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Airbnb setzt auf KI-Agents für Suche und Booking
Mit KI die beste Unterkunft finden: Airbnb testet derzeit eine neue smarte Search Experience und spricht von einer „AI-native experience“. Auch Buchung, Listings und Support sollen künftig stärker automatisiert werden.
2007 in den USA gegründet, hat Airbnb die Reisebranche mit dem Versprechen von „authentischem Reisen“ grundlegend verändert. Jetzt soll Künstliche Intelligenz die Plattform selbst intelligenter machen und dir dabei helfen, Unterkünfte zu entdecken, zu vergleichen und zu buchen. Der CEO Brian Chesky sprach im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des vierten Quartals von einer „AI-native experience“. Erste Nutzer:innen testen die KI-gestützte Suche derzeit, allerdings ist der Kreis dieser stark begrenzt.
Parallel automatisiert Airbnb zunehmend Abläufe für Hosts und den Kund:innen-Service. Obwohl der KI-Agent aktuell nur in Nordamerika verfügbar ist, übernimmt er laut Angaben von Airbnb, über die TechCrunch berichtet, bereits rund ein Drittel der Support-Anfragen, ohne dass menschliche Mitarbeitende eingreifen müssen.
Airbnb macht die Suche dialogfähig und denkt Reisen als Agent-Erlebnis
In einem Aktionärsbrief auf der eigenen Website beschreibt Airbnb erste Tests mit einer KI-gestützten Suche, die es Gäst:innen ermöglichen soll, ihre Wünsche natürlicher zu formulieren und direkt Fragen zu Unterkunft oder Umgebung zu stellen. Statt dich durch Filter zu klicken, kannst du künftig einfach schreiben, was dir vorschwebt. Du gibst etwa ein, dass du ein ruhiges Apartment am Meer suchst, idealerweise mit Balkon und guter Anbindung an Cafés. Die KI versteht den Kontext, fragt nach Details wie Budget oder Reisezeit und schlägt passende Optionen vor. Aus einer statischen Suche wird so ein Dialog, der sich Schritt für Schritt an deinen Plänen orientiert. Ein konkretes Datum für einen breiteren Roll-out nennt Airbnb bislang nicht.
Langfristig soll die KI nicht nur beim Finden einer Unterkunft helfen, sondern dich durch die gesamte Reise begleiten. Von der ersten Inspiration über die Buchung bis hin zu Empfehlungen vor Ort entwickelt sich die Suche nach der besten Unterkunft für einen Trip zunehmend zu einer agent-basierten Planung, bei der die KI mitdenkt und den gesamten Prozess begleitet. Damit rückt Airbnb in die Agent Era vor, in der KI nicht mehr nur antwortet, sondern Prozesse begleitet.
Der CEO Brian Chesky erhebt den Anspruch, dass Airbnb die erste große E-Commerce-Plattform werden soll, die die KI-Suche wirklich beherrscht. Denn wie gesucht wird, beeinflusst zunehmend, welche Dienste und Plattformen künftig überhaupt genutzt werden. Perspektivisch soll die KI deshalb nicht nur Unterkünfte finden, sondern die gesamte Reiseplanung unterstützen.
Airbnb lässt KI Support-Anfragen beantworten und deine Reise smarter organisieren
Airbnb setzt Künstliche Intelligenz nicht nur bei der Suche ein, sondern zunehmend auch im Hintergrund der Plattform. Ein eigens entwickelter KI-Assistant übernimmt laut Unternehmen in den USA und Kanada bereits rund ein Drittel der Kund:innen-Support-Anfragen automatisch. Langfristig soll die Funktion weltweit ausgerollt werden. Airbnb gibt an, dass der KI-Assistant in Nordamerika bereits rund ein Drittel der Support-Anfragen übernimmt. Perspektivisch soll dieser Anteil weltweit auf über 30 Prozent steigen, wenn der Roll-out auf weitere Regionen und Sprachen ausgeweitet wird.
Für Nutzer:innen dürfte sich das vor allem in schnelleren Antworten und weniger Wartezeiten bemerkbar machen. Parallel arbeitet das Unternehmen daran, KI stärker in das Management von Listings sowie interne Prozesse zu integrieren. Chesky betonte im Earnings Call, dass klassische Chatbots die Plattform nicht einfach ersetzen könnten. Airbnb verfüge über Millionen verifizierter Identitäten, Bewertungen und direkte Interaktionen mit Gastgeber:innen. Statt externe KI-Systeme vorzuschalten, will das Unternehmen KI tief in die eigene Experience einbauen, um Wachstum und Effizienz zugleich zu steigern. Teil dieser Strategie ist auch der Ausbau des KI-Teams. Mit Ahmad Al-Dahle, zuvor bei Meta für generative KI verantwortlich, holte Airbnb einen neuen CTO an Bord. Unter seiner Führung soll eine Plattform entstehen, die Nutzer:innen versteht und sie aktiv und smart bei der Reise unterstützt.
Statt einzelner Features entsteht eine Infrastruktur, die Buchung, Kommunikation und Service enger miteinander verknüpft. KI wird damit zur Schnittstelle zwischen Gäst:innen, Hosts und Angebot und genau dort entscheidet sich zunehmend, wie Reisen künftig geplant, gebucht und organisiert werden. Das Unternehmen gab an, dass inzwischen rund 80 Prozent der eigenen Ingenieur:innen KI-Tools im Arbeitsalltag nutzen und der Anteil perspektivisch auf nahezu 100 Prozent steigen soll.
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Kino per Knopfdruck: Seedance 2.0 lässt Hollywood durchdrehen
Das AI Tool Seedance 2.0 generiert in Kürze aus Prompts und Input filmreife Szenen – auch mit bekannten Figuren. Disney wirft TikTok-Mutter ByteDance Content-Diebstahl vor. Jetzt reagiert der Konzern.
Wenn es für die Produktion von Filmszenen in erstaunlicher Bildqualität nur noch wenige Prompts und etwas Input braucht, haben Hollywood und Filmemacher:innen ein Problem. KI-Video-Tools wie OpenAIs Sora, Runway 4 und Googles Veo 3.1 erlauben es Usern bereits, in kurzer Zeit aus Prompts und Bild- oder Videobeispielen ganze Videosequenzen zu kreieren. Jetzt sorgt das Tool Seedance 2.0 von TikTok-Mutter ByteDance für Furore. Im Handumdrehen können User damit KI-Szenen erstellen und laut ByteDance auf die „umfassendsten multimodalen Referenz- und Editing-Optionen der Branche“ zugreifen. Allerdings sind diese sogar so umfassend, dass Nutzer:innen bekannte und eigentlich geschützte Charaktere wie Spider-Man, Darth Vader und Co. in ihre AI-Videos integrieren konnten. Daher schickte Disney eine Unterlassungsaufforderung und warf ByteDance Produktpiraterie vor, als seien die geschützten Charaktere „frei verfügbare Clip Art“. ByteDance reagiert.
Seedance 2.0 verzückt Creator und bringt bekannte Figuren ins Spiel
In den sozialen Medien kursieren derzeit diverse Kurzvideos, die mithilfe von Seedance 2.0 erstellt wurden. Das AI Tool von ByteDance ist erst seit einigen Tagen für die Öffentlichkeit verfügbar, hat aber schon für viel Wirbel gesorgt. Zum einen zeigen sich viele User erstaunt über die Fähigkeiten. User können mit Text-, Bild-, Audio- und Video-Input AI-Videos kreieren. ByteDance verspricht eine „ultrarealistische immersive Erfahrung“. Dabei können User auch Einstellungen zu Licht und Schatten, Kamerabewegungen und Co. verwalten.
Zum anderen zeigt sich die Branche aber ebenso überrascht, weil die Seedance 2.0-Videos vielfach bekannte und geschützte Charaktere hervorbringen können – oft sogar einfach per Prompt. Einige Beispiele, die User auf Threads teilen, offenbaren das.
Deshalb schlägt Disney Alarm. Der Medienkonzern hat nach Angaben von Axios schwere Vorwürfe gegen ByteDance erhoben. Demnach soll der chinesische Tech-Konzern das Tool mithilfe der geschützten Content-Bibliothek Disneys trainiert haben. Eine Unterlassungserklärung hat Disney ByteDance ebenfalls geschickt – wie vor Kurzem auch Google. OpenAI wiederum darf beim KI-Video-Tool Sora auf Disneys Figuren zugreifen, da ein Deal zwischen Disney und OpenAI für lizenzierte AI-Inhalte mit Mickey Mouse, Elsa und Co. sorgt.
Mickey, Elsa und Co. bei Sora:
Disneys OpenAI Deal verhandelt Kreativität und Rechte neu

ByteDance sicher Disney und Co. Schutz der Charaktere zu
ByteDance aber darf nicht auf diese und andere Figuren zurückgreifen und den Usern deren Ebenbilder zur Verfügung stellen, wenn sie bei Seedance 2.0 prompten. Daher reagiert der Konzern jetzt mit neuen Schutzmechanismen. Gegenüber CNBC erklärte ein Mitglied des Presse-Teams:
ByteDance respects intellectual property rights and we have heard the concerns regarding Seedance 2.0. We are taking steps to strengthen current safeguards as we work to prevent the unauthorized use of intellectual property and likeness by users.
Nicht nur vonseiten Disneys hatte ByteDance Kritik und Vorwürfe erhalten. Auch Netflix, Sony, Universal und Co. haben dem Konzern Copyright-Verstöße vorgeworfen und eine sofortige Einstellung gefordert. Wie schon bei anderen Tools entbrennt mit Seedance 2.0 erneut die Diskussion um den Schutz von Inhalten im Rahmen der KI-Content-Produktion. Zwar beteuert ByteDance, nun auf die Nutzung geschützter Figuren und Inhalte verzichten zu wollen. Für das Training sind diese offensichtlich aber miteinbezogen worden. Diese problematische Herangehensweise haben andere Big Player wie Google, OpenAI und Character AI ebenfalls zur Schau gestellt und sie untermauert ein Problem für die Kreativbranche.
Derweil könnte sich Seedance 2.0 zu einer relevanten Konkurrenz für Veo 3.1, Sora und Co. entwickeln, auch ohne die Möglichkeit, Darth Vader und Co. kämpfen zu lassen. Auf der ByteDance-Plattform TikTok tummeln sich zumindest schon jetzt zahlreiche Videos, die mit dem Tool erstellt wurden und noch immer mit bekannten Charakteren daherkommen.
„ChatGPT-Moment für Videos“:
OpenAI launcht Sora 2 und KI-only Social App

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