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Intel Core Ultra 5 250K Plus und Core Ultra 7 270K Plus im Test


Intels Arrow Lake-Refresh ist da und ComputerBase hat Core Ultra 5 250K Plus und Core Ultra 7 270K Plus in Spielen und Anwendungen im Test. Beide bieten zum Preis der Vorgänger ab Werk deutlich mehr Leistung und schlagen den hauseigenen Core i9-14900K endlich beim Gaming. Für sich genommen richtig überzeugen kann der 250K Plus.

Zwei Core Ultra 200 Plus „K“ machen den Anfang

Intel startet den Refresh der Arrow-Lake-Generation für Desktop-PCs mit den beiden Modellen Core Ultra 5 250K Plus und Core Ultra 7 270K Plus sowie dem Core Ultra 5 250KF Plus ohne aktive iGPU. ComputerBase hat beide neuen K-CPUs bereits testen können.

Es wird auch noch weiterer Plus-Modelle inklusive mobiler Varianten geben – die neuen HX-Plus-Modelle hatte Intel bereits am 17. März einfach per Pressemitteilung als direkt verfügbar vorgestellt.

Im Test stellt sich der neue Intel Core Ultra 7 270K Plus nicht nur dem Vorgänger Core Ultra 7 265K, sondern auch dem neuen alten Flaggschiff Core Ultra 9 285K – und schlägt es. Dazu tritt der neue Core Ultra 5 250K Plus gegen seinen Vorgänger Core Ultra 5 245K an und viele aktuelle und ältere AMD Ryzen (X3D) sind ebenfalls vertreten. Extra noch einmal neu getestet wurde zudem der Core i9-14900K, den Intel in Spielen endlich geschlagen haben will.

Alle bisher erschienen Core Ultra 200 (Plus) der K-Serie
Alle bisher erschienen Core Ultra 200 (Plus) der K-Serie

Insgesamt zeigt sich, dass vor allem der kleine Neuling als „Quasi-Core-Ultra-7-zum-Core-Ultra-5-Preis“ ein sehr gutes Gesamtpaket bietet. Der neue „Quasi-Core-Ultra-9-zum-Core-Ultra-7-Preis hat es nicht ganz so leicht. Beiden gemein ist das „Plattformthema“: LGA 1851 wird nach der Plus-Serie keine neuen CPUs mehr sehen.

  • Sehr hohe Anwendungsleistung
  • Hohe Spieleleistung
  • Speichersupport für DDR5-7200
  • Energieverbrauch im Leerlauf
  • Energieverbrauch unter Maximallast
ComputerBase-Empfehlung für Intel Core Ultra 5 250K Plus
  • Sehr hohe Anwendungsleistung
  • Hohe Spieleleistung
  • Speichersupport für DDR5-7200
  • Energieverbrauch im Leerlauf
  • Energieverbrauch unter Maximallast
  • Energieverbrauch in Spielen viel höher als beim 250K ohne großen Leistungsgewinn
  • Hohe Temperaturen

Intel Core Ultra 200 Plus im Überblick

Intel muss bei Arrow Lake im Desktop die Preiskarte ziehen – und bringt deshalb auch keinen neuen Core Ultra 9. Und nicht nur das: In vielen Märkten wird der Core Ultra 7 270K Plus den Core Ultra 9 285K komplett ersetzen. Der Test wird zeigen, warum das die richtige Konsequenz ist.

Mehr Kerne, etwas weniger Takt

Aber schon der Blick auf die technischen Daten der neuen CPUs lässt es erahnen: Der Intel Core Ultra 7 270K Plus bietet fortan 24 Kerne (8P+16E) und ist damit fast ein 285K – nur einige Megahertz Takt fehlen in gewissen Szenarien; auch gegenüber dem 265K. Der Intel Core Ultra 5 250K Plus bringt es wiederum auf 18 Kerne (6P+12E). Das sind jeweils vier E-Cores mehr, als die bisherigen Modelle an dieser Position boten, namentlich Core Ultra 7 265K und Core Ultra 5 245K. Auch hier sinkt der Takt leicht. Die TDP bleibt in beiden Fällen identisch.

Modellpalette von Intel Arrow Lake-S Plus alias Core Ultra 200

Die direkten Vorgänger gab es in jeweils zwei Versionen: Also 265K ab 282 Euro und 245K ab 177 Euro sowie als Varianten ohne aktive iGPU 265KF ab 239 Euro und 245KF ab 160 Euro. Da der 270K Plus fast an den 285K herankommt, sei auch sein aktueller Marktpreis genannt: ab 502 Euro ist er verfügbar.

Intel Core Ultra 200S Plus setzt auf bekannte LGA-1851-Mainboards, hier eine Z890-Platine von Gigabyte Aorus
Intel Core Ultra 200S Plus setzt auf bekannte LGA-1851-Mainboards, hier eine Z890-Platine von Gigabyte Aorus

Eine F-Variante ist laut Intel auch beim 250K geplant, der in der Pressemitteilung vor zwei Wochen noch erwähnte 270KF kommt nun wohl aber doch nicht. Das Aus scheint extrem kurzfristig beschlossen worden zu sein, dass die Ankündigung schon erfolgt war, ist mehr als unglücklich.

Warum „Plus“?

Intel erklärt zum Start, dass das Unternehmen bei der Bezeichnung auf Feedback unter anderem von Kunden und den Medien gehört habe. Man hätte diese Produkte auch leicht Core Ultra 300S nennen können – denn so ein Produkt wird es nun letztlich gar nicht geben (Nova Lake wird aller Wahrscheinlichkeit nach als Core Ultra 400 erscheinen).

In diesem Fall spielt Intel aber die Karte „Ehrlichkeit“ aus und hat entschieden in der aktuellen Serie zu bleiben, das Plus wiederum soll aber zeigen, dass es die beste Ausbaustufe der gleichen zugrunde liegenden Architektur und Serie ist.

We believe this approach strikes the right balance between signaling “newness” for less experienced customers, and “truth in naming” for more experienced customers.

Intel

Damit kann Intel zugleich mit dem Finger auf AMD zeigen: Die „neue“ Ryzen-AI-400-Serie ist nichts anderes als das bisherige Produkt mit optimierter Firmware und neuem Namen – und schon bald könnten noch weitere folgen. Intel hat in der Vergangenheit allerdings genau die gleichen Dinge gemacht.

Das Plus sei allerdings gekommen um zu bleiben, erklärt Intel: Auch in zukünftigen Serien soll ein Refresh und damit die ultimative Version einer Architektur und Familie mit einem „Plus“ gekennzeichnet werden. Mal sehen, wie lange das so bleibt.

Das steckt hinter „Plus“?

Die neue Plus-Serie setzt auf die gleichen Chips im gleichen B0-Stepping wie die seit Ende 2024 verfügbaren Core Ultra 200. Auch die Konfiguration (P- und E-Cores) der beiden neuen CPUs gab es schon und mit dem
200S Boost war seit Frühjahr 2025 auch schon ein optionaler Betriebsmodus mit höherem RAM- und Inter-Chip-Takt verfügbar. Also was ist neu?

Alle bisher erschienen Core Ultra 200 (Plus) der K-Serie (Kontaktflächen)
Alle bisher erschienen Core Ultra 200 (Plus) der K-Serie (Kontaktflächen)

Drei wesentliche Unterschiede

Im Endeffekt sind es drei Dinge, die Core Ultra 200 Plus in der K-Serie von Core Ultra 200 abheben:

  1. Die jeweils kleinere Klasse bietet in der Plus-Serie die Kern-Konfiguration der vormals größeren Klasse. Mit Blick auf die Kerne ist der neue Core Ultra 5 also ein alter Core Ultra 7 und der neue Core Ultra 7 ein alter Core Ultra 9.
  2. Der ab Werk offiziell unterstützte RAM-Takt liegt bei DDR5-7200 statt DDR5-6400.
  3. Der Die-to-Die-Interconnect taktet 900 MHz höher. Mit 200S Boost waren bisher bis zu 1.100 MHz möglich. Die Plus-Serie bringt davon +900 MHz ab Werk mit.
Plus ist nicht so schnell wie Boost
Plus ist nicht so schnell wie Boost (Bild: Intel)

DDR5-7200 weiterhin nur auf 2-CUDIMM-Slot-Boards

Den Support von DDR5-7200 gibt es dabei offiziell nur mit CUDIMM und auch nur, wenn das Board maximal zwei Speicherslots bietet. Alles darüber hinaus oder die Nutzung von regulären UDIMM fällt laut Spezifikationen sofort auf DDR5-5600 zurück.

Nur mit CUDIMM gibt es 7.200 MT/s – und auch nur auf Boards mit zwei DIMM-Slots
Nur mit CUDIMM gibt es 7.200 MT/s – und auch nur auf Boards mit zwei DIMM-Slots (Bild: Intel)

Doch Spezifikation und Realität driften auch bei Intel schnell weit auseinander. Denn auch UDIMMs laufen mit 7.200 MT/S und mehr, dafür gibt es ja schließlich XMP-Unterstützung. Und so wurde selbst von Intel für die Testzwecke ein UDIMM-Speicherkit mitgeliefert.

Auch das wirft die Frage auf, wie es in Zukunft mit CUDIMM denn weitergeht. Core Ultra 300 alias Intel Panther Lake braucht diese Module gar nicht, auch beim Nachfolger Nova Lake alias Core Ultra 400 für alle Segmente sieht es so aus, als sei klassischer UDIMM einfach wieder gesetzt. Die CUDIMM-Ära könnte demnach schon bald wieder vorbei sein.

Software verstärkt im Fokus

Zum Start der neuen Prozessoren hat Intel auch Anpassungen an den Softwarepaketen und ihren Auswirkungen für die Prozessoren und die Plattform vorgenommen. Fortan gibt es nur noch ein einziges kombiniertes Paket von Intel, welches auch Optimierungen für zusätzliche Leistung bietet – Opt-in in dem Fall. Mehr zu den Entwicklungen in dem Bereich liefert der parallel erschienene Bericht:

  • Intel APO, iBOT, IPPP & Co: Softwaretechnologien für bis zu 24 % höhere CPU-Leistung



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DDR5-8000 nach JEDEC-Norm: Neue Speicher-Kits von Geil, Team Group und Adata


The Show must go on. Auch wenn RAM in diesen Tagen sündhaft teuer ist, kommen neue Speicherkits auf den Markt. GeIL und Team Group bieten erstmals DDR5-8000 mit 1,1 Volt JEDEC-Spannung – doch nur bei GeIL kann damit direkt gebootet werden. Bei Adata steht hingegen der Effekt eines „Infinity Spiegels“ im Fokus.

Geil bringt 8.000 MT/s im JEDEC-SPD

DDR5-Speicherriegel mit 8.000 MT/s (und mehr) gibt es zwar schon eine ganze Weile, doch bisher handelte es sich um Module, deren volle Leistung nur über ein Overclocking-Profil mit teils deutlich erhöhter Betriebsspannung von rund 1,4 Volt abgerufen werden konnte. Dafür war also stets ein manuelles Eingreifen der Nutzer erforderlich.

DDR5 8.000 MT/s mit JEDEC-Profil bei GeILs Spear-V-Serie
DDR5 8.000 MT/s mit JEDEC-Profil bei GeILs Spear-V-Serie (Bild: GeIL)

Doch zur Computex 2026, die in knapp vier Wochen beginnt, will GeIL neue Module vorstellen, bei denen 8.000 MT/s im Standardprofil nach JEDEC-Norm verankert sind. Das bedeutet zugleich einen Betrieb mit der Standardspannung von nur 1,1 Volt. Damit sollen die Module direkt ab Werk und ohne Eingriff ins BIOS mit dieser Geschwindigkeit arbeiten. Das ist unter anderem für Fertig-PCs sowie weniger versierte Anwender relevant.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Hochfrequenzmodulen, die manuelle BIOS-Einstellungen oder Übertaktungsprofile erfordern, bieten die JEDEC-8000-MT/s-Module von GeIL ein echtes „Plug-and-Play“-Erlebnis.

Die Sache hat allerdings einen Haken, denn für den Betrieb bei dieser Geschwindigkeit mit lediglich 1,1 Volt müssen die Timings gelockert werden. Mit CL64-64-64-128 liegen diese viel höher als bei den Overclocking-Modulen, die bei 8.000 MT/s oft mit CL38-48-48-128 arbeiten. Entsprechend besser sind deren Latenzen.

DDR5 8.000 MT/s mit JEDEC-Profil bei GeILs Spear-V-Serie (Bild: GeIL)

Abbildungen deuten an, dass die wohl schnellsten Module nach JEDEC-Norm in der Serie Spear V erscheinen werden. Screenshots belegen die Validierung auf Intels Arrow-Lake-Plattform mit Prozessoren wie dem Core Ultra 270K Plus auf Mainboards mit Z890- und B860-Chipsatz. Es werde aber auch schon die Eignung für die nächsten Generationen (Intel Nova Lake) geprüft.

GeIL Aquarius Diamond RGB

Bei der neuen Serie Aquarius Diamond RGB werden noch keine technischen Angaben gemacht. Stattdessen steht das Design klar im Fokus, frei nach dem Motto „Shine Bright like a Diamond“. Ein Bild zeigt die hoch aufragenden Aluminium-Kühler, an deren oberer Kante eine RGB-Leuchtleiste sitzt, die an das Funkeln von Edelsteinen erinnern soll. Die Farben „Graphite Black“ und „Glacier White“ stehen zur Auswahl. Auch diese Speicherriegel sollen auf der Computex ihr Debüt geben.

GeIL Aquarius Diamond RGB
GeIL Aquarius Diamond RGB (Bild: GeIL)

8.000 MT/s auch bei Team Group mit 1,1 Volt, aber …

Auch Team Group wirbt mit vollständig JEDEC-konformen DDR5-Speicherriegeln, die 8.000 MT/s bei nur 1,1 Volt erreichen. Die Timings sind mit CL56-56-56-128 sogar etwas geringer als bei GeIL. Allerdings verraten Screenshots, dass dafür immer noch ein XMP- oder EXPO-Profil abgerufen werden muss. Ohne vorherigen Eingriff ins BIOS werden diese Module also nicht mit dieser Geschwindigkeit booten.

Team Group Elite (Plus) DDR5 mit 8.000 MT/s bei 1,1 Volt (Bild: Team Group)

Ein weiterer Unterschied besteht bei der Herkunft der Speicherchips: GeIL bezieht diese laut den obigen Screenshots von Micron, während bei Team Group welche von SK Hynix verwendet werden.

Team Group Elite (Plus) DDR5 mit 8.000 MT/s bei 1,1 Volt (Bild: Team Group)

Team Group liefert allerdings schon konkretere Informationen zur Verfügbarkeit. In den Serien Elite Plus DDR5 und Elite DDR5 sollen Module mit 8.000 MT/s als Kits mit 2 × 16 GB im Juni 2026 über Amazon in Nordamerika erhältlich sein. Validiert wurde der Betrieb auf Intel Z890 und AMD X870E.

Adata Novakey RGB DDR5

Ganz auf optische Reize zielt Adata mit der neuen Serie Novakey RGB DDR5 ab. Diese besitzen das laut Hersteller erste „Infinity Mirror“-Design, das sich Adata sogar patentieren ließ. Das futuristische Design soll mit speziellen geometrischen Formen an der Oberseite der Module für einen „faszinierenden 3D-Effekt“ sorgen. Der Begriff „Infinity Mirror“ bedeutet übersetzt „Unendlichkeitsspiegel“ und meint die Illusion von unendlicher Tiefe.

Adata XPG Novakey RGB DDR5 (Bild: Adata)

Die Module arbeiten mit 6.400 MT/s eher gemächlich und sollen auch eher Mainstream-Gamer und Creator ansprechen. Geplant sind Kits mit 16 GB und 32 GB und niedrigen Latenzen bis hinab auf CL30 – genauer wird es heute noch nicht. Unterstützt werden AMD Expo wie auch Intel XMP 3.0.

Adata XPG Novakey RGB DDR5 (Bild: Adata)

Die Leiterplatte soll über 10 Lagen verfügen, während beim Heatsink recyceltes Aluminium und ebenfalls aufbereiteter Kunststoff Verwendung finde.

In der Pressemitteilung vom 5. Mai heißt es, dass die globale Einführung bereits am 24. April erfolgen sollte. Noch finden sich die Speicherriegel aber nicht im Handel.



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Tianma: Kleine OLED-Displays mit vierfacher Lebensdauer und 240 Hz


Der chinesische Display-Hersteller Tianma zeigt auf der Display Week in Los Angeles eine Reihe neuer, effizienterer oder schnellerer OLED-Panels, die in erster Linie für Consumer-Produkte wie (faltbare) Smartphones gedacht sind, obwohl die eingesetzten Technologien auch Wearables und andere persönliche Endgeräte adressieren.

OLED-Panel mit vierfacher Lebensdauer

Auf der Fachmesse für Display-Entwicklungen stellt Tianma unter anderem vier Smartphone-Bildschirme auf OLED-Basis aus. Das 6,78 Zoll große „SLOD AM-OLED Display“ nutzt die von Tianma entwickelte „Stacked Layer OLED Device“-Technologie (SLOD), die eine höhere Effizienz und Lebensdauer des OLED-Panels verspricht.

6.78" SLOD AM-OLED Display
6.78″ SLOD AM-OLED Display (Bild: Tianma)

Tianma setzt dafür auf einen sogenannten Charge Generation Layer (CGL) im Tandem-OLED-Stack. Der CGL ist eine Zwischenschicht, die elektrische Ladungen neu erzeugt und sie zwischen mehreren übereinanderliegenden OLED-Leuchtschichten verteilt. Dadurch können mehrere OLED-Stacks gleichzeitig Licht erzeugen, was höhere Helligkeit, geringeren Stromverbrauch und eine längere Lebensdauer ermöglicht. Der CGL wirkt wie eine elektrische „Verbindungsstation“ zwischen den OLED-Schichten und ist ein zentraler Bestandteil von Tianmas energieeffizienter SLOD-Displaytechnologie.

Im Vergleich zu einer Single-Layer-Lösung könne Tianma mit dem SLOD den Energieverbrauch um 30 Prozent reduzieren und die Helligkeit um 25 Prozent steigern. Die Lebensdauer des OLED-Panels könne auf das Vierfache gesteigert werden.

Neuer OLED-Stack reduziert Verbrauch

Das zweite ausgestellte Panel ist das 6,58 Zoll große „U11 AM-OLED Display“, das auf den sogenannten U11-OLED-Stack von Tianma setzt. Dahinter verbergen sich New Fluorescent Blue (NFB) und Phosphor-Sensitized Fluorescence (PSF). NFB ist ein verbessertes blaues OLED-Material, das heller, energieeffizienter und langlebiger ist als frühere blaue OLEDs. Es soll Strom sparen und die Lebensdauer moderner OLED-Displays erhöhen. PSF wiederum ist ein emit­tierendes Material der nächsten Generation respektive ein Prozess aus der Photochemie, bei dem ein Molekül zuerst Licht aufnimmt und in einen langlebigen angeregten Zustand (Phosphoreszenz-Zustand) übergeht. Statt selbst zu leuchten, überträgt es seine Energie auf ein zweites Molekül. Dieses zweite Molekül wird dadurch angeregt und sendet dann Fluoreszenzlicht aus. Einfach gesagt: Ein Molekül nimmt Energie auf und „reicht sie weiter“, sodass ein anderes Molekül zum Leuchten gebracht wird.

6.58" U11 AM-OLED Display
6.58″ U11 AM-OLED Display (Bild: Tianma)

Im Vergleich zur vorherigen Generation soll der Energieverbrauch des U11-OLED-Stacks 12 Prozent geringer und gleichzeitig die Lebensdauer doppelt so hoch ausfallen.

OLED-Display mit 240 Hz

Auf der Display Week zeigt das Unternehmen zudem ein 6,32 Zoll großes AM-OLED-Display mit besonders hoher Bildwiederholrate von 240 Hz. In heutigen Smartphone-Bildschirmen sind im Regelfall 120 Hz der Standard, gelegentlich (Oppo, Vivo) sind auch 144 Hz bei OLED anzutreffen. Tianma trennt dabei das Datenschreiben auf dem OLED von der TFT-Kompensation, die Unterschiede und Alterung der TFT-Transistoren ausgleicht, damit jeder Pixel korrekt angesteuert wird und Helligkeit sowie Farben gleichmäßig bleiben. Eine von 0,6 µs auf 6 µs erweiterte Kompensationszeit soll feine Details in dunklen Bildbereichen erhalten, Bewegungsartefakte verringern und der Bildstabilität dienlich sein.

6.32" Ultra-high Refresh Rate AM-OLED Display
6.32″ Ultra-high Refresh Rate AM-OLED Display (Bild: Tianma)

Faltbares Display ohne Falz

Für faltbare Smartphones ist das 6,9 Zoll große „Creaseless AM-OLED Display“ vorgesehen, das mit optimiertem OLED-Stack und Faltstruktur keinen Falz mehr zeigen soll. Der OLED-Stack falle besonders dünn aus, außerdem komme spezieller Klebstoff zum Einsatz. Auch die optimierte Faltmechanik zur Wassertropfenform im Bereich der Falz und eine neue UTG-Struktur (Ultra Thin Glass) sollen die Stabilität verbessern.

6.9" Creaseless AM-OLED Display
6.9″ Creaseless AM-OLED Display (Bild: Tianma)

Neue Bildschirme und HUDs für Autos

Zur Fachmesse zeigt Tianma auch eine Reihe neuer Panels für die Automotive-Branche, Monitore und Tablets. Für Fahrzeuge stellt das Unternehmen das „Smart Cockpit 7.0“ aus, das ein 49,6 Zoll großes Curved-Display von A-Säule zu A-Säule spannt und zusätzlich ein ausfahrbares Zentral-Display mit OLED-Panel bietet. Ausgestellt wird auch ein 19 Zoll großes Micro-LED-Panel mit 60 Prozent Transparenz. Für Head-up-Displays ist das „12″ Micro-LED IRIS HUD“ vorgesehen, das mit 120.000 cd/m² selbst stärkstes Sonnenlicht ausgleichen können soll. In den kompletten unteren Bereich der Windschutzscheibe lässt sich hingegen das „43.7″ Ultra-wide IRIS HUD“ einsetzen, das auf 10.000 cd/m² kommt.

19" Transparent Splicing Micro-LED
19″ Transparent Splicing Micro-LED (Bild: Tianma)
12" Micro-LED IRIS HUD
12″ Micro-LED IRIS HUD (Bild: Tianma)
43.7" Ultra-wide IRIS HUD
43.7″ Ultra-wide IRIS HUD (Bild: Tianma)

Panels für Monitore, Notebooks und Tablets

Für medizinische Monitore hat Tianma ein 4K-144-Hz-Panel in 27 Zoll mit schnellem Wechsel zwischen der 2D- und 3D-Darstellung entwickelt. Industrielle Monitore bedient ein Oxide-Display mit Oxid-Halbleitermaterialien, das QHD-Auflösung mit dynamischer Bildwiederholfrequenz von 20 Hz bis 144 Hz unterstützt. Notebooks und Tablets können auf ein neues „12.8″ All-Oxide AM-OLED Display“ setzen, das 1 Hz bis 240 Hz bietet.

27" QHD Oxide 20-144 Hz Monitor
27″ QHD Oxide 20-144 Hz Monitor (Bild: Tianma)
12.8" All-Oxide AM-OLED Display
12.8″ All-Oxide AM-OLED Display (Bild: Tianma)



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AMD × Samsung: Erneute Gerüchte über AMD-Chips mit Samsungs 2 nm


AMD × Samsung: Erneute Gerüchte über AMD-Chips mit Samsungs 2 nm

Bild: Samsung

Südkoreanische Medien frohlocken erneut über einen möglichen Auftrag von AMD bei Samsung. Das Ziel sollen 2-nm-Chips sein. Doch wie so oft bei der Thematik, wie zuletzt schon bei Apple mit angeblicher Intel-Produktion, ist die Angelegenheit extrem komplex und keine Lösung für in Kürze anstehende Produkte.

Samsung und AMD, das klappt als Partnerschaft und Geschäft bereits seit vielen Jahren. Zuletzt wurde die Zusammenarbeit erneuert, denn Samsung kann das liefern, was AMD gerade in großen Mengen braucht: HBM. Und auch DRAM für Epyc-Venice-Systeme.

Schon im März war der größte Elefant im Raum aber ein anderer: Was ist eigentlich mit Samsung Foundry? Denn dass die Speichersparte funktioniert, beweisen zuletzt die extrem guten Quartalszahlen. Bei Samsung Foundry sieht das ganz anders aus, hier nennt das Unternehmen nie Zahlen und verweist oft auf eigene Produkte als größtes Aushängeschild. Zuletzt ging es um Base-Dies für HBM in 4 nm und die vergleichsweise kleinen Smartphone-SoCs der Exynos-Serie, hier immerhin schon in 2 nm. An dieser Fertigungsstufe hat sich das Unternehmen jahrelang die Zähne ausgebissen und kommt nun erst in den Bereich, wo es wirtschaftlich wird und die Ausbeute stimmt – und damit auch für externe Kunden interessant wird.

Lisa Su besucht Fab von Samsung Semiconductors
Lisa Su besucht Fab von Samsung Semiconductors (Bild: Samsung)

Bereits im März haben AMD und Samsung erklärt, auch über eine Zusammenarbeit bei Chips abseits von Speicher zu sprechen. Um was genau es gehen könnte, ist allerdings völlig offen. Gerüchte in dieser Richtung gibt es zwar immer wieder, Resultate haben sich bislang aber nicht gezeigt – das ändern auch die heutigen Berichte aus Südkorea nicht, die im Kern das meiste bereits Bekannte nur noch einmal wiederholen. Statt von discussions sei nun jedoch von advancing discussions die Rede. Unterschrieben ist aber nach wie vor nichts, es dürfte ohnehin eher etwas Langfristiges werden. Denn die nun kommende Generation ist längst in trockenen Tüchern.

The two companies will also discuss opportunities for foundry partnership, through which Samsung would provide foundry services for next-generation AMD products.

Samsung im März 2026

Samsung Foundry kämpfte in den letzten Jahren darum, den Anschluss zu finden, bei 2 nm könnte er erstmals wieder gelingen. Da alle großen AI-Firmen nach High-End-Fertigungskapazität lechzen, ergibt sich für Samsung eine realistische Chance. Gleiches gilt für Intel Foundry, weshalb Gerüchte in dieser Form alle paar Wochen wieder auftauchen. Der Name des potenziellen Kunden ändert sich dabei, die Aussage im Kern ist jedoch ziemlich ähnlich.



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