Künstliche Intelligenz
Anthropic erhöht Claude-Nutzung für KI-Abonnenten durch Kooperation mit SpaceX
Anthropic ist eine Partnerschaft mit SpaceX eingegangen und hat sich dabei einen Großteil der KI-Rechenkapazitäten in dessen großen Supercomputer Colossus gesichert. Gleichzeitig und vielleicht auch deshalb erhöhte das KI-Unternehmen die Nutzungslimits für Abonnenten seiner KI-Modelle dramatisch. Anwender von Claude Code bekommen deutlich mehr Nutzungszeit, und das bisherige Limit in Spitzenzeiten wird aufgehoben. Zudem werden die API-Grenzen für Token von Claude Opus deutlich angehoben.
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Der Grund dürfte im Zukauf neuer Rechenkapazitäten liegen. Bei seiner Fertigstellung im Herbst 2024 galt Colossus als womöglich schnellster Supercomputer der Welt und wurde zunächst für das Training von Grok, dem KI-Modell von xAI, genutzt. Doch jetzt schreibt Anthropic, dass sich die KI-Firma „die gesamte Rechenkapazität“ dieses Rechenzentrums gesichert hat. Das läuft demnach auf eine Rechenleistung von 300 Megawatt pro Monat hinaus, basierend auf mehr als 220.000 Nvidia-GPUs.
Token- und Nutzungslimits deutlich erhöht
Die zusätzliche Rechenkapazität soll Abonnenten von Claude Pro und Max zugutekommen. Deshalb verdoppelt Anthropic nach eigenen Angaben die bisherige Tarifbegrenzung von fünf Stunden für Pro-, Max-, Team- und Enterprise-Abos von Claude Code. Pro- und Max-Abonnenten dieses KI-Agenten für Programmieraufgaben werden zudem von der Begrenzung in Spitzenzeiten befreit. Diese Upgrades sind ab sofort nutzbar.
Für Claude Opus, das Mitte April in der Version 4.7 freigegeben wurde und Anweisungen substanziell besser befolgen soll, wurden die Token-Limits bei der Nutzung per API auch ab sofort dramatisch erhöht. In der niedrigsten Stufe (Tier 1) wurden die Input-Token mehr als verzehnfacht (von 30.000 auf 500.000 pro Minute) und die Output-Token exakt verzehnfacht (von 8000 auf 80.000 pro Minute). In der höchsten Stufe (Tier 4) sind es nun 10 statt 2 Millionen Input-Token pro Minute und 800.000 statt 400.000 Output-Token pro Minute.
Anthropic-Interesse an orbitalen Rechenzentren
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Anthropic erwägt zukünftig auch die Nutzung von Rechenzentren im Weltall für die eigenen KI-Modelle. „Wir haben außerdem unser Interesse an einer Partnerschaft mit SpaceX zur Entwicklung einer orbitalen KI-Rechenkapazität von mehreren Gigawatt bekundet“, heißt es seitens der KI-Firma. Einen Zeitplan gibt es bislang nicht, aber bei der Übernahme von xAI samt Grok und X durch SpaceX im Februar 2026 hatte Konzernchef Elon Musk erklärt, dass der Erdorbit aufgrund der Sonnenenergie schon in wenigen Jahren der günstigste Ort für KI-Rechenzentren sein werde.
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(fds)
Künstliche Intelligenz
Souveräne KI aus Deutschland | heise online
STACKIT, der Cloud-Anbieter der Schwarz Gruppe, und das Kölner KI-Unternehmen neuland.ai wollen gemeinsam eine durchgängig in Deutschland betriebene KI-Architektur etablieren. Dazu kombinieren sie die Cloud-Infrastruktur von STACKIT mit dem neuland.ai HUB, einer KI-Management- und Orchestrierungsplattform. Kunden können darüber verschiedene KI-Modelle über einheitliche Schnittstellen ansprechen, darunter Llama, Mistral, Qwen und große Open-Source-Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern.
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Die KI-Modelle laufen dabei wahlweise „on prem“ auf der Hardware des Nutzers, in der souveränen Cloud von STACKIT auf Rechenzentren in Deutschland oder – falls gewünscht – auch bei US-Hyperscalern, ohne dass das auf Anwendungsseite einen Unterschied macht. neuland.ai verspricht, dass Kundendaten Ende-zu-Ende-verschlüsselt gespeichert sind und das Unternehmen keinen Zugriff darauf hat, sodass sie nicht für Modelltraining verwendet werden können. Der neuland.ai HUB soll zudem im STACKIT Marketplace verfügbar werden.
Das gemeinsame Angebot richtet sich an Unternehmen, die ihre Daten nicht an US-amerikanische Unternehmen wie OpenAI oder Anthropic schicken wollen oder dürfen. Unter dem US Cloud Act können US-amerikanische Behörden auf bei US-Unternehmen gespeicherte Daten zugreifen, selbst wenn diese Daten in Rechenzentren in Europa liegen. Mit dem KI-Angebot von neuland.ai und STACKIT sollen deutsche Unternehmen die regulatorischen Anforderungen aus NIS2, DORA und dem EU AI Act erfüllen können.
(odi)
Künstliche Intelligenz
Deutschland zahlt mobiler an der Kasse und bleibt PayPal treu
PayPal bleibt laut aktueller Studie des Handelsforschungsinstituts EHI Marktführer bei den Onlinezahlungen in Deutschland. Mit 28,7 Prozent Anteil am Umsatz aller Online-Zahlungen im Jahr 2025 hat der US-Bezahldienst leicht gegenüber dem Vorjahr zugelegt (2024: 28,5 Prozent) und führt vor dem Kauf auf Rechnung mit 26,1 Prozent und der Lastschrift, die mit 14,4 Prozent zum Vorjahr fast drei Prozent eingebüßt hat. Den gesamten deutschen Onlinehandelsumsatz beziffert EHI für 2025 mit 87,7 Milliarden Euro.
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(Bild: EHI)
Die europäische PayPal-Alternative Wero ist nicht im Ranking vertreten, kann aber auch erst seit November 2025 für den Online-Handel verwendet werden. Dafür hat es Apple Pay erstmals ins Ranking geschafft und kommt auf einen Anteil von 1,3 Prozent. Das deutlichste Wachstum zeigen Kredit- und internationale Debitkarten mit 1,4 Prozentpunkten und belegen im Ranking der Online-Bezahlverfahren Platz vier mit 13,7 Prozent.
Bargeld büßt weiter Anteile ein
An der Ladenkasse behaupten sich Barzahlungen nach wie vor als beliebtestes Zahlungsmittel, wenn es um den Anteil der rund 20 Milliarden Einzelhandelstransaktionen geht. Hier liegt Bargeld mit 50,5 Prozent der Einkäufe noch leicht vor der Kartenzahlung mit 48,1 Prozent. Der Abstand schrumpft allerdings immer weiter, im Vorjahr kamen Münzen und Scheine noch auf 54,6 Prozent.
Bezogen auf den Ladenkassen-Umsatz von 505 Milliarden Euro verliert Bargeld weiter an Boden. Der Baranteil verringert sich auf 32,3 Prozent (2024: 33,8 Prozent). Der Umsatzanteil der Karte hingegen wächst auf 65,1 Prozent (2024: 63,5 Prozent). Mit 40,5 Prozent entfällt der größte Teil der Kartenzahlungen auf die Girocard. Darauf folgen internationale Debitkarten von Visa und Mastercard mit signifikantem Wachstum um 2,5 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent. Auf die klassische Kreditkarte entfallen 8,2 Prozent.
Besonders im Aufwind ist das Bezahlen mit Smartphone und Smartwatch an der Ladenkasse. „Etwa jede fünfte unbare Zahlung an den Kassen des Einzelhandels tätigt die Kundschaft mittlerweile mobil“, erklärt Payment-Experte und Studienautor Horst Rüter. Von 12,8 Prozent im Jahr 2024 stieg der Anteil dem EHI zufolge auf 19,3 Prozent der unbaren Zahlungen. Die meisten unbaren Zahlungen erfolgen mit etwas über zwei Dritteln kontaktlos via NFC-fähiger Karte.
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(axk)
Künstliche Intelligenz
Besuch in der SSD-Fabrik: Vom Chip-Wafer zum fertigen Speichermedium
Es gibt nur eine Handvoll Produzenten von NAND-Flash-Speicherchips auf der Welt; sie alle fertigen auch selbst SSDs. Aber es gibt auch Firmen, die komplette Wafer von diesen Chipherstellern kaufen und sie selbst zu Flash-Speichermedien weiterverarbeiten. Eine dieser Firmen ist Lexar. In deren Werk im chinesischen Suzhou konnten wir uns anschauen, welcher Aufwand sich dahinter verbirgt.
Grob gesagt schneidet Lexar die einzelnen Flash-Chip-Rohlinge, die sogenannten Dies, aus dem zugekauften Wafer, testet sie, packt sie in Gehäuse und lötet sie auf Platinen. Das hört sich zunächst simpel an, doch der Aufwand steckt im Detail. Beispielsweise bestehen manche Chips und vor allem Speicherkarten aus mehreren übereinadergestapelten Dies. Und viele Arbeitsschritte finden in staubfreien Reinräumen statt.
- Flash-Speicher wird in Form von Wafern produziert, die Hunderte einzelner Speicherbausteine – sogenannte Dies – enthalten.
- Für einen Flash-Chip kombiniert man bis zu 32 Dies zu einem Stapel und gießt sie in ein Gehäuse.
- Die Fertigung ist Präzisionsarbeit; viele Arbeiten finden im Reinraum statt.

Lexar erledigt also viele Schritte selbst, die andere SSD-Hersteller anderen überlassen. Im einfachsten Fall kaufen solche Unternehmen fertige Chips sowie SSD-Controller und passende Platinen und produzieren damit eigene SSDs oder lassen diese von einem Dritten bauen – solche SSD-Hersteller nennt man „fabless“.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Besuch in der SSD-Fabrik: Vom Chip-Wafer zum fertigen Speichermedium“.
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