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Erste Server-CPU nach 35 Jahren: Arm AGI CPU hat 136 Kerne, 8.800 MT/s, aber kein SME2

Arm hat gemeinsam mit Meta einen Prozessor entwickelt: die Arm AGI CPU. Diese ist für Hyperscaler prädestiniert, kann sie dafür vieles doch gut, aber eben nicht alles. So bietet der Prozessor viele kleine Arm-Kerne und ein breites Speicherinterface für eine hohe Bandbreite, gewisse Extras lässt die Lösung dann aber vermissen.
Ein eigener großer Prozessor von Arm, also nicht nur von Arm über Dritte lizenzierte Technologie, war seit Jahren ein Gerücht. Während zwar viele Hersteller Arm-Kerne verbauen oder zuletzt im Profi-Bereich eher nur noch auf die Befehlssatzarchitektur (ISA) von Arm umschwenken und komplett eigene Lösungen nutzen, sieht Arm noch immer einen Markt, der eine komplett eigene Lösung nutzen wird. Ganz allein traut man sich die Sache aber nicht zu, und holte sich deshalb gleich Meta mit ins Boot, die die Lösung mitentwickelten – so hat Arm dann auch direkt einen ersten Großkunden und verlässliche Zahlen in der Abnahme. Und warum Meta? Der Konzern ist der einzige Riese in dem Markt der Hyperscaler, der keine eigene CPU-Entwicklung umgesetzt hat, aber doch stets bei AMD, Nvidia und sogar Google Kapazitäten einkauft.
Die Architektur ist schon zwei Jahre alt
Arm und Meta nutzen die bereits vor zwei Jahren enthüllte Architektur Neoverse V3, die auf der älteren Armv9.2-ISA basiert. Moderne mobile Chips sind hier schon einen Schritt weiter, was deshalb auch direkt erklärt, warum der jetzt vorgestellte Serverchip Features wie SME2, also die neue Scalable Matrix Extension 2, schlichtweg missen lässt.
Viele der vor zwei Jahren schon bekannten Details sind deshalb auch noch heute exakt so umgesetzt. Doch statt seinerzeit „nur“ 64 Kerne pro Chip anzustreben und so als Dual-Chip-Design 128 Kerne zu bieten, wächst die Neuvorstellung als „Custom“-Lösung auf 136 Kerne an. Doch das ist nur das Flaggschiff, es gibt auch eine kostenoptimierte 128-Kern-Lösung sowie einen 64-Kerner – auch hier als 2-Die-Lösung umgesetzt. Diese bietet dementsprechend die höchste Speichermenge pro Kern.
Angepasst wurden bei der neuen Arm AGI CPU jedoch so einige Dinge. Statt des maximal möglichen 3 MByte L2-Cache pro Kern nutzt der Arm-Meta-Chip nun 2 MByte pro Kern, abgerundet wird jede Dual-Die-CPU aus TSMCs N3P-Fertigung von 128 MByte System Level Cache.
Das Speicherinterface mit zwölf Kanälen ist vom Referenzdesign her gesetzt, hier kann maximal DDR5-8800 als RDIMM angesprochen werden. Daraus entspringt dann eine Bandbreite von maximal über 800 GB/s und rechnerisch 6 GByte/s pro Kern – damit soll die Lösung punkten. Ein kurzer Vergleich: Nvidias neue Vera-CPU mit Custom-Arm-Architektur kommt auf 14 GByte/s pro Kern. Abgerundet wird das Komplettpaket von 96 PCIe-Lanes nach Standard PCIe Gen 6, auch CXL-3.0-Unterstützung ist dabei.
Um in einer 300-Watt- und luftgekühlten TDP-Umgebung zu bleiben, takten die Lösungen mit 3,2 GHz vergleichsweise gering. Immerhin gibt es einen Boost von 3,7 GHz – allerdings nicht bekannt bei wie viel Last auf wie vielen Kernen.
Bis zu 45.656 CPU-Kerne pro Rack
Wichtig beim Design war vor allem auch Meta, dass die Lösungen gut skalierbar sind. Zwei CPUs pro Blade und dann stapelbar in einem Rack, dazu das Ganze erweitert über multiple Racks – das alles ist auch mit der Arm AGI CPU möglich. Bei 30 Blades in einem Rack gibt es so schon 8.160 Kerne. In einem angepassten und wassergekühlten, mit 42 Einschüben nicht nur größeren, sondern auch doppelt so breiten Rack können sogar 336 CPUs verbaut werden. Die Anzahl der Kerne steigt dann auf über 45.000 an. Ab Ende des Jahres werden die ersten Chip in Racks erwartet.
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Wochenrück- und Ausblick: Das XPS ist zurück und die DENIC hat Probleme

Nach einer Auszeit hat Dell dieses Jahr zur CES die Notebook-Baureihe XPS aus der kurzweiligen Versenkung geholt. Zum Frühjahr sind XPS 14 und XPS 16 jetzt auch in Deutschland verfügbar – ComputerBase hat diese Woche das kleine Modell getestet. Unterdessen hatte die DENIC diese Woche mit einem größeren Problem zu kämpfen.
Die Rückkehr des XPS
Die Einsicht kam schnell und deutlich: Der Markenname XPS muss zurück. Zu dieser Schlussfolgerung kam Dell im Dezember 2025 gegenüber der Presse, als dieser das CES-Portfolio vorab in New York präsentiert wurde. Und das lediglich ein Jahr nach Abschaffung ebendieser Bezeichnung zugunsten des wenig aussagekräftigen Nachfolgers „Dell Premium“, der Teil einer generellen Umbenennung bei Dell war.
XPS 14 im Test
Im Test des XPS 14, der diese Woche die meisten Leser angezogen hat, hinterließ das Notebook allerdings nicht deshalb einen guten Eindruck, weil es seinen Namen zurückbekommen hat, sondern aufgrund der Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger. Bessere Eingabegeräte, mehr Anschlüsse, lange Laufzeiten, gute Leistung und hochwertige Verarbeitung sorgen für ein rundes Gesamtpaket, das in erster Linie über den Preis einen Dämpfer erhält. Die Speicherkrise macht derzeit viele Neuanschaffung spürbar teurer.
Dennoch: Das neue XPS 14 stellt eine deutliche Verbesserung dar und zeigt, dass Dell die Baureihe wieder in die richtige Richtung steuert.
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DENIC diagnostiziert DNSSEC-Störung
Steuerungsprobleme hatte diese Woche auch die DENIC – mit weitreichenden Ausfällen für zahlreiche Nutzer. Am Dienstagabend geriet die DENIC wegen einer großen DNSSEC-Störung in die Schlagzeilen – verursacht durch fehlerhafte kryptografische Signaturen. Dadurch stuften viele DNS-Resolver die Antworten als ungültig ein und verweigerten den Zugriff auf zahlreiche .de-Webseiten. Ursache war offenbar ein fehlgeschlagener geplanter Schlüsselwechsel („Key Rollover“) im DNSSEC-System.
Hintergrund: Die DENIC verwaltet die Top-Level-Domain „.de“ – also praktisch das zentrale Verzeichnis aller deutschen Internetadressen. Technisch betreibt DENIC die DNS-Infrastruktur, die Domainnamen wie computerbase.de in IP-Adressen übersetzt. Zusätzlich sichert die Organisation viele Domains mit DNSSEC ab, einer kryptografischen Erweiterung des Domain Name Systems. DNSSEC sorgt dafür, dass DNS-Antworten nicht manipuliert werden und schützt so etwa vor gefälschten Webseiten oder Umleitungen durch Angreifer.
Alte und neue Grafikkarten im Podcast
Ganz im Fokus alter und neuer Grafikkarten stand diese Woche der CB-Funk-Podcast #168. Denn: Die Nvidia GeForce RTX 10 feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Wieso diese Grafikkarten der letzten waschechten GTX-Serie vielen Spielern so gut in Erinnerung geblieben sind und wo die größten Unterschiede zu heutigen Gaming-GPUs zu finden sind, haben Jan und Fabian diese Woche im Podcast Ausgabe 168 besprochen.
Ganz aktuell ist hingegen der neue GPU-Testparcours, der neue Treiber, neue Spiele und aktuelles Upsampling in ein neues Ranking gießt. Dafür wurden sowohl GeForce RTX 5000 als auch RTX 4000, Radeon RX 9000, RX 7000 und Intel Arc neu getestet.
Forza Horizon 6 erscheint am 15. Mai
Die bevorstehende Woche prägen unter anderem zwei Events: Die Android Show im Vorfeld der Google I/O, in der Updates rund um Android 17 und Apps zu erwarten sind, sowie der Release von Forza Horizon 6, der für Käufer der Premium-Edition auf den 15. Mai gelegt wurde. ComputerBase-Leser können Benchmarks der PC-Version für den Verlauf dieser Woche erwarten.
Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!
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Blind-Shooter Blindfire: „Lights Out“ spielt im Dunkeln und lässt die Lichter an

Im Dunkeln spielen, das steckt hinter dem Multiplayer-Shooter Blindfire. Der wurde zwar eingestellt, ist mit dem jüngsten und letzten Update dafür aber kostenlos geworden und bleibt spielbar. Die „Lights Out“-Version lässt die Lichter an.
Ein wenig erinnert die Idee von Blindfire an Superhot, wo die Zeit läuft nur, wenn man sich selbst bewegt. Bei diesem Multiplayer-Titel bleiben die Karten allerdings dunkel. Lichtfallen beleuchten das Geschehen nur kurz, ansonsten gilt es, sich auf Mündungsfeuer und die Akustik zu verlassen, um andere Spieler zu orten. Die Spielgeschwindigkeit ist deshalb recht langsam, die Magazine klein. Beides legt bewusstes Vorgehen nahe.
Laut Entwicklern, die sich dabei auf Spieler berufen, eignet sich Blindfire damit tatsächlich auch für Spieler ohne Sehvermögen. Sie bekommen mit dem letzten Update akustische Hinweise zur Orientierung in Levels und als Zielhilfe, der „Audio Aim Assist“. Zusätzlich gibt es zwei neue Waffen, neue Skins – für ein Spiel, in dem man andere Spieler kaum sieht – und Achievements.
So spielt sich Blindfire
Mit diesem Konzept steckt hinter Blindfire eine definitiv ungewöhnliche Idee. Wie spielt sich das? Der Titel ist sicherlich nicht der nächste Megahit, aber durchaus frisch. Für ein paar Partien unterhält das Konzept durch seinen Neuigkeitswert – auch ohne sich groß darauf einzulassen. So hell wie auf dem Teaser-Bild ist Blindfire eigentlich nur in der MVP-Sequenz am Ende eines Matches, ansonsten bleibt es stockdüster.
Für ein paar Runden lohnt es sich einmal hineinzuschauen, zumal der Titel wirklich kostenlos und nicht bloß Free to Play angeboten wird. Die Mühe ist gering: Systemanforderungen sind extrem niedrig, die Downloadgröße mit 3 Gigabyte überschaubar.
Spiele sollen leben
Grund für die kostenlose Veröffentlichung ist laut den Entwicklern der Wunsch, das Spiel zu erhalten. Geplant sei, die Server ohne zeitliche Begrenzung am Laufen zu halten. „Wir weigern uns, unser Werk zu begraben, nur weil die Dinge nicht perfekt gelaufen sind“, schreiben die Entwickler, „wir halten es am Leben, weil wir stolz darauf sind“.
Blindfire was a flash in the dark. It was weird, loud and ours. It is staying online for anyone who wants to play it today, tomorrow or years from now. Thanks for being part of the journey.
Double Eleven
Spiele seien „Kunst und sie verdienen es bewahrt zu werden“. Damit knüpfen sie an die Stop-Killing-Games-Initiative an, hinter der der selbe Grundgedanke steckt. Und das ist alles: Werbung oder Marketing-Kampagnen für Blindfire werde es nicht geben, die „Lights Out“-Version verstehe sich als „ein Geschenk für alle, die sehen wollen, was wir erschaffen haben“. Und das ist verdammt cool.
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Samsung Odyssey OLED G8: Neue 4K-UHD-Monitore im Doppelpack mit 27″ und 32″

Samsung bringt weitere Gaming-Monitore mit QD-OLED. Die neuen Modelle der Reihe Odyssey OLED G8 G80SH liefern 4K UHD auf rund 27 Zoll (S27HG802S) und 32 Zoll (S32HG802S). Beide arbeiten mit 240 Hz und besitzen einen DisplayPort 2.1 mit voller Geschwindigkeit (UHBR20) sowie USB-C mit 98 Watt.
Mit Anti-Reflexion, doch ohne QuantumBlack?
Die neuen Samsung-Monitore verwenden das gleiche Design mit besonders flachem Standfuß und silbergrauem Gehäuse samt RGB-Leuchtring auf der Rückseite. Die „Anti-Reflexions-Folie“ soll besser als herkömmliche Folien arbeiten. Von „QuantumBlack“ steht hier allerdings nichts. Dabei hatte Samsungs Display-Tochter im März noch erklärt, dass diese Folie „für alle neuen Produkte des Jahres 2026 geplant“ sei.
DP2.1 UHBR20, HDMI 2.1 und USB-C mit 98 W
Auch bei den Anschlüssen herrscht Einigkeit, sodass sowohl der S27HG802S als auch der S32HG802S über einen DisplayPort 2.1 mit vollen 80 Gbit/s sowie zweimal HDMI 2.1 verfügen. Der einzelne USB-C-Upstream-Port liefert bis zu 98 Watt und unterstützt den DP-Alt-Modus. Von den beiden USB-A-Buchsen diene eine lediglich für „Service“, berichtet die Website DisplaySpecifications, der augenscheinlich noch detailliertere Datenblätter vorliegen. Eine KVM-Funktion wird nicht geboten.
Panels der 3. und 4. Generation
Da die 32″-Zoll-Variante mit einer höheren „typischen“ Helligkeit von 300 cd/m² sowie der Zertifizierung nach DisplayHDR True Black 500 beschrieben wird, ist von einem QD-OLED-Panel der 4. Generation auszugehen. Beim S27HG802S weisen 250 cd/m² und True Black 400 in Richtung der 3. Generation. Weitere Eckdaten verraten die nachfolgende Tabelle sowie Samsungs Produktseiten*.
Preise und Verfügbarkeit
Der kleinere S27HG802S wird für 1.029 Euro zur Vorbestellung angeboten, der Versand soll voraussichtlich ab dem 19.06.2026 erfolgen. Für den größeren S27HG802S werden 1.099 Euro fällig. Dieser soll voraussichtlich bereits ab dem 05.06.2026 ausgeliefert werden.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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