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Künstliche Intelligenz

LG stellt ersten Gaming-Monitor mit nativen 1000 Hz in Full-HD vor


Laut LG ist der neue UltraGear 25G590B der erste Monitor eines großen Elektronikkonzerns, der 1000 Hz direkt bei 1920 × 1080 Pixeln darstellt. Bisherige Ansätze arbeiteten oft mit reduzierter Auflösung oder speziellen Modi. Acer ermöglicht die 1000 Hz beim Predator XB273U F6 beispielsweise nur über einen Umschaltmodus mit 720p, beim Philips Evnia ist es ähnlich. Die maximale Bildrate des verbauten IPS-Panels bleibt laut LG dauerhaft aktiv. Weder Auflösung noch Bildfläche müssen also während des Spielens angepasst werden.

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Das südkoreanische Unternehmen, das auf der diesjährigen CES eine neue OLED-TV-Modellreihe vorgestellt hat, beschreibt den Bildschirm als Werkzeug für schnelle Spiele wie Ego-Shooter, bei denen niedrige Reaktionszeiten und klare Bewegungen wichtig sind. Auch das 24,5-Zoll-Panel entspricht der bei Gaming-Monitoren im E-Sport verbreiteten Größe, bei der alle wichtigen Bildbereiche im Blick behalten werden können, ohne mit den Augen wandern zu müssen.

Eine entspiegelte Oberfläche soll Reflexionen reduzieren. Hinzu kommen natürlich auch die mittlerweile obligatorischen KI-Funktionen zur Bild- und Tonanpassung, die direkt im Gerät berechnet werden, Inhalte analysieren und Darstellung sowie Klang automatisch anpassen sollen. Ergänzend nennt LG seine „Motion Blur Reduction Pro“-Technologie zur Reduzierung von Bewegungsunschärfe, die schnelle Objekte schärfer darstellen soll.

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Trotz der hohen Zahl bleibt die Frage, wie gut sich 1000 Hz mit einem IPS-Panel umsetzen lassen. Bei LC-Displays verändern Flüssigkristalle ihre Ausrichtung, um Bilder darzustellen. Dieser Vorgang wird als Reaktionszeit gemessen. Bei 1000 Hz steht pro Bild nur etwa eine Millisekunde zur Verfügung. Pixel, die nicht schnell genug wechseln, erzeugen Schlieren oder Überschwinger.

Wie gut die Umsetzung tatsächlich klappt, soll sich noch dieses Jahr klären. LG plant die Markteinführung des UltraGear 25G590B für die zweite Jahreshälfte 2026, zunächst in ausgewählten Regionen. Preise nannte das Unternehmen bislang nicht.

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(joe)



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Künstliche Intelligenz

Bluetti Pioneer Na im Test: Kälteresistente Powerstation mit Natrium-Ionen-Akku


Test: Bluetti Pioneer Na bringt Natrium-Ionen-Akku in die Powerstation-Welt – überzeugt mit AC-Effizienz und Kälte-Tauglichkeit.

Die Bluetti Pioneer Na ist keine Powerstation, die vor allem über Rekordkapazität auffallen will. Ihr wichtigstes Merkmal ist die Zellchemie: Statt LiFePO4 oder NMC nutzt Bluetti hier einen Natrium-Ionen-Akku, im Datenblatt als SIB geführt. Die Nennkapazität liegt bei 900 Wh, das Gewicht bei 16 kg, die Abmessungen betragen 340 × 247 × 317 mm. Laut Handbuch darf die Pioneer Na von –15 °C bis 40 °C geladen und von –25 °C bis 40 °C entladen werden.

Damit zielt die Pioneer Na auf Einsatzbereiche, in denen klassische Lithium-Powerstations oft unpraktisch werden: Wintercamping, kalte Garagen, Gartenhäuser, Hütten, Fahrzeuge, Baustellen oder Notstromsituationen bei niedrigen Temperaturen. Viele LiFePO4-Geräte liefern bei Kälte zwar noch Strom, verweigern aber das Laden, sobald die Zellen zu kalt sind. Die Pioneer Na kann hier mehr Spielraum bieten.

Der Fortschritt liegt also nicht darin, dass Bluetti das Powerstation-Design neu erfindet. Gehäuse, Display, Anschlusslayout und Bedienlogik wirken vertraut. Das ist eher ein Vorteil als ein Makel: Die Pioneer Na fühlt sich im Alltag nicht experimentell an, obwohl im Inneren eine neue Akkuchemie arbeitet.

Natrium-Ionen-Zellen haben nicht die höchste Energiedichte. Genau das merkt man am Gewicht. Für 900 Wh sind 16 kg Gesamtgewicht weder übertrieben schwer noch als Leichtgewicht zu verstehen. Für dieses etwas höhere Gewicht verspricht die Technik bessere Kälteeigenschaften, eine lange Lebensdauer und eine Rohstoffbasis ohne Lithium und Kobalt. Bluetti bewirbt die Pioneer Na als langlebigen Speicher mit mehr als 4.000 Ladezyklen. Das macht sie nicht nur zu einem Winter-Spezialisten, sondern auch zu einem spannenden Langzeittest für eine neue Akku-Generation.

Verarbeitung, Display und Anschlüsse

Das Gehäuse wirkt sauber verarbeitet, die integrierten Griffe sitzen stabil und machen den Transport unkompliziert. Die bläulich-graue Farbgebung hebt die Pioneer Na sichtbar von vielen klassischen Powerstations ab. Sie wirkt eigenständig, ohne verspielt zu sein.

Vorn sitzen zwei Schuko-Ausgänge mit zusammen 1.500 W Dauerleistung, eine 12-V-Kfz-Buchse, vier USB-A-Ports, ein USB-C-Port mit bis zu 100 W sowie der DC-Eingang. Auf der Oberseite befindet sich zusätzlich ein kabelloses Ladepad mit bis zu 15 W. Seitlich sitzen AC-Eingang, Sicherung und Erdungsanschluss. Laut Handbuch liefert der AC-Ausgang insgesamt 1.500 W, die 12-V-Buchse 12 V / 10 A, USB-C bis zu 100 W und das Wireless-Charging-Pad 5, 7,5, 10 oder 15 W.

Das Display ist hell, übersichtlich und zeigt direkt am Gerät die wichtigsten Werte: Ladezustand, Eingangs- und Ausgangsleistung, Restzeit, Frequenz und aktive Ausgänge. In der App lassen sich zusätzliche Details abrufen, etwa PV-Spannung und PV-Strom. Das war bei unserem Solartest hilfreich, weil die App nicht nur die Ladeleistung, sondern auch Spannung und Strom des PV-Eingangs anzeigte.

Ein zweiter USB-C-Port wäre trotzdem wünschenswert gewesen. Viele Nutzer laden heute parallel Notebook, Smartphone, Kamera oder Tablet. Der vorhandene USB-C-Port ist mit 100 W stark genug für viele Notebooks, aber ein einzelner Port wirkt etwas knapp. Die App-Anbindung läuft per Bluetooth. Für Konfiguration und Kontrolle vor Ort reicht das gut aus; für Fernzugriff aus größerer Entfernung oder Smart-Home-nahe Szenarien wäre WLAN komfortabler.

luetti nennt für die Pioneer Na einen sehr niedrigen Standby-Verbrauch von rund 1,5 W. Mit eingeschaltetem AC-Wechselrichter liegen die Verluste naturgemäß höher; für Laufzeitabschätzungen rechnet Bluetti im Handbuch mit einem Eigenverbrauch von rund 15 W.

Leistung: 1.500 W Dauerlast und Power-Lifting

Die AC-Seite gehört zu den Stärken der Pioneer Na. Offiziell liefert sie 1.500 W Dauerleistung. Für Überlast gibt Bluetti 1.500 bis 1.800 W für 2 Minuten, 1.800 bis 2.250 W für 5 Sekunden und noch höhere Lasten nur für sehr kurze Spitzen an. Damit deckt die Powerstation viele typische Verbraucher ab: Kaffeemaschine, kleiner Wasserkocher, Kompressor-Kühlbox, Werkzeug, Staubsauger, Router, Notebook-Set-up oder Beleuchtung.

Der Power-Lifting-Modus erweitert den Spielraum für einfache Heizlasten. Er ist laut Handbuch für reine Widerstandslasten wie Wasserkocher, Heizdecken, Haartrockner oder ähnliche Geräte gedacht. Obwohl solche Verbraucher mit bis zu 2.250 W betrieben werden können, bleibt die tatsächliche Ausgangsleistung der Pioneer Na weiterhin auf 1.500 W begrenzt. Praktisch senkt die Powerstation dafür die Spannung, damit diese Geräte weiterlaufen, ohne die Powerstation sofort zu überlasten und zum Abschalten zu zwingen.

Für empfindliche Elektronik, Computer, Netzteile oder Geräte, welche eine reine Sinuswellenspannung ohne Spannungseinbrüche benötigen, ist dieser Modus nicht gedacht. Im Alltag ist er trotzdem eine sinnvolle Ergänzung, weil gerade Heizgeräte kurzzeitig hohe Anforderungen stellen können.

Entladung: Sehr gute nutzbare AC-Kapazität

Für die Energie- und Effizienzmessungen wurden zwei vollständige Entladezyklen von 100 % auf 0 % durchgeführt. Zur Absicherung liefen parallel drei strommessende Smart-Plugs mit: Shelly Plug S Gen3, Tasmota-Refoss-P11 und Aubess Zigbee Smart Plug.

Messergebnisse – Entladung

Entladetest #1 ca. 440 W 0,79 kWh 0,80 kWh 0,78 kWh
Entladetest #2 ca. 920 W 0,85 kWh 0,86 kWh 0,84 kWh

Damit liefert die Pioneer Na im AC-Betrieb 0,78 bis 0,86 kWh nutzbare Energie. Der rechnerische Mittelwert liegt bei rund 0,83 kWh.

Bezogen auf die Nennkapazität von 900 Wh ergibt sich folgende AC-Entladeeffizienz:

Niedrigster Messwert 0,78 kWh / 0,90 kWh 86,7 %
Höchster Messwert 0,86 kWh / 0,90 kWh 95,6 %
Mittelwert ca. 0,83 kWh / 0,90 kWh ca. 92 %

Das ist ein starkes Ergebnis. Die Pioneer Na gibt am AC-Ausgang einen sehr hohen Anteil ihrer Nennkapazität frei. Sie wirkt hier nicht wie ein Gerät mit großem verstecktem Sicherheitspuffer, sondern wie eine Powerstation, die ihre 900 Wh im Alltag sehr gut nutzbar macht.

Dass in unseren Messungen die höhere Last sogar leicht mehr nutzbare Energie ergab, sollte man nicht überinterpretieren. Messgerätetoleranzen, Lastprofil, Temperatur und BMS-Verhalten spielen hier mit hinein. Entscheidend ist die Gesamtaussage: Die AC-Ausbeute der Pioneer Na ist für eine 900-Wh-Powerstation sehr überzeugend. Ergänzende Vergleichsmessungen mit anderen Lastpunkten bestätigen diese Größenordnung.

Die Powerstation Bluetti Pioneer Na kann bis –15 °C geladen und bis zu –25 °C entladen werden.

AC-Laden: Schnell, flexibel und alltagstauglich

Die Pioneer Na bietet laut Handbuch die drei AC-Lademodi Standard, Turbo und Silent. Standard und Silent lassen sich direkt am Gerät wählen, Turbo wird über die App aktiviert. Für erweiterte Einstellungen verweist das Handbuch ebenfalls auf die App, unter anderem zur Anpassung des maximalen Netzeingangsstroms.

In der App unseres Testgeräts gibt es zusätzlich einen Custom-Modus. Dort lässt sich der maximale Netz-Ladestrom von 1 A bis 7 A einstellen.

Custom-Modus – rechnerische Ladeleistung bei 230 V

1 A 1 x 230 V 230 W
2 A 2 x 230 V 460 W
3 A 3 x 230 V 690 W
4 A 4 x 230 V 920 W
5 A 5 x 230 V 1.150 W
6 A 6 x 230 V 1.380 W
7 A 7 x 230 V 1.610 W

Praktisch limitiert die Pioneer Na die AC-Ladeleistung auf rund 1.400 W. Die 7-A-Stufe ist also die Maximalstellung, aber keine reale 1.610-W-Ladung.

Gerade dieser Custom-Modus ist im Alltag sehr nützlich. Auf Campingplätzen, an schwach abgesicherten Steckdosen, im Altbau oder am Generator lässt sich die Ladeleistung fein abgestuft begrenzen, ohne auf grobe Presets angewiesen zu sein. Das ist ein echter Pluspunkt, weil die Pioneer Na damit nicht nur schnell, sondern auch sehr kontrolliert laden kann.

Messergebnisse – Laden

Ladetest #1 Turbo ca. 1.410 W 1,13 kWh 1,13 kWh 1,10 kWh 68 Minuten
Ladetest #2 Standard ca. 440 W 1,13 kWh 1,14 kWh 1,11 kWh 2 h 36 min

Auffällig positiv: Die bezogene Netzenergie bleibt in beiden Modi nahezu gleich. Turbo spart also vor allem Zeit, ohne in unseren Messungen deutlich mehr Energie zu verbrauchen. Wer schnell wieder einsatzbereit sein muss, lädt in gut einer Stunde voll. Wer nachts, im Wohnmobil oder besonders leise laden möchte, nutzt Standard oder Silent.

Round-Trip-Effizienz: Solide Gesamtbilanz

Für die Round-Trip-Effizienz wird die aus dem Netz bezogene Ladeenergie den anschließend entnehmbaren AC-Energiemengen gegenübergestellt.

Berechnungsgrundlage

Ladeenergie 0-100 % ca. 1,10 bis 1,14 kWh
Typische Ladeenergie ca. 1,12 bis 1,14 kWh
Entnehmbare AC-Energie 0,78 bis 0,86 kWh

Round-Trip-Ergebnis

Worst Case 0,78 kWh / 1,14 kWh ca. 68 %
Best Case 0,86 kWh / 1,13 kWh ca. 76 %
Praxiswert Mittel aus den Messungen ca. 73-74 %

Das ist kein Rekordwert, aber für die Gesamtkette aus AC-Lader, Batteriemanagement, Natrium-Ionen-Zellen, Ladeendphase und DC-zu-AC-Wandler plausibel. Wichtig ist die Einordnung: Die reine AC-Entladung ist sehr effizient, und genau dort überzeugt die Pioneer Na besonders. Die Round-Trip-Verluste fallen vor allem dann ins Gewicht, wenn man die Powerstation regelmäßig als stationären Zwischenspeicher mit vielen Vollzyklen nutzt.

Beim Eigenverbrauch muss man zwischen Standby und aktivem Wechselrichter unterscheiden. Bluetti nennt für die Pioneer Na einen sehr niedrigen Standby-Verbrauch von rund 1,5 W. Mit eingeschaltetem AC-Wechselrichter liegen die Verluste naturgemäß höher; für Laufzeitabschätzungen rechnet Bluetti im Handbuch mit einem Eigenverbrauch von rund 15 W. Für Camping, mobile Arbeit, kalte Einsatzorte und Notstrom ist die hohe nutzbare AC-Kapazität im Alltag meist wichtiger als ein maximaler Round-Trip-Spitzenwert.

 In der App lassen sich zusätzliche Details abrufen, etwa PV-Spannung und PV-Strom. Das war bei unserem Solartest hilfreich, weil die App nicht nur die Ladeleistung, sondern auch Spannung und Strom des PV-Eingangs anzeigte.

Solarladen: Stark, wenn die Spannung passt

Der Solareingang ist mit bis zu 500 W ordentlich dimensioniert. Die Pioneer Na akzeptiert am DC-Eingang 12 bis 60 V, maximal 10 A und maximal 500 W. Genau diese 10-A-Grenze ist in der Praxis entscheidend.

Unser Praxistest zeigt sehr gut, worauf es ankommt. Angeschlossen wurde ein 500-W-Solarmodul. Zum Testzeitpunkt hat dieses Modul direkt zuvor an einem anderen System ungefähr 400 W geliefert. An der Pioneer Na zeigte die App jedoch 32,7 V, 10,0 A und 329 W. Am Gerät selbst waren rund 330 W Eingang zu sehen.

Messergebnisse – Solarladen

Angeschlossenes Modul 500-W-Solarmodul
Erwartbare Modulleistung zum Testzeitpunkt ca. 400 W
Anzeige App: Spannung 32,7 V
Anzeige App: Strom 10,0 A
Anzeige App: Leistung 329 W
Anzeige Gerät ca. 330 W

Nicht das Panel war hier der Engpass, sondern die Stromgrenze des Solareingangs der Pioneer Na. Wer volle 500 W Ladeleistung nutzen möchte, benötigt daher mehr Spannung. Bei 10 A erfordern 500 W mindestens 50 V unter Last. Ein einzelnes 500-W-Modul mit niedrigerer Arbeitsspannung wird also vor Erreichen seiner Nennleistung ausgebremst.

Das ist kein Defekt, sondern eine typische MPPT-Grenze, die man bei der Modulwahl berücksichtigen muss. Mit einem passenden Modul-Set-up oder einer geeigneten Reihenschaltung mehrerer Module lässt sich die Pioneer Na deutlich besser laden. Wichtig bleibt die obere Spannungsgrenze: Diese darf 60 V nicht überschreiten.

USV, Pass-Through und Generatorbetrieb

Die Pioneer Na unterstützt Durchgangsladen und kann gleichzeitig Verbraucher versorgen. Für den USV-Betrieb nennt Bluetti eine Umschaltzeit von höchstens 20 ms. Das reicht nicht für jede hochkritische IT-Anwendung, ist aber für typische Notstromszenarien wie Router, kleine Netzwerkgeräte, Beleuchtung oder einfache Haushaltslasten interessant. Das Handbuch weist ausdrücklich darauf hin, dass die USV-Funktion nicht für Hochleistungs-Server oder Workstations gedacht ist.

Interessant ist auch die Pass-Through-Leistung. Am AC-Eingang sind bei „Charging + Bypass“ 230 V und 10 A möglich. Rechnerisch entspricht das bis zu 2.300 W Gesamtleistung am Eingang. Die reine AC-Ladeleistung bleibt davon getrennt und ist auf maximal 1.400 W begrenzt. Für die Praxis heißt das: Die Pioneer Na kann angeschlossene Verbraucher versorgen und parallel nachladen, ohne dass die gesamte Eingangsleistung ausschließlich in den Akku fließt.

Für den Generatorbetrieb ist der Custom-Modus besonders wertvoll. Kleine Inverter-Generatoren oder schwache Campinganschlüsse reagieren empfindlich auf Lastsprünge. Wenn sich der Ladestrom in 1-A-Schritten begrenzen lässt, kann man die Pioneer Na viel besser an die verfügbare Stromquelle anpassen. Zusätzlich gibt es einen AC-Selbstanpassungsmodus für problematische Netz- oder Generatorquellen.

Die App-Anbindung läuft per Bluetooth. Für Konfiguration und Kontrolle vor Ort reicht das gut aus; für Fernzugriff aus größerer Entfernung oder Smart-Home-nahe Szenarien wäre WLAN komfortabler.

Kältebetrieb: Die große Stärke der Pioneer Na

Der Kältebetrieb ist der wichtigste Grund, sich die Pioneer Na genauer anzuschauen. Laut Handbuch darf sie bis –15 °C geladen und bis –25 °C entladen werden. Damit ist sie deutlich stärker auf kalte Einsatzbereiche ausgelegt als viele klassische Powerstations.

Einen echten Frosttest konnten wir wegen der aktuellen Außentemperaturen nicht mehr durchführen. Eigene Messungen fanden bei Temperaturen im einstelligen Plusbereich und bei Raumtemperatur – in diesem Bereich arbeitete die Pioneer Na unauffällig, also ohne Einschränkungen beim Laden und Entladen. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, also etwa 0 bis 5 °C, sollte die Pioneer Na aber grundsätzlich normal nutzbar sein. Das Entladen liegt weit innerhalb des freigegebenen Temperaturbereichs. Beim Laden kann das Batteriemanagement je nach Zelltemperatur vorsichtiger regeln, insbesondere wenn das Gerät zuvor vollständig ausgekühlt war. Sobald Akku und Umgebung wieder in einem geeigneten Bereich liegen, kann die Powerstation vollständig geladen werden.

Natrium-Ionen-Batterien kommen ohne seltenes Kobalt oder Lithium aus, und ihre Herstellung verursacht weniger CO₂-Emissionen.

Gleichzeitig heißt das nicht, dass Frost für den Akku vollkommen egal wäre. Das Batteriemanagement begrenzt das Laden bei sehr niedrigen Temperaturen. Unter –10 °C wird nur bis maximal 60 % SoC geladen. Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt reduziert das BMS die mögliche Ladung ebenfalls temperaturabhängig; sobald durch Erwärmung die Temperatur des Akkus wieder in einem geeigneten Bereich liegt, kann die Pioneer Na wieder vollständig geladen werden.

Diese Begrenzung ist kein Nachteil im eigentlichen Sinn, sondern Teil der Schutzstrategie. Die Powerstation erlaubt Kältebetrieb, schützt die Zellen aber vor ungünstigen Ladebedingungen. Für die Praxis ist das ein guter Kompromiss: Wer im Winter Strom benötigt, bekommt deutlich mehr Spielraum als mit vielen klassischen Powerstations, sollte das Gerät aber trotzdem trocken, geschützt und möglichst nicht dauerhaft komplett ausgekühlt betreiben.

Genau hier wird die Pioneer Na besonders interessant. Sie ist nicht nur eine Powerstation für den Sommerurlaub, sondern eine mobile Stromquelle für die kalte Jahreszeit. Sie passt zu Wintercamping, kalten Fahrzeugen, unbeheizten Gartenhäusern, autarken Hütten, Outdoor-Arbeiten oder Notstrom im Schuppen. Natürlich sollte auch die Pioneer Na nicht im Regen oder in hoher Feuchtigkeit betrieben werden. Aber innerhalb dieser Grenzen ist die Natrium-Ionen-Technik ein echter praktischer Vorteil.

Lautstärke und Temperatur

Die Lüftersteuerung ist je nach Last deutlich hörbar, ohne dass die Lautstärke zu unangenehm wird. Unter höherer Lade- oder Entladeleistung laufen die Lüfter ordentlich an. In Werkstatt, Garage, Gartenhaus, Fahrzeug oder beim Camping ist das meist unproblematisch. Im Schlafzimmer oder sehr ruhigen Wohnraum würde man eher den Standard- oder Silent-Modus bevorzugen.

Positiv ist, dass Bluetti eher auf sichere Temperaturen als auf maximale Ruhe regelt. Gerade bei einer neuen Zellchemie ist diese konservative Abstimmung nachvollziehbar. Für den typischen Einsatzzweck der Pioneer Na – mobile Energie, Winterbetrieb, Notstrom, Camping und Outdoor – passt diese Priorität gut.

Preis

Aktuell wird die Pioneer Na nur im Shop des Herstellers vertrieben. Sie kostet regulär 1100 Euro und ist aktuell für knapp 1000 Euro im Angebot. Wer die Powerstation zusammen mit einem Solarpanel betreibt, kann die Umsatzsteuerbefreiung für solche Einsatzzwecke in Anspruch nehmen. Damit sinkt der Preis auf 839 Euro. Allerdings ist die Pioneer Na erst im August wieder lieferbar.

Fazit

Die Bluetti Pioneer Na ist eine der spannendsten Powerstations ihrer Klasse, weil sie nicht einfach nur bekannte LiFePO4-Technik neu verpackt. Sie bringt Natrium-Ionen-Zellen in ein alltagstaugliches, robustes und leistungsstarkes Gerät. Genau das macht sie besonders: Die Pioneer Na ist kein reines Datenblatt-Experiment, sondern eine Powerstation, die sich im Alltag vertraut bedienen lässt und gleichzeitig eine neue Akkuchemie nutzbar macht.

In unseren Messungen überzeugt sie vor allem bei der nutzbaren AC-Kapazität. Aus 900 Wh Nennkapazität wurden am AC-Ausgang 0,78 bis 0,86 kWh entnommen, im Mittel rund 0,83 kWh. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Auch das AC-Laden gefällt: Im Turbo-Modus war die Pioneer Na nach 68 Minuten wieder voll, im Standard-Modus nach 2 Stunden und 36 Minuten. Die Netzenergie blieb dabei nahezu identisch, sodass der Nutzer vor allem zwischen Tempo und Geräuschkulisse wählen kann.

Der Solareingang verlangt etwas Planung, ist dann aber gut nutzbar. Die 500 W erreicht man nur mit ausreichend hoher Modulspannung; unser Test mit 32,7 V und 10 A zeigt klar, warum bei rund 330 W Schluss war. Wer die Modulwahl darauf abstimmt, kann die Pioneer Na auch solar zügig laden. Der Custom-Modus mit 1 bis 7 A macht sie zusätzlich angenehm flexibel an Steckdose, Campingplatz oder Generator.

Ihre größte Stärke bleibt aber die Kälte. Für Einsatzzwecke bei eisigen Temperaturen wie Wintercamping, in kalten Garagen, unbeheizten Hütten, dem mobilen Einsatz in Fahrzeugen oder Notstromsituationen zu Hause ist die Pioneer Na deutlich interessanter als viele klassische Powerstations. Sie ist nicht nur eine Sommer-Campingbox, sondern eine mobile Stromquelle für die kalte Jahreszeit. Zwar konnten wir mangels Frost keinen eigenen Minusgrad-Test durchführen, aber die technischen Daten und das Temperaturmanagement zeigen klar, worauf Bluetti dieses Gerät ausgelegt hat.

Kleinere Einschränkungen wie nur ein USB-C-Port, fehlendes WLAN und hörbare Lüfter unter Last bleiben. Sie ändern aber wenig am Gesamtbild: Die Pioneer Na ist eine robuste, schnell ladende und kälteresistente Powerstation mit neuer Akkuchemie. Gerade als erste ernst zu nehmende Natrium-Ionen-Powerstation zeigt sie überzeugend, wohin sich mobile Speicher entwickeln können – und warum diese Technik besonders für Wintereinsätze mehr ist als nur ein Marketingversprechen.



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Klimawandel: Abschied vom absoluten Worst-Case-Szenario keine Entwarnung


Die nächste Generation von weltweit anerkannten Klimamodellen wird das bislang schlimmstmögliche Szenario für die Klimaerwärmung nicht mehr berücksichtigen. Gleichzeitig geht auch die bestmögliche Prognose nicht mehr davon aus, dass das Ziel des Pariser Klimaabkommens gehalten wird. Das hat eine internationale Forschungsgruppe ermittelt, die den nächsten Sachstandsbericht für den Weltklimarat vorbereitet. Anders als teilweise behauptet, bedeute der Schritt aber keine Entwarnung, warnt Niklas Höhne vom New Climate Institute in Köln gegenüber dem Science Media Center (SMC). Weil die Gefahr inzwischen als größer angesehen wird, dass bestimmte Kipppunkte überschritten werden, könnten die Folgen des neuesten Worst-Case-Szenarios nicht weniger gravierend ausfallen.

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Konkret geht es dabei um die RCP-Szenarien (englisch: Representative Concentration Pathway), die verschiedene Prognosen für die Entwicklung der absoluten Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre bezeichnen. Verzichtet werden kann dabei auf das schlimmste davon, das als RCP8.5 bezeichnet würde. Das seidavon ausgegangen, dass die Nutzung fossiler Energiequellen unendlich weiter wachse, vor allem, weil es lange keine Alternativen gegeben habe, erklärt Höhne. Dadurch wäre die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts im Mittel um fast fünf Grad wärmer geworden, mit regelrecht apokalyptischen Folgen. Während das nun nicht mehr modelliert werde, sei es aber weiterhin möglich, dass eine Erwärmung von über 4 Grad erreicht werde, erklärt das Forschungsteam.

Dafür, dass das bisherige Worst-Case-Szenario abgelöst werden kann, macht die Forschungsgruppe gleich mehrere Faktoren verantwortlich. So hätten die globalen Treibhausgasemissionen in den vergangenen Jahren immer in etwa auf der Mitte der prognostizierten Bandbreite gelegen, allein dadurch habe die Prognose entsprechend angepasst werden können. Gleichzeitig wachse der Anteil erneuerbarer Energiequellen an der Stromerzeugung dank der gefallenen Kosten viel schneller als angenommen. Schließlich sehen die Forscher und Forscherinnen auch einen geringen Anteil erfolgreicher Klimapolitik an der Entwicklung.

Insgesamt handle es sich um eine großartige Nachricht, sagt Diana Rechid vom Helmholtz-Zentrum Hereon in Hamburg dem SMC: „Die technologischen, ökonomischen und politischen Errungenschaften der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass das Worst-Case-Szenario, das vor mehr als 15 Jahren aufgestellt wurde, nicht mehr plausibel ist!“ Unmöglich sei es aber nicht. Der Schritt beweise, „dass wir gemeinsam etwas bewirken“. Die Konsequenz müsse aber heißen, „nun schnell, wirksam, weltweit Emissionen zu vermeiden“. Wer den Schritt nutze, um Klimawissenschaft zu diskreditieren und den Klimawandel herunterzuspielen, handle unverantwortlich, ergänzt Höhne. Aktuell seien Warnungen vor einem besonders starken El Niño äußerst besorgniserregend.

Das Forschungsteam selbst weist derweil darauf hin, dass es angesichts der immer noch steigenden Treibhausgasemissionen und der bereits in der Atmosphäre befindlichen Mengen keinen plausiblen Weg mehr gebe, um die Erwärmung auf unter 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Selbst die optimistischsten Szenarien gehen demnach inzwischen davon aus, dass dieser Wert im Mittel übertroffen wird. Damit das Ziel des Pariser Klimaabkommens doch noch eingehalten wird, müsste also in großem Umfang CO₂ aus der Atmosphäre entfernt werden. Bislang ist aber unklar, wie das erreicht werden könnte. Der ganze Forschungsartikel ist bei Geoscientific Model Development einsehbar.

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(mho)



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Mit KI: Apple stellt neue Funktionen für Barrierefreiheit vor


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This article is also available in
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

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Apple hat diverse Verbesserungen für seine Barrierefreiheitsfunktionen angekündigt, die unter anderem VoiceOver, Voice Control, den Accessibility Reader sowie die Untertitelung von Videos betreffen. Außerdem zeigte der Konzern, wie sich per Augentracking mit der Vision Pro ein Rollstuhl bedienen lässt. Die Features sollen in den kommenden Monaten freigegeben werden, vermutlich zusammen mit iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 und watchOS 27, die für Herbst erwartet werden. Die neuen Betriebssysteme stellt Apple am 8. Juni auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC 2026 vor.

Mit VoiceOver ist es bekanntermaßen möglich, sich die Oberfläche von Apple-Geräten erklären zu lassen, um sie dann direkt zu bedienen – etwa, wenn man sehbehindert ist. Die Funktion kann aber auch die Umgebung beschreiben. Mit dem sogenannten Image Explorer erlaubt es VoiceOver künftig, alle auf dem System auftauchenden Bilder zu analysieren. Dank Apple Intelligence soll das bei Fotos, Dokumenten, gescannten Rechnungen und mehr möglich sein – auch wenn es sich um reine Bilddateien handelt. Die verbesserte Lupe (Magnifier) nutzt ebenfalls KI, um die Umgebung zu beschreiben und stellt dies dann so dar, dass es auch Menschen mit geringer Sehkraft sehen können.


Accessibility Reader in Aktion

Accessibility Reader in Aktion

Accessibility Reader in Aktion: Auch in Kombination mit der Lupe.

(Bild: Apple)

Die sogenannte Live Recognition über die Aktionstaste des iPhone erkennt, was im Sichtfeld ist und erlaubt das Stellen von Fragen – etwa, was auf einem Fahrstuhl gedruckt steht. Erstmals ist es möglich, Folgefragen zu stellen, die sich auf das bereits Gesagte beziehen. Voice Control, die Systemsteuerung per Sprache für Menschen, die das Apple-Gerät nicht oder nur schwer direkt bedienen können, versteht nun natürliche Sprache besser, was auf iPhone und iPad funktioniert. Statt bestimmte Bereiche des Bildschirms nennen zu müssen, können Benutzer beispielsweise sagen, dass der „gelbe Ordner“ geöffnet werden soll. Auch Knöpfe und Steuerelemente lassen sich so aktivieren. Das KI-gestützte Voice Control ist zudem hilfreich, wenn App-Entwickler nicht oder nur teilweise korrekte Labels für Bedienbereiche gesetzt haben.

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Weitere Neuerungen betreffen den sogenannten Accessibility Reader. Dieser bietet spezielle Lesemodi vorhandener Dokumente an, ausgerichtet etwa nach Sehvermögen oder Dyslexie. Das System kann etwa wissenschaftliche Artikel oder PDFs aufbereiten, kommt mit Bildern, Tabellen und mehreren Spalten klar. Dank Apple Intelligence sollen Analyse und Darstellung verbessert worden sein, auch eine integrierte Übersetzung ist vorhanden. Schließlich gibt es Zusammenfassungen und tiefe Konfigurationsmöglichkeiten, was Schrift, Farbe und Layout betrifft.


Voice Control dank KI smarter

Voice Control dank KI smarter

Voice Control dank KI smarter: Nutzer brauchen bei der Bedienung deutlich weniger Übung, verspricht Apple.

(Bild: Apple)

Zunächst leider nur für das US-Englische vorgesehen ist eine neue KI-Untertitelfunktion. Diese ist für alle Videos – also auch solche, die man selbst aufgenommen hat – verfügbar und lässt sich beliebig an- und ausschalten. Apple teilte nicht mit, wann es weitere Sprachvarianten gibt. Da die Technik seit Jahren etwa bei YouTube mehrsprachig zum Einsatz kommt, bleibt eine baldige Umsetzung zu erhoffen. Bis dahin lassen sich die vorhandenen Live-Untertitel verwenden.

Eine beeindruckende neue Funktion hat Apple im Zusammenhang mit seinem Headset Vision Pro demonstriert: Zusammen mit TOLT Technologies und LUCI wird es eine Software geben, bei der man einen Rollstuhl über Augentracking steuern kann. Nutzer müssen dazu nur auf bestimmte virtuelle Buttons im Sichtfeld schauen. Die Technik funktioniert sowohl über Bluetooth als auch drahtgebunden (wobei unklar blieb, ob dann ein Dev Strap notwendig ist) und soll dank API künftig auch anderen Anbietern voll motorisierten Rollstühlen zur Verfügung gestellt werden. Preise nannte Apple nicht, doch allein die Vision Pro kostet mindestens 3700 Euro.


Rollstuhlsteuerung per Augentracking in der Vision Pro

Rollstuhlsteuerung per Augentracking in der Vision Pro

Rollstuhlsteuerung per Augentracking in der Vision Pro.

(Bild: Apple)

Apple wollte auf Nachfrage nicht mitteilen, wie stark serverbasierte KI für die neuen Funktionen verwendet wird. Wie bei Apple Intelligence üblich, teilt sich die Benutzung auf lokale Modelle und solche in Apples Private-Cloud-Compute-Umgebung (PCC) auf. Die Frage ist nun, was passiert, wenn man beispielsweise in einer U-Bahn-Station steht, in der kein Mobilfunkempfang verfügbar ist. Welche Fallback-Mechanismen hier geplant sind, muss erst die Erprobung zeigen. Apple teilte wie üblich nicht mit, wann die neuen Features kommen und ob sie Teil der Betaversionen von iOS 27 und Co. sein werden. Funktionen zur Barrierefreiheit sind oft auch für Menschen ohne Handicap sehens- und nutzenswert. Oft landen sie auch in abgewandelter Form im „normalen“ Betriebssystem.


(bsc)



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