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Inside Airfocus-Exit: Wie Malte Scholz sein Startup Schritt für Schritt verkaufte


Inside Airfocus-Exit: Wie Malte Scholz sein Startup Schritt für Schritt verkaufte

Das Startup Airfocus von Malte Scholz wurde von Lucid Software übernommen. Welche Learnings er aus dem Exit zieht und worauf Gründer früh achten sollten.
Airfocus by Lucid, Collage: Dominik Schmitt/Gründerszene

Der Exit ist für Startup-Gründer oft das große Ziel. Für Malte Scholz, Gründer von Airfocus, war er das nicht. Trotzdem wurde die Übernahme seines Startups irgendwann zur logischen Konsequenz – um das Produkt auf das nächste Level zu heben, sagt er heute.

Malte Scholz hat den Prozess eines Exits selbst durchlaufen und weiß, welche Weichen Gründer früh stellen sollten, um für potenzielle Käufer interessant zu werden.

Was hinter Airfocus steckt

Airfocus wurde 2017 von Malte Scholz, Christian Hoffmeister und Valentin Firak in Hamburg gegründet. Das SaaS-Startup startete zunächst bootstrapped, später kamen auch Investoren und Venture-Capital-Firmen aus Europa hinzu, wie beispielsweise Picea Capital.

Die Idee hinter Airfocus entstand aus einem persönlichen Problem. Malte Scholz arbeitete selbst als Produktmanager und suchte nach passenden Tools – ohne Erfolg. Nach intensiver Recherche blieb das Gefühl: keine der Lösungen wie PowerPoint, Jira und Co. passte wirklich.

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5 neue Startups: Fertara, NeoBid, Tutel, 3tag, pace club


#Brandneu

Erneut bereichern vielversprechende Neugründungen die Startup-Szene. Im Folgenden stellen wir diese junge Unternehmen vor: Fertara, NeoBid, Tutel, 3tag und pace club.

5 neue Startups: Fertara, NeoBid, Tutel, 3tag, pace club

Frische Ideen, neue Firmen: deutsche-startups.de präsentiert heute wieder junge Startups, die kürzlich gegründet wurden oder gerade ihren Stealth-Mode beendet haben. Wer noch mehr Neugründungen entdecken möchte, sollte unseren Newsletter Startup-Radar abonnieren.

Fertara
Hinter Fertara aus Berlin, von Isabella Becker an den Start gebracht, verbirgt sich eine „Fertility Plattform“. Auf der Website heißt es zum Konzept: „Wir konzentrieren uns darauf, Fruchtbarkeitsfaktoren zu verstehen und anzugehen, bevor Paare zu invasiven und kostspieligen Behandlungen wie IVF übergehen.“

NeoBid
Die Münchner Jungfirma NeoBid, von Gunnar Gombert und Thomas Rübelmann angeschoben, tritt an, um die „Energieoptimierung in der Immobilienwirtschaft“ voranzutreiben. Die Bandbreite reicht dabei „vom professionellen Energieeinkauf über digitale Messstellen und Energiedaten bis hin zu Photovoltaiklösungen“.

Tutel
Bei Tutel aus Marschacht, von Aidan Wagener und Ian De Jongh gegründet, handelt es sich um eine DSGVO-konforme KI-Nachhilfe-Plattform für Schüler:innen der Klassen 5 –13. „Das System deckt 51 Fächer nach KMK-Bildungsstandards ab und nutzt adaptive Diagnostik auf Basis der Item Response Theory (IRT), um individuelle Wissenslücken zu identifizieren“, heißt es.

3tag
Mit 3tag aus Berlin soll „Vermessung und Dokumentation für alle“ ermöglicht werden. „3tag ist ein High-End-Vermessungssystem, das speziell darauf ausgelegt ist, komplexe Messtechnik in einen einfachen, digitalen Workflow zu überführen“, erklärt das Team der Gründer Jan Rentsch, Robert Gregat und Dominic Walch.

pace club
Das SportsTech pace club aus München, von Benedikt Ess und Dominik Clemm ins Leben gerufen, positioniert sich als „Performance-Boutique-Gym“. Das Team beschreibt die Idee als „Mix aus Fitness Studio und Boutique-Classes für urbane Gebiete“. 

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



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Zwei israelische Ex-Soldaten verkaufen Startup für fast 8 Milliarden


Zwei Ex-Soldaten bauen mit Armis ein Milliarden-Startup – und schützen damit die Geräte, die bisher niemand auf dem Schirm hatte.

Zwei israelische Ex-Soldaten verkaufen Startup für fast 8 Milliarden

Kennen sich durch die Israel Defense Forces: Yevgeny Dibrov und Nadir Izrael.
Yevgeny Dibrov / Nadir Izrael + Getty Images, Collage: Gründerszene

Nicht im Startup-Inkubator, sondern in einer Eliteeinheit der israelischen Armee haben sich Yevgeny Dibrov und Nadir Izrael kennengelernt. Jahre später bauen sie ein Unternehmen, das ein Problem löst, das selbst große Konzerne lange übersehen haben: die Sicherheit ihrer wichtigsten Maschinen.

Fabrikroboter, Infusionspumpen, Überwachungskameras – genau die Geräte, von denen ganze Unternehmen abhängen, sind oft kaum geschützt. Mit Armis Security wollen Dibrov und Izrael das ändern. Das läuft so erfolgreich, dass ServiceNow, eine Cloud-Plattform zur Automatisierung von Geschäfts- und IT-Abläufen, Armis Security nun für 7,75 Milliarden US-Dollar übernommen hat.

Wie aus einer Militärfreundschaft ein Milliardenunternehmen wurde

Schon während ihrer Zeit in der Armee arbeiteten die beiden Gründer an einem geheimen Projekt, das mit dem israelischen Verteidigungspreis ausgezeichnet wurde. „Das war der erste Moment, in dem wir unsere Stärken in Teamwork unter extremem Druck entdeckt haben“, meint Izrael. Nach dem Militärdienst treffen sie sich dann wieder am Technion, dem israelischen MIT, wo sie gemeinsam Informatik studieren.

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Die größte Lüge der Startup-Szene: Nicht die Idee entscheidet über Erfolg

Dibrov arbeitet nach dem Studium zuerst bei Adallom, einem Cloud-Security-Unternehmen, das später an Microsoft verkauft wurde. Als er hier 2015 mit potenziellen Kunden spricht, kommt er auf die Idee: „Wir saßen stundenlang mit Chief Security Officers, IT-Managern und Fabrik-Ingenieuren aus allen Branchen zusammen – von Tech über Fertigung bis Airlines“, erinnert sich Dybrov. „Wir wollten nicht die coolste Tech erfinden, sondern das größte Problem verstehen.“

Die größte Lücke sitzt nicht im Server – sondern in der Maschine

Was ihm dabei auffiel? Laptops und Server ließen sich mit Antiviren-Software schützen. Aber alles andere – Fabrikroboter, Infusionspumpen oder Überwachungskameras – blieben ungeschützt. Dies sei vielen CEOs nicht bewusst, dabei seien besonders diese Geräte oft sehr kritisch. „Was ist in einem Krankenhaus wichtiger als eine Infusionspumpe? Oder in einer Fabrik als ein Roboterarm?“, meinen Izrael und Dibrov zu Gründerszene.

Die Attacken auf Versorgungsbetriebe, Industrie und Flughäfen nehmen stark zu.

Yevgeny Dibrov und Nadir Izrael

Gründer Armis Security

Diese Blindheit in kritischen Umgebungen sei auch Hackern bekannt. Besonders staatliche Akteure aus Russland, Iran, Nordkorea oder China würden das Ausnutzen und wichtige Infrastruktur digital angreifen. „Die Attacken auf Versorgungsbetriebe, Industrie und Flughäfen nehmen stark zu“, warnt Dibrov. „Und es lohnt sich für Hacker: Diese Umgebungen bringen Geld.“

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Aus diesen Erkenntnissen entstand dann Armis Security. Die Gründer meinen dabei, sie würden auf einen riesigen Markt mit schwieriger Technik wetten. Der Vorteil: Dieser sei weit entfernt von dem, was Konkurrenz aus dem Silicon Valley schnell kopieren könnte. „Wir lieben Herausforderungen, die nicht mit 20 Entwicklern lösbar sind“, sagt Dibrov.

Das „Shazam für Maschinen“

Armis wolle das Problem lösen, ohne Software auf jedem Gerät installieren zu müssen. Dafür müsse man erstmal die einzelnen Schwachstellen identifizieren: „Stellt euch das Shazam für Maschinen vor“, erklärt Izrael. Shazam ist dabei eine App, die Musiktitel durch Zuhören erkennt.

Die besten Angriffe sind die, die nie passieren.

Yevgeny Dibrov und Nadir Izrael

Gründer Armis Security

Das System von Armis positioniere sich als Beobachter im Netzwerk von Firmen – ähnlich wie Shazam bei Musik. Dabei würde es den Datenverkehr aus Protokollen, Verhaltensmustern und Timing analysieren. Aus diesen Signalen entstehe dann ein digitaler Abdruck jedes Geräts. Aus diesem könne man ableiten, welche Software laufe und ob diese bekannte Schwachstellen habe. Auffälligkeiten, wie Kontakte zu russischen Servern, würden dann vom System kontrolliert werden.

„Innerhalb von Minuten sehen Kunden mehr, als sie je wussten“, sagt Izrael zu Gründerszene. „Plötzlich entdecken sie Geräte, die davor niemand kannte.“

Warum die Weltlage ihr Geschäft beschleunigt

Doch Armis bleibe nicht bei der Diagnose, sondern werde auch zum Therapeuten. Das System könne die Pfade nachzeichnen, die Hacker tatsächlich nutzen würden. Statt vieler isolierter Schwachstellen priorisiere es: „So können wir zum Beispiel die drei kritischsten Lücken, die 80 Prozent der Angriffe verursachen würden, schließen.“ Die Gründer meinen: „Die besten Angriffe sind die, die nie passieren.“

Die geopolitische Situation habe ihr Geschäftsmodell dabei gestärkt: Schon 2017 traf NotPetya, eine russische Cyberwaffe aus dem Ukraine-Krieg, Mondelez – einen frühen Armis-Kunden und Süßwarenkonzern. „Damals sagten die Chief Security Officers noch: ‚Staaten interessieren sich nicht für uns.‘ Heute wissen sie aber: Jeder ist ein Ziel.“





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