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Desolate FCC-Vorgabe: „Freedom Router“ für US-Verbraucher


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Wie jüngst von der Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) beschlossen wurde, dürfen in den USA neue Router für den Verbrauchermarkt nur noch verkauft werden, wenn sie komplett lokal entwickelt und gefertigt wurden. Die Crux: Es gibt weder Produzenten noch Geräte, die diese Vorgaben erfüllen.

Bereits genehmigte Routermodelle dürfen zwar weiterhin verkauft und vorhandene Exemplare weiter genutzt werden. Sie bekommen aber nur noch bis zum 1. März 2027 Sicherheitsupdates. Als Grund für das umfassende Verbot erklärte die FCC, die ausländischen Verbraucher-Router stellten ein „inakzeptables Risiko für die nationale Sicherheit“ dar.

Dass die Made-in-USA-Vorgaben der FCC unrealistisch sind, zeigt sich schon beim Blick in hiesige Router für Konsumenten. So lässt etwa die Deutsche Telekom ihren Speedport-7-Router von Arcadyan mit Mediatek-Funkchips herstellen, die zugehörigen Repeater namens „WLAN-Verstärker“ mit Qualcomm-WLAN-Bausteinen dagegen bei WNC. Beide Firmen sind in Taiwan beheimatet, betreiben aber nicht nur Fabriken, sondern auch Entwicklungsbüros in China und anderen asiatischen Ländern.



Die Funkchips im Speedport-7-Router der Telekom stammen von Mediatek, gebaut wird der Router von Arcadyan, beide Firmen sind in Taiwan beheimatet, haben aber auch Fabs in China und anderen asiatischen Ländern.

(Bild: Bild: Deutsche Telekom)

In manch asiatischem Routermodell steckt eine mit heißer Nadel aus Open-Source-Quellen zusammengestrickte Firmware. Dass der Hersteller eine Backdoor in die Firmware einpflanzt, ist zwar nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich. Denn dann benötigt die Software womöglich mehr Platz, als der ursprünglich vorgesehene billige Flash-Baustein bietet, vielleicht auch mehr RAM; beides treibt die Kosten und ist gerade angesichts der gestiegenen Speicherpreise unrealistisch.

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Dabei braucht es meist gar keine Backdoor, es genügen die fast im Monatsrhythmus aufpoppenden Lücken, um das Internet mit einem per Botnet ausgelösten Distributed-Denial-of-Service weltweit empfindlich zu stören. Wenn die vorhandenen Router keine Sicherheitsupdates mehr bekommen, stehen die Scheunentore für Schädlinge weit offen. Außerdem: Welche Geheimnisse fänden sich in einem privaten Router, abgesehen von mehr oder weniger nützlichen Metadaten? Der hindurchgehende interessante Verkehr läuft schließlich, schwer knackbar, TLS-geschützt. Deshalb wäre es effizienter, dessen Quelle oder Senke – also den Server beziehungsweise das Endgerät – zu kompromittieren.

Es bleibt das Risiko, dass der private Router als Sprungbrett ins interne Netz dient. Doch auch da ist es effizienter, die Betriebssystem-Monokulturen und Apps zu unterwandern und das Login gleich mit aufzuschnappen.

Hinzu kommt: Die „Freedom-Router“ werden unweigerlich ausnutzbare Bugs haben, denn Programmierer sind Menschen und Menschen machen Fehler. Die Lücken werden womöglich sogar zahlreicher, wenn man die Firmware der KI überantwortet, weil es daheim zu wenig kompetente Entwickler gibt, um wenigstens die KI-Ergebnisse zu prüfen. Wie sich der Graben zwischen Hier-gebaut-Anspruch und Kompetenz-weit-weg überbrücken lässt, verrät die Regulierungsbehörde nicht.

Unternehmen können zwar Ausnahmegenehmigungen für ihre Router beantragen, müssen dabei aber umfassend über Lieferketten und Interna informieren, etwa zu Firmenstruktur, Partnern und Joint Ventures, Eigentümern sowie Management. Sie müssen für jedes einzelne Modell alle Bestandteile des Routers samt Herkunftsland deklarieren, wo es entwickelt, gefertigt und zusammengebaut wird, woher Firmware und Software kommen und vor allem eine Rechtfertigung, warum das Gerät nicht in den USA produziert wird.

Zusätzlich muss jeder Ausnahmebewerber einen „detaillierten, zeitlich verpflichtenden Plan zur Etablierung oder Erweiterung der Produktion in den USA“ für das jeweilige Modell vorlegen, samt bereits ausgegebener und geplanter Investitionssummen, Geldquellen und exakter Zeitreihen sowie Meilensteine. Genehmigungen werden aber nur befristet erteilt.

Abgesehen von der Preisgabe wettbewerbsrelevanter Informationen bleibt fraglich, ob sich dieser Aufwand bei Routern für den Verbrauchermarkt, die in der Regel geringe Margen abwerfen, für die Anbieter überhaupt rechnet.


(uk)



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Wenn KI-Agenten Ihr Geld ausgeben: So soll Agentic Commerce funktionieren


Ein kurzer Zuruf an den Sprachassistenten und wenige Sekunden später ist der Einkauf erledigt: Der KI-Agent vergleicht Preise, wählt einen Anbieter, bezahlt und organisiert die Lieferung. Was nach Komfort klingt, verlagert Entscheidungen und Vertrauen in technische Systeme, die im Hintergrund miteinander verhandeln.

  • Autonome KI-Agenten sollen künftig die Produktsuche, Auswahl und Bezahlung im Onlinehandel übernehmen.
  • Damit das reibungslos klappt, stehen verschiedene technische Ansätze, Kommunikationsstandards und Zahlungsinfrastrukturen zur Wahl.
  • Wir geben einen Überblick über die Systeme und zeigen offene Fragen und Risiken auf. Wo lauern Manipulationsmöglichkeiten und wie schützt man sich davor?

Damit KI-Agenten nicht nur Empfehlungen aussprechen, sondern tatsächlich autonom einkaufen können, müssen sie die Sprachbarriere zwischen menschlicher Absicht und technischer Shoplogik überwinden. Dabei gibt es in diesem Umfeld einige etablierte Standards und ein paar, die noch in der Diskussion stehen.

Doch wie funktionieren Produktauswahl und Payment beim Agentic Commerce eigentlich und wem kann und darf man diese Entscheidungen im Alltag überlassen? Wir erklären, welche technischen Ansätze und Standards hinter Agentic Commerce stehen und wo sie heute noch scheitern. Denn entscheidend ist nicht nur, wie Agenten kaufen – sondern nach welchen Regeln sie handeln und ob ihre Entscheidungen dem Händler oder dem Käufer nutzen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wenn KI-Agenten Ihr Geld ausgeben: So soll Agentic Commerce funktionieren“.
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SpaceX bereitet den Erstflug des Starship V3 vor


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das Raumschiff für Flüge zum Mond und zum Mars: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX will in dieser Woche erstmals seine Schwerlastrakete Starship V3 starten. Die neue Version ist größer und leistungsfähiger als der Vorgänger.

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Das Starship V3 soll am Mittwoch, dem 20. Mai, vom SpaceX-Gelände Starbase im US-Bundesstaat Texas aus abheben. Das Startfenster öffnet sich laut SpaceX um 18:30 Uhr Ortszeit – das ist 0:30 Uhr am 21. Mai unserer Zeit. Das Startfenster beträgt etwa anderthalb Stunden.

Das Starship war ohnehin schon die größte je gebaute Rakete. Die Version ist mit 124 Metern Höhe noch einmal um 1 Meter größer als V2. Daneben hat SpaceX für beide Stufen den Antrieb überarbeitet, sodass das Starship V3 auch leistungsfähiger ist.

Für die Oberstufe sei das Antriebssystem von Grund auf neu entwickelt worden, teilte SpaceX mit. Dazu gehörten ein größerer Tank, eine neue Verkabelung, durch die Teile der Triebwerksverkleidung wegfallen konnten, sowie ein besseres Lageregelungssystem.

Zudem kann das Starship V3 im Weltraum betankt werden. Diese Möglichkeit ist wichtig für die bevorstehenden Mondmissionen der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA).

SpaceX hat das Design der Erststufe Super Heavy geändert: Statt vier hat sie nur noch drei Gitterflossen. Diese sind dafür um die Hälfte größer und stabiler. Die Flossen werden für das Auffangen der Erststufe benötigt.

Zudem sind die Flossen tiefer als bisher angebracht. Dadurch sollen sie weniger Hitze ausgesetzt werden, wenn die zweite Raketenstufe zündet, bevor die erste abgetrennt wird. Hot-Staging heißt dieser Vorgang.

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Auch die Leitung, durch die kalter Treibstoff zu den Raptor-Triebwerken der Super-Heavy-Stufe fließt, haben die Ingenieure verändert. Das soll laut SpaceX ermöglichen, alle 33 Triebwerke gleichzeitig zu starten sowie die Drehmanöver schneller und zuverlässiger durchzuführen.

Die Raptor-Triebwerke wurden ebenfalls überarbeitet, sodass sie mehr Schub erzeugen: 2450 Kilonewton statt 2255 Kilonewton. Gleichzeitig sei es gelungen, das Gewicht um eine Tonne pro Triebwerk zu reduzieren.

Für den Erstflug des neuen Starship hat SpaceX eine neue Rampe gebaut, das Pad 2. Das hat unter anderem kürzere Arme, die sogenannten Chopsticks, mit denen die erste Stufe nach dem Abstieg aufgefangen wird. Zudem soll das Betanken auf der neuen Rampe schneller gehen.

Beim Erstflug des Starship V3 wird die Erststufe jedoch nicht eingefangen. Super Heavy soll zwar kontrolliert absteigen, wird dann aber in den Golf von Mexiko stürzen. Das Starship selbst wird bis auf eine suborbitale Bahn aufsteigen und nach etwa 18 Minuten nach dem Start 22 Attrappen von Starlink-2-Satelliten aussetzen.

Anschließend soll das Raumschiff ebenfalls kontrolliert zur Erde absteigen. Wie Super Heavy wird auch das Starship nicht wiederverwendet, sondern im Wasser versinken, in diesem Fall im Indischen Ozean. Die gesamte Mission soll 1 Stunde und 5 Minuten dauern.

Das Starship soll bei künftigen Flügen zum Mond eingesetzt werden. Zudem will SpaceX damit zum Mars fliegen. Im April 2023 hob ein Starship zum ersten Mal ab und explodierte nach wenigen Minuten. Nach diversen Misserfolgen war der elfte Flug im Oktober 2025 der zweite erfolgreiche Flug in Serie. Er war zugleich der letzte des Starship V2.


(wpl)



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Lamtto RC30 im Test: Display rüstet Carplay und Android Auto nach


Das Lamtto RC30 rüstet Carplay und Android Auto in älteren Autos nach – samt Streaming-Apps. Wie das 9-Zoll-Display funktioniert, zeigt der Test.

Wer ein älteres Auto fährt, muss meist auf Android Auto und Apple Carplay verzichten. Ein nachträglicher Einbau moderner Infotainment-Systeme ist oft unverhältnismäßig teuer oder gleich ganz unmöglich. Eine günstige Alternative sind Aufsatz-Displays, die wie ein Navi im Cockpit sitzen.

Das Lamtto RC30 kostet rund 120 Euro und bringt nicht nur Carplay und Android Auto ins Fahrzeug, sondern auch Streaming-Apps wie Netflix und Youtube – bedienbar über eine eigene Oberfläche. Wir zeigen, wie sich der Bildschirm zum Nachrüsten im Alltag schlägt.

Hinweis: Videos am Steuer lenken ab und sind laut § 23 Abs. 1a StVO verboten – es drohen 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Erlaubt ist die Nutzung nur bei manuell ausgeschaltetem Motor, etwa in der Pause auf dem Parkplatz. Ein Motor im Leerlauf oder eine aktive Start-Stopp-Automatik zählen rechtlich nicht als ausgeschaltet. Die Zündung darf aber eingeschaltet sein, damit das Display läuft.

Display & Lieferumfang

Wie bei dieser Geräteklasse üblich, besteht das Gehäuse aus einfachem Kunststoff – hochwertig wirkt das nicht. Auf der Rückseite sitzen die Aussparungen für die Halterung, rechts daneben die Anschlüsse für Strom (USB-C) und ein AUX-Ausgang. Im Lieferumfang liegen ein 12-Volt-Adapter für den Zigarettenanzünder sowie ein AUX-Kabel (Klinke auf Klinke) für die optionale Tonausgabe über das Autoradio. Daneben gibt es noch einen Videoeingang für die Rückfahrkamera sowie einen microSD-Kartenslot, um Medien direkt vom Speicher abzuspielen.

Die Auflösung beträgt 1024 × 600 Pixel und sorgt für ein ausreichend scharfes Bild, auch wenn das unterhalb von Full-HD liegt. Anders als die meisten Displays in unseren Tests setzt der RC30 nicht auf ein extrabreites Format, sondern auf klassische 16:9-Proportionen. Im Vollbildmodus zahlt sich das bei der Navigation aus – die Strecke bleibt gut sichtbar.

Wer den Splitscreen nutzt, um etwa Spotify neben Google Maps anzuzeigen, stößt in der Breite schnell an die Platzgrenzen des Displays. Hinzu kommt: Das 9-Zoll-Display ist vergleichsweise hoch. Vor dem Kauf sollte man die Einbauposition prüfen.

Zur Befestigung liegen zwei Halterungen bei: eine zum festen Aufkleben aufs Armaturenbrett und eine Saugnapfhalterung. Letztere ist schnell montiert, abnehmbar und justierbar – in der Theorie ideal. In der Praxis hielt der Saugnapf auf dem Armaturenbrett aber nicht zuverlässig, besonders bei Hitze löste er sich häufiger – im Zweifel auch während der Fahrt. Das ist schade, denn nur mit der Saugnapfhalterung konnten wir das Display so ausrichten, dass es unser Sichtfeld nicht störte. Auch an der Windschutzscheibe saß er nicht immer fest. Zudem lässt sich der hohe Screen von dort kaum ausrichten, ohne die Sicht zu beeinträchtigen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zur Klebehalterung. In unserem Opel Adam war das allerdings auch keine gute Lösung: In unserem Testwagen ragte der Monitor spürbar ins Sichtfeld – im Kleinwagen ein Sicherheitsrisiko. Eine wirklich überzeugende Befestigung haben wir für dieses Modell nicht gefunden. Eine Halterung für Tablets an der Lüftung könnte eine Lösung für Bastler sein.

Unserem Testmuster lag zudem eine Rückfahrkamera bei. Sie ist allerdings kabelgebunden, was einiges an Fummelei im Fahrzeug bedeutet: Die Kamera selbst wird an Heckstoßstange oder Heckklappe montiert – unter Umständen müssen dafür Löcher gebohrt werden. Anschließend muss das Kabel seinen Weg quer durch den Innenraum finden. Wegen dieses Aufwands haben wir auf einen Test dieses Features verzichtet.

Montage & Einrichtung

Zunächst entscheidet man sich für eine Befestigungsmethode – Saugnapf oder Klebehalterung – und montiert den Monitor aufs Armaturenbrett. Vor der finalen Fixierung sollte man die Kabel einstöpseln: Strom und bei Bedarf AUX. Dann Zündung an: Der Monitor fährt in rund 30 Sekunden hoch. Jetzt koppelt man das Smartphone per Bluetooth mit dem Gerät. Künftig startet das Display automatisch, sobald die Zündung an ist.

Für die Tonausgabe stehen vier Optionen bereit. Am einfachsten ist die AUX-Verbindung per Kabel zum Autoradio – sie setzt einen entsprechenden Eingang voraus. Unschön: Im Test kam es dabei zu massiven Tonstörungen. Die Ursache kann sowohl am Display als auch am betagten Opel Adam liegen. Abhilfe schafft ein Entstörfilter für wenige Euro – den sollte man gleich einplanen.

Komfortabler ist die Bluetooth-Kopplung mit dem Autoradio: Dank Dual-Bluetooth verbindet sich das Display gleichzeitig mit Smartphone und Radio. In unserem Opel Adam benötigte die Bluetooth-Kopplung zwischen Monitor und Radio allerdings mehrere Anläufe – vermutlich fahrzeugbedingt. Man muss das Auto per Bluetooth sichtbar machen, im Display unter „Bluetooth senden“ das Radio auswählen und die Verbindung am Infotainment-System bestätigen.

Fällt beides aus, kommt der FM-Transmitter ins Spiel: Eine freie UKW-Frequenz festlegen, fertig. Die Variante ist allerdings anfällig für Rauschen und Überlagerungen. Letzte Option sind die eingebauten Lautsprecher – die klingen dünn und blechern.

In der Praxis ist die AUX-Verbindung ausreichend laut, klingt aber leicht blechern. Stimmen bei Podcasts wirken etwa übersteuert. Per Bluetooth ist der Klang besser, aber etwas leise, dadurch muss man das Radio laut aufdrehen. Nur über Bluetooth lässt sich zudem die Lenkradfernbedienung nutzen. Die Telefonqualität ist allerdings nur mäßig – trotz eingebautem Mikrofon im Display.

Lamtto RC30: Homescreen

Funktionen & Anwendung

Die Hauptfunktion des RC30 ist das Nachrüsten von Android Auto und Apple Carplay. Beide Systeme spiegeln Inhalte des Smartphones auf den Monitor – allerdings in einer für die Fahrt sicheren, reduzierten Form. Klassische Video-Apps wie Youtube sind hier nicht verfügbar. Für die Navigation greift man auf Apps wie Google Maps zurück, für Musik auf Dienste wie Spotify.

Wer dennoch streamen will, kann das in der Pause tun – sofern der Motor aus ist (siehe Hinweis oben). Dazu wechselt man in die native Bedienoberfläche des Displays. Vorinstalliert sind Youtube und Netflix, über den herstellereigenen App-Store lassen sich zusätzlich Spotify, Disney+ und Amazon Prime nachladen. Einen vollwertigen Play-Store-Ersatz bietet das System aber nicht.

Für die App-Nutzung in der nativen Oberfläche benötigt das Display Internet. Am einfachsten richtet man dafür einen Hotspot auf dem Smartphone ein und koppelt das Display per WLAN. Über dieselbe Verbindung laufen auch Firmware-Updates. Die Software erinnert stark an den von uns getesteten Ottocast Screenflow – vermutlich steckt der gleiche OEM-Hersteller dahinter.

Im Test funktionierten Display und Kopplung bislang zuverlässig. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass solche Geräte gerne mal zicken und beim nächsten Start nicht auf Anhieb koppeln. Wir beobachten das Verhalten weiter und aktualisieren den Test, falls sich Probleme zeigen.

Ein Ärgernis bleibt: Eine automatische Helligkeitsanpassung fehlt. Man muss die Helligkeit also manuell am Display regeln. Das ist während der Fahrt nicht nur unpraktisch, sondern auch gefährlich.

Lamtto RC30: Youtube

Preis

Direkt beim Hersteller kostet der Lamtto RC30 rund 120 Euro. Bei Amazon ist er aktuell mit 110 Euro sogar günstiger.

Fazit

Der Lamtto RC30 bietet viel für einen vergleichsweise niedrigen Preis: Dual-Bluetooth, ein integrierter FM-Transmitter für ältere Radios und sogar Streaming-Apps über eine eigene Software-Oberfläche – ein Feature, das über Android Auto und Carplay hinausgeht. Damit gelingt das Nachrüsten älterer Autos schnell und einfach, unabhängig davon, ob das Bordradio Bluetooth beherrscht oder nicht.

Das Gerät zeigt Schwächen beim Design. Durch das 16:9-Format baut der 9-Zoll-Bildschirm vergleichsweise hoch. Wer ihn fest aufs Armaturenbrett klebt – unsere Empfehlung, weil der Saugnapf langfristig nicht zuverlässig hält – muss in einem Kleinwagen mit einem deutlich eingeschränkten Sichtfeld leben. In solchen Fällen sind kleinere 7-Zoll-Displays oder Modelle im Ultrabreitbildformat die bessere Wahl. Ebenfalls ärgerlich ist das Fehlen einer automatischen Helligkeitsanpassung.

Insgesamt ist der RC30 eine günstige Lösung, um Carplay und Android Auto nachzurüsten – mit Streaming-Apps als nettem Extra. Nutzen sollte man die allerdings nur im Stand und bei ausgeschaltetem Motor.



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