ecovacs Deebot X8 Pro Omni – Bilderstrecke
Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni betriebsbereit?
Die Einrichtung des Deebot X8 Pro Omni hat Ecovacs denkbar einfach gestaltet. ZUr Inbetriebnahme gehört nach dem Auspacken zunächst, dass man die Station an einem geeigneten Ort mit ausreichend Freiraum (mindestens 0,5 m zu beiden Seiten und 1,5 m nach vorne) platzieren und anschließen muss. Fehlt noch, den 4 Liter fassenden Frischwasser-Tank zu befüllen.
Nun geht es an die Einrichtung der Software. Nötig ist auch hier nur die App Ecovacs Home, die für iOS und Android verfügbar ist. Zunächst muss man die Abdeckung vom Roboter herunternehmen, unter der sich neben dem Staubbehälter auch der Ein-/Aus-Knopf befindet. Diesen muss man zunächst in die Stellung Ein bewegen. Ist das erledigt, entfernt man den Staubbehälter im Inneren des Roboters und scannt den darunter befindlichen QR Code mit der App. Als letzten initialen Schritt muss man noch sein WLAN verbinden, wobei nur 2,4-GHz-Netze nutzbar sind. Im Test klappten all diese Schritte reibungslos und der Roboter war nach wenigen Minuten einsatzbereit – wobei, nicht ganz.
Denn noch während das Netzwerk gesucht und gespeichert wurde, meldete die App, dass ein Update des Roboters zur Verfügung steht. Das führte dazu, dass die letzten Schritte des Einrichtungsprozesses, wie die Spracheinstellung, übersprungen wurden – denn die Auswahl „Update später installieren“ führte uns direkt auf die Geräteübersicht der App. Das macht aber nichts, denn alle Einstellungen lassen sich auch nach der Einrichtung modifizieren. So stellen wir einfach über die Option im Menü auf das deutsche Sprachpaket um, das daraufhin heruntergeladen wird.
Wo wir gerade beim Sprachpaket sind: Das nutzt der Roboter ausgiebig, da er jede Aktion kommentiert. Laden, Programmauswahl, beendete Aufgabe, Aussaugen des Staubbehälters. Damit ist er aber nicht allein, viele Saugroboter sind ähnlich gesprächig. Zudem fallen uns einige sehr staksige Formulierungen auf, etwa „Staubbehälter wird gleich geleert“, „Ladevorgang hat begonnen“ oder die Ansage „Saugen beim Wischen“ für das Programm Staubsaugen und Wischen. Man gewöhnt sich zwar daran, doch verwirrend sind manche Ansagen dennoch. So etwa, wenn man die Aufgabe abbricht – dann erklärt der X8 Pro Omni, er habe die Aufgabe vollständig abgeschlossen, was offenkundig nicht richtig ist.
Wer noch nicht ausgiebig genug mit seinem Saugroboter kommuniziert hat, der kann das noch intensivieren über den integrierten Sprachassistenten Yiko. Mit dem anpassbaren Weckwort (standardmäßig OK Yiko) versetzt man ihn in den Zuhör-Modus und kann per Sprachbefehl eine Reinigungsaufgabe starten, pausieren oder den Roboter zur Station zurückschicken.
Ist alles eingestellt, fehlt noch die Kartierung der Wohnung. Die erste Kartierungsfahrt nimmt je nach Wohnungsgröße etwa 20 bis 30 Minuten in Anspruch. Danach kann die Karte in der App bearbeitet werden, um Räume zu definieren oder Bereiche festzulegen, die nicht gereinigt werden sollen.
Die Ecovacs Home App ist insgesamt übersichtlich gestaltet und bietet auf der Startseite eine Geräteübersicht als Karussell, durch das man wischen kann. Ein Tipp auf das Vorschaubild des Geräts öffnet dessen Menü mit der Karte. Die App ist sehr reaktionsschnell und angenehm zu bedienen, deutlich flüssiger als etwa die Dreame App. Die Zonenauswahl funktioniert intuitiv und ohne Verzögerungen oder Ruckler. Einzig das Aufteilen von Räumen verwirrt uns zunächst. Denn nach erfolgreicher Auswahl des abzutrennenden Bereichs können wir die Änderung nicht übernehmen – denken wir. Denn das Feld „Anwenden“ bleibt trotz korrekter Auswahl ausgegraut. Die Lösung ist, stattdessen das Feld „Abbrechen“ anzutippen, was die Änderung erstaunlicherweise übernimmt. Die Sprachsteuerung lässt sich über Amazon Alexa, Google Assistant oder eben den integrierten Yiko-Assistenten einrichten.
Ecovacs Deebot X8 Pro Omni – App & Einrichtung
Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni Hindernisse?
Der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni nutzt eine Kombination aus verschiedenen Sensoren für seine Navigation: Absturzsensor, Wandlaufsensor, Ultraschallsensor und Lasersensor (LiDAR) für die Kartierung. Interessanterweise verzichtet er auf einen klassischen Laserturm, um die Höhe zu reduzieren, was sich im Test nicht als nachteilig herausgestellt hat.
Die Navigation funktioniert im Praxistest sehr gut und ist spürbar besser als beim kürzlich getesteten Konkurrenten Dreame X50 Ultra. Der Roboter fährt systematisch durch die Räume und findet zuverlässig zurück zur Ladestation. Hindernisse wie Möbel oder Wände werden meist problemlos umfahren. Auch von Engstellen lässt er sich nicht beirren und traut sich selbst durch Bereiche, die kaum breiter sind als er selbst. An einem in den Weg zwischen Wand und Tisch gestellten Stuhl fährt er so trotzdem vorbei.
Bei der Hinderniserkennung zeigt der X8 Pro Omni allerdings kleine Schwächen. Kabel oder ähnliche flache Objekte werden gelegentlich nicht erkannt und können sich in der Bürste verfangen. Im Vergleich zum Dreame X50 Ultra hat er hier leichte Nachteile. Andererseits meistert er bestimmte Hindernisse wie einen Feuerlöscher-Standfuß deutlich besser als der Konkurrent, der sich darauf festfährt.
Der Roboter kann Hindernisse bis zu einer Höhe von 20 mm überwinden, was für die meisten Türschwellen ausreicht. Die Teppicherkennung funktioniert zuverlässig und hebt den Wischaufsatz automatisch an, sobald ein Teppich erkannt wird (bis zu einer Höhe von 10 mm). In der Praxis haben wir das wieder getestet, indem wir den Roboter provokativ auf eine nur aus Teppichboden bestehende Fläche geschickt haben. Hier setzt er die Wischwalze nicht ab und bricht die Aufgabe kurz danach ab – sehr gut.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni?
Die Reinigungsleistung des Ecovacs Deebot X8 Pro Omni ist im Test hervorragend. Die Kombination aus hoher Saugleistung (18.000 Pa) und der ungewöhnlichen Ozmo-Roller-Wischwalze sorgt für gute Ergebnisse auf verschiedenen Bodenbelägen. Um die Reinigungsqualität in der Praxis beurteilen zu können, testen wir den Roboter auf Hartboden sowie lang- und kurzflorigem Teppich. Um Schmutz zu simulieren, bringen wir Vogelfutter, feinen Zucker sowie Mehl aus. Für die Wischleistung kommt neben dem Mehl auch Flüssigkeit hinzu.
Im Saugmodus zeigt der X8 Pro Omni seine Stärke bei der Entfernung von gröberem Schmutz wie unserem ausgebrachten Vogelfutter. In unserem Test wurden etwa 85 Prozent der ausgestreuten Körner im Modus „Hoch“ aufgenommen, der einen guten Kompromiss aus Lautstärke und Saugleistung darstellt. Das Mehl wurde hingegen im reinen Saugmodus weitestgehend aufgesaugt, aber auch fein im Boden verteilt. Erst der Umstieg auf den Wischmodus brachte Abhilfe. Wer viele Haare aufsaugt, dem wird die von Ecovacs als Zero-Tangle-Bürste benannte Bodenbürste auffallen. Sie verhindert durch eine V-Form sowie Borsten im 45-Grad-Winkel besser das Verheddern von Haaren.
Das wahre Highlight ist jedoch die Wischfunktion mit dem Ozmo-Roller. Anders als herkömmliche Wischmopps, die Schmutz im Zweifel nur verteilen, entfernt die rotierende Walze Verschmutzungen richtig gründlich. Auch vollständig auf dem Boden verschmierte Acrylfarbe entfernt er tadellos – eine Herausforderung, an der andere Modelle scheitern. Gleiches gilt für fein verteiltes Mehl, das der X8 Pro Omni nahezu perfekt aus den Bodenrillen entfernt. Zudem kann er die Wischwalze zum besseren Erreichen von Ecken und Kanten ausfahren. Bei Teppichen wiederum hebt er sie bis zu 10 mm an.
Ein besonderer Vorteil der Wischwalze ist ihre Selbstreinigungsfunktion während der Fahrt. So wird der Ozmo-Roller von 16 Frischwasser-Düsen ständig mit Frischwasser benetzt und streift bei seinen bis zu 200 Umdrehungen pro Minute Schmutzwasser ständig ab. Dazu verfügt der Roboter über einen eigenen Schmutztank, in dem der von der Walze aufgenommene Schmutz gesammelt wird. Dies verhindert, dass Verschmutzungen durch die Walze wieder im Raum verteilt werden.
Die Reinigungsmodi lassen sich in der App individuell anpassen. Für die Saugleistung stehen vier Stufen zur Verfügung: Leise, Standard, Hoch und Max, wobei Max sehr viel Akku verbraucht. Die Wasserdurchflussrate beim Wischen kann per Schieberegler justiert werden. Zudem lässt sich die Reinigungsintensität über die Anzahl der Durchläufe (Standard, Tief, Effizient) steuern, in der App heißt diese Option Reinigungsgeschwindigkeit.
Nach Abschluss der Reinigung kehrt der Roboter zur Station zurück, wo die Wischwalze mit bis zu 75 °C heißem Wasser gereinigt und anschließend bei bis zu 63 °C getrocknet wird. Das Konzept der Wischwalze scheint dabei so ungewöhnlich, dass selbst die Ecovacs-eigene App noch von Wischmopps spricht. Auch der Staubbehälter wird automatisch entleert. Die Station verfügt dazu über mehrere Tanks mit 4 Litern Fassungsvermögen für Frisch- und Schmutzwasser sowie 3 Liter für den Staub, was lange Wartungsintervalle ermöglicht.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni?
Der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni bietet einen 6400 mAh großen Akku. Das ist überdurchschnittlich dimensioniert und reicht laut Hersteller für 310 m² und 145 Minuten Laufzeit – was natürlich abhängig von Saugleistung, Modus (Saugen und/oder Wischen) sowie Bodentyp ist. Für 22 m² Saugen im Modus Standard verbraucht der Saugroboter etwa 14 Prozent seiner Akkuladung. Unser Testraum von etwa 56 m² entzieht dem X8 Pro Omni über eine Zeit von 82 Minuten 51 Prozent, wobei wir hier Saugen und gleichzeitig Wischen sowie die Saugleistung auf Hoch stellen.
Im Test bestätigt sich, dass insbesondere der Max-Saugmodus so viel Energie verbraucht, dass unser Testraum kaum vollständig gereinigt werden konnte. Für die meisten Anwendungsfälle empfiehlt sich daher der Modus „Hoch“, der einen guten Kompromiss aus Reinigungsleistung und Akkulaufzeit bietet.
Das Wiederaufladen an der Station nimmt von 0 auf 100 Prozent fast fünf Stunden in Anspruch, was vergleichsweise lang ist. Entsprechend hat sich unser Praxistest über einige Tage hingezogen. Für die meisten Nutzer dürfte dies jedoch kein Problem darstellen, da der Roboter üblicherweise zwischen den Reinigungsdurchgängen ausreichend Zeit zum Aufladen hat. Sollte der Akku während einer Reinigung zur Neige gehen, kehrt der Roboter automatisch zur Station zurück, lädt auf und setzt die Reinigung anschließend fort.
Preis: Was kostet der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni?
Die UVP für den Ecovacs Deebot X8 Pro Omni liegt bei 1299 Euro. Mit diesem Preis kann man den Roboter getrost zum Premium-Segment zählen. Am günstigsten führt Ebay ihn – aktuell (Stand 27. Februar 2026) zum erstaunlichen Preis von 599 Euro bei Coolblue, nachdem er zuletzt mit 679 Euro schon unverschämt günstig war. Dafür lohnt es sich direkt zuzuschlagen, ein absolutes Killer-Angebot.
Fazit
Während herkömmliche Saugroboter mit Wischmopps oft nur oberflächlich reinigen, sorgt die rotierende Ozmo-Roller-Walze des Deebot X8 Pro Omni von Ecovacs für eine gründliche Bodenreinigung. Die starke Saugleistung von 18.000 Pa und die ausfahrbare Seitenbürste komplettieren das überzeugende Reinigungskonzept.
Die Navigation funktioniert im Alltag zuverlässig, auch wenn die Hinderniserkennung gelegentlich Schwächen zeigt. Die übersichtliche und reaktionsschnelle App bietet alle notwendigen Funktionen für eine individuelle Steuerung. Die Verarbeitung ist solide, wenn auch nicht außergewöhnlich.
Mit einem UVP-Preis von rund 1.299 Euro war der X8 Pro Omni kein Schnäppchen, ist aber inzwischen derart im Preis gefallen, dass wir ihn zum Preis-Leistungs-Sieger ernennen.
Dreame Aqua 10 Ultra Roller
Der Dreame Aqua 10 Ultra Roller bringt 30.000 Pa Saugkraft, Wischwalze und 100-Grad-Reinigung mit. Wir haben den Premium-Saugroboter ausführlich getestet.
- exzellente Saug- und Wischleistung auf Hartboden
- Heißwasser-Wäsche der Walze bei 100 Grad
- sehr leiser Betrieb
- Kletterfunktion überwindet bis zu 8 cm
- Schutzkappe für Wischwalze
- App ruckelt und stockt
- Navigation trifft nicht immer kluge Entscheidungen
- Probleme bei Engstellen
Saugroboter Dreame Aqua 10 Ultra Roller im Test: Klettert, fährt leise & ist gut
Der Dreame Aqua 10 Ultra Roller bringt 30.000 Pa Saugkraft, Wischwalze und 100-Grad-Reinigung mit. Wir haben den Premium-Saugroboter ausführlich getestet.
Saug- und Wischroboter werden immer ausgefeilter, und Dreame mischt mit dem Aqua 10 Ultra Roller ganz oben mit. Das Modell ist technisch eng verwandt mit dem Mova Z60 Ultra Roller des Schwesterunternehmens, unterscheidet sich aber in einigen wichtigen Details. So wäscht der Aqua 10 seine Wischwalze mit bis zu 100 Grad heißem Wasser, der Mova nur mit 80 Grad. Auch bei der Akkulaufzeit hat der Dreame mit 174 Minuten die Nase vorn.
Mit einer UVP von 1199 Euro und einem aktuellen Marktpreis von 949 Euro spielt der Aqua 10 Ultra Roller in der Oberklasse mit. Dafür liefert Dreame ein technisches Vorzeigemodell mit Wischwalze, Heißwasser-Reinigung, Doppelbürste und einer Kletterfunktion, die Hindernisse von bis zu 8 cm überwinden kann. Im Test musste der Saugroboter zeigen, ob er die hohen Erwartungen erfüllt. Wir haben den Roboter ausgiebig verwendet und zeigen, wo seine Stärken liegen und wo er noch Schwächen hat.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Dreame Aqua 10 Ultra Roller?
Der Roboter selbst ist aus schwarzem Kunststoff hochwertig gefertigt. Mit einem Durchmesser von 355 mm und einer Höhe von 97,5 mm gehört er nicht zu den besonders flachen Modellen – wirklich flache Saugroboter unterschreiten die 90-mm-Marke. Der einfahrbare LiDAR-Sensor, den der Hersteller Versa-Lift nennt, ändert daran wenig: Aus einem hohen Roboter wird auch mit eingefahrenem Turm kein flacher. Unter besonders niedrige Möbel kommt der Aqua 10 deshalb nicht. Der Deckel an der Oberseite hält dank Magneten sicher, sodass beim Umdrehen nichts herausfällt.
Dreame Aqua 10 Ultra Roller – Bilderstrecke
Die Wischwalze lässt sich über einen Knopf an der Seite entriegeln und herausziehen. Praktisch: Die Motoreinheit ist beweglich und lässt sich ein Stück hochklappen, um darunter zu reinigen. Eine einzelne Seitenbürste mit drei Borstensträngen kann der Roboter ausfahren sowie hochklappen.
Die Station fällt durch ihr kantiges Design auf – statt der heute üblichen Rundungen setzt Dreame auf klare, glatte Flächen. Ihre Vorderseite ist oben mit einer dezenten Textur versehen, im unteren Bereich befindet sich eine herausnehmbare Blende. Dahinter sitzen Staubbeutel und zwei separate Reinigungsmitteltanks – etwa für ein zusätzliches Mittel gegen Tiergerüche. Hiervon legt Dreame gleich zwei Stück bei, zusätzlich zu einem normalen Reiniger. Auch sonst zeigt sich der Lieferumfang üppig: mehrere Staubbeutel, eine Ersatzwalze sowie zwei Seitenbürsten und Ersatz-Staubfilter. Mit Maßen von 420 × 505 × 440 mm und einem Gewicht von 11,1 kg ist die Station kein Leichtgewicht, wirkt aber stabil. Sie fasst 4 Liter Frischwasser, 3,5 Liter Schmutzwasser und 3,2 Liter Staub. Insgesamt ist die Verarbeitung tadellos.
Einrichtung: Wie schnell ist der Dreame Aqua 10 Ultra Roller betriebsbereit?
Die Inbetriebnahme verläuft unkompliziert. Roboter einschalten, QR-Code mit der Dreamehome-App scannen, Dock- und Punktreinigungs-Taste drei Sekunden gedrückt halten und mit dem WLAN verbinden. Schade: Der Aqua 10 unterstützt ausschließlich 2,4-GHz-Netze. Bei einem aktuellen Topmodell hätten wir uns auch eine 5-GHz-Unterstützung gewünscht – nicht dramatisch, aber bei dieser Preisklasse einfach nicht mehr zeitgemäß.
Nach der Verbindung mit dem Geräte-Hotspot folgt die App-Konfiguration. Sie fragt typische Haushaltsangaben ab: Haustiere, gründliche Kantenreinigung, Nicht-stören-Modus. Anschließend lässt sich ein Sprachassistent aktivieren – Alexa, Google Assistant und Siri werden unterstützt, ebenso Matter. Nach einem rund zehnminütigen Firmware-Update startet die Kartierung, die in unserem Test etwa 25 Minuten dauerte.
Datenschutz-kritische Funktionen sind ab Werk deaktiviert. Die fotografische Dokumentation erkannter Hindernisse muss erst explizit aktiviert werden. Dasselbe gilt für die Videofunktion, mit der man sich live auf die Roboterkamera schaltet, ihn fernsteuern oder auf Patrouille schicken kann. Aktivierbar ist sie nur nach Festlegen eines Video-Passworts – das verhindert unbemerkten Fremdzugriff. Weniger ideal: Karten- und Nutzungsdaten landen in der Hersteller-Cloud. Ohne erreichbare Server fallen smarte Funktionen wie Kartensteuerung oder Zonenreinigung aus.
Dreame Aqua 10 Ultra Roller – App & Einrichtung
Ärgerlich ist die App-Performance: Das Auswahlfeld für Zonenreinigungen ruckelt beim Verschieben, immer wieder gibt es größere Stocker. Die parallel auf demselben Gerät laufende Mova-App arbeitet hier deutlich flüssiger. Die Reinigungsoptionen sind dafür umfangreich: nur saugen, nur wischen, beides gleichzeitig, wischen nach dem Saugen oder pro Raum individuell.
Navigation: Wie gut erkennt der Dreame Aqua 10 Ultra Roller Hindernisse?
Der Aqua 10 nutzt LiDAR mit einfahrbarem Laserturm und eine Hinderniserkennung mit Doppelkamera, die über 240 Objekte unterscheiden soll. Im Test fällt das Ergebnis durchwachsen aus. Eigentlich hätte der Roboter mit seinem hochwertigen Set-up beste Karten für Top-Leistung, nutzt sie aber nicht immer konsequent und zieht nicht immer die richtigen Schlüsse aus dem Erkannten.
Auch bei Engstellen tut er sich schwer. So fuhr er im ausgewählten Bereich nicht unter unseren Küchentisch, unter dem mehrere Stühle standen. Erst nach dem Herausziehen einzelner Stühle reinigte er den Bereich. Auffällig ist auch der Umgang mit der Karte: Sobald geschlossene Türen wieder offen waren, fuhr der Roboter eigenmächtig in die Räume und erweiterte die Karte selbstständig. In Haushalten mit empfindlichen Räumen empfehlen wir daher die Einrichtung von No-Go-Zonen oder unsichtbaren Wänden.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Dreame Aqua 10 Ultra Roller?
Beim Saugen auf Hartboden zeigt der Aqua 10 Ultra Roller seine Stärken. Mit 30.000 Pa Saugkraft und der Duo-Brush, einer Doppel-Hauptbürste mit zwei gegenläufig drehenden Walzen, entfernte er im Test nahezu alles des ausgebrachten Testschmutzes. Lediglich einzelne Partikel schoss die Seitenbürste aus dem Reinigungsbereich heraus. Das Problem haben viele Saugroboter, meist weil sich diese zu schnell dreht. Hilfreich wäre hier eine zweite, gegenläufig drehende Seitenbürste.
Auf Teppich sind die Ergebnisse ordentlich, aber nicht herausragend. Feine Partikel (simuliert durch Mehl) bleiben teilweise im Teppich hängen, grobe Partikel entfernt der Roboter zu rund 80 Prozent. Beim Herunterfahren vom Teppich schiebt er einiges davon herunter. Auf den Teppich kommt er überwiegend gut drauf und nutzt, wenn nötig, die Kletterfunktion mit ausfahrbarem Fahrwerk. Diese funktioniert grundsätzlich zuverlässig: Einzelne Schwellen bis 4 cm überwindet er problemlos, zwei direkt aufeinanderfolgende mit insgesamt 8 cm ebenfalls. Allerdings entscheidet sich der Roboter nicht immer für den klugen Weg. In mehreren Durchgängen probierte er es mal mit, mal ohne Kletterfunktion. Dabei faltete er einen kurzen Teppichrand mit dem Frontschild auf und blieb hängen. Ein anderes Mal sperrte er sich hinter dem Teppich ein und konnte sich nur durch Beiseiteschieben des Teppichs befreien.
Dreame Aqua 10 Ultra Roller – Reinigung
Beim Wischen punktet der Aqua 10 mit seiner Wischwalze, die der Hersteller als Aqua-Roll-Technologie bezeichnet. 24 Frischwasserdüsen befeuchten die Walze kontinuierlich, ein Schaber entfernt Schmutz, die Walze rotiert mit 100 Umdrehungen pro Minute. So verhindert der Roboter, dass Schmutz wieder auf den Boden gelangt. An der Walze sitzt zusätzlich ein sogenannter Fluffer – ein Kunststoffzylinder mit Lamellen, der die Walze durchgehend kämmt und Partikel entfernt.
Praktisch: Die Wischwalze besitzt eine Schutzkappe, die vom Hersteller als Auto-Seal bezeichnet wird. Sie fährt elektrisch über die Walze, sobald der Roboter einen Teppich erkennt oder die Wischfunktion deaktiviert ist. Der Teppich bleibt so trocken, auch wenn die Walze hochgeklappt ist. Bis 14 mm hebt der Roboter die Walze an, in Ecken kann sie nach rechts ausfahren.
Die Reinigungsstation, die Dreame Thermo-Hub nennt, wäscht die Walze mit bis zu 100 Grad heißem Wasser und trocknet sie anschließend mit 70 Grad warmer Luft. Das verhindert Gerüche zuverlässig. Die zwei separaten Reinigungsmitteltanks erlauben unterschiedliche Mittel für verschiedene Szenarien. Der Staub wird nach dem Reinigungsvorgang automatisch in den Staubbeutel der Station entleert. In Hersteller-Foren finden sich vereinzelt kritische Stimmen, die von schlechter Navigation, auslaufenden Stationen oder gar Totalausfällen der Station nach wenigen Tagen Betrieb berichten – solche Erfahrungen konnten wir im Test allerdings nicht reproduzieren.
Positiv fällt die geringe Lautstärke auf: Im leisen Modus messen wir nur 36 dB(A), bei maximaler Saugleistung 52 dB(A). Das Fahrgeräusch ist erstaunlich leise – Dreame ist hier seit einigen Modellen sehr gut unterwegs, der Aqua 10 verblüfft aber wirklich.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Dreame Aqua 10 Ultra Roller?
Der 14,4-Volt-Akku mit 6,4 Ah Kapazität ermöglicht laut Hersteller eine Laufzeit von 174 Minuten. In unserem Test bestätigt sich das im niedrigen Saugmodus weitgehend, bei höherer Saugleistung sinkt die Laufzeit erwartungsgemäß. Für große Wohnungen reicht das problemlos. Die Ladedauer beträgt etwa 4,5 Stunden.
Preis: Was kostet der Dreame Aqua 10 Ultra Roller?
Die UVP des Dreame Aqua 10 Ultra Roller liegt bei 1199 Euro. Aktuell ist er in Schwarz für 949 Euro (-21 %) im Handel zu bekommen, der bisherige Bestpreis lag bei 849 Euro. Auch in Weiß gibt es ihn.
Fazit
Der Dreame Aqua 10 Ultra Roller ist ein technisch erstklassig aufgestellter Saug- und Wischroboter. Die Reinigung auf Hartboden ist dank 30.000 Pa Saugkraft und Wischwalze hervorragend, die Heißwasser-Wäsche der Walze bei 100 Grad sorgt für Top-Hygiene. Auch die geringe Lautstärke, die Kletterfunktion bis 8 cm und die clevere Schutzkappe für die Wischwalze überzeugen.
Schwächen zeigt der Aqua 10 bei der Navigation: Trotz hochwertiger Sensorik trifft er nicht immer die klügste Entscheidung, hat Probleme bei Engstellen und erweitert die Karte teils eigenmächtig. Auch die App ruckelt – hier ist die fast baugleiche Mova-Software weiter. Auf Teppich überzeugt die Reinigung weniger als auf Hartboden. Schade ist zudem die fehlende 5-GHz-WLAN-Unterstützung.
Wer in der Oberklasse zuschlagen will, bekommt mit dem Aqua 10 Ultra Roller ein technisches Highlight, sollte aber mit den genannten Schwächen leben können. Für 949 Euro ist er ein faires Angebot in seinem Segment.
Mova Z60 Ultra Roller
Der Mova Z60 Ultra Roller bietet eine Wischwalze mit Selbstreinigung, Doppelbürste gegen Haare, starke Hindernisüberwindung und eine große All-in-One-Station.
- hervorragende Wischleistung dank selbstreinigender Walze
- insgesamt gute Navigation und zuverlässige Hindernisvermeidung
- Doppelbürste mit geringer Haarverwicklung
- praktische Station mit warmer Reinigung und Trocknung
- umfangreiche App-Funktionen
- hoher Preis
- Station benötigt viel Platz
- Bauhöhe trotz Einziehturm nicht gering
- Teppichleistung „nur“ solide
Saugroboter Mova Z60 Ultra Roller im Test: Der walzt alles weg
Der Mova Z60 Ultra Roller bietet eine Wischwalze mit Selbstreinigung, Doppelbürste gegen Haare, starke Hindernisüberwindung und eine große All-in-One-Station.
Der Mova Z60 Ultra Roller will Oberklasse-Funktionen in einem Gerät bündeln. Dabei weist das Modell der Dreame-Tochter deutliche Parallelen zum Dreame Aqua10 Ultra Roller auf, ist aber etwas günstiger. Beide Modelle kombinieren eine Wischwalze mit kontinuierlicher Reinigung, einen ausfahrbaren Lidar-Turm, Doppel-Hauptbürste gegen Haarverwicklungen und eine Station mit heißem Wasser und Warmlufttrocknung. Zudem überklettern beide Modelle Hürden von bis zu 8 cm – rekordverdächtig! Sind wirklich beide Modelle gleich? Wir verraten es im Test.
Design und Verarbeitung
Das runde Gehäuse des Mova Z60 Ultra Roller misst etwa 35 cm im Durchmesser und bietet damit typische Saugroboter-Größe. Die Höhe von 9,6 cm gilt nur, wenn der Lidar-Turm eingefahren ist – das macht der Sauger automatisch, wenn Kollision mit zu niedrigen Möbeln droht. Ist der Turm ausgefahren, kratzt der Sauger an der 12-cm-Marke. Damit ist der Z60 nicht superflach, kommt aber noch unter viele Möbel. Das Gewicht ist hoch, was bei der Wischleistung helfen kann: Fast 6 kg wiegt das Gerät und kann so zumindest in der Theorie viel Anpressdruck auf seine Wischwalze bringen. Die verwendet er statt der beiden bislang verbreiteten Wischpads, die ihre Reinigungswirkung durch horizontale Drehung entfalten.
Die breite Wischrolle wird während der Reinigung kontinuierlich mit frischem Wasser benetzt. Das Schmutzwasser wird von einer Kunststofflippe abgestreift und in einem separaten Tank gesammelt. Damit arbeitet er wie die praktischen Saugwischer (Bestenliste) oder Konkurrent Ecovacs Deebot X8 Pro Omni (Testbericht). Zum Schutz von Teppich hebt er die Rolle nicht nur an, sondern bedeckt sie dann zudem mit einer Kunststoffblende. Für bessere Randreinigung fährt der Z60 Rolle und Seitenbürste einige Zentimeter zum Rand hin aus. Wie die Wischwalze kann auch die Seitenbürste angehoben werden. Gleiches gilt für die doppelte Hauptbürste, die gegen Haarverwicklungen nur an einer Seite befestigt ist. Schräg vor der Hauptbürste sitzt vorne links ein Gummiabstreifer in einem Winkel von etwa 45 Grad zur Fahrtrichtung, der Schmutz direkt zur Hauptbürste transportieren soll.
Mova Z60 Ultra Roller – Bilderstrecke
Unter der magnetischen oberen Abdeckung sitzen der 210 ml kleine Staubbehälter, außerdem findet man hier den QR-Code, um den Sauger mit der App zu verbinden. Der einziehbare Laserturm wird stylisch von einem RGB-Leuchtring eingefasst, der gleichzeitig als Status-LED dient und neben blau auch rot und grün leuchten kann. Im vorderen Bumper sind dToF-Laser (direct Time of Flight), Dualkamera und eine LED installiert, damit sich der Sauger auch in Dunkelheit und bei eingezogenem Lidar-Turm orientieren und Hindernisse erkennen kann.
Die Reinigungsstation fällt recht breit, aber vergleichsweise niedrig aus und wirkt mit ihren Rundungen ziemlich wuchtig. Sie beherbergt Absaugung mit 3,2 Liter fassendem Staubbeutel, den zweigeteilten Zusatztank für unterschiedliche Reinigungsmittel und Frisch- (4 Liter) sowie Schmutzwassertanks (3,5 Liter). Die Reinigung der Wischrolle erfolgt mit bis zu 80 Grad heißem Wasser (bei Dreame sind es bis zu 100 Grad) und getrocknet wird mit heißer Luft. Zudem gibt es eine UV-Sterilisation für die Wischwalze. Mit seinem glänzenden schwarzen Kunststoff gefällt uns der Mova Z60 Roller Ultra trotz einer (zumindest optisch) Metallkante an der abnehmbaren Front nicht so gut wie etwa ein Roborock Saros 10R (Testbericht) mit hochwertiger Glasfront. Den schicken Metallic-Effekt, bei dem im schwarzen Kunststoff feine Silber-Partikel zu sein scheinen, sieht man leider nur aus nächster Nähe.
Inbetriebnahme und App
Die Einrichtung folgt dem üblichen QR-Code-Prozess, den andere Hersteller auch verwenden. Ohnehin ist die Ähnlichkeit zwischen Dreame- und Mova-Home-App frappierend – hier kann Mova die Nähe zur Konzernmutter Dreame nicht verbergen. Nach dem Einrichten startet eine zügige Erstkartierung mit Raumzuweisung, anschließend will der Z60 Roller Ultra wie auch die neuen Dreame-Modelle eine Intensivreinigung durchführen. Dabei wird die komplette Fläche erst einmal gesaugt und anschließend gewischt. Was bei Modellen, die die Wischmopps zum ausschließlichen Saugen in der Station zurücklassen können, nachvollziehbar ist, könnte sich Mova hingegen eigentlich sparen. Denn die Rolle ist immer mit dabei und beim ausschließlichen Saugen stets angehoben. Außerdem wird sie von der bereits erwähnten Kunststoffblende im Zweifel bei Nichtgebrauch verdeckt.
Die Mova-App hat alles, was auch die Dreame-App anzubieten hat – und das ist enorm viel. Dazu gehören Raum- und Zonenreinigung, Sperrzonen, Reinigungspläne und -abläufe, individuelle Profile für Saugleistung und Wasserabgabe sowie Einstellungen rund um den Walzendruck und die Station. Auch auf die KI-Hinderniserkennung sowie auf die Kamera kann live oder nachträglich in Form von Schnappschüssen von Hindernissen oder Haustieren zugegriffen werden. Außerdem gibt es Optionen für Warmwasser-Selbstreinigung der Wischrolle, einstellbare Temperaturstufen und vieles mehr – kurz: Zusammen mit Roborock bietet Dreame (und damit auch Mova) die umfangreichste App am Markt und es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Mit einer Ausnahme: Während Dreame für die Kamerafunktionen auf eine TÜV-Süd-Zertifizierung zur Datensicherheit verweist, gibt es eine solche bei Mova nicht.
Mova Z60 Ultra Roller – App
Navigation und Hindernisvermeidung
Der Z60 Roller Ultra von Mova kombiniert dToF-Laser zur Distanzmessung mit Kamera-Hinderniserkennung. Bei zu wenig Licht unterstützt eine helle LED an der Front. Im Test erreichte der Sauger damit sehr genaue Kartierung und ordentliche Objekterkennung und -vermeidung. Selbst bei Kleinteilen wie Kabeln und größeren Würfeln gab es nur vereinzelte Ausrutscher, noch größere Hindernisse werden normalerweise problemlos erkannt und je nach Einstellung weiträumig oder auch näher umfahren. Zu 100 Prozent verlässlich ist aber auch der Z60 dabei nicht, weshalb wir Haustierbesitzern empfehlen, den Sauger nur bei Anwesenheit arbeiten zu lassen. Da der Roboter dabei durchschnittlich laut ist, sollte das kein Problem darstellen.
Ein Highlight ist die Kletterfähigkeit, die seit diesem Jahr Roborock und (noch mehr) Dreame-Saugroboter an den Tag legen. Da ist es kein Wunder, dass auch der eng verwandte Mova Z60 Roller Ultra mit gleicher Kletterhöhe von bis zu 8 cm wie Dreame-Modelle protzt – zumindest bei der Herstellerangabe. Tatsächlich bezieht sich das auf mehrstufige Übergänge, einzeln übersteigt er „nur“ rund 5 cm an Einzelschwellen, was er in unserem Test mit 90-Grad-Kanten eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Auch die generelle Navigation hat das Mova-Modell offensichtlich von Dreame übernommen – inklusive des etwas verwirrten Eindrucks, den der Sauger bisweilen hinterlässt. Dann dreht er sich einmal zu oft, setzt hin und wieder zurück und wirkt dann einfach nicht so souverän wie etwa Roborock-Modelle. Schlimm ist das nicht, unterm Strich ist die Navigation sehr gut. Der Z60 Ultra Roller verfranzt sich nicht, fährt sich normalerweise nicht fest und wagt sich beim Reinigen auch in enge Passagen. Er verliert dabei einfach etwas mehr Zeit, als eigentlich nötig wäre.
Saugleistung und Wischfunktion
Die Saugleistung gibt Mova mit 28.000 Pa an – hier gewinnt das direkte Pendant von Dreame mit 30.000 Pa zumindest auf dem Papier. Entscheidend ist aber die Umsetzung, und die ist gut. Das nur an einer Seite montierte Doppelbürsten-Setup sorgt dafür, dass Haare zum offenen Ende hin wieder abgewickelt und aufgesaugt werden, das hat im Test hervorragend geklappt. Auf Hartböden erreicht der Z60 Ultra Roller damit sehr hervorragende Reinigungsleistung und bleibt auf Teppich immer noch gut. Hier können allerdings festgetretene Haare bisweilen liegenbleiben. Grund könnten die zu weichen Borstenreihen der beiden Bürsten sein, die abwechselnd mit Gummilippen installiert sind.
Die größte Stärke des Mova Z60 Ultra Roller ist die Walzen-Wischfunktion. Die Rolle wird während der Fahrt mit Frischwasser besprüht und über einen Abstreifer permanent von Schmutzwasser befreit, das in den hinten installierten Abwassertank wandert. Im Test führte das zu sehr guter Flächenleistung und kaum Schlieren, selbst bei optisch sehr präsenten Flecken wie Kaffee oder Ketchup. Die Kombination aus konstantem Wassernachschub, Walzendruck und unmittelbarer Schmutzwasserabführung leistet hier ganze Arbeit. Dadurch verteilt der Z60 Schmutz weniger als Pad-Systeme, die Verunreinigungen nur so lange aufnehmen können, bis die Pads gesättigt sind. Für empfindliche Böden lässt sich die Wasserabgabe in Stufen sehr genau dosieren.
Als Teppichschutz hebt der Roboter die Wischrolle nicht nur an, sondern er schiebt zusätzlich eine Art Schutzschild vor, um Feuchtigkeit vom Flor fernzuhalten. In den Praxistests funktionierte das Konzept nahezu perfekt, Restfeuchte auf Teppich war die Ausnahme. Randreinigung absolviert der Z60 grundsätzlich ebenfalls sehr gut, allerdings braucht er immer einige Zentimeter Strecke, bis er auch wirklich ganz nah an der Wand entlangfährt.
Akku
Der Akku ist mit 6,4 Ah angegeben. Die Laufzeit liegt laut Datenblatt bei bis zu 2,5 Stunden, die Ladedauer bei etwa 4,5 Stunden. In der Praxis hängt die Ausdauer stark von Modus, Saugstufe, Wasserabgabe und Anzahl der Zwischenreinigungen der Walze in der Station ab. Im Test zeigte der Z60 in Standard-Profilen zwar eine robuste Flächenleistung pro Ladung, mit der er gut 100 m² am Stück schaffte, die Herstellerangabe erreichte er aber wie fast immer nicht.
Preis
Die UVP für Deutschland liegt bei 1399 Euro. Am günstigsten ist er in der Complete-Edition aktuell bei Jacob Elektronik für 822 Euro. Bei Amazon kostet er 829 Euro. Zuletzt war er im Dezember 2025 zum Bestpreis für 799 Euro zu haben. Teil der Complete-Edition sind Verbrauchsmaterialien wie Wischrollen, Hauptbürste, Seitenbürsten, Staubbeutel und Reinigungsmittel für ein Jahr. Zuletzt kostete er noch deutlich über 1000 Euro.
Fazit
Der Mova Z60 Ultra Roller ist ein technisch starker Allrounder mit Highlight bei der Wischleistung. Die Kombination aus Doppelbürste und Walzenwischer sorgt in der Praxis nicht nur für perfekten Umgang mit Haaren, sondern saugt auch hervorragend – auch wenn auf Teppich noch minimal Luft nach oben ist. Die Wischrolle sorgt für perfekte Sauberkeit ohne Halo-Schlieren und reicht fast an die Wand – besser geht es derzeit nicht. Hinzu kommen eine sehr gute Objektvermeidung und tolle App, die der von Dreame in nichts nachsteht – Kunststück bei der Ähnlichkeit. Die breite Station nimmt dem Nutzer außerdem alle Arbeit nach der eigentlichen Reinigung ab – top.
Es gibt aber auch Punkte, die man vor dem Kauf beachten sollte. So ist die Bauhöhe selbst mit eingefahrenem Laser-Turm nicht rekordverdächtig, und die Station ist breit und wuchtig. Auf Teppich arbeitet der Z60 ordentlich, aber nicht perfekt und bei zunehmend höherem Flor sind Konkurrenten wie ein Roborock Saros 10R (Testbericht) besser. Und dann ist da natürlich der Preis. Für unter 1000 Euro ist der Mova Z60 Ultra inzwischen deutlich günstiger geworden. Das Geschwistermodell von Dreame kostet dagegen aktuell etwas mehr. Welcher von beiden tatsächlich besser ist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur schwer entscheiden.
Roborock Saros 10R
Ultraflach, viel KI, heiße Mopp-Reinigung und tolle Saug- und Wischleistung: Der Saros 10R ist zu Recht Roborocks Spitzenmodell abseits des Z70 mit Greifarm.
- geringe Bauhöhe von 8 cm
- gute Navigation & meist starke Objekterkennung
- tolle Saugleistung
- starke Wischfunktion
- hoher Preis
- gelegentliche Probleme mit kleinen Hindernissen
- Akku schwächer als beim Vorgänger
Saugroboter Roborock Saros 10R mit toller Objekterkennung im Test: Flach & gut
Ultraflach, viel KI, heiße Mopp-Reinigung und tolle Saug- und Wischleistung: Der Saros 10R ist zu Recht Roborocks Spitzenmodell abseits des Z70 mit Greifarm.
Saros löst die S-Serie der Vorjahre ab. Entsprechend ist der Roborock Saros 10R der Nachfolger des erfolgreichen S8 MaxV Ultra (Testbericht) – noch vor dem minimal schwächer ausgestatteten Saros 10 (Testbericht). Das neue Modell verzichtet wie der Qrevo Slim auf einen Laser-Turm. Stattdessen navigiert es mit dem Festkörper-Lidar-System Starsight 2.0, das Navigation und Objekterkennung übernimmt. Der Vorteil: Der Saros 10R ist dadurch besonders flach und soll trotzdem perfekt navigieren.
An anderer Stelle optimiert der Hersteller eher diskret: Die Station wäscht Mopps jetzt mit bis zu 80 Grad heißem Wasser und trocknet sie automatisch mit bis zu 55 Grad heißer Luft. Wir haben das Gesamtpaket auf Herz und Nieren überprüft. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design und Verarbeitung
Saugroboter mit Laser-Turm sind meist um 10 cm hoch, der Saros 10R hingegen nur rund 8 cm. Das ist in Wohnungen mit niedrigen Sofas, Sideboards oder Betten ein spürbarer Vorteil. Denn diese 2 cm können den Unterschied ausmachen, ob der Sauger auch unter solche Möbel kommt oder nicht. Am Grunddesign ändert sich abseits des fehlenden Türmchens auf der Oberseite wenig. Das Gehäuse wirkt hochwertig und solide, auch wenn es wie gewohnt ausschließlich aus Kunststoff besteht.
Das vordere Drittel des oberseitigen Gehäusedeckels ist fest installiert und beherbergt zwei Bedientasten, den hinteren Teil können Nutzer abnehmen. Dieser wird nicht mehr wie bei älteren Modellen per Scharnier gehalten, sondern wie bereits beim Vorgänger magnetisch am Chassis befestigt. Dort verdeckt er den eingesetzten Schmutzbehälter des Roboters. Da der normalerweise von der Reinigungsstation automatisch abgesaugt wird, dürften Besitzer ihn nur selten zu Gesicht bekommen.
Der Stoßfänger federt leichte Berührungen ab. Darin befinden sich Kamera und Lidar, ein weiterer Lidar-Sensor beobachtet hinten links den Bereich hinter dem Sauger. Auf der Unterseite arbeitet eine in der Mitte geteilte Hauptbürste mit gummierten Lamellen und kurzen Borstenreihen. Diesen Aufbau kennen wir schon vom Qrevo Curv (Testbericht), er soll das Verheddern von Haaren verhindern. Der Saros 10R hebt die Hauptbürste beim Wischen an. Die Seitenbürste fährt für bessere Rand- und Eckenreinigung aus und hebt sich beim Wischen ebenfalls an. Sie hat nur noch zwei nach hinten geschwungene Borstenarme, die Aufhängung ist verkapselt. Zwei anhebbare, rotierende Mopps befinden sich weiterhin hinten, der rechte fährt bei Bedarf bis an Wände oder Hindernisse aus.
Die Station ist beim neuen Modell noch einmal eleganter geworden. Grund ist die Verwendung von Glas auf der Front – das wirkt hochwertig und die spiegelnde Oberfläche ist top-schick. Im Gegenzug sieht man allerdings Fingerabdrücke sofort. Der Aufbau der Station ist davon abgesehen wie bei den Vorgängern: Der Sauger fährt unten rückwärts ein und wird dort gereinigt. Die Absaugung befindet sich eine Etage darüber hinter der Glasfront und oben sind leicht erreichbar Frisch- und Abwassertank aufgestellt. Die Station reinigt und trocknet die Wischmopps jetzt noch heißer, was weiter verbesserte Hygiene verspricht. Zur einfachen Reinigung kann die Schale, in der die Mopps gereinigt werden, einzeln entnommen und gesäubert werden.
Roborock Saros 10R – Bilderstrecke
Inbetriebnahme und App
Die Einrichtung erfolgt über die weiterhin hervorragende App des Herstellers. Nach dem Verbinden mit WLAN kartiert der Roboter die Räumlichkeiten. Sie lassen sich anschließend anpassen, Räume zusammenführen, trennen und umbenennen. In den meisten Fällen liegt die automatische Raumerkennung aber richtig. Mehrere Karten sind speicherbar, was für Haus oder Wohnung mit mehreren Etagen wichtig ist.
Die Feature-Fülle ist bei Roborock nach wie vor erschlagend – ganz wie es sich für einen Spitzensaugroboter gehört. Sperrbereiche und No-Mopp-Zonen lassen sich einrichten und Saugkraft, Wischintensität und Routen dürfen Nutzer pro Raum bestimmen. Der Roboter bietet eine Gegensprechfunktion und Live-Blick durch die Frontkamera des Geräts. Außerdem nimmt der Bot auf Wunsch automatisch Bilder von Hindernissen oder Haustieren auf. Dabei betont Roborock die Einhaltung strenger Datenschutzvorgaben und belegt das wie bei den Vorgängern mit Zertifizierung durch den TÜV Rheinland. Zudem betont Roborock, dass keine Bilder gespeichert werden.
Per lokaler Sprachsteuerung reagiert der Saros 10R auf „Hello Rocky“ und führt dann Befehle wie Raum-, Bereichs- oder Komplettreinigung auf Zuruf aus. Matter beherrscht der Sauger ebenfalls und erlaubt so die Einbindung in gängige Smart-Home-Ökosysteme.
Auch für die Station gibt es umfassende Einstellungsmöglichkeiten. Nutzer dürfen hier etwa festlegen, wie oft während eines Durchgangs gewaschen und getrocknet wird, wie intensiv die Absaugung erfolgen und wie heiß die Mopp-Trocknung sein soll. Und das alles war nur ein kurzer Auszug aus der enorm umfangreichen App von Roborock, die immer wieder zum Stöbern einlädt. Kurz: Es gibt hier nichts, was es nicht gibt.
Roborock Saros 10R – App & Einrichtung
Navigation und Hindernisvermeidung
Der Saros 10R verzichtet auf ein sich ständig drehendes Lidar-System (Light Detection and Ranging), das sonst als kleines Türmchen oben auf Saugrobotern aufsitzt. Stattdessen verwendet der Hersteller Festkörper-Lidar und navigiert mittels der sogenannten Starsight-2.0-Technik. Dabei kombiniert das System Tiefensensorik und Kamera. Die Tiefeninformationen entstehen aus fast 22.000 ausgesandten Sensorpunkten, die dann reflektiert und ausgewertet werden. Im Vergleich zu herkömmlichem Lidar ergibt sich ein etwa 21-mal genaueres Bild der Umgebung. Außerdem kann der Saugroboter auf diesem Weg bis zu 108 unterschiedliche Gegenstandsarten ab einer Minimalgröße von 2 x 2 cm erkennen. Auch Spiegel sollen so endlich nicht mehr ignoriert, sondern erkannt werden und bei Dunkelheit hilft eine LED bei der Erkennung.
Im Alltag überzeugt der Saros 10R mit hervorragender Navigation und systematischem Bahnenziehen. Er scheut nicht vor Engstellen und braucht seltene Zweitanläufe, um seinen Weg zu finden. Beim Klettern und auf langflorigem Teppich kann sich das Roboter-Chassis ganz oder teilweise um rund 10 mm anheben. Um etwa Türschwellen von bis zu 4 cm zu überwinden, fährt er vorn das Stützrad hoch und erreicht so eine umgekehrte Keilform. Eine Bohle mit 2,5 cm Dicke war so im Test überhaupt kein Problem, auch wenn es bisweilen etwas rustikal anmutet, wie sich der Roboter mit Anlauf auf eine Erhöhung zu wälzen versucht. In verwinkelten Räumen zeigt sich der Roboter umsichtig, festgefahren hat er sich während der langen Testphase nicht. Zudem spielte er hier den Vorteil der geringen Höhe aus, indem er etwa unter einem Bett problemlos navigierte, während andere Modelle mit Laser-Turm zwar darunter kommen, hier aber trotzdem nicht alle Bereiche befahren wollen.
Aufräumen sollten Nutzer vor einer Reinigungsfahrt des Roborock Saros 10R trotz vielversprechender Obstacle Avoidance trotzdem. So erkennt der Sauger Kabel zwar häufig, aber eben nicht immer. Sehr dünne, kleine oder transparente Hindernisse bleiben eine Herausforderung, außerdem erkannte er Flüssigkeitslachen nicht immer auf Anhieb. Eigentlich sollte er dann Haupt- und Seitenbürste anheben und verstärkt – auch mehrfach mit Zwischenreinigung – wischen. Hier kommt es stark auf Farbe und Beschaffenheit von Untergrund und Flüssigkeiten/Gegenständen an. Trotzdem gehört die Objekterkennung aktuell zu den besten am Markt. Einen Nachteil hat dieses gesteigerte Umgebungsbewusstsein des Saros 10R: Es kostet Zeit. Ein Qrevo Curv (Testbericht) reinigt bei ähnlicher Fahrgeschwindigkeit rund ein Drittel schneller als der 10R, der sich doch hin und wieder „umschaut“, um die ganze Umgebung im Blick zu haben.
Saugleistung und Wischfunktion
Bei der reinen Saugkraft legt Roborock beim Saros 10R eine Schippe nach. Je nach Angabe sind das satte 19.000 oder sogar 20.000 Pa, wichtiger als solch kaum greifbare Zahlen ist aber das Reinigungsergebnis im Alltag. Auf Hartboden sammelt der Roboter Staub und Krümel sehr zuverlässig ein, auf freier Fläche bleibt hier normalerweise nichts zurück. Feiner Sand an Kanten braucht manchmal einen zweiten Durchlauf – aber das macht die Konkurrenz kaum besser. Auf Teppich steigert der Sauger automatisch die Leistung. Mittelhoher Flor wird ebenfalls sehr gut gesaugt, bei langfloriger Auslegeware sinkt die Reinigungsleistung naturgemäß weiter ab. Hier braucht der 10R dann auch mal mehrere Durchgänge und mehr Zeit, fährt sich aber dank der Möglichkeit zum Anheben des Chassis nicht so schnell fest. Auch das macht die Konkurrenz nicht besser, im Gegenteil.
Die Hauptbürste hält das von Roborock gegebene Versprechen: Haarverwicklungen und dadurch bedingt manuelles Eingreifen hatten wir in der gesamten, langen Testphase des 10R nicht zu verzeichnen. Auch die Seitenbürste war davon nicht geplagt, was sich im Alltag durch reduzierten Arbeitsaufwand des Nutzers niederschlägt.
Beim Wischen nutzt der 10R zwei drehende Mopps. Die Flächenreinigung gelingt damit gleichmäßig, sogenannte Halos, also durch die Drehung ausgelöste Muster besonders auf spiegelnden Fliesen gibt es nur schwach ausgeprägt. Auf Böden mit Struktur oder Mustern ist davon nichts zu sehen. Die Wischleistung ist insgesamt beeindruckend. Getrocknete Flecken brauchen zwar je nach Beschaffenheit mehrere Überfahrten und mit besonders klebrigen Verschmutzungen hat auch der Saros 10R seine Probleme. Generell macht der Saug- und Wischroboter aber einen hervorragenden Job. Lediglich das Nachspülen bei starker Verschmutzung dürfte gern noch etwas intensiver erfolgen. Zwar analysiert auch der Saros 10R sein Schmutzwasser wieder und reinigt dann besonders dreckige Bereiche erneut, aber hier gibt es dann bisweilen doch noch etwas Luft nach oben. Optisch ist aber hinterher alles sauber.
Der ausfahrbare Wischarm verbessert die Randreinigung sichtbar, auch wenn auf dem letzten Millimeter zur Wand mangels ausreichenden Drucks ein Hauch an Schmutz zurückbleiben kann. Das ist aber Kritik auf sehr hohem Niveau und bei regelmäßigen Fahrten des Roboters kein Problem. Auf Teppich hebt der Roboter die Mopps in ausreichender Geschwindigkeit bis zu 22 mm an, alternativ lässt er die Mopps vor dem Teppichsaugen in der Station zurück. Beides verhindert Feuchtigkeit auf Teppichfasern.
Die Station wäscht die Mopps mit bis zu 80 Grad heißem Wasser und trocknet mit bis zu 55 Grad warmer Luft. Das verbessert die Reinigung der runden Tücher und reduziert Gerüche. Schimmel und Stock hat so keine Chance. Sowohl beim Saugen als auch beim Wischen gehört der Roborock Saros 10R zum Besten auf dem Markt.
Akku
Im Inneren steckt ein Lithium-Ionen-Akku mit 6,4 Ah. Die Laufzeit reicht laut Hersteller für bis zu 220 Minuten im sparsamen Modus. In höheren Stufen sinkt sie erwartungsgemäß deutlich und bei viel Teppich und automatischer Saugkraftanhebung ebenfalls. Saugen und Wischen reichte im Test in unserem Testhaushalt für etwa 90 Quadratmeter am Stück (brutto, also abzüglich Möbeln etc.). Der Roborock Qrevo Curv hatte zum gleichen Zeitpunkt noch etwa 50 Prozent Akkuladung, während der Saros 10R zur Ladestation zum Nachladen zurückkehren musste. Dort verweilt er dann bis zu 2,5 Stunden, danach setzt er die Reinigung automatisch fort.
Preis
Die UVP des Herstellers für Deutschland liegt bei knapp 1500 Euro. Der aktuelle Straßenpreis liegt bei 869 Euro. Zum Testzeitpunkt (28. August 2025) lag er noch bei 1199 Euro, im Dezember hingegen bei nur noch 899 Euro. Für 919 Euro ist der Sauger mit der Reinigungsstation samt Wasseranschluss-Paket verfügbar, das mangels Wasserbehälter deutlich niedriger als in der Normalversion ausfällt. Beide Versionen gibt es in Schwarz und Weiß.
Ansonsten führt unser Bestpreis-Link auch zu späteren Zeitpunkten stets zum laut Preisvergleich günstigsten Shop.
Fazit
Der Roborock Saros 10R ist ein hervorragender Saug- und Wischroboter. Er reinigt Hart- und Teppichböden richtig gut und punktet auch mit toller Wischleistung. Dank KI und veränderbarer Chassis-Höhe klappt das meist auch bei Flüssigkeitslachen oder auf höherflorigem Teppichboden erstaunlich gut. Die Reinigungsstation sorgt dank heißem Wasser und ebensolcher Luft für hygienische Zustände auch bei intensiver Nutzung. Zudem ist der Roboter sehr flach und kommt so auch unter Möbel, die herkömmlichen Saugern mit Laser-Turm verwehrt bleiben.
Die Navigation ist – zusammen mit der Objekterkennung – ebenfalls ein Highlight. Zwar ist die Zuverlässigkeit bei der Erkennung auch beim neuen Spitzenmodell von Roborock noch nicht bei 100 Prozent angelangt, aber viel näher ran kommt derzeit kein Saugroboter. Das hat allerdings seinen Preis: Der Saros 10R braucht etwas länger als Roboter mit herkömmlichem Laser-Türmchen und der Akku ist auch schneller als bei ähnlich ausgestatteter Konkurrenz leer. Und apropos Preis: Teuer ist der 10R natürlich auch. Aber das ist bei der Feature-Vielfalt auch nicht anders zu erwarten.
Roborock Qrevo Curv 2 Flow
Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist der erste Saugroboter des Herstellers mit einer Wischwalze statt klassischer Wischmopps.
- starke Reinigungsleistung mit Wischwalze
- angenehme Lautstärke bei Reinigung
- gute App
- lange Akkulaufzeit
- fairer Preis
- Stationsreinigung nur mit 75 °C statt 100 °C
- polarisierendes Stationsdesign, Deckelverarbeitung mit Schwächen
Test: Roborock Qrevo Curv 2 Flow – Saugroboter mit kurioser Station & Wischwalze
Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist der erste Saugroboter des Herstellers mit einer Wischwalze statt klassischer Wischmopps.
Roborock strukturiert sein Sortiment klar: Die Saros-Reihe bildet die absolute Spitze, die Qrevo-Modelle markieren den Einstieg in die Oberklasse. Der Hersteller setzt dabei zum Teil auf experimentelle Ansätze. Genau so einer steckt im Qrevo Curv 2 Flow: eine Wischwalze statt klassischer Wischmopps. Die soll während der Fahrt permanent abgestreift und mit Frischwasser beträufelt werden, sodass sie stets sauber und feucht bleibt. Der Roboter muss dadurch seltener zur Station zurückkehren. Gleichzeitig soll die Walze verhindern, dass grobe Verschmutzungen auf dem Boden verschmiert werden – ein typisches Problem herkömmlicher Roboter, die auf Mopps setzen.
Den Curv 2 gibt es in mehreren Varianten: als CurvX, 2 Pro und Curv 5A1. Die Wischwalze bleibt dabei dem Flow vorbehalten. Das Stationsdesign teilen sich alle Modelle. Preislich steigt der Qrevo Curv 2 Flow mit 899 Euro ein – deutlich günstiger als der Vorgänger, der seinerzeit über 1000 Euro kostete, und weit unter dem Saros 20 für fast 1500 Euro. Was der Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Alltag leistet, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Qrevo Curv 2 Flow?
Der Roboter selbst misst 353 mm im Durchmesser bei einer Höhe von 119 mm und ist in Weiß gehalten. An der Unterseite sitzen zwei gegenläufig rotierende Seitenbürsten mit Anti-Tangle-Funktion sowie die Duo-Divide-Hauptbürste. Die ausfahrbare Spira-Flow-Wischwalze ersetzt die bei anderen Modellen üblichen Wischmopps.
Roborock Qrevo Curv 2 Flow – Bilderstrecke
Die Station fällt sofort ins Auge. Roborock setzt erneut auf das kubische Design mit stark abgerundeten Kanten, das schon beim Vorgänger polarisierte. Manche Kollegen in der Redaktion bezeichnen sie als hässliche Tonne, andere finden das Design zumindest ungewöhnlich. Ästhetik ist immer individuell – in jedem Fall kein gewöhnlicher Anblick. Die Station misst 450 × 450 × 450 mm und beherbergt unter dem Deckel den Frischwassertank (4 Liter), den Schmutzwassertank (3 Liter) sowie den Staubbeutel (2,5 Liter) mit einer kleinen Abdeckhaube.
Die Verarbeitungsqualität geht in Ordnung, liegt aber unter dem Niveau des teureren Saros 20. Der Deckel oben an der Station lässt sich bei etwas Gegendruck leicht verwinden und senkt sich nicht sanft, sondern klatscht etwas unsanft nach unten. Das hätte man eleganter lösen können, ist aber nicht weiter tragisch – das Produkt fällt nicht auseinander. Es sind Kleinigkeiten, die im Alltag kaum stören.
Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Qrevo Curv 2 Flow betriebsbereit?
Die Einrichtung folgt dem üblichen Schema für Saugroboter. Zunächst meldet man sich in der Roborock-App an und scannt den QR-Code am Roboter. Danach gewährt man der App die benötigten Berechtigungen für Standort und Umgebungssuche und versetzt den Roboter durch gleichzeitiges Drücken der Home- und Power-Taste in den Pairing-Modus. Anschließend richtet man das WLAN ein – unterstützt wird ausschließlich das 2,4-GHz-Band.
Direkt nach der Einrichtung steht ein größeres Softwareupdate an, das etwa zehn Minuten dauert. Danach startet die Kartierung der Wohnung, die je nach Größe 15 bis 20 Minuten in Anspruch nimmt. Die erstellte Karte fällt dabei etwas ausgefranster aus als etwa beim Saros 20 – die Kanten wirken nicht ganz so klar gezogen, sondern leicht huckelig. Auf die Reinigungsleistung hat das keine Auswirkung, die Räume werden dennoch klar voneinander abgetrennt.
Roborock Qrevo Curv 2 Flow – App & Einrichtung
Die Roborock-App gehört zu den ausgewogensten am Markt. Sie ist intuitiv aufgebaut, bietet viele Funktionen und arbeitet zuverlässig ohne Fehler oder Grafik-Glitches. Reinigungszonen, Sperrzonen, Zeitpläne und Reinigungsintensitäten lassen sich komfortabel einstellen. Der Roboter unterstützt zudem Matter, Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant.
Eine Offline-Karte lässt sich aktivieren, allerdings funktionieren viele Einstellungen, Benachrichtigungen und die Videofunktion – bei der man sich auf die Kamera des Roboters schalten und ihn fernsteuern kann – nur mit Internetverbindung. Für Datenschutz-bewusste Nutzer lässt sich die reaktive KI-Hinderniserkennung deaktivieren. Roborock wirbt zudem mit einer TÜV-Zertifizierung der Software (basierend auf dem Standard ETSI EN 303 645). Generell gilt aber für alle Cloud-abhängigen Produkte, dass diese immer ein Risiko für Schwachstellen und Ausnutzung durch Kriminelle haben, solange sie im Internet hängen und auf das Wohlwollen des Herstellers angewiesen sind, wie lange die Dienste funktionieren.
Die Sprachausgabe des Roboters ist angenehm zurückhaltend. Sie stört nicht mit zu vielen Bemerkungen und hält sich kurz – definitiv eine der angenehmeren unter den Saugrobotern.
Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Qrevo Curv 2 Flow Hindernisse?
Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow navigiert per LiDAR-Laser und Kamera mit KI-gestützter Hinderniserkennung. Absturzsensoren und Wandlaufsensoren ergänzen die Navigation. Teppiche erkennt der Roboter automatisch und hebt die Wischwalze um bis zu 15 mm an.
Im Test schlägt sich der Curv 2 Flow grundsätzlich gut und schreckt auch vor kniffligen Situationen nicht zurück. Mehrere Stuhlbeine, die unter dem Küchentisch eng beieinander stehen, meistert er problemlos – er fährt hinein und findet den Weg selbst wieder zurück. Rabiat wird er dabei nicht, Hindernisse hat er im Test nicht zusammengefahren.
Die Empfindlichkeit der Hinderniserkennung lässt sich in der App individuell anpassen. Bei der Standard-Einstellung hat sich der Roboter an besonders engen Stellen teilweise nicht getraut und den Reinigungsvorgang vorzeitig beendet. Wer das nicht möchte, dreht die Empfindlichkeit etwas herunter – dann fährt der Curv 2 Flow auch engere Passagen ab.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Qrevo Curv 2 Flow?
Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow saugt mit bis zu 20.000 Pa Saugleistung. Im Roboter sitzen ein 324-ml-Staubbehälter sowie je 100 ml Frisch- und Schmutzwasser. Die Duo-Divide-Hauptbürste mit Anti-Tangle-Funktion soll verhindern, dass sich Haare um die Bürste wickeln. Zwei gegenläufig rotierende Seitenbürsten befördern Schmutz zur Absaugöffnung in der Mitte des Roboters.
Auf Hartboden überzeugt der Curv 2 Flow. Grobe Partikel nimmt er zuverlässig auf, feiner Staub wird dank der Wischwalze ebenfalls schnell und restlos beseitigt. Die beiden Seitenbürsten arbeiten dabei effektiver als die Einzelbürste des teureren Saros 20, da sie Partikel gegenläufig zur Mitte hin kehren. Allerdings rotieren sie zum Teil zu schnell und schleudern – wie quasi alle Saugroboter – einzelne Partikel durch den Raum.
Auf Teppich entfernt der Roboter grobe Partikel wie Vogelfutter nahezu vollständig. Bei feinem Staub, simuliert durch Mehl, schafft er allerdings nur etwa 75 Prozent. Auf unseren Teppich kommt er dabei nicht ganz so mühelos wie der Saros 20. Zwar kann auch der Qrevo Curv 2 Flow sein Chassis aufkippen und Schwellen bis 2 cm überwinden, im Test faltet er den Teppich aber dennoch teils auf.
Roborock Qrevo Curv 2 Flow – Reinigung
Die Spira-Flow-Wischwalze ist das zentrale Feature des Flow-Modells. Sie rotiert mit 220 Umdrehungen pro Minute und drückt mit 15 Newton auf den Boden. Acht präzise Düsen – sogenannte Hydratationspunkte – versorgen die Walze gleichmäßig mit Frischwasser. Ein integrierter Abstreifer entfernt dabei laufend überschüssige Feuchtigkeit und leitet das Schmutzwasser direkt in den 100-ml-Schmutzwassertank im Roboter. Dieser Prozess findet permanent während der Fahrt statt, nicht erst in der Station. So bleibt die Walze stets optimal feucht, ohne zu tropfen, und die Reinigungsleistung konstant hoch. Herkömmliche Mopps neigen bei zunehmender Sättigung mit Schmutz dazu, gröbere Verschmutzungen eher zu verschmieren als zu entfernen – die Wischwalze schafft das deutlich besser.
Allerdings bringen Wischwalzen auch einen erhöhten Wartungsaufwand mit sich, da mehr Teile zur vollständigen Reinigung des Roboters ausgebaut werden müssen. Den Schmutzwassertank an der Rückseite des Roboters sollte man mindestens wöchentlich von hängengebliebenen Partikeln und Schmutz befreien – er lässt sich einfach entnehmen. Gleiches gilt für die Walze und den Abstreifer: Beide sollte man regelmäßig von Rückständen wie Staub befreien. Bei Roborock lassen sich diese Teile recht angenehm erreichen.
Für Parkettböden kann die Wischwalze allerdings die falsche Wahl sein: Mopps arbeiten hier schonender und verteilen weniger Wasser auf den Boden. Eine Walze kann bei zu viel nachgeträufeltem Wasser das Parkett auf Dauer zum Aufquellen bringen.
Der Roboter wischt mit Frischwasser ohne spezifische Heißwassertemperatur während der Bodenreinigung. In der Station wird die Wischwalze mit bis zu 75 °C heißem Wasser gewaschen und mit bis zu 55 °C warmer Luft getrocknet. Das reicht für den Alltag, gehört aber nicht zu den Spitzenwerten – der Saros 20 arbeitet hier mit 100 Grad. Die Station saugt den Staubbehälter automatisch in den 2,5-Liter-Staubbeutel ab.
Die Lautstärke hält sich im normalen Modus mit 56 dB(A) in Grenzen. Unter Maximalstufe steigt sie auf etwa 65 dB(A).
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Qrevo Curv 2 Flow?
Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow wird von einem 14,4-V-Akku mit 5,2 Ah (Li-Ionen) angetrieben. Roborock gibt eine Betriebsdauer von bis zu 242 Minuten an, die wir im Test bestätigen können. Das ist ein starker Wert, der auch größere Wohnungen in einem Durchgang abdecken sollte. Die vollständige Ladung dauert etwa drei Stunden.
Preis: Was kostet der Roborock Qrevo Curv 2 Flow?
Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow startet mit einer UVP von 899 Euro.
Fazit
Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist ein rundum zufriedenstellender Oberklasse-Saugroboter, der mit seiner Spira-Flow-Wischwalze einen spürbaren Vorteil gegenüber klassischen Wischmopps bietet. Acht Düsen versorgen die Walze gleichmäßig mit Wasser, der Abstreifer hält sie sauber – und das alles permanent während der Fahrt. Grobe Verschmutzungen werden nicht verschmiert, sondern tatsächlich aufgenommen.
Die Reinigungsleistung auf Hartboden überzeugt, auf Teppich gibt es bei feinem Staub leichte Abstriche. Die zwei gegenläufigen Seitenbürsten arbeiten gründlich, schleudern aber vereinzelt Partikel weg. Die Station erledigt Reinigung, Trocknung und Absaugung zuverlässig, erreicht bei der Wassertemperatur aber nicht die Spitzenwerte des teureren Saros 20. Die App gehört zu den besten am Markt.
Der erhöhte Wartungsaufwand durch Walze, Abstreifer und Schmutzwassertank ist der Preis für das moderne Wischkonzept. Das Stationsdesign ist sicherlich Geschmackssache. Die Verarbeitung am Deckel zeigt kleine Schwächen. Für 899 Euro bekommt man aber einen mehr als soliden Allrounder.
Narwal Flow 2
Der Narwal Flow 2 setzt auf neue Optik, rotierende Wischwalze und 100 °C heiße Reinigung. Wir haben den Premium-Saugroboter im Alltag getestet.
- hervorragende Wischleistung dank rotierender Walze mit 60 °C
- Selbstreinigung in der Station mit 100 °C heißem Wasser
- edles, kompaktes Stationsdesign mit LED-Statusleiste
- 31.000 Pa Saugkraft
- Schwellenüberwindung bis 40 mm
- Hinderniserkennung schwächer als beim Vorgänger
- nur eine Seitenbürste statt zwei wie beim Vorgänger
- App teils lückenhaft übersetzt
- hoher Preis
Saugroboter Narwal Flow 2 im Test: Bodenwischen mit 60 °C, Moppwäsche bei 100 °C
Der Narwal Flow 2 setzt auf neue Optik, rotierende Wischwalze und 100 °C heiße Reinigung. Wir haben den Premium-Saugroboter im Alltag getestet.
Narwal hat sich in den letzten Jahren einen festen Platz unter den Premium-Saugrobotern erarbeitet. Mit dem Flow 2 schickt der Hersteller nun den Nachfolger des erst kürzlich erschienenen Flow ins Rennen – und ändert dabei mehr, als die schlichte Versionsnummer vermuten lässt. Neu sind nicht nur das deutlich kompaktere Stationsdesign und ein 7.000 mAh großer Akku, sondern auch eine 31.000 Pa starke Saugleistung sowie eine Heißwasser-Selbstreinigung mit 100 °C.
Die markante rotierende Wischwalze hat Narwal beibehalten, weiterentwickelt und um eine 60 °C heiße Bodenreinigung ergänzt. Damit positioniert sich der Flow 2 klar im Oberhaus der Saugroboter, in dem Roborock, Dreame und Ecovacs den Ton angeben. Ob das Konzept aufgeht, wie er gegenüber dem Vorgänger abschneidet und ob der Preis von 1099 Euro gerechtfertigt ist, klärt unser Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Narwal Flow 2?
Beim Flow 2 setzt Narwal erstmals seit mehreren Generationen auf ein komplett neues Stationskonzept. Statt der klobigen Robotergarage gibt es nun eine kompakte, schmucke Kastenform. Die durchgehende Front aus mattem Aluminium wirkt edel und hochwertig, unsaubere Kanten oder Übergänge sucht man vergeblich. Eine LED-Leiste unterhalb der Front leuchtet je nach Status in unterschiedlichen Farben – etwa rot bei leerem Frischwassertank oder vollem Schmutzwasserbehälter.
Die beiden Wassertanks befinden sich auf der Oberseite und lassen sich dank deckellosem Design einfach entnehmen. Darunter verbergen sich Staubbeutel und Reinigungsflüssigkeit. Die Station misst 360 × 530 × 450 mm und wiegt 10 kg.
Narwal Flow 2 – Bilderstrecke
Der Roboter selbst bleibt dem Narwal-typischen Aufbau treu. Vorne sitzen zwei 1080p-Kameras, der Lidar-Sensor steckt auf der Rückseite. Letzteres bedeutet, dass sich der Roboter einmal um die eigene Achse drehen muss, um den gesamten Raum zu erfassen. Im Gegenzug fällt die Bauhöhe mit 95 mm flacher aus als bei vielen Topmodellen – wirklich flach sind aber nur Geräte um 80 mm. Mit einem Durchmesser von 363,5 mm und 5 kg Gewicht liegt der Flow 2 im üblichen Rahmen.
Der Staubbehälter des Roboters ist von der Oberseite erreichbar unter einem eingehakten Kunststoffdeckel, der so nicht einfach herausfallen kann. Die Wischrolle lässt sich mit seitlichen Knöpfen links und rechts lösen, klappt dann hoch und kann einfach herausgenommen werden. So kann man einfach die Bereiche darunter reinigen, was sich gelegentlich empfiehlt.
Einrichtung: Wie schnell ist der Narwal Flow 2 betriebsbereit?
Die Einrichtung verläuft unkompliziert. Nach dem Aufstellen der Station und dem Befüllen des Frischwassertanks scannt man einen QR-Code in der Narwal-App. Alternativ wählt man das Modell aus einer Liste und sucht das Gerät in der Umgebung. Dann konfiguriert man das WLAN – der Roboter unterstützt sowohl 2,4 GHz als auch 5 GHz, wobei 2,4 GHz empfohlen wird. Unser Hybrid-Netz mit gemeinsamer SSID funktionierte problemlos.
Die initiale Kartierung dauerte in unserem Fall rund 25 Minuten. Wer die Live-Videofunktion nutzen möchte, muss sie durch dreimaliges Drücken der Home-Taste freischalten. Auch Datenschutz- und Nutzungsbedingungen müssen bestätigt werden. Die visuellen Daten werden laut Narwal lokal verarbeitet und die Verarbeitung wurde TÜV-zertifiziert.
Die App wirkt übersichtlich und zackig, reagiert zuverlässig auf Eingaben und ist farblich mit den typischen lila Akzenten gestaltet. Allerdings fehlt es ihr an Detailtiefe bei den Reinigungsparametern – Roborock, Dreame und Ecovacs bieten hier mehr. Auch ist nicht alles sauber ins Deutsche übersetzt: Bei der Einrichtung fehlen auf einem Erklärbildschirm zu den Funktionen des Roboters die eigentlichen Texte, dort steht nur „Alle“ und unten der Button zur „Schnellkartierung“.
Narwal Flow 2 – App & Einrichtung
Die Sprachansagen kommen mit einer warmen, wohlklingenden Frauenstimme, neigen aber ebenfalls zu gehobener, akademischer Wortwahl. Wem das auf Dauer auf die Nerven geht, kann sie abschalten. Auch in der App finden sich solche Stilblüten: Erkannte Schmutzpartikel am Boden zeigt die Karte als „verstreute Granulatverschmutzung“ an – ein vergleichsweise kryptischer Begriff für etwas eigentlich Simples, aber durchaus belustigend. Noch amüsanter wurde es bei einer Firmware-Aktualisierung, die das „Whaling-Sorgerecht“ ankündigte – gemeint ist wohl der Freo-Modus, der Reinigungsparameter automatisch anhand von Reinigungshäufigkeit und Verschmutzung festlegt.
Ein integrierter Sprachassistent ist ebenfalls an Bord – allerdings scheint sich Narwal beim Namen noch nicht ganz einig zu sein: Das Aktivierungswort lautet „Hey Nawa“, in der App und an anderen Stellen wird der Assistent jedoch als „Navo Sprachassistent“ beschrieben. Daneben lässt sich der Flow 2 unter dem Bereich „Dritt-Steuerung“ auch mit Alexa und Google Home verbinden, zudem gibt es nun eine Matter-Integration.
Navigation: Wie gut erkennt der Narwal Flow 2 Hindernisse?
Der Flow 2 nutzt Lidar zur Kartierung sowie zwei 1080p-RGB-Kameras – was der Hersteller „Nar-Mind-Pro“ nennt und in der Praxis bedeutet, dass die Kamerabilder per KI ausgewertet werden, um Hindernisse zu erkennen, einzuordnen und zu umfahren. Die Navigation verläuft flott und effizient, beim Wenden stoppt der Roboter nicht ab. Ganz so flink wie der Vorgänger wirkt er aber nicht mehr.
Bei der Hinderniserkennung enttäuscht der Flow 2 für Narwal-Verhältnisse. Unter unserem Tisch stieß er wiederholt gegen Stuhlbeine und schob diese sogar leicht beim Rangieren. Die Füße eines freischwebenden Stuhls erkannte er mal als „Stativ“, mal nicht. Auch mit unserem Teppich tat er sich schwer: Mal erklomm er ihn problemlos, mal faltete er ihn auf oder schob ihn weg. Schwellen bis 40 mm überwindet der Flow 2 dank seiner Kletterfunktion dagegen souverän.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Narwal Flow 2?
Die größte Stärke des Flow 2 ist die rotierende Wischwalze. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten Doppel-Pads handelt es sich um ein ringsum aufgespanntes, rotierendes Wischtuch, das mit 12 N Druck auf den Boden gepresst wird. 16 Düsen spülen das Tuch permanent mit 60 °C heißem Wasser, ein Schaber entfernt Rückstände, das Schmutzwasser landet im Abwassertank. Die größere Auflagefläche soll für eine intensivere Wischwirkung sorgen. Auf Hartboden liefert der Flow 2 damit ein gründliches, gleichmäßiges Wischbild und löst auch eingetrocknete Flecken souverän.
Beim Saugen leistet der Flow 2 mit 31.000 Pa starke Arbeit. Auf Hartboden erwischt er im Test 90 % der von uns verteilten Haferflocken. Allerdings hat Narwal die viel von uns gelobte doppelte Seitenbürste eingestrichen – also die zwei gegenläufig rotierenden Bürsten links und rechts, die Schmutz gezielt unter den Roboter zur Aufnahme schaufelten. Übrig bleibt nur eine einzelne Seitenbürste, die mehr Partikel durch den Raum schießt, wo sie außerhalb des Reinigungsbereichs liegen bleiben. Schade. Immerhin ist die verbliebene Bürste weiterhin zweiarmig und lässt sich nach innen zur Ansaugung klappen, damit sich dort verfangene Haare lösen können – eine Raffinesse, die schon die Vorgänger boten.
Auf Teppich enttäuscht der Flow 2 trotz Funktion zum Andrücken der Hauptbürste, die für eine stärkere Saugkraft auf der Fläche sorgen soll. Beim ersten Durchgang ließ er einiges des ausgebrachten Mehls aus und fuhr sogar mit den Rädern hindurch, was Abdrücke im restlichen Raum hinterließ. Beim zweiten Versuch lief es besser: 60 % des Mehls und 80 % der grobkörnigen Haferflocken fanden den Weg in den Staubbehälter – mäßige Resultate für ein Gerät dieser Preisklasse. Problematisch ist auch, dass die Wischwalze auf Teppich zwar angehoben, aber nicht weit genug weggeklappt wird. Sie streift den Teppich teils trotzdem und befeuchtet ihn leicht.
Narwal Flow 2 – Reinigung
Die Schmutzerkennung funktioniert dagegen gut: In 9 von 10 Fällen erkannte der Flow 2 die ausgebrachten Haferflocken im Test, markierte den betroffenen Bereich auf der Karte und reinigte ihn intensiver nach.
In der Station erfolgt die Selbstreinigung der Walze mit 100 °C heißem Wasser, anschließend trocknet 60 °C warme Luft die Walze. Das verhindert Gerüche zuverlässig. Hinzu kommen die automatische Reinigerdosierung, ein wechselbarer Filter sowie ein Antikalk-Modul. Den Staubbeutel will Narwal bis zu 120 Tage Schmutz aufnehmen lassen.
Die App bietet die Wahl zwischen Reinigung der gesamten Wohnung, einzelner Räume oder einer frei verschiebbaren Zone. Außerdem entscheidet man, ob der Roboter parallel saugt und wischt, erst saugt und dann wischt oder nur saugt. Die Lautstärke liegt bei 42 bis 58 dB(A), die Fahrmotoren arbeiten angenehm leise – aber nicht ganz auf Dreame-Niveau.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Narwal Flow 2?
Der Flow 2 verfügt über einen 7.000 mAh großen Lithium-Ionen-Akku (14,4 V, 6,5 Ah laut Datenblatt). Damit soll er laut Hersteller bis zu 289 m² am Stück reinigen können – ein Wert, den wir mit Vorbehalt einordnen, weil er nur unter idealen Bedingungen erreicht wird. Im Alltag reicht die Ladung problemlos für mittelgroße bis große Wohnungen aus. Sollte der Akku doch zur Neige gehen, fährt der Roboter zur Station, lädt zwischen und setzt die Reinigung anschließend fort. Die volle Ladezeit beträgt rund 3 h. Ein Akkumanagement soll laut Narwal die Alterung der Zelle reduzieren – ein Punkt, der sich erst über Jahre nachweisen lässt.
Preis: Was kostet der Narwal Flow 2?
Der aktuelle Preis des Narwal Flow 2 liegt bei 1099 Euro.
Optional bietet Narwal außerdem ein Modul für automatische Frischwasserzufuhr und Abwasserableitung an, das den Wartungsaufwand weiter reduziert.
Fazit
Der Narwal Flow 2 ist ein Saug- und Wischroboter mit klaren Stärken und überraschenden Schwächen. Die rotierende Wischwalze mit 60 °C heißem Wasser liefert auf Hartboden eine erstklassige Reinigung, die Station mit 100 °C Heißwasser-Selbstreinigung und Heißlufttrocknung verhindert Gerüche zuverlässig. Auch das neue Stationsdesign ist ein echter Hingucker und deutlich kompakter als beim Vorgänger.
Enttäuschend ist dagegen die Hinderniserkennung, die für Narwal-Verhältnisse einen Rückschritt darstellt – Stuhlbeine und Teppiche bringen den Flow 2 immer wieder aus dem Konzept. Auch die Teppichreinigung überzeugt trotz starker 31.000 Pa Saugleistung nicht durchgängig, und der Wegfall der zweiten Seitenbürste ist ein unverständlicher Schritt. Die App ist zwar flott, bleibt bei der Detailtiefe aber hinter Roborock und Dreame zurück. Wer überwiegend Hartboden besitzt und Wert auf eine herausragende Wischleistung legt, bekommt mit dem Flow 2 ein starkes Gerät. Wer viel Teppich hat, sollte sich die Konkurrenz genau ansehen.
Roborock Saros Z70
Der Roborock Saros Z70 ist der erste Saugroboter mit integriertem Greifarm. Ob diese Besonderheit den Preis von 1200 Euro rechtfertigt, zeigt unser Test.
- hervorragende Saugleistung von 22.000 Pa
- sehr leise trotz hoher Leistung (52 bis 59 dB)
- kompakte Bauweise trotz komplexer Technik
- Greifarm mehr Spielerei als echter Mehrwert
Roborock Saros Z70 im Test: Saugroboter mit Greifarm erklimmt Teppiche am besten
Der Roborock Saros Z70 ist der erste Saugroboter mit integriertem Greifarm. Ob diese Besonderheit den Preis von 1200 Euro rechtfertigt, zeigt unser Test.
Der Roborock Saros Z70 will die Saugroboter-Welt revolutionieren. Als Erster seiner Art besitzt er einen ausfahrbaren Greifarm, der herumliegende Gegenstände aufräumen soll. Mit einem Preis von aktuell 969 Euro (bei eBay mit dem Code: POWEREBAY3) spielt das Gerät in der Oberklasse mit.
Dafür bietet der Hersteller aber auch beeindruckende Technik: 22.000 Pa Saugleistung, drei Kameras zur Objekterkennung und eine umfangreiche Reinigungsstation mit Heißwasser-Moppwäsche. Der Omni-Grip-Arm kann Objekte bis 300 Gramm greifen und wegräumen. Dabei lernt der Roboter bis zu 50 neue Objekte, zusätzlich zu den 108 vorprogrammierten.
Die Frage ist: Rechtfertigt diese Innovation den Premium-Preis, oder handelt es sich nur um eine nette Spielerei? Die Antwort liefert dieser Testbericht.
Update (15. Mai 2026): Seit dem Testzeitpunkt ist der Saros Z70 von ursprünglich über 1700 Euro auf aktuell 969 Euro (bei eBay mit dem Code: POWEREBAY3) gesunken, was ihn deutlich attraktiver macht.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Saros Z70?
Der Saros Z70 beeindruckt mit kompakter Bauweise trotz integriertem Greifarm. Mit nur 7,98 cm Höhe bleibt er erstaunlich flach. Das hohe Gewicht vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Die schwarz-silberne Farbgebung wirkt futuristisch, die Klarglas-Vorderseite zieht allerdings Fingerabdrücke magisch an. Roborock hat das Innenleben komplett neu entwickelt und die Komponenten extrem platzsparend angeordnet. Der faltbare Arm verschwindet nahezu unsichtbar im Gehäuse unter einem aufklappbaren Deckel. Die Verarbeitung ist tadellos, alle Teile sitzen fest und nichts klappert.
Roborock Saros Z70 – Bilderstrecke
Die Station wirkt mit ihren Abmessungen von 381 × 488 × 475 mm wuchtig, bietet dafür aber auch umfangreiche Funktionen. Sie beherbergt einen Behälter für 4 Liter Frischwasser und einen für 3 Liter Schmutzwasser. Ein zusätzlicher Behälter für Reinigungsflüssigkeit ist neben dem 2,5-Liter-Schmutzbehälter hinter einer magnetischen Klappe integriert.
Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Saros Z70 betriebsbereit?
Die Einrichtung gelingt dank bebilderter Anleitung problemlos und beginnt mit dem Auspacken und Aufstellen der Station. Diese sollte auf ebenem Untergrund mit mindestens 50 cm Freiraum vorn und 30 cm seitlich stehen. Nach dem Anschluss ans Stromnetz folgt das Befüllen des Frischwassertanks und das Einsetzen des Staubbeutels. Der Roboter wird auf die Ladestation gesetzt und lädt erstmals auf.
Parallel lädt man die Roborock-App herunter und erstellt ein Konto. Nach dem Start der App tippt man auf das Plus-Symbol und wählt „Saros Z70“ aus der Geräteliste. Die App zeigt nun eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Zunächst muss der Roboter eingeschaltet und die WLAN-Taste 3 Sekunden gedrückt werden, bis ein Signalton ertönt.
Die WLAN-Verbindung erfolgt nur über 2,4 GHz – bei Dual-Band-Routern muss man aufpassen. Die App sucht automatisch nach dem Roboter-Hotspot. Nach der Verbindung gibt man seine WLAN-Zugangsdaten ein. Der Roboter verbindet sich mit dem Heimnetzwerk, was einige Sekunden dauert.
Die Roborock-App führt Schritt für Schritt durch den Prozess. Die App gilt als eine der besten am Markt, wirkt anfangs aber komplex. Viele Untermenüs und teilweise kryptische Optionen können zunächst überfordern. Nach Einarbeitung entpuppt sie sich als mächtiges Werkzeug.
Besonders unterhaltsam: Die Stimmauswahl bietet neben klassischen Ansagen auch „Rocktimus Prime“ – eine Transformers-Parodie. Der Roboter spricht dann von „Waffensystemen reinigen“ und begibt sich auf „Missionen“. Das Motto „Kein Staub bleibt!“ sorgt für Abwechslung. Nach getaner Arbeit heißt es „wir treffen uns an der Basis, wo die Einsatzspuren“ beseitigt werden.
Roborock Saros Z70 – App & Einrichtung
Der Greifarm muss per Tastenkombination in der App aktiviert werden – eine Sicherheitsmaßnahme gegen versehentliche Aktivierung. Die Objekterkennung zeigt erkannte Gegenstände in Echtzeit auf der Karte an, auf Wunsch auch mit Beweisfoto. Per Fingertipp lassen sich Objekte zum Aufräumen markieren oder ignorieren.
Die Live-Videostream-Funktion ermöglicht Überwachung aus der Ferne – oder das Erschrecken von Familienmitgliedern oder Haustieren. Neben den klassischen Smart-Home-Integrationen für Google Home, Alexa oder Homekit kann man den Roboter auch per Matter einfügen. Zur Sprachsteuerung kann man zudem auf den integrierten Assistenten Rocky zurückgreifen, der sich durch „Hello Rocky“ aufwecken lässt.
Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Saros Z70 Hindernisse?
Mit drei Kameras und 3D-ToF-Navigation meistert der Z70 die meisten Situationen souverän. Die obere Kamera im Deckel erfasst die Umgebung, die Frontkamera erkennt Hindernisse, die Greifarm-Kamera prüft gefasste Objekte. Diese Kombination ermöglicht präzise 3D-Kartierung und Objekterkennung. Der Roboter erstellt detaillierte Karten mit Möbelpositionen und merkt sich dauerhafte Hindernisse.
Besonders beeindruckend ist das Klettern auf Hochflor-Teppiche: Der Roboter fährt zunächst vor, erkennt den Teppich, setzt kurz zurück, zieht Seitenbürsten und Wischmopps ein, kippt leicht nach hinten und „springt“ mit Schwung auf die Fläche. So verhindert er ein Verrutschen oder die Bildung von Falten. Die Hinderniserkennung funktioniert bei Schuhen zuverlässig, Socken und Taschentücher werden jedoch häufig übersehen. Der Arm lässt sich per App fernsteuern – praktisch für kleine Späße im Büro. Schwellen zwischen 2 und 4 cm kann er problemlos überwinden.
In engen Passagen zeigt sich der Roboter optimistisch und stößt dabei gelegentlich mit dem Stoßsensor an. Mit ausgefahrenen Wischmopps verschiebt er beim Drehen manchmal Stühle. Trotz hochwertiger Sensorik und 3D-Kartierung kommt es immer wieder zu Navigationsfehlern – etwa, wenn der Roboter versehentlich andere Bereiche reinigt als vorgegeben.
Die Hinderniserkennung funktioniert bei großen Objekten zuverlässig. Schuhe werden sicher erkannt und können per Greifarm weggeräumt werden. Bei kleineren Gegenständen zeigen sich Schwächen: Socken überfährt er häufig, Taschentücher erkennt er trotz Versprechungen nicht zuverlässig. Die 108 vorprogrammierten Objekte umfassen Möbel, Kabel, Spielzeug und Haustiere. Per Foto-Funktion lassen sich 50 weitere Objekte anlernen – in der Praxis klappt das mit gemischtem Erfolg.
Der Arm ist per App fernsteuerbar, was für unterhaltsame Momente sorgt. Die Reichweite und Beweglichkeit reichen aus, um Schuhe in Ecken zu greifen. Bei verwinkelten Positionen stößt er an Grenzen. Bleibt der Arm hängen, hilft nur manuelles Zurücksetzen per Tastenkombination.
Bei Engstellen agiert der Z70 selbstbewusst – manchmal zu selbstbewusst. Mit ausgefahrenen Wischmopps versucht er, jede Stelle zu erreichen. Beim Drehen in engen Bereichen verschiebt er dabei Stühle oder rempelt Tischbeine an. Der Stoßsensor vorn touchiert regelmäßig Hindernisse, ohne dass der Roboter sein Verhalten anpasst. Per App lässt sich ein größerer Sicherheitsabstand einstellen, was die Gründlichkeit aber reduziert.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Saros Z70?
Die Saugleistung von 22.000 Pa zeigt sich in der Praxis hervorragend. Auf einem Hartboden entfernt der Z70 etwa 90 Prozent der Testkörner im ersten Durchgang. Auch auf Teppichen bleibt wenig zurück. Die ausfahrbare Seitenbürste erreicht Ecken besser als starre Varianten. Sie passt ihre Geschwindigkeit intelligent an: In Ecken dreht sie schneller, auf freier Fläche langsamer. So wird Schmutz effektiv zur Hauptbürste befördert, ohne ihn durch die Gegend zu schleudern. Das klappt im Test auch deutlich besser als bei anderen Modellen, aber nicht perfekt.
Die beiden rotierenden Wischmopps leisten für Mopps einen außergewöhnlich guten Job. Während andere Modelle feinen Schmutz verschmieren, verteilt der Z70 nur minimal Dreck. Eine aktive Frischwasserzufuhr während der Reinigungsfahrt gibt es hier aber nicht.
Die Mopps werden mit 80 Grad heißem Wasser in der Station gereinigt und bei 55 Grad getrocknet. Bei reinen Saugvorgängen oder auf Teppichen legt der Roboter die Mopps in der Station ab. Die Mopps heben sich bis zu 22 mm an, um Teppiche nicht zu befeuchten. Die Station saugt den Staubbehälter automatisch ab. Dabei arbeitet sie verhältnismäßig leise, das Wimmern der Absaugung kann aber auf bestimmten Frequenzen stören. Der Roboter kehrt regelmäßig zur Moppwäsche zurück, um sich von aufgesammeltem Schmutz zu bereinigen.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Saros Z70?
Mit seinem 14,4V Li-Ionen-Akku (6,4 Ah) schafft der Z70 bis zu 3 Stunden Betriebszeit. Das reicht für große Wohnungen problemlos aus. Die Ladezeit beträgt 2,5 Stunden, was im Vergleich zur Konkurrenz recht flott ist. Der Roboter kehrt bei niedrigem Akkustand automatisch zur Station zurück und setzt die Reinigung nach dem Laden fort. Die Energieverwaltung arbeitet intelligent: Bei aktivem Greifarm und intensiver Kameranutzung sinkt die Laufzeit etwas.
Im Praxistest benötigt er für 67 m² mit wenigen Hindernissen etwa 80 Minuten und verbraucht dabei über 50 Prozent der Akkuladung bei hoher Saugleistung. Bei normaler Saugstufe und vielen Hindernissen sind es für 63 m² bereits 90 Minuten.
Die tatsächliche Laufzeit hängt stark von den Bedingungen ab: Aktiver Greifarm, intensive Kameranutzung und häufige Richtungswechsel zehren am Akku. Auf Teppichen mit maximaler Saugleistung sinkt die Reichweite deutlich.
Preis
Normalerweise kostet der Roborock Saros Z70 etwa 1799 Euro und gehört damit absolut zum Premium-Segment. Aktuell ist er mit 969 Euro (bei eBay mit dem Code: POWEREBAY3) wieder zu einem Bestpreis erhältlich, nachdem der Roboter zuvor Mitte 2025 noch mit 1300 Euro zu Buche schlug. Stets direkt zum besten Angebot im Preisvergleich für den Z70 mit Reinigungsstation führt unser Bestpreis-Link.
Alternativ gibt es den Saros Z70 auch mit festem Wasseranschluss ab 1099 Euro oder jederzeit den aktuell niedrigsten Preis über unseren Bestpreis-Link.
Für den Preis erhält man allerdings auch einzigartige Technik: Den weltweit ersten integrierten Greifarm, drei Kameras, 22.000 Pa Saugleistung und eine High-End-Station. Ob die Innovation den Aufpreis rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden. Vergleichbare Modelle ohne Greifarm kosten etwa 500 bis 900 Euro.
Fazit
Der Roborock Saros Z70 ist technisch beeindruckend und zeigt, wohin die Reise bei Saugrobotern geht. Die Saugleistung ist hervorragend, die Lautstärke trotzdem gering. Die Verarbeitung überzeugt, die App bietet unzählige Möglichkeiten. Der integrierte Greifarm ist eine innovative Idee, zeigt aber in der Praxis klare Grenzen. Er eignet sich nur für einfache Objekte in gut zugänglicher Position und bleibt bei komplexeren Aufgaben häufig hängen. Socken und Taschentücher erkennt er nicht zuverlässig. Als Spielerei macht der Arm Spaß, einen echten Mehrwert bietet er nur bedingt.
Ursprünglich sahen wir den Z70 nur als Empfehlung für Technik-Enthusiasten mit großem Budget an. Inzwischen ist sein Preis aber erheblich gesunken, was ihn zu einer grundsätzlich attraktiven Wahl auch für andere Zielgruppen macht.
Dyson Spot + Scrub AI
Mit dem Spot + Scrub AI bringt Staubsauger-Experte Dyson endlich wieder einen neuen Saugroboter – mit ausfahrbarer Wischwalze und beutelloser Station.
- gute Reinigungsleistung auf Hartboden
- beutellose Station mit Warmwasser-Reinigung und Heißluft-Trocknung
- zwei gegenläufige Seitenbürsten für bessere Schmutzaufnahme
- automatische Schmutzerkennung mit Nachbehandlung
- telefonischer Concierge-Service bei der Einrichtung
- schwache Objekterkennung, rabiates Fahrverhalten
- Geräuschkulisse der Mechanik wirkt billig
Dyson Spot + Scrub AI im Test: Überraschend unspektakulärer Saugroboter
Mit dem Spot + Scrub AI bringt Staubsauger-Experte Dyson endlich wieder einen neuen Saugroboter – mit ausfahrbarer Wischwalze und beutelloser Station.
Dyson ist vor allem für seine kabellosen Akkustaubsauger bekannt. Saugroboter hatte der britische Hersteller zwar bereits vor einigen Jahren im Programm, präsentierte dann aber lange kein neues Modell. Mit dem Spot + Scrub AI meldet sich Dyson nun zurück im Markt der Saug- und Wischroboter.
Für 899 Euro gibt es einen Roboter mit 18.000 Pa Saugleistung, ausfahrbarer Wischwalze, zwei gegenläufigen Seitenbürsten und einer Station mit beutelloser Staubentleerung, Warmwasser-Reinigung und Heißluft-Trocknung. Klingt nach einem soliden Gesamtpaket. Im Alltag zeigt der Dyson Spot + Scrub AI aber auch deutliche Schwächen – hauptsächlich bei der Objekterkennung. Wie gut er wirklich reinigt und ob sich der Preis lohnt, klären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Dyson Spot + Scrub AI?
Der Dyson Spot + Scrub AI misst 373 mm im Durchmesser und 110 mm in der Höhe. Damit ist er spürbar größer als die meisten Konkurrenten: Modelle von Roborock, Dreame oder Ecovacs kommen typischerweise auf rund 350 mm Durchmesser und bleiben teils deutlich unter 100 mm Höhe. Der Dyson wirkt dadurch insgesamt wuchtiger. Die Farbgebung in Schwarz und Blau ist typisch Dyson.
Auffällig ist das ungewöhnliche Bumper-Design: Der Front-Bumper reicht bis auf die Oberseite des Roboters und erstreckt sich über den Home- und Power-Knopf hinweg. Damit nimmt der bewegliche Stoßfänger fast eine Hälfte des Gehäuses ein. Bei anderen Herstellern beschränkt sich der Bumper auf ein Frontschild, das sich nur vorn bewegt. Einen Laserturm auf der Oberseite gibt es nicht – der LiDAR-Sensor sitzt frontal am Gerät. Trotzdem fällt der Roboter mit 110 mm nicht flach aus; als wirklich flach gelten Modelle unter 90 mm.
Dyson Spot + Scrub AI – Bilderstrecke
Der Roboter wartet mit durchdachten Details auf. Der Staubbehälter rastet per Druckmechanismus ein: Einmaliges Drücken entriegelt ihn, erneutes Drücken lässt ihn wieder einrasten. Hinten sitzt der durchsichtige Frischwasserbehälter, aus dem der Roboter während der Fahrt die Wischwalze mit Wasser versorgt. Leider lässt sich dieser Tank nicht entnehmen und auch nicht über die App per Pumpe entleeren – zumindest finden wir keine entsprechende Funktion. Darunter befindet sich der ebenfalls durchsichtige Schmutztank, der entnehmbar ist, aber grundsätzlich von der Station sauber gehalten wird. Eine regelmäßige Reinigung von Hand empfiehlt sich zur Beseitigung von Rückständen dennoch.
Die Wischwalze lässt sich durch einen pfiffigen Mechanismus entriegeln und kann über eine Führungsschiene entnommen werden. Zur Reinigung von Hand und einem späteren Austausch der Walze bei Abnutzung ist das sinnvoll und gut gelöst. Auch andere Teile des Roboters lassen sich mit kleinen Hebeln und Knöpfen recht intuitiv herausnehmen und warten.
Die Station misst 440 × 455 × 508 mm und gehört damit zu den eher breiten Vertretern. Zum Vergleich: Die Station des Ecovacs X9 Pro Omni kommt auf nur 338 × 500 × 459 mm. Aufgebaut ist sie aber smart. Der Dyson-typische zylindrische Staubbehälter verfügt über einen hochklappbaren Handgriff mit integriertem Schiebeknopf. Über diesen öffnet sich am Boden eine Klappe zum Entleeren. Allerdings ist dieser Knopf sehr streng zu bedienen – hier wäre ein leichtgängigerer Mechanismus wünschenswert. Das Fassungsvermögen für Staub beträgt 3 Liter.
Einrichtung: Wie schnell ist der Dyson Spot + Scrub AI betriebsbereit?
Die Einrichtung des Dyson Spot + Scrub AI verläuft wie bei den meisten Saugrobotern. Station aufstellen, anschließen, Frischwasser einfüllen, Roboter platzieren und über die MyDyson-App koppeln. Die App führt Schritt für Schritt durch den Prozess und erklärt alles gut verständlich. Wer dennoch Hilfe braucht, kann den telefonischen Concierge-Service von Dyson nutzen. Ein Mitarbeiter leitet dann persönlich durch die Einrichtung – ein Top-Service, den kaum ein anderer Hersteller bietet.
Die MyDyson-App selbst ist recht schick und übersichtlich gestaltet. Allerdings wirken manche Features etwas eigen und stellenweise rudimentär. Saugkraft und Wischleistung anzupassen, erfordert jeweils einen Klick mehr als bei der Konkurrenz. Der Roboter schätzt bei Auswahl einer Zone oder eines Raums die voraussichtliche Reinigungszeit und Quadratmeterzahl – eine nette Funktion, die aber nicht immer akkurat arbeitet. Im Test gab es teils deutliche Abweichungen, insbesondere wenn der Roboter an einzelnen Stellen erhöhtes Schmutzaufkommen feststellte und diese Bereiche nachbehandelte.
Dyson Spot + Scrub AI – App & Einrichtung
Der Spot + Scrub AI unterstützt Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant. Reinigungszeiten lassen sich programmieren, Zonen und Sperrzonen einrichten und virtuelle Wände setzen. Die Teppicherkennung hebt den Wischaufsatz automatisch an. All das funktioniert zuverlässig, auch wenn die App insgesamt nicht ganz an den Funktionsumfang von Roborock oder Dreame heranreicht.
Navigation: Wie gut erkennt der Dyson Spot + Scrub AI Hindernisse?
Der Dyson Spot + Scrub AI navigiert per LiDAR-Sensor und Kamera. Die Kartierung funktioniert solide, der Roboter fährt strukturiert seine Bahnen ab und erstellt eine brauchbare Karte der Wohnung. Absturzsensoren schützen vor Treppenstürzen. Das Tempo bei der Navigation ist normal für einen Saugroboter – im Unterschied etwa zu Narwal, deren Roboter deutlich flotter unterwegs sind, bewegt sich der Spot + Scrub AI eher gemächlich durch die Räume.
Die Objekterkennung ist allerdings eine deutliche Schwachstelle. Im Vergleich zu Konkurrenten wie Narwal oder Roborock agiert der Spot + Scrub AI deutlich rabiater. Er fährt gerne eigenständig zwischen Stuhlbeine, bleibt dort stecken und wird mit der Zeit zunehmend ruppig. Sein großflächiger Stoßfänger fährt regelmäßig gegen Gegenstände, Stühle werden auch mal durch die Gegend geschoben. Im Test fuhr der Roboter auf einen Türstopper auf und schleifte diesen mehrere Meter mit. Im Zweifel fährt der Spot + Scrub AI gegen Hindernisse, anstatt sie zu umfahren. Hier besteht deutlicher Nachholbedarf gegenüber der Konkurrenz.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Dyson Spot + Scrub AI?
Die Reinigungsleistung des Dyson Spot + Scrub AI fällt insgesamt gut aus. Auf Hartboden arbeitet er sehr akribisch und entfernt über 90 Prozent des ausgebrachten Testschmutzes, bestehend aus Vogelfutter, Mehl und klebrigen Saftflecken. Der Roboter erkennt Partikel zuverlässig und differenziert zwischen Verschmutzungen, die weggewischt werden müssen, und solchen, die höhere Saugleistung erfordern.
Eine grüne LED an der Unterseite leuchtet permanent und unterstützt offenbar die Schmutzerkennung am Boden. Stellt der Spot + Scrub AI an einzelnen Stellen erhöhtes Schmutzaufkommen fest, behandelt er diese Bereiche automatisch nach und erhöht die Saugkraft.
Die Saugleistung liegt bei 18.000 Pa. Zwei gegenläufig nach innen drehende Seitenbürsten kehren lose Partikel zur Anti-Tangle-Bodenbürste. Durch die gegenläufige Rotation werden Partikel besser eingekehrt, die eine einzelne Bürste eventuell verpassen oder durch die Gegend schießen würde. Die 2-fach-Filterung hält Feinstaub im Gerät.
Auf Teppich erreicht der Spot + Scrub AI rund 85 Prozent Schmutzaufnahme – ebenfalls ein guter Wert. Allerdings neigt er dazu, kleinere Teppiche aufzuschieben und hin- und herzubewegen. Die Teppicherkennung funktioniert zuverlässig: Der ausfahrbare Wischaufsatz wird automatisch angehoben, sobald der Roboter Teppich erkennt.
Dyson Spot + Scrub AI – Reinigung
Beim Wischen versorgt sich der Roboter während der Fahrt automatisch aus dem nicht entnehmbaren Frischwasserbehälter. Er kehrt regelmäßig zur Station zurück, wo die Wischwalze mit Warmwasser gereinigt wird. Am Ende des Reinigungsvorgangs trocknet die Station die Walze mit Heißluft. Der Frischwasserbehälter des Roboters wird von der Station automatisch nachgefüllt. Ein Abpumpen des Restwassers aus dem Roboter scheint nicht möglich – zumindest fanden wir diese Option weder in der App noch am Gerät.
Drei Reinigungsmodi stehen zur Wahl: Saugen, Wischen oder beides gleichzeitig. Im kombinierten Modus zeigt der Spot + Scrub AI seine Stärke: Er erkennt unterschiedliche Verschmutzungsarten und passt sein Verhalten an. Klebrige Flecken werden gewischt, lose Partikel stärker gesaugt. Das Ergebnis auf Hartboden überzeugt. Bei hartnäckig eingetrocknetem Schmutz braucht es aber gelegentlich einen zweiten Durchgang.
Auf Volllast erreicht der Dyson Spot + Scrub AI eine Lautstärke von knapp 59 dB(A). Das ist akzeptabel, aber nicht leise.
Einen Wermutstropfen gibt es bei den Geräuschen: Die Frischwasserpumpe, der beidseitige Ausfahrmechanismus der Wischwalze und deren Drehbewegung erzeugen eine Geräuschkulisse, die etwas schrill und quäkig klingt. Das wirkt nicht so hochwertig, wie man es von Dyson erwarten würde – es erinnert eher an Kinderspielzeug.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Dyson Spot + Scrub AI?
Der 5,0-Ah-Akku des Dyson Spot + Scrub AI soll laut Hersteller bis zu 200 Minuten durchhalten. Im Praxistest fällt die Laufzeit allerdings deutlich kürzer aus. Bei Standardeinstellungen – Saugstufe auf Auto, Wischen auf Stufe 2 von 3 und einfache Saugbahnen – verbraucht der Roboter in 25 Minuten über 31 Prozent Akku.
Für unseren Testraum von knapp 60 Quadratmetern benötigt er zwischen dreieinhalb und viereinhalb Stunden. Das liegt daran, dass er regelmäßig zur Station zurückkehrt, um die Wischwalze zu reinigen und den Staubbehälter zu entleeren. Die Ladedauer beträgt rund 3 Stunden. Für größere Wohnungen muss der Spot + Scrub AI zwischenladen, was die Gesamtreinigungszeit weiter verlängert. Die Akkulaufzeit ist damit eher mager und gehört nicht zu den Stärken des Roboters.
Preis: Was kostet der Dyson Spot + Scrub AI?
Der Dyson Spot + Scrub AI kostete kurz nach Marktstart 960 Euro (im Februar 2026: 999 Euro). Aktuell liegt der Preis bei 899 Euro. Für einen Dyson ist das gar nicht so teuer – kabellose Akkusauger des Herstellers kosten teils ähnlich viel. Im Vergleich zur Konkurrenz ist der Preis fair, aber nicht besonders günstig. Modelle von Roborock oder Dreame bieten teils bessere Objekterkennung und ähnliche Reinigungsleistung für ähnliche Kosten. Der Preis dürfte mit der Zeit noch etwas fallen.
Fazit
Mit dem Spot + Scrub AI meldet sich Dyson nach längerer Pause im Saugroboter-Markt zurück. Das Ergebnis ist solide: Gute Reinigungsleistung auf Hart- und Teppichboden, eine durchdachte beutellose Station mit Warmwasser-Reinigung und Heißluft-Trocknung sowie zwei gegenläufige Seitenbürsten und automatische Schmutzerkennung. Neu ist die Wischwalze bei Dyson, auf die der Hersteller nun wie viele Konkurrenten setzt. Auf Hartboden erreicht der Roboter über 90 Prozent Schmutzaufnahme – ein starker Wert. Das ungewöhnliche Bumper-Design mit dem bis auf die Oberseite reichenden Stoßfänger und der vorn verbaute LiDAR-Sensor ohne Turm setzen eigene Akzente.
Allerdings trüben einige Schwächen das Gesamtbild. Die Objekterkennung ist im Vergleich zu Narwal oder Roborock deutlich schlechter: Der Spot + Scrub AI fährt rabiat gegen Hindernisse, schiebt Stühle und schleift Türstopper mit. Die Akkulaufzeit fällt eher mittelmäßig aus, die Geräuschkulisse der Mechanik wirkt nicht hochwertig. Auch die App hat Luft nach oben. Im Marktvergleich sehen andere Tests den Dyson Spot + Scrub AI ebenfalls als gut reinigenden, aber teuren und in Details unausgereiften Premium-Roboter, dessen solide Gesamtleistung hauptsächlich durch die nur mittelmäßige Objekterkennung und Komfortfunktionen gebremst wird.
Was die Saug- und Reinigungsfunktionen angeht, schlägt sich das System insofern ordentlich, setzt aber keine Maßstäbe, sondern erledigt vieles genauso wie die Konkurrenz. Für 899 Euro bekommt man ein insgesamt ordentliches Paket – aber keinen Klassenprimus.
ZUSÄTZLICH GETESTET
Switchbot S10
Switchbot S10
Der Switchbot S10 ist ein Roboter mit drehender Wischrolle mit spezieller Reinigungsstation. Die funktioniert auf Wunsch mit direktem Wasseranschluss, benötigt keinen Stromanschluss und passt problemlos unter Möbel – kurios oder genial?
- flache automatische Wasserstation ohne Stromanschluss
- saugt gut
- viel Zubehör im Lieferpaket inkl. Wasserleck-Sensor
- hoher Preis
- Wischleistung trotz hohem technischem Aufwand nur Durchschnitt
- schlechte Hinderniserkennung
- Festfahren auf kleinen Teppichen
Switchbot S10 im Test
Der Switchbot S10 ist ein Roboter mit drehender Wischrolle mit spezieller Reinigungsstation. Die funktioniert auf Wunsch mit direktem Wasseranschluss, benötigt keinen Stromanschluss und passt problemlos unter Möbel – kurios oder genial?
Echte Innovationen bei Saug- und Wischrobotern gab es in letzter Zeit eher wenig, aber es gibt auch Ausnahmen. Während sich der Narwal Freo Z Ultra (Testbericht) als erster Saug- und Wischroboter mit zwei KI-Chips als intelligentes Reinigungstalent in unserem Test beweisen konnte, kam der ansonsten ganz konventionell daher. Der Switchbot S10 ist hingegen einer der ersten Roboter mit Wasserstation mit eigenem Wasseranschluss, die so flach ist, dass sie problemlos unter Möbel passt. Das klingt praktisch, schließlich sind Reinigungsstationen normalerweise geradezu riesig. Aber funktioniert das wirklich und auch gut? Wir haben das im Alltag getestet.
Design und Verarbeitung des Switchbot S10
Der Switchbot S10 und seine Reinigungsstationen sind schlicht weiß designed. Die Oberfläche des Roboters ist glänzend und mit einem kleinen grau abgesetzten Lasertower versehen. An der Vorderseite der Absaugstation ist eine hellgraue Zierleiste angebracht, die die Station hochwertiger aussehen lässt. Leider gibt es den Switchbot S10 nicht in weiteren Farben. Die Größe des Roboters fällt im Vergleich zu unseren anderen Testmodellen mit ca. 12 cm Höhe (inkl. Laserturm mit Bumper) und einem Durchmesser von 35 cm eher groß aus. Durch die funktionale Aufteilung der Reinigungsstationen in zwei Geräte sind die einzelnen Stationen kleiner als die der Konkurrenz, dafür sind es aber eben auch zwei Stationen im Haushalt.
Die Absaug- und Reinigungsstation misst nur 19,5 x 26 x 41 Zentimeter und lässt sich somit auch kleineren Haushalten ohne Probleme unterbringen. Zusätzlich muss nun entweder die automatische Wasserstation oder die standardmäßige Station mit den Wassertanks für Frisch- und Schmutzwasser im Haus seinen Platz finden. Die automatische Wasserstation, die direkt an einen Wasseranschluss im Haus angebracht werden kann, hat eine Tiefe von 15 cm, eine Breite von 40 cm und eine Höhe von 10 cm. Somit könnte die Station, falls der Platz dafür vorhanden ist, unterhalb einer Küchenzeile ihren Platz finden. Dies würden wir empfehlen, da die Station durch die Schläuche und Kabel wenig ansehnlich ist. Spannend: Eine eigene Stromversorgung per Kabel benötigt die Station nicht, stattdessen wird der interne Akku vom Roboter mit „Saft“ versorgt.
Alternativ kann der Roboter auch mit einer Station mit den herkömmlichen Tanks für Schmutz- und Frischwasser betrieben werden. Diese Station misst eine Tiefe von 20 cm, eine Höhe von 24,5 cm und eine Breite von 42 cm und passt dadurch nicht mehr unter die Küchenzeile.
Am Roboter ist vorne rechts eine seitliche Bürste angebracht, welche leicht heraussteht. Auf der glänzenden Oberfläche befinden sich neben dem Lasertower drei Tasten für den Rückruf zur Station, zum Ein- und Ausschalten und zur Änderung des Reinigungsmodus. Diese ermöglichen eine schnelle und direkte Steuerung des Roboters. An der Front des Roboters ist ein Bumper mit einer integrierten Kamera zur Hindernisvermeidung verbaut. Seitlich ist ein Sensor für die Erkennung des Randbereichs montiert. Am Heck befinden sich die Ladekontakte. Unter dem Deckel des Roboters ist der Staubbehälter.
Weiteres Highlight: Auf der Unterseite gibt es eine sich drehende Wischrolle wie bei einem Saugwischer statt drehender oder vibrierender Pads. Hinzu kommen Absturzsensoren, eine Seitenbürste, die Hauptbürste mit Gummilamellen und den Ultraschallsensor zur Erkennung von Teppichböden. Im Lieferumfang des Roboters enthalten sind: Automatische Wasserstation und Absaugstation (mit Staubbeutel und Filter). Zudem sind zwei Flaschen Reinigungsmittel, zwei weitere Staubbeutel, eine Reinigungsbürste, diverse Anschlüsse für den Festwasseranschluss, eine Seitenbürste und ein Wasserdetektor enthalten.
Inbetriebnahme und App des Switchbot S10
Die Inbetriebnahme des Switchbot S10 ist aufgrund der getrennten, automatischen Wasserstation deutlich komplizierter als bei anderen Saug- und Wischrobotern. Soll die Station unter Möbel passen, muss sie zunächst an den Festwasseranschluss angebracht werden. Hierfür fehlten bei uns im sonst recht großzügigen Lieferumfang leider einige Dichtungen, die wir selbst beschaffen mussten. Außerdem ist etwas handwerkliches Geschick oder im Zweifel sogar eine Fachfirma notwendig. Nach der Installation der automatischen Wasserstation und der Absaugstation müssen Möbel an ihrem üblichen Platz stehen und es sollte für die erste Fahrt aufgeräumt sein. Zudem sollten, wie üblich, alle Türen geöffnet und die Reinigungsbereiche von Kleinteilen freigehalten sein.
Zusätzliches Licht wird nicht benötigt, da der Roboter per Laser navigiert und für die Objekterkennung mit seinem eigenen Licht auch im Dunkeln Hindernisse erkennen kann. Die Bedienung des Roboters erfolgt mithilfe der App Switchbot. Sie ist für iOS und Android kostenlos erhältlich. Der QR-Code im Benutzerhandbuch führt für die Installation direkt zur App, wenn man ihn mit der Handykamera scannt. Das Koppeln des Roboters mit der App ist unkompliziert, allerdings wurde nicht die neueste Version installiert, sondern es musste nach dem Download noch ein weiteres Update der App vorgenommen werden.
In der App gibt es viele Funktionen. In unserem Test hat der Roboter die rund 145 m² Wohnfläche recht zügig abgefahren und davon eine virtuelle Karte erstellt. Die Räume werden in der App mit Buchstaben, welche später unkompliziert in Raumnamen geändert werden können, versehen. Die App bietet viele Funktionen, um die Karte anschließend zu bearbeiten, Räume zu trennen oder zu verschmelzen. Die App besitzt auch sonst viele Möglichkeiten, in das Reinigungsverhalten des Roboters einzugreifen. So kann der Aufenthalts- und Standort des Roboters sowie der Stationen auf der virtuellen Karte eingesehen werden. Außerdem können Zeitpläne zur Reinigung erstellt oder auch Einstellungen der Reinigungsstation (Saugstärke, Wassermenge beim Wischen, Wischen und/oder Saugen) vorgenommen werden. Abgeschlossene Reinigungen und Fehlermeldungen werden ebenfalls in der App dokumentiert.
Die Unterstürzung von Sprachassistenten ermöglicht den Betrieb des Roboters, ohne direkt ein Smartphone zu benutzen. Momentan ist es möglich, die drei bekanntesten Sprachassistenten (Alexa, Google Assistant, Siri) mit dem Roboter zu koppeln. Insgesamt bietet die App viele Funktionen und lässt dabei wenig Wünsche offen.
Der Switchbot S10 im Alltag
Bei allen bislang genannten Vorzügen konnte uns der Switchbot S10 in unserem Test nur teilweise überzeugen. Er erkennt zwar die meisten Hindernisse in seiner Umgebung, hat aber insbesondere bei kleineren Teppichen oder niedrigeren Hindernissen seine Probleme. Auf den Teppichen und auch auf anderen Gegenständen (Schuhe, Beine eines Wäscheständers) hat der Roboter sich in unserem Test mehrfach festgefahren. Dünnere Teppiche befuhr er bisweilen und in seiner Wischrolle unter sich eingezogen. Außerdem ist der Switchbot S10 Roboter mit ca. 12 cm schon recht hoch im Vergleich zu seinen Konkurrenten und konnte dadurch in unserem Test nicht unter alle Möbelstücke fahren.
Er erkennt seine Umgebung zwar recht gut, erstellt mithilfe der Daten im Vergleich zu anderen Robotern allerdings nur eine recht zerklüftete Karte, die es bisweilen für den Nutzer schwierig macht, sich zu orientieren. Ansonsten gibt es Bekanntes. Mit der Reinigung beginnt der Roboter am Rand des Raumes. Anschließend arbeitet er sich, wenn wenige oder keine Hindernisse im Weg stehen, systematisch in recht geraden Bahnen durch den Raum. Das Reinigungsergebnis des Switchbot S10 ist dadurch ordentlich. Allerdings lässt er im Randbereich sowie in Ecken einige Zentimeter ungereinigt, die seitlich angebrachte Bürste reicht nicht vollständig in die Ecken eines Raumes. Hier fehlen uns ausfahrbare Seitenbürsten und ein ausfahrbarer oder zusätzlich seitlich angebrachter Wischmopp, wie ihn etwa der Roborock S8 MaxV Ultra (Testbericht) hat.
Ein Höhepunkt ist die rotierende Wischrolle, die an der Unterseite am Rand des Roboters angebracht ist. Sie arbeitet ähnlich wie bei einem Wischsauger: Durch die Rotation wird der aufgenommene Dreck direkt in den Roboter geleitet, währenddessen wird die Rolle ständig mit frischem Wasser versorgt, das nach der Nutzung direkt wieder eingesaugt wird. Die Rolle ist durch ein Klick-System befestigt und kann bei Bedarf durch eine seitliche Klappe entnommen werden. Durch eine intelligente Lift-Funktion wird die Rolle automatisch angehoben, wenn der Ultraschallsensor Teppichboden erkennt. Zudem erhöht er der Switchbot S10 hier die Saugkraft – sofern denn alles richtig erkannt wird.
Die Hauptbürste zum Staubsaugen, die mit Gummilamellen ausgestattet ist, befindet sich mittig unter dem Roboter und leistet gute Arbeit. Sie bleibt in unserem Test frei von Haaren und ist somit wartungsarm. Zudem reinigt eine kleine, sich rotierende Bürste an der Vorderseite des Roboters den Randbereich des Raumes. Wie bereits erwähnt, sehen wir hier noch Luft nach oben.
Die Absaug- und Reinigungsstation macht in unserem Test einen weitgehend guten Job. Hier wird die Wischrolle gereinigt und getrocknet. Außerdem kann der Staub aus dem Roboter in den Staubbeutel der Station abgesaugt werden. Dies kann auch manuell über die App gesteuert werden. Auch die automatische Wasserstation ist in unserem Test überzeugend. Das Wasser wird zuverlässig aufgefüllt und entnommen.
Der Switchbot S10 fährt die Reinigungsstation entsprechend der Einstellungen in der App regelmäßig an. Die Wischrolle des Roboters kann gereinigt und mit heißer Luft in der Station getrocknet werden. Zudem ist es möglich, ein Reinigungsmittel mit in die automatische Wasserstation zu geben. Das mitgelieferte Mittel riecht frisch und schmiert nicht beim Wischen. Der Staub aus dem Roboter wird in einem Staubbehälter mit Beutel in der Station gesammelt. Der Beutel schließt sich bei Entnahme selbstständig und kann bei Bedarf unkompliziert entsorgt werden.
Zur Lautstärke des Switchbot S10: Während der Reinigung ist der Roboter leider recht laut. Auch die Reinigungsstationen sind durchaus hörbar. Bei der automatischen Wasserstation ist insbesondere das Pumpen des Wassers stark zu hören, allerdings ist die Konkurrenz hier insgesamt nciht sehr viel besser. Und auch die Absaugstation ist nicht unbedingt leise, da bei jedem Anfahren durch Unterdruck der Staubbehälter geleert wird. Zudem ist auch die Lufttrocknung der Wischrolle hörbar – im Schlafzimmer sollte man den Switchbot S10 – so wie eigentlich auch jeden anderen Saugroboter – nicht unbedingt aufstellen.
Reinigungsleistung des Switchbot S10
Laut Hersteller hat der Switchbot S10 eine Saugleistung von 6500 Pascal. Damit bewegt er sich im Vergleich zu unseren anderen Testgeräten eher im unteren Bereich, allerdings sind solche Angaben ohnehin immer mit Vorsicht zu genießen. Hundehaare, groben und feinen Staub saugt der Roboter in unserem Test dann auch überwiegend problemlos und recht gründlich auf. Hierbei unterstützt die Seitenbürste bei der Reinigung des Randbereichs und der Ecken. Dies gelingt jedoch wie erwähnt nicht vollständig, sodass insbesondere in den Ecken und am Rand Schmutz zurückbleibt. Mit der Hauptbürste, welche mit Gummilamellen ausgestattet ist, werden auch kurz- und mittelflorige Teppiche recht gut gereinigt. Sind Teppich zu dünn oder zu leicht, stellen sie jedoch überraschend ein Hindernis für den Roboter da, da der Roboter die dünnen Teppiche beim Hochheben der Wischrolle unter sich einzieht und sich dadurch festfährt. Leider passierte dies in unserem Test recht häufig.
Die Wischrolle, die unterhalb des Roboters am Rand angebracht ist, soll eigentlich für eine gründliche Bodenreinigung sorgen. Durch die Rotation der Rolle beim Wischen wird der aufgenommene Dreck direkt in den Auffangbehälter des Roboters weitergeleitet. Leider kann uns der Switchbot S10 trotz der innovativen Wischrolle mit seiner Wischleistung nur bedingt überzeugen. Sie entfernt hartnäckigeren Schmutz nur teilweise. Ähnlich enttäuschend schnitt in diesem Bereich der gleich arbeitende Eufy S1 Pro (Testbericht) ab, auch hier hatten wir wegen der aufwändigen Wischmechanik mehr erwartet.
Akkuleistung und Reichweite des Switchbot S10
Die Leistung des Akkus kann sich hingegen sehen lassen. Der Roboter reinigt je nach Einstellungen bis zu ca. 120 m² (brutto) in einem Durchgang. In unserem Test lief er dabei bis zu zwei Stunden durchgehend. Anschließend lädt er sich bis zu fünf Stunden auf.
Preis
Zum Testzeitpunkt kostet der Switchbot S 10 beim Hersteller 1099 Euro zzgl. 89,99 Euro für die externen Wassertanks, sofern man die haben möchte. Bei Amazon gibt es zum Testzeitpunkt eine Aktion, bei der der Roboter mit der automatischen Wasserstation 739 Euro nach der Aktivierung eines Coupons (einfach den Haken setzen!) kostet. Die externen Wassertanks müssten hier ebenfalls noch dazu gekauft werden.
Fazit
Der Switchbot S10 hat spannende Ansätze, konnte uns in unserem Test aber nicht vollständig überzeugen. Gefallen haben uns die ordentliche Saugleistung, die generelle Navigation und die Ausstattung mit der geteilten Reinigungsstation. Gerade mit dem Direktwasseranschluss ist die kleine Wasserstation so klein und niedrig, dass sie problemlos unter einem Möbelstück positioniert werden kann, sofern ein Festwasseranschluss in der Nähe ist. Eine Steckdose ist hingegen überflüssig.
Allerdings haben uns Objekterkennung und Wischleistung sowie die Randreinigung nur bedingt überzeugt und der S10 hat sich so oft an Läufern, also kleinen Teppichen, festgefahren wie kaum ein anderer Bot. Hinzu kommt der hohe Preis – das alles macht den Switchbot S10 bei all den guten Ansätzen leider nicht zu einem empfehlenswerten Gerät. Schade.
Eureka E20 Plus
Eureka E20 Plus
Der Eureka E20 Plus verspricht kraftvolle Reinigung, smarte Funktionen und eine beutellose Absaugstation. Unser Test zeigt, wie sich der Saugroboter mit Wischfunktion im Alltag schlägt.
- beutellose Absaugstation
- gute Navigation und Objekterkennung
- Wischtuch auf Teppich anhebbar
- nur passive Wischfunktion
- Navigation im Detail nicht perfekt
- Preis zu hoch
Eureka E20 Plus im Test
Der Eureka E20 Plus verspricht kraftvolle Reinigung, smarte Funktionen und eine beutellose Absaugstation. Unser Test zeigt, wie sich der Saugroboter mit Wischfunktion im Alltag schlägt.
Saugroboter sind aus modernen Haushalten kaum noch wegzudenken. Doch während bei Akkusaugern beutellose Modelle längst normal sind, hat dieses Feature in die Absaugstationen von Saugrobotern bislang kaum Einzug gehalten. Dabei ist der Hauptvorteil klar: Nutzer müssen nicht kontinuierlich spezielle Schmutzbeutel nachkaufen und sparen so im laufenden Betrieb Geld. Der Eureka E20 Plus kommt mit genau so einer Zyklon-Absaugstation und wir haben im Test überprüft, was Roboter und Absaugstation taugen.
Design und Verarbeitung
Der Lieferumfang umfasst Saugroboter, Ladestation, Netzteil, Wischaufsatz mit zwei Mikrofaser-Wischtüchern, Ersatzbürste, Ersatzfilter, Reinigungswerkzeug und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung. Der Roboter selbst ist schlicht gehalten: Das Gerät ist komplett in schwarzen Kunststoff gehüllt, oben und nach vorn versetzt ist ein Laser-Turm zur Navigation platziert. Zwei Seitenbürsten lugen an beiden vorderen Seiten des runden Korpus unter dem Roboter hervor, Schmutz- und Wassertank werden nicht von oben, sondern hinten in das Modell eingesetzt. Minimal nach hinten versetzt installiert Eureka auf der Unterseite die schwimmend gelagerte, lilafarbene Hauptbürste mit Gummilamellen, ganz hinten die anhebbare Wischplatte mit Tuch.
Etwas aufregender ist die schmale, aber fast schon turmartig aufgebaute Absaugstation. Auch für sie setzt Eureka auf Lila als Akzentfarbe für die Filtereinheit innerhalb des ansonsten durchsichtigen Schmutzbehälters. Der Rest ist aus dem gleichen schwarzen Kunststoff wie der Roboter.
Inbetriebnahme und App
Die Inbetriebnahme des Eureka E20 Plus gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Die Ladestation wird aufgestellt, der Saugroboter angedockt und die Eureka-App installiert. Die Verbindung per WLAN erfolgt reibungslos. Die App bietet die meisten typischen Features, die es auch bei der Konkurrenz gibt, darunter detaillierte Echtzeit-Karten, Sprachsteuerung per Amazon Alexa, Google Assistant und Siri von Apple, virtuelle Grenzen und Reinigungspläne. Auch weniger technikaffine Nutzer dürften mit der Installation keine Probleme haben und zur Not reichen die drei Bedientasten auf der Oberseite des Roboters zur Steuerung der Grundfunktionen wie Start und Stopp.
Navigation und Hindernisvermeidung
Der Eureka E20 Plus überzeugt mit der für Laser-basierte Saugroboter typisch systematischen Vorgehensweise, bei der erst die Ränder eines Raumes und anschließend überlappende Bahnen gefahren werden. Dank der eingesetzten Hindernisvermeidung namens Duo Detect AI 3D werden dabei nicht nur Möbel, sondern meist auch herumliegende Gegenstände umfahren. Bei Objekten wie Spielzeug oder Kabeln sollten sich Nutzer aber nicht komplett auf die Eigenständigkeit des Saugers verlassen. Die Erkennungsrate hat uns insgesamt zwar zufriedengestellt, kommt aber nicht an Spitzenmodelle heran, die ebenfalls nicht fehlerfrei arbeiten.
Probleme kann es bei sehr niedrigen Hindernissen wie hohen Türschwellen oder den Füßen von Schwingstühlen geben. Hier fährt der E20 Plus häufig drauf und rumpelt dann ausdauernd so lange vor und zurück, bis er sich wieder davon befreien kann. Festgefahren hat sich der Roboter dabei im Test zwar nicht, allerdings dürfte es den meisten Nutzern aus Angst um die guten Möbel nicht gefallen, wenn der Roboter eher robust statt dezent seine laut hörbaren Freifahr-Versuche unternimmt. Ebenfalls ausbaufähig: Der Eureka E20 Plus wollte bei uns im Test anfangs bisweilen sehr schmale und eigentlich schaffbare Passagen nicht durchfahren. Später klappte das besser, allerdings auch nicht immer.
Saugleistung und Wischfunktion
Die Saugleistung auf Hartböden ist passend zu den angegebenen 8000 Pa einwandfrei. Staub, Krümel und selbst gröberer Schmutz werden mühelos und gründlich entfernt. Vermisst haben wir dabei anfangs eine automatische Saugkraftanhebung auf Teppich, die ist aber nur nicht ab Werk aktiviert und kann manuell aktiviert werden. Etwas erstaunt waren wir, dass sich trotz eines vom Hersteller angepriesenen „Anti-Verwicklungs-Bürstendesigns“ Haare um die Hauptbürste wickeln. Diese lässt sich zwar ohne Werkzeug entnehmen und reinigen, die Nutzung des Roboters wird so aber aufwendiger als vom Hersteller suggeriert. Erst bei genauerem Hinsehen wird erkennbar, dass die Verwicklungsgefahr laut Hersteller nur um 14 Prozent gesenkt wird – unter „Anti-Verwicklungs-Bürstendesign“ verstehen wir etwas anderes.
Die Wischfunktion hinterlässt zwar grundsätzlich streifenfreien Glanz und hebt sich vor Teppichen automatisch um rund 10 mm an, um diese trocken zu halten. Allerdings gibt es keine aktive Funktion, die das Wischtuch bewegt, wodurch die tatsächliche Reinigungsleistung deutlich hinter die von Modellen mit vibrierender Wischplatte oder drehenden Wischmopps zurückfällt. Beim Eureka E20 Plus handelt es sich bei der Wischfunktion entsprechend eher um eine Funktion zum feuchten Staubwischen. Positiv fällt die gute Reinigung entlang von Kanten auf. Selbst enge Ecken werden weitgehend von der rotierenden Seitenbürste erfasst.
Die Geräuschentwicklung liegt mit um 70 dB auf einem typischen Niveau. Eine Unterhaltung oder Fernsehen bei laufendem Betrieb ist in unmittelbarer Nähe entsprechend möglich, aber eingeschränkt. Da der Ton des Saugers nicht zu hoch ist, empfanden weder wir noch Haustiere ihn als unangenehm. Lauter ist wie gewohnt die Absaugstation, die Schmutz aus dem entsprechenden Sammelbehälter des Roboters verlässlich entfernt. Da dieser Vorgang aber wie bei Modellen mit Staubbeutel nur einige Sekunden dauert, ist das kein Kritikpunkt.
Nach dem Absaugvorgang lässt sich der Schmutzbehälter der Station zum Entleeren sehr einfach entnehmen. Dazu muss lediglich zuvor eine Arretierung per Schiebeschalter entriegelt werden, anschließend können Nutzer den Schmutzbehälter mithilfe eines ausklappbaren Griffs nach oben aus der Station entfernen. Anschließend lässt sich der Dreck wie bei einem Akkusauger mittels aufschwingender Klappe über dem Mülleimer entsorgen. Ähnlich wie bei diesen manuellen Staubsaugern dürften allerdings einige Anwender den sichtbaren Inhalt des Schmutzbehälters unter Umständen als nicht sehr appetitlich empfinden, außerdem müssen Nutzer gelegentlich verkeilte Inhalte mit den Fingern aus dem Schmutzbehälter entfernen. Für besonders empfindliche Personen oder gar Allergiker ist das nichts.
Akkulaufzeit
Die Akkulaufzeit von bis zu 180 Minuten reichte im Test für etwa 120 qm Hartboden, bei viel Teppich und aktivierter Saugkraftanhebung sinkt diese Zahl natürlich. Größere Wohnungen erfordern eine Zwischenladung, was die Reinigungsdauer verlängert. Dabei fährt der E20 Plus bei niedrigem Akkustand selbstständig zur Ladestation und setzt die Reinigung nach rund 3 Stunden an der gleichen Stelle fort.
Preis
Der Eureka E20 Plus ist in Schwarz und Weiß erhältlich, die UVP des Herstellers liegt bei knapp 500 Euro. Eureka bietet den Saugroboter zum Testzeitpunkt allerdings rund 100 Euro günstiger an.
Fazit
Der Eureka E20 Plus bietet ein ordentliches Gesamtpaket für alle, die in erster Linie einen guten Saugroboter mit Absaugstation und wenig laufenden Kosten haben wollen. Besonders auf Hartboden leistet das Modell gute Arbeit und die Navigation samt Objekterkennung ist weitgehend überzeugend. Wer eine gute Wischfunktion sucht, sollte sich allerdings nach Alternativen umschauen. Das gilt auch für Sparfüchse, die bei der Konkurrenz einen ähnlichen Leistungsumfang für weniger Geld bekommen können. Entsprechende Modelle findet man oben im Bereich „Preis“ oder in unserer Bestenliste der Saugroboter.
Ecovacs T80 Omni
Ecovacs T80 Omni
Der Ecovacs T80 Omni bietet Premium-Funktionen wie eine Wischwalze und starke 18.000 Pa Saugleistung zum Mittelklassepreis. Wir haben den vielversprechenden Saugroboter auf Herz und Nieren getestet.
- hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
- starke Saugleistung (18.000 Pa)
- effektive Wischwalzen-Technologie
- vollwertige Omni-Station mit allen wichtigen Funktionen
- gute Reinigungsleistung auf Teppichen
- etwas rabiate Navigation bei Hindernissen
- lange Ladezeit von bis zu 6 Stunden
- Genauigkeit auf Hartböden
Saugroboter Ecovacs T80 Omni im Test: Das heimliche Topmodell für jedermann
Der Ecovacs T80 Omni bietet Premium-Funktionen wie eine Wischwalze und starke 18.000 Pa Saugleistung zum Mittelklassepreis. Wir haben den vielversprechenden Saugroboter auf Herz und Nieren getestet.
Moderne Saugroboter mit umfangreicher Ausstattung kosten schnell über 1.000 Euro, der T80 Omni von Ecovacs positioniert sich mit einer UVP von 899 Euro deutlich darunter – bietet aber dennoch Features, die man sonst nur von teureren Modellen kennt. Mit seiner Wischwalze, der enormen Saugkraft von 18.000 Pa und einer vollwertigen Omni-Station könnte er zum heimlichen Star im Ecovacs-Portfolio werden.
Was den T80 Omni besonders interessant macht: Er bietet die gleiche Wischwalzen-Technologie wie die deutlich teureren Flaggschiffe X8 Pro Omni und X9 Pro Omni. Seine Saugleistung liegt sogar auf dem Niveau des X8 Pro und übertrifft den X9 Pro. Dazu kommt eine optisch ansprechende Station im Stil des X9 Pro – ein ungewöhnlicher Fall, bei dem das günstigere Modell die schickere Station erhält.
Traditionell positioniert Ecovacs seine T-Serie als gehobene Mittelklasse unterhalb der X-Modelle. Der T80 Omni bricht jedoch mit dieser Einordnung. Wir haben den Saugroboter ausgiebig getestet und zeigen, ob er sein Versprechen als Preis-Leistungs-Champion einlösen kann (Testzeitpunkt: 09. Mai 2025).
Update (23. Januar 2026): Zuletzt kostete der T80 Omni 599 Euro. Aktuell liegt der Preis bei 449 Euro bei Ebay.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs Deebot T80 Omni?
Der Ecovacs Deebot T80 Omni präsentiert sich in schlichtem Schwarz mit einer runden Grundform. Mit Abmessungen von 353 × 98 mm und einem Gewicht von 5 kg bewegt er sich im üblichen Rahmen moderner Saugroboter. Die Verarbeitung ist solide, ohne besondere Auffälligkeiten – typisch Ecovacs eben. Farblich ist mit Schwarz und Weiß etwas mehr Auswahl geboten als bei den Topmodellen.
Interessanter ist die Station: Sie ähnelt optisch stark der des teureren X9 Pro Omni und wirkt deutlich eleganter als die des X8 Pro Omni. Mit Maßen von 338 × 500 × 459 mm und einem Gewicht von 7,6 kg ist sie kompakt genug, um nicht übermäßig aufzufallen, bietet aber alle wichtigen Funktionen: automatische Staubentleerung, Moppreinigung mit Warmwasser, Heißlufttrocknung und Frischwassernachfüllung.
Die Station verfügt über großzügige Tanks: 3 Liter für den Staubbeutel, 3,7 Liter für Frischwasser und 2,2 Liter für Schmutzwasser. Damit muss man auch bei regelmäßiger Nutzung nur selten nachfüllen oder entleeren. Der Roboter selbst bietet 220 ml Staubkapazität und 110 ml Frischwassertank – ausreichend für eine komplette Reinigung, bevor er zur Station zurückkehrt.
Ecovacs T80 Omni – Bilderstrecke
Die Zero-Tangle-Hauptbürste und die einzelne Seitenbürste sind leicht zugänglich und einfach zu reinigen. Insgesamt macht der T80 Omni einen wertigen Eindruck, der seinem Preispunkt gerecht wird, ohne mit besonderen Design-Elementen zu glänzen.
Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs Deebot T80 Omni betriebsbereit?
Die Inbetriebnahme des Ecovacs Deebot T80 Omni folgt dem bewährten Muster anderer Ecovacs-Geräte. Nach dem Auspacken und Aufstellen der Station müssen zunächst die Wassertanks befüllt werden. Der Roboter selbst wird durch Umlegen eines roten Schiebeschalters unter dem Gehäusedeckel aktiviert.
Die Einrichtung erfolgt über die Ecovacs Home App, die für Android und iOS verfügbar ist. Nach der Installation und Accounterstellung scannt man den QR-Code auf dem Roboter und folgt den Anweisungen in der App. Die Verbindung erfolgt über 2,4-GHz-WLAN. Der gesamte Prozess dauert etwa 5 bis 10 Minuten und ist auch für Technik-Laien gut zu bewältigen.
Nach der grundlegenden Einrichtung folgt die Kartierung der Wohnung. Hierfür fährt der T80 Omni einmal durch alle zugänglichen Räume, was je nach Wohnungsgröße etwa 20-30 Minuten in Anspruch nimmt. Die erstellte Karte kann anschließend in der App bearbeitet werden: Räume benennen, virtuelle Wände setzen, Möbel einzeichnen oder No-Go-Zonen definieren.
Die Raumerkennungsfunktion arbeitet präzise – erkannte Räume werden sinnvoll unterteilt und nicht erreichbare Bereiche automatisch aus der Karte entfernt. Ein bekannter Bug in der App besteht allerdings weiterhin auch beim T80 Omni: Änderungen werden nicht über den ausgegrauten „Bestätigen“-Button, sondern ironischerweise über „Abbrechen“ gespeichert.
Während unseres Testzeitraums erhielt der T80 Omni mehrere Firmware-Updates, die das Reinigungsverhalten spürbar verbesserten, was aber auch daran liegt, dass wir das Gerät bereits vor dem Launch erhalten haben.
Ecovacs T80 Omni – App & Reinigung
Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs Deebot T80 Omni Hindernisse?
Der Ecovacs Deebot T80 Omni nutzt zur Navigation eine Kombination aus Lasernavigation (LiDAR) und verschiedenen Sensoren: Infrarot-, Absturz-, Schmutz- und Wandlaufsensoren. Die Hinderniserkennung funktioniert im Großen und Ganzen zuverlässig, auch wenn der T80 Omni nicht ganz so vorsichtig agiert wie das Topmodell X9 Pro Omni.
Im Vergleich zum X9 Pro fällt auf, dass der T80 Omni etwas robuster mit Hindernissen umgeht. Er schiebt gelegentlich Beistelltische oder Stühle zur Seite, wenn er nach mehreren Versuchen nicht vorbeikommt. Manchmal legt er auch einen plötzlichen Rückwärtssatz ein, um Hindernissen auszuweichen – effektiv, wenn auch nicht besonders elegant.
Positiv zu vermerken ist, dass der T80 Omni keine Probleme mit Teppichen hat und diese problemlos befährt. Die automatische Teppicherkennung funktioniert zuverlässig und hebt die Wischmopps an, um Teppiche nicht zu durchnässen. Hindernisse bis zu einer Höhe von 20 mm werden überwunden, was für die meisten Türschwellen ausreicht.
In unserem Test hat sich der Roboter nur einmal festgefahren – an einem absichtlich provokant platzierten Feuerlöscher. Die Kartierung und Raumorientierung sind präzise, und der Roboter findet stets zuverlässig zur Ladestation zurück.
Der integrierte Sprachassistent YIKO erlaubt zudem die Steuerung per Sprachbefehl, was besonders praktisch ist, wenn man spontan eine Reinigung starten möchte. Alternativ lässt sich der T80 Omni auch in bestehende Smart-Home-Systeme mit Amazon Alexa oder Google Assistant einbinden.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Ecovacs Deebot T80 Omni?
Die Reinigungsleistung des Ecovacs Deebot T80 Omni kann sich sehen lassen. Mit einer Saugleistung von 18.000 Pa gehört er zu den stärksten Saugrobotern auf dem Markt – auf dem Papier sogar stärker als das teurere X9-Pro-Omni-Modell.
In unserem Teppichtest, bei dem wir Vogelfutter eintreten und verschiedene Mehlhaufen verteilen, schneidet der T80 Omni bemerkenswert gut ab. Er entfernt etwa 80 bis 85 Prozent des Schmutzes aus unserem hochflorigen Testteppich – sogar etwas mehr als der teurere X9 Pro. Auf Hartböden ist die Leistung ebenfalls gut, wenn auch nicht ganz so perfekt. Hier lässt er gelegentlich einzelne Krümel liegen, was aber nur bei genauem Hinsehen auffällt.
Das Herzstück des T80 Omni ist die Ozmo Roller Wischwalze. Diese rotiert aktiv und sorgt für eine gründlichere Reinigung als passive Wischsysteme. Zudem reinigt sie sich bereits während der Fahrt etwas, indem aufgenommener Schmutz und Flüssigkeiten abgestreift werden. Die Wischleistung ist identisch mit der der teureren X-Modelle und entfernt selbst eingetrocknete Flecken effektiv. Der Roboter kehrt regelmäßig zur Station zurück, um die Walze zu reinigen, was die Verschleppung von Schmutz minimiert.
Die Zero-Tangle-Hauptbürste verhindert wirksam das Verheddern von Haaren – ein großer Vorteil in Haushalten mit Haustieren oder Menschen mit langen Haaren. Die Seitenbürste erreicht auch Ecken und Kanten gut, wobei der Roboter naturgemäß nicht komplett in rechtwinklige Ecken gelangen kann.
Der T80 Omni bietet verschiedene Reinigungsmodi: Saugen, Wischen oder beides kombiniert. Die Reinigungsintensität lässt sich für jeden Raum individuell in der App einstellen. Mit einer Lautstärke von etwa 65 dB(A) am Gehäuse ist er nicht besonders leise, aber für einen Saugroboter mit dieser Leistung durchaus akzeptabel.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs Deebot T80 Omni?
Der Ecovacs Deebot T80 Omni ist mit einem leistungsstarken 14,4V/6,4Ah Lithium-Ionen-Akku ausgestattet, der laut Hersteller eine Betriebsdauer von bis zu 290 Minuten ermöglicht. In unserem Test zeigte sich, dass diese Angabe unter idealen Bedingungen durchaus realistisch ist.
Bei einer gemischten Reinigung (Saugen und Wischen) von 60 m² verbrauchte der T80 Omni etwa 50 Prozent seiner Akkuladung und benötigte dafür 86 Minuten. Hochgerechnet bedeutet das, dass er theoretisch rund 120 m² in einem Durchgang reinigen könnte, bevor er zur Ladestation zurückkehren muss.
Die Ladezeit ist mit 4,5 Stunden laut Herstellerangabe relativ lang. In unserem Test dauerte eine vollständige Aufladung sogar fast 6 Stunden, was für ungeduldige Nutzer frustrierend sein kann. Im Alltag dürfte dies jedoch kaum ins Gewicht fallen, da die meisten Nutzer den Roboter während ihrer Abwesenheit reinigen lassen.
Sollte der Akku während einer Reinigung zur Neige gehen, kehrt der T80 Omni automatisch zur Ladestation zurück, lädt auf und setzt die Reinigung an der Stelle fort, wo er unterbrochen hat. Diese „Resume“-Funktion ist besonders praktisch für größere Wohnflächen.
Preis: Was kostet der Ecovacs Deebot T80 Omni?
Der Ecovacs Deebot T80 Omni ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 899 Euro vergleichsweise günstig für einen Saugroboter mit dieser Ausstattung. Der aktuelle Straßenpreis liegt bei 449 Euro bei Ebay zum 23. Januar 2026. Vor einiger Zeit lag der Preis mit 1079 Euro noch über der UVP.
Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Roboter und der Station auch eine Seitenbürste, die Zero-Tangle-Bodenbürste, ein Filter und ein Staubbeutel. Ersatzteile wie zusätzliche Staubbeutel, Filter oder Bürsten sind separat erhältlich und bewegen sich preislich im üblichen Rahmen für Saugroboter-Zubehör.
Angesichts der gebotenen Leistung und Ausstattung – 18.000 Pa Saugleistung, Wischwalzen-Technologie, vollwertige Omni-Station mit Warmwasser-Reinigung und Heißluft-Trocknung – bietet der T80 Omni für sich genommen ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Er ist damit eine echte Alternative zu deutlich teureren Modellen und richtet sich an preisbewusste Käufer, die dennoch nicht auf Premium-Funktionen verzichten möchten.
Fazit
Der Ecovacs Deebot T80 Omni erweist sich in unserem Test als heimliches Flaggschiff im mittleren Preissegment. Für 449 Euro bei Ebay bietet er eine Ausstattung, die man sonst nur von deutlich teureren Modellen kennt. Besonders beeindruckend ist, dass er mit der gleichen Wischwalzen-Technologie ausgestattet ist wie die Premium-Modelle der X-Serie und sogar eine höhere Saugleistung als der X9 Pro Omni bietet.
Die Reinigungsleistung kann sich sehen lassen: Auf Teppichen schneidet der T80 Omni sogar besser ab als der teurere X9 Pro, und auch auf Hartböden liefert er gute Ergebnisse. Die Navigation ist zwar etwas robuster als bei den Topmodellen, aber dennoch zuverlässig. Seine Hinderniserkennung funktioniert gut, auch wenn der Roboter manchmal etwas rabiat vorgeht.
Die Omni-Station im ähnlichen Stil wie beim X9 Pro ist ein weiterer Pluspunkt. Sie bietet alle wichtigen Funktionen wie automatische Staubentleerung, Moppreinigung mit Warmwasser und Heißluft-Trocknung. Der T80 Omni verfügt auch über eine Videofunktion, allerdings ohne die Videocall-Möglichkeit der X-Modelle – eine Einschränkung, die die meisten Nutzer verschmerzen können.
Für preisbewusste Käufer, die einen leistungsstarken Saug- und Wischroboter mit umfangreicher Ausstattung suchen, ist der Ecovacs Deebot T80 Omni eine absolute Empfehlung. Er fällt positiv aus dem typischen Rahmen der T-Serie heraus und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Roborock Qrevo Curv
Roborock Qrevo Curv
Roborock hat zur IFA 2024 zwei neue Saugroboter vorgestellt. Der Qrevo Curv fällt besonders durch das rundgelutschte Design der Reinigungsstation und die bärenstarken 18.500 Pa Saugkraft auf. Wir haben ihn bereits getestet.
- sehr hohe Saugkraft (18.500 Pa)
- saugt und wischt klasse
- tolle Reinigungsstation
- sehr gute und umfangreiche App
- hohe Kletterfähigkeit durch Anhebung des Chassis
- recht hoher Preis
- Design der Station Geschmackssache
Roborock Qrevo Curv im Test: Toller Saugroboter mit drehenden Wisch-Pads
Roborock hat zur IFA 2024 zwei neue Saugroboter vorgestellt. Der Qrevo Curv fällt besonders durch das rundgelutschte Design der Reinigungsstation und die bärenstarken 18.500 Pa Saugkraft auf. Wir haben ihn bereits getestet.
Die Qrevo-Reihe von Roborock bedient bislang mit Geräten wie Qrevo Plus (Testbericht), Qrevo S (Testbericht) oder Qrevo MaxV (Testbericht) eher die Mittelklasse des Herstellers. Immer dabei: die rotierenden Wischmopps und eine mehr oder weniger umfangreiche Absaug- oder Reinigungsstation. Das neue Modell Roborock Qrevo Curv (ohne e) erfüllt zwar erneut die genannten Kriterien, wächst aber bei Preis und Features deutlich über die Mittelklasse hinaus. Da wäre etwa die für Saugroboter enorm hohe Saugkraft von 18.500 Pa, hinzu kommen ausfahrbare Seitenbürste und ebenfalls ausfahrbarer rechter Wischmopp, eine vollwertige Reinigungsstation mit Frisch- und Abwassertank und die Reactive-AI-Technologie zur Objekterkennung, die bislang den hochpreisigen Modellen vorbehalten war.
Spätestens der UVP-Preis von knapp 1500 Euro zeigt, dass Roborock den neuen Qrevo Curv in der Luxusklasse der Topmodelle wie dem S8 MaxV Ultra (Testbericht) platziert. Offenbar will der Hersteller dadurch Kunden die Entscheidung überlassen, ob sie Modelle mit vibrierendem Wischtuch oder doch lieber mit drehenden Wischmopps haben wollen. Weiterer Unterschied außer der Mopp-Technik: die Form der Station. Kamen bisherige Modelle mit Ecken und Kanten und insgesamt eher kubisch daher, setzt Roborock beim neuen Qrevo Curv auf starke Rundungen und ein fließendes Design, das an Modelle von Narwal wie den Freo X Ultra (Testbericht) erinnert. Wie gut das alles funktioniert, klären wir im Test.
Update (24. Oktober 2025): Inzwischen hat sich der Roboter nach über einem Jahr deutlich von seiner UVP von 1500 Euro entfernt und kostet derzeit noch 825 Euro bei Jacob Elektronik. Der Nachfolger ist aber bereits auf dem Markt, wir testen diesen demnächst. Entsprechend sind vom ersten Qrevo Curv nur noch Restposten verfügbar.
Design: Wie sieht der Qrevo Curv aus?
Der Roboter selbst bietet optisch kaum Unterschiede zu anderen Modellen aus gleichem Haus. Er ist wieder rund, hat in etwa die gleichen Maße wie der bereits erwähnte S8 MaxV Ultra (Testbericht) und kommt nun im Gegensatz dazu mit einer durchgehenden oberen Abdeckplatte zum Kunden. Sie wird wieder magnetisch gehalten und lässt sich komplett abnehmen. Wegen des Sprachassistenten Rocky, der mit seinen Mikrofonen erneut oben auf dem Laserturm des Modells installiert ist, ist die Gesamthöhe des Roboters an dieser Stelle wieder erstaunlich hoch – auch für ein Gerät mit Laserturm. Immerhin integriert Roborock in den Turm einen Kontaktschalter, sodass der Curv merkt, wenn er damit an einem Schrank hängenbleibt.
Die Kameraausstattung samt Kreuzlaser für die 3D-Objekterkennung Reactive AI steht vorn leicht aus dem Bumper hervor, wirklich neu sind allerdings nur die beiden Bürsten des Qrevo Curv. Denn die ausfahrbare Seitenbürste setzt nun auf nach hinten geschwungene Borsten, noch dazu gibt es derer nur zwei und beide sind fast auf einer Seite installiert. Das führte im Test dazu, dass sich wegen der Form einerseits weniger Haare darum wickelten, andererseits schleudert diese Seitenbürste weniger leichte Teile wie Krümmel oder Katzenstreu aus der Bahn, sondern befördert sie effektiver direkt unter den Sauger. Die Hauptbürste hingegen ist jetzt nicht mehr durchgehend, sondern zweigeteilt. So sollen Haare, die sich beim Saugen um die Bürste wickeln, im Betrieb zur Mitte der Bürste befördert werden, wo sie nicht mehr zerschnitten, sondern durch die „Lücke“ in der Bürste komplett abgewickelt und abgesaugt werden. Zudem gibt es im Gegensatz zum S8-Modell nur eine statt zwei Bürsten und die setzt wie bei früheren Modellen wieder auf eine Mischung aus Gummilamellen und Borstenreihen. Wie gut das funktioniert, klären wir im späteren Verlauf des Tests.
Alle Bilder zum Roborock Qrevo Curv im Test
Große Unterschiede gibt es bei der Form der Reinigungsstation. Im Unterschied zum Design bisheriger Modelle, bei denen Frisch- und Abwassertank sowie bisweilen auch der Staubbeutel für die automatische Schmutzabsaugung oben und einzeln sichtbar auf der Station platziert wurde, setzt Roborock beim neuen Qrevo Curv auf ein komplett geschlossenes Design. Zudem geht der Hersteller weg vom kantigen Look bisheriger Modelle hin zu einem enorm organischen, weichgespülten Design mit starken Rundungen. Uns erinnert das stark an Narwal-Modelle wie den Freo X Ultra (Testbericht), dessen Reinigungsstation dadurch ebenfalls wie aus einem Guss wirkt. Wie dort ist die Station bei Roborocks neuestem Modell nun etwas niedriger, dafür aber tiefer. Eine wie zuvor separat angehängte Rampe zum Auffahren in die Station benötigt der Roboter dadurch nicht mehr. Sie ist quasi direkt integriert und der Sauger verschwindet fast ganz in der tiefen Station. Aufgrund der geänderten Maße befindet sich die Absaugung jetzt nicht mehr unter, sondern hinter den großen Wassertanks. Ein separater Reinigungsmitteltank entfällt.
Sicherlich ist Design Geschmackssache und der Qrevo Curv sieht mit seiner glänzenden Oberfläche insgesamt hochwertig aus und die Verarbeitung ist vorbildlich. Im Gegenzug gefällt uns aber der hellgraue Absatz, auf dem die Station zu stehen scheint, nicht und die ganze Reinigungsstation wirkt einfach viel pummeliger als bei anderen Modellen des Herstellers. Kritikern dürfte es nicht schwerfallen, in dem Kraftei einen Mülleimer aus einem Science-Fiction-Film aus den 50er-Jahren zu sehen. Eines ist aber sicher: Verwechslungsgefahr mit der S-Serie von Roborock gibt es definitiv nicht. Übrigens: Niedriger und in unseren Augen besser proportioniert ist die Master-Version des Qrevo Curv, die direkt an Frisch- und Abwasserleitung des Hauses angeschlossen wird. Da hier die oberen Tanks wegfallen, ist das Modell deutlich niedriger, weist ansonsten aber die gleichen Features auf. Kabelmanagement gibt es beim Curv übrigens in beiden Fällen nicht.
Wie wird der Roborock Qrevo Curv eingerichtet?
Wie immer bei Roborock ist auch der Qrevo Curv schnell und einfach mit der Smartphone-App verbunden und einsatzbereit. Dafür folgt man wie gehabt einfach den Anweisungen auf dem Display des Telefons und nach wenigen Augenblicken kann es losgehen. Wie bei den anderen Modellen landet der Nutzer dann in der umfangreichen App, die keine Wünsche offenlässt. Hier empfiehlt sich vor der ersten echten Reinigung eine Erkundungstour des Roboters. Damit lernt er grob die Gegebenheiten des Reinigungsareals kennen und teilt es in einzelne Räume ein.
Anschließend stehen alle Features, die von anderen Modellen des Herstellers bekannt sind, zur Verfügung. Das umfasst die Anpassung von Räumen, das Einrichten von Reinigungsreihenfolgen, Eingriff bei der Objekterkennung, Festlegung des Verhaltens auf Teppich und vieles mehr. Im Vergleich zum Topmodell S8 MaxV Ultra fehlen nur sehr wenige Features, darunter die Möglichkeit, beim ausschließlichen Wischen die (dort) doppelte Hauptbürste anheben zu können. Ansonsten bietet die App alles, was derzeit möglich ist. Das betrifft neben der Möglichkeit zum Erstellen von Reinigungsplänen- und Zeiten auch die Nutzung des eigenen Sprachassistenten Rocky, alternativ Amazons Alexa oder des Google Assistant.
Navigation: Wie gut erkennt der Qrevo Curv Hindernisse?
Für den Test haben wir in den umfangreichen Einstellungen die berührungsfreie Navigation deaktiviert, da das gern dazu führt, dass der Roboter nicht mehr gut in Ecken und an Hindernisse heranfährt. Stattdessen verlangsamt der Qrevo auf diese Weise bei erkannten Hindernissen seine Fahrt und geht dennoch auf Tuchfühlung, um so nah wie möglich an Gegenstände heranzufahren. Das macht er richtig gut und kommt dank ausfahrbarer Seitenbürste und ebensolchem Mopp beim Saugen und Wischen gut bis an die Ränder und (zumindest beim Saugen) Ecken eines Raumes. Das machen weder die Elite aus eigenem Hause noch andere Spitzenprodukte besser. Die Navigation selbst funktioniert genauso gut wie beim S8. Entsprechend findet sich der Qrevo Curv bestens in seiner Umgebung zurecht und kämpft sich munter auch durch schwierige Umgebungen.
Wie beim S8 MaxV Ultra (Testbericht) kann das bisweilen in engem Terrain wie in einem Stuhlbeinwald etwas dauern und dort sieht die Navigation auch nicht immer zwingend sehr intelligent aus. So kann es gelegentlich sein, dass der Roboter mehrfach hintereinander die gleiche, erfolglose Fahrbewegung macht, bevor er sein Vorgehen anpasst. Dennoch kämpft sich der Qrevo Curv im Test jedes Mal aus solchen Situationen frei, ohne dabei rabiat zu werden. Das kommt Möbeln und Roboter gleichermaßen zugute. Der S8 MaxV Ultra reagierte an der gleichen Stelle im Test noch etwas aggressiver.
Trotz der eingangs erwähnten Deaktivierung der berührungslosen Navigation erkennt und meidet der Curv herumliegende kleine Hindernisse wie Schuhe, Socken oder Kabel weiterhin und protokolliert sie auf Wunsch per Foto – so soll es sein! Die Erkennungsrate lag dabei im Test hoch, auch wenn es in seltenen Fällen – auch hier bei enger Platzierung von Störfaktoren – dazu kommen kann, dass ein erkanntes Hindernis später doch noch berührt wird. Ganz ohne Aufräumen kommen Nutzer des Roborock Qrevo Curv also nicht aus, vollständig verlassen sollte man sich auf die 3D-Hindernis-Erkennung bislang bei keinem Roboter auf dem Markt.
Eine Besonderheit hat der neue Qrevo Curv: Er kann als erster Saugroboter sein Chassis ganz oder teilweise anheben. Das geschieht über alle drei höhenverstellbaren Räder und sorgt für einen Höhenunterschied von einem weiteren Zentimeter zusätzlich zu dem, um den der Bot die Wisch-Pads anheben kann. Insgesamt soll der Curv so Höhenunterschiede von 3 Zentimetern in einem Rutsch überwinden können und auch hochflorigen Teppich weniger befeuchten.
Wie gut saugt und wischt der Roborock Qrevo Curv?
Es wurde bereits angesprochen: Der neue Roborock Qrevo setzt auf ein anderes Design für Haupt- und Seitenbürste. Die neue Seitenbürste soll dabei weniger durch Haare eingewickelt werden, die neue Hauptbürste lange Haare einfach aufsaugen. Das klappt erstaunlich gut, im Test waren keine Haare um die Seitenbürste gewickelt und um die Hauptbürste schlängelten sich ebenfalls keinerlei langen Haare, noch gab es Haarknäuel an den Borsten. Das war früher so: Zwar erwischten Hauptbürsten mit Borstenreihen meist festgetretene Tierhaare auf Teppich recht gut, allerdings mussten Nutzer immer manuell nacharbeiten und regelmäßig Haarknäuel von den Borsten zupfen. Viele Roboter trugen daher kleine Reinigungswerkzeuge mit sich herum – der Curv hat das nicht und braucht es auch nicht.
Die grandiose Saugleistung von 18.500 Pa (Herstellerangabe) sorgt zudem dafür, dass das Saugergebnis brillant ist. Tatsächlich attestieren wir dem neuen Qrevo-Modell eines der besten (wenn nicht das beste!) Saugergebnisse unserer bisherigen Tests. Der Qrevo Curv schlägt sich nicht nur an Rändern und auf Hartboden hervorragend, sondern bearbeitet auch Teppich intensiv und tiefgehend. Dabei ist der neue Sauger auch noch vergleichsweise leise – klasse!
Auch mit dem Wischergebnis sind wir sehr zufrieden. Unser Testgerät verwendete schon auf der zweitniedrigsten Stufe erstaunlich viel Wasser, entsprechend geschlossen und einheitlich ist das Wischbild, das der Curv hinterlässt. Selbst einige Minuten nach dem Wischen ist hier noch ein Feuchtigkeitsfilm auf der Wischfläche zu sehen. Die typischen Halos durch drehende Wischmopps oder Reifenspuren, weil der Roboter dann doch wieder durch bereits gewischte Bereiche fährt, haben wir beim Qrevo Curv gar nicht gesehen. Der freigiebige Umgang mit Flüssigkeit kann natürlich auf empfindlichem Boden wie Parkett zu Problemen führen, dafür würden wir entsprechend die niedrigste Wasserzufuhrstufe empfehlen und können uns zudem vorstellen, dass Roborock bei unserem Vorseriengerät per Firmware-Update noch einmal Anpassungen vornimmt. Derzeit ist das Wischergebnis aber in Bezug auf die reine Wischleistung hervorragend.
Wie immer reinigt der Roboter in der App bestimmbar nach definierbarer Quadratmeteranzahl oder pro Raum die Wisch-Pads zwischendurch und verwendet dafür jetzt sogar 75 Grad heißes Wasser. Dank Analyse des Verschmutzungsgrades werden die Mopps unterschiedlich angepasst intensiv oder weniger ausführlich gewaschen, außerdem kann der Roboter zur erneuten Reinigung besonders verschmutzter Bereiche fahren. Die Absaugung des Staubbehälters erfolgt seltener und lässt sich nur recht vage auf aus, mittel oder hoch einstellen. Nach der Reinigung erfolgt aber auf jeden Fall eine Absaugung. Die ist wie immer vergleichsweise laut, aber kurz und effektiv. Nach der Mopp-Reinigung werden die beiden drehenden Pads mit warmer Luft (45 Grad) einstellbar 2, 3 oder 4 Stunden lang trocken geföhnt. Das ist effektiv und verhindert erfolgreich Geruchsbildung.
Wie stark ist der Akku des Roborock Qrevo Curv?
Der Qrevo Curv reinigt etwas weniger als 1 Quadratmeter pro Minute, damit gehört er zu den schnellen Saug- und Wischrobotern mit 3D-Objekterkennung und vollumfänglicher Reinigungsstation. Der Testhaushalt mit etwa 140 Quadratmetern (brutto) war so in einem Durchgang kein Problem, es waren danach noch einige Energiereserven vorhanden. Im Zweifel fährt aber der Curv nach dem Zwischenladen von selbst wieder weiter.
Preis
Knapp 1500 Euro verlangt der Hersteller in der UVP für den Roborock Qrevo Curv, das ist weit von der Mittelklasse entfernt. Inzwischen ist der Preis kräftig gesunken auf 825 Euro. Bei Amazon kostet der Saugroboter aktuell 849 Euro.
Fazit
Der Qrevo Curv ist das zweite Oberklasse-Modell bei Roborock – und zwar mit drehenden Wisch-Pads. Mit enorm starker Saugkraft und allerlei Spitzen-Features macht er sogar dem eigentlichen Topmodell S8 MaxV Ultra Konkurrenz. Die Strategie dahinter ist uns nicht ganz klar, den potenziellen Käufer hingegen freuts, denn der hat nun die Wahl zwischen Spitzenprodukt mit vibrierender Wischplatte und Spitzenprodukt mit drehenden Wischmopps.
Spitze ist der Curv zweifelsfrei, bei der Saugkraft etwa übertrifft er alles andere aus dem Hause Roborock und auch die Konkurrenz bei Weitem. Beim Rest ist das Qrevo-Modell auf Augenhöhe mit dem eigentlichen Spitzenmodell S8 MaxV Ultra, denn das, was der Curv auf dem Papier weniger kann, ist mit Augenmaß beschnitten. Darunter fällt etwa die nun nicht mehr anhebbare Hauptbürste oder der fehlende Reinigungsmitteltank, auch die Trocknungstemperatur der Wischmopps ist niedriger. Macht nichts, denn das Anheben der Hauptbürste fanden wir eh in den meisten Fällen überflüssig. Zudem punktet die neue Bürste damit, dass sich darin wirklich keine Haare mehr verfangen und sie besonders auf Teppich besser als die Gummiwalzen des S8 funktioniert. Zudem kann sich der Roboter nun ganz oder teilweise um bis zu 1 Zentimeter anheben – Lowrider-Style. Reinigungsflüssigkeit kann man auch direkt ins Frischwasser geben und als Ausgleich für die niedrigere Trocknungstemperatur wäscht der Curv die Mopps nun noch heißer aus.
Geschmackssache bleibt hingegen die etwas moppelige und rundgelutschte Reinigungsstation, die zwar wieder gute Arbeit leistet, uns optisch aber nicht so gut wie die eckigen Pendants gefällt. Und der Preis, der macht uns zu schaffen. Klar ist das Gebotene Spitzenklasse, aber Qrevo stand bislang nicht nur für Mittelklasse, sondern auch für ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit 1500 Euro UVP hat Roborock den Bogen in unseren Augen etwas überspannt. Neun Monate nach dem Test ist das Gerät aber deutlich im Preis gefallen und mit 816 Euro vergleichsweise fair taxiert.
Ecovacs X12 Omni Cyclone
Ecovacs X12 Omni Cyclone
Der Ecovacs X12 Omni Cyclone bringt eine neue Wassersprühfunktion und eine breitere Wischwalze mit. Im Test überzeugt das Gesamtpaket aber nur bedingt.
- breite Wischwalze
- beutellose Station
- schnelle Akkunachladung
- zu teuer
- Schwächen bei Navigation & Hinderniserkennung
- laute Fahrmotoren
Saugroboter Ecovacs X12 Omni Cyclone im Test: Flecken lösen mit Wassersprüher
Der Ecovacs X12 Omni Cyclone bringt eine neue Wassersprühfunktion und eine breitere Wischwalze mit. Im Test überzeugt das Gesamtpaket aber nur bedingt.
Mit dem X12 Omni Cyclone schickt Ecovacs die zweite Generation seines beutellosen Saug- und Wischroboters ins Rennen. Statt Staubbeutel sitzt an der Front der Station ein großer Schmutzbehälter, den man wie bei einem Handstaubsauger entleert. Das spart langfristig Geld, vermeidet Müll und schont die Umwelt.
Die spannendste Neuerung beim X12 ist die Focus-Jet-Wassersprühfunktion: Zwei Düsen an der Front sprühen Wasser auf erkannte Flecken, um diese vor dem Wischen einzuweichen. Hinzu kommen eine deutlich breitere Wischwalze mit 27 cm, eine überarbeitete Reinigungswanne und ein Akku, der in nur drei Minuten spürbar Energie nachlädt. Ecovacs ruft dafür 1300 Euro auf und positioniert den X12 damit klar im Premiumsegment, wo Dreame und Roborock starke Konkurrenz bieten. Ob die neuen Funktionen den hohen Preis rechtfertigen und wie sich der Roboter im Alltag schlägt, klärt unser Test.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs X12 Omni Cyclone?
Optisch knüpft der X12 nahtlos an seinen Vorgänger X11 an. Der Roboter selbst kommt in mattem Schwarz, misst 353 mm im Durchmesser und ist 98 mm hoch. Die Verarbeitung ist tadellos, die Spaltmaße sind gleichmäßig. An der Front sitzen zwei Düsen für die neue Focus-Jet-Sprühfunktion, oben thront der Lidar-Turm zur Navigation.
Ecovacs X12 Omni Cyclone – Bilderstrecke
Die Station erinnert weiterhin an einen Kaffeevollautomaten und gehört zu den größeren Vertretern. Auffällig bleibt die seit dem X11 eingeführte, umgekehrte Anordnung der Wasserbehälter: Schmutzwasser rechts (2,7 l), Frischwasser links (3,5 l). Bei den meisten Konkurrenzmodellen und auch bei den Ecovacs-Modellen vor dem X11 ist es genau andersherum – links Schmutz, rechts Frischwasser. Warum Ecovacs vom etablierten Standard abgewichen ist, erschließt sich uns nicht. Vorher war alles in Ordnung, ein technischer Grund ist nicht ersichtlich. Wer wie wir regelmäßig verschiedene Modelle testet, greift hier intuitiv zum falschen Tank. Doch auch im normalen Haushalt dürften viele Nutzer beim Wechsel von einem anderen Hersteller stolpern. Aufgedruckte Piktogramme helfen, sind aber kein vollständiger Ersatz bei Änderung der Anordnungslogik.
Den Schmutzbehälter mit 1,6 l Volumen entnimmt man frontal und entleert ihn manuell. Die Reinigungswanne, in der die Wischwalze gesäubert wird, hat Ecovacs überarbeitet – erkennbar an der helleren Farbe. Innen sorgt ein Hochgeschwindigkeitspropeller mit bis zu 5000 U/min für die Selbstreinigung. Im Alltag funktioniert das gut, die Wanne bleibt sauber.
Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs X12 Omni Cyclone betriebsbereit?
Die Einrichtung erfolgt über die Ecovacs-Home-App. Nach der Account-Erstellung scannt man den QR-Code unter dem Deckel auf der Roboter-Oberseite, verbindet das Gerät mit dem WLAN und wartet die Updates ab. Der Roboter akzeptiert reine 2,4-GHz-Netze sowie kombinierte 2,4-/5-GHz-Netze, mit reinem 5-GHz-WLAN funktioniert er nicht. Das ist 2026 schon schade. Insgesamt dauert die Ersteinrichtung mit Updates und anschließender Kartierung der Räumlichkeiten etwa 30 Minuten.
Die App ist Ecovacs-typisch übersichtlich, aber nicht immer ideal übersetzt und reagiert mitunter träge. Sie zählt trotzdem zu den Besseren am Markt. Die Hauptansicht zeigt den Roboter und ermöglicht den Zugriff auf alle Reinigungsmodi. Kartenverwaltung, Raumaufteilung, virtuelle Wände und No-Go-Zonen sind vorhanden. Die Wischwassermenge regelt man zwischen 0 und 50, die Saugkraft in vier Stufen (Leise, Standard, Hoch, Max). Auch ein Live-Videostream der eingebauten Kamera ist integriert.
Ecovacs X12 Omni Cyclone – App & Einrichtung
Eigenwillig ist der nach wie vor vorhandene Bedienfehler, dass man Kartenänderungen speichert, indem man über „Abbrechen“ statt „Bestätigen“. Das ist kontraintuitiv und längst überfällig zu beheben. Die Sprachansagen des Roboters sind sehr ausführlich, ein Button verkürzt sie auf das Wesentliche, alternativ lassen sie sich komplett deaktivieren. Der Sprachassistent Yiko hört auf „OK Yiko“ und Befehle wie „Reinige die Küche“. Amazon Alexa, Google Assistant und Matter sind ebenfalls an Bord.
Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs X12 Omni Cyclone Hindernisse?
Hier liegt eine der größten Schwächen. Trotz Lidar, Ultraschall und AIVI-3D-4.0-Kamera stößt der X12 häufig mit dem Frontschild gegen Stuhlbeine, weicht rückwärts gegen den nächsten Stuhl aus und schiebt diesen durch den Raum. Steckt er zwischen zwei Stuhlbeinen fest, gibt er Gas und schiebt sich frei – elegant ist anders. Auch die ausgefahrene Wischwalze rammt regelmäßig Möbelfüße, als kenne der Roboter seinen eigenen Wenderadius nicht.
Bei der Wegfindung wählt der X12 zudem ungewöhnlich umständliche Routen zur Station, fährt Bögen durch die Küche oder verirrt sich in angrenzende Räume. Schwellen bis 2,4 cm überwindet er problemlos, durchgehende Doppelstufen bis 4 cm ebenfalls. Auf Teppich kommt er meist sauber hinauf.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Ecovacs X12 Omni Cyclone?
Beim Saugen liefert der X12 solide, aber keine Spitzenwerte. Auf Hartboden nimmt er rund 90 % feiner und 85 % grober Partikel auf. Der etwas niedrigere Wert bei groben Partikeln kommt von der einarmigen Seitenbürste, die durch ihre Drehbewegung viele Krümel im Raum verteilt, statt sie aufzunehmen. Auf Teppich erwischt er gut zwei Drittel der feinen und etwa 70 % der groben Partikel. Das geht besser, aber auch schlechter. Die angegebene Saugkraft beträgt 22.000 Pa oder 0,22 bar bei einem Luftdurchsatz von 22 l/s.
Spannender ist die neue Focus-Jet-Wassersprühfunktion. Zwei Düsen an der Front sprühen Wasser auf erkannte Schmutzflecken, um diese vor dem Wischen einzuweichen. Die Idee zielt auf klebrige oder eingetrocknete Flecken. In der Praxis erkennt der Roboter unsere präparierten Stellen mit eingetrocknetem Mehl jedoch gar nicht erst. Über die App lässt sich die Funktion manuell für eine Zone starten – wichtig: Eine normale Zonenreinigung nutzt im Gegensatz zur Gesamt- oder Raumreinigung den Sprüher nie, dafür gibt es einen separaten Button mit eigenem Auswahlfeld, der aber nur eine einzige Zone akzeptiert.
Ecovacs X12 Omni Cyclone – Reinigung
Mit Standardspurbreite trifft der Sprüher die Stelle nur punktuell und weicht den Schmutz kaum ein. Engere Bahnen helfen, die anschließende Wischwalze entfernt aber nur sporadisch Schmutz, viel bleibt zurück. Auch nach vier Wiederholungen bleiben Reste. Bei Ketchup verteilt der Sprüher den Fleck zunächst sogar großflächig – am Ende klebt er an Rädern, Walze, Absaugung und Sensoren. Die Idee hat Potenzial, die Umsetzung enttäuscht. Eine Heißwasserfunktion im Sprüher würde die Funktion sicher noch aufwerten.
Die zweite große Neuerung ist die breitere Wischwalze: 27 cm beim X12 statt 19 cm beim X11. Das spart Bahnen und beschleunigt die Reinigung. Die Walze wird in der Station mit 75 °C heißem Wasser gewaschen und anschließend mit 63 °C warmer Heißluft getrocknet – wahlweise 2, 3 (Standard) oder 4 Stunden lang. Damit bleibt Ecovacs allerdings hinter der direkten Konkurrenz zurück: Dreame Aqua 10 Ultra Roller (Testbericht) und Roborock Saros 20 (Testbericht) waschen die Walze mit bis zu 100 °C heißem Wasser, was hartnäckige Verschmutzungen und Fett deutlich besser löst.
Beim eigentlichen Reinigen wirkt der Roboter wenig zielstrebig: Er dreht sich oft, bricht ohne erkennbaren Grund ab, fährt mitten durch den ausgebrachten Schmutz und macht an anderer Stelle weiter. Logisch nachvollziehbar ist das selten.
Eine Anti-Tangle-Bürste soll das Verheddern langer Haare verhindern, wobei sich im Test selbst Staubflocken nur schwer abwickeln. Der X12 nutzt hier wie seine Vorgänger eine Bürste, die auf einer Seite einen Spalt lässt. Wirklich hilfreich finden wir den häufig von Roborock gewählten Aufbau, wo dieser Spalt in der Mitte liegt und die Bürstenrolle in zwei kleine Bürsten unterteilt ist.
Der Schmutzwasserbehälter wird in der Station automatisch über einen Hochgeschwindigkeitspropeller mit bis zu 5000 U/min gereinigt, Sedimente fließen über einen senkrechten Ablauf ab. Auf Teppich hebt der Roboter die Walze um bis zu 15 mm an.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs X12 Omni Cyclone?
Laut Hersteller hält der 4,0-Ah-Akku bis zu fünf Stunden. In unserem rund 60 m² großen Testbereich verbraucht der X12 etwa 80 % seiner Ladung und benötigt 94 Minuten – das ist viel und liegt mit an den umständlichen Wegen, die er wählt. Für Wohnungen über 100 m² ist eine Zwischenladung daher Pflicht. Hier zeigt sich eine Stärke: Der Akku lädt vergleichsweise zügig nach, laut Ecovacs sind bis zu 13 % in nur drei Minuten möglich. Eine vollständige Ladung dauert 145 Minuten.
Beim Geräuschpegel hat Ecovacs nachgebessert: Das reine Fahrgeräusch fällt leiser aus als beim X11, mit 64,4 dB(A) im Saugbetrieb gehört der X12 aber nicht zu den leisen Modellen. Dreame setzt hier mit kaum hörbaren Fahrmotoren den Maßstab – beim X12 klingt das Geräusch der Antriebe weiterhin nach Spielzeugauto. Das passt nicht zum Premiumanspruch.
Preis
Die UVP des Ecovacs X12 Omni Cyclone beträgt 1399 Euro, der aktuelle Straßenpreis liegt bei 1300 Euro.
Für diesen Kurs sind in unseren Augen erheblich bessere Alternativen erhältlich, etwa der Dreame Aqua10 Ultra Roller oder Roborock Saros 20. Beide bieten 100 °C Heißwasserwäsche und eine deutlich präzisere Navigation. Auch viele günstigere Modelle navigieren souveräner.
Fazit
Der Ecovacs X12 Omni Cyclone ist ein gemischtes Vergnügen. Die beutellose Station, die breite 27-cm-Wischwalze und die schnelle Akkunachladung sind echte Argumente. Auch die Saugleistung auf Hartboden ist gut, und die App bietet alle erwarteten Funktionen samt Matter-Anbindung.
Auf der anderen Seite stehen klare Schwächen: Der Roboter rempelt durch die schwache Navigation häufig gegen Möbel, wählt unlogische Wege und benötigt für unsere Standardrunde überdurchschnittlich lange. Die viel beworbene Focus-Jet-Sprühfunktion erkennt Flecken kaum und löst das Problem in der Praxis nicht – im Ketchup-Test verschlimmert sie es sogar. Bei den harten Datenblattwerten zieht die Konkurrenz vorbei: 100 °C Heißwasserwäsche und höhere Saugwerte gibt es bei Dreame, Roborock und sogar bei Mittelklasse-Modellen wie dem Mova P70 Pro Ultra für deutlich weniger Geld. Die 75 °C des X12 sind 2026 hingegen bis in die 500-Euro-Klasse Standard. Auch die Lautstärke der Fahrmotoren wirkt für ein Premiumgerät überholt.
Für 1300 Euro ist der X12 daher schwer zu empfehlen. Wer das gleiche Geld in einen Dreame Aqua10 Ultra Roller oder Roborock Saros 20 investiert, bekommt mehr Reinigungsleistung und eine deutlich bessere Navigation. Wer gezielt nach einem beutellosen Premiumroboter sucht, sollte zumindest auf deutliche Rabatte warten oder den Vorgänger kaufen. Erst deutlich unterhalb der 900-Euro-Marke wird der X12 attraktiver.
Mova V50 Ultra Complete
Mova V50 Ultra Complete
Der Mova V50 Ultra Complete überrascht mit 24.000 Pa Saugkraft, Warmwasser-Wischfunktion und Premium-Station für nur 739 Euro.
- leises Fahrgeräusch
- klettert 4 cm
- vergleichsweise flach dank einfahrbarem Turm (8,9 cm)
- hohe Saugleistung
- Wischleistung erreicht nicht das Niveau von Wischwalzen-Modellen
- Teppichreinigung solide, aber mit einigen Rückständen
Test: Saugroboter Mova V50 Ultra Complete – für flache Sofas & hohe Türschwellen
Der Mova V50 Ultra Complete überrascht mit 24.000 Pa Saugkraft, Warmwasser-Wischfunktion und Premium-Station für nur 739 Euro.
Wer sich den Dreame X50 Ultra Complete anschaut und dann den Mova V50 Ultra Complete daneben stellt, reibt sich verwundert die Augen. Die Ähnlichkeit ist kein Zufall – Mova stammt aus dem direkten Umfeld von Dreame und hat sich offensichtlich stark am erfolgreichen Schwestermodell orientiert. Es ist keine billige Kopie, bei allen Ähnlichkeiten liefert Mova im Detail tatsächlich Verbesserungen: Die Saugkraft steigt von 20.000 auf beeindruckende 24.000 Pa, eine Warmwasserwischfunktion kommt hinzu, und das Ganze kostet mit 739 Euro sogar weniger als das Dreame-Pendant.
Der V50 Ultra Complete positioniert sich damit geschickt in einer Marktlücke. Während Premium-Saugroboter von Roborock, Ecovacs oder eben Dreame gerne die 1500-Euro-Marke knacken, will Mova beweisen, dass Top-Features auch für unter 1000 Euro möglich sind. Mit einfahrbarem Laserturm für flache Möbel, ausfahrbarer Seitenbürste für perfekte Kantenreinigung und einer Station, die mit UV-Desinfektion, Heißlufttrocknung und automatischer Moppreinigung aufwartet, liest sich das Datenblatt wie eine Wunschliste. Selbst die beworbene Hindernisüberwindung von bis zu 60 mm Höhe klingt beeindruckend – auch wenn sich im Test zeigt, dass diese Angabe mit Vorsicht zu genießen ist.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Mova V50 Ultra Complete?
Mova geht beim Design eigene Wege und setzt auf ein rundlicheres, weicheres Erscheinungsbild als Dreame. Die Kanten von Roboter und Station sind sanft abgerundet – Mova-typisch „rund gelutscht“, was erfrischend anders wirkt. Das weiße Gehäuse mit leicht glänzender Oberfläche macht einen hochwertigen Eindruck und ist erstaunlich unempfindlich gegen Fingerabdrücke und Kratzer. Die bronzefarbenen Zierelemente an der einklippbaren Klappe setzen elegante Farbakzente – wer es dezenter mag, greift zur komplett schwarzen Variante.
Mit 350 mm Durchmesser und 89,5 mm Höhe liegt der Roboter im Standardbereich, wobei der einfahrbare Flexi-Rise-Laserturm die effektive Höhe bei Bedarf reduziert. Das Gewicht von 4,5 kg sorgt für stabilen Bodenkontakt. Die Station misst 420 x 470 x 458 mm und wirkt trotz der umfangreichen Technik kompakt. Clever: Die Tanks für Frisch- und Schmutzwasser sind nicht nebeneinander, sondern platzsparend versetzt angeordnet. Der 3,2-Liter-Staubbehälter übertrifft viele Konkurrenten, der 4-Liter-Frischwassertank und 3,5-Liter-Schmutzwassertank ermöglichen mehrere Reinigungsdurchgänge ohne Nachfüllen.
Im Lieferumfang zeigt sich Mova großzügig: Neben der Station gibt es zwei Seitenbürsten, ein Wischmodul, fünf Staubbeutel, zwei Flaschen Reinigungsmittel, drei Filter und beeindruckende 14 Wischpads.
Mova V50 Ultra Complete – Bilderstrecke
Einrichtung: Wie schnell ist der Mova V50 Ultra Complete betriebsbereit?
Die Einrichtung beginnt mit der Mova-App, die der Dreame-App zum Verwechseln ähnlich sieht – was kein Nachteil ist, da Dreames App zu den besseren gehört. Die Verbindung erfolgt wahlweise per Umgebungssuche oder QR-Code-Scan am Roboter. Nach WLAN-Einrichtung und Rechtevergabe für Bluetooth und Standort folgt direkt ein umfangreiches Firmware-Update. Ein gutes Zeichen für aktive Weiterentwicklung.
Die erste Kartierung dauerte im Test für 60 Quadratmeter etwa 25 Minuten. Der Roboter fährt systematisch alle Räume ab und erstellt eine detaillierte Karte. Hier zeigt sich eine Schwäche: Während Eufy oder Ecovacs nicht zugängliche Bereiche automatisch ausblenden, zeichnet die Mova-App auch Räume hinter Glastüren ein, durch die der Roboter nur schauen, aber nicht fahren kann. Das verwirrt anfangs und muss manuell korrigiert werden.
Die App bietet zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten: 32 Stufen für die Wischwassermenge (Ecovacs bietet 50), vier Saugstufen (Leise, Standard, Turbo, Max), fünf Reinigungsmodi inklusive raumspezifischer Auswahl. Die Clean-Genius-KI passt Parameter automatisch an Verschmutzung und Reinigungshäufigkeit an. Reinigungsbahnen lassen sich zwischen Standard und Schnell wählen – letzteres spart Zeit, aber auf Kosten der Gründlichkeit.
Ein Manko: Die App ruckelt beim Verschieben der Auswahlfelder für Reinigungszonen spürbar, womit allerdings auch die Dreame-App zu kämpfen hat. Roborock oder Ecovacs arbeiten hier flüssiger. Ebenso die untermalenden Sounds des Roboters, etwa beim Ein-/Ausfahren des Lasterturms, sind identisch mit Dreame, was die Verwandtschaft unterstreicht. Auch kann man wieder in Echtzeit auf die Kamera im Roboter zugreifen.
Mova V50 Ultra Complete – App
Navigation: Wie gut erkennt der Mova V50 Ultra Complete Hindernisse?
Die Navigation des V50 Ultra Complete beeindruckt mit hervorragender Hinderniserkennung, die mit Top-Modellen wie Narwal absolut mithalten kann. Die Kombination aus RGB-Kamera und d-ToF-Lasersensor erkennt nicht nur offensichtliche Hindernisse, sondern auch Kabel, die unter Heizkörpern hervor hängen und gar nicht im direkten Fahrweg liegen. Diese vorausschauende Erkennung verhindert Verhaken effektiv.
Die beworbene 60-mm-Hindernisüberwindung muss differenziert betrachtet werden: Der Roboter schafft 4-cm-Schwellen direkt, bei einer unmittelbar folgenden zweiten Schwelle sind weitere 2 cm möglich – zusammen 6 cm. Eine einzelne 6-cm-Schwelle überwindet er nicht. Das Herunterfahren erfolgt mit lautem Poltern, was unschön klingt und auf Dauer nerven kann. Hier wäre ein eleganteres, sanfteres Vorgehen wünschenswert.
Die ausfahrbare Seitenbürste erreicht Ecken und Kanten effektiv, ohne dabei Möbel zu beschädigen. Besonders beeindruckend: Mit unter 60 dB(A) arbeitet der V50 Ultra Complete flüsterleise. Man erschrickt regelrecht, wenn er plötzlich neben einem auftaucht, weil man ihn nicht kommen hört. Das ist tagsüber angenehm und nachts essenziell.
Die Teppicherkennung funktioniert zuverlässig, die Wischpads heben sich automatisch um 10,5 mm an – ausreichend für die meisten Teppiche. Der einfahrbare Laserturm ermöglicht das Unterfahren von Möbeln ab etwa 9 cm Höhe, während Modelle mit festem Turm oft 11 cm benötigen.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Mova V50 Ultra Complete?
Mit 24.000 Pa Saugkraft übertrifft der V50 Ultra Complete nicht nur den Dreame X50 Ultra (20.000 Pa), sondern auch viele teurere Konkurrenten. Auf Hartböden zeigt sich diese Power eindrucksvoll: Groben Schmutz entfernt er zu über 90 Prozent bereits im ersten Durchgang. Die zwei Anti-Tangle-Bodenbürsten mit Gummilamellen und Borsten sollen Haarverwicklungen verhindern.
Die ausfahrbare Seitenbürste ist Fluch und Segen zugleich: Sie erreicht Ecken perfekt, schießt aber einzelne Partikel manchmal wie ein kleines Katapult durch den Raum. Dieses Problem haben allerdings auch andere Saugroboter. Auf Teppichen zeigen sich Grenzen: Gröbere Partikel bleiben teilweise liegen, während feiner Staub und Tierhaare weitestgehend zuverlässig entfernt werden. Hier macht sich der Unterschied zu Modellen mit Teppichbürste bemerkbar.
Positiv überrascht sind wir von den separat zu aktivierenden Laborfunktionen (also eine Beta-Funktion) Fleckenerkennung und Großstauberkennung. Während es bei ersterem primär um die Erkennung von Flüssigkeiten geht, aktiviert die zweite Funktion eine spezielle Erkennung von groben Schmutzpartikeln. Dabei erkennt der Roboter über die Kamera die entsprechende Verschmutzung und unterbricht das aktuelle Programm. Dann bereinigt er die gefundene Stelle speziell nach, aktiviert also entweder die Wischfunktion und entfernt die Flüssigkeit oder saugt in engen, doppelten Bahnen mit hoher Leistung darüber. Im Test klappt diese Erkennung ausgesprochen zuverlässig und gut, die Verschmutzungen sind danach tatsächlich nahezu vollständig beseitigt. Die Konkurrenz, etwa Ecovacs, bietet derartige Funktionen ebenfalls als Beta an, dort klappt die Erkennung aber nicht ganz so verlässlich. So wischte etwa der X9 Pro Omni in unserem Test mit der Wischwalze über Haferflocken.
Mova V50 Ultra Complete – Reinigung
Die Wischleistung überrascht positiv, auch wenn Wischwalzen-Modelle überlegen bleiben. Die zwei rotierenden Wischpads arbeiten mit ordentlichem Druck, verteilen aber Flüssigkeiten und Mehl eher auf dem Fußboden, statt sie wirkungsvoll zu entfernen. Einen echten Mehwert bietet die separat aktivierbare Warmwasserfunktion: Die Station erhitzt Wasser, das der Roboter dann nutzt. Die Temperatur nimmt zwar während der Reinigung ab (der Roboter selbst heizt nicht nach), trotzdem löst sich der Schmutz merklich besser als mit kaltem Wasser.
Der Roboter kehrt intelligent zur Station zurück: alle 10 bis 15 Minuten zur Moppreinigung (einstellbar), bei vollem Staubbehälter zur Entleerung und bei niedrigem Wasserstand zum Nachfüllen. Die Station arbeitet gründlich: Moppreinigung mit 80 Grad heißem Warmwasser, Heißlufttrocknung bei 60 Grad für 2 Stunden (verhindert Geruchsbildung), UV-Desinfektion für 99,9 Prozent Keimfreiheit und automatische Staubabsaugung in den 3,2-Liter-Beutel.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Mova V50 Ultra Complete?
Der 6,4-Ah-Lithium-Ionen-Akku ermöglicht theoretisch 100 Minuten Laufzeit, wobei das in der Praxis stark vom gewählten Modus abhängt. Im Test mit maximaler Saugstufe (Max) verbrauchte der Roboter für 60 m² in 71 Minuten exakt 71 Prozent Akku. Bei Standard-Saugstufe sinkt der Verbrauch deutlich.
Die Ladezeit von 4,5 Stunden ist durchschnittlich – schneller wäre schöner, stört aber dank automatischer Wiederaufnahme nicht wirklich. Der Roboter merkt sich exakt, wo er aufgehört hat, und setzt die Reinigung nach dem Laden nahtlos fort. Clever: Bei großen Wohnungen plant die App automatisch Ladepausen ein und zeigt die geschätzte Gesamtreinigungszeit inklusive Laden an.
Im Vergleich zum Dreame X50 Ultra ist der Mova etwas energiehungriger – die höhere Saugkraft fordert ihren Tribut.
Preis: Was kostet der Mova V50 Ultra Complete?
Mit einem Preis von 739 Euro unterbietet der Mova V50 Ultra Complete den ähnlichen Dreame X50 Ultra preislich – und das bei mehr Saugkraft und zusätzlicher Warmwasserfunktion.
Einziger Wermutstropfen: Dreame bietet optional einen Direkt-Wasseranschluss für die Station – das fehlt bei Mova. Auch die größeren Tanks beim Dreame (Frischwasser: 4,5 vs. 4 Liter) relativieren den Preisunterschied etwas. Trotzdem bleibt der V50 Ultra Complete ein echter Geheimtipp im Premium-Segment.
Fazit
Der Mova V50 Ultra Complete beweist eindrucksvoll, dass Premium-Features nicht die 1500-Euro-Marke knacken müssen. Ja, die Verwandtschaft zum Dreame X50 Ultra ist unübersehbar – von der App über identische Sounds bis zur ähnlichen Navigation. Doch Mova liefert echte Verbesserungen: 24.000 Pa Saugkraft sind spürbar mehr als Dreames 20.000 Pa, die Warmwasserwischfunktion fehlt beim Dreame komplett, und das alles für 200 Euro weniger.
Die Reinigungsleistung überzeugt auf Hartböden vollständig, auf Teppichen mit kleinen Einschränkungen bei groben Partikeln. Die Wischleistung ist für ein Wischpad-System ausgezeichnet, auch wenn Wischwalzen-Modelle überlegen bleiben. Die Navigation arbeitet präzise und die Hinderniserkennung gehört zu den Besten am Markt. Die Station erledigt die Wartung praktisch vollautomatisch – nur Wasser nachfüllen, Sensoren abwischen, Wasser- und Staubbehälter reinigen sowie gelegentlich den Staubbeutel wechseln, bleiben als Aufgabe.
Schwächen zeigen sich im Detail: Die App könnte flüssiger laufen, das Poltern beim Schwellenabstieg nervt, die Raumerkennung könnte präziser sein. Wer diese Kompromisse verschmerzen kann, erhält mit dem Mova V50 Ultra Complete einen guten Premium-Saugroboter zum fairen Preis.
Narwal Freo Z10 Ultra
Narwal Freo Z10 Ultra
Der Narwal Freo Z10 Ultra überzeugt mit exzellenter Objekterkennung, kraftvoller 18.000 Pa Saugleistung und umfangreicher Reinigungsstation.
- hervorragende Hinderniserkennung durch Stereokamera-System
- kraftvolle Saugleistung von 18.000 Pa bei geringer Lautstärke
- zwei effektive, gegenläufig rotierende Seitenbürsten
- intelligente Erkennung und Mehrfachreinigung stark verschmutzter Stellen
- hoher Preis
- Wischfunktion bei verwischbaren Substanzen verbesserungswürdig
- nur für Teppiche bis 7 mm Florlänge optimal geeignet
- häufige Rückfahrten zur Station verlängern die Reinigungszeit
Saugroboter Narwal Freo Z10 Ultra: Flink, leise, präzise & saugstark
Der Narwal Freo Z10 Ultra überzeugt mit exzellenter Objekterkennung, kraftvoller 18.000 Pa Saugleistung und umfangreicher Reinigungsstation.
Mit 1299 Euro UVP spielt der Narwal Freo Z10 Ultra in der Champions League der Saugroboter. Mit seiner beeindruckenden Saugleistung von 18.000 Pa und einer umfassenden Reinigungsstation möchte der Hersteller im hart umkämpften Markt der Highend-Saugroboter punkten. Besonders auffällig ist das Design der Station, die mit ihrer rundlichen Form und der großen Klappe auf der Oberseite an frühere Modelle wie den Dreame W10 erinnert. Der Roboter selbst verschwindet beim Parken vollständig in der Station – ähnlich wie ein Hund in seiner Hütte.
Ausgestattet mit zwei Kameras nutzt der Z10 Ultra ein Stereosichtsystem für eine verbesserte Tiefenwahrnehmung. Die Kombination aus leistungsstarker Saugkraft, rotierenden Wischmopps und intelligenter Hinderniserkennung verspricht eine gründliche Reinigung verschiedenster Bodenbeläge. Doch kann der Narwal Freo Z10 Ultra in der Praxis überzeugen? Dieser Frage sind wir in unserem ausführlichen Test nachgegangen.
Update (27. Februar 2026): Inzwischen ist der Narwal Freo Z10 Ultra signifikant im Preis gefallen und kostet derzeit nur noch 649 Euro. Das ist für die gebotene Ausstattung und Reinigungsleistung ein absoluter Kracherpreis.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Narwal Freo Z10 Ultra?
Die Station des Narwal Freo Z10 Ultra fällt sofort durch ihr eigenwilliges Design auf. Die rundliche Form unterscheidet sich deutlich von konventionellen Stationsdesigns. Mit der großen Klappe auf der Oberseite und dem vollständig in der „Garage“ verschwindenden Roboter erinnert sie stark an den Dreame W10. Das Gehäuse der Station besteht aus dunkelgrauem Kunststoff mit einer glänzenden Klavierlack-Oberfläche, die zwar hochwertig wirkt, aber leider sehr anfällig für Fingerabdrücke ist. Diese lassen sich nur schwer entfernen, was besonders in Haushalten mit Kindern schnell zu unansehnlichen Flecken und Schlieren führen kann.
Die Bedienung der Station erfolgt über ein Touchdisplay mit festen Touchpunkten, über die man den Roboter zurückrufen oder eine Reinigung starten kann. Im Inneren befinden sich zwei Wassertanks – ein weißlich-transparenter für Schmutzwasser und ein lilafarbener für Frischwasser, was zunächst etwas verwirrend sein kann, da man intuitiv den farbigen Tank als Schmutzwasserbehälter vermuten würde. An die richtige Erklärung hat Narwal aber in Form von entsprechenden Piktogrammen im Gehäuse gedacht. Unter der magnetischen Klappe auf der Vorderseite befindet sich der Staubbeutel, der durch Heißluft desinfiziert werden kann. Praktisch: Die Station verfügt über zwei seitlich angebrachte Tragegriffe, die einen einfachen Transport ermöglichen.
Narwal Freo Z10 Ultra – Bilderstrecke
Der Roboter selbst ist mit 355 mm Durchmesser und 110 mm Höhe vergleichsweise kompakt und wiegt 4,5 kg. Die Verarbeitung wirkt solide, und die beiden dreieckigen Wischmopps und zwei Seitenbürsten sind gut positioniert. Insgesamt macht der Z10 Ultra einen hochwertigen Eindruck, auch wenn das Einparken in die Station mit einem gewissen Rumpeln verbunden ist – allerdings deutlich weniger ausgeprägt als beim erwähnten Dreame W10.
Einrichtung: Wie schnell ist der Narwal Freo Z10 Ultra betriebsbereit?
Die Inbetriebnahme des Narwal Freo Z10 Ultra gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Nach dem Auspacken und Aufstellen der Station lädt man zunächst die Narwal Freo App aus dem Play Store oder App Store herunter und erstellt einen Account oder loggt sich mit einem bestehenden ein. Der Roboter wird durch einen langen Knopfdruck auf die Ein-/Aus-Taste eingeschaltet und kann dann über die App hinzugefügt werden.
Der gesamte Einrichtungsprozess wird durch zahlreiche erklärende Bilder und Animationen begleitet, was die Bedienung sehr intuitiv macht. Bei Android-Geräten muss man der App erlauben, Geräte in der Nähe zu finden, sich mit ihnen zu verbinden und ihre relative Position zu bestimmen. Nach dem Suchen und Finden des Saugroboters erfolgt die Verbindung mit dem WLAN-Netzwerk (2,4 GHz). Anschließend akzeptiert man die Datenschutzerklärung und entscheidet, ob man dem „Plan zur Benutzerfreundlichkeit“ beitreten möchte.
Die Bedienoberfläche der App erinnert an eine Mischung aus Windows Vista und TikTok, mit einem charakteristischen Blau- bis Lila-Farbton als Leitfarbe. Die Spracheinstellung lässt sich auf Deutsch umstellen, wobei die deutsche Stimme des Roboters durch eine professionelle und angenehme Wortbetonung auffällt.
Die Kartierung der Räumlichkeiten nimmt der Z10 Ultra sehr detail- und gewissenhaft vor, was mit etwa 40 Minuten für ein Büro etwas länger dauert als bei anderen Modellen. Dabei werden Teppichflächen zuverlässig erkannt und eingezeichnet. Während der Kartierung fragt die App auch nach Haustieren, um gegebenenfalls besondere Rücksicht nehmen zu können. Die App-Integration umfasst Google Home und Apple HomeKit, eine Home-Assistant-Integration fehlt jedoch. Insgesamt ist die App teils übersichtlich, teils aber auch unübersichtlich gestaltet, besonders wenn man den voreingestellten Freo-Modus deaktivieren möchte.
Narwal Freo Z10 Ultra – App
Zudem gibt es auch hier wieder eine Kamerafunktion, die etwa die Fernüberwachung der Wohnung ermöglicht. Per Joystick-Steuerung lässt sich der Roboter präzise durch die Räume navigieren, und die integrierte Gegensprechanlage erlaubt Kommunikation über die Roboter-Lautsprecher – um Familienmitglieder zu erschrecken oder den Hund aus der Ferne zu ermahnen.
Navigation: Wie gut erkennt der Narwal Freo Z10 Ultra Hindernisse?
Die Hinderniserkennung des Narwal Freo Z10 Ultra überzeugt im Test und stellt ein Highlight des Geräts dar. Dank des Stereosichtsystems mit zwei Kameras (136° FOV, 1600 × 1200 Pixel) erkennt der Roboter Hindernisse außergewöhnlich präzise und zuverlässig. Im Praxistest wurden 95 Prozent aller Hindernisse korrekt identifiziert – darunter sogar ein Kabel, das etwa 15 cm über dem Boden unter einer Wandheizung hervor hing und den Betrieb des Roboters gar nicht beeinträchtigt hätte. Auch ein Stück Plastikfolie an einer Palette wurde erkannt. Lediglich ein metallischer, weißer Stehtisch wurde als Kabel fehlinterpretiert, aber immerhin erkannt.
Die Navigation selbst erfolgt strukturiert und effizient. Der Z10 Ultra umfährt Möbel wie Tische zackig und nahezu kontaktfrei, ohne jemals rabiat zu werden oder Mobiliar zu verschieben. Dabei dreht er sich enorm flink und zügig um die eigene Achse und wirkt deutlich agiler als viele Konkurrenzmodelle. Auch klassische Stolperfallen wie einen Feuerlöscher-Standfuß befährt er nicht.
Zuverlässig funktioniert auch die Kategorisierung verschiedener Bodentypen – sei es Teppich oder Hartboden, sogar mit Materialerkennung wie Holz. Bei Teppichen ist allerdings zu beachten, dass der Z10 Ultra nur für solche mit maximal 7 mm Florlänge ausgelegt ist. Längerflorige Teppiche werden standardmäßig umfahren, was zwar in den Einstellungen geändert werden kann, aber vom Hersteller nicht empfohlen wird. Beim Befahren von höheren Teppichen hat der Roboter Schwierigkeiten, hinaufzukommen.
Die Wischmopps können für Teppichflächen automatisch hochgeklappt werden, um diese nicht zu durchnässen – eine praktische Funktion, die bis zu 12 mm hohe Teppiche erkennt. Hindernisse bis zu einer Höhe von 20 mm können überwunden werden, was den Einsatz auch in Altbauten mit höheren Schwellen ermöglicht.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Narwal Freo Z10 Ultra?
Die Reinigungsleistung des Narwal Freo Z10 Ultra überzeugt in vielen Bereichen. Mit seiner enormen Saugleistung von 18.000 Pa entfernt er etwa 95 Prozent des ausgebrachten Testmaterials – ein hervorragender Wert. Besonders effektiv arbeiten die beiden Seitenbürsten mit je zwei Borstensträngen, die gegenläufig nach innen rotieren und Schmutzpartikel direkt zur Hauptbürste befördern. Dies funktioniert deutlich besser als bei Konkurrenzmodellen mit nur einer Seitenbürste, die groben Schmutz oft von sich wegfeuern. Die Anti-Tangle-Bodenbürste verhindert dabei weitgehend das Verheddern von Haaren.
Eine Besonderheit ist die intelligente Schmutzerkennungsfunktion: Der Z10 Ultra identifiziert stark verschmutzte Stellen, markiert sie in der App als „körniger Abfall“ und befährt diese mehrfach, wobei er die vorhandene Schmutzmenge kontinuierlich überprüft. Diese Funktion arbeitet im Test sehr zuverlässig und sorgt für eine gründliche Reinigung.
Bei der Wischfunktion kommen dreieckige Pads zum Einsatz, die mit 8 N Abwärtsdruck und 180 Umdrehungen pro Minute rotieren, um hartnäckige Flecken zu entfernen und Bakterien zu hemmen. Die Pads können zur Seite ausgeklappt werden, um eine größere Fläche abzudecken. Im Lieferumfang ist zudem ein Behältnis mit Reinigungsflüssigkeit enthalten, die nach Zitrone und Basilikum duftet und im Narwal-Shop nachgekauft werden kann.
Amüsant sind die Einstellungsmöglichkeiten für die Ecken- und Kantenreinigung: „Wischpad verlängern“ (Mopps ausklappen) oder „Wackeln“ – wobei letzteres bedeutet, dass sich der Roboter auf der Stelle um die eigene Achse dreht, damit die Mopps überall hinkommen. Der Name „Wackeln“ für diese Pirouetten-Funktion sorgt für unfreiwillige Komik in der sonst technisch geprägten Bedienoberfläche.
Narwal Freo Z10 Ultra – Reinigung
Die Wischleistung zeigt jedoch auch Schwächen: Bei leicht verwischbaren Substanzen wie Mehl, Saft oder Ketchup verteilt der Z10 Ultra diese teilweise mehr im Raum, als er sie aufnehmen kann. Hier sind Modelle mit Wischwalze, wie sie etwa von Ecovacs angeboten werden, klar im Vorteil, da sie die Substanzen vom Boden aufnehmen und die Walzen während der Fahrt abstreifen.
Ein weiterer Aspekt ist die häufige Rückkehr zur Station während des Reinigungsvorgangs. Standardmäßig fährt der Roboter bereits nach 8 m² gereinigter Fläche zurück, um seine Mopps bei 45 bis 75 Grad auszuwaschen. Diese hohe Frequenz verzögert den Reinigungsvorgang deutlich und kostet viel Akku. In unserem Test benötigte der Roboter für einen mittelgroßen Raum über 2:20 Stunden und verbrauchte dabei den Akku von 73 Prozent auf unter 12 Prozent – ein recht hoher Verbrauch. Das Reinigungsergebnis konnte sich zwar sehen lassen, aber zu einem hohen Preis in Bezug auf Zeit und Energieverbrauch.
Die Lautstärkeentwicklung ist mit maximal 56 dB(A) selbst bei höchster Saugstufe angenehm niedrig, der Z10 Ultra ist damit deutlich leiser als viele Konkurrenzmodelle. Im zweitstärksten Modus „stark“ und erst recht im Standard-Modus „i.O.“ ist der Saugroboter mit etwa 40 dB(A) sehr leise – ein großer Pluspunkt für den täglichen Einsatz.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Narwal Freo Z10 Ultra?
Der Narwal Freo Z10 Ultra ist mit einem 6,4-Ah-Akku ausgestattet, der laut Herstellerangaben eine Betriebsdauer von bis zu 2,5 Stunden ermöglicht. Das ist aber natürlich von den gewählten Einstellungen und dem Verschmutzungsgrad abhängig.
Bei einem Testlauf im Standard-Modus („i.O.“) mit aktiviertem Freo-Modus, bei dem der Roboter selbstständig Reinigungsintensität und Wassermenge anpasst, verbrauchte der Z10 Ultra in über 2:20 Stunden den Akku von 73 Prozent auf unter 12 Prozent. Dies entspricht einem relativ hohen Energieverbrauch, der vor allem durch die häufigen Rückfahrten zur Station zum Auswaschen der Wischmopps verursacht wird.
Der Roboter ist für Wohnflächen bis zu 300 m² ausgelegt, was bei einer durchgehenden Reinigung ohne häufige Stationsbesuche durchaus realistisch erscheint. In der Praxis dürfte die tatsächlich zu bewältigende Fläche jedoch geringer ausfallen, wenn die Wischfunktion aktiviert ist und der Roboter regelmäßig zur Station zurückkehrt.
Preis: Was kostet der Narwal Freo Z10 Ultra?
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1299 Euro positioniert sich der Narwal Freo Z10 Ultra klar im Premium-Segment der Saugroboter. Er gehört damit zu den teuersten Modellen auf dem Markt und steht in direkter Konkurrenz zu Highend-Geräten anderer renommierter Hersteller.
Inzwischen ist der Roboter im Preis richtig abgestürzt und kostet bei einigen Händlern wie Amazon nur noch 649 Euro erhältlich. Damit ist er gegenüber dem letzten Preis von 1099 Euro deutlich attraktiver. Stets den Shop mit dem niedrigsten Preis laut Preisvergleich ruft auch unser Bestpreis-Link auf.
Fazit
Der Narwal Freo Z10 Ultra entpuppt sich als leistungsstarker Premium-Saugroboter mit einigen guten Eigenschaften. Seine Objekterkennung gehört zum Besten, was derzeit auf dem Markt zu finden ist – selbst kleinste Hindernisse wie Kabel werden zuverlässig erkannt und kontaktlos umfahren. Mit 18.000 Pa bietet er eine hohe Saugleistung, die etwa 95 Prozent des Testmaterials entfernt, und bleibt dabei angenehm leise.
Die beiden gegenläufig rotierenden Seitenbürsten arbeiten effektiver als die Einzelbürsten vieler Konkurrenzmodelle, und die intelligente Schmutzerkennung sorgt für eine gründliche Reinigung stark verschmutzter Stellen. Die umfangreiche Station mit Warmwasserreinigung und Heißlufttrocknung der Wischmopps bietet viel Komfort.
Dennoch gibt es einige Schwachpunkte: Die Wischfunktion kann bei leicht verwischbaren Substanzen nicht mit Modellen mit Wischwalze mithalten, und die häufigen Rückfahrten zur Station verlängern die Reinigungszeit und belasten den Akku. Bei Teppichen mit mehr als 7 mm Florlänge stößt der Z10 Ultra an seine Grenzen, und das hochglänzende Gehäuse der Station ist sehr anfällig für Fingerabdrücke.
Mit einem Preis von 1299 Euro (UVP) gehört der Narwal Freo Z10 Ultra zur Oberklasse der Saugroboter. Dafür bietet er ein überzeugendes Gesamtpaket mit einigen herausragenden Funktionen, aber auch mit kleinen Schwächen. Wer Wert auf exzellente Hinderniserkennung, kraftvolle und leise Saugleistung sowie eine umfassende Reinigungsstation legt und bereit ist, den entsprechenden Preis zu zahlen, erhält mit dem Narwal Freo Z10 Ultra einen guten Premium-Saugroboter.
Ecovacs Deebot X11 Omni Cyclone
Ecovacs Deebot X11 Omni Cyclone
Der Ecovacs X11 Omni Cyclone setzt auf beutellose Staubentsorgung und Kletterfunktion. Zudem bietet das Flaggschiff wieder eine selbstreinigende Wischwalze.
- Beutellose Staubentsorgung spart Folgekosten
- Kletterfunktion bewältigt Schwellen bis 2,4 cm
- Schnellladefunktion lädt in unter 3 Stunden
- niedrigere Lautstärke
- zwei Reinigungsmittelbehälter mit automatischem Wechsel
- Navigation mit Möbelschieben und ineffizienten Wegen
- teils Probleme mit Teppichen
- fehlende Walzenabdeckung führt zu feuchten Teppichen
- hoher Preis von 1299 Euro UVP
Ecovacs Deebot X11 Omni Cyclone im Test: Saugroboter mit Station ohne Beutel
Der Ecovacs X11 Omni Cyclone setzt auf beutellose Staubentsorgung und Kletterfunktion. Zudem bietet das Flaggschiff wieder eine selbstreinigende Wischwalze.
Ecovacs wirft mit dem Deebot X11 Omni Cyclone dieses Jahr bereits das dritte Flaggschiff-Modell auf den Markt – und löst damit schon nach wenigen Monaten das bisherige Topmodell ab. Der X11 will mit einer beutellosen Reinigungsstation einen neuen Trend setzen. Statt Wegwerf-Staubbeutel nutzt das Gerät einen herausnehmbaren Kunststoffbehälter, den man einfach entleeren und wieder einsetzen kann. Das führt zu einem eigenwilligen Design, das an einen auf dem Boden stehenden Kaffeevollautomaten erinnert. Die Station ist deutlich wuchtiger als bei den Vorgängern X9 und X8 Pro Omni und benötigt entsprechend mehr Stellplatz. Mit 19.500 Pa Saugleistung, ausfahrbarer Seitenbürste und der Tru-Pass-Kletterfunktion für Schwellen bis 2,4 cm ist der X11 klar ein Premium-Gerät. Ob der Saugroboter mit Wischwalze sein Geld wert ist, zeigt unser Test.
Das Testgerät hat uns Ecovacs zur Verfügung gestellt.
Ecovacs Deebot X11 Omni Cyclone – Sieht auf den ersten Blick aus wie ein Kaffeevollautomat. heise bestenlisten
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs X11 Omni Cyclone?
Die Station des X11 Omni Cyclone fällt sofort durch ihre wuchtige Bauweise auf. Mit Abmessungen von 380 × 465 × 493 mm nimmt sie deutlich mehr Platz ein als die Stationen der Vorgänger X8 und X9 Pro Omni. Tatsächlich erinnert die Station an einen Kaffeevollautomaten, der auf dem Boden steht – ein ungewöhnlicher Anblick im Wohnzimmer. Der zentrale Staubbehälter mit 1,6 Liter Fassungsvermögen dominiert die Front. Sein silberglänzender Griff wirkt hochwertig und lässt sich gut greifen. Beim Entnehmen funktioniert alles problemlos, beim Wiedereinsetzen zeigt sich aber eine Schwäche: Der runde Behälter muss exakt ausgerichtet werden, der Griff muss präzise nach vorn zeigen. Ist er nur leicht verdreht, passt er nicht in die Aufnahme. Das hätte Ecovacs flexibler lösen können.
Ecovacs Deebot X11 Omni Cyclone – Bilderstrecke
Die Wassertanks auf der Oberseite sind ungewöhnlich angeordnet: Schmutzwasser rechts mit 2,7 Litern, Frischwasser links mit 3,2 Litern – bei den meisten Konkurrenten und auch bei Ecovacs’ Vorgängern war das genau andersherum. Warum der Hersteller hier die eigene Logik ändert, bleibt unklar. Die zwei Reinigungsmittelbehälter an der Vorderseite sind clever positioniert und ermöglichen automatisches Wechseln zwischen verschiedenen Mitteln für unterschiedliche Bodentypen oder Verschmutzungsgrade.
Der Roboter selbst misst 353 mm im Durchmesser und 98 mm in der Höhe. Die Bauhöhe von knapp 10 cm ist keine Verbesserung zum Vorgänger: Viele moderne Sofas und Schränke haben eine Bodenfreiheit von 90 bis 95 mm. Mit seinen 98 mm passt der X11 hier nicht immer drunter, das sollte man vor dem Kauf prüfen. Flachere Konkurrenten mit unter 90 mm Höhe haben hier einen klaren Vorteil. Der graue oder schwarze Kunststoff (je nach Modellvariante) fühlt sich solide an, Spaltmaße sind gleichmäßig. Die Verarbeitung liegt auf gutem Niveau, ohne jedoch Premium-Feeling zu vermitteln. Schade: Der Kunststoffdeckel auf der Oberseite wird wieder nur lose aufgelegt, statt magnetisch fixiert. Dreht man den Roboter um, fällt der Deckel sofort herunter.
Die ausfahrbare Seitenbürste und die Omzo Roller 2.0 Wischwalze sind gut in die Unterseite integriert. Die Tru-Pass-Kletterhilfen – zwei Gummihebel neben den Antriebsrädern – fallen im eingeklappten Zustand kaum auf.
Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs X11 Omni Cyclone betriebsbereit?
Die Einrichtung erfolgt über die Ecovacs Home App aus den bekannten App-Stores. Nach Erstellung eines Accounts fügt man den Roboter über den QR-Code hinzu, der sich unter dem Deckel auf der Oberseite befindet. Der X11 benötigt ein 2,4-GHz-WLAN. Nach erfolgreicher Verbindung startet die Kartierung und anstehende Updates werden ausgeführt.
Ecovacs Deebot X11 Omni Cyclone – App & Einrichtung
Die App selbst wirkt übersichtlich und bietet alle wichtigen Funktionen. Die Hauptansicht zeigt ein Bild des Saugroboters und ermöglicht die Auswahl spezieller Reinigungsmodi. Kartenverwaltung, Raumaufteilung, virtuelle Wände und No-Go-Zonen – alles vorhanden. Ecovacs hat an Details geschraubt und bietet nun eine verbesserte Übersicht über aktuelle Reinigungsaufgaben, deren Reihenfolge und die Ergebnisse. Die Wischwassermenge lässt sich zwischen 0 und 50, die Saugleistung zwischen Leise, Standard, Hoch und Max einstellen. Auch eine Live-Videostream-Funktion ist integriert, über die man sich vom Smartphone auf die Kamera des Roboters schalten kann.
Allerdings hat die App noch Fehler, die verwirren: Kartenänderungen speichert man etwa durch „Abbrechen“ statt „Bestätigen“ – das ist kontraintuitiv und sollte längst behoben sein. Die Sprachansagen des Roboters sind teilweise eigenwillig formuliert und sehr ausführlich. Der X11 kommentiert jede Aktion mit einer detaillierten Erklärung – das nervt schnell. Immerhin bietet der Hersteller inzwischen einen Button zum Verkürzen der Ansagen auf das Wesentliche. Wahlweise lassen sie sich komplett deaktivieren, dann verpasst man aber wichtige Meldungen wie leere Wassertanks oder Fehlermeldungen ohne Blick auf die App.
Der integrierte Sprachassistent Yiko lässt sich mit „OK Yiko“ aktivieren und versteht Befehle wie „Reinige die Küche“ oder „Fahre zur Station zurück“. Das funktioniert zuverlässig, ist aber nicht zwingend notwendig, da die App-Steuerung komfortabler ist. Die Integration von Amazon Alexa, Google Assistant und Matter erweitert die Smart-Home-Möglichkeiten. Insgesamt dauert die Ersteinrichtung etwa 30 Minuten – das ist Standard und geht nicht schneller oder langsamer als bei der Konkurrenz.
Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs X11 Omni Cyclone Hindernisse?
Die Navigation des X11 Omni Cyclone funktioniert grundsätzlich zuverlässig, wirkt aber eigenartig und teilweise unlogisch. Der Roboter reinigt alle Bereiche und lässt nichts aus, die Wegplanung erscheint jedoch oft willkürlich. Wo andere Roboter systematisch den ausgewählten Bereich in gleichmäßigen, durchgehenden Bahnen abarbeiten, wählt der X11 manchmal überraschende Routen – springt zwischen Bereichen hin und her oder fährt Zickzack-Kurse, wo gerade Bahnen effizienter wären. Das Endergebnis stimmt, der Weg dorthin wirkt aber unnötig kompliziert.
Die Objekterkennung mit Kamera und Lidar arbeitet bei den meisten Hindernissen solide. Flache Gegenstände, Kabel und größere Objekte werden erkannt und umfahren. Problematisch wird es in unserem Standard-Testszenario mit mehreren unter einen Tisch geschobenen Stühlen. Hier zeigt der X11 echte Schwächen: Er navigiert sich zwischen die Stuhlbeine hinein und kommt dann nicht mehr elegant heraus. Stattdessen beginnt er, die Stühle mit seinem Frontschild durch die Gegend zu schieben und gegen Stuhlbeine anzufahren. Das ist kein komplettes Versagen – er befreit sich letztlich selbst – aber die Methode ist alles andere als intelligent und einem 2025er-Topmodell nicht angemessen.
Gegen Glastüren zwischen Räumen stupst der Roboter gelegentlich, obwohl die Sensorkombination diese eigentlich erkennen sollte. Das passiert nicht durchgehend, aber häufiger als bei Premium-Konkurrenten. Die allgemeine Hinderniserkennung funktioniert bei normalen Möbeln, Wänden und größeren Gegenständen aber zuverlässig.
Sehr positiv ist die Kletterfunktion: Die zwei Gummihebel fahren bei Bedarf aus und drücken den Roboter nach oben. Schwellen bis 2,4 cm werden souverän überwunden, zusammenhängende Stufen sogar bis 4 cm. Das erweitert den Einsatzbereich erheblich – viele Konkurrenten scheitern schon an 2 cm hohen Türschwellen. Die ausfahrbare Seitenbürste verbessert die Kantenreinigung, auch wenn sie keine Wunder vollbringt.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Ecovacs X11 Omni Cyclone?
Die Reinigungsleistung des X11 Omni Cyclone zeigt ein gespaltenes Bild. Auf Hartböden arbeitet das Gerät grundsätzlich zufriedenstellend. Mit 19.500 Pa Saugleistung und einem Luftdurchsatz von 18 Litern pro Sekunde sammelt der Roboter 85 bis 90 Prozent des ausgebrachten Testschmutzes ein. Krümel, Staub und leichte Verschmutzungen verschwinden meist im ersten Durchgang im 220 ml fassenden Staubbehälter. Die einzelne Bodenbürste arbeitet effektiv, könnte aber bei groben Verschmutzungen an ihre Grenzen stoßen – hier wären zwei Bürsten wie bei manchen Konkurrenten vorteilhaft.
Die Omzo Roller 2.0 Wischwalze wurde gegenüber dem Vorgänger verbessert und arbeitet nun mit höherem Anpressdruck. Sie rotiert während der Reinigung und wird regelmäßig in der Station mit 75 Grad heißem Wasser gewaschen. Das ist solide, aber nicht spitze – der Dreame Aqua Clean 10 Roller (Test folgt demnächst) reinigt seine Walze mit bis zu 100 Grad. Der 110 ml große interne Frischwassertank wird automatisch aus der Station nachgefüllt. Die Wischleistung auf Hartböden ist ordentlich, leichte Flecken werden überwiegend entfernt. Bei hartnäckigen, eingetrockneten Verschmutzungen muss der Roboter aber mehrfach darüberfahren.
Das große Problem zeigt sich bei Teppichen. Hier offenbart der X11 gleich mehrere Schwächen. Zunächst fehlt ihm eine automatische Abdeckhaube für die Wischwalze, wie sie etwa der Mova Z60 Ultra Roller (Testbericht) bietet. Zwar hebt der Roboter die Walze um 10 mm an und deaktiviert sie auf Teppichen, aber allein durch den Kontakt mit der feuchten Walze wird Feuchtigkeit auf den Teppich übertragen. Es ist nicht viel, aber es ist spürbar und bei empfindlichen Teppichen problematisch.
Die Saugleistung auf Teppichen enttäuscht ebenfalls. Bei unserem Test mit eingetretenem, feinem Schmutz (simuliert durch Mehl) bleibt selbst auf kurzflorigen Teppichen deutlich sichtbar Schmutz zurück. Wir mussten von Hand nacharbeiten. Auf längerflorigem Teppich weigert sich der X11 teilweise komplett zu fahren – erkennt er ihn, fährt er drumherum. Schafft er es doch darauf, ist die Saugleistung zu schwach, um Schmutz zwischen den längeren Fasern herauszuziehen. Insgesamt holt der Roboter aus Teppichen nur etwa 65 Prozent des ausgebrachten Testschmutzes – das ist deutlich unterdurchschnittlich.
Für unseren 60 m² großen Testraum benötigt der X11 etwa 75 Minuten bei maximaler Saug- und Wischleistung. Das ist schneller als der X9 mit 94 Minuten. Der Roboter fährt während dieser Zeit dreimal zur Station zurück, um die Wischwalze zu reinigen und nachzuladen. Die Station saugt den Staubbehälter automatisch ab und trocknet die Wischwalze nach der Reinigung mit Heißluft.
Positiv fällt die vergleichsweise niedrige Lautstärke von etwa 55 dB(A) auf. Allerdings stören wie schon bei den Vorgängern die ruckartigen Fahrgeräusche der Elektromotoren etwas. Statt gleichmäßig zu beschleunigen, steuert der X11 die Motoren in Schüben an – das klingt wie billiges Kinderspielzeug und nicht ganz so premium, ist am Ende des Tages aber Meckern auf hohem Niveau.
Der Hersteller bewirbt 150 Tage ohne Wartung, was unrealistisch ist. Nach unserer Erfahrung muss der kleine Schmutzwassertank auf der Rückseite des Roboters, wo das von der Kunststofflippe abgestreifte Schmutzwasser gesammelt wird, je nach Nutzung mindestens einmal pro Woche gereinigt werden. Auch der Abstreifer an der Wischwalze benötigt regelmäßige Reinigung, da sich hier durch die Feuchtigkeit sonst schnell unangenehme Gerüche bilden.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs X11 Omni Cyclone?
Bei maximaler Saugleistung und Wischwassermenge verbraucht er in unserem 60 m² großen Testraum knapp 60 Prozent der Akkuladung. Der Roboter fährt dreimal zur Station zurück und lädt währenddessen nach. Stellt man die Einstellungen herunter, verlängert sich die verfügbare Laufzeit.
Die Schnellladefunktion lädt den Akku in unter drei statt vier Stunden vollständig auf. Der Hersteller empfiehlt das Gerät für Räume bis 150 m². Für größere Wohnungen reicht das mit Zwischenladen aus. Die automatische Wiederaufnahme nach dem Laden funktioniert zuverlässig.
Preis: Was kostet der Ecovacs X11 Omni Cyclone?
Mit 1299 Euro UVP greift Ecovacs tief ins Regal. Zum Testzeitpunkt kostet der X11 bei Amazon 1201 Euro. Das ist viel Geld für einen Roboter, dessen größte Neuerungen der beutellose Staubbehälter und die Schnellladefunktion sind. Ja, die Omzo Roller wurde verbessert und bietet höheren Anpressdruck, zudem gibt es eine verbesserte Kletterfunktion. Im Alltag hat sich aber relativ wenig verändert. Zum gleichen Preis bekommt man bessere Modelle wie den Mova Z60 Ultra Roller (Testbericht) oder den Roborock Saros 10R (Testbericht). Letzterer glänzt mit hervorragender Navigation und einer der besten Apps am Markt. Das Vorgänger-Vorgängermodell X8 Pro Omni kostet aktuell nur 684 Euro – ein besserer Deal.
Fazit
Der Ecovacs X11 Omni Cyclone zeigt innovative Ansätze, kann aber nicht in allen Bereichen überzeugen. Die beutellose Staubentsorgung funktioniert einwandfrei und spart langfristig Folgekosten und Müll – ein echter Pluspunkt für umweltbewusste Nutzer. Die Kletterfunktion meistert Schwellen bis 2,4 cm und erweitert damit den Einsatzbereich erheblich. Zudem arbeitet der X11 angenehm leise, die Schnellladefunktion in unter drei Stunden ist praktisch im Alltag.
Die Navigation zeigt allerdings Schwächen. Wo Vorgänger und Konkurrenten eleganter um Hindernisse navigieren, schiebt der X11 manchmal Möbel durch die Gegend. Die Wegplanung wirkt mitunter ineffizient. Auf Hartböden reinigt der Roboter mit 85 bis 90 Prozent Schmutzaufnahme ordentlich, bei Teppichen schwächelt er aber deutlich und lässt einiges liegen. Die fehlende Walzenabdeckung führt zu leicht feuchten Teppichen – hier bieten andere Hersteller durchdachtere Lösungen. Die beworbenen 150 Tage ohne Wartung sind zu optimistisch, wöchentliche Reinigung einzelner Komponenten bleibt notwendig.
Für 1299 Euro UVP erwarten wir mehr Perfektion. Konkurrenten wie der Roborock Saros 10R oder der Mova Z60 Ultra Roller bieten zum gleichen Preis bessere Navigation und durchdachtere Details. Wer die bessere Kletterfunktion und Beutellosigkeit nicht benötigt, fährt mit dem X8 Pro Omni für nur 684 Euro deutlich günstiger. Der X11 Omni Cyclone ist kein schlechter Saugroboter, aber bei diesem Preis gibt es ausgefeiltere Alternativen. Für Nutzer, denen die beutellose Entsorgung und hohe Schwellen wichtig sind, kann er trotzdem die richtige Wahl sein.
Ecovacs X9 Pro Omni
Ecovacs X9 Pro Omni
Der Ecovacs X9 Pro Omni bietet praktische Funktionen wie intelligente Schmutzerkennung und ein ausfahrbares Wischsystem. Ob der hohe Preis von 1299 Euro gerechtfertigt ist, zeigen wir im Test.
- hervorragende Wischwalze mit Selbstreinigung
- präzise Hinderniserkennung
- optisch ansprechende Station
- gründliche Reinigung ohne „weiße Flecken“
- gute Reinigungsleistung auf Hartböden
- sehr hoher Preis
- intelligente Funktionen noch nicht ausgereift
- längere Reinigungszeit durch umständliche Navigation
- Teppichreinigung ausbaufähig
Saugroboter Ecovacs X9 Pro Omni im Test
Der Ecovacs X9 Pro Omni bietet praktische Funktionen wie intelligente Schmutzerkennung und ein ausfahrbares Wischsystem. Ob der hohe Preis von 1299 Euro gerechtfertigt ist, zeigen wir im Test.
Kaum ist der Ecovacs X8 Pro Omni auf dem Markt, schiebt der Hersteller schon den X9 Pro Omni als Flaggschiff-Nachfolger hinterher. Die neue Station sieht endlich nicht mehr wie ein Mülleimer aus – technisch bietet sie aber nichts Neues. Auch der Roboter bekam ein Facelift mit texturiertem Gehäusedeckel und überarbeiteter Seitenbürste. Wie der Vorgänger nutzt er die selbstreinigende Wischwalze, die in der Station ausgewaschen wird.
Die größten Neuerungen finden sich in der Software: Ecovacs hat dem X9 Pro Omni eine verbesserte Schmutzerkennung (AI Stain Detection 2.0) und ein „Triple Lift-System“ spendiert, das die Seitenbürste intelligent anheben kann, wenn etwa verschüttete Flüssigkeiten erkannt werden. Doch rechtfertigen diese Verbesserungen den hohen Preis von 1299 Euro? Wir haben den Saugroboter ausführlich getestet.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs X9 Pro Omni?
Der Ecovacs X9 Pro Omni präsentiert sich in einem edlen schwarzen Design mit texturiertem Gehäusedeckel, was ihm ein hochwertiges Erscheinungsbild verleiht. Mit Abmessungen von 353 × 98 mm entspricht er der typischen Größe moderner Saugroboter. Die Verarbeitung ist tadellos und macht einen robusten Eindruck.
Die neue Reinigungsstation hat im Vergleich zum Vorgängermodell ein deutliches Design-Update erhalten. Mit Maßen von 338 × 500 × 459 mm ist sie kompakt gestaltet und wirkt deutlich hochwertiger als die eher schlicht anmutende Station des X8 Pro Omni. Während der Vorgänger optisch eher an einen Mülleimer erinnerte, präsentiert sich die neue Station in einem eleganten Design, das sich besser in moderne Wohnräume einfügt. Allerdings ist sie weiterhin ausschließlich in Schwarz erhältlich.
Die Station verfügt über einen 3-Liter-Staubbeutel sowie Tanks für Frisch- (4 Liter) und Schmutzwasser (2,2 Liter). Technisch bietet sie die gleichen Funktionen wie beim Vorgänger: automatische Entleerung des Staubbehälters, Reinigung der Wischwalze mit Warmwasser und anschließende Trocknung mit Heißluft. Diese bewährten Funktionen sorgen für einen weitgehend autonomen Betrieb des Saugroboters.
Die überarbeitete Seitenbürste des X9 Pro Omni fällt mit nur noch zwei statt drei Borstensträngen auf, die zudem übereinander angeordnet sind. Diese neue Konstruktion soll zusammen mit der Anhebefunktion für eine effektivere Reinigung sorgen, besonders wenn Flüssigkeiten erkannt werden.
Ecovacs X9 Pro Omni – Bilderstrecke
Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs X9 Pro Omni betriebsbereit?
Die Inbetriebnahme des Ecovacs X9 Pro Omni gestaltet sich unkompliziert und folgt dem bekannten Schema der Ecovacs-Produktreihe. Nach dem Auspacken und Aufstellen der Station muss zunächst der Frischwassertank befüllt werden. Anschließend nimmt man den Gehäusedeckel des Roboters ab und legt den roten Schiebeknopf von „Aus“ auf „Ein“ um. Nach der Begrüßungsmelodie kann die Einrichtung über die Ecovacs Home App beginnen.
Die App ist sowohl im Google Play Store als auch im Apple App Store verfügbar. Nach der Installation und Einrichtung eines Accounts scannt man den QR-Code, der sich über dem Ein-/Aus-Schalter des Roboters befindet. Der X9 Pro Omni unterstützt ausschließlich 2,4-GHz-WLAN-Netzwerke, was bei der Einrichtung zu beachten ist. Die App führt durch den gesamten Prozess und erklärt jeden Schritt im Detail.
Nach Abschluss der Grundeinrichtung fährt der Roboter zur Kartierung einmal durch die gesamten ihm zugänglichen Räumlichkeiten. Dieser Vorgang dauert je nach Raumgröße etwa 20 bis 30 Minuten. Die erstellte Karte kann anschließend in der App bearbeitet werden. Dabei stehen die üblichen Optionen wie virtuelle Wände, Möbeleinzeichnung und Begrenzungen zur Verfügung.
Die Raumaufteilung gelingt der Ecovacs-App auf Anhieb gut, nicht erreichbare, aber erkannte Bereiche werden automatisch entfernt, ebenso wie fehlerhaft erkannte Räume. Bei der Bearbeitung gibt es allerdings weiterhin folgenden Bug: Änderungen werden nicht mit dem ausgegrauten „Bestätigen“-Feld gespeichert, sondern paradoxerweise mit dem „Abbrechen“-Button, der entgegen seiner Bezeichnung die Änderungen übernimmt. Ein Bug, der selbst beim Generationensprung vom X8 Pro Omni zum X9 Pro Omni und trotz mehrerer Updates überlebt hat.
Die Ecovacs App überzeugt durch ihre übersichtliche Aufteilung, ansprechende Optik und schnelle Reaktionsgeschwindigkeit auf Eingaben. Sie bietet zahlreiche Features und ist für eine Saugroboter-App außergewöhnlich intelligent und benutzerfreundlich gestaltet. Besonders die geringe Verzögerung bei Befehlen ist positiv hervorzuheben – etwas, das wir von anderen Ecovacs-Geräten bereits kennen.
Interessanterweise hatte der X9 Pro Omni als einziger Roboter von Ecovacs, den wir bisher getestet haben, bei gleichen räumlichen Bedingungen hin und wieder massive Bedienprobleme. Es kam zu Meldungen über fehlende Internetverbindung, wodurch Befehle den Roboter nicht erreichten. Der T80 Omni, den wir im gleichen Raum am selben Tag, teilweise sogar parallel testeten, zeigte diese Probleme nicht. Es ist schon seltsam, dass ausgerechnet das Topmodell hier so deutliche Aussetzer hat.
Eine nützliche Funktion ist die Videofunktion, mit der man über die Smartphone-App auf die Kamera im Roboter zugreifen kann. Wie bei einem Videotelefonat kann man über das Smartphone durch die Roboter-Lautsprecher sprechen, während Geräusche und Stimmen über die im Roboter integrierten Mikrofone (die auch für die wieder vorhandene YIKO-Sprachsteuerung verwendet werden) zum Smartphone übertragen werden. Dies ist zwar ein nettes Feature, um nachzusehen, ob man den Herd ausgeschaltet hat oder um den Hund zu verwirren, letztlich aber ist eher ein Gimmick. Der günstigere T80 bietet dieses Videocall-Feature nicht – zwar kann man auch hier die Kamera einsehen und den Roboter fernsteuern, aber nicht sprechen oder hören. Allerdings stellt sich die Frage, wer diese Funktion bei einem Saugroboter tatsächlich regelmäßig nutzt.
Während des Testzeitraums gab es mehrere Firmware-Updates, die teilweise deutlichen Einfluss auf das Reinigungsverhalten hatten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Gerät vor dem offiziellen Launch getestet wurde und die Software zunächst noch Vorseriencharakter hatte.
Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs X9 Pro Omni Hindernisse?
Der Ecovacs X9 Pro Omni nutzt eine Kombination aus LiDAR-Navigation (Lasersensor) und der AIVI 3D 3.0 Kameratechnologie zur Hinderniserkennung. Diese Kombination ermöglicht eine präzise Kartierung der Räume und eine zuverlässige Erkennung von Hindernissen wie Möbeln, Kabeln oder herumliegenden Gegenständen.
In der Praxis zeigt der X9 Pro Omni eine sehr gründliche Navigation, die allerdings manchmal etwas umständlich wirkt. Der Roboter fährt häufig an bereits gereinigten Stellen entlang und bewegt sich teilweise kreuz und quer durch den Raum. Dies ist Teil der feineren Schmutzerkennung, die Ecovacs implementiert hat, führt aber zu längeren Reinigungszeiten. Für unseren knapp 60 m² großen Testraum benötigte der X9 Pro Omni 94 Minuten, während der günstigere T80 Omni nur 86 Minuten brauchte.
Ecovacs X9 Pro Omni – App & Navigation
Die Hindernisüberwindung ist mit bis zu 20 mm angegeben, was in der Praxis ausreicht, um übliche Schwellen in Wohnungen zu überwinden. Bei Teppichen kann der Roboter diese bis zu einer Höhe von 10 mm erkennen und den Wischaufsatz automatisch anheben. Allerdings funktionierte die Teppicherkennung erst nach einem Firmware-Update zuverlässig. Zuvor umfuhr der X9 Pro Omni Teppiche vollständig, befuhr sie aber nicht, und erklärte nach Beendigung des Außenrum-Fahrens, den Teppich vollends gereinigt zu haben.
Als er dann nach einem Update endlich auf den Teppich fuhr, kam es zu weiteren Problemen: Der X9 Pro Omni blieb hinter der leicht hochstehenden Außenkante des Teppichs „eingesperrt“ und fand auch nach 10 Minuten keinen Weg zurück – wir mussten ihn manuell retten. Der T80 und andere Modelle kamen aus solchen Situationen problemlos selbst heraus. Positiv anzumerken ist allerdings, dass der X9 Pro Omni sehr vorsichtig fährt und keine Gegenstände verschiebt oder anrempelt.
Seltsamerweise funktionierte die Teppicherkennung am nächsten Tag mit der gleichen Firmware plötzlich einwandfrei. Allerdings entwickelte der Saugroboter gleichzeitig eine fragwürdige Reinigungsstrategie: Er schob Krümel vom Teppich herunter und beförderte sie bei der anschließenden Kantenreinigung gekonnt unter den Teppich. Mehl und Krümel waren dann zwar nicht mehr zu sehen – nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ – aber wirklich sauberer als vorher ist es durch die Verlagerung von Schmutz unter den Teppich eben auch nicht.
Nach dem Update erkennt der Roboter Teppiche zuverlässig, hebt die Seitenbürste an und aktiviert den Hurricane-Saugmodus mit maximaler Saugleistung. Diese Funktion wird durch eine Sprachansage bestätigt, die allerdings mit ihren holprigen Formulierungen – wie schon bei anderen Ecovacs-Modellen – für dezente Schmunzler sorgt. So erwähnt die Stimme beim X9 Pro Omni auch, dass bei der Heißlufttrocknung ein „leichtes Geräusch“ zu hören sein könne. Leichte Geräusche statt leise Geräusche – man fragt sich unwillkürlich, ob schwere Geräusche dann besonders laut sind oder einfach mehr wiegen.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Ecovacs X9 Pro Omni?
Der Ecovacs X9 Pro Omni verfügt über eine Saugleistung von 16.600 Pa und einen Luftdurchsatz von 16,3 l/s. Interessanterweise liegt er damit unter den 18.000 Pa des X8 Pro Omni und des T80 Omni, was auf den ersten Blick absurd erscheint – schließlich handelt es sich um das teurere Spitzenmodell. In der Praxis macht dieser Unterschied jedoch kaum einen Unterschied, die Saugleistung bewegt sich auf ähnlichem Niveau. Dennoch bleibt hier und da etwas Schmutz liegen, besonders auf Teppichen.
Der Staubbehälter fasst 220 ml, was für eine Reinigung ausreicht, bevor er automatisch in der Station entleert wird.
Bei der Reinigung auf Hartböden zeigt der X9 Pro Omni eine überzeugende Leistung. Er ist besonders gründlich und hinterlässt praktisch keine „weißen Flecken“ – also ungereinigte Flächen. Dafür fährt er Stellen im Zweifel auch doppelt und dreifach ab, was zwar zu längeren Reinigungszeiten führt, aber ein sehr gutes Ergebnis liefert.
Das Herzstück des Wischsystems ist wieder der erstmals vom X8 Pro Omni bekannte Ozmo Roller – eine rotierende Wischwalze, die mit 180 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Diese Walze wird in der Station automatisch mit Warmwasser gereinigt und anschließend mit Heißluft getrocknet, um Geruchsbildung zu vermeiden. Während der Reinigung kehrt der Roboter regelmäßig zur Station zurück, um die Wischwalze zu reinigen und mit frischem Wasser zu versorgen.
Die neue AI Stain Detection 2.0 soll verschüttete Flüssigkeiten oder besonders stark verschmutzte Bereiche erkennen und die Reinigungsstrategie entsprechend anpassen. In der Praxis funktioniert dies jedoch nicht immer zuverlässig. In einigen Fällen erkannte der X9 Pro Omni ausgebrachtes Vogelfutter fälschlicherweise als Flüssigkeit und befuhr die Fläche nur noch mit der Wischwalze, was bei festen Partikeln natürlich nicht zum Erfolg führt.
Zudem unterbricht der Saugroboter im Programm zur Flüssigkeitserkennung bereits nach etwa zwei Minuten seine Arbeit und kehrt zum Auswaschen der Walze zur Station zurück. Dies verlangsamt den Reinigungsprozess erheblich. Es sei angemerkt, dass sich ein Teil dieser Funktionen noch im „Lab“-Bereich der App befindet und entsprechend bisher nicht vollständig ausgereift ist.
Auf Teppichen zeigt der X9 Pro Omni eine ordentliche Leistung. Bei unserem Test auf einem Langflor-Teppich mit automatischer Erkennung konnte er fast alles vom ausgebrachten Mehl und etwa 70 Prozent der eingetretenen Körner entfernen. Dies ist akzeptabel, aber nicht herausragend.
Ein weiteres Feature ist das Triple-Lift-System, bei dem die Seitenbürste angehoben wird, wenn Flüssigkeiten erkannt werden. Dies soll verhindern, dass die Borsten verschmutzt werden und die Flüssigkeit im Raum verteilt wird. In unseren Tests funktionierte diese Funktion einige Male, oft genug aber auch nicht. Die Erkennung von Verschmutzungen ist stark von den Licht-, Boden- und Materialverhältnissen abhängig.
Die Zero-Tangle-Bodenbürste soll verhindern, dass sich lange Haare um die Bürste wickeln. Sie kombiniert Gummilamellen mit Borsten und einen Metallkamm, der Haare von der Bürste fernhalten soll. In der Praxis funktioniert dies ordentlich, ist aber nicht perfekt – einige lange Haare und insbesondere ein Metallstiel wickeln sich trotzdem um die Bürste.
Insgesamt liefert der X9 Pro Omni eine gründliche Reinigung auf Hartböden und eine akzeptable Leistung auf Teppichen. Die intelligenten Funktionen zur Schmutzerkennung und Anpassung der Reinigungsstrategie funktionieren teilweise, sind aber noch nicht ausgereift genug, um einen deutlichen Mehrwert gegenüber günstigeren Modellen zu bieten.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs X9 Pro Omni?
Der Ecovacs X9 Pro Omni ist mit einem 14,4V, 6,4Ah Lithium-Ionen-Akku ausgestattet, der laut Herstellerangaben eine Betriebsdauer von 2,5 Stunden ermöglicht. Im Test zeigte sich, dass der Roboter für die Reinigung unseres 57 m² großen Testraums 94 Minuten benötigte und dabei 75 Prozent seiner Akkuladung verbrauchte.
Im Vergleich dazu benötigte der T80 Omni für die gleiche Fläche nur 86 Minuten und verbrauchte dabei lediglich 50 Prozent seiner Akkuladung. Der höhere Energieverbrauch des X9 Pro Omni ist auf seine gründlichere, aber auch umständlichere Navigation zurückzuführen, bei der er Stellen mehrfach abfährt, um eine möglichst vollständige Reinigung zu gewährleisten.
Der dabei eingestellte Modus war Saugen & Wischen gleichzeitig, Saugstufe Hoch, Wasserdurchflussrate bei 41, also sehr hoch, Reinigungsgeschwindigkeit (also Enge der Fahr-Bahnen) bei Standard und nur einem Durchlauf.
Die Ladezeit des X9 Pro Omni beträgt etwa 4 Stunden, was etwas schneller ist als beim T80 Omni, der über 5 Stunden zum vollständigen Aufladen benötigt. Bei größeren Wohnflächen lädt sich der Roboter bei Bedarf zwischendurch automatisch auf und setzt die Reinigung anschließend fort.
Für die meisten Wohnungen reicht die Akkulaufzeit des X9 Pro Omni völlig aus, auch wenn er energiehungriger ist als sein günstigerer Bruder T80 Omni.
Preis: Was kostet der Ecovacs X9 Pro Omni?
Mit einem Preis von 1299 Euro gehört der Ecovacs X9 Pro Omni zu den teuersten Saugrobotern auf dem Markt. Er positioniert sich damit deutlich über dem T80 Omni (899 Euro) und dem inzwischen preislich gefallenen Vorgänger X8 Pro Omni (unter 1100 Euro).
Auch im Vergleich mit Konkurrenzprodukten wie dem Roborock Qrevo Curv erscheint der Preis hoch. Angesichts der Tatsache, dass die als wesentliche Neuerung beworbenen intelligenten Funktionen im Alltag noch nicht zuverlässig funktionieren und die neue Station technisch keine Vorteile gegenüber dem Vorgänger bietet, lässt sich der hohe Preis aktuell kaum rechtfertigen.
Für preisbewusste Käufer, die dennoch einen leistungsstarken Saug- und Wischroboter mit Selbstreinigungsstation suchen, bieten der T80 Omni oder der X8 Pro Omni aus dem gleichen Hause ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
Fazit
Der Ecovacs X9 Pro Omni ist ein leistungsstarker Saug- und Wischroboter mit innovativen Funktionen wie der selbstreinigenden Wischwalze und der intelligenten Schmutzerkennung. Die Navigation ist präzise, wenn auch manchmal umständlich, und die Reinigungsleistung auf Hartböden überzeugt. Allerdings erreichen die smarten Funktionen noch nicht die versprochene Zuverlässigkeit im Alltag, und der hohe Preis von 1299 Euro lässt sich aktuell kaum rechtfertigen. Mit dem deutlich günstigeren T80 Omni (899 Euro) oder dem X8 Pro Omni (unter 1100 Euro) bietet Ecovacs selbst preislich attraktivere Alternativen mit ähnlicher Grundleistung. Erst wenn die Software-Updates die KI-Funktionen verbessern, wird der X9 Pro Omni wirklich interessant.
3i G10+
3i G10+
Der 3i G10+ ist ein kompakter Saug- und Wischroboter mit Schmutzkomprimierung, starker Saugleistung, KI und solider App. Aber es gibt auch Schwächen.
- starke Saugleistung auf Hartböden und kurzflorigen Teppichen
- Schmutzkompression im großen Staubbehälter
- viele App-Funktionen inklusive Sperrzonen, Etagenverwaltung und Kamera
- präzise LiDAR-Navigation & KI-Hinderniserkennung per Kamera
- ausfahrbare Seitenbürste & anhebbares Wischtuch
- Wischfunktion nur für Staubwischen
- Hinderniserkennung bei Kabeln und sehr kleinen Objekten nicht immer zuverlässig
- keine automatische Reinigung oder Trocknung des Mopps
- Akkulaufzeit etwas knapp
Saugroboter 3i G10+ im Test: Schmutzkompression statt Absaugstation
Der 3i G10+ ist ein kompakter Saug- und Wischroboter mit Schmutzkomprimierung, starker Saugleistung, KI und solider App. Aber es gibt auch Schwächen.
3 wer? Wem Hersteller 3i nichts sagt, der muss sich nicht schämen – das Unternehmen ist hierzulande weitestgehend unbekannt und bietet seine Roboter erst seit Anfang 2025 in Deutschland an. Dabei ist es generell kein Newcomer: Das Unternehmen gehört zu Picea, einem chinesischen Hersteller, der seit einigen Jahren Saug- und Wischroboter unter dem Label 3i und 3irobotix entwickelt und auch als ODM-Hersteller (Original Design Manufacturer) arbeitet.
Zu Abnehmern gehörte iRobot und vermutlich weitere bekannte Hersteller wie Dyson, Shark, Xiaomi, Proscenic und andere.
Der 3i G10+ ist ein Saug- und Wischroboter ohne Absaugstation, der stattdessen Schmutz im rund 1 Liter großen Schmutzbehälter komprimiert. Er soll so wenig Platz als Roboter mit Station beanspruchen und trotzdem fortschrittliche Funktionen wie LiDAR-Navigation, KI-Hinderniserkennung, ausfahrbare Seitenbürste und anhebbaren Wischmopp bieten. Wir haben im Test überprüft, ob er die Versprechen halten kann.
Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design und Verarbeitung
Der 3i G10+ setzt auf eine klassische, runde Bauform mit knapp 36 cm Durchmesser und fast 11 cm Höhe am Laserturm. Der ist im Gegensatz zur Konkurrenz nicht freistehend auf der Oberseite positioniert, sondern in eine breite Erhöhung integriert, die etwa den großen Staubbehälter beinhaltet.
Dieses fast schon windschnittige Design hebt ihn vom Gros der Konkurrenten ab, sorgt aber auch dafür, dass der Roboter keine komplette 360-Grad-Rundumsicht hat. Der vordere Bereich um den integrierten Laserturm ist mit einem eigenen Bumper versehen, damit der Roboter bemerkt, falls er damit unter einem Möbelstück aneckt.
3i G10+ – Bilderstrecke
Das Gehäuse besteht aus teils mattem, teils glänzendem Kunststoff in Grau und Schwarz. Dessen Verarbeitungsqualität kann nicht ganz mit dem außergewöhnlichen Design mithalten, geht aber in Ordnung. Allerdings ziehen die glänzenden Flächen auf der Oberseite Fingerabdrücke, Tierhaare und Staub statisch an.
Der groß dimensionierte Staubbehälter mit mechanischer Schmutzkompression sitzt gut zugänglich und ohne zusätzliche Abdeckung auf der Oberseite, ist aber auf den ersten Blick nicht als solcher erkennbar. Er wird mit einem großen, perfekt in das Design des Roboters integrierten aufklappbaren Tragegriff entriegelt und nach oben entnommen. Der fast schon halbmondförmige Wassertank sitzt dahinter.
Unter dem Gerät ist ein Wischtuch statt der inzwischen weiter verbreiteten, drehbaren Wischmopps angebracht. Im Gegensatz zu früheren Roborock-Robotern vibriert es nicht, um die Reinigungsleistung zu verbessern, kann aber um rund 10 mm angehoben und zur Seite ausgefahren werden, um nah an Hindernissen wie Fußleisten und Möbeln zu wischen.
Inbetriebnahme und App
Die Inbetriebnahme erfolgt wie üblich: Station aufstellen, Roboter andocken und die 3i-App installieren. Der G10+ verbindet sich nur mit 2,4-GHz-WLAN und verlangt ein Nutzerkonto, sonst ist die Steuerung auf die drei Tasten am Gerät selbst und somit auf einen Bruchteil seiner Möglichkeiten per App begrenzt. Im Test funktionierte die Ersteinrichtung problemlos, QR-Code-Scan und Kopplung waren in wenigen Minuten erledigt.
Bei der ersten Fahrt erstellt der Roboter eine Karte, teilt sie in Räume und erlaubt Benennung, Reinigungspläne, Sperrzonen sowie individuelle Saug- und Wischprofile. Die App ist funktionsreich und ist in puncto Übersetzung und Menüführung weitgehend ausgereift. Auffällig ist der billige Lautsprecher, mit dem der Roboter Vorgänge per Sprachausgabe in die Umgebung krächzt.
Navigation und Hindernisvermeidung
Für die Orientierung nutzt der 3i G10+ LiDAR (Light Detection and Ranging) mit dToF-Technik (direct Time of Flight) sowie Kamera mit KI und weitere Sensoren. Die erste Fahrt erzeugt eine detaillierte Karte, die sich wie gewohnt mit weiteren Durchgängen verfeinert. Der Roboter fährt systematisch in Bahnen, navigiert auch bei Dunkelheit sicher und auf Wunsch mit eigenem LED-Licht, außerdem nähert er sich Kanten im Laufe der Zeit enger als zu Beginn an.
Die ausfahrbare Seitenbürste hilft, Schmutz entlang von Wänden und in Ecken zu erfassen. Sie macht beim Ein- und Ausfahren aber recht hohe Geräusche, die Haustierbesitzer anfangs irritiert ihren kleinen Liebling suchen lassen dürfte. Größere Hindernisse und Möbel werden zuverlässig umfahren und auch kleinere Gerätschaften erkennt die KI zuverlässig und zeigt in der App auf Wunsch per Foto, was erkannt wurde.
Bei Kabeln, sehr flachen Gegenständen und transparenten Objekten gibt es wie bei den meisten Konkurrenten allerdings Fehlerkennungen und immer wieder leichte Kontakte. Festgefahren hat sich der G10+ im Test bei uns aber nur einmal an einem Schwingstuhl – dem Endgegner für Saugroboter.
Saugleistung und Wischfunktion
Die maximale Saugleistung liegt bei 18.000 Pa und lässt sich in mehreren Stufen regeln. Auf Hartböden erreicht der 3i G10+ eine sehr hohe Reinigungsleistung, Staub, Krümel und Tierhaare werden meist im ersten Durchgang eingesaugt. Kurzflorteppiche werden dank der Kombination aus Hybrid-Hauptbürste mit Borstenreihen und Gummilamellen sowie Teppicherkennung und automatisch zugeschaltetem Saugboost ebenfalls gut gereinigt. Auf hochflorigen Teppichen sinkt die Wirkung hingegen wie bei vielen Konkurrenzmodellen merklich, und der Roboter tut sich schwer.
Für die Wischfunktion setzt der 3i G10+ auf eine flache Wischplatte mit per Klett befestigtem Mikrofaserpad und einen Wasserbehälter von rund 0,25 l Fassungsvermögen. Der Mopp wird kontinuierlich befeuchtet, kann an Kanten und Rändern etwas ausfahren und wird auf Teppichen etwa 10 mm angehoben, damit diese weitgehend trocken bleiben.
Einen vibrierenden oder rotierenden Mechanismus zur Verbesserung der Reinigungsleistung gibt es nicht, der Lappen wird lediglich über den Boden gezogen. In der Praxis reicht das eher für Staubbindung und leichte Flecken. Eingetrocknete oder fettige Verschmutzungen bleiben hingegen überwiegend unbeeindruckt zurück.
Mangels aktiver Reinigung und Trocknung des Wischtuchs sollte dieses zudem nach jedem Wischvorgang entnommen, gereinigt und am besten auf einer Heizung getrocknet werden, um Schimmel und Geruch zu vermeiden. Die Wischfunktion ist daher bestenfalls für Asthmatiker zum Staubwischen interessant und eher schmückendes Beiwerk.
Akku
Im Inneren des 3i G10+ arbeitet ein Lithium-Ionen-Akku mit 5200 mAh Kapazität. Der Hersteller nennt eine maximale Laufzeit von bis zu 4 Stunden im energiesparenden Modus. Im Alltag liegt die Laufzeit jedoch eher bei etwa 100 bis 120 Minuten und bei viel Teppich und aktiviertem Boost sogar darunter. Bei uns reichte das für rund 80 bis 100 m² am Stück, bei größeren Grundrissen sind Zwischenladen samt automatischer Wiederaufnahme der Reinigung nötig. Die vollständige Ladung dauert je nach Entladetiefe rund 3,5 Stunden.
Preis
Die UVP des Herstellers beträgt in Deutschland 449 Euro. Laut Preisvergleich liegt der aktuelle Straßenpreis in Deutschland bei rund 300 Euro bei Amazon (Stand: 22. Januar 2026).
Fazit
Der 3i G10+ ist eine gute Wahl für Nutzer, die einen modernen Saugroboter mit KI, aber keine große Absaug- und Waschstation in der Wohnung aufstellen möchten. Auf Hartböden und kurzflorigen Teppichen überzeugt der Roboter mit hoher Saugleistung, ordentlicher Kantenreinigung und insgesamt zuverlässiger Navigation.
Die integrierte Schmutzkomprimierung im Behälter reduziert den Wartungsaufwand spürbar auf ein Intervall von mehreren Wochen und die App erleichtert die Steuerung des Roboters mit ihren vielen Funktionen. Die KI-Hinderniserkennung arbeitet zudem besser als bei vielen Einsteigermodellen, bleibt aber anfällig für Kabel und sehr kleine Objekte.
Schwächen gibt es bei der Wischfunktion, die eher als Staubwischer für leichte Verschmutzungen taugt. Wer primär saugen lassen will oder bereit ist, den Mopp regelmäßig von Hand zu reinigen und zu trocknen, erhält einen leistungsfähigen, inzwischen preislich attraktiven Saugroboter.
3i P10 Ultra
3i P10 Ultra
KI-Hinderniserkennung, 18.000 Pa, ausfahr- und anhebbare Mopps sowie Station mit Heißwasser-Reinigung – der P10 Ultra bietet auf dem Papier viel.
- Station mit Absaugung, Heißwasser-Moppreinigung und Warmlufttrocknung
- gute Saugleistung auf Hartboden und niedrigem Teppich
- rotierende Mopps anhebbar und ausfahrbar
- starke Lidar-Navigation und Objekterkennung per KI
- keine ausfahrbare Seitenbürste
- UVP übertrieben
Saugroboter 3i P10 Ultra im Test: Mit Wischfunktion und Station für 500 Euro
KI-Hinderniserkennung, 18.000 Pa, ausfahr- und anhebbare Mopps sowie Station mit Heißwasser-Reinigung – der P10 Ultra bietet auf dem Papier viel.
Im Gegensatz zum 3i G10+ mit seinem außergewöhnlichen Design kommt der 3i P10 Ultra optisch recht konventionell daher. Dafür bietet er zusätzlich eine große Reinigungsstation und kombiniert ordentliche Saugkraft mit rotierenden Mopps samt automatischer Moppreinigung mit 60 Grad heißem Wasser.
Für die Navigation setzt 3i auf Lidar und eine zusätzliche Hinderniserkennung mit 3D-Strukturlicht und KI-Kamera. Vor einem Jahr wäre das noch fast auf Augenhöhe mit der Top-Konkurrenz gewesen – und jetzt? Wir haben den 3i P10 Ultra getestet. Aktuell kostet er 500 Euro bei Amazon.
Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design und Verarbeitung
Der Roboter ist wie die meisten Konkurrenten herkömmlich aufgebaut: rund, mit etwa 35 cm Durchmesser sowie 10 cm in der Höhe. Mangels einziehbarem Laserturm passt er längst nicht unter alle Möbel. Verwunderlich: Eine ausfahrbare Seitenbürste gibt es nicht. Im Inneren des Roboters sitzt ein Staubbehälter mit 300 ml. Das ist eher klein, wegen der automatischen Absaugung aber kein Beinbruch.
Auf der Vorderseite sind im Bumper einige Sensoren, das Strukturlicht und eine Kamera zur Objekterkennung integriert. Mit der Bildgebung erstellt der Roboter außerdem Fotos von Haustieren oder erkannten Störquellen wie Absätzen oder Kabeln.
3i P10 Ultra – Bilderstrecke
3i setzt zudem auf ein Konzept gegen Haarverwicklungen bei den Bürsten. Neben einer angepassten Bürstenform für Haupt- und Seitenbürste gehört dazu eine TangleCut Funktion in der Station, die Haare an der Bürste zerschneidet. Für die Wischfunktion nutzt der P10 Ultra zwei rotierende Mopps.
Der rechte Mopp kann seitlich ausgefahren werden, um bis an den Rand zu wischen. Außerdem hebt der Roboter die Mopps auf Teppichen um 10,5 mm an. Das beugt Feuchtigkeit auf Teppichen vor. Die Mopps werden nach der Reinigung in der Station mit warmer Luft getrocknet.
Die Station misst 31 x 47 x 59,4 cm und ist damit schmal, aber sehr hoch. Sie verfügt über eine automatische Absaugung und einen Staubbeutel mit 3 Litern Fassungsvermögen. Damit soll eine autarke Reinigung ohne menschlichen Eingriff bis zu 70 Tage möglich sein.
Optisch wirkt das System mit dem großen LED-Streifen als Anzeige zwischen den Wassertanks modern, besteht aber überwiegend aus Kunststoff, der zudem nicht überall optimal verarbeitet ist. So gibt es etwa bei der Abdeckung der Absaugung unpassende Spaltmaße, die den guten Gesamteindruck etwas mindern. Im Lieferumfang befindet sich übrigens eine Reinigungslösung, die inklusive Kartusche direkt in die Station gesteckt wird.
Einrichtung und App
Die Einrichtung läuft klassisch über eine App und das Abscannen eines QR-Codes am Roboter. Nach der Kopplung folgt die erste Kartierungsfahrt, die deutlich schneller als eine normale Reinigung ist.
Die App selbst unterstützt Speicherung mehrerer Karten für unterschiedliche Etagen, automatische und manuelle Raumaufteilung, Sperrzonen, Zeitpläne und einige weitere Features, die auch bei der Konkurrenz zu finden sind. Dazu gehören etwa Einstellungen für Saugleistung und Wasserabgabe, die Reinigungsreihenfolge, besondere Aufmerksamkeit bei Haustieren und einiges mehr. Damit bietet die Software kaum weniger Möglichkeiten als bei der Konkurrenz.
3i P10 Ultra – App & Einrichtung
Auch das Verhalten der Station darf der Nutzer beeinflussen. Waschintervalle für Mopps, Trocknung und Entleerung lassen sich hier anpassen. Über die Kamera in der Front des Roboters ist zudem eine Live-Überwachung möglich, und es werden auf Wunsch Aufnahmen von erkannten Hindernissen und Haustieren erstellt. Der Hersteller gibt an, dass die KI-Hindernisvermeidung dabei ohne Speicherung von Bildern arbeitet und hat sich das vom TÜV Rheinland zertifizieren lassen.
Navigation und Hindernisvermeidung
Für die Navigation nutzt der P10 Ultra hauptsächlich sein Lidar-System. Das sorgt für strukturierte Bewegung und vollständige Raumabdeckung. Fahrten am Rand lassen kaum ungesäuberten Bereich übrig und die generelle Orientierung im Raum ist sehr gut. Zusätzlich nennt 3i eine Hindernisvermeidung mit 3D-Strukturlicht und KI-Kamera.
Große Gegenstände wie Schuhe oder Näpfe werden meist früh erkannt und ausreichend eng und ohne Berührung umfahren. Schwierigkeiten gibt es hingegen bei flachen, sehr schmalen oder niedrigen Objekten. Kabel, transparente Teile, dünne Stuhlbeine oder kleine Spielzeuge werden immer mal wieder übersehen und dann zumindest angestupst, bisweilen aber auch weggeschoben oder im Extremfall aufgesaugt. Das ist allerdings auch bei deutlich teureren Saugrobotern nicht immer perfekt.
Hundertprozentige Sicherheit bringt weiterhin nur, den Boden vor einer Reinigung grob freizuhalten.
Saugleistung und Wischfunktion
3i bewirbt den P10 Ultra mit einer maximalen Saugleistung von 18.000 Pa – im Vergleich zur Saugroboter-Elite ist das längst kein Bestwert, aber er ist immerhin im oberen Mittelfeld angesiedelt. Solche Werte sind allerdings Laborangaben und sagen nur bedingt etwas über die tatsächliche Reinigungskraft aus.
Im Test zeigte sich aber, dass der P10 Ultra auf Hartboden feinen Schmutz wie Staub und Krümel zuverlässig aufnimmt. Auch Tierhaare werden dank der Hauptbürste mit einer Mischung aus Borstenreihen und Gummilamellen in der Regel gut aufgenommen. Allerdings sollte die Hauptbürste trotz der grundsätzlich gut funktionierenden Anti-Tangle-Technik von 3i regelmäßig kontrolliert und ggf. händisch gesäubert werden.
Auf Teppich profitiert der Roboter von der hohen Leistung, aber wie immer gilt auch hier: Je höher der Flor und je dichter der Teppich, desto eher stößt der Roboter wegen seines klassischen Aufbaus an Grenzen. Dazu kommt, dass das Anheben der Mopps mit 10,5 mm nicht jeden Teppich vollständig trocken hält. Für Haushalte mit vielen Teppichen ist es daher oft sinnvoll, Wischen und Saugen nach Bereichen zu trennen oder Teppiche in der App als Zonen zu definieren, die nur gesaugt werden.
Die Wischfunktion arbeitet mit zwei rotierenden Mopps. Das ist bei regelmäßiger Fahrt grundsätzlich effektiv für alltägliche Verschmutzungen auf Fliesen, Laminat oder Vinyl. Aktuelle Topmodelle setzen aber nicht grundlos inzwischen für noch bessere Wirkung auf eine Wischrolle wie bei Wischsaugern (Bestenliste). Frische, nicht klebrige Flecken werden normalerweise trotzdem in einem Durchgang entfernt, eingetrocknete Flecken benötigen bisweilen mehrere Fahrten.
Praktisch an Kanten ist der ausfahrende Mopp, weil so der typische Abstand zur Fußleiste kleiner und überwiegend sogar fast ganz negiert wird. Erkennt der Roboter Überhänge, unter die er mit seinem Laserturm nicht fahren kann, behilft er sich mit einer seitlichen Drehung, durch die der rechte Mopp weiter unter den Überhang kommt. Beim Saugen kommt der Roboter hingegen leider nicht in Ecken, da eine ausfahrbare Seitenbürste fehlt.
Die Station verrichtet ihre Arbeit ebenfalls sehr gut. Sie wäscht die Mopps mit 60 °C heißem Wasser und trocknet sie anschließend mit warmer Luft. Der Hersteller nennt für die Trocknung typischerweise etwa 3 Stunden, der Nutzer darf das aber in der App auf 2, 3 oder 4 Stunden anpassen.
Außerdem gibt es eine automatische Reinigungsmittelzufuhr, was die Reinigungskraft erhöht und angenehm riecht. Allerdings bindet es Nutzer an passende Verbrauchsmaterialien des Herstellers, da es keinen speziellen Reinigungsmitteltank, sondern nur einen Einschub für die speziellen Kartuschen des Herstellers gibt. Wenig überraschend: Natürlich weist der darauf hin, nur die mitgelieferte Lösung zu verwenden.
Für die Hygiene ist die Kombination aus Waschen und Trocknen ein Plus, weil die Mopps nicht zu lange feucht bleiben und so nicht von Schimmel befallen werden können. Grundpflichten wie das Reinigen der herausnehmbaren Bodenschale der Station und das gelegentliche Ausspülen der Tanks, bleiben wie bei allen Saugrobotern mit Station aber bestehen.
Akku
Der Hersteller nennt für den 3i P10 Ultra Laufzeiten von bis zu 240 Minuten. In der Praxis hängt die Laufzeit stark von Saugleistung, Teppichanteil, Hindernissen und der Häufigkeit der Mopp-Reinigung ab. Im Test kam der Roboter daher bei uns eher auf etwa 150 Minuten bei viel Hartboden und Moppreinigung pro Raum.
Da der Roboter vergleichsweise schnell navigiert, schaffte er im Test rund 120 m² brutto, also abzüglich Möbeln und unerreichbarer Stellen. Bei mehr Reinigungsfläche fährt der Roboter bei niedrigem Akkustand zum Laden zurück und setzt die Reinigung später fort. Eine vollständige Ladung dauert beim 3i P10 Ultra rund 3,5 Stunden.
Preis
Die UVP in Deutschland liegt für den 3i P10 Ultra bei stolzen 999 Euro. Der aktuelle Straßenpreis liegt bei Amazon bei 500 Euro, im Dezember 2025 waren es 400 Euro.
Fazit
Der 3i P10 Ultra schlägt sich im Test ziemlich gut, aber die vom Hersteller genannte UVP halten wir für völlig überzogen. Anders sieht es beim genannten Straßenpreis aus: Für 500 Euro bekommen Käufer viel Komfort, sehr gute Lidar-Navigation und zusätzliche Hinderniserkennung per KI-Kamera.
Stärken sind zudem die gute Saugleistung auf Hartboden und niedrigflorigem Teppich und die gute Station. Beim Wischen hilft zudem der ausfahrende Mopp an Kanten, ersetzt aber keine manuelle Grundreinigung bei hartnäckigem Schmutz und in Ecken. Außerdem fehlt uns eine ausfahrbare Seitenbürste, das ist 2025 selbst in der Mittelklasse längst Standard.
Da der Ecovacs T80 Omni (Testbericht) mit einer modernen Wischwalze kommt und mit 449 Euro günstiger ist, empfehlen wir aber dennoch diesen vor dem 3i P10 Ultra. Sein Gesamtpaket ist zum geringeren Preis einfach in quasi jeder Hinsicht besser.
Ecovacs T30S Combo
Ecovacs T30S Combo
Ecovacs hat mit dem Deebot T30S Combo Complete ein Gerät auf den Markt gebracht, das gleich drei Funktionen vereint: Saugroboter, Wischroboter und Akkustaubsauger. Dieses All-In-One-Gerät soll die Reinigungseffizienz im Haushalt maximieren – wir überprüfen im Test, wie gut das gelingt.
- sehr gute Navigation
- tolle Reinigungsstation mit heißem Wasser und warmer Luft
- integrierter Hand- und Akkusauger
- Akkusauger wird in Station ebenfalls abgesaugt
- Akkusauger sehr handlich und ausreichend stark
- Roboter saugt gut und wischt noch besser
- Objektvermeidung des Roboters nicht ganz auf Spitzenniveau
- Saugleistung auf Teppich nicht ganz Topniveau
- Reinigungsstation sehr groß und klobig
Ecovacs T30S Combo im Test
Ecovacs hat mit dem Deebot T30S Combo Complete ein Gerät auf den Markt gebracht, das gleich drei Funktionen vereint: Saugroboter, Wischroboter und Akkustaubsauger. Dieses All-In-One-Gerät soll die Reinigungseffizienz im Haushalt maximieren – wir überprüfen im Test, wie gut das gelingt.
So gut Saugroboter mittlerweile auch sind – alles an Schmutz erwischen sie nicht immer. Sie sind nach wie vor dafür gedacht, durch regelmäßige Fahrten ein mittlerweile erstaunlich hohes Grundlevel an Sauberkeit zu erhalten, damit der Nutzer nur gelegentlich selbst zum Staubsauger greifen muss. Wer es komplett sauber haben will, muss sporadisch aber doch selbst Hand anlegen. Dafür mussten Haushaltsmitglieder bislang immer zu zusätzlichen Gerätschaften wie Akkustaubsauger (Bestenliste) oder Saugwischer (Bestenliste) greifen, doch das wird nach dem Willen von Ecovacs mit dem neuen T30S Combo nun anders. Denn der beinhaltet neben einem typischen Saug- und Wischroboter samt umfassender Reinigungsstation nun auch einen integrierten Akkusauger, der je nach Wunsch als Hand- oder vollwertiger Akkustaubsauger verwendet werden kann. Besonders klasse: Nach Gebrauch wir der aufgesaugte Schmutz wie beim Roboter von der Station automatisch abgesaugt. Klingt praktisch, aber wie schlägt sich das Paket im Alltag?
Der Ecovacs Deebot T30S Combo Complete kostet auf der Homepage des Herstellers 1199 Euro, bei Amazon liegt der Preis inzwischen noch bei 699 Euro.
Wie sind Design und Verarbeitung des Deebot S30S Combo?
Der Ecovacs Deebot T30S Combo beeindruckt auf den ersten Blick durch sein elegantes, schwarzes Design, allerdings fallen sofort die ausladenden Maße auf. Denn zusätzlich zur ohnehin nicht gerade kleinen Reinigungsstation ist seitlich die Aufbewahrung samt Absaugung für den Handstaubsauger angeflanscht. Dazu kommt wahlweise noch einmal eine Halteklammer für das lange Saugrohr und die Motorbürste, dank denen der Handsauger zum vollwertigen Akkustaubsauger wird. Die verbreitert die Station zusätzlich. Dabei ist sie ohne seitlichen Anhang bereits tiefer und breiter als etwa die eines Dreame X40 Ultra (Testbericht), immerhin aber etwas niedriger. Das matte Finish verleiht dem Gerät trotzdem insgesamt eine hochwertige Optik, die sich durchaus in zumindest moderne Haushalte einfügt. Auch eine weiße Version ist verfügbar, die im Alltag etwas weniger wuchtig wirken dürfte.
Die Bauhöhe des Roboters von etwas über 10 cm am Laserturm ist etwas hoch geraten, was dem integrierten Sprachassistenten Yiko geschuldet ist, dessen Mikrofone sich im Turm befinden. Auf der Oberseite des Saugroboters befinden sich drei Bedienelemente: Power, Home und Spotclean. Diese ermöglichen eine einfache manuelle Steuerung des Geräts. Die Front ist mit der TrueDetect 3D-Technologie ausgestattet, die neben einer Kamera zwei Kreuzlaser beinhaltet und so helfen soll, Hindernisse zu erkennen und zu umgehen. Seitlich befinden sich Wandabstandssensoren, während am Heck die Ladekontakte und die Öffnung für die Wassertankbefüllung zu finden sind. Die obere Abdeckung hält wie bei neueren Modellen von Ecovacs gewohnt magnetisch am Chassis, darunter verbirgt sich der mit nur 275 ml erstaunlich kleine Staubbehälter.
Alle Bilder zum Ecovacs Deebot T30S Combo Complete im Test
Wie leicht ist der Ecovacs Deebot T30S Combo Complete angelernt?
Die Ecovacs Home App ermöglicht eine einfache und intuitive Steuerung des Ecovacs Deebot T30S Combo Complete. Schon beim Anlernen des Roboters brilliert sie mit klaren Anweisungen und einfacher Ausführung. Die App bietet anschließend zahlreiche Funktionen, darunter die Erstellung und Verwaltung von Karten, die Einstellung der Reinigungsmodi und die Steuerung der Reinigungsstation.
Der integrierte Sprachassistent Yiko wird ebenfalls über die App aktiviert und konfiguriert. Er erlaubt eine detailliertere Steuerung als über Alexa & Co. So dürfen Nutzer etwa nicht nur per Sprache gezielt einzelne Räume, sondern sogar bestimmte Orte wie „unter dem Bett“ oder „hier“ (Standort des Sprechers) als Reinigungsziel angeben. Ersteres setzt natürlich voraus, dass der Nutzer die Räume in der App zuvor entsprechend benannt und virtuelle Möbel eingefügt hat. Insgesamt bietet die App viele Eingriffsmöglichkeiten in das Reinigungsverhalten von Roboter und Station und lässt dabei wenig Wünsche offen.
Wie schlägt sich der Deebot T30S Combo im Alltag?
Der Saugroboter des Ecovacs Deebot T30S Combo Complete basiert auf dem Deebot T30 Pro Omni und bietet daher ähnliche Funktionen. Die TrueMapping 2.0 Lasernavigation ermöglicht es dem Gerät, seine Umgebung präzise zu erkennen und eine Karte davon zu erstellen. Dies führt zu einer effizienten Reinigung in geraden Bahnen. Die Navigation hat im Test hervorragend funktioniert und steht der Konkurrenz in nichts nach.
Die rotierenden Wischmopps sind abnehmbar, ihre per Klett gehaltenen Stoffbezüge können in der Waschmaschine gereinigt werden. Dank der TrueEdge-Technologie wird der rechte Mopp während der Randreinigung ausgefahren, um auch an Fußleisten und Möbeln nahtlos zu reinigen. Die Lift-Funktion hebt die Wischmopps automatisch an, wenn Teppichboden erkannt wird, sodass dieser nicht nass wird. Die Objekterkennung und -vermeidung funktionierten im Test ordentlich, kommen aber nicht ganz an Spitzenmodelle von Roborock oder Dreame heran.
Der integrierte Akkustaubsauger ist ein weiteres Highlight des Ecovacs Deebot T30S Combo Complete. Er wird mit verschiedenen Zubehörteilen geliefert, darunter ein zweigeteiltes Saugrohr und eine beleuchtete Bodendüse. Das Handteil des Akkustaubsaugers enthält Motor, Akku, Display und den Staubtank. Das Display zeigt den Akkustand an, während ein Knopf auf der Oberseite die Saugkraft in zwei Stufen reguliert. Beim Einschalten ist bereits die stärkere Stufe aktiv. Ein Pistolen-artiger „Abzug“ aktiviert den Motor und muss entgegen Dyson-Modellen nicht dauerhaft gehalten werden.
Das Saugrohr besteht aus Metall und Kunststoff und hat eine angenehme Länge, sodass auch größere Personen damit bequem staubsaugen können. Die motorisierte Bodendüse ist mit einer Bürste ausgestattet, die sich während des Saugvorgangs dreht und über eine Antihaaraufwicklung verfügt. So werden besonders Hartböden, aber auch niedrigflorige Teppiche ordentlich von Schmutz befreit und Haare verheddern sich kaum in der Bürste. LEDs an der Front der Düse sorgen dafür, dass auch unter Möbeln oder an Rändern kein Schmutz übersehen wird.
Die Reinigungsstation des Ecovacs Deebot T30S Combo Complete ist ein wahres Multitalent. Sie versorgt den Saugroboter mit Frischwasser zum Wischen und speichert das anfallende Schmutzwasser. Die Wischmopps werden zudem mit 70 °C heißem Wasser ausgewaschen, was für mehr Sauberkeit sorgt. Ein Sensor in der Abwasserleitung erkennt dabei besonders schmutzige Mopps und veranlasst bei Bedarf einen weiteren Reinigungsdurchgang.
Nach jeder Reinigung startet die Station eine Heißlufttrocknung der Wischmopps, um unangenehme Gerüche und Keimbildung zu verhindern. Sie dauert standardmäßig 2 Stunden an und ist hörbar und somit in ruhiger Umgebung tendenziell etwas nervig – wie bei der Konkurrenz. Der Nutzen ist aber deutlich höher als die Störung durch den Geräuschpegel, nur im Schlafzimmer sollte der T30S vielleicht besser nicht stehen. Die Trocknungsdauer kann bei Bedarf auf 3 oder 4 Stunden erweitert werden. Im Sommer reichen die voreingestellten 2 Stunden aber völlig aus. Die Absaugstation saugt sowohl den Staubbehälter des Saugroboters als auch den des Akkusaugers aus. Großer Unterdruck und mehrere Durchgänge sorgen dafür, dass der Schmutz in einen Staubbeutel gesaugt wird, der sich beim Entnehmen nach ein paar Wochen automatisch verschließt. Das klappt bei Roboter und Handteil sehr gut. Wer den Handsauger weniger als 30 Sekunden nutzt, darf die Absaugung durch einen Doppeltipp auf den kleinen Knopf oben an der Reinigungsstation manuell auslösen – automatisch wird das erst bei längerer Nutzung ausgelöst.
Wie gut ist die Reinigungsleistung des Ecovacs Deebot T30S Combo?
Die Saugleistung des Ecovacs Deebot T30S Combo Complete gibt der Hersteller mit beeindruckenden 11.000 Pascal an, das sorgt vor allem auf Hartboden für ein hervorragendes Ergebnis. Damit muss sich der 1200 Euro teure „Mittelklasse-Roboter“ nicht vor Topmodellen verstecken. Auf Teppichboden überzeugte der Saugroboter ebenfalls, auch wenn hier etwas mehr Abstand zur Elite zu erkennen ist. Insgesamt ist das Reinigungsergebnis beim Saugen aber sehr gut. Für eine bessere Eckenreinigung fehlt dem T30S Combo allerdings ein ausfahrbarer Seitenarm mit Seitenbürste, wie ihn etwa der Dreame X40 Ultra (Testbericht) bietet. Die Antihaaraufwicklung funktionierte ebenfalls ordentlich. Die meisten Haare werden zuverlässig in den Staubbehälter beförderte – nur wenige um die Bürste gewickelte Haare müssen von Hand entfernt werden.
Die Wischleistung des Ecovacs Deebot T30S Combo Complete ist klasse, in Relation sogar noch besser als das Saugergebnis. Grobe Verschmutzungen wie Kaffeeflecken werden problemlos entfernen, die Randreinigung funktionierte dank der TrueEdge-Technologie hervorragend. Die Mopp-Lift-Funktion verhindert effektiv, dass Teppichboden nass wird, indem die Wischmopps automatisch angehoben werden. Nur bei sehr hochfloriger Auslegeware können die Faserspitzen leicht feucht werden, allerdings ist hier wie bei der Konkurrenz der Grat zwischen „Steckenbleiben“ und „sich durchkämpfen“ sehr schmal. Dafür sind Saugroboter einfach (noch) nicht gemacht.
Der Akkustaubsauger des Ecovacs Deebot T30S Combo Complete zeigt auf Hartboden eine beeindruckende Saugleistung, er nahm im Test fast den gesamten ihm vorgelegten Schmutz im ersten Versuch auf. Auf Teppichboden erreichte der Akkustaubsauger ein akzeptables Ergebnis und eignete sich somit auch für die gelegentliche Reinigung von Teppichen. An einen Dyson V15 Detect (Testbericht) kommt er aber zumindest auf Teppich nicht heran.
Die Reinigungsleistung an Randbereichen und in Ecken ist ebenfalls zufriedenstellend. Der Akkustaubsauger nimmt Schmutz entlang der Ränder und in den meisten Ecken ordentlich auf. Dabei bietet das Modell erstaunlich leichtfüßige Handhabung.
Wie gut ist der Akku des Ecovacs Deebot T30S Combo Complete?
Der Akku von Roboter und Handsauger reiht sich im oberen Drittel des Vergleichsfeldes ein, was beide zu einem guten Kauf macht. Der Roboter reinigt je nach Einstellungen 140 m² (brutto) problemlos in einem Durchgang, mehr nach Zwischenladen des Akkus. Der Akkusauger läuft rund 30 Minuten am Stück und sollte damit für ähnliche Wohnungsgrößen locker reichen.
Preis: Was kostet der T30 S Combo?
Die tolle Kombination aus Saug-Wischroboter und vollwertigem Hand- bzw. Akkusauger kostet in der UVP des Herstellers 1199 Euro. Der Straßenpreis ist nach knapp elf Monaten seit unserem Test auf 699 Euro bei Amazon gefallen.
Fazit
Der Ecovacs Deebot T30S Combo Complete ist ein beeindruckendes All-In-One-Gerät, das Saug-, Wischroboter, vollwertigen Akkustaubsauger und Handstaubsauger in einem Gerät vereint. Hohe Saugkraft, präzise Navigation und vielseitige Reinigungsfunktionen machen dieses Gerät zu einem echten Haushaltswunder. Die Reinigungsstation sorgt für zusätzlichen Komfort, indem sie die Wischmopps wäscht und trocknet und die Staubbehälter automatisch entleert. Das gilt auch für den Akkusauger – klasse!
Einziger Kritikpunkt ist der kleine Staubbehälter des Saugroboters, der bei großen Verschmutzungen schnell an seine Grenzen stößt. Bei regelmäßiger Fahrt sollte das aber kein Problem sein. Außerdem gibt es einige Spitzenmodelle, die auf Teppich noch besser saugen und bei denen die Objekterkennung noch einen Tick besser funktioniert – die kosten dann aber auch ohne zusätzlichen Hand/Akkusauger trotzdem meist mehr. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt: Die große Station benötigt viel Platz, besonders mit seitlich angeheftetem Saugrohr als Aufbewahrungsstandort.
Lefant M3
Lefant M3
Der Lefant M3 hat alles, was ein guter Saugroboter benötigt: Lidar-Navigation, Absaug- und Waschstation und hohe Saugleistung – für 274 Euro!
- gute Saugleistung (insbesondere, aber nicht nur auf Hartboden)
- Lidar-Navigation
- umfangreiche App
- Station mit Staubabsaugung sowie warmer Moppwäsche und Trocknung
- sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Wischleistung für Preis top, insgesamt aber begrenzt
- Sprachausgabe nur englisch
Saugroboter Lefant M3 für 274 € im Test: Die beste Wischleistung für wenig Geld
Der Lefant M3 hat alles, was ein guter Saugroboter benötigt: Lidar-Navigation, Absaug- und Waschstation und hohe Saugleistung – für 274 Euro!
Mit dem Saugroboter M3 zielt der hierzulande noch wenig bekannte Hersteller Lefant auf die Mittelklasse ab. Dank gesunkener Preise ist er aber inzwischen weitestgehend im Einsteigersegment angekommen. Er kombiniert Laser-Navigation mit drehenden und anhebbaren Wischmopps sowie einer Station, die Staub absaugt und Wischpads mit warmem Wasser reinigt.
Eine App gibt es natürlich auch – alles Dinge, die in höheren Preisbereichen vollkommen üblich sind, bei Saugrobotern unter 400 Euro aber kaum. So werden für den Lefant M3 gerade einmal 274 Euro fällig – da muss es doch einen Haken geben? Wir haben im Test nach einem ebensolchen gesucht.
Design und Verarbeitung
Der Roboter setzt auf den typisch runden Aufbau von Saugrobotern mit einem Lidar-Turm auf der Oberseite. Dadurch kommt er auf eine Bauhöhe von knapp 10 Zentimeter – Standard für dieses Design. Auffällig ist der große dunkle Visor unseres weißen Testgeräts, hinter dem sich zahlreiche Nahbereichssensoren befinden, die über 180 Grad „Sicht“ nach vorn abdecken.
Auf einen typischen mechanischen Bumper verzichtet der Hersteller beim M3 hingegen. Das Gehäuse besteht wie gewohnt aus Kunststoff. Die Materialanmutung ist funktional und nicht übermäßig hochwertig, aber ausreichend gefällig. Der bereits erwähnte Visor zieht allerdings Staub und Tierhaare elektrostatisch an, wodurch der Roboter schon nach der ersten Fahrt vergleichsweise abgekämpft aussieht. Ein einfacher Lappen behebt dieses Problem aber schnell.
Der Rest ist wie bei der Konkurrenz: Bürsten und Wischpads lassen sich zur einfachen Reinigung ohne Werkzeug entnehmen. Der Staubbehälter im Roboter fällt relativ groß aus, er fasst 0,8 Liter. Das ist ziemlich viel, schließlich wird der Behälter auf Wunsch nach jeder Fahrt automatisch abgesaugt. Zuständig dafür ist die Reinigungsstation. Sie arbeitet mit einem 3,2 Liter fassenden Staubbeutel, mit dem der Roboter mehrere Wochen autark reinigen kann.
Der ebenfalls in der Station enthaltene Frischwassertank misst 3,5 Liter, der Schmutzwassertank fällt nur geringfügig kleiner aus. Fährt der Roboter täglich, muss trotzdem alle paar Tage Wasser nachgefüllt und Schmutzwasser entsorgt werden. Nach jedem Wischdurchgang werden die Mopps gesäubert und anschließend aktiv getrocknet – wenn auch nur mit zimmerwarmer Luft.
Inbetriebnahme und App
Die Einrichtung läuft über WLAN und die Lefant-App. Für die Registrierung wird eine E-Mail-Adresse verlangt, danach folgt die Kopplung mit Heimnetz und Roboter. Das klappt im Test schnell und direkt und macht einen genauso guten Eindruck wie die ganze App an sich. Bei der ersten Reinigung erstellt der Roboter eine Karte, einen besonderen Kartierungsmodus gibt es nicht.
Tipp: Da eine komplette Reinigung je nach Wohnungsgröße oder Geschossfläche dauern kann, empfehlen wir, wenigstens das Wischen auszulassen. Dann entfällt immerhin das regelmäßige Zwischenreinigen der Wischmopps – das spart Zeit.
Das Mapping funktioniert zuverlässig. Räume werden gut erkannt und meist richtig getrennt, zur Not hilft ein manueller Eingriff. So lassen sich später Zimmer und Zonen wie bei der Konkurrenz gezielt reinigen – auch wenn sich dabei einer der insgesamt recht wenigen Übersetzungsfehler offenbart. Die App bietet zudem Zeitpläne, Zonenreinigung sowie Sperrzonen und es gibt mehrere einstellbare Leistungsstufen und eine automatische Saugkraftanhebung beim Befahren von Teppich.
Auch die Station lässt sich per App konfigurieren. Dort können Intervalle für die Staubabsaugung sowie die Dauer für die Mopptrocknung eingestellt werden. Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Assistant sind möglich, Matter-Anbindung hingegen nicht. Übrigens: Auch wenn die App auf Deutsch ist, spricht der Roboter ausschließlich englisch.
Navigation und Hindernisvermeidung
Der Lefant M3 nutzt Laser-Navigation und dToF Laser Mapping (direct Time of Flight) zur Kartierung und Navigation. Das sorgt für präzise Navigation, Fahren gerader Bahnen, saubere Kantenführung und problemloses Wiederfinden der Station. Das alles läuft in der Praxis ähnlich gut wie bei deutlich teureren Modellen.
Der Roboter fährt zielsicher durch die Wohnung und findet sich auch nah an Hindernissen gut zurecht. Dabei ist er einen Tick vorsichtiger als Modelle mit Bumper, so fährt er etwa anfangs mit etwas Abstand zu einer Wand und nähert sich dann auf den typischen Saugroboter-Abstand. Damit bleibt auch ohne ausfahrbare Seitenbürste wenig Schmutz an Rändern zurück.
Auch das Umfahren größerer Hindernisse klappt gut. Grenzen gibt es – wie bei vielen Geräten – bei kleinen Objekten. Kabel, kleines (Katzen-)Spielzeug sowie dünne Tisch- und Stuhlbeine können Probleme bereiten, eine Objekterkennung per Kamera und KI gibt es nicht. Zur Not helfen Sperrzonen und No-Go-Bereiche, heikle Stellen dauerhaft auszuklammern.
Saugleistung und Wischfunktion
Die Saugleistung ist ein Pluspunkt des Lefant M3. Genannt werden zwar nur 12.000 Pascal, das ist im Vergleich zu aktuellen Spitzenmodellen nicht einmal die Hälfte. In Verbindung mit der gemischten Hauptbürste mit Borstenreihen und Gummilamellen nimmt der Roboter aber groben und feinen Schmutz auf Hartboden trotzdem zuverlässig auf.
Auch auf kurzflorigem Teppich ist die Leistung ordentlich, mit zunehmender Teppichtiefe hat der Lefant M3 aber im Vergleich zu teureren Modellen überproportional zu kämpfen. Positiv dabei: Sichtbare Haarverwicklungen in der Hauptbürste sind kaum zu verzeichnen, auch wenn das nicht komplett verhindert wird. Der Roboter erkennt Teppiche und kann die Saugkraft dort automatisch erhöhen. Das verbessert die Schmutzaufnahme. Außerdem hebt der M3 beim Befahren von Teppich die Wischmopps um 10 mm an, damit die Fasern möglichst trocken bleiben.
Beim Wischen schlägt sich der Lefant-Roboter für seine Preisklasse hervorragend, kommt aber trotzdem schneller an Grenzen als deutlich teurere High-End-Modelle. Frische Flecken und Alltagsschmutz werden meist beim ersten Durchlauf aufgenommen. Mit eingetrockneten Rückständen kommt der M3 hingegen nicht so gut klar. Das ist bauartbedingt: Der Anpressdruck der Mopps ist begrenzt und der Roboter verfügt zudem nicht über einen eigenen Wassertank.
Entsprechend kann er die Pads nicht gleichbleibend feucht halten, wodurch sie anfangs sehr nass, später hingegen zu trocken werden. Ersteres kann theoretisch auf empfindlichem Boden wie Parkett sogar problematisch sein.
Gut ist hingegen die Reinigung der Mopps in der Station. Sie wäscht die Wischpads mit rund 40 Grad warmem Wasser und trocknet sie anschließend aktiv. Hierfür kommt allerdings nur Luft auf Zimmertemperatur zum Einsatz. Zumindest auf der längsten Trocknungsstufe wurden im Test auch im Winter die Wischpads aber trocken. Das senkt das Risiko auftretender Gerüche und von Schimmelbildung.
Akku
Der Lefant M3 reinigt am Stück im Alltag – abhängig von Umgebung, Teppichanteil und weiteren Faktoren – bis zu 3 Stunden. Die Ladezeit liegt meist in einem ähnlichen Bereich, anschließend reinigt der Roboter bei Bedarf an der letzten Stelle weiter. Grundsätzlich ist der M3 damit auch für größere Wohnungen geeignet, im Test schaffte er etwa 120 m² brutto (also noch abzüglich Möbel etc.) am Stück.
Preis
Die UVP des Lefant M3 benennt der Hersteller für Deutschland mit stolzen 439 Euro. Spannender ist der Straßenpreis: Aktuell gibt es den Saugroboter laut Preisvergleich bei Joybuy bereits ab 274 Euro. Bei Amazon sind es dagegen derzeit 350 Euro (Stand der Preise: 21. Januar 2026).
Fazit
Der Lefant M3 bietet für seinen Straßenpreis sehr viel Funktionsumfang. Dazu gehören Laser-Navigation, ordentliche Saugleistung, drehende und anhebbare Wischmopps, warme Moppwäsche und aktive Mopptrocknung. Möglich macht letzteres die Absaug- und Reinigungsstation, die wie der Roboter selbst über eine umfangreiche App gesteuert werden darf. Diese Kombination macht den M3 derzeit zu einem echten Preis-Leistungs-Monster.
Natürlich ist nicht alles perfekt: Im Vergleich zu deutlich teureren Modellen ist die Wischleistung schlechter, es fehlt ein Wassertank im Roboter zur Steuerung des Feuchtigkeitsgrades der Mopps und die aktive Lufttrocknung wird nur per zimmerwarmer Luft realisiert. In seiner Preisklasse ist das trotzdem beispiellos, daher ist der Lefant-Roboter ein echter Schnapper.
Ecovacs T90 Pro Omni
Ecovacs T90 Pro Omni
Der Ecovacs T90 Pro Omni ist ein spannender Mittelklasse-Saugroboter mit 30.000 Pa Saugleistung und anhebbarer Wischwalze.
- gute Saugleistung auf Hartboden
- umfangreiche Station mit Warmwasser-Reinigung und Heißluft-Trocknung
- ausfahrende und anhebbare Wischwalze
- Power-Boost-Schnellladefunktion für große Flächen
- Kletterfunktion für Schwellen bis 24 mm
- schwache und unzuverlässige Hinderniserkennung
- mäßige Saugleistung auf Teppich
- auffällig lautes Fahrgeräusch, erinnert an RC-Spielzeug
- Walzenanhebung auf Teppich reagiert verzögert an Kanten
Ecovacs T90 Pro Omni im Test: Saugroboter saugt stark & lädt klug
Der Ecovacs T90 Pro Omni ist ein spannender Mittelklasse-Saugroboter mit 30.000 Pa Saugleistung und anhebbarer Wischwalze.
Ecovacs schickt mit dem T90 Pro Omni einen Saug- und Wischroboter der Mittelklasse ins Rennen. Mit 30.000 Pa Saugleistung übertrifft er auf dem Papier sogar den letztjährigen Ecovacs X8 Pro Omni, der noch mit 18.000 Pa auskommen musste. Dazu gibt es eine ausfahrbare Wischwalze, eine Kletterfunktion für Schwellen bis 24 mm und eine Omni-Station mit Warmwasser-Reinigung und Heißluft-Trocknung. Klingt nach einem starken Paket – zumal der T90 Pro Omni mit knapp unter 700 Euro deutlich günstiger ist als viele Topmodelle.
Wir zeigen, was der Ecovacs T90 Pro Omni wirklich kann und wo er an seine Grenzen stößt. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs T90 Pro Omni?
Der Ecovacs T90 Pro Omni kommt komplett in Schwarz daher. Der runde Roboter misst 353 mm im Durchmesser und 95 mm in der Höhe – damit ist er vergleichsweise flach und passt unter die meisten Möbel. Das Gewicht liegt bei 5,3 kg. Der Deckel auf der Oberseite ist nun geriffelt und texturiert, was dem Roboter ein frischeres Aussehen verleiht. Allerdings verstehen wir nach wie vor nicht, warum Ecovacs zwar Aussparungen für Magnete in den Deckel macht, aber keine magnetische Halterung einbaut. So liegt der Deckel nur lose auf und hält nicht von selbst.
An der Unterseite befinden sich die Hauptbürste, eine Seitenbürste und die ausfahrbare Wischwalze. Die Walze ist mit 27 cm recht lang und lässt sich um 1,5 cm zur Seite ausfahren, um Ränder entlang von Sockelleisten zu wischen. An der Außenkante der Walze sitzt ein weicher Filzstreifen, der Kratzer an Möbeln verhindern soll.
Ecovacs T90 Pro Omni – Bilderstrecke
Die Seitenbürste ist unverändert: Sie wird weiter mit einer Schraube fixiert und die Borsten stecken nur in einer Gummihülse. In der Vergangenheit haben wir die Erfahrung gemacht, dass diese Hülse bei Widerstand gerne ausreißt – etwa wenn sie im Teppich hängen bleibt. Zusätzlich verfügt der Roboter über ein mechanisches Klettersystem mit zwei zusätzlichen Hebelrädern, die bei Schwellen ausfahren.
Die Station hat Ecovacs beim T90 Pro Omni mit einem schicken Design versehen, das eine texturierte Oberfläche und glänzende Zierelemente beinhaltet. Wir finden den neuen Anstrich ansehnlich, aber er ist kein direkter Kaufgrund. Die Vorderseite ist nun ein durchgehendes Element und lässt sich komplett abnehmen. Dahinter befinden sich der Staubbeutel sowie der Behälter für das optionale Reinigungsmittel. Diese Lösung gefällt uns besser als die vorher nur teils abnehmbaren Fronten, weil sie stringenter wirkt.
Die Station misst 338 × 500 × 460 mm und ist damit recht kompakt für den gebotenen Funktionsumfang. Sie fasst 4 l Frischwasser, 2,2 l Schmutzwasser und 3 l Staub. Die Reinigung der Wischwalze erfolgt über ein druckbetriebenes System mit 32 Strahlrichtungen. Die Verarbeitung von Roboter und Station ist insgesamt sehr ordentlich.
Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs T90 Pro Omni betriebsbereit?
Die Einrichtung erfolgt über die Ecovacs Home App. Nach der Installation und Erstellung eines Accounts scannt man den QR-Code unter dem Deckel des Roboters. Die App führt durch die Kopplung, anschließend startet die erste Kartierungsfahrt und eventuell anstehende Firmware-Updates werden installiert. Insgesamt dauert die Ersteinrichtung etwa 30 Minuten – das ist Standard.
Die App bietet alle gängigen Funktionen: Kartenverwaltung, Raumaufteilung, virtuelle Wände, No-Go-Zonen und programmierbare Reinigungszeiten. Die Wischwassermenge lässt sich zwischen 0 und 50 einstellen, die Saugleistung zwischen Leise, Standard, Hoch und Max. Ecovacs hat die Übersicht über Reinigungsaufgaben, deren Reihenfolge und Ergebnisse verbessert. Auch eine Live-Videostream-Funktion ist integriert, über die man die Kamera des Roboters am Smartphone nutzen und ihn manuell steuern kann.
Ecovacs T90 Pro Omni – App & Einrichtung
Allerdings leistet sich die App noch Fehler: Kartenänderungen speichert man durch „Abbrechen“ statt „Bestätigen“ – das ist kontraintuitiv und sollte längst behoben sein. Die Sprachansagen des Roboters sind teils eigenwillig formuliert und sehr ausführlich. Der T90 Pro Omni kommentiert jede Aktion mit einer detaillierten Erklärung – das nervt schnell. Immerhin bietet Ecovacs inzwischen einen Button zum Verkürzen der Ansagen. Alternativ lassen sie sich komplett deaktivieren, dann verpasst man aber wichtige Meldungen wie leere Wassertanks oder Fehlermeldungen.
Der Sprachassistent Yiko lässt sich mit „OK Yiko“ aktivieren und versteht Befehle wie „Reinige die Küche“. Das funktioniert zuverlässig, die App-Steuerung ist aber komfortabler. Wer ihn nicht nutzen möchte, kann ihn auch deaktivieren. Amazon Alexa, Google Assistant und Matter werden ebenfalls unterstützt.
Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs T90 Pro Omni Hindernisse?
Die Navigation ist die größte Schwäche des T90 Pro Omni. Ecovacs setzt auf eine Kombination aus einem Lasersensor zur Kartierung und einer Objekterkennung mittels Mini-ToF-Sensor und Kamera. Zusätzlich sind Infrarot-, Ultraschall-, Absturz- und Wandlaufsensoren verbaut. In der Theorie soll der Roboter Hindernisse erkennen und umfahren. In der Praxis zeigt er sich jedoch teils etwas rabiat.
Ecovacs T90 Pro Omni – Schmutz, den der Roboter beim Auffahren auf den Standfuß des Rundtischs hinterlassen hat. heise bestenlisten
Im Test fährt der T90 Pro Omni auf das Stativ eines am Boden stehenden Feuerlöschers und gegen den Standfuß eines runden Küchentischs. Dabei hat er dort angefeuchtete Schmutzpartikel auf dem Boden hinterlassen. Beim Manövrieren und Umdrehen stößt er mit seinem Frontschild oder der ausgefahrenen Wischwalze gegen Stuhlbeine und reißt an diesen. Wir haben den Eindruck, als hätte der Roboter kein gutes Gespür für seine eigenen Abmessungen. Topmodelle wie der Roborock Saros Z70, Saros 20 oder der Narwal Flow verhalten sich hier deutlich besser.
Besonders problematisch ist die Kletterfunktion, die je nach Schwelle bis zu 24 mm überwindet. Mit unserem Teppich aber hatte der Roboter seine Probleme, denn er hat versucht, ohne Klettern aufzufahren. Dabei hat er allerdings seine Seitenbürste unter dem Teppich eingehakt, diesen angehoben und beim Vorwärtsfahren zusammengefaltet. Das hat er nicht bemerkt und minutenlang versucht, weiterzufahren. Am Ende hat er sich gewaltsam befreit und ist dabei gegen das Sofa geknallt. Ein solches Verhalten haben wir in unseren Tests schon länger bei keinem Roboter mehr gesehen.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Ecovacs T90 Pro Omni?
Auf Hartboden liefert der T90 Pro Omni ein gutes Ergebnis. Etwa 90 Prozent der Schmutzpartikel entfernt er im ersten Durchgang. Einzelne Körner verstreut er gelegentlich und nimmt sie erst nach mehrmaligen Fahrten auf. Die 30.000 Pa Saugleistung klingen beeindruckend, in der Praxis zeigt sich aber kein deutlich spürbarer Unterschied zu den 18.000 Pa des Vorgänger-Topmodells X8 Pro Omni. Die Entfernung von Partikeln war in beiden Fällen sehr gut, aber nicht hundertprozentig.
Auf Teppich fällt das Ergebnis deutlich ab. Hier entfernt der Roboter nur etwa 60 bis 65 Prozent der Schmutzpartikel – getestet mit feinem Mehl und grobem Vogelfutter. Auch nach mehreren Durchläufen bleiben sichtbare Rückstände. Das ist für einen Roboter dieser Preisklasse enttäuschend.
Die Wischfunktion mit der 27 cm langen Walze arbeitet ordentlich. Die Walze dreht mit bis zu 200 Umdrehungen pro Minute und liefert ein gleichmäßiges Wischbild. Der Roboter befüllt seinen internen Wassertank von 110 ml automatisch aus der Station und kehrt regelmäßig zur Walzenreinigung zurück. Die ausfahrbare Walze erreicht Ränder entlang von Sockelleisten besser als fest montierte Systeme.
Ecovacs T90 Pro Omni – Reinigung
Allerdings gibt es ein Problem bei der Teppicherkennung: Die Walze hebt sich erst an, wenn der Roboter vollständig auf dem Teppich steht. Fährt er mittig über die Kante zwischen Teppich und Hartboden, bleibt die Walze unten und macht den Teppich nass. Das ist ärgerlich und sollte per Software-Update gelöst werden. Die maximale Anhebung beträgt 15 mm.
Die Station reinigt die Wischwalze mit 75 Grad Celsius warmem Wasser über ein druckbetriebenes System und trocknet sie anschließend mit Heißluft bei 45 Grad. Die Trocknungsdauer lässt sich auf 2, 3 oder 4 Stunden einstellen, wobei 3 Stunden der Standard ist. Der Staubbehälter des Roboters wird automatisch in den 3-l-Staubbeutel der Station abgesaugt.
Beim Thema Lautstärke fällt der T90 Pro Omni negativ auf. Das reine Fahrgeräusch liegt bei 37 dB(A) und erinnert an ein elektrisches RC-Spielzeugauto – das kennen wir von der Konkurrenz so nicht. Beim Reinigen variiert die Lautstärke je nach Saugstärke: Im leisen Modus sind es 47 dB(A), bei Normal 52 dB(A), bei Hoch 59 dB(A) und im Turbo-Modus 68 dB(A). Das sind allesamt gute Werte, auch wenn er nicht zu den leisesten Modellen gehört.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs T90 Pro Omni?
Der Lithium-Ionen-Akku des T90 Pro Omni bietet je nach Modus unterschiedliche Laufzeiten. Im leisen Saugmodus auf Hartboden hält er etwa 140 Minuten, im Standardmodus 120 Minuten. Beim kombinierten Saugen und Wischen im Standardmodus gibt Ecovacs bis zu 350 Minuten an. Die Ladezeit beträgt 2,5 Stunden bei einer Nennleistung von 65 Watt.
Im Test schafft der T90 Pro Omni unseren 54 m² großen Testraum in 82 Minuten. Bei der Rückkehr zur Station zeigt er noch einen Restakkustand von 54 Prozent – wobei der Akku zwischenzeitlich beim Auswaschen der Walze an der Station nachgeladen wird. Damit sind auch deutlich größere Wohnungen kein Problem. Die Schnellladefunktion „Power Boost“ lädt den Akku während dieser routinemäßigen Reinigungspausen in 3 Minuten um bis zu 10 Prozent nach. Laut Ecovacs soll der Roboter damit Flächen bis 500 m² am Stück bewältigen können.
Preis: Was kostet der Ecovacs T90 Pro Omni?
Der Ecovacs T90 Pro Omni ist aktuell für 692 Euro (bei Ebay mit Code: NEUMIX) erhältlich, die UVP liegt bei 799 Euro. Das klingt zunächst günstig, allerdings kostet das Ecovacs-Topmodell X8 Pro Omni inzwischen unter 600 Euro. Der Unterschied zwischen beiden Modellen beschränkt sich im Wesentlichen auf das veränderte Stationsdesign, die Kletterfunktion, schnelleres Laden und einige Software-Features wie die Video-Ansicht mit manueller Steuerung. Zudem gibt es starke Konkurrenz: Der Narwal Freo Z10 Ultra liegt preislich ähnlich, der Narwal Flow, Roborock Qrevo Curv 2 Flow oder der Mova Z60 Ultra Roller fallen regelmäßig unter 700 Euro – und sind bei der Objekterkennung deutlich besser.
Fazit
Der Ecovacs T90 Pro Omni ist kein schlechter Saugroboter. Auf Hartboden liefert er eine gute Saugleistung, die Wischfunktion mit ausfahrbarer Walze arbeitet ordentlich und die Station mit Warmwasser-Reinigung, Heißluft-Trocknung und automatischer Absaugung lässt kaum Wünsche offen. Auch die schnelle Ladefunktion und die Kletterfähigkeit sind sinnvolle Ergänzungen.
Allerdings hinterlässt die Hinderniserkennung einen durchwachsenen Eindruck. Der Roboter fährt häufiger gegen Möbel als nötig und manövriert sich gelegentlich in Situationen, aus denen er sich nur mit Gewalt befreit. Auf Teppich überzeugt weder die Saugleistung noch die verzögerte Walzenanhebung an Kanten. Das Fahrgeräusch ist zudem lauter als bei vielen Konkurrenten. Angesichts der starken Mitbewerber, die bei vergleichbaren oder niedrigeren Preisen eine zuverlässigere Navigation bieten, ist der T90 Pro Omni zum aktuellen Preis von knapp 700 Euro nicht unsere erste Wahl. Hier greifen wir aber eher zu Alternativen wie dem Narwal Freo Z10 Ultra oder dem Roborock Qrevo Curv 2 Flow.
Fällt er in den kommenden Monaten deutlich unter 550 Euro, wird er aber zu einer soliden Option – denn die Grundlagen stimmen, nur die Feinabstimmung muss Ecovacs noch nachbessern.
Eufy S1 Pro
Eufy S1 Pro
Eufy hat mit dem Saug- und Wischroboter S1 Pro ein echtes Highend-Modell auf den Markt gebracht, das mit omnipotenter Reinigungsstation sowie drehender Wischwalze mit kontinuierlicher Säuberung punkten will. Der Test verrät, wie gut das funktioniert.
- einzigartiges Wischsystem wie Saugwischer
- tolle Reinigungsstation mit Desinfektion des Frischwassers
- schickes und hochwertiges Design
- nahezu perfekte Objekterkennung
- wischt schlechter als die Top-Konkurrenz
- Objekterkennung kann zu Problemen bei Navigation führen
- viel zu teuer
Saugroboter Eufy S1 Pro mit Reinigungsstation im Test
Eufy hat mit dem Saug- und Wischroboter S1 Pro ein echtes Highend-Modell auf den Markt gebracht, das mit omnipotenter Reinigungsstation sowie drehender Wischwalze mit kontinuierlicher Säuberung punkten will. Der Test verrät, wie gut das funktioniert.
Die Anker-Tochter Eufy hat zuletzt mit dem X10 Pro Omni (Testbericht) bewiesen, dass man gute und auch in Relation zur Leistung günstige Saug- und Wischroboter mit Reinigungsstation bauen kann. Luft nach oben gibt es bei dem Modell aber – wenig überraschend – dennoch, schließlich handelt es sich dabei um kein absolutes Topmodell. Das ist beim Eufy S1 Pro anders. Das Gerät mit auffälliger Bauform will besonders beim Wischen punkten. Es wartet daher mit einer breiten Wischwalze auf, die wie bei einem Saugwischer (Bestenliste) auch während des Wischvorgangs kontinuierlich mit frischem Wasser gereinigt wird, wohingegen das gebrauchte Abwasser in einen weiteren Tank im Roboter abfließt. Zudem wird das Frischwasser in der Station dank Ionisierung weitestgehend von Bakterien befreit. Das alles verspricht auf dem Papier die beste Wischreinigung aller Saug- und Wischroboter. Wir verraten im Test, ob das in der Praxis auch tatsächlich so ist.
Den Eufy S1 Pro gibt es nicht bei Händlern, sondern beim Hersteller selbst am günstigsten: Aktuell kostet er dank dem 550-Euro-Rabattcoupon WS24T2080G11 noch 949 Euro statt 1250 Euro.
Design: Wie sieht der Eufy S1 Pro aus?
Eufy hat bereits beim X10 Pro Omni (Testbericht) bewiesen, dass man sich nicht scheut, bei der Form der Roboter andere Wege zu gehen. Während der Hersteller dort auf eine abgerundete D-Form setzt, verwendet das Unternehmen beim S1 Pro nun eher eine abgerundete Quadrat-Form, also einen Mittelweg aus rund und eckig. Wie schon beim X10 verzichtet Eufy auch beim S1 Pro auf einen externen Laserturm, sondern verfrachtet die Lidar-Technologie (Light Detection and Ranging) nach innen, sodass der Roboter niedriger als 10 Zentimeter ist. Superflach ist das trotzdem nicht, vor gar nicht langer Zeit war das die normale Höhe für Modelle mit Turm. Nachteil zudem: Statt Rundumsicht mittels oben aufgesetztem, drehendem Laser verfügt auch der S1 Pro nur über ein knapp 180 Grad großes Blickfeld.
Ansonsten setzt Eufy auf eine elegante Mischung aus glänzendem und mattem Kunststoff, dessen Verarbeitung und Qualitätsanmutung trotzdem sehr hochwertig ist. Unterstützt wird dieser Eindruck von mehreren LEDs, die teils im Betrieb langsam pulsieren – das wirkt futuristisch und modern. Die generelle Formgebung erinnert uns an einen Kiesel, der seit Jahrmillionen in einem Bach liegt: Der S1 Pro hat nirgends harte Kanten oder Ecken, er ist überall rundgelutscht und wirkt dadurch organischer als andere Roboter. Damit hebt er sich deutlich von den meisten Konkurrenzprodukten ab. Die Oberseite wird magnetisch gehalten und verdeckt den herausnehmbaren Staubbehälter sowie einen mechanischen Power-Schiebeschalter, Reset- und WLAN-Knopf. Außerdem lässt sich über das Drücken zweier mechanischer Schalter der hinten angebrachte Abwassertank zur Reinigung abnehmen.
Unten bietet sich dem Betrachter eine Überraschung. Entgegen der Konkurrenz, die zum Wischen normalerweise mit zwei drehenden Mopps oder einem vibrierenden Wischtuch ausgestattet ist, setzt Eufy auf eine drehende Wischrolle wie in einem Saugwischer (Bestenliste). Wie dort wird die Rolle zudem aus dem Frischwassertank des Roboters während der Fahrt ständig mit sauberem Wasser versorgt und gereinigt, während das Schmutzwasser in einem weiteren Tank im Roboter aufgefangen wird. Beim Befahren von Teppich wird die Rolle 1,2 Zentimeter angehoben. Vorn gibt es eine deutlich schmalere Saugbürste, die aus gedrehten Gummilamellen besteht, überdies je eine Seitenbürste links und rechts.
Die Station fällt mit ihrer schmalen, aber hohen Bauweise ebenfalls direkt ins Auge. Eufy bewirbt sie hochtrabend als „erste 10-in-1-Station“ und verweist auf die gute Bedienbarkeit über das oben platzierte Touchdisplay. Das könne ohne Bücken erreicht werden und erlaubt eine rudimentäre Bedienung (Start/Stopp, zurück zur Station und Wechsel von Saugen zu Saugen und Wischen). 10-in-1 halten wir dann doch für etwas übertrieben und ganz ohne Bücken klappt auch nur bis zu einer Körpergröße bis vielleicht 1,70 Meter. Dennoch sind Station und Bedien-Panel praktisch, zumal dort auch immer angezeigt wird, was der Roboter gerade macht. Die Station saugt nicht nur den Schmutz aus dem Staubbehälter des Roboters ab, sondern reinigt auch die Wischwalze und trocknet sie nach dem Reinigungsvorgang mit warmer Luft. Dabei wird die Walze mehrfach stückweise gedreht, um sie von allen Seiten zu trocknen. Praktisch: Die Schale, in der die Wischrolle des Roboters in der Station gereinigt wird, kann zur Reinigung komplett entnommen werden.
App: Wie einfach ist die Einbindung des Eufy S1 Pro in die App?
Wie bei eigentlich allen aktuellen Saugrobotern ist die Einbindung in die App des Herstellers extrem einfach: App herunterladen, kostenlosen Account einrichten oder einloggen und den Anweisungen folgen. Die App selbst ist recht übersichtlich. Das liegt einerseits an Design und Aufbau, andererseits daran, dass der Nutzer etwas weniger Einstellungsmöglichkeiten als bei Top-Konkurrenten wie Dreame oder Roborock hat. Das merkt man aber in erster Linie im Detail. Bedeutet: Funktionen wie Teppichboost, Zeitpläne, Raumaufteilung und vieles mehr sind da, manche zusätzliche Spielereien sucht man aber vergeblich. So fährt der Roboter dank internem Frisch- und Abwassertank lange ohne Zwischenstopp an der Station, bei uns saugte er erst nach gereinigten 45 m² den Staubbehälter aus. Kurze Zeit später fuhr er dann doch zum Reinigen der Rolle und zum Füllen und Leeren der internen Tanks erneut in die Station – wer etwas anderes möchte, hat Pech gehabt.
Navigation: Wie gut erkennt der Eufy S1 Pro Hindernisse?
3D-Objekterkennung ist bei Saugrobotern ein eher neues Feature. Da verwundert es auch nicht, dass selbst Topmarken wie Roborock oder Dreame zwar gute, aber nach wie vor keine perfekte Objekterkennung bieten können. Entsprechend würden wohl nur die wenigsten Nutzer eine perfekte Objekterkennung bei kleineren Unternehmen erwarten – und sich dabei irren. Denn Eufy hat uns bei der 3D-Erkennung bereits beim X10 Pro Omni (Testbericht) positiv überrascht. Das ist auch beim S1 Pro nicht anders. Der Hersteller setzt hier auf eine Kombination seiner True Course Mapping genannten Lidar-Technik für die Navigation und 3D Matrix Eye. Dabei handelt es sich um einen KI-Algorithmus, der 8 Mal pro Sekunde mittels Infrarot- und RGB-Kamera Bilder der Umgebung vor dem Roboter aufnimmt und auswertet.
Dass der Robo dabei „menschliches Sehen, Denken und Handeln“ imitieren soll, ist natürlich Marketing-Sprech und schamlos übertrieben, schließlich kann der Roboter nicht selbst denken und Entscheidungen treffen, sondern wurde vorab entsprechend programmiert. Das aber gut, denn im Test überzeugte uns der S1 Pro mit fehlerfreier Objekterkennung bei Hindernissen wie Socken, Hausschuhen, Kabeln oder Katzenspielzeug. Im Gegensatz zu manchem Konkurrenten erkannte der Eufy-Roboter immer wieder vor ihm drapierte Störungen fehlerfei und umfuhr sie, ohne sie noch einmal zu berührten – beeindruckend.
Die eigentliche Navigation ist gut, festgefahren hat sich der Roboter im Test nicht. Dabei hat er sich auch nur selten um sich selbst drehen müssen, obwohl der Bot nur vor sich „sehen“ kann. Beim X10 Pro Omni (Testbericht) gibt es solche Pirouetten häufiger. Im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern fährt der Eufy S1 Pro zuerst die Mitte der Räume ab und am Schluss die Ränder. Auch Teppiche werden nicht immer in einem Rutsch, sondern teils erst nach dem Hartboden gesaugt. Da auch zuvor schon einzelne Überquerungen der Auslegeware vorkommen, wirkt das manchmal etwas unstrukturiert.
Das Abfahren der Räume funktioniert generell erstaunlich schnell, sofern nicht zu viele Hindernisse auftauchen, schafft der S1 Pro fast 1 m² pro Minute – ein sehr guter Wert für Modelle mit Objekterkennung. Insgesamt schaffte der Roboter die rund 140 m² (brutto) des Testhaushalts in etwa 2 Stunden, das ist ebenfalls sehr fix. Allerdings kam es dabei zu Unregelmäßigkeiten, die an der Software des Geräts liegen dürften. Denn in der Voreinstellung steht die „Empfindlichkeit der Höhenerkennung“ auf „Sicherheitsmodus“, wodurch der S1 Pro nicht unter einige Möbel fahren wollte. Außerdem wurde der Bot von Bodenfliesen in Holzoptik aus der Bahn geworfen, woraufhin die Fahrweise in diesem Bereich völlig unstrukturiert war und auch ein Bereich in der Mitte des Raumes gar nicht befahren wurde – seltsam. Beim nächsten Durchgang setzten wir die Höhenerkennung auf den „freien Modus“ und deaktivierten den „Modus für weniger Kollisionen mit kleinen Objekten“. Letzteres brachte tatsächlich die Lösung für das Dekor-Problem, verschlechterte aber auch die Objekterkennung, das ist etwas unbefriedigend. Mit der geänderten Höhenerkennung unterfuhr der Sauger auch niedrigere Möbel.
Die Reinigungskraft beim Saugen hat uns vor allem bei Hartboden überzeugt. Hier liegt der Eufy-Sauger auf Augenhöhe mit der Top-Konkurrenz. Etwas dahinter scheint er auf Teppich zu sein, denn mit Dingen wie eingetretenen Flusen hat er dann doch seine Probleme. Das macht zwar auch die Konkurrenz nicht perfekt, aber bisweilen besser. Etwas enttäuschend ist die Wischleistung. Der S1 Pro schafft breite, strukturierte und deckend feuchte Wischbahnen, lediglich die Seitenbürsten hinterlassen in der Nachbarbahn minimale Spuren. Das sieht alles toll aus, aber wenn es um das Lösen von Flecken geht, hat uns der Roboter nicht vollends überzeugt. Selbst eingetrocknete Kaffeeflecken, die wir als realistisches und machbares Szenario für einen guten Wischroboter ansehen, entfernt der S1 Pro nicht immer komplett mit einem Durchgang. Gute Modelle von Dreame und Roborock machen das besser. Das ist zwar kein schlechtes Ergebnis, in Anbetracht der Tatsache, dass Wischen eigentlich bei dem betriebenen Aufwand von Eufy mit Frisch- und Abwassertank die Paradedisziplin sein müsste, haben wir hier mehr erwartet.
Zudem sind uns zwei Dinge aufgefallen, die wir so auch nicht von Saug- und Wischrobotern kennen. Einerseits bleibt immer etwas Wasser im Abwassertank zurück, sodass der am besten regelmäßig gereinigt werden sollte. Außerdem läuft der Wassertank des Roboters aus, wenn man ihn auf den Rücken legt. Zwar ist das kein typisches Alltagsszenario, kann aber beim Wechsel von Wisch- oder Saugrolle durchaus vorkommen.
Der Akku ist ordentlich dimensioniert. Nach den 140 m² (brutto) des Testhaushalts lag er noch bei etwa 30 Prozent. Bei noch größeren Flächen lädt der Roboter zwischen und setzt die Reinigung dann später fort.
Preis
Bei satten 1499 Euro liegt die von Eufy für sein Topmodell S1 Pro aufgerufene UVP, das ist ein stolzer Preis. Während zwischenzeitlich Drittanbieter günstiger waren, bietet jetzt Eufy selbst den günstigsten Preis für das Modell an: Aktuell kostet er dank dem 550-Euro-Rabattcoupon WS24T2080G11 noch 949 Euro statt 1250 Euro.
Fazit
Eufy überrascht mit dem S1 Pro in mehrfacher Hinsicht. Einerseits technisch. Denn mit desinfiziertem Frischwasser, toller Objekterkennung und vor allem der Wischsauger-ähnlichen, anhebbaren Wischrolle des Saugers mit Frisch- und Abwassertank bringt das Modell gleich zwei Dinge mit, die die meisten Konkurrenten nicht haben. Allerdings überrascht der S1 Pro auch mit einem enorm hohen Preis, der auf Augenhöhe mit der Saugroboter-Elite von Dreame und Roborock liegt.
Das Problem dabei: Das bakterienfreie Wasser ist für die meisten Interessenten kein Killerkriterium und die tolle Wischrolle bringt leider weit weniger als erhofft. So bleibt unterm Strich ein guter, aber viel zu teurer Saug- und Wischroboter, dem zudem auch noch die neuesten Features der Konkurrenz wie ausfahrbare Seitenbürste und ausfahrbarer Wischmopp für randloses Saugen und Wischen fehlt. Für die 1250 Euro zum Testzeitpunkt würden wir eher zu den Topmodellen der Konkurrenz greifen: Den Roborock S8 MaxV Ultra (Testbericht) gibt es fast zum gleichen Preis, der Dreame X40 Ultra (Testbericht) wird in etwa zur UVP des Eufy-Modells gehandelt.
Jonr X9 Pro
Jonr X9 Pro
Ausfahrbare und anhebbare Wischrolle, Station mit Absaugung, heißem Wasser und warmer Luft, außerdem tolle Navigation und Xiaomi-App – was kann der X9 Pro?
- sehr gute Wischergebnisse dank ausfahrbarer Wischrolle
- schicke und praktische Station mit Absaugung, Walzenwäsche
- gute Navigation dank LDS und Objekterkennung
- saugt ordentlich
- viele Versprechen und unseriöser Auftritt des Herstellers
- unrealistische Preisvorstellung
- Hinderniserkennung mäßig
Jonr X9 Pro im Test: Saugroboter erkennt Teppiche gut und hebt die Wischwalze an
Ausfahrbare und anhebbare Wischrolle, Station mit Absaugung, heißem Wasser und warmer Luft, außerdem tolle Navigation und Xiaomi-App – was kann der X9 Pro?
Jonr dürfte in Europa und vor allem in Deutschland bislang wenigen Menschen ein Begriff sein. Das Unternehmen gehört zu Suzhou New Ebao Technology und hat seinen Sitz in Hongkong. Mit dem Jonr X9 Pro versucht sich der Hersteller im Oberklasse-Segment bei Saug- und Wischrobotern. Dafür ist er mit seitlich ausfahrbarer und anhebbarer Wischwalze ausgestattet, die kontinuierlich mit Frischwasser besprüht und direkt nach der Nutzung mechanisch wieder abgestreift wird. Dank KI soll er Hindernissen optimal ausweichen, bei Dunkelheit nutzt der Roboter sein eigenes LED-Licht zur Aufhellung. Dazu kommt eine Station mit Staubbeutel, Waschfunktion und Heißlufttrocknung – also alles spitze?
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Jonr X9 Pro?
Jonr nennt für den runden Roboter Maße von 35 cm im Durchmesser und 11 cm in der Höhe. Damit ist das Modell durchschnittlich groß, aber am festen Laserturm etwas höher als die meisten Konkurrenzprodukte. Unter niedrigen Möbeln kann das aber zum Problem werden.
Der Roboter sieht mit seinem dunklen Grauton und hellerer Oberseite ausreichend hochwertig aus, an der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Auffällig: Die Oberseite dürfen Nutzer zwar vollständig abnehmen, sie wird aber nicht magnetisch, sondern nur mechanisch gehalten – wegen nicht ganz perfekter Genauigkeit wirkt das etwas weniger wertig.
Jonr X9 Pro – Bilderstrecke
Abgesehen von der Wischwalze fällt unten die ausfahrbare, aber mehr vorn statt seitlich installierte Seitenbürste ins Auge. Durch ihre Positionierung wirkt der Ausfahrbereich überschaubar. Zudem hat sie nur einen einzigen Borstenarm.
Die Station fällt naturgemäß deutlich größer aus, sie misst rund 46 x 35 x 43 cm. Im Vergleich zu vielen Konkurrenzprodukten ist aber auch das eher moderat, zudem sieht die sehr eckige Station mit ihren hintereinander angeordneten und offen zur Schau gestellten Frisch- und Abwassertanks ziemlich schick aus. Die Farbgebung mit einer Mischung aus dunklem Grau und einem warmen Bronzeton tut ihr Übriges dazu, obwohl als Material nur Kunststoff zum Einsatz kommt.
Etwas schade: Der Hersteller packt in den Lieferumfang nichts außer einem Handbuch in Papierform – nicht mal einen weiteren Beutel für die Absaugstation.
Einrichtung: Wie schnell ist der Jonr X9 Pro betriebsbereit?
Wer nach einer Jonr-App sucht, sucht vergeblich. Stattdessen erfolgt die Verbindung zwischen Smartphone und Roboter über die Xiaomi-Home-App. Zum Koppeln wird ein QR-Code genutzt, der unter der abnehmbaren oberen Abdeckung zu finden ist. App und erforderliches Nutzerkonto sind kostenfrei. Die Anleitung nennt als Voraussetzung ein 2,4-GHz-WLAN. 5 GHz wird nicht unterstützt, genauso wenig wie das WEP-Verschlüsselungsverfahren. Das ist im Jahr 2026 etwas dürftig.
Für die erste Kartierung startet der Roboter von der Station aus und fährt im Schnelldurchgang jeden erreichbaren Raum ab. Dank Lidar-Technik erstellt er sich so in wenigen Minuten eine genaue Karte seiner Umgebung. Im Test funktionierte das zwar gut, die anschließende Raumaufteilung musste aber stark nachbearbeitet werden – das dürfte jedoch weniger ein Problem des Saugers als vielmehr der Xiaomi-App sein und dank gutem Feature-Umfang konnte das im Nachgang manuell gut bearbeitet werden.
Insgesamt bietet die App gewohnt viele Einstellungsmöglichkeiten, darunter Optionen zur Teppichreinigung, Station, Hindernisvermeidung und natürlich Standards wie virtuelle Grenzen, Zeitpläne und Firmware-Updates. Im Detail bleibt die Xiaomi-App aber hinter Anbietern wie Roborock und Dreame zurück.
Navigation: Wie gut erkennt der Jonr X9 Pro Hindernisse?
Als Navigation nennt der Hersteller LDS, also laserbasierte Positionierung mittels drehendem Lidar-Sensor (Light Detection and Ranging) auf der Oberseite. Dazu kommen strukturiertes Licht und eine KI-gestützte Kamera zur Hindernis- und Kantenerkennung. Jonr wirbt mit millimetergenauer Kartierung und Erkennung von 200 Objekten. Bei schlechtem Umgebungslicht unterstützt eine Front-LED, die der Roboter automatisch zur Unterstützung der Kamera steuert.
Im Test funktionierte das insgesamt ziemlich gut. Der Roboter zieht strukturierte Bahnen, fährt zuvor Ränder ausreichend nah und verlässlich ab und hat sich auch auf mittelhohem Teppich nicht festgefahren – fast. Ernste Probleme hatte er mit Schwingstühlen. Auf deren Gestell fuhr er problemlos auf, kam aber nur schwer und teils erst nach Minuten wieder runter. Die vom Hersteller angegebene Kletterfähigkeit von 5 cm halten wir daher gelinde gesagt für übertrieben, zumal es keine sichtbaren Kletterhilfen wie bei Dreame oder Roborock gibt. Auf einem Bild dazu – echte Zahlenwerte gibt es auf der Herstellerseite kaum – werden aber für die Schwellenüberwindung auch zwei Stufen von vermutlich je 2 cm Höhe gezeigt – das entspricht schon eher der Kletterfähigkeit, die damit nur durchschnittlich ist.
Auf die Hinderniserkennung würden wir uns nicht verlassen. Sie funktioniert zwar bei etwas größeren Dingen wie einem glänzenden, niedrigen Futternapf oder einer Geldbörse, ein Kabel wurde hingegen trotz teilweiser Erkennung später aufgesaugt und ein Smartphone mit deaktiviertem Display komplett ignoriert. Das haben wir schon besser gesehen.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Jonr X9 Pro?
Die maximale Saugleistung gibt der Hersteller mit 20.000 Pascal an. Das ist längst kein Spitzenwert mehr, der liegt 2026 bei 35.000+. Trotzdem macht der X9 Pro seine Sache ordentlich. Auf Hartboden gibt es wenig überraschend keine Probleme, hier wird alles an Schmutz aufgenommen. Einschränkungen gibt es in erster Linie in Ecken. Die zuvor angesprochene, scheinbar etwas kurze und nicht genug ausfahrende Seitenbürste kommt in Kombination mit der einarmigen Konstruktion der Seitenbürste oft nicht ganz bis in Ecken und entsprechend bleibt dort Schmutz liegen.
Auch auf Teppich macht der X9 Pro eine ordentliche Figur. Hier entfernt er zumindest oberflächlichen Schmutz ganz gut, aber Tierhaare haken sich gern an der Auslegeware fest, sodass der Roboter sie nicht mehr angehoben bekommt. Dann reicht die Saugkraft nicht mehr, gerade tief sitzender Schmutz ist der Endgegner – nicht nur für den Jonr, sondern für Saugroboter generell.
Für Haare setzt der Hersteller übrigens auf eine dreifache Technik gegen Verheddern. Dazu gehören ein Kamm als erste Ebene, dann eine Bürste sowie Klingen, die die Haare vor der Absaugung in der Station zerschneiden sollen. Das klappt grundsätzlich auch, vereinzelt wickeln sich trotzdem einige wenige Haare um die Rollenbürste. Gerade seitlich an den Aufhängungen der Rolle verheddern sich zudem vermehrt Haare, die regelmäßig händisch entfernt werden wollen.
Beim Wischen leistet der Roboter hingegen sehr gute Arbeit. Die ausfahrbare Wischrolle lässt aufgrund der Konstruktion zwar einige Millimeter am Rand ungewischt, ansonsten schafft er satt und gleichmäßige feuchte Bahnen und entfernt dabei auch hartnäckigeren Schmutz ordentlich und weitgehend streifenfrei. Auf Laminat ist uns allerdings schon die Feuchtigkeitszufuhr über 16 Düsen auf dem mittleren von drei Graden zu hoch, weshalb wir hier auf das Minimum gegangen sind. Die Station wäscht die Wischrolle anschließend vernünftig mit Wasser und trocknet sie mit heißer Luft.
Auffällig ist die gute Teppicherkennung mit schneller Reaktion beim Anheben und Absenken der Wischwalze um 1 cm, sodass wenig Platz am Teppichrand ungewischt bleibt. Die Walze hebt der Roboter dann auch an, fährt im Gegensatz zu vielen Konkurrenz aber nicht eine Schutzkappe darüber, wodurch gerade auf längerem Flor die Oberfläche feucht werden kann.
Insgesamt ist der X9 Pro lauter als die Konkurrenz. Das gilt fürs Saugen, aber auch fürs Wischen. Letzteres macht zudem ein leicht leierndes Surr-Geräusch – nicht wirklich schlimm, aber etwas störend. Etwas seltsam ist auch der Umstand, dass der Roboter auf Deutsch mal mit Männer-, mal mit Frauenstimme spricht.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Jonr X9 Pro?
Der Hersteller nennt eine Akkukapazität von 5.200 mAh – das ist Durchschnitt. Offenbar haushaltet der Roboter damit aber gut, im Test schaffte er damit rund 120 m² am Stück. Dabei schafft er fast 1 m² pro Minute, was für einen Roboter mit Hinderniserkennung vergleichsweise schnell ist. Die Ladezeit bei 20 Prozent Restakku liegt bei etwa 3 Stunden.
Preis: Was kostet der Jonr X9 Pro?
Eine UVP für Deutschland nennt der Hersteller offenbar nicht. In seinem Shop wird ein aktueller Preis von 916,95 Euro sowie ein durchgestrichener Vergleichspreis von 1.840,95 Euro angezeigt. Bei Amazon kostet das Modell 900 Euro, aktuell sinkt der Preis aber durch das Anwählen eines 150-Euro-Coupons auf 750 Euro.
Fazit
Der Jonr X9 Pro bietet auf dem Papier ein modernes Konzept. Die Kombination aus ausfahrbarer und anhebbarer Wischwalze, ausfahrbarer Seitenbürste sowie Station mit Absaugung, aktiver Walzenreinigung sowie Trocknung macht auf dem Papier einen guten Eindruck. Im Test zeigte der Roboter gute Navigation, ordentliche Saug- und sehr gute Wischleistung. Probleme gab es wenige und die sind auch eher untergeordneter Natur.
Allerdings macht der Hersteller auf seiner Produktseite große Versprechen, liefert aber insgesamt kaum verwertbare Daten. Auch die Preisangabe dort ist alles andere als eindeutig: über 1800 Euro für den X9 Pro wären eine Frechheit, die aktuellen über 900 Euro immer noch zu viel und wegen des hohen „Rabatts“ wirkt das zudem wenig seriös. So bleibt unterm Strich ein eigentlich guter Roboter, der mehr am unprofessionellen Auftreten des Herstellers als unter eigenen Fehlern leidet.
Für 1800 Euro gäbe es 1,5 Sterne, für über 900 Euro immerhin 3,5 Sterne. Denn ein Ecovacs Deebot X8 Pro Omni mit Wischwalze ist mittlerweile teils schon für unter 600 Euro neu zu bekommen und es gibt wenig Gründe, dann zu einem unbekannten Jonr-Modell für 900 Euro zu greifen – obwohl es gut ist.
Mova P70 Pro Ultra
Mova P70 Pro Ultra
Der Mova P70 Pro Ultra wäscht seine Wischmopps mit 100 Grad Celsius – eigentlich ein Feature von Premium-Geräten. Was der Saugroboter sonst kann, zeigt der Test.
- 100-Grad-Heißwasserwäsche der Mopps
- sehr starke Saugleistung mit 30.000 Pa
- unterstützt 2,4- und 5-GHz-WLAN
- Datenschutz-kritische Features standardmäßig deaktiviert
- Navigation wirkt teils konfus, Roboter pausiert ohne ersichtlichen Grund
- Hindernisvermeidung trotz Erkennung nicht immer zuverlässig
Saugroboter Mova P70 Pro Ultra im Test: Keiner wäscht heißer für 600 Euro
Der Mova P70 Pro Ultra wäscht seine Wischmopps mit 100 Grad Celsius – eigentlich ein Feature von Premium-Geräten. Was der Saugroboter sonst kann, zeigt der Test.
Saugroboter mit voll ausgestatteter Reinigungsstation kosten meist deutlich über 1000 Euro. Der Mova P70 Pro Ultra durchbricht diese Logik: Zum Marktstart heute kostet er 599 statt 699 Euro – und wäscht seine Wischmopps trotzdem mit 100 Grad heißem Wasser, was sonst nur Topmodelle wie der Roborock Saros 20 bieten.
Mova stammt aus dem Kosmos um die Marke Dreame: Entsprechend stehen die Mova-Saugroboter den Dreame-Geräten technisch sehr nahe – ein Vorteil aus Marktstrategie-Sicht, denn Mova übernimmt bewährte Technik. So entstehen Geräte mit erprobter Basis.
Wir haben den P70 Pro Ultra getestet und zeigen, ob das Gesamtpaket aufgeht oder ob der Hersteller an den falschen Stellen gespart hat.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Mova P70 Pro Ultra?
Beim Design bleibt Mova der bewährten Linie treu. Der P70 Pro Ultra ähnelt stark den Modellen V50 Ultra und Z60 Ultra Roller. Roboter und Station haben abgerundete Kanten, die Station ist zweigeteilt: ein glatter weißer Korpus und ein abgesetzter Deckel mit Schraffur in Silber als Akzentfarbe. Erhältlich ist der Roboter in zwei Farbvarianten: Schwarz oder Weiß-Silber.
Mova P70 Pro Ultra – Bilderstrecke
Die Verarbeitung wirkt solide, aber nicht außergewöhnlich. Alles ist aus Kunststoff, die Kanten sind sauber verarbeitet – nur der Deckel der Station fühlt sich etwas dünn an. Positiv fällt der Roboterdeckel auf: Er ist über einen Klappmechanismus fest verbunden, klappt sauber auf und bleibt offen stehen. Allerdings birgt das auch ein Bruchrisiko bei unvorsichtigem Umgang.
Die Schmutzwassertanks sind intuitiv gefärbt – durchsichtig für Frischwasser, schwarz für Schmutzwasser. Mova hat dieses Jahr absolute Top-Modelle herausgebracht, und die solide Bauweise zeigt sich auch hier. Der Roboter selbst wirkt flach; die Gesamthöhe von 10,38 cm ergibt sich erst durch den Laserturm. Die Station misst 458 × 470 × 420 mm und nimmt 3,2 l Staub, 4 l Frischwasser und 3,5 l Schmutzwasser auf. Eine herausnehmbare, teils mit Silikon überzogene Auswaschwanne erleichtert die Reinigung.
Einrichtung: Wie schnell ist der Mova P70 Pro Ultra betriebsbereit?
Die Inbetriebnahme läuft wie bei anderen Mova-Modellen. Roboter einschalten, QR-Code mit der App scannen, Dock- und Punktreinigungs-Taste drei Sekunden gedrückt halten und mit dem WLAN verbinden. Erfreulich: Der P70 Pro Ultra unterstützt nicht nur 2,4-GHz-, sondern auch 5-GHz-Netze. Das ist bei Saugrobotern leider noch immer selten.
Nach der Verbindung mit dem Geräte-Hotspot folgt die App-Konfiguration. Sie fragt typische Haushaltsangaben ab: Haustiere im Haushalt, gründliche Kanten- und Eckenreinigung, Nicht-stören-Modus. Anschließend lässt sich ein Sprachassistent aktivieren oder überspringen. Nach einem rund zehnminütigen Firmware-Update startet die Kartierung, die in unserem Test etwa 25 Minuten dauerte – abhängig von der Wohnungsgröße.
Datenschutz-kritische Funktionen sind ab Werk deaktiviert. Die fotografische Dokumentation erkannter Hindernisse lässt sich nur nach explizitem Einverständnis in der App aktivieren. Dasselbe gilt für die Videofunktion, die wir von vielen anderen Modellen kennen: Über das Smartphone schaltet man sich live auf die Roboterkamera, kann ihn fernsteuern, gezielt in Bereiche schicken oder auf Patrouille fahren lassen. Aktivieren lässt sich das nur nach Festlegen eines Video-Passworts – das verhindert einen unbemerkten Fremdzugriff auf die Hauskamera. Weniger ideal: Karten- und Nutzungsdaten landen in der Hersteller-Cloud. Das ist grundsätzlich angreifbar, und ohne erreichbare Server fallen smarte Funktionen wie Kartensteuerung oder Zonenreinigung aus.
Mova P70 Pro Ultra – App & Einrichtung
Mova hat einen lange von uns kritisierten Fehler behoben: Das Auswahlfeld für Zonenreinigungen ruckelt nicht mehr beim Verschieben, sondern bewegt sich flüssig. Die App ist allgemein deutlich übersichtlicher als früher. Die Suchfunktion in den Einstellungen hilft, einzelne Funktionen schneller zu finden. Die Reinigungsoptionen sind umfangreich: nur saugen, nur wischen, beides gleichzeitig, wischen nach dem Saugen oder pro Raum individuell. Mit Clean Genius gibt es eine Funktion, die die Reinigungsparameter automatisch anpasst und dafür an der Reinigungshäufigkeit orientiert.
Navigation: Wie gut erkennt der Mova P70 Pro Ultra Hindernisse?
Der Mova P70 Pro Ultra setzt auf LDS-Lasernavigation in Kombination mit einer KI-gestützten Hinderniserkennung. Die Objekterkennung umfasst mehr als 300 erkannte Objektklassen bei Mova-Topmodellen; beim P70 Pro Ultra sind es laut Hersteller über 280. Ein monokulares 3D-Strukturlichtsystem in Verbindung mit RGB-Sicht erkennt Kabel, kleinere Objekte und Möbel zuverlässig.
In der Praxis funktioniert die Erkennung größtenteils gut. Hindernisse werden frühzeitig in der Karte vermerkt. Allerdings ist Vorsicht trotzdem geboten: Auf freischwebende Stühle mit Metallstandfuß fuhr der Roboter mehrfach gewaltsam auf, blieb darunter „eingesperrt“ und forderte Hilfe an. Anschließend wies er uns sogar darauf hin, alle Hindernisse zu entfernen – obwohl er die Stühle selbst als Hindernis markiert hatte. Hindernisse bis 22 mm überwindet er problemlos.
Auffällig ist dabei die Navigation: Der Roboter wirkt teils etwas konfus und lässt immer wieder Stellen aus. Hätte er das nicht gemacht, wäre der Teppich auch beim ersten Anlauf schon nahezu sauber gewesen – tatsächlich sparte er aber zwei Mehlflecken zunächst teils aus. Auch auf Hartboden fällt uns dieses Verhalten auf. Teilweise dreht der Roboter unmotiviert Kurven oder fährt plötzlich eine Diagonalbahn, selbst bei der Reinigung kleinerer ausgewählter Zonen. Dadurch bleibt mitunter Material am Boden liegen.
Im Alltag fiel uns ein zweites seltsames Verhalten auf: Der Roboter blieb regelmäßig stehen, klappte die Wischpads mehrfach hoch und runter, drehte sich langsam herum – und fuhr dann nach bis zu 30 Sekunden weiter. Eine Ursache kommunizierte er dabei nicht. Außerdem schleppt er Schmutz wie Mehl mitunter unter sich her und verliert ihn an der nächsten Bodenschwelle, weil er auf seinem Weg zur Station mitten durch den verschmutzten Bereich fährt.
Ein weiteres Ärgernis betrifft den Umgang mit der Karte: Der Roboter hält sich nicht zuverlässig an sie. Für den Test haben wir in der Redaktion – wie bei jedem Saugroboter-Test – extra die Türen vieler Büros geschlossen und nur den Gang kartieren lassen. Sobald die Türen wieder offen waren, fuhr der Roboter trotzdem in die Räume hinein und begann eigenmächtig, die Karte zu erweitern sowie die Bereiche zusätzlich zu reinigen. Und das bei einer explizit ausgewählten Raumreinigung, bei der wir nur einen einzelnen Raum vorgegeben hatten – nicht den gesamten Bereich.
Das ist nicht nur unerwartet, sondern kann in Haushalten mit empfindlichen Räumen auch zum Problem werden. Wir empfehlen in solchen Fällen direkt die Einrichtung von No-Go-Zonen oder das Einfügen von unsichtbaren Wänden in der App.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Mova P70 Pro Ultra?
Die Saugleistung von 30.000 Pa zählt zu den höchsten am Markt. Auf Teppich überzeugt der P70 Pro Ultra: Er erklimmt Teppichkanten ohne Probleme, faltet nichts auf und entfernt rund 95 Prozent der groben Partikel im ersten Anlauf. Feine Partikel wie Mehl verschwinden meist erst beim zweiten Durchgang. Auf Hartboden zeigt sich derselbe Eindruck: ordentlich, aber nicht perfekt.
Allerdings kämpft auch der P70 Pro Ultra mit dem Standardproblem vieler Saugroboter: Mit seiner Seitenbürste schleudert er immer wieder wie ein Katapult Schmutz aus dem Reinigungsbereich heraus, der so in der Wohnung verteilt liegen bleibt. Abhilfe würden eine reduzierte Rotationsgeschwindigkeit sowie der Einsatz von zwei statt nur einer Bürste schaffen – eine links, eine rechts –, um eine Art Schaufelbewegung zur Absaugeinheit hin in die Mitte des Roboters zu erzeugen. Immerhin ist die Seitenbürste beim P70 Pro Ultra ausklappbar, was besonders in Engstellen oder Ecken sinnvoll ist. Davon macht der Roboter regelmäßig sehr klug Gebrauch: Er dreht sich dabei um die eigene Achse hin und her auf der Stelle, um alles herauszuschaufeln.
Beim Wischen setzt der P70 Pro Ultra auf zwei rotierende Wischteller. Diese drehen sich mit 260 Umdrehungen pro Minute und werden mit 12 Newton an den Boden gedrückt. Grundsätzlich gilt: Das System mit Wischteller ist bewährt, hat aber im Unterschied zur modernen Wischwalze einen Nachteil: Je nach Art der Verschmutzung und mit zunehmender Sättigung verteilen die Teller den Dreck nur noch, statt ihn wirklich aufzunehmen. In unserem Test zeigt sich das deutlich: Bei Mehl verschmiert das System schon nach wenigen Metern. Zur Reinigung muss der Roboter regelmäßig zur Station zurückfahren, unterwegs geht das nicht – in unserem 60 m²-Bereich passiert das bis zu vier Mal pro Reinigungsdurchgang.
Mova P70 Pro Ultra – Reinigung
Eine Wischwalze dagegen wird während der Fahrt durch eine Lamelle abgestreift und mit frischem Wasser benetzt. So bleibt sie länger sauber und trägt Schmutz tatsächlich vom Boden ab. Für Parkett ist die Walze allerdings eher ungeeignet, da sie zu viel Wasser auf den Holzboden aufträgt und dieser dadurch aufweichen kann. Hier hat das Mopp-System die Nase vorn.
Das Highlight des P70 Pro Ultra ist die Heißwasserwäsche bei 100 Grad Celsius. Während im Preisbereich um 600 bis 700 Euro meist nur 50 bis 70 Grad üblich sind und selbst Topmodelle über 1000 Euro selten 90 Grad erreichen, kocht der P70 Pro Ultra die Mopps regelrecht aus. Das ist hygienisch ein deutlicher Fortschritt, weil Bakterien und Gerüche effektiver bekämpft werden.
Der Hersteller verweist auf TÜV-Rheinland-getestete Sterilisationsraten von bis zu 99,9999 Prozent gegen typische Keime wie E. coli und S. aureus. Die als JetSpray Dryboard bezeichnete Waschwanne verteilt über 20 Düsen das Wasser gleichmäßig, ein zentraler Filter trennt den Schmutz vom Wasser. Anschließend trocknet die Station die Mopps mit Heißluft in standardmäßig zwei Stunden – das verhindert Schimmel und unangenehme Gerüche.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Mova P70 Pro Ultra?
Der 5,2-Ah-Lithium-Ionen-Akku liefert laut Hersteller bis zu 250 Minuten Laufzeit. In unserem Test mit erhöhter (nicht maximaler) Feuchtigkeit und hoher Saugkraft zeigt der Roboter am Ende des Reinigungsdurchgangs in unserem rund 60 m² großen Testbereich noch 33 Prozent Restakku – ein solider Wert, der genug Reserve für Nachreinigungen lässt. Die volle Ladedauer beträgt 3,5 Stunden – das ist durchschnittlich, aber unauffällig. Konkurrenten wie der Ecovacs T90 Pro Omni sind hier deutlich schneller. Ob das im Alltag relevant ist, hängt vom Nutzungsverhalten ab: Da der Roboter ohnehin meist im Standby auf seinen nächsten Einsatz wartet, fällt die Ladezeit für die meisten Haushalte kaum ins Gewicht.
Bei tieferen Akkuständen kehrt er selbstständig zur Station zurück, lädt nach und fährt anschließend an der unterbrochenen Stelle weiter. Die volle Ladedauer beträgt 3,5 Stunden – das ist durchschnittlich, aber auch nichts Besonderes. Konkurrenten wie der Ecovacs T90 Pro Omni sind hier deutlich schneller. Ob das im Alltag relevant ist, hängt vom Nutzungsverhalten ab: Da der Roboter ohnehin meist im Standby auf seinen nächsten Einsatz wartet, fällt die Ladezeit für die meisten Haushalte kaum ins Gewicht.
Preis: Was kostet der Mova P70 Pro Ultra?
Die UVP des Mova P70 Pro Ultra liegt bei 699 Euro. Zum Marktstart vom 29. April bis 12. Mai 2026 reduziert Mova den Preis auf 599 Euro. Für die gebotene Ausstattung mit 100-Grad-Wäsche, 30.000 Pa Saugkraft und Komplettstation ist das ein attraktiver Kurs. Erhältlich ist der Roboter etwa in Schwarz bei Amazon sowie in Weiß-Silber bei Notebooksbilliger.
Fazit
Der Mova P70 Pro Ultra liefert ein bemerkenswertes Gesamtpaket für rund 600 Euro. Die 100-Grad-Heißwasserwäsche der Mopps gibt es sonst kaum unter 1000 Euro, dazu kommen 30.000 Pa Saugkraft, ausklappbare Seitenbürste und eine zuverlässige Hinderniserkennung mit über 280 Objektklassen. Auch die App-Bedienung ist endlich rund, und die 5-GHz-WLAN-Unterstützung ist ein willkommener Bonus.
Schwächen zeigen sich in der teils konfusen Navigation, dem typischen Verschmiereffekt der rotierenden Wischteller und gelegentlichen Aussetzern, in denen der Roboter scheinbar grundlos minutenlang verharrt. Auch bei der Hindernisvermeidung erleben wir einen Widerspruch: Erkannte Hindernisse vermeidet er nicht zwingend. Beim Datenschutz ist die opt-in-Logik für Kamera- und Videofunktionen lobenswert, allerdings landen Karten- und Nutzungsdaten in der Hersteller-Cloud – mit den bekannten Risiken hinsichtlich Angreifbarkeit und Verfügbarkeit.
Wer eine moderne Wischwalze bevorzugt, sollte zum Mova Z60 Ultra Roller greifen. Für alle anderen ist der P70 Pro Ultra ein Preis-Leistungs-Sieger mit echtem Alleinstellungsmerkmal beim Thema Hygiene.
Dreame X50 Ultra
Dreame X50 Ultra
Der Dreame X50 Ultra ist ein Saugroboter mit Wischfunktion, der mit ungewöhnlichen Funktionen aufwartet. Doch rechtfertigt die Leistung den hohen Preis von 1499 Euro? Wir haben den Saugroboter getestet.
- gute Hinderniserkennung
- hohe Saugleistung (bis zu 20.000 Pa)
- wischt gut und reinigt Mops mit 80 °C
- Navigation gelegentlich mit Schwächen
- benötigt länger als Konkurrenz
- hoher Preis
Saugroboter Dreame X50 Ultra im Test: Gut für Teppich, Fliesen & Möbel
Der Dreame X50 Ultra ist ein Saugroboter mit Wischfunktion, der mit ungewöhnlichen Funktionen aufwartet. Doch rechtfertigt die Leistung den hohen Preis von 1499 Euro? Wir haben den Saugroboter getestet.
Der Dreame X50 Ultra ist ein neuer Saugroboter der Premium-Klasse und kommt selbstredend mit Reinigungsstation und einer Wischfunktion. Die drehenden und ausfahrbaren Mops waschen in der Station mit 80 °C heißem Wasser. Dazu gibt es eine Objekt- und Haustiererkennung per Kamera und KI. Die Saugleistung gehört mit 20.000 Pa zu den stärksten am Markt. Doch rechtfertigt die Leistung auch den stolzen UVP-Preis von 1499 Euro? Wir haben den High-End-Saugroboter ausführlich in der Praxis getestet.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Dreame X50 Ultra?
Optisch macht der Dreame X50 Ultra eine gute Figur, das runde Gehäuse ist hochwertig verarbeitet und überwiegend in edlem Weiß oder wahlweise in klassischem Schwarz gehalten. An der Oberseite sticht die von einem LED-Ring umrandete Bedieneinheit in Silber-Metallic hervor.
Eine Besonderheit ist der ausfahrbare Laserturm. Im eingefahrenen Zustand misst der Sauger kompakte 8,9 cm in der Höhe. Das Ein- und Ausfahren des Laserturms ist damit nicht nur optisch spektakulär, sondern richtig nützlich – doch dazu später mehr. Die Unterseite beherbergt mittig die selbst-entwirrende Doppel-Rollbürste, flankiert von den beiden rotierenden Wischpads. Rechts sitzt die ausklappbare Seitenbürste für Ecken und Kanten. Die Verarbeitung ist tadellos, alle Teile sind sauber eingepasst und wirken stabil. Das Gewicht von 4,5 kg sorgt für einen sicheren Stand.
Dreame X50 Ultra – Bilderstrecke
Die weiße oder schwarze Reinigungsstation erinnert uns optisch an die der bekannten L40-Modelle von Dreame und versucht mit schicken Metall-Zierelementen der Mülleimer-Optik den Garaus zu machen. Dreame hat hier einen guten Job gemacht und eine wertige Station hingestellt. Mit Maßen von 59 x 45,7 x 34 cm beansprucht sie allerdings einiges an Platz.
Neben einem handelsüblichen Staubbeutel mit 3,7 Liter Fassungsvermögen beherbergt sie einen 4,5 Liter großen Frischwassertank für die Wischfunktion sowie einen 4 Liter fassenden Schmutzwassertank. Beide lassen sich bei Bedarf leicht entnehmen und reinigen oder nachfüllen. Während die Wassertanks unter dem Deckel auf der Oberseite der Station zu finden sind, verbirgt sich der Staubbeutel direkt über dem Saugroboter hinter einer silbernen Zierblende. Sie loszubekommen, stellte sich mitunter als etwas fummelig heraus. Ansonsten können wir bei Zugänglichkeit und Qualität der Station nicht meckern.
Einrichtung: Wie schnell ist der Dreame X50 Ultra betriebsbereit?
Die Inbetriebnahme des Dreame X50 Ultra gestaltet sich weitestgehend einfach und wird von zahlreichen Bildern begleitet. Lediglich mit der Erstellung eines Dreame-Accounts hatten wir unsere Schwierigkeiten: Das von uns erstellte, 20-stellige Passwort wurde trotz Beachtung der Anforderungen an Zeichentyp und Länge nicht angenommen. Erst nach Reduzierung der Zeichenzahl auf 18 Stellen wurde es akzeptiert, obwohl keine Maximallänge angegeben wurde.
Nach dem Aufstellen der Station und dem Einschalten des Saugroboters kann dieser per Dreamehome-App eingerichtet werden, die für Android und iOS verfügbar ist. Zunächst muss man den X50 Ultra durch dreisekündiges Drücken der Dock- und der Ein-/Aus-Taste in den Kopplungsmodus versetzen. Danach findet die App das eigene Gerät direkt per Umgebungssuche oder nach manueller Auswahl des Modells. Daraufhin werden wir gebeten, unser WLAN auszuwählen und dessen Passwort einzugeben, wobei nur 2,4-GHz-Netze nutzbar sind. Ist das erledigt, zeigt die App einen QR-Code und bittet darum, das Display des Smartphones mit ebenjenem Code vor die Kamera des Roboters zu halten. Der scannt den Code und das war es schon. Alternativ kann man sich auch mit dem vom Saugroboter erstellten Gerätehotspot verbinden und die Einrichtung auf diese Weise vollenden.
Nach kurzer Wartezeit ist der X50 Ultra bereits eingerichtet und wir können die Kartierung unserer Räumlichkeiten starten. Der Roboter fährt alle Kanten ab und zeichnet nicht nur Räume, sondern auch Hindernisse sowie die vorhandenen Bodenmaterialien ein. Das funktioniert mal besser, mal weniger zuverlässig im Test. Anschließend lassen sich auf der Karte Räume benennen, No-Go-Zonen und virtuelle Grenzen einrichten und die Saugkraft oder Wassermenge für einzelne Bereiche festlegen. Wir nutzen als Testgelände unser Büro und lassen es kartieren. Damit der Saugroboter nicht in jedes Nebenzimmer fährt, schließen wir die Türen. Durch die Glasscheiben erfasst er aber dennoch einen Teil des angrenzenden Raumes und zeichnet diesen auf der Karte ein. Andere Systeme streichen diese überschüssigen Bereiche selbstständig nach Vollendung der Kartierung, beim Dreame ist das nicht so. So haben wir eine virtuelle Wand eingezogen, damit er bei offener Tür nicht dort hineinfährt.
Die Dreame-App bietet viele Einstellungsmöglichkeiten, ist aber etwas überladen und reagiert manchmal zögerlich. Neben Raum- und Zonen-Reinigung bietet sie auch eine Fernsteuerung aus der Egoperspektive. So kann man mit dem Smartphone auf die Kamera des Roboters zugreifen. Dabei saugt der Roboter zwar nicht, kann aber per Joystick durch die Wohnung gesteuert werden. So sieht man mit der Kamera unter Objekte, denn für seine KI-gestützte Objekterkennung besitzt der X50 Ultra auch eine LED-Taschenlampe für dunklere Umgebungen. Das sieht ulkig aus, wenn der Saugroboter plötzlich sein Licht einschaltet. Die Kameraauflösung ist allerdings nicht sonderlich gut, helle Bereiche werden auch schnell überbelichtet. Weiterhin reagiert das System nur verzögert und mit Rucklern auf Eingaben.
Die Funktion ist nutzbar, nachdem man eine vierstellige Video-Pin festgelegt hat. Während der Verwendung sagt der Roboter immer wieder laut an, dass die Kamerafunktion in Betrieb ist. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, vom Smartphone aus über den Lautsprecher des Roboters sprechen zu können. Wer will, kann seine Haustiere erkennen und den Roboter besonders vorsichtig fahren lassen.
Navigation: Wie gut erkennt der Dreame X50 Ultra Hindernisse?
Bei der Navigation zeigt der Dreame X50 Ultra Licht und Schatten. Beginnen wir zunächst mit dem Positiven – der Hindernis-/Objekt-Erkennung. Kabel und andere Gegenstände werden dank KI-Kamera zuverlässig erkannt, auf der Karte eingezeichnet und umfahren. Mithilfe eines LED-Lichts funktioniert das auch im Dunkeln. Die Kamera ermöglicht zudem die angesprochene Fernsteuerung per Smartphone sowie eine Haustiererkennung.
Auf der anderen Seite gab es im Test einige Schwächen bei der Navigation, der Roboter wirkte mitunter etwas konfus. So kletterte er regelmäßig auf das Bodenstativ eines Feuerlöschers in unserem Büro sowie auf die Füße eines Schreibtisches – sie sind wohl zu niedrig für eine saubere Hinderniserkennung. Im Essbereich fährt er zuverlässig unter den Tisch, verirrt sich allerdings gelegentlich unter den Stühlen. Das liegt daran, da der Roboter sich mitunter bei Abständen, die er zu Gegenständen wie Stuhlbeinen hat, verschätzt. Ein Zentimeter weiter nach links und die Problematik bestünde gar nicht. So aber fährt der Roboter regelmäßig mit dem letzten Eck seines Stoßsensors ans Stuhlbein, setzt zurück und startet einen neuen Versuch wieder hindurch zu kommen – nur um dann zu weit in eine Richtung zu wenden und dort wieder anzustoßen.
Auch enge Durchgänge zwischen Möbeln und Wand stellten ihn vor Probleme. Wir positionieren provokant einen Stuhl so in die Nähe der Wand, dass nur ein schmaler Weg zum Durchfahren vorhanden ist – der aber gerade etwas breiter als der Roboter selbst ist. Während die Konkurrenz von Ecovacs problemfrei die Kantenreinigung an der Wand fortsetzt, beschließt der X50 Ultra umzukehren und hangelt sich lieber um den daneben stehenden Tisch.
Das kostet Zeit: Durch die langsame Fortbewegung und das Verlieren im Stuhlbein-Klein-Klein dauern Reinigungsaufgaben länger als bei vergleichbaren Konkurrenzprodukten. Für das Absaugen einer Fläche von 53 m² benötigte der X50 Ultra etwa 83 Minuten. Den gleichen Raum reinigen andere in 66 Minuten, also fast 20 Minuten schneller. Gelegentlich schob der X50 Ultra auch Stühle und Kartons rabiat aus dem Weg, wenn er nicht weiterwusste. Hier hilft das Setzen von No-Go-Zonen. Das von Dreame genannte „ProLeap“-System zum Überwinden von Türschwellen bis 4 cm funktionierte hingegen gut. Auch Teppich erkennt der Roboter zuverlässig, die Kartierung eines gefundenen Teppichs gelingt aber nicht immer vollständig – hier ist manuelle Nacharbeit an der Karte erforderlich.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Dreame X50 Ultra?
Mit der Saugleistung des X50 Ultra sind wir absolut zufrieden. Für die Beurteilung haben wir verschiedene Arten von „Schmutz“ auf dem Hartboden verteilt, darunter feinen Staub sowie grobkörniges Vogelfutter. Während er im Modus „Max“ den feinen Staub zu etwa 90 Prozent im ersten Durchgang aufgesaugt hat, waren es beim Vogelfutter etwa zwei Drittel – ein sehr gutes Ergebnis. Das liegt gewiss auch an der hohen Saugleistung von bis 20.000 Pa, wobei bisher nur wenige Modelle so viel Saugkraft bieten. Im schwächeren, weniger lauten und energieintensiven Standard-Modus, den man im Alltag sicher häufiger gebraucht, wird etwas weniger Schmutz entfernt. Auch hier können die Ergebnisse überzeugen.
Teppiche, lang- wie kurzflorig, reinigt der X50 Ultra weitestgehend zuverlässig. Auf unserem an den Seiten etwas hochstehenden Langflorteppich hat er aber Probleme und faltet den Teppich auf. So verhängt sich der Roboter etwas und nicht alle Stellen werden gleichermaßen gereinigt. Das ist kein alleiniges Problem des X50 Ultra, auch andere Saugroboter verzweifeln an solchen Szenarien gerne, ist aber dennoch bemerkenswert.
Die Bürsten verstopfen dank Detangling Doppelbürste auch bei Haustierhaaren nicht. Der Staubbehälter im Roboter selbst fasst üppige 395 ml und wird an der Station abgesaugt. Der X50 Ultra unterbricht in bestimmten Abständen oder bei zu hohem Füllstand die Reinigung, kehrt zur Station zurück und entleert den Behälter automatisch, um sie danach wieder zuverlässig fortzusetzen. Schön wäre eine Erkennung von grober Verschmutzung bei ebendieser Rückkehr zur Station, denn im Test fuhr der Roboter mehrfach durch unsere präparierte Stelle mit Vogelfutter und verteilte dieses so großflächig.
Für den Test der Wischfunktion bringen wir nicht nur Schmutz, sondern auch klebrigen Apfelsaft aus. Hier glänzt der Dreame X50 Ultra ebenfalls. Die beiden rotierenden Mikrofaser-Pads werden per Magnet einfach am Roboter angebracht und die Station pumpt Wasser in den 80 ml fassenden Wassertank im Saugroboter. In der Praxis hat der Roboter weder mit fein verstreutem Mehl noch mit Zucker oder dem Apfelsaft Probleme. Bei aktivierter Wischfunktion macht er vor Teppichen Halt und fährt die Mops hoch. Wir haben im Test provokativ den Roboter auf eine rein aus Teppich bestehende Fläche geschickt, die er erkannt hat. Zwar ist er auf der Fläche alles so wie vorgesehen abgefahren, die Wischpads hat er aber nicht abgesetzt. Etwas sinnlos, die Aufgabe stur ohne Pads durchzuführen, statt mit dem Hinweis auf Teppichboden abzubrechen – aber Zweck erfüllt.
Nach jedem Durchgang werden die Pads an der Station mit 80 °C heißem Wasser aus dem 4,5-l-Tank gereinigt, mit UV-Licht desinfiziert und mit Heißluft getrocknet. Insbesondere die hohe Reinigungstemperatur ist Spitzenklasse. Die Geruchsprobe zeigt den Erfolg der Prozedur, denn man riecht keinen Apfelsaft mehr in den Mops.
Um besser unter Möbel zu gelangen, fährt der Laserturm des Roboters bei Bedarf ins Gehäuse ein. So kommt der X50 Ultra selbst unter Möbelstücke, unter denen nur 90 mm Platz ist. Nicht nur ist das praktisch, es sieht auch spektakulär aus. An Möbelfüßen oder Ecken reinigt er gut, da Seitenbürste und Wischmops ausklappbar sind. Die Pads können seitlich etwa 4 cm tief ausfahren. Die Erkennung, die die Klapp-Automatik auslöst, ist dabei sehr gut und zuverlässig.
Wie viele Saugroboter verteilt auch der Dreame X50 Ultra vereinzelt mit seiner Seitenbürste Dreck wieder im Raum. Auf diese Weise hat er einzelne Körner vom ausgebrachten Vogelfutter durch die Gegend geschossen. Ärgerlich insbesondere dann, wenn die Körner dort landen, wo der Sauger bereits war. Abhilfe schaffen kann man, indem man zwei Reinigungsschleifen einstellt – gerade bei viel grobem, losem Schmutz sinnvoll.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Dreame X50 Ultra?
Der Akku des Dreame X50 Ultra hat eine Kapazität von 6400 mAh. Damit schafft er laut Hersteller bis zu 200 Minuten Laufzeit oder 205 m² an Fläche. Das deckt sich in etwa mit unseren Testergebnissen, wobei eine Raumreinigung von 83 m² mit etwa 40 Prozent Akkuverbrauch einhergeht.
Preis
Mit einer UVP von 1499 Euro ist der Dreame X50 Ultra fraglos ein sehr teures Vergnügen. Aktuell ist er 400 Euro günstiger mit einem Straßenpreis von 1099 Euro. Dafür erhält man aber auch jede Menge Technik und Komfort. Vergleichbar ausgestattete Modelle der Konkurrenz kosten ähnlich viel oder weniger, wobei manche sich bei der Navigation sogar besser anstellen. Deutlich günstigere Saugroboter mit Wischfunktion gibt es ab 500 Euro, hier muss man aber Abstriche bei Ausstattung und Reinigungsleistung machen.
Fazit
Der Dreame X50 Ultra ist ein Saugroboter der Luxusklasse, der mit fortschrittlicher Technik, hoher Reinigungsleistung und vielseitiger Automatisierung überzeugt. Besonders die ausfahrbaren Bürsten und Wischpads, die Reinigungsstation mit 80 °C heißem Wasser sowie die Objekterkennung per KI-Kamera sind echte Besonderheiten. Auch wenn die Navigation nicht perfekt ist und gelegentlich für Verzögerungen sorgt, erledigt der X50 Ultra seine Arbeit zuverlässig. Wer bereit ist, tief in die Tasche zu greifen, bekommt mit diesem Saugroboter ein Rundum-Sorglos-Paket für verschiedene Böden.
Roborock S8 Pro Ultra
Roborock S8 Pro Ultra
Roborocks Spitzenmodell S8 Pro Ultra kommt im Vergleich zum Vorgänger mit verbesserter Objekterkennung und Wischfunktion und hat auch wieder die geniale Reinigungsstation des Vorgängers im Gepäck. Wieder die Nummer Eins?
- tolle Saug- und Wischleistung
- grandiose Reinigungsstation
- hebt Wischtuch auf Teppich an
- sehr gute Objekterkennung
Saugroboter Roborock S8 Pro Ultra im Test
Roborocks Spitzenmodell S8 Pro Ultra kommt im Vergleich zum Vorgänger mit verbesserter Objekterkennung und Wischfunktion und hat auch wieder die geniale Reinigungsstation des Vorgängers im Gepäck. Wieder die Nummer Eins?
Der Roborock S8 (Testbericht) hat uns bereits voll überzeugt, nun bringt der Hersteller das Spitzenmodell mit umfassender Reinigungsstation und einigen kleineren Anpassungen auf den Markt. Ansonsten gibt es viele Übereinstimmungen mit dem bisherigen Spitzenmodell Roborock S7 MaxV Ultra (Testbericht), etwa die Objekterkennung mittels Kamera, die Saugrobotern das Identifizieren und Umfahren von kleinen Gegenständen ermöglichen soll. Was sonst noch gleich oder neu ist, zeigen wir im Test.
Anmerkung: Wegen vieler Parallelen zum Roborock S8 ohne Reinigungsstation werden wir hier nicht alles erneut bis ins Detail vertiefen. Für mehr Information lohnt daher ein Blick in den bereits zuvor erschienenen Testbericht.
Lieferumfang
Auch beim Roborock S8 Pro Ultra gibt es wieder recht wenig Zubehör. Lediglich etwas Papierkram als Bettlektüre ist mit dabei, ansonsten natürlich der Roboter und das Highlight, nämlich die Reinigungsstation mit Kabelmanagement.
Design
Beim Saugroboter Roborock S8 Pro Ultra gibt es äußerlich keinen großen Unterschied zum bereits getesteten Roborock S8, warum wir an dieser Stelle auf dessen Testbericht verweisen. Den Wassertank im hinteren Bereich des Roboters zum manuellen Befüllen gibt es beim S8 Pro Ultra nicht mehr, stattdessen sorgt eine Öffnung für automatisches Nachfüllen des fest installierten Wassertanks im Roboter. Das erledigt die Reinigungsstation bei jedem Reinigungsvorgang des Wischtuches.
Noch ein Unterschied des S8 zum S8 Pro Ultra: Die beiden Gummiwalzen, die ähnlich wie bei iRobot gegenläufig rotieren, lassen sich im Gegensatz zum einfachen S8 beim Pro-Ultra-Modell anheben. Roborock nennt diese Technik Dual Roller Riser. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Nutzer manuell den nur-Wischen-Modus aktiviert. Damit soll beim Aufwischen von Flüssigkeiten keine Feuchtigkeit ins Geräte-Innere dringen. Wirklich nötig finden wir diese Funktion aber nicht, wenn auch technisch interessant. Aber mal ehrlich: Wer lässt denn von seinem Saug- und Wischroboter wirklich größere Mengen an Flüssigkeit aufwischen? Weiterer Unterschied: Beim Pro-Ultra-Modell lässt sich die Wischplatte im Gegensatz zum S8 nicht mehr abnehmen, dafür weist sie nun zwei Vibrationszonen statt nur einer auf.
Hauptunterschied ist die Absaug- und Waschstation des S8 Pro Ultra. Deren Aufbau ist grundsätzlich wie beim Vorgänger Roborock S7 MaxV Ultra (Testbericht), allerdings wirkt sie nun kompakter. So sind die wie zuvor drei Behälter für Frisch- und Abwasser sowie den Staubbeutel für die Absaugung oben getrennt voneinander platziert, allerdings wird die Front nun von einer hochgezogenen Kunststoffschürze verkleidet. Das sieht insgesamt mehr wie aus einem Guss aus und wegen der hellen Farbgebung (weiß) unseres Testexemplars sieht die Station trotzdem nicht wuchtiger aus – im Gegenteil. Das leichte Wellenmuster auf dem Roboter setzt sich angedeutet auch in der Station fort, neu sind außerdem seitliche Luftschlitze für die Trocknung des Tuches. Die ist nun integriert und entfeuchtet das Wischtuch des Roboters mit warmer Luft, wahlweise 2, 3 oder 4 Stunden nach dem letzten Reinigungsvorgang lang. Das ist zwar deutlich zu hören, im Flur sollten die meisten Nutzer das aber nicht als störend empfinden. Beim Vorgänger musste ein Trocknungsmodul noch nachgekauft werden, es kam erst nach dem Start des S7 MaxV auf den Markt. Und noch eine Änderung gibt es, die eher praktischer Natur ist: Die Behälter für Frisch- und Abwasser lassen sich jetzt nur noch halb öffnen. Was wie ein Rückschritt klingt, sorgt aber dafür, dass man die Behälter am Tragegriff halten und trotzdem öffnen kann. Zuvor musste man den Griff vor dem Öffnen umklappen, was meist mit vorherigem Abstellen einherging.
Einbindung und App
Die Einbindung des neuen Roborock S8 Pro Ultra funktioniert genauso wie beim bereits getesteten S8 ohne die Station. Daher verweisen wir an dieser Stelle für weitere Informationen zu diesem Thema auf dessen Testbericht.
Navigation und Reinigungsleistung
Das gilt grundsätzlich auch beim Thema Navigation und Reinigungsleistung. Die neue S8-Generation profitiert vor allem von Verbesserungen der 3D-Objekterkennung. Gefühlt ist sie beim Pro-Ultra-Modell noch einen Tick besser als beim S8, dem wir im Test bereits sichtbare Fortschritte zum Vorgänger Roborock S7 MaxV Ultra (Testbericht) bescheinigten. Das kann aber auch einfach nur am späteren Testzeitpunkt liegen, durch den das Pro-Ultra-Modell von zwischenzeitlichen Updates profitiert haben könnte. Auch hier gilt aber: Perfekt ist die Technik in diesem Punkt noch immer nicht. Dinge, die der KI-Kamera mittels Machine Learning noch nicht beigebracht wurden, saugt auch der S8 Pro Ultra noch ein. Allerdings ist die Erfolgsquote der Erkennung höher als bei der Vorgängergeneration.
Die Weiterentwicklung bei der Objekterkennung macht sich auch an anderer Stelle bemerkbar. So traut sich der S8 Pro Max nun entgegen dem Vorgänger S7 MaxV wieder ins Stuhlbeingewimmel unter dem Esstisch, der Vorgänger weigerte sich da bei aktivierter 3D-Erkennung schlicht. Bei der reinen Reinigungsleistung sorgte der S8 Pro Ultra wie schon der „einfache“ S8 für eine Überraschung. Die beiden Gummirollen sorgen trotz auf 6000 Pa erhöhte Saugkraft nicht für bessere Reinigung, zumindest nicht auf Teppich. Sie ist immer noch sehr gut, aber eher auf Vorgängerniveau. Wett macht das der Intensivreinigungsmodus für Teppich, in dem der Sauger der Auslegeware nach Abschluss der Raumreinigung noch einmal besondere Aufmerksamkeit widmet. Damit waren wir auch visuell sehr zufrieden. Im Test des S8 hatten wir diesen Modus für den Beispielteppich nicht verwendet, sondern erst später.
Noch besser als beim normalen S8 funktioniert das Wischen beim S8 Pro Ultra. Grund hierfür dürfte die doppelte Vibrationszone unter dem Wischtuch sein, die einfach noch mehr Schmutz löst. War der S8 hier schon vorbildlich, scheint das Ergebnis beim teureren Modell noch besser zu sein. Wer einen guten Sauger und Wischer sucht, kommt beim S8 Pro Ultra auf jeden Fall voll auf seine Kosten – im Rahmen der Möglichkeiten von Saug- und Wischrobotern versteht sich. Dass manuelles Schrubben immer noch effektiver ist, sollte auch im Jahr 2023 klar sein.
Beim Akku gibt es kaum Unterschiede, der war aber auch zuvor schon stark. Etwa zwei Drittel der Kapazität reichen aus, um etwa 100 Quadratmeter innerhalb von etwas über 1,5 Stunden zu reinigen. Dabei wurden die Teppiche in dem Bereich „Tiefengereinigt“ und nicht gezielt für eine Roboterreinigung vorbereitet, sondern sogar noch absichtlich mit kleinen Hindernissen gespickt. Der Großteil davon wurde erkannt. Insgesamt sollte auch der S8 Pro Ultra eine Flächenreinigung von über 120 bis 150 Quadratmeter am Stück gut hinbekommen – je nach Umfeld. Anschließend fährt er zum Nachladen und setzt danach auf Wunsch die Reinigung automatisch fort.
Preis
Mit rund 1400 Euro zum Marktstart ist der Roborock S8 Pro Ultra nicht gerade billig, aber günstiger ist die Konkurrenz auch nicht – teils sogar im Gegenteil. Der Straßenpreis ist im Vergleich dazu inzwischen deutlich gefallen auf 899 Euro, womit man ein immer noch gutes Gerät zum reduzierten Preis bekommt.
Fazit
Der Roborock S8 (Testbericht) hat uns schon überzeugt, er leistet gute Reinigungsarbeit bei Saugen und Wischen und punktet mit toller Navigation und verbesserter Objekterkennung. Das ist beim neuen S8 Pro Ultra nicht anders, sondern teilweise sogar noch besser. So ist die Wischleistung noch etwas höher und dank der tollen Reinigungsstation wird der Saugroboter noch einmal eine ganze Ecke autarker. Das hat natürlich seinen Preis: Über 700 Euro mehr für die Station erscheint happig, aber wer minimale Arbeit haben will, wird die Extra-Ausgabe nicht bereuen. Die anderen Vorteile, die wir im Fazit des S8 angesprochen haben, gelten für beide Modelle. Bei der nächsten Aktualisierung unserer 10 besten Saugroboter wird sich der S8 Pro Ultra sicherlich an die Spitze setzen. Wer generelle Tipps zum Kauf eines Saugroboters sucht, wird in unserem Ratgeber zum Thema fündig.
Ecovacs Deebot Mini
Ecovacs Deebot Mini
Der Ecovacs Deebot Mini ist ein kompakter Wisch- und Saugroboter für kleine Wohnungen. Im Test überzeugt er preislich, schwächelt aber bei der Bedienlogik.
- sehr kompakte Bauweise, ideal für kleine Wohnungen
- vollständige Reinigungsstation mit Heißlufttrocknung
- starke Saugleistung auf Hartboden und Teppich
- günstiger Preis
- Wischpads müssen manuell abgenommen werden
- schwache Hinderniserkennung bei Kabeln und Stuhlbeinen
- relativ laut bei höheren Saugstufen
Ecovacs Deebot Mini im Test: Günstiger Saugroboter für kleine Wohnungen
Der Ecovacs Deebot Mini ist ein kompakter Wisch- und Saugroboter für kleine Wohnungen. Im Test überzeugt er preislich, schwächelt aber bei der Bedienlogik.
Saugroboter mit Wischfunktion und Reinigungsstation kosten oft 800 Euro oder mehr. Ecovacs zielt mit dem Deebot Mini auf eine andere Kundengruppe: Bewohner kleiner Wohnungen mit knappem Budget. Für 230 Euro bekommen Käufer einen sehr schmalen Roboter samt Station, die mit einem ungewöhnlichen Wassertank-Konzept und einem auffälligen Y2K-Design punktet.
Wie gut das Konzept im Alltag funktioniert und warum unser Test mehrere Anläufe und sogar ein Austauschgerät erforderte, klären wir auf den nächsten Zeilen. So viel vorab: Der Mini eignet sich tatsächlich für kleine Räume, hat aber eine entscheidende Eigenheit, die Ecovacs deutlich besser kommunizieren müsste. Wer seine Wohnung überwiegend mit Hartboden ausgestattet hat, bekommt einen brauchbaren Einstieg in die Welt der Saug- und Wischroboter. Wer Teppiche im Spiel hat, sollte aufmerksam weiterlesen.
Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs Deebot Mini?
Der Roboter besteht aus weißem Kunststoff, oben sitzt ein kleiner Laserturm sowie ein ausklappbarer Griff zum Tragen. Mit einem Durchmesser von rund 28,6 cm und einer Höhe von knapp 10 cm gehört der Mini zu den kompaktesten Saugrobotern auf dem Markt. Die Verarbeitung ist für den Preis in Ordnung, hochwertig wirkt vor allem das ungewöhnlich gestaltete Stationsdesign. Der interne Staubbehälter im Roboter fällt entsprechend der kompakten Bauweise sehr klein aus. Im Test füllt er sich bereits nach wenigen Blättern, woraufhin der Roboter laut wird und keinen weiteren Schmutz mehr aufnimmt.
Ecovacs Deebot Mini – Bilderstrecke
Optisch ist die Station am sogenannten Y2K-Look orientiert – ein Designtrend, der sich an der Ästhetik um die Jahrtausendwende (Year 2000) orientiert. Typisch sind transparente oder durchscheinende Kunststoffe in poppigen Farben, abgerundete Formen und ein verspielter, fast futuristischer Touch, wie man ihn etwa von frühen iMacs oder dem Game Boy Color kennt. Beim Deebot Mini greift Ecovacs das mit dem bunt schimmernden, halbtransparenten Wasserbehälter auf der Stationsoberseite auf, der sich klar von der sonst üblichen schlichten Optik bei Saugrobotern abhebt. Den Behälter gibt es in sechs frei wählbaren Farben: Schwarz, Blau, Rot, Orange, Lila und Grün. Die Station selbst bleibt dabei immer weiß.
Auch beim Aufbau geht der Behälter eigene Wege: Statt zwei getrennter Tanks setzt Ecovacs auf einen kombinierten Behälter mit zwei Kammern. Außen sitzt das Frischwasser (2,6 l), innen das Schmutzwasser (1,7 l). Das Schmutzwasser entleert man über eine Klappe oben, Frischwasser füllt man durch einen seitlichen Gummistopfen nach. Das spart Platz, wirkt im Alltag aber etwas fummeliger als getrennte Tanks. Der Staubbeutel in der Station fasst 1,8 l. Die Station misst 320 x 385 x 400 mm und wiegt 5,86 kg, der Roboter selbst 3,10 kg.
Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs Deebot Mini betriebsbereit?
Für die Einrichtung benötigt man die App Ecovacs Home, verfügbar für iOS und Android. Zunächst nimmt man die Abdeckung vom Roboter ab, unter der sich Staubbehälter und Ein-/Aus-Knopf befinden. Den schiebt man in Stellung „Ein“, entfernt anschließend den Staubbehälter und scannt den darunterliegenden QR-Code mit der App. Danach folgt die WLAN-Einrichtung, wobei nur 2,4-GHz-Netze unterstützt werden. Im Test klappten alle Schritte reibungslos, der Roboter war nach wenigen Minuten einsatzbereit.
Sein Sprachpaket nutzt der Mini ausgiebig, er kommentiert nahezu jede Aktion: Laden, Programmauswahl, Aussaugen des Staubbehälters. Damit ist er nicht allein, viele Saugroboter sind ähnlich gesprächig. Auffällig sind allerdings einige staksige Formulierungen wie „Staubbehälter wird gleich geleert“, „Ladevorgang hat begonnen“ oder „Saugen beim Wischen“ für das Programm Staubsaugen und Wischen. Verwirrend wird es, wenn man eine Aufgabe abbricht – dann erklärt der Mini, er habe sie vollständig abgeschlossen.
Ecovacs Deebot Mini – App & Einrichtung
Wer noch intensiver kommunizieren möchte, nutzt den integrierten Sprachassistenten Yiko mit anpassbarem Weckwort (standardmäßig „OK Yiko“). Damit lassen sich Reinigungen starten, pausieren oder der Roboter zur Station schicken. Alternativ funktioniert die Steuerung über Amazon Alexa oder Google Assistant.
Die erste Kartierungsfahrt dauert je nach Wohnungsgröße 20 bis 30 Minuten. Danach lassen sich in der App Räume definieren und Sperrzonen einrichten. Die Ecovacs Home App ist übersichtlich aufgebaut, zeigt auf der Startseite ein Geräte-Karussell und reagiert flüssiger als etwa die Dreame-App. Die Zonenauswahl klappt intuitiv. Verwirrend ist nur das Aufteilen von Räumen: Nach korrekter Auswahl bleibt der Button „Anwenden“ ausgegraut – stattdessen muss man „Abbrechen“ tippen, was die Änderung tatsächlich übernimmt. Ein Verhalten, das wir auch von anderen Ecovacs-Modellen kennen.
Die wirkliche Stolperfalle wartet erst beim ersten Reinigungslauf. An unserem Standardstandort für Roboter-Tests, an dem Teppichboden verlegt ist, verließ der Mini zwar die Station, drehte sich dann aber im Kreis, fuhr mehrere Meter rückwärts und brach schließlich mit der generischen Fehlermeldung ab, der gewünschte Bereich sei nicht erreichbar. Wir vermuteten zunächst einen Software-Defekt und meldeten das Problem an Ecovacs.
Der Hersteller konnte sich das Verhalten ebenfalls nicht erklären und schickte uns ein zweites Gerät, das nach erneuter Kartierung exakt denselben Fehler produzierte. Da auch nach mehreren Firmware-Updates über Wochen keine Besserung eintrat und immer wieder neue Testgeräte anderer Hersteller dazwischenkamen, geriet der Mini zwischenzeitlich ins Hintertreffen. Erst beim erneuten Anlauf und systematischem Ausprobieren kamen wir der Sache auf die Spur: Stellten wir die Station direkt in der Küche auf reinen Hartboden, fuhr der Roboter ohne Probleme los – brach die Reinigung aber prompt erneut mit identischer Fehlermeldung ab, sobald er auf unseren hochflorigen Testteppich gelangte. Dabei rotierten die Wischpads selbst auf dem Teppich munter weiter.
Die Ursache: Der Mini kann seine Wischpads nicht selbst ablegen und verweigert mit montierten Pads konsequent das Befahren von Teppichen – vermutlich ein Schutzmechanismus, damit Teppiche nicht nass werden. So weit, so sinnvoll. Statt aber dem Nutzer klar mitzuteilen, dass die Pads abgenommen werden müssen oder dass ein Teppich im Weg liegt, gibt der Roboter nur die nichtssagende Meldung „Bereich nicht erreichbar“ aus.
Generell muss man somit auch beachten: Will man auf „nur saugen“ umstellen, muss man zwingend vor Ort sein und die Pads manuell abnehmen – ein automatisches Ablegen oder Wegklappen wie bei teureren Modellen gibt es nicht. Dass eine derart simple, aber zentrale Einschränkung weder in der App, noch in der Anleitung oder den Fehlermeldungen klar kommuniziert wird, ist ein dickes Versäumnis und sorgte bei uns für langwieriges Rätselraten. Hier muss Ecovacs dringend nachbessern, idealerweise mit einer expliziten Hinweismeldung im App-Dialog beim Start einer Reinigung.
Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs Deebot Mini Hindernisse?
Die Hinderniserkennung gehört zu den größten Schwächen des Mini. Der Roboter verhakte sich im Test mehrfach mit den Wischpads unter Stuhlbeinen oder Getränkekisten, wodurch sich ein Pad löste und die Reinigung abbrach. Auch Kabel wickelten sich mehrmals um die Wischpads – ein Hindernis, das andere getestete Saugroboter zuverlässig erkennen und umfahren. Auch unsere freischwebenden Stühle wurden ihm einmal zum Verhängnis: Beim Auffahren auf den Fuß lösten sich die Wischpads, der Mini blieb stehen und brauchte unsere Hilfe, um die Reinigung fortzusetzen. Schwellen überwindet er bis 17 mm. Wer Kabel und Kleinteile vorher beiseite räumt oder in der Karte Sperrzonen einzeichnet, vermeidet die meisten Probleme.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Ecovacs Deebot Mini?
Die Saugleistung beträgt 9000 Pa – ein für diese Preisklasse solider Wert. Auf Hartboden entfernt der Mini gröberen Schmutz zuverlässig, auf Teppich überrascht er sogar positiv: Über 90 % der zu Testzwecken ausgebrachten Haferkörner und rund 80 % des Mehls verschwinden im Staubbehälter. Für einen 230-Euro-Roboter ist das ein starkes Ergebnis. Der Wermutstropfen: Sobald die Wischpads montiert sind, darf der Mini gar nicht erst auf den Teppich.
Beim Wischen setzt Ecovacs auf zwei runde, rotierende Pads, wie man sie auch von deutlich teureren Modellen kennt. Sie leisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten solide Arbeit auf Hartboden, stoßen aber bei feinem Schmutz oder Flüssigkeiten schnell an ihre Grenzen. Sind die Pads gesättigt, verteilen sie den Schmutz nur noch auf dem Boden. Die Station spült die Pads regelmäßig aus, was zwar Abhilfe schafft, aber die Reinigung häufiger unterbricht als bei Modellen mit Wischwalze. Für 230 Euro ist die Wischleistung dennoch absolut akzeptabel.
Ecovacs Deebot Mini – Reinigung
Die Bodenbürste ist eine Kombination aus Gummi und Borsten und mit einer Anti-Tangle-Konstruktion versehen, die verhindern soll, dass sich lange Haare um die Bürste wickeln – ein kleiner Metallkamm leitet sie direkt in den Staubbehälter. Im Test klappt das bei kürzeren Haaren gut, längere Haare oder Staubknäuel wickeln sich dennoch gelegentlich um die Bürste. Dazu kommt eine Seitenbürste. Die Station saugt den Staubbehälter automatisch ab, reinigt die Wischpads und trocknet sie anschließend mit Heißluft – ein Feature, das in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Eine reine Saugfahrt ohne Pads lässt sich in der App auswählen, die Pads müssen zuvor aber manuell entfernt werden.
Die Lautstärke fällt unterdurchschnittlich aus. Bereits beim bloßen Fahren ist der Mini aus mehreren Metern Entfernung hörbar, je nach Reinigungsstufe pendelt der Pegel zwischen 46 und 59 dB(A). Der Hersteller selbst gibt 55 dB(A) an, was mit unseren Messungen weitgehend übereinstimmt.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs Deebot Mini?
Der verbaute Lithium-Ionen-Akku schafft laut Hersteller bis zu 144 Minuten Betriebsdauer. Im Test reinigte der Mini eine Fläche von 18 m² in 21 Minuten und verbrauchte dabei 21 % der Akkukapazität. Hochgerechnet entspricht das einer Reichweite von rund 85 m² pro Ladung – ein für die Zielgruppe kleiner Wohnungen vollkommen ausreichender Wert. Größere Wohnungen schafft er notfalls mit Zwischenladen, allerdings dauert ein voller Ladevorgang rund 3,5 Stunden.
Preis: Was kostet der Ecovacs Deebot Mini?
Der Ecovacs Deebot Mini kostet zum Testzeitpunkt 230 Euro. Damit liegt er klar im Einstiegssegment für Saug- und Wischroboter mit Reinigungsstation.
Fazit
Der Ecovacs Deebot Mini ist ein interessanter, aber technisch sehr einfacher Saug- und Wischroboter, der für kleine Wohnungen mit überwiegend Hartboden eine durchaus passende Wahl ist. Die kompakte Bauform, das eigenwillige Y2K-Stationsdesign mit sechs wählbaren Farben für den Wasserbehälter und der niedrige Preis sprechen für ihn. Die Saugleistung ist überraschend stark, die Wischfunktion für den Preis akzeptabel.
Wer allerdings Teppiche, Kabel oder eine wechselhafte Möbellandschaft hat, sollte zweimal nachdenken. Die fehlende automatische Wischpad-Ablage ist eine echte Komforteinbuße, die schwache Hinderniserkennung führt zu abgebrochenen Reinigungen. Vor allem die mangelhafte Kommunikation des Roboters – generische Fehlermeldungen statt klarer Hinweise auf Teppich oder verlorene Pads – nervte uns im Test über Wochen. Mit dem Wissen um diese Eigenheiten lässt sich der Mini aber sinnvoll einsetzen und ist dann ein günstiger Einstieg in die Welt der Saug- und Wischroboter.
Dreame L40 Ultra
Dreame L40 Ultra
Dreame hat seine L-Serie aktualisiert und mit dem L40 Ultra das Topmodell der Reihe auf den Markt gebracht. Unterschiede zum X40 Ultra sind kaum auszumachen – ist der L40 Ultra der neue Preis-Leistungs-Sieger?
- gute Saug- und Wischleistung
- ausfahr- und anhebbare Seitenbürste
- anhebbare Hauptbürste
- gute Navigation
- starke Objekterkennung
Dreame L40 Ultra im Test: Dieser Saugroboter saugt, wischt und navigiert klasse
Dreame hat seine L-Serie aktualisiert und mit dem L40 Ultra das Topmodell der Reihe auf den Markt gebracht. Unterschiede zum X40 Ultra sind kaum auszumachen – ist der L40 Ultra der neue Preis-Leistungs-Sieger?
Dreame hat mit dem L40 Ultra einen neuen Saug- und Wischroboter auf den Markt gebracht, der sich als würdiger Nachfolger des L20 Ultra präsentiert, nachdem von einem L30 Ultra hierzulande nichts zu sehen war. Mit beeindruckender Saugleistung und einer Vielzahl an innovativen Funktionen will der L40 Ultra die Konkurrenz hinter sich lassen und auch das eigene Topmodell hat kaum mehr zu bieten. Wir haben uns angeschaut, wo die Unterschiede im Detail liegen, und den L40 Ultra ausführlich getestet.
Der Dreame L40 Ultra ist bei Amazon derzeit ab rund 780 Euro zu bekommen.
Design: Wie sieht der Dreame L40 Ultra aus?
Der Dreame L40 Ultra ähnelt optisch stark dem X40 Ultra Complete. Das Design ist modern und fügt sich nahtlos in jede Wohnumgebung ein. Der Laserturm, der für die Navigation zuständig ist, verleiht dem Roboter eine etwas höhere Bauweise, da dort Mikrofone für den hauseigenen Sprachassistenten integriert sind. Damit wächst die Höhe des Roboters auf knapp über 10 cm, sodass er schwieriger unter Möbel kommt, als etwa der X40 Ultra. Die Verarbeitung ist hochwertig, und der Roboter wirkt genauso robust und langlebig, wie das eigentliche Topmodell.
Mehr optische Unterschiede gibt es bei der Reinigungsstation. Während beim X40 die Abdeckung für die Absaugung glatt und der Bereich darüber geriffelt ist, ist es beim L40 genau andersherum: Die metallisch glänzende Abdeckung ist geriffelt, der Bereich darüber glatt. Wie auch dieser optische Aspekt sind auch die restlichen Unterschiede eher marginal. So reinigt der L40 „nur“ noch mit bis zu 65 Grad heißem Wasser, beim X40 sind es bis zu 70 Grad. Die Warmlufttrocknung ist hingegen gleich. Praktisch: Die Station des L40 Ultra reinigt sich mit Scheibenwischer-artigen Armen selbst, das ist beim X40 ähnlich. Dadurch wird der Wartungsaufwand für den Nutzer minimiert.
Der generelle Aufbau der Station ist ansonsten identisch. Sie ist kompakt und beherbergt zwei große Wassertanks für Frisch- und Abwasser sowie einen Staubbeutel. Gegen Aufpreis ist ein Wasseranschlusskit erhältlich, das die Station kontinuierlich mit Frischwasser versorgt und das Abwasser direkt in den Abfluss entsorgt.
App: Wie funktioniert die Sprachsteuerung des Dreame L40 Ultra?
Die Dreame-Home-App verbindet sich extrem einfach mit dem Roboter und bietet eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten für alle Bereiche von Roboter und Station. Trotzdem bleibt sie intuitiv zu bedienen. Nutzer können Standards nutzen, wie Reinigungspläne erstellen, die Saug- und Wischleistung anpassen und virtuelle Sperrzonen einrichten. Zudem gibt es Detaileinstellungen, in denen etwa die Temperatur des Wassers für die Reinigung der Wischmopps in vier Schritten gewählt werden darf. So tief ins Detail geht bestenfalls noch die Roborock-App der „Konkurrenz aus gleichem Hause“.
Der Roboter unterstützt neben Alexa und Google Assistant auch einen eigenen Sprachassistenten, der auf das Kommando „OK, Dreame“ hört. Derzeit klappt das aber nur per englischer Sprache, während Roboter und App auf Deutsch verfügbar sind. Dies ermöglicht eine einfachere und präzisere Steuerung des Geräts, als per Amazon oder Google. Denn der eigene Sprachassistent versteht auch Befehle wie „Wisch unter dem Bett“, sofern der Nutzer dafür (derzeit noch) des Englischen tüchtig ist und zuvor ein virtuelles Bett in der App im entsprechenden Raum platziert hat.
Navigation: Wie gut erkennt der Dreame L40 Ultra Hindernisse?
Die Navigation des Dreame L40 Ultra erfolgt über einen Laserturm in Kombination mit einer Objekterkennung, die durch strukturiertes Licht und eine RGB-Kamera unterstützt wird. Diese Kombination ermöglicht eine präzise Kartierung der Wohnräume und eine effektive Hinderniserkennung. Der Roboter erkennt in den meisten Fällen selbst kleine Hindernisse wie Kabel und umgeht sie recht geschickt. Das klappte bei uns im Test gefühlt sogar noch etwas besser als beim X40 Ultra. Allerdings braucht das L-Modell dafür insgesamt etwas mehr Zeit. Definitiv besser funktioniert beim L40 Ultra die Teppicherkennung. Denn während der X40 Ultra im Test Teppiche auf gleichfarbigem Untergrund einfach nicht als Teppich erkannte, klappt das beim L40 Ultra immer.
Die ausfahrbare Seitenbürste sorgt dafür, dass auch Ecken und Kanten gründlich gereinigt werden. Gleiches gilt für den rechten Wischmopp, der am Rand oder in Engstellen ebenfalls ausgefahren werden kann. Neben der Hauptbürste wird zudem auch die Seitenbürste angehoben, sobald der Roboter eine größere Flüssigkeitsansammlung erkennt. So wird effektiv vermieden, dass beides mit der Flüssigkeit in Kontakt kommt. Stattdessen versucht der Roboter, die Flüssigkeit mit den Mopps aufzuwischen. Hier sollte man bei einem Durchgang grundsätzlich keine Wunder erwarten. Wer einen großen Kaffeebecher umwirft, muss damit rechnen, dass die Aufnahmefähigkeit der beiden Mopps schnell erschöpft ist, woraufhin der Kaffee zu einem guten Teil eher verteilt als aufgenommen wird. Dreame spendiert dem L40 Ultra dafür eine Funktion, anhand derer der Roboter selbstständig zu derart verschmutzten Bereichen zurückkehrt und sie erneut reinigt.
Saugleistung: Wie gut saugt der Dreame L40 Ultra?
Mit einer Saugleistung von 11.000 Pascal gehört der Dreame L40 Ultra zu den leistungsstärksten Modellen auf dem Markt, lediglich der Roborock Qrevo Curv (Testbericht) überrascht in der jüngeren Vergangenheit mit einem Sprung der Saugkraft auf 18.000 Pa. Im Test zeigte der Roboter sehr gute Reinigungsleistung auf Hartböden und Teppichen. Selbst hartnäckiger Schmutz und Tierhaare wurden zuverlässig entfernt, wobei uns die im Lieferumfang enthaltene Tricut-Bürste gerade bei Tierhaaren noch besser gefallen hat. Sie entfernt nicht nur festgetretene Haare von Teppich besser, sondern zerschneidet lange Haare zudem mit ihrer „Messerreihe“, sodass sie sich nicht um die Bürste wickeln können sollen. Im Test klappte das zwar nicht zu unserer vollständigen Zufriedenheit, da sich immer noch Haare an der Bürste festsetzen. Im Vergleich zur vorinstallierten Gummibürste werden die Haare bei der Tricut-Bürste allerdings tatsächlich gekürzt, womit sie vermutlich früher oder später doch komplett aufgesaugt werden können. Im Test setzte sich diese Bürste zumindest auch bei längerem Gebrauch nicht weiter zu, sondern der „Haarpegel“ hielt sich in etwa auf einem Niveau. Dank der ausfahrbaren Seitenbürste kommt der L40 Ultra zudem deutlich besser in Ecken, als Modelle ohne solch ein Pendant.
Wischfunktion: Wie gut wischt der Dreame L40 Ultra?
Die Wischfunktion des Dreame L40 Ultra ist durch die rotierenden Wischmopps theoretisch besonders effektiv. Die Mopps rotieren mit bis zu 180 Umdrehungen pro Minute und werden auf den Boden gepresst, um auch hartnäckige Verschmutzungen zu entfernen. Bei Bedarf können die Mopps angehoben werden, um Teppiche zu schonen, alternativ lässt der Roboter die Mopps in der Station zurück – je nach Einstellung in der umfangreichen App. Für bessere Wischergebnisse liegt dem Lieferumfang eine Reinigungsflüssigkeit bei, die in den dafür vorgesehenen Tank hinter der Blende für die Absaugung kommt. Die Station dosiert dann Wasser und Reinigungsmittel automatisch.
Die Wischleistung ist insgesamt sehr gut, auch wenn eingetrocknete Flecken manchmal eine zweite Reinigung erfordern. Das Gesamtergebnis hat uns überzeugt, gefühlt bleibt die Saug- und Wischleistung trotzdem minimal hinter dem X40 Ultra zurück. In einem normalen Haushalt dürfte das aber nicht weiter auffallen. Spannend ist die Funktion der Flüssigkeitserkennung. Dadurch werden Haupt- und Seitenbürste angehoben, um nicht nass zu werden. Das funktionierte im Test zuverlässig. Dank des ausfahrbaren Mopps ist die Randreinigung zudem ordentlich.
Reinigungsstation: Wie gut ist die Reinigungsstation des Dreame L40 Ultra?
Die Reinigungsstation des Dreame L40 Ultra ist ein echtes Highlight. Sie wäscht die Wischmopps mit bis zu 65 °C heißem Wasser und trocknet sie anschließend mit heißer Luft. Wahlweise bestimmen Roboter und Station selbstständig, wie heiß das Wasser für die Reinigung sein muss – nämlich anhand der Auswertung des Schmutzwassers. Das kann dabei helfen, Energie zu sparen. Auch eine Reinigung mit weniger heißem Wasser verhindert unangenehme Gerüche und die Bildung von Keimen. Die Station saugt den Staubbehälter des Roboters automatisch ab, sodass man sich um die Entleerung nur alle paar Wochen kümmern muss. Optional kann die Station an die Wasserversorgung angeschlossen werden, um die Wassertanks automatisch zu befüllen und zu entleeren.
Akku: Wie lange reinigt der L40 Ultra am Stück?
Der Akku des L40 ist etwas schwächer als beim X40. Damit erreicht er entsprechend nicht ganz die Flächenleistung wie das Topmodell, bei uns im Test erreichte der L40 Ultra aber immer noch ordentliche 120 m² (brutto), auch wenn das nicht ganz für die komplette Etage reichte. Wie die Konkurrenz auch fährt der L40 aber selbstständig zum Zwischenladen zurück zur Station und setzt die Reinigung später automatisch fort.
Preis: Was kostet der Dreame L40 Ultra?
Der Dreame L40 Ultra ist bei Amazon derzeit ab rund 780 Euro zu bekommen.
Fazit
Der Dreame L40 Ultra ist ein beeindruckender Saug-Wischroboter, der in fast allen Bereichen überzeugt. Saug- und Wischleistung sind klasse, die Navigation ist präzise und Hindernisse werden gut erkannt. Die selbstreinigende Station sorgt für die erfolgreiche Selbstreinigung dafür, dass Nutzer kaum noch Zeit mit der Wartung des Gerätes verbringen müssen und der eigene Sprachassistent runden das Gesamtpaket ab.
Allerdings verstehen wir die Sinnhaftigkeit dieses Modells nicht so richtig. Der L40 Ultra ist deutlich günstiger als der X40 Ultra, gleichzeitig aber fast gleich gut – warum? Interessenten freut es: Wer auf der Suche nach einem leistungsstarken und vielseitigen Saugroboter ist, der wird mit dem Dreame L40 Ultra bestens bedient und spart auch noch ein paar Euro im Vergleich zum angeblichen Topmodell.
Roborock S8 MaxV Ultra
Roborock S8 MaxV Ultra
Der neue Roborock S8 MaxV Ultra will mit Features wie ausfahrbarer Seitenbürste, zusätzlichem Rand-Wischmopp, Objekterkennung und 10.000 Pascal die Konkurrenz hinter sich lassen. Ob das klappt, haben wir getestet.
- ausfahrbare Seitenbürste
- zusätzlicher Seitenmopp zur Randreinigung
- sehr gute Reinigungsleistung auf Hart- und Teppichboden
- tolle Reinigungsstation
- umfangreiche App
Roborock S8 MaxV Ultra im Test: Dieser Top-Saugroboter reinigt auch Ecken
Der neue Roborock S8 MaxV Ultra will mit Features wie ausfahrbarer Seitenbürste, zusätzlichem Rand-Wischmopp, Objekterkennung und 10.000 Pascal die Konkurrenz hinter sich lassen. Ob das klappt, haben wir getestet.
Roborock war bei uns lange Zeit die unangefochtene Nummer eins unter den Saugrobotern. Seit einiger Zeit ist aber vor allem Dreame mit Modellen wie dem X40 Ultra (Testbericht) zu starker Konkurrenz gereift und auch Ecovacs holt mit seinen aktuellen Modellen wie dem T30S Combo (Testbericht) wieder verlorenen Boden auf. Der Druck scheint sich bemerkbar zu machen. Nach dem ersten Qrevo-Modell (Testbericht) folgte bei Roborock auch der Qrevo MaxV (Testbericht) mit drehenden Wischmopps und selbst das aktuelle Topmodell S8 MaxV Ultra kommt mit so einem drehenden Wischpad – zumindest zusätzlich. Das soll am Rand für bessere Wischleistung sorgen, die anhebbare „Rüttelplatte“ mit angeheftetem Wischtuch bleibt ansonsten bestehen. Natürlich ist auch wieder eine umfangreiche Reinigungsstation dabei, die nicht nur den Staub nach getaner Arbeit absaugt, sondern auch die Wischpads mit frischem, heißem Wasser reinigt. Was sich sonst noch so alles getan hat, verraten wir im Test.
Den Roborock S8 MaxV Ultra gibt es in zwei Versionen: Wie getestet mit Frisch- und Abwassertank in der Station ab 989 Euro oder mit deutlich niedrigerer Station und direktem Frisch- und Abwasseranschluss ab 1399 Euro.
Wie sind Verarbeitung und Design des Roborock S8 MaxV Ultra?
Beim Design orientiert sich der Roboter Roborock S8 MaxV Ultra an seinen Vorgängern und setzt auf eine runde Form mit dezentem Äußeren in Schwarz oder Weiß. Der Korpus besteht aus robustem Kunststoff und macht einen hochwertigen Eindruck. An der Oberseite finden sich drei Tasten für die manuelle Steuerung. Der Laserturm mit integriertem Sprachassistenten Rocky und beleuchtetem Roborock-Logo ist etwas höher als bei früheren Modellen ohne Mikros für den Assistenten. Damit erreicht der Roboter nun eine Gesamthöhe von knapp über 10 cm. Immerhin ist der Turm mit einem Bumper versehen, sodass der S8 MaxV Ultra merkt, wenn er damit irgendwo hängenbleibt.
Die Verarbeitungsqualität ist auf einem sehr hohen Niveau. Spaltmaße stimmen, nichts klappert oder wirkt billig. Neu im Vergleich zum Vorgänger ist die obere Abdeckung, unter der sich der Staubbehälter des Roboters befindet. Sie lässt sich indessen nicht mehr mittels eines Gelenks nach oben klappen, sondern wird wie bei Ecovacs magnetisch gehalten und durch Anheben ganz entfernen. Das wirkt hochwertig, ist aber in unseren Augen etwas unpraktisch, da immer entweder zwei Arbeitsschritte nötig sind, wenn man ans Innere gelangen will, oder zwei Hände.
Die kompakte Reinigungsstation mit Kabelmanagement auf der Rückseite ist ebenfalls aus Kunststoff gefertigt und dank der schmalen Bauweise recht platzsparend. Oben sind jetzt nur noch die beiden Wassertanks platziert, die flacher, aber breiter und damit ähnlich groß wie beim direkten Vorgänger S7 MaxV Ultra (Testbericht) sind. Dort wurde neben den beiden Wasserbehältern Platz für den Absaugbeutel benötigt. Der wandert beim neuen S8 MaxV Ultra wie bei der Konkurrenz nun eine Etage tiefer und verbirgt sich hinter einer magnetisch gehaltenen und optisch dunkler abgesetzten Kunststofffront, hinter der auch der neue Reinigungsmittelbehälter platziert ist. Dieser Tank misst jetzt 580 ml und eine Füllung soll dank automatischer Dosierung jetzt für rund 12 Wochen reichen. Etwas unverständlich mit Blick auf den Preis des S8 MaxV Ultra ist das Fehlen entsprechender Reinigungsflüssigkeit im Lieferumfang, der ohnehin bis auf einen zweiten Absaugbeutel extrem dünn ausfällt.
Neu ist die Reinigung mit heißem Wasser sowie die Trocknung mit heißer Luft (jeweils mit 60 Grad Celsius). Das sorgt für bessere Hygiene, da keine Bakterien und infolgedessen keine unangenehmen Gerüche entstehen. Beim S8 Pro Ultra (Testbericht) wurde hier noch zimmerwarme Luft verwendet.
Alle Bilder zum Roborock S8 MaxV Ultra im Test
Wie gut ist die App des Roborock S8 MaxV Ultra?
Die Roborock-App zur Steuerung des S8 MaxV Ultra wurde weiter optimiert und punktet mit weitgehend logischem und strukturiertem Aufbau sowie eine überwiegend intuitiven Benutzerführung. Alle wichtigen Funktionen lassen sich mit wenigen Klicks erreichen, erst im Detail ist die Übersicht etwas eingeschränkt. Das liegt am schieren Umfang an Optionen, der es gelegentlich schwierig macht, den Überblick zu behalten – das liegt wohl in der Natur der Sache. Die Einrichtung gelingt dank Schritt-für-Schritt-Anleitungen schnell und einfach.
Die erstellten Karten werden übersichtlich und detailliert dargestellt. Auf Wunsch beinhaltet das virtuelle Möbel, die der Roboter auf seinen Fahrten selbstständig erkennt oder vom Nutzer eingefügt werden. Im Gegensatz zur Konkurrenz von Dreame können diese Möbelstücke allerdings nicht für besondere Reinigungsaufgaben wie „wische unter dem Bett“ herangezogen werden und sind daher bloße Kosmetik. Das automatische Einfügen klappte bei uns zudem selten richtig. Davon abgesehen gibt es nichts, was es nach derzeitigem Stand der Technik nicht gibt. Das beinhaltet virtuelle No-Go-Zonen und Bereiche mit erhöhter Saugkraft, eigene Reinigungsmodi- und Reihenfolgen für jeden Raum, das Erstellen von Zeitplänen und vieles mehr.
Auch Direktzugriff auf die Kamera des Roboters ist möglich und erlaubt sogar Kommunikation über die im Roboter eingebauten Mikrofone und den Lautsprecher. Auf Wunsch patrouilliert der S8 MaxV Ultra mit aktivierter Kamera durch die Wohnung oder sucht Haustiere und nimmt Schnappschüsse von ihnen auf. Zusammen mit Matter-Support will sich der Roboter also offenbar nicht nur als einfacher Saug- und Wischroboter verstanden wissen, sondern als vollwertiges Smart-Home-Mitglied, das zusätzliche Aufgaben übernimmt. Beeindruckend, aber sicherlich nicht immer nötig oder gar zwingend sinnvoll.
Wie gut ist die Navigation des Roborock S8 MaxV Ultra?
Bei der Navigation setzt Roborock wieder auf die bewährte Lidar-Technologie (Light Detection and Ranging) im Zusammenspiel mit der eingebauten Objekt- und Hinderniserkennung. Mithilfe der Lasersensoren erstellt der Roboter eine detaillierte Karte der Räumlichkeiten und navigiert auf optimierten Bahnen. Er reinigt zunächst die Ränder und dann das Innere der Räume in überlappenden Bahnen und arbeitet effizient und gründlich. Dabei kommen ihm an den Rändern und in Ecken die ausfahrbare Seitenbürste und der zusätzliche, drehende Minimopp auf der rechten Seite zugute. Mit der Bürste kommt er tatsächlich komplett in 90-Grad-Ecken, was zuvor bestenfalls D-förmigen Saugrobotern möglich war, der Minimopp sorgt für fast perfekte Randreinigung. Fast, denn nach Angaben von Roborock kommt er nur auf mindestens 1,68 mm an Fußleisten oder Möbel heran – aber eben nicht ganz.
Um Kollisionen mit Hindernissen zu vermeiden, ist der S8 MaxV Ultra mit einem Kamerasystem samt Kreuzlaser-Technologie ausgestattet. Roborock nennt das Reactive AI 2.0. Objekte auf dem Boden wie Möbelstücke, Pflanzen oder liegengelassene Gegenstände werden zuverlässig erkannt und meistens sicher umfahren. Selbst kleine Objekte wie Spielzeug und Kabel erkennt der Roboter. Wie immer gilt aber auch bei Roborock: 100 Prozent verlässlich ist die Erkennung nicht, bei einem zweiten oder dritten Versuch kann das, was bei vorherigen Versuchen erkannt und umfahren wurde, trotzdem aufgesaugt werden. Gerade, wenn es eng wird, weil mehrere Störquellen dicht beieinander liegen oder der Raum generell begrenzt ist, saugt der S8 MaxV Ultra etwa Kabel trotz vorheriger Erkennung auf. Das ist bei der Konkurrenz aber auch nicht besser. Eine automatische Anpassung der Saugkraft auf Teppichen rundet das Gesamtpaket ab.
Grundsätzlich ist dank Kameras, Kreuzlaser und Laserturm die Navigation weitgehend fehlerfrei – eben so, wie man es von einem Spitzenmodell erwartet. Da fällt es dann umso mehr auf, wenn der Roboter sich wenig intelligent im Fuß von Schwingstühlen festfährt, nachdem er zuvor eine gefühlte Ewigkeit mit immer neuen Anläufen versucht hat, durch die geöffnete Seite unter einen Stuhl zu fahren. Endlich geschafft, kam er anschließend trotz zahlloser Drehungen sowie Vor- und Zurücksetzen nicht mehr durch den offensichtlichen „Ausgang“ und kapitulierte schließlich. Resultat: manuelle Hilfe des Nutzers. Das passt ganz und gar nicht zu einem Spitzenmodell, kam im Test aber auch nur einmal vor.
Schuld könnte hier aber auch eine der zahlreichen Einstellungen sein, auch für die Hinderniserkennung, die natürlich alle ausprobiert werden wollen. So viele Eingriffsmöglichkeiten sind natürlich auf der einen Seite toll. Andererseits sollte die Optionsvielfalt nicht dafür sorgen, dass die Nutzererfahrung im Alltag verschlimmbessert wird. Was uns trotz aller Optionen fehlt: Eine Möglichkeit, um den S8 MaxV Ultra davon zu überzeugen, bodentiefe Vorhänge beiseitezuschieben, um bis an die bodentiefen Fenster heranzusaugen. Das kann aber auch der Großteil der Konkurrenz nicht.
Wie gut saugt und wischt der Roborock S8 MaxV Ultra?
Der Roborock S8 MaxV Ultra stellt seine im Vergleich zum direkten Vorgänger S7 MaxV Ultra (Testbericht) von 5100 Pa auf starke 10.000 Pascal gestiegene Saugkraft im Test eindrucksvoll unter Beweis. Auf Hartböden saugt er Staub, Krümel und selbst feinen Sand mühelos auf. Die anhebbaren und gegenläufig rotierenden Gummibürsten arbeiten effizient und passen sich dank schwimmender Aufhängung gut an Unebenheiten an. Die neue Haarschneide-Technik der Rollen, bei der mittels kleiner Schneiden an den Rändern das Aufwickeln von langen Haaren vermieden werden soll, überzeugte uns hingegen nicht restlos, zumal solche Haare dann eben an der Seitenbürste hängen bleiben.
Auch auf Teppichböden zeigt der Saugroboter eine hervorragende Reinigungsleistung. Selbst tiefsitzender Schmutz wird erstaunlich gut aus den Fasern gelöst, im Vergleich zur Konkurrenz erzielt der S8 MaxV Ultra hier Bestwerte. Allerdings stört dabei der recht kleine Schmutzbehälter mit nur 270 ml Fassungsvermögen. Das reicht zwar bei täglicher Fahrt in normal verschmutzter Umgebung aus, bei starker Verschmutzung erscheint das aber etwas knapp bemessen, zumal der S8 MaxV Ultra den Behälter erst am Ende des Reinigungsvorgangs absaugt.
Nach der starken Saugleistung präsentiert der S8 MaxV Ultra auch seine Wischfunktion als Highlight. Vibrarise 3.0 kombiniert gleich zwei vibrierende Wischbereiche des Wischtuches und sorgt zusammen mit dem seitlichen rotierenden Mopp für streifenfreie, saubere Böden. Selbst eingetrocknete Flecken und Verschmutzungen werden meist gut entfernt. Wunder sollte man dabei allerdings nicht erwarten, schließlich ist irgendwann die Aufnahmefähigkeit des Wischtuches erschöpft. Zwar reinigt der Roboter Tuch und drehenden Seitenmopp in regelmäßigen Abständen auch zwischendurch, wer allerdings die verschüttete Kaffeetasse aufwischen lassen will, gerät dabei schnell an die Grenzen des Roboters. Dabei erkennt der S8 MaxV Ultra solche Pfützen sogar selbstständig und hebt dann die doppelte Hauptbürste an. Räder und Seitenbürste werden aber trotzdem nass.
Apropos erkennen: Der Roboter passt dank intelligenter Erkennung des Verschmutzungsgrades den Wasserdurchfluss und die Vibrationsstärke automatisch an, außerdem werden die Mopps jetzt um „bis zu 2 cm angehoben“, sobald der Roboter Teppich befährt. Bislang waren es rund 1 cm. Die Reinigungsstation überprüft die Verunreinigung des Abwassers und wiederholt daraufhin die Reinigung, falls nötig. Die effektive Reinigung der Wischtücher mit heißem Wasser sowie die Trocknung mit heißer Luft nach Abschluss der gesamten Reinigung haben wir bereits erwähnt. Beides führt zu sehr guten Ergebnissen, kein anderer Saugroboter macht das derzeit besser.
Preis: Was kostet der Roborock S8 MaxV Ultra?
Den Roborock S8 MaxV Ultra gibt es in zwei Versionen, die beide mehrere hundert Euro seit unserem Test im Preis gesunken sind: Wie getestet mit Frisch- und Abwassertank in der Station ab 989 Euro oder mit deutlich niedrigerer Station und direktem Frisch- und Abwasseranschluss, aktuell ab 1399 Euro.
Fazit
Mit dem Roborock S8 MaxV Ultra zeigt der Hersteller eindrucksvoll, was technisch möglich ist. Die enorme Saugleistung von 10.000 Pascal, die vibrierende Wischfunktion mit zusätzlichem rotierendem Seitenmopp für optimierte Randreinigung und die verbesserte Hinderniserkennung sind spitze. Die mitgelieferte Absaug- und Reinigungsstation fügt sich perfekt ins Gesamtkonzept ein und ermöglicht weitgehend autonomes Reinigen ohne ständiges Zutun.
In der Praxis überzeugt der S8 MaxV Ultra mit einer hervorragenden Reinigungsleistung auf allen Böden. Die Wohnung wird schnell und gründlich von Schmutz und Staub befreit, die Wischfunktion entfernt meist selbst hartnäckige Verschmutzungen.
Abgerundet wird das Gesamtpaket durch eine gelungene App-Anbindung, die keine Wünsche offenlässt. Der integrierte Sprachassistent Rocky und die Unterstützung des Matter-Standards sind zukunftsweisende Funktionen, mit denen Roborock die Konkurrenz abhängt. Kleinere Kritikpunkte wie der etwas kleine Schmutzbehälter und die nicht perfekte Haaraufwicklung trüben den positiven Gesamteindruck nur minimal.
Mova P50 Pro Ultra
Mova P50 Pro Ultra
Der Mova P50 Pro Ultra bietet starke Ausstattung zum fairen Preis. Wir haben den Saug- und Wischroboter getestet und zeigen, was er wirklich leistet.
- gute Saugleistung
- Clean-Chop-Bürste verhindert Haarverwicklungen effektiv
- zuverlässige Lidar- und Kamera-Navigation mit Haustiererkennung
- gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- mit 10,4 cm relativ hohe Bauform
- Verbindung nur mit 2,4-GHz-Netzwerken
- etwas schwächere Objekterkennung
Mova P50 Pro Ultra im Test: Tolles Gesamtpaket, gute Reinigung, fairer Preis
Der Mova P50 Pro Ultra bietet starke Ausstattung zum fairen Preis. Wir haben den Saug- und Wischroboter getestet und zeigen, was er wirklich leistet.
Saugroboter mit Wischfunktion und Komplett-Station kosten bei Roborock, Dreame oder Ecovacs schnell mal 1000 Euro oder mehr. Dass es auch deutlich günstiger geht, zeigt der Mova P50 Pro Ultra. Die Marke kommt aus dem Dreame-Kosmos und fing als Budget-Ableger an.
Für aktuell 549 Euro bekommt man ein Modell, das vor zwei Jahren noch der Oberklasse zugerechnet worden wäre. An Bord sind eine ausfahrbare Seitenbürste, zwei rotierende Wischmopps, eine Clean-Chop-Hauptbürste gegen Haarverwicklungen sowie eine Komplett-Station mit Warmwasserwäsche und Heißlufttrocknung. Auch eine Kamera mit Haustiererkennung und Lidar-Navigation ist mit dabei. Wir haben den P50 Pro Ultra getestet und zeigen, wo er glänzt – und wo er Schwächen offenbart.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Mova P50 Pro Ultra?
Der Roboter steckt in einem weißen Kunststoffgehäuse und misst 350 × 103,8 mm. Mit gut 10 cm Höhe baut er nicht besonders flach – unter niedrige Möbel kommt er damit nicht überall. Auf der Oberseite sitzt der typische Lidar-Turm, vorne sind Kamera und Sensoren für die Hinderniserkennung untergebracht. Das Gewicht liegt bei 4 kg.
Mova P50 Pro Ultra – Bilderstrecke
Die Station kommt im Mova-typischen Look mit abgerundeten Kanten und gewölbter Front. Eine farbige Blende – in unserem Fall in Silber – setzt einen optischen Akzent. Sie lässt sich einfach hinein- und herausdrücken. Dahinter verbergen sich Staubbeutel und Reinigungsmittel-Tank. Auf der Oberseite befinden sich unter einem Deckel der 4 l fassende Frischwasser- und der 3,5 l große Schmutzwassertank. Der Staubbeutel fasst 3,2 l.
Die Station besteht komplett aus Kunststoff und wirkt solide, aber nicht überragend hochwertig. Vor allem der Deckel fühlt sich etwas dünn an, ist aber stabil genug. Mit Maßen von 420 × 470 × 458 mm bleibt sie verhältnismäßig kompakt. Insgesamt ist die Verarbeitung dem Preisbereich angemessen – wer mehr Wertigkeit will, muss zu teureren Modellen greifen.
Einrichtung: Wie schnell ist der Mova P50 Pro Ultra betriebsbereit?
Die Inbetriebnahme läuft wie bei allen aktuellen Mova-Modellen. Roboter einschalten, QR-Code mit der App scannen, anschließend die Dock- und Punktreinigungstaste drei Sekunden gedrückt halten und mit dem WLAN verbinden. Der P50 Pro Ultra unterstützt allerdings nur 2,4-GHz-Netze – wer ein reines 5-GHz-WLAN nutzt, muss erst ein Dualband-Netz oder ein separates 2,4-GHz-Netz einrichten. Das ist bei Saugrobotern leider nach wie vor Standard, der neuere P70 Pro Ultra macht es bereits besser und unterstützt auch 5 GHz.
Nach der Verbindung mit dem Geräte-Hotspot folgt die App-Konfiguration. Sie fragt typische Haushaltsangaben ab: Haustiere, gründliche Kanten- und Eckenreinigung, Nicht-stören-Modus. Anschließend lässt sich ein Sprachassistent aktivieren oder überspringen – unterstützt werden Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Siri. Nach einem etwa zehnminütigen Firmware-Update startet die Kartierung. In unserem Testbereich nimmt das rund 25 Minuten in Anspruch.
Mova P50 Pro Ultra – App & Einrichtung
Datenschutz-kritische Funktionen sind ab Werk deaktiviert. Die fotografische Dokumentation erkannter Hindernisse muss in der App explizit aktiviert werden. Dasselbe gilt für die Videoüberwachungsfunktion, die wir aus anderen Modellen kennen: Über das Smartphone schaltet man sich live auf die Kamera, steuert den Roboter fern oder lässt ihn auf Patrouille fahren. Aktivieren lässt sich das nur nach Festlegen eines Video-Passworts. Karten- und Nutzungsdaten landen jedoch in der Hersteller-Cloud – ohne erreichbare Server fallen smarte Funktionen wie Zonenreinigung aus.
Mova hat jüngst auch einen lange von uns kritisierten Fehler behoben: Das Auswahlfeld für Zonenreinigungen ruckelt nicht mehr beim Verschieben, sondern bewegt sich flüssig. Die Reinigungsmodi sind umfangreich: nur saugen, nur wischen, beides gleichzeitig, wischen nach dem Saugen oder pro Raum individuell. Mit Clean Genius gibt es zudem eine Funktion, die die Reinigungsparameter automatisch an die Reinigungshäufigkeit anpasst.
Navigation: Wie gut erkennt der Mova P50 Pro Ultra Hindernisse?
Bei der Navigation und Objekterkennung schlägt sich der P50 Pro Ultra solide – weder herausragend noch schlecht. Er nutzt Lidar zur Kartierung sowie eine RGB-Kamera mit Haustiererkennung. Im Test fuhr er zuverlässig seine Bahnen und blieb fast nirgends hängen. Lediglich einmal geriet ein Wischmopp leicht unter den Rand einer Getränkekiste und löste sich dabei. Schwellen bis 22 mm überwindet der Roboter problemlos.
Einmal fuhr der Mova auch auf das Stativ eines Feuerlöschers im Büro auf – ein Hindernis, auf das einige Roboter gerne hinauffahren. Hier funktioniert die Objekterkennung leider nicht zuverlässig. Immerhin kam er selbstständig wieder herunter. An Stühlen fährt er dagegen meist galant und vorsichtig vorbei, stupst sie wenn überhaupt nur leicht mit seinem Frontschild an.
Auf Teppiche kommt der Mova gut hinauf – allerdings schob er in einem Fall einen kleineren Teppich durch den Raum. Andere Modelle hatten unter gleichen Bedingungen keine Probleme. Insgesamt erkennt der Roboter typische Hindernisse zuverlässig und umfährt sie. Die Kombination aus Lidar und Kamera funktioniert im Alltag reibungslos.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Mova P50 Pro Ultra?
Mit 19.000 Pa Saugleistung gehört der P50 Pro Ultra zu den kräftigeren Modellen seiner Klasse. Im Praxistest zeigt sich das deutlich: Auf Hartboden saugt er feine Partikel zuverlässig auf, auch grober Schmutz wandert größtenteils direkt in den 300-ml-Staubbehälter. Wie bei nahezu allen Saugrobotern mit nur einer Seitenbürste kommt es allerdings vor, dass diese groben Schmutz gelegentlich in bereits gereinigte Bereiche schleudert und dort liegen lässt. Praktisch ist, dass die Seitenbürste in Ecken und an Kanten ausfährt – so kommt der Roboter näher an Wände heran, als seine runde Bauform es eigentlich zulässt.
Auf Teppich überzeugt er ebenfalls, vor allem bei grobem Schmutz. Bis zu zwei Drittel des Testschmutzes entfernt er zuverlässig. Bei feinen Partikeln ist es etwas niedriger. Die ausfahrbare Seitenbürste mit drei Bürstensträngen lässt sich auf Teppich anheben, sodass sie nicht im Weg hängt. Auch die beiden Wischmopps werden auf Teppich angehoben. Praktisch ist die Clean-Chop-Hauptbürste mit integriertem Schneidwerkzeug. Sie soll Haarverwicklungen verhindern – das funktioniert im Alltag tatsächlich gut, lange Haare wickeln sich kaum noch um die Walze.
Mova P50 Pro Ultra – Reinigung
Beim Wischen setzt der P50 Pro Ultra auf zwei rotierende Mopps. Diese werden zwischendurch in der Station nachgewaschen – anders als bei Wischwalzen-Modellen, die ihr Wasser ständig zirkulieren lassen, müssen rotierende Mopps für die Reinigung jedoch immer zur Station zurückkehren. Dort werden sie mit Wasser von bis zu 75 Grad gewaschen und anschließend mit Heißluft bei 45 Grad getrocknet. Bei viel Schmutz oder Flüssigkeiten ist das technologiebedingt nachteilig: Die Mopps sind schnell gesättigt und verteilen den Schmutz dann nur noch, bis der nächste Waschgang an der Station ansteht. Der interne Frischwassertank fasst 80 ml und wird automatisch nachgefüllt.
Trotz dieser Einschränkung schlägt sich der P50 Pro Ultra im Alltag erstaunlich gut. Eingetrocknete Kaffeeflecken oder leichte Verschmutzungen entfernt er zuverlässig. Bei sehr hartnäckigen Flecken stößt er an seine Grenzen – hier wischen teurere Modelle mit höherem Anpressdruck oder Vibrationsplatten besser. Die Lautstärke bewegt sich je nach Saugstufe zwischen 42 und 55 dB(A) und liegt damit im üblichen Rahmen.
Die Station erledigt den Rest automatisch: Sie saugt den Staubbehälter in den 3,2-Liter-Beutel ab, wäscht die Mopps mit Warmwasser und trocknet sie mit Heißluft. Das verhindert Geruchsbildung effektiv. Auch Reinigungsmittel kann automatisch beigemischt werden.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Mova P50 Pro Ultra?
Im Roboter steckt ein 14,4-Volt-Lithium-Ionen-Akku mit 5,2 Ah. Mova gibt eine maximale Betriebsdauer von 200 Minuten an – das gilt allerdings nur in der niedrigsten Saugstufe ohne Wischen. Im Alltag mit gemischter Saug- und Wischfahrt sind realistisch zwischen 90 und 120 Minuten drin, je nach gewählter Intensität. Für Wohnungen bis etwa 100 m² reicht das in einem Rutsch aus.
Bei größeren Flächen kehrt der Roboter automatisch zur Station zurück, lädt nach und setzt die Reinigung dort fort, wo er aufgehört hat. Die volle Ladung dauert rund 3,5 Stunden. Damit liegt der P50 Pro Ultra im Mittelfeld – Spitzenmodelle laden teils schneller, im Alltag spielt das aber kaum eine Rolle, da der Roboter ohnehin meist in der Station steht.
Preis
Die UVP des Mova P50 Pro Ultra liegt bei 799 Euro, im freien Handel ist er aktuell für 549 Euro zu haben. Zeitweise war er sogar für unter 500 Euro erhältlich. Damit gehört er zu den günstigeren Modellen mit Reinigungsstation, Warmwasserwäsche und Heißlufttrocknung am Markt. Aufpassen sollte man allerdings beim hauseigenen Konkurrenten: Der neuere Mova P70 Pro Ultra kostet aktuell 599 Euro – also nur 50 Euro mehr – und bietet eine deutlich stärkere Saugleistung sowie eine Heißwasserwäsche mit 100 Grad statt 75 Grad.
Fazit
Der Mova P50 Pro Ultra ist ein gutes Preis-Leistungs-Modell unter den Saug- und Wischrobotern. Highlights sind die starke Saugleistung von 19.000 Pa, eine im Alltag gute Wischleistung, die zuverlässige Hinderniserkennung und die umfangreiche Reinigungsstation mit Warmwasserwäsche und Heißlufttrocknung. Auch die Clean-Chop-Bürste gegen Haarverwicklungen und die deutlich verbesserte App machen einen guten Eindruck.
Kritikpunkte gibt es bei der Wischleistung gegen hartnäckige Flecken und der vergleichsweise hohen Bauform. Für 50 Euro mehr bekommt man mit dem Mova P70 Pro Ultra deutlich mehr fürs Geld – vor allem eine viel stärkere Saugkraft und eine 100-Grad-Heißwasserwäsche. Trotzdem bleibt der P50 Pro Ultra ein attraktives Komplettpaket für alle, die Premium-Features ohne Premium-Preis suchen.
Roborock Saros 10
Roborock Saros 10
Der Roborock Saros 10 überzeugt mit einziehbarem Lidar-Turm, Kletterambitionen, präziser Navigation und vielen Einstellmöglichkeiten. Ob er auch gut wischt und saugt, zeigen wir im Test.
- sehr flach dank einziehbarem Sensorturm
- hohe Saugleistung von 22.000 Pa
- umfangreiche Reinigungsstation mit Selbstreinigung
- lange Akkulaufzeit von über drei Stunden
- ausgezeichnete Eckenreinigung und Kletteroption
- Probleme bei der Erkennung einiger Teppiche
- Schwierigkeiten bei groben Verschmutzungen
- Relativ hoher Preis
- komplexe App mit vielen Untermenüs
Roborock Saros 10 im Test: Superflacher Saugroboter klettert, wischt und saugt
Der Roborock Saros 10 überzeugt mit einziehbarem Lidar-Turm, Kletterambitionen, präziser Navigation und vielen Einstellmöglichkeiten. Ob er auch gut wischt und saugt, zeigen wir im Test.
Der Roborock Saros 10 will mit seinem einziehbaren Sensorturm, 22.000 Pa Saugkraft und einer vollgepackten Reinigungsstation die Konkurrenz in die Schranken weisen. Besonders stolz ist Roborock auf die Kletterfunktion: Mit ausfahrbarem Fahrwerk soll der Saros 10 Schwellen bis zu 3 cm Höhe überwinden, wo andere Roboter kapitulieren müssen. Doch kann der kleine Saug- und Wischroboter mit seinen Kletterambitionen im Alltag wirklich überzeugen? Wir haben ihn getestet.
Update (27. Februar 2026): Seit unserem Test im Mai 2025 hat sich der Saros 10 deutlich von seinem damaligen Preis von 1299 Euro entfernt. Inzwischen kostet er noch 984 Euro. Das ist deutlich attraktiver, allerdings hat auch die Konkurrenz die Preise deutlich reduziert. Entsprechend stark sind die Bewegungen in unserer Top 10.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Saros 10?
Unser Testkandidat in Weiß sieht mit seiner silbernen Reinigungsstation schick aus. Besonders die matte und Fingerabdruck-unempfindliche silberne Front gefällt uns gut. Es gibt außerdem eine schwarze Variante mit glänzender, fast schon spiegelnder Front.
Sein Sensorturm mit Lidar kann sich ähnlich wie bei Konkurrent Dreame X50 Ultra bei Bedarf einziehen, dann misst der Saros 10 nur noch knapp 8 cm in der Höhe – praktisch für die Expedition unter das Sofa, für die er ein zusätzliches Licht anschaltet. In eingezogenem Zustand „späht“ der Sensorturm durch einen Schlitz nach hinten. In der Front sitzen Kamera und Sensoren sowie ein großer Stoßfänger. Seitlich schützt eine weitere Hindernisvermeidung vor Kollisionen.
Roborock Saros 10 Bilder
Die abnehmbare Oberseite gibt den Blick auf den L-förmigen Staubbehälter frei. Mit Abmessungen von 350 x 353 x 79,8 mm (Lidar eingezogen) bzw. 93,5 mm (ausgefahren) ist er zwar superflach, aber trotzdem zu breit, um zwischen alle Stuhlbeine zu passen.
Die von Roborock RockDock Ultra 2.0 getaufte Reinigungsstation ist mit 440 x 409 x 470 mm zwar kein Zwerg, bietet aber alles, was das Putzroboterherz begehrt: Reinigungsmittelbeimischung, 4 Liter Frischwasser, 3,5 Liter Schmutzwasser und einen 2,5-Liter-Staubbeutel. Die Wischeinheit wird mit 80 °C heißem Wasser gereinigt und mit 60 °C warmer Luft getrocknet. Der Trocknungsvorgang ist nicht besonders laut, kann aber in direkter Nähe stören.
Alternativ zur Reinigungsstation mit Wassertanks, die man selbst befüllen muss, gibt es auch eine noch kompaktere Station mit direktem Wasseranschluss. Das spart Platz und ist abermals komfortabler. Voraussetzung hierfür ist aber natürlich, dass man einen entsprechenden zusätzlichen Hauswasseranschluss hat, etwa im Flur.
App & Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Saros 10 betriebsbereit?
Der Aufbau gelingt dank bebilderter Anleitungen leicht. Die Roborock-App gilt als eine der besten am Markt, ist aber komplex. Mit vielen Untermenüs und teilweise kryptischen Optionen wirkt sie zunächst überfordernd. Hat man sich eingearbeitet, entpuppt sie sich als mächtiges Werkzeug mit zahlreichen Einstellmöglichkeiten.
Roborock Saros 10 Screenshots
Bei der Ersteinrichtung kartiert der Saros 10 die Wohnung systematisch. Er fährt millimetergenau an Möbeln und Wänden vorbei. Anschließend können Zimmer benannt und Besonderheiten wie Möbel, Bodenbeläge und Schwellen markiert werden. Nach einigen Durchläufen erkennt er vieles auch von selbst.
Die App bietet Raumreinigung, Zonenreinigung und Zeitpläne. Mit „Hello Rocky“ aktiviert man die Sprachsteuerung, wahlweise auf Deutsch. Die Vielfalt der Befehle ist allerdings begrenzt.
Der Saros 10 ist Matter-kompatibel und erlaubt Live-Videos. So kann man ihn beim Putzen beobachten oder komplett fernsteuern und so die Wohnung überwachen. Auf dem Roboter selbst befinden sich drei Touch-Buttons für die wichtigsten Funktionen.
Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Saros 10 Hindernisse?
Die Navigation kombiniert die vielen Sensoren des Saugwischers mit Lidar. Der Roboter umfährt Möbel präzise und erkennt meist auch Kabel. In unserem Test verhedderte er sich kaum, obwohl einige Kabel herumlagen. Ein weißer Fuß eines elektrischen Schreibtisches bereitete ihm allerdings Probleme – hier blieb er hängen und konnte sich trotz Kletterfähigkeit nicht selbst befreien. Auch bei sehr dünnen Teppichen stößt er an seine Grenzen – hier verheddert er sich regelmäßig.
Überraschenderweise erkannte er unseren weißen, hochflorigen Teppich nicht als solchen und wischte fröhlich darauf herum. Nach manueller Markierung in der App behandelte er ihn korrekt.
Das ausfahrbare Fahrwerk überwindet laut Roborock Schwellen bis 3 cm – das können wir im Test bestätigen. An einer 3,6 cm hohen Holzschwelle scheiterte er erwartungsgemäß. Hier mussten wir improvisieren und ein flaches Brett als Rampe anbringen – immerhin besser als bei anderen Robotern, für die man oft richtige Auffahrten bauen muss.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Saros 10?
Mit 22.000 Pa Saugkraft kann der Saros 10 auch mit einigen akkubetriebenen Handstaubsaugern mithalten. Die zweiteilige Hauptbürste befördert Haare zuverlässig ins Innere. Das Design lässt für Haare keinen anderen Weg und durch die nach innen zulaufende Form drehen sie sich gewissermaßen von selbst von der Bürste. Im Test mussten wir auch nach Wochen kein einziges Mal Haare manuell daraus entfernen. Clever: Beim Wischen zieht sie sich ein.
Die seitliche Bürste verhindert dank nur zwei Armen Haarverwicklungen und kann sich beim Wischen ebenfalls anheben oder komplett einziehen. Das Wischsystem vibriert mit 4000 Bewegungen pro Minute und 8 Newton Druck. Anders als viele Konkurrenten setzt Roborock auf Vibration statt Rotation. Das Wischpad kann sich um 2,2 cm anheben, wenn der Roboter über Teppich fährt. Besonders pfiffig: Wird er nur zum Saugen losgeschickt, bleibt die komplette Wischeinheit in der Station.
Die Reinigungsleistung überzeugt. Das Saugergebnis ist hervorragend, das Wischen gut. Zwischen dem Vibrations- und den bei anderen Flaggschiffen verbreiteten Rollensystemen gibt es im Ergebnis kaum Unterschiede.
Die Eckenreinigung verdient ein Sonderlob. Mit ausfahrbarer Seitenbürste sowie kurzen Rückwärts- und Vorwärtsbewegungen holte er fast alle Sandkörner aus den Ecken. Angenehm: Der Roboter ist leiser als viele Konkurrenten.
Unser Härtetest mit Hafer und Ketchup endete allerdings in einer kleinen Katastrophe. Der Saros 10 erkannte die Pampe nicht als Sonderverschmutzung und verteilte den Ketchup großzügig im Roboter, in der Reinigungsstation und im ganzen Zimmer – wie ein Kind, das zum ersten Mal mit Fingerfarben spielt. Erst nach einem weiteren, intensiven Reinigungsdurchgang war alles wieder sauber. Die Reinigungsstation musste teilweise manuell gesäubert werden. Bei gröberen Verschmutzungen sollte man also vorher selbst Hand anlegen.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Saros 10?
Der 6400-mAh-Akku hält über drei Stunden durch. In unserem Test reinigte er eine 60 m² Wohnung zweimal komplett – beeindruckend ausdauernd.
Bei leerem Akku fährt er selbstständig zur Ladestation zurück, lädt sich in etwa 2,5 Stunden auf und setzt die Reinigung fort. Clever: Er lädt nur so viel, wie für die verbleibende Aufgabe nötig ist.
Preis: Was kostet der Roborock Saros 10?
Mit 984 Euro ist der Saros 10 inzwischen deutlich im Preis gefallen. Zuletzt war er allerdings im Dezember 2025 noch einmal über 100 Euro günstiger.
Angesichts der Ausstattung erscheint der Preis gerechtfertigt. Wer in seinen Räumlichkeiten bereits einen Wasseranschluss für Saugroboter vorgesehen hat, bekommt den Saros 10 auch mit Festwasseranschluss. Das spart Platz und das mühselige, händische Nachfüllen von Frischwasser sowie das Ausleeren von Schmutzwasser. Diese Ausführung ist allerdings hochpreisiger mit 1195 Euro.
Fazit
Der Roborock Saros 10 überzeugt als Premium-Saugroboter mit durchdachten Funktionen und hervorragender Reinigungsleistung. Der einziehbare Sensorturm, die kraftvolle Saugkraft und die umfangreiche Reinigungsstation sprechen klar für ihn.
Positiv fallen auch die lange Akkulaufzeit, die präzise Navigation und die gute Eckenreinigung auf. Auch seine Klettereigenschaften heben ihn von der Konkurrenz ab, auch wenn er seine Nase gerne noch etwas höher anheben könnte. Die App bietet zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten, erfordert aber Eingewöhnung. Kritisch sind die manchmal unzuverlässige Teppicherkennung und Probleme bei groben Verschmutzungen.
Für sein Geld erhält man einen technisch fortschrittlichen Saugroboter, der in fast allen Bereichen überzeugt. Wer das Budget hat und Wert auf die genannten Funktionen legt, bekommt mit dem Saros 10 einen fleißigen elektronischen Hausmeister, der nur bei Ketchup-Katastrophen an seine Grenzen stößt.
Narwal Flow
Narwal Flow
Der Narwal Flow bietet eine Wischwalze, exzellente Hinderniserkennung, vergleichsweise leisen Betrieb und Kletterfunktion.
- Track-Mop-Wischwalze mit kontinuierlicher Reinigung während der Fahrt
- exzellente KI-Hinderniserkennung mit Foto-Funktion in der App
- sehr leise im Standardmodus mit nur 44 dB(A)
- zwei gegenläufige Seitenbürsten für bessere Schmutzaufnahme
- zuverlässige Kletterfunktion bis 4 cm Hindernishöhe
- Klappe über den Wasserbehältern wirkt etwas dünn
- anfängliche Probleme bei der Sprachpaket-Installation
- auf Teppich etwas schwächer
Saugroboter Narwal Flow im Test: Top-Objekterkennung, Wischwalze, flott & agil
Der Narwal Flow bietet eine Wischwalze, exzellente Hinderniserkennung, vergleichsweise leisen Betrieb und Kletterfunktion.
Der Narwal Flow gehört zu den absoluten Top-Saugrobotern auf dem Markt. Schon der Vorgänger Narwal Freo Z10 Ultra (Testbericht) hat uns im Test überzeugt. Mit dem Flow geht Narwal nun einen Schritt weiter und folgt dem Trend der Wischwalzen – allerdings mit einer eigenen Interpretation.
Statt einer klassischen festen Walze setzt der Flow auf eine als Track Mop bezeichnete Konstruktion. Dabei rotiert ein zylinderförmiges Tuch wie eine Walze auf einer Schiene. Der Vorteil: eine breitere Auflagefläche auf dem Fußboden sowie eine bessere Randreinigung. Während der Fahrt wird das Tuch kontinuierlich mit warmem Wasser gespült, ein Abstreifer entfernt den Schmutz. So muss der Roboter nicht durchgehend zur Station zurückkehren.
Mit einer Saugleistung von 22.000 Pa, zwei gegenläufigen Seitenbürsten und einer smarten KI-Hinderniserkennung bringt der Flow alles mit, was ein moderner Premium-Saugroboter benötigt. Wir zeigen, ob er die Erwartungen erfüllen kann. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Narwal Flow?
Der Narwal Flow überzeugt mit einem schicken und durchdachten Design. Narwal verziert den Roboter mit chromartigen Kunststoffzierelementen und nutzt rund um die Bedieneinheit auf dem Deckel eine edle Riffelung im Kunststoff. Der weiße Kunststoff ist insgesamt tadellos verarbeitet.
Ein cleveres Detail: Der Deckel ist mit Magneten und zwei Kunststoffhaken befestigt. Man kann den Roboter umdrehen, ohne dass der Deckel herunterfällt. Bei Ecovacs-Geräten liegt der Deckel nur lose auf – das wirkt weniger durchdacht. Unter dem Deckel befindet sich neben dem QR-Code zur Einrichtung auch der Staubbehälter, den man über einen lilafarbenen Hebel herausnehmen kann.
Narwal Flow – Bilderstrecke
Der Roboter misst 363,5 mm im Durchmesser bei einer Höhe von 95 mm und wiegt 5 kg. Vorne befinden sich zwei Kameras für die KI-gestützte Hinderniserkennung, auf der Rückseite ist der Lidar-Sensor. Ein Stützrad auf der Rückseite verbessert die Stabilität, da die Wischeinheit den Schwerpunkt verlagert.
Die Station ähnelt dem Vorgänger in Form und Farbe, Narwal hat aber einige Änderungen vorgenommen. Das Display im Deckel sowie dessen Bedienelemente sind weggefallen. Stattdessen gibt es nun einen einzelnen Start-Stopp-Button, der sofort eine Reinigung der gesamten Karte startet. Ein weiterer Knopfdruck pausiert den Vorgang, gedrückt halten beendet ihn. Das ist praktisch, da man ohne den Roboter herauszunehmen nicht an dessen Bedienelemente kommt – er steht innerhalb der Station und wird von dieser verdeckt.
Das Fach für Reinigungsmittelkartuschen ist vom Bereich über dem Staubbeutel neben den Frischwasserbehälter gewandert. Die Klappe über den Wasserbehältern wirkt etwas dünner als beim Vorgänger, was einen leicht klapprigen Eindruck erweckt. Im Test gab es damit aber keine Probleme. Der Staubbeutel fasst 2,5 l und befindet sich hinter der magnetisch gehaltenen Frontklappe. Die Station misst 430 × 461 × 402 mm und wiegt 10,2 kg.
Im Lieferumfang liegen neben einem Ersatz-Staubbehälter und einem Staubfilter auch ein zusätzlicher Staubbeutel sowie eine Flasche mit Reinigungsmittel bei.
Einrichtung: Wie schnell ist der Narwal Flow betriebsbereit?
Die Einrichtung erfolgt über das Scannen eines QR-Codes. Alternativ wählt man das Robotermodell aus einer Liste und findet das Gerät über die Umgebungssuche. Danach konfiguriert man das WLAN-Netzwerk. Ungewöhnlich: Die App kommuniziert, dass neben 2,4 GHz auch 5 GHz unterstützt wird. Narwal empfiehlt aber dennoch eine 2,4-GHz-Verbindung.
Bei der Sprachpaketauswahl hatten wir anfangs Probleme. Der Roboter wollte die Sprache erst nicht übernehmen oder meldete, dass das Sprachpaket gerade heruntergeladen wird. Nach mehrmaligem Versuch klappte es dann. Danach stand direkt ein Software-Update zur Verfügung. Im Verlauf unseres Tests sprang der Roboter von Version 01.00.26.00 auf 01.02.00.37 und später 01.02.13.05.
Nach der Einrichtung muss der Flow die Wohnung kartieren. In unserem Fall dauerte das etwa 25 Minuten. Wer die Videofunktion nutzen möchte, muss diese durch dreimaliges Drücken der Home-Taste freischalten. Zudem erfragt der Roboter die Zustimmung zu Nutzungsbedingungen und Datenschutzvereinbarungen.
Narwal Flow – App
Die Narwal-App ist im Vergleich zum Vorgänger unverändert. Es gibt wieder den Freo-Modus, bei dem der Roboter selbstständig die Reinigungsparameter wählt – je nach Reinigungshäufigkeit, Raumgröße und Verschmutzungszustand. Man kann auch manuell einstellen. Die App bietet die Wahl zwischen der Reinigung der gesamten Wohnung, einzelner Zimmer oder einer frei verschiebbaren rechteckigen Zone. Zudem wählt man, ob der Roboter während des Saugens wischen, nach dem Saugen wischen oder nur saugen soll. Farblich ist die App mit den typischen lilafarbenen Akzenten gestaltet.
Navigation: Wie gut erkennt der Narwal Flow Hindernisse?
Der Narwal Flow navigiert besonders agil. Statt sich langsam im Kreis zu drehen, erfasst er die Umgebung mit kurzen, schnellen Drehungen um die eigene Achse. Das macht ihn deutlich flinker als viele Konkurrenten.
Die Hinderniserkennung gehört zu den besten am Markt. Die App zeigt bei erkannten Hindernissen einen Hinweis in der Karte an – inklusive Foto des Hindernisses. Im Test hatten wir nur ein einziges Mal ein falsch eingetragenes Hindernis, das sich als Reflexion auf dem Hartboden herausstellte. Alle anderen Hindernisse wurden zuverlässig erkannt und umfahren.
Der Flow erkennt auch größere Schmutzhaufen auf dem Boden. Ausgebrachte Haferflocken wurden als „körniger Abfall“ gekennzeichnet und mit stärkerer Reinigungsleistung beseitigt. Auch die Kletterfunktion haben wir getestet: Der Roboter überwindet Schwellen bis zu 4 cm Höhe zuverlässig. Dabei drückt er sich mit seinen Rädern vom Boden ab, schiebt den Korpus auf das Hindernis und lässt sich auf der anderen Seite wieder herunterfallen – so kennen wir das auch von vielen anderen Top-Saugrobotern. Die Wischeinheit lässt sich sowohl links als auch rechts zur Seite ausfahren, nicht nur zu einer Seite wie bei anderen Wischwalzen-Modellen.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Narwal Flow?
Mit der Reinigungsleistung sind wir sehr zufrieden. Der Roboter entfernt den Großteil des ausgebrachten Testschmutzes aus Haferflocken und Mehl zuverlässig. Auch bei Flüssigkeiten stellt er sich geschickt an und beseitigt diese durch die Wischwalze vom Boden, statt sie zu verteilen.
Die Track-Mop-Wischwalze arbeitet mit einem Abwärtsdruck von 12 N. Das Textilpad bewegt sich mit 110 Zyklen pro Minute und wird dabei kontinuierlich mit 45 Grad warmem Wasser aus 16 Düsen gespült. Ein Abstreifer entfernt den Schmutz während der Fahrt. So muss der Roboter nicht wiederholt zur Station zurückkehren, sondern reinigt sein Wischpad bereits unterwegs. Die Detailreinigung findet dann in der Station mit bis zu 80 Grad heißem Wasser statt, anschließend folgt die Heißlufttrocknung.
Die Saugleistung beträgt 22.000 Pa. Bei den Reinigungsparametern kann man aus drei Bereichen wählen: Der Saug- und Wischzyklus lässt sich in drei Stufen einstellen (einmal, zweimal, dreimal). Die Saugkraft bietet vier Stufen: leise, Standard, stark und maximale Saugkraft. Bei der Wischfeuchte gibt es drei Optionen: leicht trocken, Standard und nass wischen. Andere Modelle wie Ecovacs bieten hier einen 50-stufigen Regler – da ist Narwal weniger flexibel.
Narwal Flow – Reinigung
Besonders effektiv ist der Aufbau der Seitenbürsten. Der Flow verfügt über zwei Stück – eine lilafarbene und eine orangefarbene. Diese arbeiten gegenläufig zueinander und schaufeln den Schmutz zur Mitte, wo die Saugeinheit sitzt. Andere Modelle neigen dazu, größere Schmutzpartikel durch die einzelne Seitenbürste im Raum zu verteilen. Sobald der Flow seine Reinigung beendet, klappen beide Seitenbürsten nach innen über die Bodenbürste und werden von Haaren befreit.
Die Bodenbürste ist an einer Seite aufgehängt und an der anderen Seite frei schwebend. Durch die konkav zulaufende Form können sich Haare von selbst abwickeln und werden dann abgesaugt. Die Bodenbürste kombiniert Gummi und Borsten für optimale Ergebnisse auf verschiedenen Bodenbelägen. Bei Teppichen hebt der Roboter den Wischaufsatz automatisch bis zu 12 mm an.
Die Track-Mop-Wischwalze reinigt den Boden kontinuierlich während der Fahrt. Das Textilpad wird mit 45 Grad warmem Wasser aus 16 Düsen gespült, ein Abstreifer entfernt den Schmutz. In der Station erfolgt die Detailreinigung mit bis zu 80 Grad heißem Wasser und anschließender Heißlufttrocknung.
Im Test ohne zusätzlichen Testschmutz war das Schmutzwasser nach der Reinigung unseres 56 m² großen Testraums richtig schwarz – obwohl wir dachten, der Raum wäre gar nicht so dreckig. Das zeigt: Der Roboter arbeitet sehr effektiv. Auf Teppichen kann er dagegen nicht vollständig überzeugen und lässt einige der Schmutzpartikel liegen. Das Reinigungsergebnis bewegt sich im Bereich 75 Prozent.
Die Lautstärke ist angenehm niedrig. Im Standardmodus messen wir 44 dB(A), beim leisen Betrieb nur 38 dB(A) und bei stark 52 dB(A). Bei maximaler Saugstufe sind es 60 dB(A). Manche Roboter erreichen 60 dB(A) bereits auf Standardstufe. Auch die Motorgeräusche beim Fortbewegen sind unauffällig.
Die Wartung ist einfach: Das Wischwalzentuch lässt sich über zwei Knöpfe an der Seite lösen. Den Abstreifer sollte man regelmäßig abwischen, um Verschleiß und Gerüche zu vermeiden.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Narwal Flow?
Der Narwal Flow verfügt über einen Li-Ionen-Akku mit 14,4 V und 6,4 Ah. Die Betriebsdauer beträgt laut Hersteller bis zu 190 Minuten, die Ladedauer liegt bei etwa 3 Stunden. Im Test schaffte der Roboter etwa in zweieinhalb Stunden 47 Prozent nachzuladen, weshalb wir die Ladedauer-Angabe für etwas ambitioniert halten. Der Ecovacs X11 Omni Cyclone (Testbericht) ist hier schneller.
Im Test benötigte der Flow für unseren 56 m² großen Testraum etwa eine Stunde und 8 Minuten. Unter Standardeinstellungen sank der Akkustand dabei von 100 auf 73 Prozent. Bei maximalen Reinigungsoptionen fiel der Akku von 100 auf 35 Prozent.
Preis: Was kostet der Narwal Flow?
Die UVP des Narwal Flow liegt bei 1.300 Euro. Seit Mitte November bekommt man ihn jedoch für deutlich unter 1.000 Euro – für einen High-End-Saugroboter im Jahr 2025 vergleichsweise günstig.
Am günstigsten ist er derzeit bei Amazon mit 899 Euro. Zuletzt war er Mitte März für 799 Euro erhältlich.
Fazit
Der Narwal Flow ist ein durchdachter High-End-Saugroboter, der mit seiner innovativen Track-Mop-Wischwalze überzeugt. Die kontinuierliche Reinigung des Wischpads während der Fahrt mit 45 Grad warmem Wasser und die Detailreinigung in der Station mit bis zu 80 Grad sorgen für hygienisch saubere Böden.
Besonders positiv fällt die exzellente Hinderniserkennung auf, die zu den besten am Markt gehört. Die App zeigt erkannte Hindernisse sogar mit Foto an. Das agile Navigationsverhalten mit schnellen Drehungen macht den Flow deutlich flinker als viele Konkurrenten. Die zwei gegenläufigen Seitenbürsten verteilen Schmutz weniger im Raum als bei Modellen mit nur einer Bürste. Per Kletterfunktion überbrückt der Roboter 4 cm Höhe zuverlässig.
Die Verarbeitung ist hochwertig, das Design mit Chromakzenten und Riffelung edel. Kleine Details wie der magnetisch befestigte Deckel mit Haken zeigen, dass Narwal mitgedacht hat. Die Lautstärke von nur 44 dB(A) im Standardmodus ist angenehm niedrig. Der Flow unterstützt zudem Sprachassistenten wie Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant sowie Sprachbefehle über „Hey Narwal“.
Einzige Kritikpunkte: Die Klappe über den Wasserbehältern wirkt etwas dünn, und bei der Ersteinrichtung gab es kleinere Probleme mit dem Sprachpaket. Für den aktuellen Preis von unter 900 Euro bietet der Narwal Flow aber ein hervorragendes Gesamtpaket.
Mova Z60 Ultra Roller SA
Mova Z60 Ultra Roller SA
Der Z60 Ultra Roller SA sieht aus wie das Topmodell des Herstellers und hat viele Gemeinsamkeiten, ist aber günstiger. Lohnt sich der Kauf?
- starke Saugleistung auf Hartboden und Teppich
- Haare verheddern sich nicht
- sehr gute Hindernisvermeidung und gute Navigation
- heiße Walzenwäsche mit anschließender heißer Trocknung
- geringerer Akkuverbrauch als beim Z60 Ultra Roller ohne SA
- deutlich geringere Kletterfähigkeit als beim Z60 ohne SA
- Wischleistung nicht ganz so stark wie beim Topmodell
- keine UV-Desinfektion der Walze in der Station
Mova Z60 Ultra Roller SA im Test: Guter Saugroboter mit Station & Wischwalze
Der Z60 Ultra Roller SA sieht aus wie das Topmodell des Herstellers und hat viele Gemeinsamkeiten, ist aber günstiger. Lohnt sich der Kauf?
Der Mova Z60 Ultra Roller SA ist die günstigere Variante des Z60 Ultra Roller (Testbericht) ohne zusätzliches Namenskürzel. Im Handel steht das SA im Namen für „Standalone“, wirklich nachvollziehbar ist das aber nicht. Denn die Gemeinsamkeiten mit dem Topmodell sind groß und auch die vollwertige Reinigungsstation des Topmodells ist wieder mit dabei – eigenständig wirkt hier nichts. Auch die Grundidee bleibt gleich: Der SA ist wieder ein Saugroboter mit Wischwalze und Reinigungsstation, der sich weitgehend selbst versorgt.
Die Punkte, an denen der Hersteller Einsparungen vorgenommen hat, sieht man erst auf den zweiten Blick. Wir verraten im Test, welche das sind und ob sich ein Kauf lohnt.
Design und Verarbeitung
Optisch sind sich beide Z60-Modelle sehr ähnlich. Größter äußerlicher Unterschied: Das teurere Modell kommt in Schwarz, das SA-Modell in Weiß. Der Roboter bleibt kompakt mit ausfahrbarem Laserturm und abnehmbarer Oberseite. Die Station bietet mit 47 cm in der Höhe, 42 cm in der Breite und 46 cm in der Tiefe die gleichen Maße wie beim teureren Modell und kommt ebenfalls mit rundlicher Formsprache daher. In Weiß wirken Station und Roboter auf uns aber trotz gleich guter Verarbeitung etwas hochwertiger.
Mova Z60 Ultra Roller SA – Bilderstrecke
Die eigentlichen Unterschiede finden sich aber nicht bei Design oder Form, sondern bei der Technik. Das Fahrwerk des teureren Z60 Ultra Roller ohne SA nutzt die sogenannte Lift-Pro-Mechanik, mit der es den ganzen Korpus anheben kann. Zusammen mit der Klettertechnik Stepmaster 2.0 Hindernisse bis zu 8 cm Höhe zu überwinden. Der Z60 Ultra Roller SA verzichtet darauf. Das wirkt sich besonders dann aus, wenn hohe Teppiche oder dicke Türschwellen im Haushalt vorhanden sind. Hinzu kommt, dass der SA nicht die neuere Klettertechnik des größeren Modells nutzt und so nur deutlich niedrigere Türschwellen überwinden kann.
Seitenbürste, Hauptbürste und Wischwalze sind hingegen wie beim Topmodell aufgebaut. Im SA-Roboter sitzen ein Staubbehälter mit 0,2 l und ein Frischwassertank mit 0,1 l. Die Station übernimmt die Hauptversorgung. Sie hält 4 l Frischwasser bereit und nimmt bis zu 3,5 l Schmutzwasser auf. Der Staubbeutel fasst 3,2 l. Der Reinigungsmitteltank fasst beim SA 0,4 l und nimmt im Gegensatz zum Geschwistermodell nur eine Reinigungsflüssigkeit auf. Das Topmodell bietet gleichzeitig Platz für zwei unterschiedliche Reiniger und dosiert in der App einstellbar das passende Mittel. Außerdem fehlt beim SA die UV-Desinfektion der Walze des Topmodells.
Inbetriebnahme und App
Die Einrichtung folgt dem üblichen Ablauf. Roboter und Station werden aufgestellt, mit Strom verbunden und dann einfach und schnell in der Mova-Home-App eingebunden. Als erste Fahrt erfolgt eine Schnellkartierung, anschließend lassen sich Räume teilen, zusammenlegen und benennen. Zonenreinigung und Sperrzonen gehören zum Standard und sind beim Z60 ohne SA ebenfalls vorhanden. Die App ist im Wesentlichen identisch zur App des Topmodells – mit nahezu denselben umfangreichen Features. Leichte Unterschiede bestehen nur bei der Station. Mangels zweigeteiltem Reinigungsmitteltank gibt es hier keine Auswahl des Reinigungsmittels.
Navigation und Hindernisvermeidung
Die Grundnavigation ist bei beiden Modellen ähnlich – ähnlich gut. Der Roboter erstellt per „Laserturm“ (Lidar – Light Detection and Ranging) eine millimetergenaue Karte und fährt zum Reinigen anschließend systematische Bahnen. Für die Hinderniserkennung kommt ein kombiniertes Kamera- und Lasersystem mit zusätzlicher Beleuchtung zum Einsatz. Beide Z60-Varianten fahren den Laserturm ein, wenn es unter Möbeln eng wird. Das senkt das Risiko, an niedrigen Kanten hängenzubleiben.
Der entscheidende Unterschied zwischen den Modellen liegt bei der Kletterfähigkeit. Im Test überfuhr der Z60 Ultra Roller SA je nach Beschaffenheit der Kante rund 2 bis 2,5 cm – das ist zwar leicht überdurchschnittlich, das Topmodell kommt allerdings auf 5 oder bei zweistufiger Kante sogar 8 cm. Damit ist das teurere Geschwistermodell (Testbericht) deutlich im Vorteil, wenn es um die Reinigung einer Altbauwohnung mit hohen Türschwellen geht.
Bei der Hindernisvermeidung wirken SA und Topmodell ebenbürtig. Im Test fuhr der günstigere Sauger je nach Einstellung der Hindernisvermeidung sauber und meist berührungslos um Gegenstände herum. Wie beim teureren Topmodell mit fast identischem Namen klappt das aber auch hier nicht immer: Dünne Kabel, weitgehend transparente Objekte sowie sehr flache oder kleine Hindernisse werden immer wieder mal übersehen. Wie bei der Konkurrenz ist es daher auch beim Z60 Ultra Roller SA ratsam, den Boden vor der Reinigungsfahrt aufzuräumen.
Saugleistung und Wischfunktion
Beim Saugen sind die Unterschiede zwischen den Modellen kaum auszumachen. Der SA ist mit 26.000 Pa angegeben, der teurere non-SA Z60 mit 28.000 Pa – ein geringer Unterschied von rund 8 Prozent. Auf Hartboden haben beide Modelle so gut wie jeglichen Schmutz aufgesaugt – nur am Rand kann mal etwas liegenbleiben. Auch auf Teppich gab es keine sichtbaren Unterschiede, das Ergebnis ist nach dem Saugen gut, aber nicht perfekt. Mit Haaren kommen beide Z60-Ultra-Roller-Modelle ebenfalls identisch gut zurecht. Verwicklungen mussten im Test weder an Haupt- noch an Seitenbürste oder Wischwalze händisch entfernt werden – sehr gut.
Während trotz nominell niedrigerer Saugleistung im Alltag keine Unterschiede zu erkennen sind, gibt es die beim Wischen schon eher. Zwar setzen beide Geräte offenbar die gleiche Technik mit Wischwalze und kontinuierlicher Selbstreinigung. Trotzdem erreicht der SA nicht ganz das Niveau des Topmodells. Im Grenzbereich – etwa bei eingetrockneten Flecken oder Fettstift auf Laminat – erzielte das teurere Topmodell im Test ein leicht besseres Ergebnis. Beim SA-Modell ist das zwar meist ebenfalls sehr gut, allerdings kann hier mit etwas Pech auch mal ein zweiter Durchgang nötig sein. Vorteile wie anheb- und abdeckbare Wischrolle beim Befahren von Teppich bieten hingegen beide Z60-Ultra-Roller-Modelle.
Ebenfalls beiden Modellen gemein ist die effektive Wäsche der Wischrolle in der Station mit bis zu 80 Grad heißem Wasser, während die eigentliche Bodenreinigung mit zimmerwarmem Wasser geschieht.
Akku
Beim Akku sind die Eckdaten auf dem Papier ähnlich: Der Z60 Ultra Roller SA nutzt einen Akku mit 6,4 Ah. Die maximale Laufzeit ist mit bis zu 220 Minuten angegeben, die Ladezeit liegt bei bis zu 4,5 Stunden. Im Alltag zeigt sich allerdings das SA-Modell effizienter. Es reinigte saugend und wischend rund 120 Quadratmeter am Stück, bevor der Akkustand zur Rückkehr zur Ladestation zwang – also rund 15 bis 20 Prozent mehr als beim teureren Modell.
Preis
Die UVP des Mova Z60 Ultra Roller SA liegt in Deutschland bei 999 Euro. Der aktuelle Straßenpreis beginnt laut Preisvergleich bei etwa 749 Euro (Amazon), das Topmodell kostet zum gleichen Zeitpunkt 899 Euro.
Fazit
Der Mova Z60 Ultra Roller SA ist keine Billigversion, sondern eine gezielt abgespeckte Variante – deren Sinnhaftigkeit sich aber gerade wegen des erwartbar ähnlichen Straßenpreises nicht wirklich erschließt. Die beiden Z60-Ultra-Roller-Modelle sind nahezu identisch: Dank fast gleicher Technik sind Saugleistung, Haar-Handling und genaue Navigation sowie starke Objekterkennung weitestgehend gleich gut.
Neben kleineren Unterschieden wie der fehlenden UV-Desinfektion der Wischrolle und des zweiten Reinigungsmitteltanks sind die etwas schwächere (aber dennoch sehr gute) Wischleistung sowie die deutlich abgespeckte Kletterleistung am relevantesten.
Bei einem geringeren Preisunterschied lohnt sich der Griff zum SA-Modell nicht – denn das in der UVP spürbar teurere Modell (1199 zu 899 Euro!) ist in vielen Bereichen etwas und in manchen Bereichen sogar spürbar besser. Bei einem Preisunterschied von aktuell mehr als 150 Euro sieht das aber schon anders aus – hier kann sich ein Kauf lohnen, auch wenn wir dennoch die Vorteile des „normalen“ Z60 Ultra Rollers vorziehen würden.
Ecovacs Deebot X5 Omni
Ecovacs Deebot X5 Omni
Ecovacs hat mit dem Deebot X5 Omni die neue Generation seines Topmodells auf den Markt gebracht. Der Saugroboter besticht durch seine D-Form, die vergleichsweise niedrige Bauhöhe und zahlreiche Features wie Reinigungsstation, Wischfunktion und Objekterkennung. Wir haben den Test gemacht.
- hohe Saug- und Reinigungsleistung
- etwas flacher als Konkurrenz mit Laserturm
- gute Kanten- und Eckenreinigung dank D-Form & Ausfahrmopp
- Tolle Reinigungsstation mit Heißwasser und Heißluft
- eigentlich gute Navigation
- gute Wischleistung
- umfangreiche App
- schlechte Objekterkennung
- fährt sich auf niedrigen Hindernissen fest
- Fehler in App (Hinweise auf Yiko)
- kein Yiko-Sprachassistent mehr
Saugroboter Ecovacs X5 Omni im Test
Ecovacs hat mit dem Deebot X5 Omni die neue Generation seines Topmodells auf den Markt gebracht. Der Saugroboter besticht durch seine D-Form, die vergleichsweise niedrige Bauhöhe und zahlreiche Features wie Reinigungsstation, Wischfunktion und Objekterkennung. Wir haben den Test gemacht.
Der direkte Vorgänger des Ecovacs Deebot X5 Omni ist der X2 Omni – das scheint gar nicht zu passen, denn der Logik folgend müsste das neue Modell dann ja eigentlich X3 Omni heißen. Aber nach den Problemen des X2, die primär bei der Navigation und generell der Software des Saugroboters zu finden waren, wollte Ecovacs durch den Sprung wohl klarmachen: Hier kommt eine grundlegend verbesserte Version – so sehr, dass X3 einfach nicht ausreicht. Tatsächlich wurde einiges verändert. So bietet das neue Modell deutlich mehr Saugkraft, im Gegenzug verzichtet der X5 auf den hauseigenen Sprachassistenten Yiko, behält aber die D-Form des Chassis bei. Wie sich das alles auf den Alltag auswirkt, zeigen wir im Test.
Der Ecovacs Deebot X5 Omni kostete zum Testzeitpunkt bei Amazon 1099, inzwischen hat der Preis sich dort aber um 40 Prozent reduziert auf 699 Euro oder gar 660 Euro bei Ebay.
Wie ist das Design des X5 Omni?
Der Ecovacs Deebot X5 Omni überzeugt mit seiner hervorragenden Verarbeitungsqualität. Das Gerät ist in zwei Farben erhältlich, unser Testgerät ist komplett in Weiß gehalten. Die Bauhöhe beträgt nur 9,5 cm, was es dem Roboter ermöglicht, unter vielen Möbeln zu reinigen. Gleichzeitig ist das aber für einen Saugroboter ohne Laserturm für die Navigation nicht übermäßig flach, Konkurrenzmodelle mit Turm bleiben auch meist knapp unter 10 cm Höhe.
Auf der Oberseite des Roboters befindet sich lediglich ein Touch-Knopf, mit dem man die Reinigung starten oder pausieren kann. Bei längerem Druck kehrt der Roboter zur Station zurück. Auffällig: Er ist in eine Y-Form integriert, dabei gibt es den hauseigenen Sprachassistenten Yiko gar nicht mehr.
Der Lidar-Sensor, mit dessen Hilfe sich der Deebot X5 Pmni orientiert, ist in der Front untergebracht. Er ermöglicht eine Sicht von knapp 180°, Roboter mit Lasernavigation und oben installiertem Turm können normalerweise ringsum Hindernisse erkennen. Über dem integrierten Laser sitzt die Hinderniserkennung True Detect 3D mit ihren Sensoren und Kamera. Am Heck gibt es Ladekontakte, ein Loch für die Wassertankbefüllung und ein Absaugloch für die automatische Schmutzentleerung. Seitlich installiert Ecovacs einen Wandabstandssensor. Unter der magnetisch haftenden Haube oben befindet sich der Staubbehälter, ein QR-Code für die App und ein kleiner Knopf, der als Reset-Knopf und WLAN-Statusleuchte dient. Ein roter Power-Schalter ermöglicht das Ein- und Ausschalten des Roboters. Außerdem bringt der Hersteller hier ein kleines Reinigungstool unter.
Alle Bilder zum Ecovacs Deebot X5 Omni im Test
Auf der Unterseite des Roboters befinden sich eine Bodenbürste aus gedrehten Borstenreihen, zwei Wischmopps, zwei große Antriebsräder, ein Stützrad und eine Seitenbürste. Der rechte Wischmopp ist ausfahrbar, damit der X5 bis an den Rand wischen kann. Eine ausfahrbare Seitenbürste braucht das Gerät nicht, durch seine D-Form und die recht weit vorn installierte Seitenbürste erreicht der X5 Ecken theoretisch auch ohne solche Gimmicks. Die Bodenbürste des Ecovacs Deebot X5 Omni stammt vom Ecovacs Deebot T30s Combo (Testbericht) und verfügt über Maßnahmen gegen das Aufwickeln von langen Haaren. Kleine Klingen hinter der Bürste sollen verhindern, dass sie sich um die Bürste wickeln und stattdessen in den Saugschacht abgesaugt werden.
Der Staubbehälter des Ecovacs Deebot X5 Omni ist mit 250 ml recht klein. Er besitzt einen praktischen Tragegriff und eine Rückschlagklappe sowie Feinstaubfilter samt feinmaschigem Netz zur Filterung grober Partikel. Die Wischmopps des Ecovacs Deebot X5 Omni sind kleiner als die der Vorgängermodelle und haften magnetisch am Roboter. Sie können wie gewohnt beim Befahren von Teppich angehoben werden. Die Reinigungsstation des Ecovacs Deebot X5 Omni ist multifunktional und lässt kaum Wünsche offen. Sie reinigt die Wischmopps mit heißem Wasser, trocknet sie anschließend mit warmer Luft und entleert den Staubbehälter des Roboters. Zwei große Tanks unter einer Abdeckklappe bunkern Frisch- und Schmutzwasser. Unterhalb der Klappe befindet sich eine Taste, mit der man verschiedene Aktionen auslösen kann. Ein kurzer Druck startet oder pausiert die Reinigung, ein längerer Druck startet die Selbstreinigungsfunktion der Station. Praktisch ist die Schale unten in der Station, die komplett herausnehmbar ist und so einfach unter fließendem Wasser gereinigt werden kann.
Wie gut ist die App des Ecovacs Deebot X5 Omni?
Die Ecovacs-Home-App bietet eine Vielzahl an Funktionen und ist schnell mit dem X5 Omni verbunden. Sie ist übersichtlich und gut bedienbar. Auf der Startseite des Roboters wird wie gehabt eine detaillierte Karte des Reinigungsbereichs angezeigt, die vom Gerät selbst oder auf Wunsch manuell in einzelne Räume aufgeteilt wird. Neben verschiedenen Reinigungsmodi und -zeiten bietet die App zudem die Steuerung der Reinigungsstation. Hier lassen sich etwa Intervalle einrichten, nach denen der Roboter zurückkehren und die Wischmopps reinigen soll.
Typische Eingriffsmöglichkeiten per App auf das Verhalten des Roboters selbst, etwa auf die Saugkraft oder die Wischintensität, sind natürlich auch dabei. Im Vergleich zum T30S Combo (Testbericht) gibt es hier wenig Unterschiede. Unterstützte Sprachassistenten sind Amazon Alexa und Google Assistant, der eigene Dienst Yiko ist hingegen nicht implementiert – komisch, schließlich ist der X5 das Topmodell. Ebenfalls komisch: Es gibt trotzdem immer wieder Hinweise auf Yiko in der App. Da hat Ecovacs wohl nicht sehr sorgfältig gearbeitet.
Wie schlägt sich der Deebot X5 Omni im Alltag?
Der Ecovacs Deebot X5 Omni kommt mit einer Vielzahl an technischen Features. Die Wischfunktion bietet nicht nur rotierende Wischmopps, sondern auch eine Mopp-Lift-Funktion. Sie hebt die Wischmopps automatisch an, wenn der Roboter Teppichboden befährt, um diesen nicht zu befeuchten. Die Reinigungsstation des X5 Omni ist multifunktional. Sie reinigt die Wischmopps mit heißem Wasser, trocknet sie anschließend mit warmer Luft und entleert den Staubbehälter des Roboters.
Zur Navigation des Roboters kommt – auch wenn es mangels Laserturm anders aussieht – Lidar (Light Detection und Ranging) zum Einsatz. Der drehende Turm wurde wie beim Vorgänger vom Äußeren ins Innere des Roboters verlegt und deckt jetzt ein vergrößertes Frontsichtfeld von fast 180 Grad ab.
So „true“ ist die True Detect 3D 3.0 beim Ecovacs Deebot X5 Omni gar nicht – der Saugroboter übersieht immer wieder Gegenstände in seinem Fahrweg | heise bestenlisten
Die Navigation basiert auf True Mapping 2.0 und soll in Kombination mit True Detect 3D 3.0 für eine präzise Hinderniserkennung sorgen. Allerdings zeigt der Test, dass die Hinderniserkennung in der Praxis oft versagt. Absichtlich platzierte Socken, Hausschuhe oder Kabel wurden immer wieder nicht nur angerempelt, sondern auch überfahren und/oder aufgesaugt. Wegen der Anti-Haar-Klingen werden Kabel dabei durchaus beschädigt. Auch hochflorige Teppiche bereiten dem X5 mehr noch als einigen Wettbewerbern Schwierigkeiten. So fuhr er sich schnell auf einem flauschigen Bettvorleger fest, den Konkurrenz wie Dreame X40 Ultra Complete (Testbericht) und Roborock S8 MaxV Ultra (Testbericht) meisterten. Ein weiteres Problem: Er schiebt sich gern auf vergleichsweise hohe Hindernisse von über 2 cm wie etwa das Gestell von Schwingstühlen und fährt sich dann fest. Die meisten Wettbewerber kommen da gar nicht erst drauf und haben entsprechend keine Probleme.
Auch bei der generellen Navigation kann der Ecovacs Deebot X5 Omni nicht ganz mit der Elite mithalten. Dass er sich öfter mal um die eigene Achse drehen muss, weil er im Gegensatz zu anderen Modellen mit Lasernavigation nur nach vorn und nicht gleichzeitig auch rings um sich „schauen“ kann, dürfte klar sein. Aber es scheint bisweilen auch so, dass dem Roboter seine D-Form, die eigentlich für eine perfekte Eckenreinigung sorgen soll, eher im Weg steht.
In engen Situationen kann es passieren, dass das Modell bei Drehungen mit einer der beiden vorderen Ecken hängenbleibt und so den Frontbumper auslöst. Das macht der Roboter dann etliche Male am Stück, bevor er ohne Rücksicht auf Verluste wie ein jähzorniges Kind mit voller Kraft zurücksetzen will und dabei wie Bruce Willis in bester Stirb-Langsam-Manier irgendwo dagegen rammt. Alternativ hinterlässt er mit auf der Stelle durchdrehenden Rädern Spuren auf Teppich oder Hartboden. Das wirkt wenig hochwertig.
An der eigentlichen Reinigungsleistung gibt es indes nichts auszusetzen. Der Ecovacs Deebot X5 Omni hat eine Saugkraft von stolzen 12.800 Pascal. Das ist beeindruckend und sorgt für insgesamt ordentliche Reinigungsleistung, allerdings sind Größe und Konstruktion des Schmutzbehälters im Roboter unzureichend. So will Schmutz trotz Rückstauklappe immer wieder zurück in den Ansaugtrakt rutschen, sobald der Behälter halbwegs gefüllt ist. Zusammen mit der geringen Größe ist das vergleichsweise schnell der Fall. Bei regelmäßiger Fahrt oder weniger Verschmutzung sollte das im Alltag aber ausreichend sein, zumal die Station Schmutz nach jeder Reinigung absaugt.
Auf Hartboden hat der Roboter in unserem Test ein ziemlich gutes Ergebnis erlangt, das gefühlt zwar leicht, aber nicht weit hinter der Topkonkurrenz wie Dreame X40 Ultra Complete (Testbericht) und Roborock S8 MaxV Ultra (Testbericht) bleibt. Gleiches gilt für Teppich – nur zu hochflorig darf der wie erwähnt nicht werden, da sich der X5 schneller als mancher Wettbewerber darauf festfährt. Übrigens: Tatsächlich kommt der X5 aufgrund der D-Form auch ohne ausfahrbare Seitenbürste sehr gut in Ecken und erreicht dort Staub zu fast 100 Prozent. Auch die Antihaaraufwicklung funktioniert gut. Lange Haare wurden fast vollständig im Staubbehälter gesammelt, hier ist der X5 sogar besser als die meisten Wettbewerber. Und das gilt mehr oder weniger auch für das Wischergebnis.
Die Wischmopps werden vor, nach und während jeder Reinigung mit 70 Grad heißem Wasser ausgewaschen. Das sorgt dafür, dass der Roboter immer mit sauberen Wischmopps arbeitet und keine Schmutzreste im Haushalt verteilt. Ein Sensor in der Station analysiert den Verschmutzungsgrad des Abwassers. Ist das Abwasser noch zu schmutzig, schickt die Station den Roboter für einen weiteren Wischvorgang los. Während der Moppwäsche füllt die Station automatisch den Frischwassertank des Roboters wieder auf, damit der Roboter immer genügend Frischwasser an Bord hat. Nach jeder Reinigung und Moppwäsche startet die Station eine automatische Mopptrocknung. Das verhindert die Bildung von Gerüchen und Keimen.
Der Roboter wäscht bei jedem Start einer Reinigungsaufgabe zuerst seine Wischmopps. Dann reinigt er die Kanten eines Zimmers und wendet sich anschließend in geraden Bahnen den Mitten des Zimmers zu. Die Navigation ist logisch und effizient. Das ist eine gute Basis für ein tolles Wischergebnis. Und tatsächlich: Der Roboter entfernt auch hartnäckige Verschmutzungen im Rahmen der Möglichkeiten eines Wischroboters gut. Lediglich die Radspuren, die beim erneuten Reinigen wegen erkannt hoher Verschmutzung entstehen, stören etwas. Im Gegensatz zum Vorgänger reinigt (saugt und wischt) der X5 nun auch entlang von Wänden oder Möbeln sehr exakt.
Die Laufzeit des Akkus beträgt bis zu 180 Minuten, bei uns reichte das problemlos für die Reinigung des Test-Erdgeschosses mit (brutto!) 140 m².
Preis: Was kostet der Ecovacs Deebot X5 Omni?
Der Ecovacs Deebot X5 Omni kostete zum Testzeitpunkt bei Amazon 1099 Euro. Inzwischen liegt sein Preis dort bei 699 Euro, wobei das günstigste Angebot Ebay mit 660 Euro führt. Es gibt Roboter und Station in Weiß und Schwarz.
Fazit
Der Ecovacs Deebot X5 Omni ist grundsätzlich ein guter Saugroboter mit vielen nützlichen Funktionen. Die Reinigungsleistung auf Hart- und Teppichboden ist gut, die Wischfunktion überzeugt sogar noch mehr. Toll ist auch die Reinigungsstation, die für die Mopps heißes Wasser und heiße Luft einsetzt. Hinzu kommt die flache Bauweise mangels Laserturm, auch wenn der X5 dadurch nur einige Millimeter niedriger als Wettbewerber mit Turm ist. Schwächen zeigen allerdings Navigation und Hinderniserkennung.
Bei der Navigation scheint dem Roboter seine eigene D-Form bislang im Weg zu stehen, bei der Objekterkennung versagt er zudem viel zu häufig. Hier muss (und wird sicherlich) der Hersteller noch per Firmware-Updates nachbessern. Allerdings muss der sich durchaus Kritik für den vermasselten Ersteindruck gefallen lassen und auch die Frage, warum das eigentliche Topmodell schlechter als etwa ein T30S Combo (Testbericht) mit runder Form abschneidet und zudem auf den eigenen Sprachassistenten Yiko verzichtet. Irgendwas passt da nicht.
Wir können uns daher in Zeiten ausfahrbarer Seitenbürsten mit gleichem Ergebnis wie bei der D-Form gut vorstellen, dass der X5 der letzte Saugroboter mit dieser Chassis-Form ist. Derzeit überwiegen da nämlich die Nach- die Vorteile.
DJI Romo P
DJI Romo P
Mit dem Romo wagt sich DJI erstmals auf den Boden: Statt Drohnen hebt jetzt ein Saugroboter ab – technisch präzise und stark bei der Navigation.
- auffällige Optik
- sehr leise
- Desinfektionsmittel und Duftneutralisierung integriert
- ausgezeichnete Hinderniserkennung
- sehr hoher Preis
- Wischpads nicht optimal für Ecken
- aktuelle Sicherheitslücken vorhanden
DJI Romo P im Test: Was kann der erste Saugroboter des Drohnen-Experten?
Mit dem Romo wagt sich DJI erstmals auf den Boden: Statt Drohnen hebt jetzt ein Saugroboter ab – technisch präzise und stark bei der Navigation.
Der Saugroboter von DJI kam nicht ganz aus heiterem Himmel. Bereits seit dem Sommer pfiffen es die Spatzen von den Dächern, und in China war er längst erhältlich. Nun ist der DJI Romo P offiziell auch in Europa gestartet – und sorgt prompt für Aufsehen. Denn der Marktführer bei Kameradrohnen überträgt seine Erfahrung in Sensorik, Hinderniserkennung und präziser Steuerung auf den Boden. Statt Ästen und Menschen erkennt der Romo Möbelbeine, Teppichkanten und Kabel, die er elegant umfährt. Damit betritt DJI ein neues Terrain, bleibt aber seinem Anspruch treu, Technik mit Intelligenz zu verbinden.
Der aktuell rund 1499 Euro teure Roboter kommt bereits gut ausgestattet daher: Mit einer praktischen Absaugstation, integrierten Reinigungsmitteln, umfangreicher App und ordentlichen 25.000 Pascal Saugkraft startet er sofort im Premiumsegment. Ob der Romo P den etablierten Konkurrenten von Roborock, Ecovacs oder Dreame gefährlich werden kann, zeigt der Test.
Hinweis: Inzwischen ist bekannt, dass es bei DJI‑Romo‑Saugrobotern eine schwerwiegende Sicherheitslücke im Backend gab, über die ein Bastler per Reverse Engineering zeitweise auf die Daten und Livestreams von mehreren Tausend Geräten zugreifen konnte. Darüber berichteten unter anderem unsere Kollegen von t3n.
DJI spricht von einem Fehler bei der Berechtigungsprüfung der MQTT‑Kommunikation und hat die zentrale Schwachstelle nach eigenen Angaben durch serverseitige Updates in zwei Schritten (8. und 10. Februar 2026) geschlossen, die automatisch ausgerollt wurden und keine Aktion der Nutzer erfordern.
Für aktuelle Käufer bedeutet das: Die ehemals kritische Lücke für den Zugriff auf fremde Roboter ist laut DJI behoben, allerdings wies der Entdecker gegenüber The Verge darauf hin, dass noch weitere, weniger gravierende Schwachstellen offen sein könnten. Nutzer sollten daher Sicherheitsupdates im Blick behalten und die Kamera-Funktionen nur bewusst einsetzen. Das Schicksal des DJI-Geräts teilen potenziell alle Cloud-angebundenen Geräte. Ob sich ein Kauf trotz der Umstände empfiehlt, müssen Interessenten selbst befinden.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des DJI Romo P?
Bereits bei der Optik hebt sich der Romo P von den Mitbewerbern ab. Während noch der Romo S und Romo A an den Roborock Qrevo Curv erinnern, hat sich DJI bei der P-Variante für ein transparentes Design entschieden. Das gilt sowohl für die Basis als auch für den Saug-Wisch-Roboter. Dadurch erhält man einen gänzlich neuen Einblick in die notwendige Technik, die die kleine Haushaltshilfe zum echten Wundergerät macht. In der Basis sieht man dadurch die zahlreichen Zuleitungen, Absaugrohre, Filter, den Staubbeutel, das Reinigungsmittel und vieles mehr. Das Aussehen versprüht sofort einen Hightech-Look, den man jedoch auch mögen muss. Da wir das Gerät nur wenige Wochen testen konnten, können wir nicht sagen, ob das Gehäuse und auch das Innenleben anfällig für Schmutz und Staub sind.
Gleiches gilt natürlich auch für den Romo P selbst, der eine durchsichtige Abdeckung hat, sodass man den Staubfilter und Staubbehälter sowie die Antriebe für die beiden Wischmopps sehen kann.
In der getesteten Version des Romo P ist die Station mit zwei Wassertanks für Frisch- und Schmutzwasser ausgestattet. Später sollen noch Modelle mit Festwasseranschluss folgen. Die beiden Wassertanks sind gut von oben erreichbar und herausnehmbar. Der Verschluss rastet solide ein und hält die Tanks gut verschlossen.
Auf der Vorderseite ist zudem ein Button zu finden, der die Station einschaltet und im Alltagsbetrieb auch die Reinigungsmodi starten kann. Unterhalb davon ist eine Klappe, hinter der sich Reinigungsmittel sowie der Staubbeutel befinden. Durch das transparente Design kann man auch gut den Füllstand des Beutels einschätzen, ohne die Klappe öffnen zu müssen. Insgesamt merkt man bereits der Basis an, dass DJI langjährige Erfahrung bei der Produktion von hochwertigen Produkten gesammelt hat. Die Verarbeitung ist in allen Bereichen großartig und nichts wirkt trotz des verwendeten Kunststoffs billig und sehr robust.
Beim Roboter setzt sich dieses Bild fort. Unter der transparenten Oberseite erhält man einen guten Einblick auf den integrierten Staubbehälter und kann auch von außen erkennen, wenn man den Filter reinigen oder austauschen sollte. Zudem befinden sich oben auf dem Gerät zwei Buttons: Einer dient als Ein-/Ausschalter sowie als Starttaste für die Reinigung, während der andere den Sauger zurück zur Station schickt.
Optisch fällt auf, dass DJI auf einen kleinen Lidar-Turm verzichtet, der bei anderen Modellen zur Orientierung und Hinderniserkennung dient. Obwohl dieser fehlt, gehört der Romo P mit 9,8 Zentimeter Höhe mittlerweile schon fast zu höheren Geräten, da Dreame, Roborock und Co. bereits bei unter acht Zentimetern angekommen sind.
Der DJI-Neuling verzichtet allerdings nicht auf die lasergestützte Lidar-Technologie, sondern hat sie in der Front mit einem Dual-Kamera-Fisheye-Design verbunden, das zusätzlich von einem LED-Licht unterstützt wird, um auch in dunklen Räumen ordentlich reinigen zu können.
Auf der Unterseite gibt es weitere spannende Designentscheidungen. Dabei fällt ins Auge, dass DJI auf zwei Seitenbürsten setzt, während Konkurrenten davon abgerückt sind und nur noch eine mit ausschwenkbarem Arm verbauen. Auch der Romo P hat einen solchen Arm, um auch die letzte Ecke zu erreichen. Beide Seitenbürsten (Ersatz liegt übrigens im Lieferumfang bei) arbeiten der mittig liegenden Hauptbürste zu.
Das Design ist bewusst gewählt, um ein Verheddern von Haaren zu verhindern. Diese werden dank des cleveren Designs zum offenen Zwischenraum in der Mitte „transportiert“. An den Seitenbürsten bleiben dennoch vereinzelte Haare hängen. Die Bürsten lassen sich jedoch durch das einfache Klicksystem leicht entfernen.
Das gilt übrigens auch für die beiden Wischpads, die sich leicht entfernen lassen. Auch hier ist nur ein Wischpad auf einem ausschwenkbaren Arm gelagert, wobei die runde Form nicht sonderlich für Ecken geeignet ist. Andere Hersteller mit den Padlösungen setzen daher abgewandelte Formen, während Wischwalzen auf dem Vormarsch sind.
Einrichtung: Wie schnell ist der DJI Romo P betriebsbereit?
Die Verpackung ist angenehm klein. Noch vor dem Öffnen lässt sich ein QR-Code scannen, der zu einer Website führt. Darauf findet man die notwendige App, die digitale Bedienungsanleitung sowie Tutorials zur Einrichtung. Im Karton selbst ist der Inhalt überschaubar. Neben der typischen Schnellanleitung liegen dem Romo und seiner Station nur ein Stromkabel sowie die beiden Reinigungsmittel bei.
Daher gestaltet sich der Aufbau denkbar einfach. In die Station klickt man noch das Auffahrpanel ein, steckt den Strom ein und zieht die diversen Schutzfolien ab. Ähnlich ist es auch beim Saugwischer. Dort muss man jedoch nur die Folien entfernen. Ein kurzer Druck bei beiden Geräten auf den jeweiligen Einschalter lässt den typischen Startton erklingen, den man bereits von den Drohnen und Powerstations kennt.
Danach geht es in der App weiter. Diese führt Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess. Vor der ersten Reinigung muss man den Romo einmal durch die Wohnräume fahren lassen, um die Räumlichkeiten zu kartieren. Für 70 Quadratmeter dauert das nur zehn Minuten.
Danach führt noch eine kurze Anleitung durch alle wichtigen Funktionen und erklärt die verschiedenen Anzeigen und Symbole. In der App sind alle grundlegenden Funktionen bereits vorhanden, sodass man Reinigungsmodi auswählen und anpassen kann. Dazu gehören Wassermengen, Saugkraft, Reinigungspfade, Raumreihenfolgen sowie Zeitpläne. Dabei können auch Verbotszonen und sogar Haustierbereiche eingerichtet werden. Insgesamt ist die App sehr übersichtlich und intuitiv gestaltet.
DJI Romo P – App & Einrichtung
Navigation: Wie gut erkennt der DJI Romo P Hindernisse?
Wie bereits erwähnt, setzt DJI auf eine Hybrid-Technologie aus Lidar-Sensorik und Kameras, um die Umgebung wahrzunehmen. Schon während der Kartierung merkt man, dass DJI das Know-how, das man bei den Drohnen perfektioniert hat, auch am Boden gekonnt einzusetzen weiß. Die Karte wirkt deutlich präziser und kommt ohne „Ausreißer“ daher. Auch Teppiche werden äußerst genau im Raum erkannt und eingezeichnet. Die Präzision spürt man auch bei der Navigation. Wenn man den Roboter mehrere Räume von der Station entfernt zurückschickt, fährt er ohne größere Korrekturen schnurstracks zurück und parkt mit nur einem Zug ein. Die gleiche Genauigkeit ist auch bei einer Bereichsreinigung zu beobachten.
Ein echtes Highlight ist jedoch die Hinderniserkennung. DJI selbst verspricht, dass sogar Spielkarten oder zwei Millimeter starke Kabel auf dem Boden erkannt werden. In unserem Test stellten wir fest: Das stimmt! Kabel und andere flache Dinge werden einwandfrei erkannt und umfahren. Dabei fährt der Romo sogar in vergleichsweise geringem Abstand vorbei. In der App werden auf Wunsch die Hindernisse nicht nur markiert, sondern auch mit einem Foto belegt. Dabei erkannte er sogar Kabel unter einem flachen Schrank (weniger als fünf Zentimeter).
In der App kann man noch einen Schritt weitergehen. So können sogar Flüssigkeiten erkannt werden, was besonders Haustierbesitzer freuen dürfte. Man kann festlegen, ob der Romo die Flüssigkeit umfahren, reinigen oder ignorieren soll. Mit einem Schluck Cola klappt das Umfahren wunderbar.
Allerdings hat die präzise Erkennung auch ein paar Schattenseiten, die sich im Laufe der Zeit durch Softwareupdates beheben lassen sollten. Innerhalb der DJI-Home-App kann man die Klippenerkennung (Treppenerkennung) deaktivieren. Laut DJI kann dies sinnvoll sein, wenn es nur eine Etage gibt. Durch die Deaktivierung wird die Hindernisüberwindung verbessert – etwa von Türschwellen. Allgemein sollten diese nicht allzu hoch sein. Während neue Dreame-Modelle bereits vier Zentimeter steigen können, ist hier schon bei gut zwei Zentimetern Schluss, aber optional gibt es von DJI Auffahrrampen zu kaufen. Eventuell reicht DJI noch ein Update nach, um Hindernisse gleichzeitig besser überwinden zu können und gleichzeitig Treppen zu erkennen.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der DJI Romo P?
Der DJI Romo ist ein Meister im Erkennen und Vermeiden von Hindernissen, aber wie steht es um die Kerndisziplinen des Saug-Wisch-Roboters? Dazu haben wir ihn auf feinem Büroteppich, mittellangen Teppich, Laminat, Klickvinyl, Linoleumboden sowie Fliesen fahren lassen. Mit einer maximalen Saugkraft von bis zu 25.000 Pa gehört der Romo direkt zu den aktuell leistungsstärksten Modellen am Markt und diese Stärke spielt er im Alltag tatsächlich aus – allerdings mit Bedacht. Wenn sich die Bodendrohne über Hartböden bewegt und nur kleinere Schmutzpartikel herumliegen, dann ist er mit unter 60 Dezibel sehr leise. Nur bei gröberem Schmutz oder längerem Teppich tourt er etwas auf, aber erreicht nie mehr als 70 Dezibel. Das ist in der Wohnumgebung sowie im Homeoffice nie wirklich störend. Die geringe Lautstärke stresst auch Haustiere weniger.
Die Saugleistung lässt sich allgemein als sehr ordentlich beschreiben, da sie sich an die Verschmutzung anpasst und Kaninchenstreu, Haare und kleinere Dreckklumpen, die von den Schuhen abbröckeln, problemlos aufnimmt. Die Seitenbürsten passen ihre Geschwindigkeit ebenfalls an die Verhältnisse an, um Dreck nicht unnötig aufzuwirbeln respektive ihn zu verteilen. Die Bürsten holen den Schmutz zudem zuverlässig von den Sockelleisten und aus den Ecken weg. Interessant ist auch, dass die Station bei Bedarf auch die Staubbox trocknet und sie anschließend mit UV-Licht desinfiziert – ein dickes Hygiene-Plus.
Beim Wischen geht DJI bekanntlich noch alte Wege, indem man auf Wischpads anstatt einer Walze setzt. Die runden Pads haben dabei den großen Nachteil, dass sie zwar sehr gut die Ränder wischen können, aber leider nur bedingt in die Ecken reichen. Außerdem werden sie nur in der Station, nicht aber während der Reinigungsfahrt, gereinigt.
Die Bereiche, die sie jedoch erreichen, reinigen sie sehr gut. Das liegt einmal am smarten Reinigungspfad, aber auch an drei weiteren Faktoren. In der App lässt sich beispielsweise einstellen, dass der Wischvorgang automatisch wiederholt werden soll, bis der Schmutz restlos entfernt ist. Daneben werden gleich zwei Reinigungsmittel mitgeliefert. Die Reinigungslösung wirkt dabei entfettend und hilft dabei, Flecken besser zu entfernen. Auf Wunsch wird danach nochmals nur mit Wasser nachgewischt. Zusätzlich kann auch ein Mittel zur Desinfektion und Geruchsneutralisierung auf den Boden aufgebracht werden – perfekt für Haushalte mit Haustieren. Im Test konnten damit sogar angetrocknete Flecken entfernt werden, die andere Modelle bislang nicht schafften.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der DJI Romo P?
Der Akku des Romo P ist mit 5.000 mAh kleiner als bei der Konkurrenz (oft mehr als 6.000 mAh), hält aber bei moderater Saugleistung auf Hartboden dennoch etwa die versprochenen drei Stunden Laufzeit durch. Das entspricht in etwa auch der Ladezeit.
Preis
Die UVP des Herstellers für Deutschland liegt bei knapp 1.900 Euro. Der Straßenpreis liegt bereits deutlich darunter. Am günstigsten ist er derzeit bei Galaxus für 1499 Euro, bei Amazon sind es 1699 Euro. Zunächst war er direkt ausverkauft, ist nun aber wieder verfügbar. Der Sauger mit der Reinigungsstation mit festem Hauswasseranschluss soll später erscheinen. Beide Versionen gibt es nur in Transparent.
Fazit
DJI gelingt mit dem Romo P ein bemerkenswertes Debüt im Bereich der Saug-Wisch-Roboter. Vor allem die Navigation und Hinderniserkennung setzen Maßstäbe und zeigen, wie viel Erfahrung aus der Drohnentechnik hier eingeflossen ist. In puncto Reinigungsleistung und Alltagstauglichkeit liegt der Romo P auf Augenhöhe mit den besten Modellen von Roborock oder Dreame, beim Wischen und in der App-Feinabstimmung bleibt jedoch Luft nach oben. Überdies ist der Preis für das transparente Gerät mit über 1400 Euro wahrlich hoch. Wer Wert auf innovative Technik und hohe Präzision legt, findet im DJI Romo P jedoch einen spannenden Neuzugang der Premiumklasse. Wer auf transparente Optik und die Reinigungsmittel verzichten kann, sollte jedoch zum Romo S oder Romo A greifen.
Hinweis: Der Romo P überzeugt zwar in der Reinigungsleistung, hat durch die jüngst bekannt gewordene, inzwischen laut DJI behobene Sicherheitslücke im Backend aber Vertrauen verspielt. Der Entdecker hat weitere, weniger gravierende Schwachstellen nicht ausgeschlossen. Das Schicksal des DJI-Geräts teilen potenziell alle Cloud-angebundenen Geräte. Ob man den Romo P trotz der Umstände kaufen möchte, müssen Interessenten selbst entscheiden.
Dreame L10s Pro Ultra Heat
Dreame L10s Pro Ultra Heat
Die Namensgebung der Saugroboter bei Dreame wird immer verworrener, das ändert aber nichts am hervorragenden Abscheiden des L10s Pro Ultra Heat in unserem Test.
- reinigt und trocknet Wischpads mit heißem Wasser und Warmluft
- navigiert sehr gut
- Reinigungsleistung bei Saugen und Wischen hervorragend
- fährt Mopp bis an Rand aus
- optionaler Anschluss an Wasser/Abwasser
- App mit vielen Optionen zu unübersichtlich
- keine anhebbare Bürste
- keine LEDs für Dunkelheit
Saugroboter Dreame L10s Pro Ultra Heat im Test: Reinigt mit heißem Wasser
Die Namensgebung der Saugroboter bei Dreame wird immer verworrener, das ändert aber nichts am hervorragenden Abscheiden des L10s Pro Ultra Heat in unserem Test.
Der direkte Vorgänger des neuen Dreame L10S Pro Ultra Heat ist der Dreame L10S Ultra (Testbericht), gleichzeitig tritt er aber zwangsläufig zum Topmodell aus 2023 in Konkurrenz, dem sehr guten Dreame L20 Ultra (Testbericht). Von dem übernimmt das neue Modell etwa den ausfahrbaren Mopp, um näher am Rand wischen zu können. Der Name hingegen ist Verwirrung pur – L10 bezeichnet eigentlich die Mittelklasse, offenbar scheint das neue Modell aber trotzdem alles zu können, was das Topmodell auch beherrscht. Und obendrein sorgt die PR-Abteilung für zusätzliche Irritation, hängte sie doch nachträglich noch den Zusatz „Heat“ an den Namen des Saugroboters an. Auch wenn das einerseits auf ein Feature hinweist (Erhitzung des Reinigungswassers) und andererseits namenstechnisch besser zum Vorjahresmodell abgrenzt, das nur „Ultra“ ohne „Pro“ heißt, hätte dem Hersteller das auch früher einfallen dürfen. Auf dem Karton unseres Testgerätes fehlte der Heat-Zusatz nämlich noch und sorgte so tatsächlich kurz für Irritation. Wir schauen uns im Test an, ob der neue Dreame L10s Pro Ultra Heat mehr kann, als zu verwirren und ob es vielleicht sogar das bessere Topmodell ist.
Update (24. Oktober 2025): Nachdem der Dreame L10s Pro Ultra Heat schon länger unter 700 Euro kostete, ist der Mittelklasse-Saugroboter inzwischen auf 599 Euro bei Coolblue. Dafür bietet er ein solides Gesamtpaket zum günstigen Preis. Wer ein begrenztes Budget hat, kann zuschlagen.
Wie groß ist die Reinigungsstation des L10s Pro Ultra Heat?
Das Design des Dreame L10s Pro Ultra Heat unterscheidet sich kaum vom Vorgänger, dem L10s Ultra (Testbericht). Im Vergleich zum L20 Ultra (Testbericht) ist er wieder etwas niedriger und kommt so besser unter Möbel. Auffällig ist nur die Frontpartie mit der Kamera und den Kreuzlasern zur Erkennung von Objekten direkt vor dem Roboter. Die Station ist eher schmal, gerade im Vergleich mit der des L20 Ultra. Trotzdem beherbergt sie Absaugvorrichtung und Frisch- sowie Abwassertank, neu ist zudem ein kleiner Tank für Reinigungsmittel (im Lieferumfang enthalten), der sich hinter der magnetisch haftenden Klappe für die Absaugung verbirgt. Hinten gibt es neben dem Kabelmanagement auch noch Zugänge für ein optionales Anschluss-Kit an Frisch- und Abwasser. Die UVP dafür liegt bei knapp 200 Euro.
Alle Bilder zum Dreame L10s Pro Ultra Heat im Test
Wie gut ist die App des Dreame L10s Pro Ultra Heat?
Die Verbindungsaufnahme über die Dreame-App ist wie gewohnt schnell und einfach abgewickelt. Im Fall des L10s Pro Ultra Heat kommt zu den in der App angezeigten Schritten noch das Einlesen des auf dem Handydisplay angezeigten QR-Codes mit der Kamera des Saugroboters hinzu. Anschließend ist der Sauger verbunden und die App mit ihren umfangreichen Funktionen steht bereit. Darin gibt es nichts, was es nicht gibt.
Die Anpassungsmöglichkeiten scheinen schier endlos, von Standards wie Saugkraftanhebung auf Teppichboden und automatisch und manuell anpassbare Raumzuordnung bis zur Erstellung von 3D-Karten und sogar einer Karte der WLAN-Stärke ist alles dabei. Sogar als bewegliche Sicherheitskamera lässt sich der L10s Pro Ultra Heat verwenden, indem der Nutzer eine Patrouillenroute einrichtet. Leider leidet unter der Feature-Vielfalt die Übersicht der App, zumal nicht alle Punkte sinnvoll geordnet sind. So ist die Grundbedienung hervorragend und intuitiv, wer sich aber weiter mit den Einstellungen beschäftigt, findet schnell Ungereimtheiten wie etwa eine WLAN-Stärke-Karte, die unter dem Menüpunkt „Robotermanagement“ zu finden ist – obwohl es einen eigenen Punkt „WLAN-Verwaltung“ gibt.
Wie gut navigiert der Dreame L10s Pro Ultra Heat?
Die Navigation des Dreame L10s Pro Ultra Heat ist, mit einem Wort: exzellent. Probleme, durch die er anfangs bei aktivierter 3D-Objekterkennung nicht nah genug an Hindernisse heranfuhr, Engstellen mied und Ecken nur stiefmütterlich reinigte, sind mit dem letzten Firmwareupdate weitgehend erledigt. Wer die Navigation weiter verfeinern will, kann zudem den „Kollisionsvermeidungsmodus“ deaktivieren. Dadurch nähert sich der Bot Hindernissen bis auf vorsichtigen Kontakt mit dem Frontbumper an.
Die Navigation des Dreame L10s Pro Ultra Heat ist hervorragend, die Objekterkennung nur gut heise bestenlisten
Bei der 3D-Objekterkennung liegt der L10s Pro Ultra Heat knapp hinter dem L20 – die Erkennung ist gut, aber wie bei den meisten Modellen auf dem Markt nicht zu 100 Prozent zuverlässig. Kabel ignorierte er bei uns im Test, während er etwa einen Kabelkanal als Kabel identifizierte – nah dran, aber falsch. Der vorbildlichen Navigation tut das insgesamt aber keinen Abbruch.
Saugt und wischt der Dreame L10s Pro Ultra Heat gut?
Die Reinigungsleistung beim Saugen ist hervorragend, Unterschiede zur Spitzenkonkurrenz sind hier nicht auszumachen. Das gilt sowohl für Hartboden als auch Teppich. Anschließend saugt die Reinigungsstation den Inhalt des Staubbehälters aus dem Bot verlässlich ab, wobei auch hierfür zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten existieren. Die Gummilamellen der Hauptbürste schaffen in Verbindung mit der hohen Saugkraft auch Tierhaare auf Teppich, eine spezielle Haarbürste mit kleinen Messern, die das Umwickeln der Bürste verhindern, gibt es im Zubehör.
Das Wasseranschlusskit für den Dreame L10s Pro Ultra Heat
Kann der Dreame L10s Pro Ultra Heat gut wischen?
Bei der ebenso guten Wischfunktion, bei der der Roboter wie beim L20 (Testbericht) den hinteren rechten Mopp bis an die Wand ausfahren kann, reinigt die Station die drehenden Wischpads mit 60 Grad heißem Wasser, was Reinigungswirkung und Hygiene verbessert. Dank einer jetzt herausnehmbaren Einlage ist auch die Station besser und einfacher als beim L20 zu reinigen. Nach dem Wischen werden die beiden Mopps mit warmer Luft getrocknet, was Geruchs- und Keimbildung unterbindet. Mehr geht derzeit nicht.
Der Dreame L10s Pro Ultra Heat nimmt Reinigungsflüssigkeit (nicht schäumend!) über den Zusatztank auf und mischt es bei heise bestenlisten
Wie lange hält der Akku des Dreame L10s Pro Ultra Heat durch?
Aufgrund der Zwischenreinigung der Wischmopps und der 3D-Hinderniserkennung, bei der der Roboter sich immer mal wieder zur Seite dreht, um Objekte erneut mit der Kamera zu erfassen, liegt die Reinigungsgeschwindigkeit je nach Einstellung bei etwa 0,8 m² pro Minute. Gute Modelle ohne diese Funktionen liegen etwa bei 1 m² pro Minute oder sogar leicht darüber. Der Akku reichte im Test aber locker für das ganze Erdgeschoss des Testhaushalts mit rund 140 m² (brutto). In schwierigerer oder größerer Umgebung ist ein Einsatz ebenfalls denkbar – dann mit eventuellem Zwischenladen und automatischer Fortsetzung der Arbeit.
Wie teuer ist der Dreame L10s Pro Ultra Heat?
Der neue L10s Pro Ultra Heat kostet in der UVP des Herstellers 999 Euro, der Straßenpreis ist inzwischen aber deutlich günstiger mit 599 Euro bei Coolblue. Hinzu kommt bei Bedarf das Wasseranschluss-Kit für 200 Euro. Für letzteres müssen Nutzer aber auch die passenden Anschlussmöglichkeiten in der Wohnung haben.
Fazit
Der Unterschied zum L20 Pro (Testbericht), dem eigentlichen Topmodell, ist nicht groß, das eigentliche Mittelklassemodell L10s Pro Ultra Heat ist nicht schlechter, sondern nur leicht anders. Dem L10-Modell fehlen die LEDs für bessere 3D-Objekterkennung bei schlechtem Licht, außerdem kann es die Hauptbürste beim reinen Wischen nicht anheben. Dafür ist es niedriger und günstiger und kann sonst alles wie der L20 und noch dazu Wasser erhitzen – für uns gibt es keinen Grund, nicht zum L10s Pro Ultra Heat zu greifen. Der zweifelsfrei hohe Preis des Models erscheint zumindest gerechtfertigt und liegt unter dem L20 Ultra.
Künstliche Intelligenz
KI-Bilder im Urheberrecht: Wann Prompting schützt und warum Kopieren erlaubt ist
Die rechtliche Bewertung von Bildern, die mithilfe Künstlicher Intelligenz erzeugt wurden, wird präziser. In einem richtungsweisenden Urteil hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf untermauert, dass rein maschinell generierter Output grundsätzlich keinen urheberrechtlichen Schutz genießt. Wer ein KI-Bild als eigene persönliche Schöpfung rechtlich absichern will, muss einen maßgeblichen, menschlich-gestalterischen Einfluss nachweisen können. Ein bloßes Füttern der Software mit allgemeinen, ergebnisoffenen Textanweisungen (Prompting) reicht hierfür keineswegs aus.
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Zugleich eröffnet die jetzt veröffentlichte Entscheidung vom 2. April größere Spielräume für die gezielte, KI-gestützte Nachahmung bestehender Bild-Ideen (Az.: 20 W 2/26). Denn das bloße Motiv oder der zugrundeliegende Einfall bei einem Foto ist laut den Düsseldorfer Richtern gemeinfrei und darf durch generative Systeme rechtssicher reproduziert werden. Voraussetzung ist, dass die handwerklichen und gestalterischen Eigenheiten des Originals unberührt bleiben.
Dem Verfahren lag ein Streit in einer juristisch bislang kaum ausgeleuchteten Grauzone zugrunde. Eine Unterwasserfotografin hatte sich darauf spezialisiert, Hunde beim Tauchen nach Spielzeugen abzulichten. Ein ehemaliger Kooperationspartner lud eine ihrer aufwendig nachbearbeiteten Bild-Dateien in ein KI-System und generierte im Wege des sogenannten Bild-zu-Bild-Verfahrens eine neue Grafik. Diese zeigte ebenfalls einen tauchenden Hund, wies aber einen deutlich veränderten, beinahe comichaften Stil auf.
Die Fotografin sah darin eine Verletzung ihrer Rechte und wollte die Verbreitung im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes per Abmahnung untersagen lassen. Nachdem das Landgericht Düsseldorf den Eilantrag mit der Begründung zurückgewiesen hatte, es handele sich um eine zulässige freie Bearbeitung, bestätigte das OLG nun dieses Ergebnis in zweiter Instanz. Es korrigierte aber die juristische Begründung erheblich und zog so Leitlinien für die Branche.
Menschliche Schöpfung vs. Ergebniskonsum
Der zuständige 20. Zivilsenat macht deutlich: Eine freie Bearbeitung setzt zwingend voraus, dass das neu entstandene KI-Bild überhaupt selbst die Qualität eines geschützten Werkes besitzt. Ob dies der Fall ist, hängt ganz entscheidend vom Grad der menschlichen Steuerung ab. Ein urheberrechtlicher Schutz für KI-Erzeugnisse ist zwar nicht kategorisch ausgeschlossen. Er erfordert aber, dass die Persönlichkeit des menschlichen Nutzers im finalen Bild zum Ausdruck kommt.
Das kann laut dem Urteil durch extrem detaillierte Voreinstellungen, fortlaufende, hochspezifische Korrekturen während des Promptings oder eine bewusste, schöpferische Auswahl aus einer Vielzahl von Zwischenergebnissen geschehen. Wer die KI hingegen mit vagen Vorgaben füttert und der Software die eigentliche Formentscheidung überlässt, betreibt dem OLG zufolge lediglich Ergebniskonsum ohne eigenen Schöpfungsanteil.
Prozessual führt diese Linie zu einer erheblichen Hürde für KI-Anwender. Wer sich vor Gericht darauf beruft, ein KI-Bild als eigenständiges Werk geschaffen zu haben, trägt hierfür die volle Darlegungs- und Beweislast. Da der Antragsgegner im konkreten Fall trotz gerichtlicher Hinweise nicht darlegen konnte oder wollte, welche konkreten kreativen Entscheidungen und Prompts er genutzt hatte, verweigerte das Gericht der KI-Grafik die Anerkennung als Werk. Damit war der rechtliche Weg über eine freie Bearbeitung versperrt.
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Abschied vom klassischen Gesamteindruck
Dass die Fotografin den Prozess trotzdem verlor, liegt an einer grundlegenden Neuausrichtung bei der Prüfung von Urheberrechtsverletzungen. Das OLG folgt hier dem europäischen Recht. Bislang war in der deutschen Rechtsprechung der visuelle Gesamteindruck der Bilder entscheidend. Davon rückt der Senat nun ausdrücklich ab und wendet ein präzises, elementorientiertes Verfahren an.
Demnach ist zu prüfen, ob exakt die kreativen Elemente übernommen wurden, welche die persönliche Leistung des Fotografen ausmachen. Das können etwa Kameraeinstellung, spezifische Beleuchtung, Schärfentiefe oder der gewählte Ausschnitt sein. Das abstrakte Motiv dagegen, also hier ein unter Wasser nach einem Spielzeug greifender Hund, ist eine bloße Idee und nicht schutzfähig. Da die KI-Grafik zwar den Ansatz des Vorbilds aufgriff, aber in Perspektive, Anatomie und Dynamik völlig vom Original abwich, konnte das OLG keinen Rechtsverstoß erkennen.
Das Urteil zeigt, dass Fotografen zwar vor der identischen Übernahme ihrer technischen Leistung geschützt sind. Das KI-gestützte Nachbauen bildlicher Einfälle müssen sie aber hinnehmen. Der IT-Rechtler Jens Ferner begrüßt die Entscheidung. Sie liefere „die bislang präziseste obergerichtliche Dogmatik zur Schnittstelle zwischen dem klassischen Lichtbildschutz und der Nutzung menschlich geschaffener Bilder als Input generativer KI-Systeme“. Zudem schließe sie systematisch an die jüngsten Vorgaben vom Europäischen Gerichtshof an.
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