Digital Business & Startups
Peter Thiel investiert Millionen in Berliner Drohnen-Startup Stark – neues Unicorn?
Peter Thiel steigt wohl bei Stark ein – ein Milliardenauftrag der Bundeswehr könnte das Startup zum Unicorn machen.
Steht etwa das zweite deutsche Unicorn 2026 fest? Nach Informationen von Insidern soll US-Milliardär und Trump-Unterstützer Peter Thiel über seinen Founders Fund eine zweistellige Millionensumme in das deutsche Drohnen-Startup Stark Defence investiert haben. Ebenfalls sollen auch Investoren aus Europa investiert sein. Das berichtet das Manager Magazin.
Damit könnte das Berliner Startup Unicornstatus erreichen. Die Bewertung von Stark soll dabei auf mehr als eine Milliarde Euro angestiegen sein.
Stark habe die Finanzierungsrunde auf Anfrage des Manager Magazins nicht kommentieren wollen und auch der Founders Fund sowie ein Sprecher von Peter Thiel reagierten bislang nicht.
Zu den bisherigen Investoren zählt neben den Tech-Investor Thiel, der CIA-nahe VC-Fonds In-Q-Tel, der NATO-Innovationsfonds, der Berliner Wagniskapitalgeber Project A sowie Doepfner Capital, eine Venture Capital Firma mit Sitz in Los Angeles, geführt von Moritz Döpfner, Sohn des Axel-Springer-CEOs Mathias Döpfner (Gründerszene gehört zu Axel Springer).
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Großbestellung der Bundeswehr für Virtus-Drohne
Laut Medienberichten möchte außerdem das Verteidigungsministerium des Bundes für rund 536 Millionen Euro bei den deutschen Rüstungs-Startups Helsing und Stark einkaufen – und zwar sogenannte Kamikazedrohnen.
Noch im Februar 2026 soll die Großbestellung für die Kamikazedrohne „Virtus“ von Stark unterzeichnet werden, berichtet das Manager Magazin dazu. Insgesamt liege der Rahmenvertrag sogar bei 4,3 Milliarden Euro. 3 Milliarden sollen auf Stark entfallen, heißt es. Auch dadurch könnte die Bewertung bald weiter steigen.
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Peec AI plakatiert ganz Berlin – doch wie gut ist die Kampagne wirklich?
Ein Startup-Selbstbewusstsein, das man in Deutschland selten sieht. Wer in den vergangenen Monaten durch Berlin-Mitte oder Prenzlauer Berg spaziert ist, kam an ihnen kaum vorbei. Schwarz-weiß, minimalistisch, auf Flyern, Litfaßsäulen, meterhohen Plakaten, auf leuchtenden Trucks und sogar auf dem Boden: die Kampagne des Berliner KI-Startups Peec AI.
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Meine Hautfarbe bedient, an den Tischen sitzt sie nicht – Startup-Dinner in Kapstadt
Cephas Ndubueze ist Gründer der Newsletter- und Event-Plattform FOMO, die sich in Berlin und München eine feste Community aus Gründern, Investoren und Unternehmern aufgebaut hat. Für Gründerszene schreibt er aus Kapstadt über das Leben, Arbeiten und Netzwerken zwischen Ozean, Open Tabs und Open Minds.
Ich lag auf dem Boden. Versteckt hinter einem Busch. Meine Hand auf dem Mund meines kleinen Bruders, damit die Polizei uns nicht hört. Eine Razzia bei uns im Dorf. Nigeria. Niemand wusste genau, wen sie suchten. Aber man wusste: Es ist besser, nicht gesehen zu werden. Keine Gründerstory. Keine Networking-Anekdote. Sondern Realität.
Heute sitze ich in einer Villa in Kapstadt. Infinity Pool. Meerblick. Deutsche Gründer. Investoren. Sonnenuntergang über Clifton. Fünf Kilometer weiter: Khayelitsha. Eines der größten Townships Südafrikas. Hunderttausende Menschen. Hohe Arbeitslosigkeit. Niedrige Durchschnittseinkommen. Unsichere Infrastruktur. Fünf Kilometer. Gleiche Stadt. Gleicher Himmel. Andere Realität.
Das System dahinter
Südafrika gehört zu den Ländern mit der höchsten Ungleichheit weltweit. Der gesetzliche Mindestlohn liegt umgerechnet bei wenigen Euro pro Stunde. Menschen arbeiten im Service, im Bau, als Fahrer, im informellen Sektor. Ohne langfristige Sicherheit.
Uber für drei Euro. Villa-Service sieben Tage die Woche. Fine Dining zu europäischen Preisen. Das funktioniert, weil Arbeitskraft günstig ist.
Ein Abend, der alles zeigt
2024 fühlte ich mich oft fehl am Platz. Fine-Dining-Restaurant. Investorendinner. „Where are you going?“ – „Upstairs. Dinner reservation.“ Der Blick von oben nach unten. Im Raum saßen weiße Gäste an den Tischen, schwarze Servicekräfte bewegten sich dazwischen. Damals habe ich dieses Muster sofort gesehen. Es war offensichtlich. Fast greifbar.
Und plötzlich sieht man es nicht mehr
2026 war es ähnlich. Die Räume haben sich nicht verändert. Die Konstellation auch nicht. Nur ich habe es weniger gespürt. Und genau das beunruhigt mich.
Ich sitze heute bei Investorendinners, rede über Deals, Bewertungen, Strategien. Bin voll im Gespräch. Lache. Diskutiere. Netzwerke. Und erst später – manchmal im Bad, manchmal auf dem Heimweg – kommt dieser Gedanke: Alle, die hier arbeiten, tragen meine Hautfarbe. Alle. Nicht 90 Prozent. Nicht 95. Nicht „die meisten“. Hundert Prozent. Und alle, die essen, trinken, lachen, über Investments sprechen, an meinem Tisch sitzen und an den anderen Tischen sitzen, sind weiß.
Ein Bild ohne Graubereich
Es ist kein subtiler Unterschied. Es ist kein Graubereich. Es ist ein klares Bild. Und was mich irritiert, ist nicht das Bild selbst. Sondern, dass ich es manchmal nicht mehr sofort sehe.
Nicht, weil es sich verändert hat. Sondern weil ich mich daran gewöhnt habe. Du bewegst dich lange genug in diesen Räumen, und irgendwann wird das Extreme zum Hintergrundrauschen. Du fokussierst dich auf Gespräche, auf Chancen, auf Performance. Du blendest aus, was früher sofort ins Auge fiel.
Wenn Ungleichheit normal wird
Vielleicht ist das Anpassung. Vielleicht Überlebensstrategie. Vielleicht einfach Effizienz.
Aber dass ich mich aktiv daran erinnern muss, was vor mir liegt, trifft mich mehr als jeder einzelne prüfende Blick es je getan hat.
Eine gute Freundin, Carmen Hübner, Venture-Capital-Anwältin, sagte nach vier Wochen, nach ihrem ersten Besuch in Kapstadt: „Ich habe das Gefühl, wir leben hier in einer Bubble. Wir nehmen, nehmen, nehmen – aber wir bekommen gar nicht so viel vom realen Leben mit.“
In Berlin öffnet man die Haustür und steht im Alltag. Da gibt es keine klar gezogene Linie zwischen Szene und Realität. In Sea Point dagegen reiht sich ein Matcha-Laden ans nächste Pilates-Studio, ein Coworking-Space ans nächste Design-Café. Man bewegt sich zwischen Ozeanblick und Networking-Dinner, zwischen Gym und Sundowner. Alles fühlt sich leicht an. Kuratiert. Fast wie eine verlängerte Konferenz.
Bis der Müll rausgestellt wird. Und plötzlich stehen Menschen auf der Straße, die die Tonnen durchsuchen. Konzentriert. Ruhig. Systematisch.
Meine Geschichte hört hier nicht auf
Ich komme aus Nigeria und bin in Deutschland als Immigrationskind aufgewachsen. Heute bin ich Gründer zwischen Berlin und Kapstadt. Ich kenne Armut nicht aus Studien, sondern aus meiner Familie.
In Nigeria durften meine Cousins ihre Schuhe nur sonntags zur Kirche tragen, damit sie länger halten. Unter der Woche barfuß. Viele Kinder im Dorf hatten diesen aufgeblähten Bauch, dieses stille Zeichen von Unterernährung, das niemand kommentiert, weil es normal geworden ist.
In Deutschland sah Armut anders aus, aber sie war da. Es gab Tage, da blieb die Wohnung dunkel, weil die Stromrechnung nicht bezahlt war. Kerzen auf dem Küchentisch. Kühlschrank aus. Du überlegst dir zweimal, ob du die Tür aufmachst, damit die Kälte drin bleibt. Oder diese Briefe mit rotem Rand im Briefkasten, die man als Kind nicht ganz versteht, aber an der Stimmung merkt: Das ist ernst.
Zwischen zwei Welten
Heute kenne ich Kapital. Investorendinner. Term Sheets. Bewertungen. Menschen, für die fünfstellige Beträge eine taktische Entscheidung sind. Ich bewege mich selbstverständlich in diesen Räumen.
Ich weiß: Die Welt ist unfair. Nicht abstrakt. Konkret. Biografisch. Und ich weiß auch, wie leicht man sich an Ungleichheit gewöhnt. Wie schnell Extreme zu Kontext werden. Wie Armut normal wirkt, wenn man in ihr lebt – und wie Reichtum normal wirkt, wenn man lange genug von ihm umgeben ist.
Die Frage ist nicht: Ist das fair? Das war es nie. Die Frage ist: Was machen wir mit diesem Wissen?
Niemand wird dieses Land retten
Wir müssen Südafrika nicht retten. Wir können es auch nicht. Aber wenn wir hier sind. Wenn wir profitieren. Wenn wir Netzwerke aufbauen. Dann können wir zumindest bewusst sein.
Wenn ich das schreibe, könnte man denken: Jetzt sollen wir alle mehr tun. Mehr geben. Mehr Verantwortung übernehmen. Aber viele tun längst etwas. Leise. Ohne Post, ohne Bühne, ohne Impact-Story auf LinkedIn. Nicht jeder Beitrag braucht Sichtbarkeit, um etwas zu verändern.
Die ehrlichere Frage ist nicht: Tut niemand etwas? Sondern: Reicht das, was wir tun? Und noch ehrlicher: Reicht das, was ich tue?
Es müsste konkreter werden
Ich schreibe diese Kolumne. Ich schaffe Aufmerksamkeit. Ich bringe Menschen zusammen.
Aber das kostet mich wenig Risiko und kaum Komfort.
Vielleicht müsste es konkreter sein: ein Projekt nicht einmalig, sondern langfristig unterstützen. Nicht nur Trinkgeld geben, sondern bewusst fair bezahlen. Nicht nur über Impact sprechen, sondern Praktika, Jobs oder echte Zugänge ermöglichen. Nicht nur Kapital vernetzen, sondern auch Realität.
Gar nichts zu tun wäre am bequemsten. Dann wären die fünf Kilometer zwischen Villa und Township nicht nur geografisch – sondern mental.
Fünf Kilometer. Zwischen Infinity Pool und Wellblechdach. Zwischen Pitch Deck und Förderantrag. Die Strecke ist kurz. Die Entscheidung nicht.
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KI wird die meisten Aufgaben von Büro-Jobs in 18 Monaten automatisieren, laut Microsoft-Manager
Microsoft-KI-Chef Mustafa Suleyman sagt, KI werde bei Büroarbeit „menschliches Leistungsniveau“ erreichen.
Er prognostiziert, dass die meisten Aufgaben in diesem Bereich in den kommenden 12 bis 18 Monaten automatisiert werden können.
Mehrere Führungskräfte der KI-Branche warnen vor einem bevorstehenden massiven Stellenabbau.
Microsofts KI-Chef reiht sich in eine wachsende Zahl von Führungskräften ein, die eine umfassende Automatisierung von Arbeitsplätzen durch Künstliche Intelligenz erwarten.
Mustafa Suleyman sagte in einem Interview mit der „Financial Times“, er gehe davon aus, dass die meisten, wenn nicht alle Aufgaben in typischen Büroberufen innerhalb des nächsten Jahres oder anderthalb Jahren von KI automatisiert werden.
„Ich denke, wir werden bei den meisten, wenn nicht allen beruflichen Tätigkeiten ein Leistungsniveau erreichen, das dem eines Menschen entspricht“, sagte Suleyman in dem am Mittwoch veröffentlichten Interview. „Also klassische Büroarbeit – wenn man am Computer sitzt, sei es als Anwalt, Buchhalter, Projektmanager oder im Marketing – die meisten dieser Aufgaben werden innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate vollständig von einer KI automatisiert.“
Er sagte, dieser Trend sei bereits in der Softwareentwicklung zu beobachten, wo Beschäftigte für den Großteil ihrer Codeproduktion auf „KI-gestütztes Programmieren“ zurückgreifen.
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„Das ist eine ganz andere Beziehung zur Technologie – und das hat sich in den letzten sechs Monaten entwickelt“, sagte er.
KI verändert die Arbeitswelt bereits spürbar
Der rasante Fortschritt der KI in den vergangenen fünf Jahren hat bereits nachweisbare Veränderungen in der Art und Weise bewirkt, wie bestimmte Büroarbeiten ausgeführt werden.
BUSINESS INSIDER (BI) berichtete kürzlich über eine „KI-Müdigkeit“ in der Softwareentwicklung: Die Technologie steigere zwar die Produktivität, führe aber auch zu Erschöpfung, da von Beschäftigten erwartet werde, gleichzeitig mehr Aufgaben zu übernehmen.
Einige Führungskräfte und Pioniere im Bereich KI gehen davon aus, dass Künstliche Intelligenz weit genug fortschreiten wird, um ganze Belegschaften zu ersetzen.
Der Informatiker Stuart Russell, Mitautor eines der weltweit maßgeblichen Fachbücher zu KI, sagte in einem Interview im vergangenen Jahr, politische Entscheidungsträger rechneten mit „80 Prozent Arbeitslosigkeit“ infolge von KI, da Berufe vom Chirurgen bis zum Vorstandsvorsitzenden gefährdet seien.
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Dario Amodei, CEO und Mitgründer von Anthropic, erklärte zuvor, KI könne die Hälfte aller Einstiegsjobs im Bürobereich vernichten.
„Wir als Entwickler dieser Technologie haben die Pflicht und Verantwortung, ehrlich darüber zu sprechen, was kommt“, sagte Amodei in einem Interview mit Axios. „Ich glaube nicht, dass das den Menschen wirklich bewusst ist.“
Ein Sprecher von Microsoft reagierte nicht auf eine Anfrage um Stellungnahme.
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