Künstliche Intelligenz
Bildstabilisatoren in Kameras: Wie die Technik die Fotografie verbessert
Fotografieren aus der Hand war noch nie so einfach und komfortabel wie heute. Das verdanken wir den ausgeklügelten Bildstabilisator-Systemen in vielen aktuellen spiegellosen Kameramodellen und zahlreichen Objektiven. Verschlusszeiten, bei denen Aufnahmen einst gnadenlos verwackelt gewesen wären, ergeben heute gestochen scharfe Bilder. Nachts auf Safari in Sambia zum Beispiel: eine Eule mit 250 Millimetern Brennweite und 1/50 Sekunde? Kein Problem – das Bild ist scharf. Eine schlafende Leopardin bei 1/80 Sekunde? Dito. Verwackeln hat seinen Schrecken weitgehend verloren.
Die Grenzen dessen, was aus der Hand machbar ist – sofern die Motive stillhalten –, verschieben sich immer weiter. Das gilt für Tele- und Superteleobjektive noch mehr als für kurze Brennweiten. Frühere unstabilisierte Varianten verlangten nach solider Kamerahaltung und kurzen Verschlusszeiten. Wenn Sie es selbst ausprobieren möchten, schalten Sie einfach bei 500 oder 600 Millimetern Brennweite einmal jegliche Stabilisierung ab.
Der „Anti-Wackel“-Mechanismus ist keine neue Erfindung. Vor rund 30 Jahren kamen die ersten stabilisierten Objektive auf den Markt, seit etwa 20 Jahren gibt es Bildstabilisatoren in Kameras. Aber erst die spiegellosen Systemkameras haben durch die kombinierte Objektiv- und Sensorstabilisierung das ganze Potenzial der Technik erschlossen und zugleich die Weiterentwicklung massiv beschleunigt.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bildstabilisatoren in Kameras: Wie die Technik die Fotografie verbessert“.
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3D-Drucker Elegoo Centauri Carbon 2 im Test: farbig, günstig, gut
Der Vorgänger ist unser Preis-Leistungs-Sieger, das neue Modell soll alles besser machen und farbig drucken. Ganz so einfach ist es aber offensichtlich nicht.
Vor gut einem Jahr hat Elegoo uns mit dem Centauri Carbon positiv überrascht. Ein kompakter, durchdachter 3D-Drucker in einem hochwertigen Gehäuse mit hervorragenden Druckeigenschaften zu einem günstigen Preis? Kein Wunder, dass er seitdem in unserer Top 10: Der beste 3D-Drucker mit Filament auf dem Siegertreppchen steht und den Preis-Leistungs-Sieg für sich beansprucht.
Ein kleiner Wermutstropfen: Der Hersteller hat ursprünglich ein Materialwechselsystem für den Mehrfarbdruck angekündigt, aber nie auf den Markt gebracht. Käufer des ersten Modells haben als Entschädigung einen Gutschein für den Kauf des frisch vorgestellten Centauri Carbon 2 erhalten, der das Wechselsystem namens Canvas gleich mitbringt. Aber der Reihe nach.
Design
Der Centauri Carbon 2 ist eindeutig als Nachfolger des Carbon 1 zu erkennen. Gehäuse-Design und der grundlegende Aufbau kommen uns sehr bekannt vor. Allerdings ist der Carbon 2 deutlich höher, was Käufer, die das Gerät ins Regal stellen wollen, berücksichtigen müssen. Grund dafür ist die Position des Materialwechselsystems namens Canvas oben auf dem eigentlichen Drucker sowie die Führung der PTFE-Schläuche, die das Filament zum Druckkopf bringen. Ähnlich wie beim Snapmaker U1 sitzen auch beim mehrfarbigen Elegoo-Drucker die Spulen seitlich am Gehäuse, statt in einem zusätzlichen Gerät wie dem AMS bei Bambu untergebracht zu sein.
Die große Haube aus durchsichtigem Kunststoff misst 25 cm in der Höhe. Immerhin: Dank dieser Haube erreicht der Bauraum auch höhere Temperaturen, wie sie für das Drucken von ASA oder ABS nötig sind – und sie ist im Lieferumfang enthalten. Snapmaker will solch eine Haube erst gegen Ende des Jahres für ein paar hundert Euro als Zubehör für seinen U1 anbieten.
Der Drucker ist ein Core-XY-Aufbau: Das Druckbett fährt auf der z-Achse, der Druckkopf bewegt sich innerhalb des Bauraums auf der x- und auf der y-Achse. Der Bauraum misst die üblichen 25,6 × 25,6 × 25,6 cm.
Aufbau
Im Inneren des stabilen Kartons befindet sich der gut in Schaumstoff eingepackte Drucker. Beim Öffnen springen einem zunächst die gedruckten Anleitungen in die Augen, die in englischer Sprache beim Aufbau und bei den ersten Schritten helfen. Zum Herausheben des Druckers aus dem Karton bietet sich eine zweite Person zur Hilfe an, im Notfall geht es aber auch allein.
Der eigentliche Drucker ist vormontiert. Das Gehäuse ist aus Blech gefertigt, die Fronttür besteht aus echtem Glas. Eine Scheibe oben wie beim Vorgänger gibt es hier nicht mehr, stattdessen den besagten Kunststoffdeckel. Der Drucker ist gut gegen Kratzer und Beschädigungen geschützt. Nach dem Auspacken aus der Plastikfolie entfernt man diverse Klebestreifen, die die Tür geschlossen halten, die Kabel schützen und so weiter. Die Klebestreifen lassen sich grundsätzlich gut entfernen, hinterlassen vereinzelt leichte Klebespuren, die sich gut entfernen lassen. Sämtliche Anbauteile hat der Hersteller gut und sinnvoll im Inneren des Bauraums untergebracht. Diese entnimmt man zunächst nach oben. Dann kann man den Kunststoffdeckel durch die Tür nach vorn aus dem Drucker ziehen.
Elegoo Centauri Carbon 2: Aufbau & Einrichtung
Weiter geht es mit dem Entfernen der Transportsicherungen. Es wird verständlich erklärt, wo die Schrauben sitzen; das nötige Werkzeug ist im Lieferumfang enthalten. Danach montieren wir die ersten Anbauteile, allen voran den Filamentauswurf und das Display. Sollte man den Stecker jemals wieder entfernen wollen, muss man aufpassen, dass die Plastiknasen nicht abbrechen – also am besten das Display daran lassen.
Etwas fummeliger ist die Montage des Materialwechselsystems. Man muss für jeden Filamentrollenhalter eine Adapterplatte am Gehäuse anschrauben, auf die die Spulenhalter gesteckt werden. Dann muss man den eigentlichen Materialwechsler und alle Teile zusammensetzen.
Im Vergleich zu anderen Druckern benötigen wir hier deutlich länger bei der Montage, doch ob es nun ein oder zwei Stunden sind, ist auf die Dauer nicht relevant. Insgesamt sind die Spulenhaltesysteme nicht unser Favorit. Zum einen passen hier nicht alle Spulen, weswegen sich in unserem Vorrat inzwischen eine große Menge an gedruckten Adaptern gesammelt hat, damit auch Spulen von anderen Herstellern aufgesteckt werden können. Zum anderen berichten andere Tester von abgebrochenen Spulenhaltern – uns ist das nicht passiert, aber wir können nachvollziehen, wie schnell das passiert.
Inbetriebnahme
Nach dem Aufbau des Druckers erfolgt die Inbetriebnahme. Wie bei aktuellen 3D-Druckern üblich, läuft der Prozess komfortabel über das Menü ab. Schaltet man den Centauri Carbon 2 zum ersten Mal ein, öffnet sich ein Assistent, der durch die weiteren Schritte führt. Zunächst verbindet man den Drucker mit dem WLAN, wählt die Sprache und bestätigt, dass man die Transportsicherungen gelöst hat. Der Assistent spricht Deutsch – und das sehr ordentlich. Schritt für Schritt geht es an das automatische Leveln des Druckbetts, die Kalibrierung und den Selbsttest.
Ist das abgeschlossen, laden wir vier Filamentspulen in das Gerät. Spulen von Elegoo kann man direkt aufstecken, für Spulen von anderen Herstellern wie Sunlu oder Geeetech mussten wir uns Adapter drucken. Wer Elegoo-Spulen kauft (und aktuelle ausgeliefert bekommt), kann den NFC-Aufkleber der Spule vor dem Laden des Filaments einlesen. Dafür hat das Materialwechselsystem eine Scanner-Fläche. Spulen anderer Hersteller mit NFC-Chip – wir hatten Snapmaker und Bambu zur Auswahl – erkennt das System nicht. Man kann aber trotzdem jedes Filament verwenden, muss Kunststoffart, Hersteller und Farbe dann von Hand auswählen.
Wir installieren Handy-App und Slicer-Software. Beim Slicer handelt es sich um einen von Elegoo angepassten Orcaslicer. Eigentlich ist es der Orcaslicer, nur mit anderem Logo. Schade, uns wäre eine Integration der Elegoo-Erweiterungen in die Original-Software lieber, denn so würde es häufiger Software-Updates geben – zumindest die aktuelle Version 1.3.2.9 ist schon zwei Monate alt, während der Orcaslicer selbst kürzlich sein letztes Update erhalten hat.
Wir drucken zunächst ein im internen Speicher des Centauri abgelegtes Modell, dann testen wir intensiv und über Wochen den Mehrfarbdruck sowie diverse STL-Dateien mit unterschiedlicher Gemeinheit und unterschiedlichen Materialien.
Filament & Materialien
Schon der Blick ins Datenblatt zeigt, dass der Carbon 2 ein Alleskönner ist – zumindest, was die Auswahl der unterstützten Filamente und Kunststoffe angeht. Eine Druckdüsentemperatur von bis zu 350 Grad und eine Druckbetttemperatur von bis zu 110 Grad: Da geht quasi alles, was man an Kunststoffen auf Rollen kaufen kann. Dazu kommt das komplett geschlossene Gehäuse samt Abluftfunktion.
Im Gegensatz zum Carbon 1 muss man den Deckel beim Druck von PLA & Co. nicht offen lassen; wird es im Bauraum zu warm, führt ein Lüfter die warme Luft ab – sehr komfortabel. Dass dieser Lüfter mal sehr laut sein kann, merkt man nur gelegentlich; etwa wenn ein ABS-Druck fertig ist und der Elegoo zum Abschluss für eine Minute den Lüfter voll aufdreht.
Wir haben vor allem PLA gedruckt, testweise auch ABS und TPU. In allen Fällen hat der Centauri Carbon 2 ein gutes Bild abgeliefert. Bei ABS hatten wir Haftungsprobleme, was nicht unüblich ist. Kleber auf dem Druckbett allein hat zur Unterstützung nicht gereicht. Es handelt sich hierbei um einen sehr schnellen Drucker, dessen Bewegungen für Schwingungen sorgen: Erst mit zusätzlichem Brim (einem Rand um das zu druckende Objekt) wollte unser Benchy aus ABS bei voller Geschwindigkeit haften.
Etwas nervig: Wenn das Filament im PTFE-Schlauch zwischen dem Canvas genannten Materialwechsler und dem Druckkopf bricht, hat man eigentlich keine Chance mehr, den Druck erfolgreich zu Ende zu führen. Man kann den PTFE-Schlauch nicht einfach nach oben abziehen und es gibt keine Option in der Software des Druckers, das gerade eingelegte Filament zu extrudieren. Man muss den Filament-Hub, der die vier PTFE-Schläuche der Filamente zum Extruder des Druckers verbindet, abschrauben, um die Filament-Reste entnehmen zu können. Die Schrauben sitzen aber hinten, sodass man nicht drankommt, wenn der Druckkopf in seiner Ausgangsposition geparkt wird.
Das Druckbett ist eine Federstahlplatte mit PEI-Beschichtung, auf der einen Seite ist die Beschichtung strukturiert, auf der anderen Seite glatt. Das ist der Stand der Technik.
Druckbild & Geschwindigkeit
Die ersten Ausdrucke aus dem Speicher des Geräts gelingen auf Anhieb und sehen hervorragend aus. Auch die von uns manuell gesliceten Testmodelle überzeugen letztlich. Figuren wie die Spider-Man-Büste sehen ausgezeichnet aus, und auch die Präzision stimmt. Bei unserem Print-in-Place-Test, bei dem wir drei Schiebepuzzle mit größer werdendem Spalt zwischen den beweglichen Teilen drucken, bekommen wir mit wenig Nacharbeit selbst die feinste Version freigängig.
Elegoo Centauri Carbon 2: Druckergebnisse
In der Praxis stolpern wir vereinzelt über nicht ganz perfekte Abstimmungen in der Software. Manche Farben „bluten“ in andere Farben aus, da offensichtlich nicht genug gespült wird. Wer solche Probleme entdeckt, kann sie einfach über Einstellungen in der Slicer-Software lösen – vorausgesetzt, man ist bereit, sich in die Thematik einzuarbeiten.
Insgesamt sind wir mit den Druckergebnissen sehr zufrieden. Dass beim mehrfarbigen Druck teilweise sehr viel Filament für den Spülvorgang aufgewendet wird, ist bei den Materialwechselsystemen prinzipbedingt.
Mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von bis zu 500 mm/s läuft der Centauri Carbon auf dem gleichen Niveau wie andere aktuelle Drucker mit Core-XY-Aufbau. Etwas merkwürdig fanden wir, dass die KI-Erkennung der Kamera bei Fehlern zunächst nicht eingeschritten hat. Tief in den Einstellungen fanden wir den Grund dafür: Die Spaghetti-Erkennung ist standardmäßig abgeschaltet.
Preis
Der Elegoo Centauri Carbon 2 kostet derzeit mindestens 419 Euro.
Fazit
Der Elegoo Centauri Carbon 2 überzeugt in der Praxis. Im Vergleich zu anderen Druckern wie dem Bambu P1S gefällt uns die außen liegende Montage der Filamentrollen aber nicht sonderlich, außerdem ist das Einlesen der Filament-NFC-Tags ein zusätzlicher Schritt.
Schlussendlich bekommt man hier aber ein leistungsfähiges Gerät mit guter Ausstattung zum mehr als fairen Preis. Vor allem, wenn man mit den hohen Temperaturen von Hot-End und Druckbett etwas anzufangen weiß, ist man hier gut aufgehoben – oder wenn man keinen Bambu-Lab-Drucker möchte, aber einen geschlossenen Core-XY in Standard-Größe mit Materialwechselsystem. In dieser Kategorie gehört der Elegoo zu den günstigsten Geräten – und überzeugt in der Praxis.
Absolute Anfänger, die gerne auch mal etwas farbig drucken wollen, fühlen sich bei einem Bambu-Drucker vermutlich wohler. Der ist zwar ein Stück teurer, aber dafür besser abgestimmt und damit einfacher in der Bedienung.
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Neue Diskussion um Preis des Deutschlandtickets durch EVG-Chef
Entlastung für die Bürger mit Rabatten bei der Bahn? Das kann sich in der aktuellen Debatte über hohe Spritpreise zumindest der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bahn gut vorstellen. „Anstatt sich von den Öl-Konzernen an der Nase herumführen zu lassen, muss die Politik neben einer Übergewinnsteuer das Staatsunternehmen Deutsche Bahn nutzen“, sagte Martin Burkert der „Bild am Sonntag“. „Ein befristeter Rabatt von 30 Prozent auf das Deutschlandticket und Preissenkungen im Fernverkehr von bis zu 50 Prozent wären eine schnelle und wirksame Entlastung.“
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Kommt neue Debatte über Finanzierung des Deutschlandtickets?
Das Deutschlandticket kostet derzeit 63 Euro im Monat, mit einem Rabatt von 30 Prozent würden die etwa 14 Millionen Ticketinhaber also monatlich fast 20 Euro sparen. Das Deutschlandticket wird von Bund und Ländern sowie mit den Einnahmen aus dem Verkauf finanziert. Sollten sich Bund und Länder entscheiden, einen Rabatt zu gewähren, dürfte erneut eine Debatte über die Finanzierung des Tickets entstehen. Zuletzt waren weder der Bund noch die Länder bereit, mehr Geld für das Ticket bereitzustellen – dadurch ist der Preis des Tickets seit seiner Einführung im Mai 2023 schrittweise um 14 Euro gestiegen. Bund und Länder geben pro Jahr jeweils 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket.
DB Fernverkehr steuert auf Sanierungsprogramm zu
Die Tickets im Fernverkehr der Bahn kosten je nach Buchungszeitpunkt und Verbindung sehr unterschiedlich, die genaue Ersparnis wäre bei einem Rabatt von 50 Prozent ebenfalls stark verschieden. Günstigere Tickets dürften aber die Nachfrage nach Bahnfahrten deutlich ankurbeln. Offen wäre, wie ein solcher Fernverkehrs-Rabatt finanziert werden könnte. Die Bahn selbst dürfte abwinken: Der Konzern verzeichnete 2025 einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro – rund 0,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.
Die Fernverkehrssparte verzeichnete zwar einen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 45 Millionen Euro, blieb damit aber hinter den Erwartungen zurück. Bahnchefin Evelyn Palla stellte für den Fernverkehr ein Sanierungsprogramm in Aussicht.
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(nie)
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Anthropic wirft OpenClaw aus seinen Claude-Abos
Anthropic schiebt OpenClaw den Riegel vor – zumindest bei Kunden seiner Abomodelle für die KI-Modellfamilie Claude. Der Zugang für Tools von Drittanbietern ist ab jetzt gesperrt, teilt der KI-Hersteller mit.
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OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger, der das Tool ursprünglich als Bastelprojekt startete und mittlerweile bei OpenAI angestellt ist, versuchte noch höchstpersönlich, die Verantwortlichen bei Anthropic umzustimmen. „Ihnen Vernunft beizubringen“, wie er es beschreibt. Doch der gemeinsame Versuch mit OpenClaw-Kollege Dave Morin blieb erfolglos.
Zusatzpakete buchbar
Eine Chance, dass der OpenClaw-Spaß für Claude-Abonnenten weitergeht, gibt es aber noch: Sie können sich zu ihrem regulären Abo noch Zusatzpakete buchen, die dann auch für Drittanbieter-Tools wie OpenClaw nutzbar sind, teilt Anthropic mit. Wer Claude über die API nutzt, ist nicht betroffen und kann OpenClaw auch weiter mit diesem Claude-Zugang betreiben.
OpenClaw mit einem Claude-Abo zu nutzen, war eigentlich von Anfang an nicht vorgesehen. Bei der Konfiguration von OpenClaw gab es allerdings einen Weg, seine Tokens aus dem Claude-Abo dennoch für den KI-Assistenten zu nutzen. Dass die Abos nicht für Drittanbieter-Tools ausgelegt seien, betonte auch Claude-Code-Chef Boris Cherny nochmal und sprach von einer stark angestiegenen Claude-Nachfrage. Kapazitäten müssten mit Bedacht gesteuert werden, dabei hätten API-Kunden Priorität.
OpenClaws Tokenverbauch kann enorm werden
Der massive Token-Verbauch war schon im Heise-Videomagazin c’t 3003 zu beobachten. Im Januar war OpenClaw hier im ausführlichen Test – betrieben mit einer Claude-API. Nach einem Tag OpenClaw-Nutzung mit dem KI-Modell Claude Opus waren bereits 109,55 US-Dollar an KI-Tokens verbraten – sie sind die kleinste sprachliche Einheit, die KI-Modelle benötigen, um Text zu verarbeiten und die gängige Möglichkeit, monetarische Kosten für KI-Nutzung zu messen.
Zum Vergleich: Für einen Software-Entwickler in einem Team, das professionell Claude Code nutzt, fallen durchschnittlich 6 Dollar pro Tag an, rechnet Anthropic vor. Dabei ist vorausgesetzt, dass 90 Prozent der Teammitglieder mit ihren Tageskosten jeweils unter 12 Dollar bleiben.
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Die jetzige Änderung dürfte vor allem private Nutzer treffen, die ihren Eigenbedarf mit einem Claude-Abo decken. Wenn jetzt die Last dieser privaten OpenClaw-Enthusiasten von Anthropics Servern fällt, dürften vor allem Claude-API-Kunden, die meist im professionellen Bereich unterwegs sind, davon profitieren. In anderen Regionen scheidet der Einsatz von Tools wie OpenClaw gleich ganz aus: So sprachen chinesische Behörden zuletzt Verbote für KI-Agenten auf Bürocomputern aus, da sie Sicherheitsrisiken durch autonomen Datenzugriff fürchten.
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