Künstliche Intelligenz
Fußball-WM 2026: YouTube und FIFA vereinbaren Kooperation
Die Videoplattform YouTube und der Fußball-Weltverband FIFA haben eine strategische Zusammenarbeit für die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko geschlossen. Mit der am Dienstag verkündeten Vereinbarung wird YouTube zu einer „bevorzugten Plattform“ des Turniers. Offizielle Medienpartner und YouTuber erhalten damit nach Vorstellung der FIFA mehr Möglichkeiten und Formate, das Turniergeschehen zu präsentieren.
Weiterlesen nach der Anzeige
„Sie können u. a. ausführliche Zusammenfassungen, Hintergrundberichte, Shorts und Video-on-Demand-Inhalte veröffentlichen, um das Publikum auf YouTube zu begeistern und so die Reichweite und die Beteiligung insgesamt zu erhöhen“, heißt es in einer Pressemitteilung der FIFA. Erstmals in der WM-Geschichte erhalten Medienpartner die Möglichkeit, die ersten zehn Minuten jedes Spiels auf ihrem YouTube-Kanal live zu zeigen, so die FIFA weiter.
„Beispielloser Zugang“ für YouTuber
Ausgewählte Partien dürfen auch in voller Länge gezeigt werden. Darüber hinaus öffnet die FIFA ihr digitales Archiv und zeigt auf dem YouTube-Kanal der FIFA Aufzeichnungen früherer WM-Spiele in voller Länge sowie „viele weitere legendäre Momente der Sportgeschichte“, wie es heißt.
FIFA und YouTube wollen, so die Ankündigung, zudem einer Gruppe von YouTube-Redakteuren aus aller Welt einen „beispiellosen Zugang zur Fußball-Weltmeisterschaft“ bieten. Der Weltverband erhofft sich von „dieser einzigartigen, frischen Perspektive mit persönlichen Geschichten, taktischen Analysen und Blicken hinter die Kulissen“ eine lebendigere Berichterstattung, die neue Zielgruppen rund um den Globus ansprechen soll.
Auswirkungen auf den deutschen TV-Markt?
Für deutsche Fußballanhänger bringt die Kooperation möglicherweise einige Veränderungen mit sich. Nach bisheriger Planung will der Rechteinhaber Telekom auf seiner Plattform MagentaTV alle 104 Turnierspiele live übertragen. Überdies haben die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF Sublizenzen erworben. Sie dürfen 60 Spiele im frei empfangbaren Fernsehen zeigen, darunter alle Partien der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale.
Weiterlesen nach der Anzeige
Nach Informationen von Branchenkennern laufen aktuell Gespräche mit den deutschen Lizenznehmern, um zwischen 15 und 30 WM-Spiele live auf YouTube zu übertragen, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Um welche Begegnungen es sich dabei handeln soll, stehe bislang aber nicht fest.
(akn)
Künstliche Intelligenz
Verbände kritisieren: VW-Dividende ist zu hoch
Vor der VW-Hauptversammlung am 18. Juni üben Verbände scharfe Kritik an der vorgeschlagenen Dividende. Angesichts des laufenden Personalabbaus bei VW falle die geplante Ausschüttung zu hoch aus, kritisieren die Umweltorganisation BUND und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
Weiterlesen nach der Anzeige
„Volkswagen muss verstärkt in die Produktion kleiner, sparsamer E-Fahrzeuge ‚Made in Europe‘ investieren“, sagte Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND und zugleich Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. „Dafür müssen Finanzmittel im Unternehmen gehalten werden, statt sie durch vergleichsweise hohe Dividenden abfließen zu lassen.“
Mehr als ein Drittel an die Aktionäre
Europas größter Autohersteller schlägt auf der Hauptversammlung eine Dividende von 5,20 Euro je Stamm- und 5,26 Euro je Vorzugsaktie vor. Das wären jeweils 1,10 Euro weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang der Dividende falle dabei aber deutlich geringer aus als beim Konzerngewinn, so die beiden Verbände. Das Konzernergebnis nach Steuern war 2025 gegenüber dem Vorjahr um 44 Prozent eingebrochen – von 12,4 auf 6,9 Milliarden Euro. In Summe würden davon rund 2,6 Milliarden Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet, kritisieren die beiden Verbände. Die Aktionäre müssen auf der virtuellen Hauptversammlung noch darüber abstimmen.
Interne Einschätzung: Volkswagen ist „existenzgefährdet“
Die Stimmung bei Volkswagen scheint weiterhin angespannt zu sein. In einer internen, anonymen Umfrage, aus der das manager magazin zitiert, wurden Vorstandsmitglieder sowie Aufsichtsräte um eine Einschätzung der wirtschaftlichen Lage des Konzerns gebeten. Keiner der neun befragten Vorstandsmitglieder hielt die Situation für unkritisch, nur drei von ihnen für angespannt. Alle anderen beurteilten den Stand mit „existenzgefährdet“. Alle neun sprachen sich für einen radikalen Strategiewechsel bei Volkswagen aus. Wie der genau aussehen soll, blieb zunächst offen.
Mehr zur Marke VW
(mfz)
Künstliche Intelligenz
Bedienoberfläche, Funktionen, Nutzung: So personalisieren Sie Ihr iPad
Apple gibt iPad-Nutzern zahlreiche Möglichkeiten an die Hand, ihr Tablet so zu gestalten, wie sie es benötigen. Doch dazu muss man die Feinheiten kennen.
- Funktionen wie Stage Manager, Spotlight und schwebende Tastatur steigern die Produktivität.
- Bedienungshilfen wie Hintergrundgeräusche helfen unterwegs.
- Der Leitfaden führt von Widgetanpassungen über Fokusmodi bis zu Multitasking.
Unsere 15 Tipps zeigen, wie Sie diese kennenlernen, verstehen und für sich nutzen.
1 Den Sperrbildschirm konfigurieren
Verwandeln Sie Ihren Sperrbildschirm in ein funktionales Dashboard, um Zeit zu sparen und unnötiges Entsperren und Navigieren in Apps zu vermeiden.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bedienoberfläche, Funktionen, Nutzung: So personalisieren Sie Ihr iPad“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
Künstliche Intelligenz
Kommentar zur Digitalisierung: Mehr Mut, weniger Papier
Zurzeit steigen in Deutschland (mal wieder) die Hoffnungen, dass mit neuer Technik der Staat endlich digital wird. Die EUDI-Wallet soll den Online-Ausweis und weitere Nachweise aufs Smartphone bringen, die Bürger-App das Einreichen von Anträgen vereinfachen. KI-Plattformen und der Deutschland-Stack sollen die Behörden entlasten. In solche Projekte steckt der Staat Hunderte von Millionen Euro. Bund und Länder ringen in endlosen Runden um Konzepte, Finanzierung und Nutzung.
Weiterlesen nach der Anzeige
Doch Digitalisierung ist nicht nur eine Technik-, sondern auch eine Kulturfrage. Aus Bürgersicht vermittelt der Staat häufig immer noch den Eindruck, dass ihm Papier eigentlich lieber ist. Dass Digitalisierung eher „nice to have“ ist.

Christian Wölbert recherchiert und schreibt vor allem über digitalpolitische Themen und verfolgt die Digitalisierung der Verwaltung. Außerdem beschäftigt er sich mit Verbraucherschutz- und Umweltthemen. Dabei ist er ständig auf der Suche nach neuen Rechercheansätzen und freut sich über Hinweise an cwo@ct.de oder via Threema (PA6ZC6RE).
So hat man sich als Bürger mittlerweile fast schon daran gewöhnt, dass man von Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen selbst dann eine Antwort per Post erhält, wenn man einen Antrag auf digitalem Wege eingereicht hat. Dafür gibt es im Einzelfall oft nachvollziehbare Gründe, zum Beispiel fehlt Behörden oft schlicht ein geeigneter digitaler Rückkanal zum Bürger.
Manchmal wirkt es aber auch, als würde der Staat sich an die Briefpost klammern. Da schickt zum Beispiel die Krankenkasse Statusmitteilungen und Ähnliches per Post auch an jene Versicherten, die fleißig die Krankenkassen-App samt Postfachfunktion nutzen. Oder das Finanzamt fragt per Brief nach Belegen, obwohl man die Erklärung über Elster eingereicht hat. Immerhin, in der Finanzverwaltung tut sich etwas: Der Steuerbescheid soll ab 2027 standardmäßig digital kommen, wenn man die Erklärung digital abgegeben hat. Damit kann die Finanzverwaltung sich als Digitalisierungsvorreiter rühmen, auch wenn viele Elster-Nutzer sich wohl schon seit Jahren fragen, warum sie den Bescheid eigentlich noch auf Papier bekommen.
Jährlich 30 Millionen Renten-Briefe
Und die Rentenversicherung? Sie schickt weiter jedes Jahr eine „Renteninformation“ an rund 30 Millionen Versicherte – per Post. Die Druck- und Versandkosten dafür lagen 2025 bei ca. 18 Millionen Euro, wie die Deutsche Rentenversicherung Bund auf Anfrage von c’t mitteilte. Dabei betreibt die Behörde seit vielen Jahren ein Kundenportal, in dem man nach dem Login mit dem E-Perso seine Renten- und weitere Informationen abrufen kann. Wer die Informationen lieber digital statt per Post möchte, kann das im Kundenportal aktivieren. Groß beworben wird die Funktion aber nicht, sodass es nicht wundert, dass sich erst rund 380.000 Versicherte dafür entschieden haben.
Alle News und Debatten zum Thema Digitalisierung: Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen c’t-Newsletter D.digital.
E-Mail-Adresse
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Zum Vergleich ein Blick in zwei Nachbarländer: In Österreich gibt es den Blick ins „Pensionskonto“ seit vielen Jahren nur noch digital. Diese Entscheidung trug dazu bei, die österreichische digitale Identität zu etablieren. Dänemark stellte zwischen 2012 und 2015 sogar zahlreiche Antragsverfahren in mehreren Wellen auf „Digital Only“ um.
Weiterlesen nach der Anzeige
Sind die jährlichen Briefe zum Rentenstand wirklich noch zeitgemäß? Zumindest von jüngeren Menschen könnte man durchaus erwarten, dass sie ihre Rentendaten online abrufen. Oder man schickt die Renteninfos eben nur noch alle zwei Jahre per Post. Damit würde man nebenbei endlich dem E-Perso zum Durchbruch verhelfen, wovon wiederum andere E-Government-Verfahren und künftig auch die EUDI-Wallet profitieren würden.
Das dänische „Digital Only“ muss nicht das Vorbild für Deutschland sein. Doch auch das Beispiel Österreich zeigt: Wer Technik entwickelt, muss sie auch bewerben und die Nutzung fördern. Deutschland hat mit dem elektronischen Personalausweis längst eine sichere digitale Identität, man hat sich aber nie getraut, sie wirklich zu etablieren. Und solange der E-Perso nicht fliegt, wird auch die EUDI-Wallet nicht abheben.
(cwo)
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenEmpfehlungsalgorithmen bei TikTok erklärt: Die Maschine hinter dem Endlos‑Feed
-
Social Mediavor 3 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonateniX-Workshop Angriffsziel lokales AD − Schwachstellen finden und beheben
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
