Digital Business & Startups
Project Q erhält 15 Millionen – Skalar bekommt 12 Millionen – MAIA sammelt 4 Millionen ein
#DealMonitor
+++ #DealMonitor +++ DefenseTech Project Q erhält 15 Millionen +++ Steuerkanzlei-Startup Skalar bekommt 12 Millionen +++ KI-Startup MAIA sammelt 4 Millionen ein +++ NextGO Epi erhält 2 Millionen +++ FairCap kauft New Work InterNations ab +++

Im #DealMonitor für den 14. Juli werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

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INVESTMENTS
Project Q
+++ Der Warschauer Early Stage-Investor Expeditions, der Rüstungskonzern Hensoldt, der Frankfurt Geldgeber Heliad sowie Altinvestoren wie Project A investieren 15 Millionen Euro (Series A) in Project Q. Das DefenseTech, 2024 von Leonard Wessendorff und Frank Christian Sprengel in München gegründet, entwickelt „intelligente, interoperable Systeme, die in Echtzeit ein umfassendes Lagebild liefern, operative Entscheidungen unterstützen und damit Europas technologische Souveränität im Verteidigungsbereich stärken“. Erst im Juli 2025 sammelte das Unternehmen 7,5 Millionen Euro ein. Das frische Kapital soll vor allem „in die Weiterentwicklung von HYDRIS, einer europäischen Open-Source Integrations- und Orchestrierungsplattform“ fließen. Project A hält derzeit rund 20 % am Unternehmen. Auf Hensoldt entfallen rund 5 %. Expeditions ist mit 8 % an Bord. Mehr über Project Q
Skalar
+++ Der Berliner Investor Headline, der junge KI-Investor futurepresent, QED Investors, Repeat, MS&AD und Foreword sowie Business Angels investieren 12 Millionen Euro (Pre-Seed-, Seed) in Skalar. Das Münchner Startup, 2025 vom Stocard-Gründer Björn Goß (100 Millionen-Exit an Klarna), Niklas Wagener, Florian Lang, Martin Gugel und Christian Pötter gegründet, positioniert sich als „AI-first Steuer- und Buchhaltungskanzlei“. Das Team verbindet dabei „einen eigens entwickelten Technologie-Stack mit menschlichen Steuerexperten“. Das Ziel sind „schnellere, proaktivere und besser skalierbare Leistungen in Steuer, Buchhaltung und Lohn“. Das frische Kapital soll unter anderem in die Weiterentwicklung des „KI-Systems“ fließen. Mehr über Skalar
MAIA
+++ TGFS Technologiegründerfonds Sachsen und die SBG – Sächsische Beteiligungsgesellschaft investieren 4 Millionen Euro in MAIA. Das Startup aus Leipzig, 2021 von Carolin Maier, Mathias Jakob und Moritz von Hammerstein gegründet, kümmert sich um industrielle Produktentwicklung. „Das wertvolle Know-how technischer Unternehmen wächst über Jahre, verteilt sich aber über unzählige Dokumente und Systeme. Genau dieses Wissen führt die KI-Software zusammen und macht es datenschutzkonform und in Sekunden für die Mitarbeitenden verfügbar“, heißt es zum Konzept. TGFS Technologiegründerfonds Sachsen, ein Schweizer Family Office und Business Angels investieren zuvor bereits eine siebenstellige Summe in MAIA. TGFS hielt zuletzt rund 20 % am Unternehmen. Mehr über MAIA
NextGO Epi
+++ Der Berliner Frühphasengeldgeber Vireo Ventures, der amerikanische Geldgeber Ultratech Capital Partners und der Berliner Investor IBB Ventures investieren 2 Millionen Euro in NextGO Epi. Das Startup aus Berlin, 2025 von Ta-Shun Chou, Andreas Popp und Andreas Fiedler als Spin-off des Leibniz-Institut für Kristallzüchtung gegründet, produziert Galliumoxid-Epitaxiewafer für Leistungshalbleiter. Die Materialien bilden die Grundlage für energieeffizientere Leistungselektronik in Bereichen wie Elektromobilität, Energietechnik und KI-Infrastruktur. Vireo hält nun rund 11 % am Unternehmen. Mehr über NextGO Epi
MERGERS & ACQUISITIONS
FairCap – InterNations
+++ Die Münchner Beteiligungsgesellschaft FairCap übernimmt von New Work das Unternehmen InterNations, ein Netzwerk für Menschen, die im Ausland leben und arbeiten. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. „Die Transaktion steht für eine konsequente Fokussierung der New Work SE auf das Geschäft mit Recruiting- und Employer-Branding-Lösungen“, heißt es zum Deal. InterNations gehörte seit 2017 zu New Work. Damals legte das Unternehmen rund 30 Millionen für InterNations auf den Tisch. Mehr über InterNations
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): azrael74
Digital Business & Startups
21-Jähriger will das „Idealo für Secondhand“ bauen
Tagelang coden, kaum Schlaf und ein erster Prototyp: So verlief die erste Woche von Amerigo Velletti im Sommer-Camp „Gründerszene sucht die Supergründer“. Seine Idee: ein „Idealo für Secondhand“ zu bauen.
Schlaf? Eher Mangelware. Motivation? 100 Prozent. So beschreibt Amerigo Velletti seine ersten Tage bei unserem Startup-Camp „Gründerszene sucht die Supergründer“. Acht ausgewählte Fellows haben zehn Wochen Zeit, mithilfe von Künstlicher Intelligenz Consumer-Apps zu entwickeln.
Amerigo ist damit voll in das Gründerleben gestartet. Extra für das Camp ist der 21-Jährige von München nach Berlin gezogen – und verbringt aktuell fast jede wache Stunde mit seiner Idee. „Meine Mitbewohner habe ich immer noch nicht kennengelernt, weil ich immer erst frühestens um 1 Uhr heimkomme. Und ich gehe immer, bevor die überhaupt wach sind. Also, ich sehe deren Schuhe immer in der Früh, aber keine Ahnung, wer das eigentlich ist.“ Auch am Wochenende hat er keine Pause gemacht, erzählt er. Stattdessen hat er weiter an seiner Idee gearbeitet.
„Gründerszene sucht die Supergründer“ ist ein zehnwöchiges Startup-Fellowship von Gründerszene. Acht ausgewählte Fellows entwickeln in Berlin mit Künstlicher Intelligenz Consumer-Startups – von der Idee bis zum ersten Produkt. Während des Programms arbeiten die Fellows gemeinsam im Axel-Springer-Hochhaus und werden von erfahrenen Unternehmern, Investoren und Experten begleitet. Partner wie OpenAI, Vercel, Dash0 und DHL unterstützen sie mit Technologie, Know-how und Mentoring. Gründerszene dokumentiert die gesamte Reise mit Artikeln, Videos und Social-Media-Inhalten – und zeigt hautnah, wie heute die nächste Generation von Startups entsteht.
Idealo für Secondhand-Produkte
Seine Idee: eine KI-gestützte Suchmaschine für Secondhand-Produkte – plattformübergreifend.„Quasi Idealo für Secondhand. Das ist so mein Slogan, mit dem ich mich auch beworben habe“, erzählt er im Gespräch mit Gründerszene. Seine App soll Angebote von Plattformen wie Kleinanzeigen, Vinted, Back Market oder Refurbed bündeln. Nutzer geben einfach an, wonach sie suchen, die KI durchsucht verschiedene Marktplätze und liefert die passendsten Treffer.
Dabei geht es Amerigo nicht nur um den günstigsten Preis. Gerade bei gebrauchten Produkten spiele auch der Zustand eine entscheidende Rolle. „Wenn ich irgendwas Secondhand kaufe, schaue ich immer auf den Zustand.“ Zum Start konzentriert er sich deshalb auf Elektronikgeräte.
Seine Zielgruppe sind Menschen, die nachhaltig einkaufen möchten. Langfristig wolle er den gesamten Kaufprozess vereinfachen: „Das wäre eigentlich mein Traum, dass ich halt so ein End-to-End-Funnel baue, dass der User sozusagen weniger Zeit im Shopping benutzen muss.“
So will Amerigo die Suchfunktionen optimieren
Die Idee entstand aus einem alltäglichen Problem. „Wenn ich auf der eBay Kleinanzeigen-App beispielsweise nach einer bestimmten Lampe suche, kriege ich 18 verschiedene Lampen angeboten, bevor ich die Lampe angezeigt kriege, die ich eigentlich suche.“ Genau hier soll KI helfen. „Ich denke, so ein Categorizer, vor allem ein Image-Categorizer mit Embedding-Models, wie man sie jetzt bauen kann, ist ein sehr aktueller Fit, den man auch technisch sehr easy umsetzen kann.“
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Die ersten Schritte zur Vergleichs-Plattform
Technische Unterstützung brauchte Amerigo bisher kaum. „Ich habe schon einige Jahre programmiert.“ Er bringt einen starken technischen Hintergrund mit. Neben seiner Tätigkeit als Gründungsmitglied von Vakanzio, wo er an KI-Agenten, agentenbasierten RAG-Pipelines und Full-Stack-Automatisierung mit Python, LangChain und React arbeitete, absolvierte er seinen Bachelor in Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität München mit der Note 1,0.
Die ersten Tage des Sommer-Camps verbrachte er deshalb vor allem mit dem Aufbau seines Produkts. „Ich habe drei Tage gecodet. Also bisher ist wirklich noch nicht so viel passiert.“
Sein wichtigstes Werkzeug ist dabei Codex (Hinweis: OpenAI ist Partner bei unserem Fellowship). Zusätzlich nutzt er Superset als Orchestrierungs-Framework, um mehrere KI-Agenten parallel laufen zu lassen, ohne dass sie einander behindern. Für das Frontend setzt er unter anderem auf Google Stitch, das aus Textprompts, Sprache oder Skizzen Benutzeroberflächen und produktionsreifen Frontend-Code generiert.
Neben der technischen Umsetzung holte er sich früh Feedback ein. Er sprach mit Freunden über seine Idee und kontaktierte Menschen, die an ähnlichen Produkten arbeiten. Parallel analysierte er die bestehenden Anbieter wie eBay, Rebuy oder andere Secondhand-Plattformen.
Jetzt geht es vor allem ums Testen. Auch dafür ist Amerigo bereits aktiv geworden: Er hat die Plattformen kontaktiert, auf deren Angebote seine Nutzer später weitergeleitet werden sollen.
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Die größte Herausforderung: an die richtigen Datensätze kommen
Genau dabei stößt er auf ein Problem. „Eigentlich will ich vor allem deren Daten haben. Also für den Beginn brauche ich am besten einen hochwertigen Datenauszug, damit ich anfangen kann, mit Echtbeispielen zu testen.“
Langfristig soll seine App deutlich mehr können, als Angebote verschiedener Plattformen zusammenzuführen und Nutzer weiterzuleiten. Seine Vision sind sogenannte Autonomous Buying Recommendations: KI-Agenten, die passende Produkte nicht nur empfehlen, sondern den Kaufprozess bis kurz vor den Abschluss eigenständig begleiten.
Doch genau dafür braucht er hochwertige Datensätze – und die sind schwer zu bekommen. „Bisher kam da wenig zurück,“ sagt er. Von Refurbed habe er einen kleinen Datenauszug erhalten. Über eBay konnte er sich ebenfalls Datensätze organisieren. Schwieriger gestaltet sich der Austausch mit Vinted: „Vinted hat mir auf Französisch geantwortet, obwohl ich englische Anfragen gestellt habe. Da bin ich ein bisschen stuck.“
Trotzdem arbeitet er weiter daran, zusätzliche Plattformen an seine Anwendung anzubinden. Einen ersten Prototyp gibt es bereits. Er läuft derzeit unter dem Namen Remtio – auch wenn Amerigo mit dem Branding noch nicht glücklich ist. Mit dem aktuellen Entwicklungsstand geht er hart ins Gericht: „Also ich bin jetzt auch nicht so happy, wo der Stand aktuell ist, aber vielleicht habe ich auch einfach mal sehr hohe Ansprüche.“
Gerade die Abhängigkeit von externen Partnern koste ihn Zeit. „Wenn man weiß, wie schnell es eigentlich gehen kann, aber man an solchen Sachen hängt, dann frustriert das schon.“ Außerdem steht er in Kontakt mit Idealo aus dem Springer-Netzwerk, verrät er. Wie dort eine mögliche Zusammenarbeit aussehen könnte, soll sich in Woche Zwei des Camps herausstellen. Obendrein will er den Prototypen weiter verbessern. Sein Ziel für Woche Zwei: Seine KI soll den Kaufprozess einen entscheidenden Schritt weiter begleiten. Bislang könne der Agent passende Produkte empfehlen und sie in einen Warenkorb legen. Künftig soll er Nutzer jedoch nahtlos bis zum eigentlichen Kauf führen.
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„Bei den Basics bleiben.“
Das prägendste Gespräch der ersten Woche führte Amerigo mit Dash0-Mitgründer und CEO Mirko Novakovic. „Das war wirklich wahnsinnig beeindruckend.“
Vor allem eine Erkenntnis nimmt er aus dem Austausch mit: Erfolg entsteht nicht durch den einen genialen Einfall, sondern durch konsequente Arbeit am Produkt. „Key-Learning, was ich aus der Woche mitgenommen habe, war auf jeden Fall, bei den Basics bleiben und einfach weitermachen.“ Für ihn bedeutet das: jeden Morgen pünktlich anfangen und stundenlang coden.„Eben so lange an dem Produkt arbeiten, bis es den eigenen Qualitätsstandards genügt. Und dann ein bisschen proud über sich selbst sein.“
„Gründerszene sucht die Supergründer“ powered by Dash0, DHL, OpenAI & Vercel.
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Dieser Student will euch zu Influencern machen
Ein Social-Media-Trend hat Klaas Wibker für ein Geschäftsmodell inspiriert, bei dem auch kleine Accounts Geld mit Posts verdienen können.
Er scheint keine Chance zu haben gegen die großen Player. Klaas Wibker gründet im Frühjahr 2026 sein KI-gestütztes Flugportal Tomtravel – und tritt an gegen Branchen-Riesen wie Check24 und Fluege.de. Die haben enorme Werbebudgets. Klaas aber ist Jurastudent, launcht seine App alleine neben der Uni. Also sucht der 23-Jährige einen neuen Weg. Er will günstige Kampagnen schalten, die viele Menschen erreichen.
Seit einer Woche baut Klaas die App dafür: Seine Plattform soll Unternehmen mit Social-Media-Usern zusammenbringen. Marken stellen Kampagnen ein, Nutzerinnen und Nutzer produzieren passende Inhalte und werden je nach Reichweite ihrer Videos bezahlt. Die App soll damit Normalos zu Influencern machen.
Klaas ist Fellow unseres Sommercamps „Gründerszene sucht die Supergründer“. Zehn Wochen lang bauen acht Teilnehmende mithilfe verschiedener KI-Modelle eigene Consumer-Apps.
„Gründerszene sucht die Supergründer“ ist ein zehnwöchiges Startup-Fellowship von Gründerszene. Acht ausgewählte Fellows entwickeln in Berlin mit Künstlicher Intelligenz Consumer-Startups – von der Idee bis zum ersten Produkt. Während des Programms arbeiten die Fellows gemeinsam im Axel-Springer-Hochhaus und werden von erfahrenen Unternehmern, Investoren und Experten begleitet. Partner wie OpenAI, Vercel, Dash0 und DHL unterstützen sie mit Technologie, Know-how und Mentoring. Gründerszene dokumentiert die gesamte Reise mit Artikeln, Videos und Social-Media-Inhalten – und zeigt hautnah, wie heute die nächste Generation von Startups entsteht.
“Mein Ziel war ganz klar, das Produkt nach dieser Woche fertig zu haben”, sagt Klaas. Denn „heute kann praktisch jeder am Wochenende mit KI eine Anwendung programmieren.“
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Ein Online-Marktplatz für Social-Media-Werbung
Seine Plattform soll Unternehmen und Social-Media-Nutzer zusammenbringen: Die Unternehmen stellen Kampagnen mit einem festgelegten Budget auf die Plattform. Die User produzieren passende Videos und werden je nach Reichweite bezahlt – bis das Budget der Kampagne aufgebraucht ist.
Die Idee leitet Klaas ab von einem Internet-Trend: Clipping. Nutzer schneiden dabei kurze Ausschnitte aus fremden Videos oder Livestreams. Sie veröffentlichen die Clips dann auf Tiktok oder Instagram und schneiden Werbung in die Inhalte rein. Es gibt sogar extra Online-Marktplätze, die Aufträge vermitteln: Unternehmen zahlen Geld, damit die sogenannten „Clipper“ ihre Logos in die Clips einbauen.
Das Konzept ist umstritten, weil die „Clipper“ häufig gegen das Urheberrecht verstoßen. Klaas denkt es um. „Ich möchte dieses Prinzip auf seriöse Marken übertragen“, sagt er. „Nutzer sollen dadurch ein echtes Nebeneinkommen aufbauen können.“ Seine User sollen Werbung jedoch in ihre eigenen, selbst produzierten Inhalte einfügen. Geld will Klaas verdienen mit einer Gebühr, die Werbetreibende zahlen.
Mit seiner App will er auch Menschen motivieren, online zu posten. „Ich glaube, viele Menschen trauen sich nicht, ihre Meinungen, Gedanken oder Erfahrungen öffentlich zu teilen. Dabei findet inzwischen ein großer Teil unseres Lebens im Internet statt”, sagt er. “Vielleicht kann diese Plattform Menschen motivieren, selbst Content zu erstellen und die Social-Media-Landschaft vielfältiger zu machen.”
Skills fürs Skalieren
„KI erklärt einem fast alles, was man wissen muss”, sagt Klaas. Das eigentliche Problem beginne erst danach. “Ein Produkt zu bauen, bedeutet noch lange nicht, ein Unternehmen aufgebaut zu haben. Ein Unternehmen entsteht erst, wenn es Kunden gewinnt, Geld verdient und wächst.” Um zu lernen, wie er das erreicht, “habe ich mich hier beworben”.
Für seine App klärt Klaas in der ersten Woche die rechtlichen Grundlagen. Er erstellt die Datenschutzerklärung, AGB und Hinweise zur Datenlöschung. Parallel baut er die Website auf. Danach stellt Klaas die Anträge für die Schnittstellen von Tiktok und Meta. Darüber will er die Aufrufzahlen der Videos automatisch erfassen. Auf dieser Grundlage erfolgt später die Vergütung der Creator.
Außerdem entwickelt Klaas einen Prüfmechanismus. Ein Large Language Model kontrolliert, ob eingereichte Videos den Richtlinien der jeweiligen Marken entsprechen – und ob die Beiträge korrekt als Werbung gekennzeichnet sind. Außerdem bindet der 23-Jährige einen Zahlungsdienstleister ein.
Jetzt wartet Klaas auf die Freigabe der Schnittstellen. Danach will er die Plattform testen. Den Anfang macht eine Kampagne für sein eigenes Flugportal. Läuft alles wie geplant, soll der Marktstart kurz darauf folgen. Dann beginnt die nächste Aufgabe. Klaas muss Marken gewinnen. Und er braucht Creator, die Inhalte für die Kampagnen produzieren.
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Klaas‘ Top-Learning nach einer Woche
Klaas‘ wichtigstes Learning: „Gerade im Geschäftsleben spricht man oft mit erfahrenen Geschäftsführern oder Unternehmern. Als junger Gründer muss man sich trotzdem zutrauen, auf Augenhöhe aufzutreten. Das ist wahrscheinlich mein größtes Learning aus dieser Woche.”
Das erste Fazit: “Es macht einfach Spaß. Eigentlich kann man den ganzen Tag mit der KI arbeiten und das Produkt weiter verbessern. Irgendwann erreicht man nur das Token-Limit – dann geht man eben schlafen.“
Ziel für die zweite Woche: „Ich brauche zwei Dinge: Marken, die Kampagnen einstellen, und Creator, die Content produzieren. Mein erster Schritt wird sein, gezielt Unternehmen anzuschreiben und ihnen vorzuschlagen, die Plattform mit einem überschaubaren Budget zu testen“, sagt er. „Sobald erste Kampagnen online sind und Budgets bereitstehen, werden hoffentlich auch die ersten Creator dazukommen.“
„Gründerszene sucht die Supergründer“ powered by Dash0, DHL, OpenAI & Vercel.
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5 neue Startups: Patronus Protect, Velth, hey mela, Netz & Werke, Tokura
#Brandneu
Die Startup-Welt schläft nie! Zeit, einen Blick auf einige brandneue Unternehmen zu werfen, die man unbedingt auf dem Radar haben sollte. Diese Jungfirmen stellen wir euch heute vor: Patronus Protect, Velth, hey mela, Netz & Werke und Tokura.

Bei deutsche-startups.de ist wieder Startup-Zeit! Wir zeigen euch heute junge Unternehmen, die in den letzten Wochen und Monaten gegründet wurden – und solche, die sich gerade erst aus dem Stealth-Mode herausgewagt haben. Noch mehr spannende Neugründungen warten in unserem Newsletter Startup-Radar auf euch.
Patronus Protect
Patronus Protect aus Regensburg, von Benedikt Veith, Dominik Hommer und Moritz Trautmann angeschoben, arbeitet an einer Sicherheitslösung für den Einsatz von KI-Anwendungen in Unternehmen. Die Software überwacht Interaktionen mit Sprachmodellen, um sensible Daten, Unternehmenswissen und Nutzerinformationen vor ungewollter Weitergabe oder Manipulation zu schützen.
Velth
Bei Velth aus München, von Alihan Sencan, Anshu Raj, Frederik Tress und Bruno Bauer auf die Beine gestellt, handelt es sich um eine KI-Plattform, „die Handwerksbetrieben und mittelständischen Unternehmen hilft, die Gefährdungsbeurteilung nach §5 ArbSchG in dreißig Sekunden vorzubereiten“.
hey mela
Die Firma hey mela aus Hannover, von Stephanie Pfeil-Coenen und Alina Eilers ins Leben gerufen, entwickelt nach eigenen Angaben den „weltweit ersten veganen Schwangerschaftstest“. Das Produkt nutzt Antikörper aus Kieselalgen statt tierischer Bestandteile und soll eine tierleidfreie Alternative zu herkömmlichen Tests bieten.
Netz & Werke
Hinter Netz & Werke aus Bremen steckt eine „Job-Plattform und Agenturverzeichnis für die Kreativbranche“. Das von Alexander Eleftherakis und Hannes Köpnick gegründete Startup bündelt Jobs und Agenturen aus Design, Webentwicklung, Branding und Marketing für den DACH-Raum an einem Ort. „Bei uns finden Agenturen, Freelancer und Talente direkt zusammen. Ohne Umwege“, ist zu lesen.
Tokura
Das Berliner HealthTech Tokura, von Daniel Kreter und David Rizor an den Start gebracht, baut eine Infrastruktur für ambulante Chirurgie auf. Dafür kombiniert das Unternehmen Operationszentren, digitale Prozesse und Software, um die Organisation chirurgischer Eingriffe zu vereinfachen.
Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!
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Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
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