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Nichts beizutragen? Geh raus: Elon Musks knallharte Meeting-Regel


Innerhalb von 22 Monaten stand die Gigafactory von Tesla in Grünheide. Ex-Chef Harald Schlarb gibt Einblicke in den Bau und erzählt, wie es ist, mit Elon Musk zusammenzuarbeiten.

Nichts beizutragen? Geh raus: Elon Musks knallharte Meeting-Regel

Tesla-Chef Elon Musk.
picture alliance / Xinhua News Agency | Ding Ting / ASSOCIATED PRESS | Patrick Pleul

Harald Schlarb verbrachte den Großteil seiner Karriere bei Daimler, bevor er 2020 zu Tesla wechselte. Er war einer der Köpfe hinter der Gigafactory bei Berlin und für die Planung und den Aufbau des Tesla-Werks zuständig.

Schlarb kam über einen engen Mitarbeiter von Elon Musk zu Tesla, der für ihn das Thema Automotive verantwortet. Das erzählt er in der neuesten Folge von Royal GS mit Martin Eyerer (Ex-CEO Factory Berlin, Unternehmer, Techno-DJ) und Nikita Fahrenholz (Gründer von Delivery Hero & Fahrengold).

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Die Gigafactory in Grünheide wurde innerhalb von zwei Jahren aufgebaut. 2022 wurden dort erste E-Autos produziert. Als Schlarb zwei Jahre zuvor begann, hatte Tesla das Gelände bereits ausgewählt, erzählt er. Mit vier anderen arbeitete er zunächst im Design-Office von Tesla in der Nähe vom Berliner Ostbahnhof, bevor das Team immer größer wurde – bis hin zu tausenden Mitarbeitenden.

Blick auf das Gelände der Tesla Gigafactory in Grünheide.

Blick auf das Gelände der Tesla Gigafactory in Grünheide.
picture alliance/ZB/euroluftbild.de/Bernd Clemens

Über die Arbeit mit Elon Musk

Schlarb sei auch viel im Austausch mit Elon Musk gewesen – hauptsächlich über Videokonferenzen, aber auch persönlich. Wie es ist, mit Musk zu arbeiten? Der Typ für Smalltalk sei der Tesla-Chef nicht, erzählt Schlarb.

„Sein Thema ist ja im Prinzip Effizienz. Also wenn das Auto eine Änderung braucht und dadurch die Fabrik eine Änderung braucht, damit der Kunde einen Vorteil hat, dann wird das gemacht“, sagt Schlarb. „Und wenn eine Wand versetzt wird, dann wird das gemacht.“ Musk sei flexibel, schnell und trage das Risiko. Schlarb beschreibt ihn als „sachorientiert und produktorientiert“.

Und auch im Hinblick auf Meetings und E-Mails folge Musk einigen Prinzipien. Etwa: „Du hast die Verpflichtung, wenn du nichts beiträgst, in einem Meeting, das Meeting zu verlassen“, sagt Schlarb. „Du hast die Verpflichtung, wenn du E-Mails schreibst, keine Anhänge anzuhängen.“ Stattdessen solle man Grafiken und Slides direkt in die Mail packen, damit Musk nur drüberscrollen müsse und direkt sehe, wonach in der Mail gefragt werde.

Die Gigafactory

Die Gigafactory sei laut Schlarb nicht mit klassischen Automotive-Werkstätten zu vergleichen. Der Ansatz sei, alles vor Ort zu haben, dort, wo es gebraucht werde. Deswegen stehen Container mit Autoteilen direkt an der Werkshalle. Wo sich welche Teile befinden, das werde digital gemanaged. Die Teile kommen quasi vom Container ans Band, ohne klassische Lagerhallen. „Warehouse on Wheels“, beschreibt es Schlarb.

Derzeit plant Musk das Werk in Grünheide weiter zu erweitern. Dass es damals überhaupt nur in zwei Jahren hochgezogen werden konnte, lag vor allem daran, dass Prozesse wie Bau, Planung und Genehmigung parallel abliefen, erzählt Schlarb.

Alle Folgen im Überblick

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16-Jähriger baut KI-Tool für Landwirte – und lehnt 300.000 Dollar-Chance ab


16-Jähriger baut KI-Tool für Landwirte – und lehnt 300.000 Dollar-Chance ab

Rudrojas Kunvar entwickelte Evion, ein KI-Tool für die Landwirtschaft, während er noch die Highschool besuchte.
Rudrojas Kunvar

Rudrojas Kunvar, 16, entwickelte Evion, ein KI-Tool, das Landwirten hilft, den Gesundheitszustand von Feldfrüchten zu analysieren.

Das Tool sammelt Luftbilddaten von Drohnenaufnahmen der Felder.

Kunvar entwickelte Evion, um diese Daten für kleine und mittelgroße Betriebe zugänglicher zu machen.

Als er sich im vergangenen Jahr mit einem Risikokapitalgeber traf, erhielt der 16-jährige Rudrojas Kunvar ein Angebot, das selbst die gelassensten Teenager begeistern würde: 300.000 Dollar (etwa 277.000 Euro) erhalten, die Highschool abbrechen und sein KI-Startup Vollzeit leiten.

„Es waren definitiv ein paar harte Wochen des Überlegens“, sagte Kunvar, der in Germantown, Maryland, lebt, gegenüber BUSINESS INSIDER (BI). „Das ist eine Menge Geld.“

Kunvar hatte den Sommer zuvor damit verbracht, Evion zu entwickeln, ein kostenloses KI-Tool zur Analyse von Feldfrüchten, das Bilder von einfachen Kameradrohnen nutzt, die Landwirte selbst kaufen können. Das KI-Modell analysiert die Bilder und erstellt eine Karte des Gesundheitszustands der Pflanzen, die Landwirte in ihre bestehenden Plattformen integrieren oder über ein Dashboard abrufen können. Grün bedeutet gesund, Rot bedeutet ungesund.

Evion ist ein KI-Tool zur Analyse der Pflanzengesundheit.

Evion ist ein KI-Tool zur Analyse der Pflanzengesundheit.
Evion

„Landwirte können damit die Zukunft ihrer Felder vorhersagen“, sagte Kunvar. „Man sieht, welche Bereiche mehr Wasser oder Dünger benötigen, anstatt einfach überall zu sprühen.“

Wie im Bauwesen und in der Verteidigung verändern Drohnen auch die Landwirtschaft in den USA. Laut Forschern der Michigan State University waren im Jahr 2025 etwa 5500 landwirtschaftliche Drohnen bei der Federal Aviation Administration registriert, nach rund 1000 im Jahr 2024.

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Kunvar sagte, Evion könne Landwirten helfen, Geld zu sparen, da die gezielten Daten die Unsicherheit über den Gesundheitszustand der Felder reduzieren. Das verringert die Wahrscheinlichkeit, Wasser oder Dünger zu verschwenden.

Evion ist als kostengünstige Alternative zu Unternehmen positioniert, die teure Drohnenprodukte oder Dienstleistungen vermarkten. Stattdessen können Landwirte günstige Kameradrohnen kaufen, eigene Fotos machen und die Daten selbst hochladen.

„Es soll ein erschwinglicheres Modell für kleine bis mittlere Betriebe sein“, erklärte Kunvar.

Nachdem Evion aufgebaut war, arbeitete Kunvar mit Jacob Lee zusammen, der Erfahrung mit der Entwicklung von Tech-Tools hat, um die Reichweite zu erweitern. Der erste Pilotstart erfolgte im Herbst.

Letztendlich lehnte Kunvar das Angebot über 300.000 Dollar ab, da er sicherstellen wollte, dass sein Produkt zugänglich bleibt und nicht nur der Profitmaximierung dient.

Wenig KI-Fortschritte in der Landwirtschaft

Die Idee für Evion entstand während Kunvars zweitem Highschool-Jahr an der Poolesville High School in Montgomery County, als er ein Gemeindefest besuchte. Ein Drittel des Montgomery County ist als Agricultural Reserve ausgewiesen, also als geschütztes Land, um ländliche Flächen zu erhalten.

„Ich fragte einen Landwirt, wie er erkennt, wann eine Krankheit droht oder was leichte Verfärbungen bedeuten“, sagte Kunvar. „Im Grunde sagte er, er müsse raten. Ich sprach mit ein paar weiteren Landwirten und stellte fest, dass alle ähnliche Antworten gaben.“

Kunvar, der angab, schon immer eine Leidenschaft für Technologie gehabt zu haben, war überrascht. „Wir haben viele KI-Fortschritte in verschiedenen Branchen gesehen“, sagte er. „Warum passiert im Bereich Landwirtschaft so wenig?“

Ursprünglich wollte Kunvar eine eigene Flotte vollautonomer Drohnen entwickeln, die die Daten erfassen könnten, entschied sich nach Gesprächen mit Mentoren und Berechnungen jedoch für einen anderen Ansatz. Stattdessen studierte er Drohnen und identifizierte den Hauptkostenfaktor: die Multispektralkamera.

„Die Kamera war der größte Kostenfaktor. Ich fragte mich: ‚Was, wenn es eine Möglichkeit gibt, ähnliche Daten ohne diese Kamera zu bekommen? Was, wenn ich eine einfache Kamera nutzen könnte?‘“, sagte Kunvar.

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Partnerschaften mit Landwirtschafts-Nonprofits

Er verwies auf Tesla und seine autonomen Fahrzeuge als Beweis, dass das funktionieren kann. Im Gegensatz zu Waymo und anderen Firmen, die Lidar nutzen, verlässt sich Tesla auf Kameras.

Nachdem die Logistik und das KI-Modell eingerichtet waren, suchten die Gründer Kunden über Kaltakquise per E-Mail und LinkedIn. Bessere Ergebnisse erzielten sie jedoch durch Partnerschaften mit landwirtschaftlich orientierten Nonprofits und Organisationen, um Landwirte zu erreichen. Heute hilft die Technologie Landwirten in Nordamerika, Südostasien und Indien.

Für die Zukunft plant Kunvar, Evion weiter auszubauen und Chancen in anderen Bereichen, einschließlich KI-Infrastruktur, zu erkunden. „Im Unternehmertum gibt es viel Ungewissheit, besonders bei Startups, aber ich habe gelernt, dass in der Ungewissheit auch Schönheit liegt“, sagte Kunvar. „Es gab Zeiten, in denen nichts funktionierte, und dann erzielt man den kleinsten Erfolg, und man denkt: ‚Wow, vielleicht kann ich das doch schaffen.‘“

Lest das Original auf Business Insider US.

 





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150.000 Euro für nachhaltige Ideen


#Köln

Startups und innovative Ideen sind der Motor für eine zukunftsfähige Wirtschaft. Mit dem Förderprogramm Kölner Rahmen stellt KölnBusiness auch 2026 wieder 150.000 Euro für neue Geschäftsmodelle und vielversprechende Projekte bereit. Jetzt bewerben!

150.000 Euro für nachhaltige Ideen

Der Kölner Rahmen, ein Förderprogramm für innovative Ideen, geht in die nächste Runde! Hinter dem jährlich stattfindenden Kölner Rahmen, das von KölnBusiness angeboten wird, verbirgt sich ein Förderprogramm „für innovative, digitale und ökologisch nachhaltige Vorhaben von Kölner Unternehmen“.

„2026 werden insbesondere digitale und ökologisch nachhaltige Innovationsvorhaben gefördert, die einen messbaren Beitrag zur Transformation von Unternehmen leisten. Unterstützt werden Projekte, die die eigene Unternehmensentwicklung stärken, etwa durch die Optimierung interner Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen“, teilt KölnBusiness mit.

Die Förderung erfolgt als Zuschuss in Höhe von bis zu 10.000 Euro pro Projekt; insgesamt werden bis zu 15 Projekte gefördert. Das Gesamtfördervolumen beträgt 150.000 Euro. Die Bewerbungsphase endet am 26. April 2026.

Erfolgsgeschichten aus dem Kölner Rahmen

Holy Shit (2025)
Holy Shit baut öffentliche Trockentoiletten und realisiert Recycling für nachhaltige Sanitärversorgung in Köln. Kooperation mit AWB und StEB: Gesammelte Inhalte werden hygienisiert und als Dünger verwertet.

Hydrofarms (2024)
Hydrofarms produziert in der ersten Vertical Farm Kölns mit minimalem Wasserverbrauch frischen Salat und Kräuter. Die Pflanzen werden dabei übereinander in gestapelten Ebenen innerhalb von Gebäuden angebaut. Dank Förderung konnte das Team ein besonders effizientes, ressourcenschonendes Farming-System entwickeln und heute zehntausende Pflanzen lokal und kostengünstig für die Region anbauen.

Hey Grün (2024)
heygrün hat mit der Förderung eine Software entwickelt, die die Planung von Dachbegrünungen schnell und weitgehend automatisch macht – von der Zeichnung bis zur Materialbestellung und Angebotserstellung. Damit können auch neue Anwender – ob Amateur oder Profi – ein Gründach einfach kalkulieren und mit heygrün umsetzen.

Hier entlang zum Kölner Rahmen

Duchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): Shutterstock





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