Connect with us

Künstliche Intelligenz

Over-Ear-Kopfhörer Nothing Headphone A: Rekord-Akku & tolles ANC für 159 Euro


Nothing bringt mit dem Headphone A eine günstigere Variante seines transparenten Over-Ear-Kopfhörers. Weniger Alu, mehr Akku – und ein Preis, der die Konkurrenz nervös machen dürfte.

Nothing hat mit dem Nothing Headphone 1 (Testbericht) bewiesen, dass der Smartphone-Hersteller auch Kopfhörer kann. Jetzt folgt die budgetfreundliche Variante: Der Nothing Headphone A kostet mit 159 Euro ziemlich genau die Hälfte der UVP des Flaggschiffs und verzichtet dafür auf Aluminium-Gehäuse, KEF-Tuning und Head-Tracking. Dafür gibt es eine geradezu absurde Akkulaufzeit von bis zu 135 Stunden und 19 Gramm weniger auf dem Kopf.

Die Frage ist: Wie viel Headphone 1 steckt wirklich im kleinen Bruder – und reicht das, um gegen etablierte Mittelklasse-Konkurrenten wie den Earfun Tune Pro (Testbericht) für 80 Euro zu bestehen? Wir machen den Test.

Design

Nothing bleibt sich treu: Auch der Headphone A setzt auf das charakteristische Transparent-Design mit sichtbaren inneren Komponenten hinter rechteckigen Fensterbereichen. Optisch ähnelt er dem Headphone 1 deutlich – man erkennt die Verwandtschaft sofort. Der Unterschied liegt im Material: Statt Aluminium kommt beim A weitgehend Kunststoff zum Einsatz, auch beim Bügel. Das spart Gewicht und Kosten, nimmt dem Kopfhörer aber etwas von der Premium-Anmutung des großen Bruders. Der schicke Kontrast zwischen matten und glänzenden Kunststoff-Elementen sorgt trotzdem für eine ansprechende Optik.

Erhältlich ist der Headphone A in Schwarz, Weiß, Pink und als limitierte Edition in Gelb. Die Farben beschränken sich dabei hauptsächlich auf die runden Kappen an den Ohrmuscheln – der Rest bleibt weiß-grau. Nur beim schwarzen Modell ist auch der Rest schwarz.

Verarbeitung

Die Verarbeitung überzeugt für die Preisklasse. Trotz des fast vollständigen Kunststoff-Einsatzes klappert nichts, die Scharniere sind mit etwas Metall verstärkt. IP52-Schutz gegen Staub und Spritzwasser macht den Kopfhörer schweiß- und spritzwassergeschützt – ein Vorteil gegenüber dem Sony WH-1000XM6 (Testbericht), der nach wie vor ohne IP-Rating auskommen muss.

Beim Gleit-Mechanismus des Kopfbügels zeigt sich allerdings der Preisunterschied zum Flaggschiff: Er hakelt etwas und gleitet spürbar weniger geschmeidig. Die Ohrmuscheln drehen sich um 90 Grad für die Nacken-Trageposition, zusammenklappen lassen sie sich nicht.

Das mitgelieferte Etui ist ein einfacher Stoffbeutel aus recyceltem Material mit Innentrenner. Funktional, aber weit entfernt vom Hartschalen-Case des Headphone 1. Wer seinen Kopfhörer im Rucksack vor Druckstellen schützen will, sollte sich nach einer Alternative umsehen.

Komfort

Mit 310 Gramm ist der Headphone A spürbar leichter als sein großer Bruder. Erstaunlich, was knapp 20 Gramm weniger ausmachen können – bei langen Sessions fällt der Unterschied auf. Die großen, tiefen Memory-Foam-Ohrpolster mit atmungsaktivem Bezug bieten reichlich Platz, auch für größere Ohren. Der Anpressdruck ist ausgewogen: fest genug, um beim Gehen oder leichtem Laufen nicht zu verrutschen, aber nicht so stark, dass nach einer Stunde der Schädel protestiert. Offenbar hat Nothing aus der Kritik am hohen Anpressdruck des Headphone 1 gelernt. Ein Nachteil fällt allerdings auf: Der Headphone A besitzt keine Trageerkennung. Wer den Kopfhörer abnimmt, muss die Wiedergabe manuell pausieren.

Technische Spezifikationen

Im Nothing Headphone A arbeiten 40-mm-Treiber – ohne die KEF-Abstimmung des Flaggschiffs. Bluetooth 5.4 sorgt für eine stabile und effiziente Funkverbindung mit Multipoint-Unterstützung für zwei Geräte gleichzeitig, dazu kommen Google Fast Pair und Microsoft Swift Pair für schnelles Koppeln.

Bei den Codecs stehen SBC, AAC und LDAC zur Verfügung, wobei LDAC zunächst in der App aktiviert werden muss. Damit ist der Over-Ear-Kopfhörer Hi-Res-Audio-Wireless zertifiziert. Einen 3,5-mm-Klinkenanschluss gibt es ebenfalls. Das ANC reduziert Umgebungsgeräusche um bis zu 40 dB. Drei Mikrofone kümmern sich um Telefonate. Statisches Spatial Audio erweitert die Klangbühne, allerdings ohne das Head-Tracking des Headphone 1. Ein Low-Lag-Modus für Gaming aktiviert sich bei Nothing-Phones automatisch, bei anderen Smartphones über die App.

Nothing Headphone A

Bedienung und App des Nothing Headphone A

Nothing übernimmt das hervorragende Bedienkonzept des Headphone 1 – und das ist eine der besten Entscheidungen, die der Hersteller treffen konnte. Der Roller regelt Lautstärke, startet und pausiert die Wiedergabe und wechselt den ANC-Modus. Das Paddle springt zwischen Tracks und spult bei längerem Halten vor oder zurück. Ein separater Button ruft den Sprachassistenten auf oder lässt sich benutzerdefiniert belegen.

Die unterschiedlichen Formen und Materialien der Bedienelemente machen die Steuerung selbsterklärend. Innerhalb weniger Minuten sitzt jeder Handgriff blind – es macht richtig Spaß, an den Bedienelementen herumzuspielen. Das ist eine der besten Kopfhörerbedienungen am Markt, deutlich präziser und frustfreier als die Touch-Flächen, mit denen sich etwa der Bose QuietComfort Ultra (Testbericht) oder der Dyson Ontrac (Testbericht) herumschlagen. Alle Bedienelemente lassen sich über die App individuell anpassen.

Die Nothing X App zeigt sich im typischen Nothing-Stil: minimalistisch, optisch ansprechend und trotz umfangreicher Funktionen gut bedienbar. Der 8-Band-Equalizer ermöglicht Feinjustierung mit eigenen Presets und Community-Downloads – eine clevere Funktion, die den Zugang zu bewährten Klangprofilen anderer Nutzer eröffnet.

Weitere Features umfassen räumliches Audio mit Konzert- und Theatermodus, Bass Enhance, Low-Lag-Modus und Multipoint-Verwaltung. Was fehlt, ist eine akustische Anpassung an das eigene Hörvermögen, wie sie etwa der JBL Tour One M3 mit Personi-Fi 3.0 bietet. Gerade bei einem Kopfhörer, der vom EQ-Tuning profitiert, wäre ein automatischer Hörtest ein willkommenes Extra gewesen.

Klangqualität und ANC

Die 40-mm-Treiber des Nothing Headphone A liefern einen basslastigen, energiegeladenen Sound mit präsenten Höhen und etwas zurückhaltenden Mitten. In der Standardeinstellung drückt der Bass kräftig – wer den Bass Enhancer hochdreht, riskiert allerdings, dass die tiefen Frequenzen die Mitten überlagern. Die Höhen können bei manchen Tracks, etwa lauten Gitarren oder Chören, scharf und etwas schleifend wirken. Basslastige Genres wie Hip-Hop oder elektronische Musik profitieren am stärksten von der hauseigenen Abstimmung.

Die gute Nachricht: Mit aktiviertem LDAC und einem Custom-EQ über den 8-Band-Equalizer verwandelt sich der Klang in ein deutlich ausgewogeneres und detaillierteres Erlebnis. Die Community-EQ-Presets in der App können dabei als Startpunkt dienen. Dabei ist die Klangbühne von Haus aus nicht riesig, lässt sich über den Equalizer und die Spatial-Audio-Modi (Konzert und Theater) aber spürbar vergrößern. Auch bei hoher Lautstärke bleibt der Sound verzerrungsfrei. Für kritische Hörer ist die EQ-Anpassung allerdings Pflicht – ohne sie bleibt der Klang unspektakulär.

Im Vergleich zum Headphone 1 fehlt dem A die Klarheit und Schichtung des KEF-getunten Klangs, und der Sony WH-1000XM5 (Testbericht) klingt insgesamt luftiger. Für 159 Euro ist die Klangqualität aber überzeugend.

Nothing Headphone A

Das Hybrid Adaptive ANC reduziert Umgebungsgeräusche um bis zu 40 dB – zwei Dezibel weniger als beim Headphone 1. In der Praxis hören wir im direkten Vergleich kaum einen Unterschied zwischen den beiden Modellen. Konstante tiefe Frequenzen wie Motorenbrummen oder Klimaanlagen werden gut gedämpft, bei Stimmen und klirrendem Geschirr dringt allerdings einiges durch.

Im Vergleich zur ANC-Elite – dem Sony WH-1000XM6, Bose QuietComfort Ultra oder JBL Tour One M3 – fehlt dem Headphone A die letzte Konsequenz bei mittleren und hohen Frequenzen. Das ist bei einem Kopfhörer für 159 Euro aber erwartbar. Der Transparency-Modus leitet Umgebungsgeräusche ordentlich durch. Die Telefonqualität ist okay, mehr aber auch nicht. Wer regelmäßig telefonieren will, sollte zu anderen Kopfhörern greifen.

Akku

Beim Akku spielt der Nothing Headphone A in einer eigenen Liga. Der 1060-mAh-Akku liefert bis zu 135 Stunden Musikwiedergabe ohne ANC bei AAC-Codec und 50 Prozent Lautstärke. Mit aktiviertem ANC sind es noch 75 Stunden, mit dem bandbreitenhungrigen LDAC-Codec 90 Stunden ohne beziehungsweise 62 Stunden mit ANC. Diese Werte übertreffen den ohnehin schon ausdauernden Headphone 1 massiv und stellen selbst den Earfun Tune Pro mit seinen 120 Stunden in den Schatten. Für Reisende, die tagelang ohne Steckdose auskommen müssen, ist der Headphone A ein Traum.

Die Schnellladefunktion überzeugt ebenfalls: Fünf Minuten Laden reichen für 8 Stunden ohne ANC beziehungsweise 5 Stunden mit ANC, eine Vollladung dauert rund zwei Stunden via USB-C.

Preis: Was kostet der Nothing Headphone A?

Der Nothing Headphone A kostet zum Marktstart etwa 160 Euro.

Fazit

Der Nothing Headphone A ist ein cleverer Kompromiss. Nothing streicht Aluminium, KEF-Tuning und Head-Tracking – und spart damit die Hälfte des Preises ein. Dafür gibt es eine Akkulaufzeit, die ihresgleichen sucht, das markante Transparent-Design und eine der besten physischen Bedienungen am Markt.

Klanglich muss man den Equalizer bemühen, um das volle Potenzial zu entfalten, und das ANC erledigt seinen Job solide, ohne die Spitzenklasse zu erreichen. Die fehlende Trageerkennung ist in dieser Preisklasse verzeihbar. Für 159 Euro bekommen Käufer einen charakterstarken Kopfhörer mit erstaunlich viel Ausstattung – wer das Nothing-Design liebt, aber keine 299 Euro ausgeben möchte, findet im Headphone A einen würdigen Einstieg.



Source link

Künstliche Intelligenz

Xiaomi Redmi Pad 2 im Test: Günstiges Tablet als Preis-Tipp


Ausdauernder Akku trifft auf Alu-Gehäuse und 90-Hz-LCD: Das Redmi Pad 2 bietet Couch-Surfen schon ab 135 Euro. Wo die Hardware Schwächen zeigt, klärt der Test.

Ein günstiges Tablet zur Unterhaltung auf der Couch muss nicht viel kosten – fürs Streamen und Surfen ist Top-Hardware nicht zwingend nötig. Mit dem Redmi Pad 2 hat Xiaomi Ende letzten Jahres ein Modell in den hart umkämpften Markt der günstigen Android-Tablets geschickt und tritt damit gegen Samsung und Lenovo an.

Im Vergleich zum Pro-Modell fällt das Redmi Pad 2 mit einer Diagonale von 11 Zoll deutlich kompakter aus. Dennoch bietet das Display eine hohe Auflösung und eine Bildwiederholrate von 90 Hz. Im Test stand uns die LTE-Version mit 8/256 GB zur Verfügung, die uns Xiaomi leihweise bereitgestellt hat. Wir zeigen, wie viel Tablet das Redmi Pad 2 für den schmalen Preis tatsächlich liefert.

Design: Hochwertig aus Metall

Mit 11 Zoll gehört das Redmi Pad 2 zu den eher kompakten Tablets und ist damit gut einen Zoll kleiner in der Diagonale als die größeren Modelle. Das Seitenverhältnis von 16:10 macht deutlich, wofür es gedacht ist: Medienkonsum im Querformat. Mit Abmessungen von 254,6 × 166,0 × 7,4 mm liegt es fast auf Augenhöhe mit dem Samsung Galaxy Tab A11+. Mit 510 g wiegt es zudem fast 30 g mehr als der Koreaner.

Optisch macht das Redmi Pad 2 einiges her: Das Unibody-Gehäuse aus Aluminium wirkt hochwertig verarbeitet, Spaltmaße sind faktisch nicht zu erkennen. Verwindungssteif ist es ebenfalls. Der Druckpunkt der Tasten könnte etwas knackiger sein, geht insgesamt aber in Ordnung und liegt auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.

Die einzige Kameralinse sitzt in einem ovalen Element, das nur minimal aus dem Gehäuse herausragt. Der Power-Button befindet sich auf der kurzen Seite, die Lautstärkewippe auf der langen – das reduziert die Verwechslungsgefahr spürbar.

Display: 2560 × 1600 Pixel bei 90 Hz

Der Bildschirm misst exakt 11 Zoll bei einem Seitenverhältnis von 16:10 und setzt auf IPS-Technologie. Mit einer Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln löst das Panel für die Preisklasse bemerkenswert hoch auf und sorgt für eine besonders scharfe Darstellung. Auch die Bildwiederholrate von 90 Hz wirkt sich positiv auf Animationen und Scrollen aus.

Insgesamt überzeugt die Bildqualität mit kräftigen Farben und gut abgestimmten Kontrasten. Typisch für IPS ist die hohe Blickwinkelstabilität. Lediglich Schwarz wirkt LCD-bedingt eher dunkelgrau, weshalb in dunklen Szenen von Filmen oder Serien Details nicht immer gut erkennbar sind.

Federn lassen muss das Redmi Pad 2 bei der Helligkeit: In unserer Messung erreichte das Display knapp 400 cd/m² – für den Außeneinsatz zu wenig. In der Sonne ist das Tablet nur bedingt ablesbar, zusätzlich erschweren starke Reflexionen die Sicht. Damit ist das Redmi Pad 2 primär ein Gerät für drinnen – Couch oder Bett statt Balkon oder Park.

Kamera: Nur das Nötigste

Typisch für ein günstiges Tablet bietet die Kameraausstattung nur das Nötigste: hinten 8 Megapixel, vorn sogar nur 5. Entsprechend mittelmäßig fallen die Bilder aus – wenig Details, mäßige Schärfe und ein geringer Dynamikumfang. Immerhin gibt es einen brauchbaren Dokumentenmodus, der ein abfotografiertes Blatt Papier sauber freistellt. Videos sind mit beiden Linsen maximal in Full-HD bei 30 fps möglich – für einen kurzen Videochat reicht das, mehr aber auch nicht.

Ausstattung: Einfache Hardware

Für ein günstiges Tablet fällt die Ausstattung gewohnt einfach aus. Als Antrieb dient ein MediaTek Helio G100-Ultra. Der Mittelklasse-Chip ist rund zwei Jahre alt und liefert nur das Nötigste, um Webseiten anzuzeigen, Videos abzuspielen oder einfache Apps auszuführen. Für die alltägliche Unterhaltung ist die Leistung ausreichend – man muss aber mit gelegentlichen Denkpausen leben.

Im PCMark erreicht das Redmi Pad 2 nur rund 9500 Punkte und liegt damit deutlich hinter Samsung Galaxy Tab A11+, Lenovo Idea Tab und dem Redmi Pad 2 Pro. Die Grafikleistung wirkt fast wie eine Reise in die Vergangenheit: Bei 3DMark Wild Life sind es gerade einmal 1200 Punkte, bei Wild Life Extreme nur 375 Punkte. Für mehr als Casual Games fehlt dem Gerät schlicht die Power.

Erhältlich ist das Tablet in zwei Speichervarianten: mit 4 GB RAM und 128 GB sowie mit 8 GB RAM und 256 GB. Wir raten dringend zur größeren Variante – sonst wird es mit Android und Multitasking schnell zäh.

Bei den kabellosen Schnittstellen ist das Tablet nicht auf der Höhe der Zeit: Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.3 müssen reichen. Eine Variante mit Mobilfunkmodem gibt es zwar, allerdings nur mit LTE (4G). GPS bietet nur das 4G-Modell. Im GPS-Test erreichte es nur eine mäßige Genauigkeit von rund 10 Metern.

Der USB-Anschluss arbeitet ebenfalls gemächlich nach USB-2.0-Standard. Immerhin: Eine Klinkenbuchse ist noch an Bord – echtes Oldschool-Feeling. Der Klang der vier Lautsprecher ist aber mehr als ordentlich.

Ein echtes Highlight ist die Unterstützung für den Redmi Smart Pen, der auch am Redmi Pad 2 Pro funktioniert. In dieser Preisklasse ist eine aktive Stifteingabe alles andere als selbstverständlich.

Software: Security-Patches für 7 Jahre

Ausgeliefert wird das Redmi Pad 2 mit HyperOS 2 auf Basis von Android 15. Mittlerweile steht ein Update auf HyperOS 3 mit Android 16 bereit. Der Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt im April 2026 aus dem März 2026 – damit ist das Tablet hinreichend aktuell.

Deutlich nachgebessert hat Xiaomi bei der Update-Versorgung: Das Pad 2 erhält Sicherheits-Patches bis 2032. Hinzu kommen drei Android-Upgrades, voraussichtlich also bis einschließlich Android 18.

Wie üblich findet sich etwas Bloatware auf dem Tablet – allerdings nicht mehr so ausufernd wie bei früheren Modellen. Wer die Apps nicht braucht, kann sie deinstallieren. Mit HyperOS 3 lassen sich nun auch zwei Apps im Splitscreen darstellen – auf einem Tablet eine sinnvolle Ergänzung.

Akku: Lange Laufzeit

Mit 9000 mAh bringt das Redmi Pad 2 eine üppige Kapazität mit. In Kombination mit dem genügsamen Prozessor ergibt sich eine solide Ausdauer: Im PCMark Battery Test erreichte das Tablet bei 200 cd/m² eine simulierte Laufzeit von 10,5 Stunden. Damit liegt es im oberen Mittelfeld unseres Testfelds und übertrifft in dieser Disziplin das Redmi Pad 2 Pro deutlich. Vor dem Samsung Galaxy Tab A11+ hat es knapp die Nase vorn. Beim reinen Videokonsum dürfte die Laufzeit noch deutlich höher ausfallen.

Geladen wird hingegen gemächlich: Mit maximal 18 Watt dauert ein vollständiger Ladevorgang fast dreieinhalb Stunden. Kabelloses Laden bietet das Tablet nicht.

Preis

Die UVP startet bei 200 Euro für die Variante mit 4/128 GB (WLAN) und reicht bis 300 Euro für das Modell mit 8/256 GB und LTE. Die Straßenpreise liegen mittlerweile deutlich darunter: Die kleine WLAN-Version gibt es bereits ab 135 Euro auf Ebay, mit LTE ab rund 154 Euro (Galaxus). Das Modell mit 8/256 GB ist ab 160 Euro auf Ebay zu haben – unsere Empfehlung. Die LTE-Variante kostet 179 Euro (Ebay). Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist damit ziemlich gut. Zur Auswahl stehen die Farben Dunkelgrau und ein metallisches Mintgrün.

Fazit

Das Redmi Pad 2 bietet ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis und überrascht mit einem hochwertigen Aluminium-Gehäuse. Das Display löst für die Preisklasse hoch auf, liefert eine gute Bildqualität und unterstützt bis zu 90 Hz Bildwiederholrate. Auch der Sound überzeugt. Hinzu kommt eine mehr als ordentliche Akkulaufzeit, mit der man problemlos einen ganzen Tag auskommt.

Abstriche muss man bei der Display-Helligkeit machen – für den Einsatz im Freien reicht sie nicht aus. Die technische Ausstattung bei Schnittstellen, Kamera und CPU wirkt etwas wie ein Relikt aus der Vergangenheit und kann mit vielen aktuellen Geräten nicht mithalten.

Für Websurfen, Streaming und gelegentliches Binge-Watching reicht die Hardware des Redmi Pad 2 aber locker aus. Wer ein möglichst günstiges Android-Tablet im halbwegs kompakten Format sucht, bekommt hier eine preiswerte und solide Lösung.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

heise meets … „Get them frustrated“


Wer in Unternehmen etwas verändern will, scheitere selten an der Technik, sondern sehr viel mehr an der Angst der Beteiligten. Diese These vertritt Mary Lynn Manns, langjährige Professorin an der University of North Carolina in Asheville und Autorin der Bücher „Fearless Change“ und „More Fearless Change“.

Weiterlesen nach der Anzeige

Auf der Münchner Softwarekonferenz OOP gestaltete sie zusammen mit dem Softwareentwickler Thomas Ronzon einen Workshop zum Umgang mit Veränderungen. Im „heise meets …“-Podcast berichtet Manns von einem prägenden Interview Ende der 1990er-Jahre mit einer CIO, die sich selbst als machtlos beschrieb: Sie habe nicht mehr Einfluss auf die Köpfe der Beschäftigten als ein 19-jähriger Praktikant.


heise meets... Der Entscheider-Podcast

heise meets... Der Entscheider-Podcast

heise meets…. Der Entscheider-Talk – von Entscheidern für Entscheider – immer aktuell und nah am Geschehen.
Sie können uns auf allen Podcast Kanälen hören.
Wählen Sie Ihren Kanal aus.

Wandel lasse sich nicht verordnen. Stattdessen brauche es ein Umfeld, in dem Menschen sich verändern wollen. Schon eine kleine Kerngruppe reiche aus, um in kleinen Schritten – „baby steps“ – größere Veränderungen anzustoßen.

Manns‘ Ansatz funktioniere wie ein Werkzeugkasten. 61 Muster stehen zur Verfügung, um in unterschiedlichen Situationen die passende Strategie zu wählen.

Beim „Wake Up Call“ konfrontieren Veränderungswillige ihre Kollegen mit Problemen, die diese bislang gar nicht wahrgenommen haben. Das Muster „Imagine That“ lässt Beschäftigte zunächst über aktuelle Frustrationen sprechen, bevor sie sich selbst ausmalen, wie sich die vorgeschlagene Veränderung auswirken könnte. So entwickeln sie eigene Geschichten und verlassen den Raum mit dem Gefühl, dass Wandel möglich ist. Ronzon überträgt die Muster auf seinen Alltag in der Logistiksoftware.

Bei einem Lagerprojekt hatten Kommissionierer Angst, dass Optimierungen ihre Arbeitsplätze kosten würden. Eine Packung Kekse als Türöffner half, ins Gespräch zu kommen. Heraus kam eine simple Idee der Lagerkräfte: Statt nur einer Artikelnummer eben auch ein Produktbild anzuzeigen. Die Fehlerquote sank deutlich. Das zugrundeliegende Muster heißt „Involve Everybody“.

Weiterlesen nach der Anzeige

Ronzon kritisiert die verbreitete Trennung zwischen technisch orientierten Fachkräften und Menschen, die sich um Softskills kümmern. Beide Seiten gehörten zusammen, sobald Software- oder Organisationsänderungen anstehen.

In seinem Team trage zum Beispiel jeder Sicherheitsschuhe, um direkt im Lager mitarbeiten zu können. Auch den First-Level-Support übernehmen die Entwickler selbst – das verkürze die Fehlerbehebung und schaffe Vertrauen auf beiden Seiten. Manns betont, dass jede Person eine Führungsrolle für Veränderung übernehmen könne. Man müsse sie dazu bringen, frustriert zu sein. Wenn man sie dann mit einem „Stell dir vor“-Muster konfrontiert, kämen sie von selbst darauf, dass Veränderungen möglich sind.

Ein vollständiges Transkript der aktuellen Podcast-Episode von heise meets gibt es unter den Shownotes bei Podigee zu lesen.


(mki)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Kia EV3 AWD: Mehr Leistung und Allradantrieb für das Kompakt-SUV


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der Kia EV3 hat es aus dem Stand geschafft, ein ernsthafter und damit auch erfolgreicher Konkurrent für VW ID.3 (Test) oder den technisch ähnlichen Skoda Elroq (Test) zu werden. Ab sofort bietet Kia sein kompaktes Elektroautomodell auch mit höherer Leistung und Allradantrieb an.

Weiterlesen nach der Anzeige


Shenxing Akku CATL

Shenxing Akku CATL

(Bild: 

Florian Pillau

)

Die AWD-Version ist mit 195 statt der 150 kW des Synchronmotors im bisher erhältlichen Fronttriebler deutlich kräftiger durch die einfache Addition eines zusätzlichen Heckmotors mit 45 kW. Das Gesamtdrehmoment steigt auf 385 Nm. Damit erreicht der Kia EV3 AWD Tempo 100 in 6,6 statt bisher in 7,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit für alle EV-3-Modelle bleibt bei 170 km/h.


Kia EV3

Kia EV3

Der Kia EV3 AWD darf die doppelte Anhängelast ziehen.

(Bild: Florian Pillau / heise Medien)

Serienmäßig bekommt der Kia EV3 AWD die große Batterie mit 81,4 kWh und erreicht so laut Katalog eine Reichweite im WLTP von bis zu 597 Kilometer. Der Akku des neuen EV3 AWD soll unter günstigsten Bedingungen in rund einer halben Stunde von 10 auf 80 Prozent schnellzuladen sein. Die serienmäßige Batterievorkonditionierung für alle Ausführungen stellt sicher, dass diese Werte auch bei Kälte nicht zu weit in den Keller gehen. Ihr Vorteil ist eine zusätzliche manuelle Funktion, sie arbeitet also nicht nur – wie leider in vielen anderen E-Autos – wenn eine Ladesäule als Ziel im Routenplaner eingegeben ist.


Kia EV3

Kia EV3

Die Erscheinung bleibt auch beim Allradmodell unverwechselbar. Kia steht zur Kante.

(Bild: Florian Pillau / heise Medien)

Als neue Option – nicht nur für den Allradler – bietet Kia einen 22-kW-Wechselstromlader an, allerdings erst ab der Ausstattungslinie „Earth“. Damit soll die große Batterie im AWD oder in den FWD-Modellen in knapp unter vier Stunden von 10 auf 100 Prozent laden. Bei dem nur in den Fronttrieblern erhältlichen 58,3-kWh-Akku soll das knapp drei Stunden dauern. Mit dem serienmäßigen 11 kW-Ladegerät sind es 7:15 respektive 5:20 Stunden.

Weiterlesen nach der Anzeige

Ein ganz handfester Vorteil des Allradmodells ist neben den verbesserten Fahrleistungen und einer überlegenen Traktion auch die gegenüber dem Fronttriebsmodell (Test) verdoppelte Anhängelast von bis zu 1,5 Tonnen. Die AWD-Ausführung ist sowohl in der Ausstattungslinie „Earth“ als auch für die sportlich positionierte GT-Line erhältlich. Diese bieten eine reichhaltige Ausstattung mit Assistenz- und Komfortfunktionen und, besonders erwähnenswert, auch eine Wärmepumpe und ein Glasschiebedach mit Öffnungsfunktion.

Zum Ausstattungsangebot des EV3 kommen zum Modelljahr 2027 außer dem Allradantrieb und dem 22-kW-Lader unter anderem noch eine neigungsverstellbare Rückbanklehne. Der EV3 Earth kostet als Allradler ab 46.880 Euro, der EV3 GT-Line mit AWD ab 51.190 Euro. Die Auslieferungen des neuen Modelljahrgangs inklusive der neuen Allradversionen beginnen im Juli dieses Jahres. Inbegriffen sind eine siebenjährige Herstellergarantie und acht Jahre oder 160.000 km Batteriegarantie. Für den Fronttriebler nennt Kia einen unveränderten Einstiegspreis von 35.990 Euro für die Basisversion „Air“ mit 58,3-kWh-Akku (Test) und einer Reichweite von bis zu 436 Kilometern.

Mehr über die Marke Kia


(fpi)



Source link

Weiterlesen

Beliebt