Künstliche Intelligenz
Neue Demo des Flipper One: Tech-Gadget hat DisplayPort und Ethernet-Buchse
Es gibt neue Lebenszeichen vom Flipper One. Nachdem Entwickler Pavel Zhovner zuletzt aufgrund der explodierenden Speicherpreise Zweifel an der Umsetzbarkeit seines Projekts geäußert hatte, zeigt er nun im Video einen funktionierenden Prototyp.
Weiterlesen nach der Anzeige
Anders als das Vorgänger-Gadget Flipper Zero (der mittlerweile einige Nachahmer gefunden hat) ist der Flipper One ein vollständiger Linux-PC, der, so Zhovner, zur Not auch als Ersatz für einen Desktop-PC dienen kann. Dazu unterstützt der Flipper One DisplayPort und Ethernet – letzteres sogar über einen fest eingebauten Port. Der „One“ ist also kein Nachfolger, sondern ein eigenständiges Gerät mit breiterem Anwendungsfeld.
In der Video-Demonstration, die wohl in Zhovners Büro stattfindet, zeigt er das kantige Gerät in Betrieb – das LC-Display leuchtet im Retro-Bernsteinstil des Vorgängers, das Gehäuse ist schwarz. Nach dem Anschluss an die Netzwerkdose in der Wand erhält der Flipper One IPv4- und IPv6-Adressen per DHCP und kann gemäß seinem Aufdruck als „Wifi Router“ fürs Smartphone dienen.

Flipper One in Betrieb als Ethernet-Adapter
(Bild: Telegram / Zhovner Hub)
Kabel-Ethernet am Smartphone
Doch das sei nicht der Sinn der Vorführung, erklärt Zhovners Stimme. Er wolle „niedrige Latenz“ und die „maximale Geschwindigkeit, die ein Ethernet-Kabel liefert“, so der Tüftler. Und schließt sein iPhone per USB-C-Kabel an den Flipper One an. Dieser emuliert über die USB-Schnittstelle seinerseits einen Ethernet-Adapter, der im Speedtest respektable 730 MBit/s abliefert.
Ob und wann der RK3576-basierte und mit Linux ausgestattete Flipper One erscheint, ist nach wie vor unklar – ebenso der Preis des Geräts.
Weiterlesen nach der Anzeige
(generiert mit Whisper aus dem russischen Originalton des Videos mit Anpassungen durch die Redaktion)
[00:00.400 –> 00:11.860] Manchmal bastelt man einfach so rum und plötzlich entdeckt man einen Ethernet-Port in der Wand und denkt: „Verdammt, da muss es richtig cooles Internet geben, ich wünschte, ich könnte es von dort aus nutzen.“
[00:12.160 –> 00:14.780] Und alles, was man hat, ist sein Handy.
[00:15.400 –> 00:19.420] Wie schließt man sein Handy an diesen Ethernet-Port an? Wie bekommt man von dort aus Internet?
[00:20.180 –> 00:23.760] Kein Problem, Flipper One eilt zur Hilfe.
[00:23.760 –> 00:30.140] Also nehmen wir den Flipper und verbinden das Ethernet hier und da.
[00:31.180 –> 00:36.060] Hoppla! Mal sehen, was wir auf dem Bildschirm haben. Warten wir.
[00:38.560 –> 00:43.900] Hoppla! Wir haben eine IP-Adresse und sogar IPv6, eine richtige Adresse.
[00:44.760 –> 00:48.940] Jetzt könnten wir das Internet von hier aus einfach per WLAN verteilen, oder?
[00:48.940 –> 00:55.520] Aber das ist nicht so toll, denn wir würden alle Vorteile von Kabel-Ethernet verlieren.
[00:56.140 –> 01:00.180] Geringe Latenz, die volle Geschwindigkeit, die Kabel bietet.
[01:01.020 –> 01:12.000] Um diese Vorteile zu nutzen, können wir Flipper direkt über ein Ethernet- oder USB-Kabel mit dem Telefon verbinden.
[01:12.000 –> 01:15.780] Flipper kann nämlich einen Ethernet-Adapter emulieren.
[01:16.140 –> 01:19.660] Wenn ich es mit dem Telefon verbinde, wird Ethernet angezeigt.
[01:20.320 –> 01:23.600] Es emuliert also Ethernet über dieses USB-Kabel.
[01:24.080 –> 01:26.740] Und Sie sehen, dass WLAN auf meinem Telefon deaktiviert ist.
[01:27.900 –> 01:29.800] Flugmodus – keine Wirkung.
[01:30.500 –> 01:32.900] Gehen wir zu Speedtest.
[01:35.040 –> 01:36.460] Und testen wir die Geschwindigkeit.
[01:40.920 –> 01:41.520] Peng!
[01:42.000 –> 01:43.420] Nicht schlecht, oder?
[01:44.580 –> 01:47.260] Du kannst die Internetverbindung deines Computers auch auf die gleiche Weise teilen,
[01:48.620 –> 01:52.000] wenn du keinen USB-Ethernet-Adapter zur Hand hast.
[01:54.000 –> 01:55.240] Cool, finde ich.
(cku)
Künstliche Intelligenz
US-Routerverbot: Ausnahmegenehmigung für Netgear – ohne Pläne für US-Produktion
Die US-Kommunikationsaufsicht FCC hat Netgear eine Ausnahmegenehmigung vom Routerverbot erteilt, obwohl der US-Hersteller in Asien fertigen lässt und auch keine Pläne vorgelegt hat, daran etwas zu ändern. Laut der Federal Communications Commission hat das Pentagon für eine Reihe der Produkte von Netgear eine bedingte Zulassung erteilt, weshalb die Freigabe erteilt worden sei. Die gilt demnach bis zum 1. Oktober 2027. Sollten keine weiteren Ausnahmen vom eigentlich vollständigen Verkaufsverbot erteilt werden, hätte Netgear damit de facto ein Monopol auf den Verkauf von Routern und Modems in den Vereinigten Staaten.
Weiterlesen nach der Anzeige
Doch kein „Sicherheitsrisiko“?
Für die Kehrtwende der FCC musste Netgear augenscheinlich keine der ursprünglich geforderten Zugeständnisse machen, die Hintergründe sind aktuell noch unklar. Ende März hatte die FCC völlig unerwartet erklärt, ab sofort keine neuen Router für den Verbrauchermarkt zuzulassen, sofern die nicht in den USA hergestellt sind. Solche Router gibt es aber nicht, weshalb es sich de facto um ein umfassendes Routerverbot gehandelt hat. Bereits genehmigte Routermodelle durften zwar weiterhin verkauft und vorhandene Exemplare weiter genutzt werden. Sie sollen aber nur noch bis zum 1. März 2027 Sicherheitsupdates bekommen. Als Begründung hatte die FCC behauptet, ausländische Verbraucherrouter stellten ein „inakzeptables Risiko für die nationale Sicherheit“ dar.
Zwar hatte die FCC eine Hintertür offengelassen, mögliche Ausnahmegenehmigungen wurden aber an so hohe Auflagen geknüpft, dass sich das nur wenige Hersteller antun dürften. So sollte für jedes Modell ein eigener Antrag erforderlich sein, in dem eine umfangreiche Dokumentierung verlangt wurde. Weder von Netgear noch von der FCC gibt es nun einen Hinweis darauf, dass der US-Hersteller diese Vorgabe erfüllt hat. Gefordert wurde zudem ein „detaillierter, zeitlich verpflichtender Plan zur Etablierung oder Erweiterung der Produktion in den USA“. Öffentlich gibt es einen solchen von Netgear aber nicht, und auch in der obligatorischen Mitteilung an die US-Börsenaufsicht ist davon keine Rede.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Blackmagic Design erweitert immersive 3D-Kamera um Live-Streaming
Rund ein Jahr nach der Markteinführung der Blackmagic URSA Cine Immersive kündigt das Unternehmen eine neue Version der Stereokamera an. Die URSA Cine Immersive 100G ist kein komplett neues Modell, sondern eine Weiterentwicklung mit Fokus auf die Live-Übertragung hochauflösender 180-Grad-3D-Videos.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die in der Ankündigung hervorgehobenen Sensoreigenschaften sind im Kern bereits Teil der ursprünglichen URSA Cine Immersive, die Aufnahmen mit 8160 × 7200 Pixeln pro Auge bei bis zu 90 Bildern pro Sekunde und 16 Blendenstufen Dynamikumfang ermöglicht.
Neu an der URSA Cine Immersive 100G ist die optimierte Live-Infrastruktur: 100G-Ethernet statt 10G-Ethernet sowie der separat erhältliche Blackmagic URSA Live Encoder, ein Prozessormodul, das immersives Live-Video in Apple ProRes komprimiert und als SMPTE-2110-22 IP ausgibt. Dadurch lassen sich die stereoskopischen Bildströme mit hohen Bildraten über eine einzige 100G-Ethernet-Verbindung übertragen, schreibt Blackmagic Design.
Der Hersteller bezeichnet URSA Cine Immersive 100G als erste Kinokamera, die für Live-Produktionen auf Basis von Apple Immersive Video ausgelegt ist, einem immersiven 180-Grad-Videoformat, das eigens für Apple Vision Pro entwickelt wurde. Wie schon das Standardmodell dürfte sich das neue Modell trotz Apple-Fokus auch für die Ausgabe an andere Endgeräte eignen.
Apple und Blackmagic bündeln Kräfte für immersive Videos
Apple und Blackmagic arbeiten im Bereich immersiver Video eng zusammen: Blackmagic liefert die Kamerahardware und Bearbeitungssoftware, Apple stellt mit der Vision Pro die Plattform und Inhalte bereit. Zu den Apple-Produktionen gehören etwa der U-Boot-Kurzfilm „Submerged“ sowie immersive Dokumentationen wie „Wild Life“ und „Elevated“.
Was das neue Modell im Bereich Live-Streaming leistet, demonstrierte Apple Anfang des Jahres mit Live-Übertragungen von Spielen der LA Lakers auf der Apple Vision Pro. Zuschauer konnten die Partien in ausgewählten Regionen als immersives 180-Grad-Erlebnis mit mehreren Perspektiven verfolgen, das sie virtuell direkt ans Spielfeld versetzt.
Weiterlesen nach der Anzeige
Ab Herbst könnten andere Produzenten das Angebot an immersiven Livestreams erweitern: Das 100G-Modell soll im dritten Quartal 2026 erscheinen. Der Preis liegt laut Ankündigung bei 26.495 US-Dollar zuzüglich lokaler Steuern und Abgaben. Das Standardmodell ist im Preis gefallen und kostet nun 24.995 US-Dollar, also 5.000 US-Dollar weniger als zur Markteinführung. Im Webshop werden allerdings abweichende Dollar-Preise für beide Modelle genannt. Der separat erhältliche Blackmagic URSA Live Encoder erscheint im Laufe des Jahres, einen genauen Termin nennt Blackmagic Design nicht. Im Webshop steht ein Preis von 1645 US-Dollar.
Das Unternehmen stellte gleichzeitig auch eine neue Version seiner Videosoftware DaVinci Resolve 21 vor.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Nutzer können KI-Anfragen bald in Chrome speichern für schnelle erneute Nutzung
Google führt mit „Skills“ eine neue Browser-Funktion für KI-Nutzer in Chrome ein. Anwender können damit oft genutzte KI-Anfragen direkt im Browser speichern, um diese schnell und einfach erneut abzurufen, statt diese nochmals eintippen zu müssen. Damit werden nützliche KI-Befehle in Chrome zu 1-Klick-Tools, wie Google es nennt. Zunächst wird diese Funktion im englischsprachigen Chrome eingeführt, weitere Sprachen dürften folgen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Letzten Herbst hatte Google sein KI-Modell Gemini in Chrome integriert, wodurch dieser zum KI-Browser wurde. Auch dies war zunächst auf die USA und englischsprachige Anfragen beschränkt. Damit bekommt Chrome eine Seitenleiste, in der Gemini etwa angewiesen werden kann, Texte zusammenzufassen oder Daten zu vergleichen. Das ist sogar über mehrere Tabs hinweg möglich, denn Gemini weiß, welche Tabs geöffnet sind und hat Zugriff auf diese Inhalte.
Erweiterung von Gemini in Chrome
Diese Fähigkeit macht sich auch die neue KI-Funktion zunutze, denn eines der von Google genannten Beispiele für Skills ist der Vergleich von Produktdaten beim Shopping in mehreren Tabs. Zudem hätten Tester der Funktion oft nachgefragte KI-Prompts zur Berechnung von Protein-Makronährstoffen in Rezepten und die Suche nach wichtigen Informationen in längeren Dokumenten als Skills abgespeichert, weil sie diese Anfragen oft verwenden würden.
„Bisher bedeutete das Wiederholen einer KI-Aufgabe, etwa die Abfrage von Zutatenaustausch für ein veganes Rezept, dass man dieselbe Eingabeaufforderung auf jeder neuen Seite erneut eingeben musste“, schreibt Chrome-Produktmanagerin Hafsah Ismail im Google-Blogbeitrag. „Um dies zu vereinfachen, führen wir die Funktion Skills in Chrome ein. Damit können Sie Ihre hilfreichsten KI-Abfragen speichern, wiederverwenden und mit einem einzigen Klick ausführen.“
Weiterlesen nach der Anzeige
Skills-Beispiele direkt von Google
Die Speicherung von KI-Prompts erfolgt direkt im Chat-Fenster, sodass auch vergangene KI-Anfragen aus dem Verlauf noch zur schnellen Wiederverwendung gespeichert werden können. Um gespeicherte KI-Befehle erneut abzurufen, genügt ein Schrägstrich (/) oder ein Klick auf das Plus-Symbol, so Google. Gespeicherte Skills sollen jederzeit geändert werden können. Wenn Nutzer ihr Google-Konto in Chrome verwenden, werden die gespeicherten KI-Prompts auch auf anderen Systemen abrufbar sein.

(Bild: Google)
Google stellt bereits eine Reihe von Skills zur Verfügung, die Nutzer ausprobieren und auch für eigene Zwecke anpassen können. Dazu gehören KI-Befehle zur Modifizierung von Rezepten durch Vorschläge für proteinreiche Alternativen, zur Hilfe bei der Auswahl von Geschenken, zur Anpassung von Texten auf das Vokabular und Sprachmuster einer Figur oder zur Dramatisierung einer Geschichte, etwa im Stil einer Filmvorschau.
Agentische Befehle nur mit Bestätigung
Google verspricht, die für Gemini in Chrome verwendeten Schutzmaßnahmen hinsichtlich Sicherheit und Datenschutz auch für Skills zu nutzen. KI-Anfragen, die zu Aktionen wie einem neuen Kalendereintrag oder dem Versand einer E-Mail führen, lässt sich der Browser deshalb vom Anwender explizit bestätigen.
Skills für Gemini in Chrome wird derzeit in den USA für Nutzer von Windows, Mac und ChromeOS ausgerollt, die als Browser-Sprache US-Englisch eingestellt haben. Zu weiteren Sprachversionen und Ländern macht Google bislang keine Angaben.
Lesen Sie auch
(fds)
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 1 MonatCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 2 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenInterview: Massiver Anstieg der AU‑Fälle nicht durch die Telefon‑AU erklärbar
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Entwickler, wacht auf – oder verliert euren Job
