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Petition zum Informationsfreiheitsgesetz: Mehr als eine halbe Million Menschen gegen geplante Änderungen
Wenn die Bundesregierung gedacht hatte, still und von der Öffentlichkeit unbemerkt Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz (IFG) vornehmen zu können, so dürfte dieser Plan als gescheitert anzusehen sein. Eine vom FragDenStaat initiierte Petition verzeichnet mittlerweile über eine halbe Million Unterzeichner – Tendenz steigend.
Immer mehr kritische Stimmen
Der politische Druck auf die schwarz-rote Bundesregierung hat in den vergangenen Tagen nochmals spürbar zugenommen und der geplante Eingriff in die staatliche Transparenz stößt auf deutlich größeren Widerstand als offenbar erwartet. Darüber berichtet Netzpolitik.org. Die Kritik kommt inzwischen nicht mehr nur aus der Opposition, sondern auch zunehmend aus den Reihen der Regierungskoalition. Immer mehr Vorbehalte werden öffentlich geäußert, wodurch es für die Verantwortlichen schwieriger werden dürfte, ihre Pläne letztendlich umzusetzen. Die hohe Zahl der Unterzeichner unterstreicht zugleich, dass das öffentliche Interesse an transparentem Regierungshandeln und dem Zugang zu staatlichen Informationen seitens des Regierungsbündnisses offenbar erheblich unterschätzt wurde.
Abgeordnete nicht über Pläne informiert
Zudem gerät die Bundesregierung auch durch Kritik aus den eigenen Reihen immer weiter unter Druck. Ein internes Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion, das von den Arbeitsgruppen Inneres, Digitales und Recht erarbeitet wurde, stellt unmissverständlich klar, dass bestehende Auskunftsansprüche für Bürger, Presse und Zivilgesellschaft nicht eingeschränkt werden dürfen. Wörtlich heißt es darin: „Es darf nicht zu einer Reduzierung der bestehenden Auskunftsansprüche für Bürger, für Presse und Zivilgesellschaft kommen“. Ebenso deutlich kündigt die Fraktion an, einer Abschaffung des bisherigen Transparenzniveaus des Informationsfreiheitsgesetzes nicht zuzustimmen. Damit schwinden die für eine Gesetzesänderung im Bundestag erforderlichen Stimmen weiter.
Für zusätzlichen Unmut sorgt zudem, dass nach Informationen des Tagesspiegel zahlreiche SPD-Abgeordnete von den Beschlüssen des Koalitionsausschusses regelrecht überrascht worden sein sollen. Ein Abgeordneter erklärte dem Medium, seine Fraktion sei von dem Vorstoß „völlig überfahren“ worden. Johannes Schätzl, Mitglied des Innenausschusses des Bundestages, bezeichnete die geplanten Änderungen als faktische Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes. Auch er will dem Gesetz ebenso wie zahlreiche weitere SPD-Abgeordnete seine Zustimmung verweigern.
Gegenwind völlig unterschätzt
Der Bericht stellt zudem die Vermutung auf, dass die Bundesregierung das Ausmaß der Proteste von Beginn an erheblich unterschätzt hat. Demnach sei davon ausgegangen worden, dass das Vorhaben angesichts zahlreicher anderer politischer Projekte kaum öffentliche Aufmerksamkeit erhalten würde. Stattdessen entwickelt sich die Debatte zunehmend zu einem der umstrittensten Vorhaben der neuen Koalition, während der politische Druck weiter wächst.
Auch Experten sprechen sich deutlich gegen Pläne aus
Der Widerstand beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Politik. Auch die für die Informationsfreiheit zuständigen Behörden üben deutliche Kritik an den Plänen. So lehnt die noch amtierende Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Louisa Specht-Riemenschneider, das Vorhaben entschieden ab. Wie sich ihr Nachfolger Moritz Hennemann, der in Datenschutzfragen einen deutlich liberaleren Kurs verfolgt, nach seinem Amtsantritt Ende September positionieren wird, ist bislang offen. Specht-Riemenschneider warnt, dass die Reform im Ergebnis auf eine Abschaffung der bisherigen Informationsfreiheit hinauslaufe. Besonders kritisch bewertet sie die geplante Einführung eines „berechtigten Interesses“ als Voraussetzung für Auskunftsanträge. Damit würde sich das bisherige Prinzip umkehren: Während bislang Behörden begründen müssen, weshalb Informationen nicht herausgegeben werden, müssten Antragsteller künftig zunächst nachweisen, warum sie Zugang zu den gewünschten Dokumenten erhalten sollten.
Auch die Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten spricht sich gegen die geplanten Änderungen aus und weist insbesondere die Begründungen der Bundesregierung, etwa den Bürokratieabbau oder Sicherheitsinteressen, als vorgeschobene Rechtfertigungen zurück. Kritik gibt es zudem an der vorgesehenen Beschränkung des Auskunftsrechts auf deutsche Staatsangehörige sowie Bürger der Europäischen Union. Nach Einschätzung der Bundesbeauftragten würde dies zu einer Zwei-Klassen-Informationsfreiheit führen, bei der zahlreiche in Deutschland lebende Menschen vom Zugang zu staatlichen Informationen ausgeschlossen wären. Auch international sorgen die Pläne für Besorgnis.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch forderte die Bundesregierung zuletzt auf, die vorgesehenen Änderungen zurückzunehmen. Zuletzt hatten zudem 110 zivilgesellschaftliche Organisationen, Medien, Verbände und Initiativen die Bundesregierung zur Rücknahme der geplanten Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz aufgefordert.
Deutschland in Transparenzfragen im Sinkflug
Zusätzliche Brisanz erhält die Debatte durch einen Blick auf den internationalen Transparenzvergleich. Wie der Südwestfunk berichtet, belegt Deutschland derzeit lediglich Platz 127 im internationalen Transparenz-Ranking und liegt damit teilweise sogar hinter autoritär regierten Staaten. Kritiker weisen darauf hin, dass die geplanten Änderungen die Position Deutschlands im internationalen Vergleich weiter verschlechtern könnten.
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MSI Afterburner: Heatmap zeigt das Boost-Verhalten der GPU

MSI Afterburner soll mit Version 4.6.7 Beta 4 eine neue Heatmap für den Spannungs- und Taktkurven-Editor erhalten. Gelbe Markierungen zeigen an, welche Kombinationen aus Spannung und Taktrate eine Nvidia-Grafikkarte während realer Lasten besonders häufig verwendet.
Gelbe Punkte zeigen das Verhalten der GPU
Der Spannungs- und Taktkurven-Editor, häufig auch „V/F Curve Editor“ genannt, war bereits Bestandteil von MSI Afterburner. Er zeigt, welche Taktrate eine Grafikkarte bei einer bestimmten Spannung anstrebt. Nutzer können die Kurve verändern, um die GPU zu übertakten oder bei gleicher Leistung mit einer niedrigeren Spannung zu betreiben.
Bisher war dabei allerdings nicht ohne Weiteres ersichtlich, welche Punkte der Kurve während Spielen oder anderen Anwendungen tatsächlich genutzt werden. Genau hier setzt die neue Heatmap an. Sie zeichnet das Verhalten der Grafikkarte auf und markiert häufig verwendete Kombinationen aus Spannung und Taktrate mit gelben Punkten beziehungsweise Abstufungen.
Dadurch soll schneller erkennbar werden, in welchen Bereichen der Kurve sich eine GPU unter realen Bedingungen bewegt. Nutzer können ihre Einstellungen anschließend gezielter anpassen, statt nur einzelne theoretische Punkte der Kurve zu verändern.
Aktiviert werden soll die Ansicht im Kurveneditor mit der Taste M. Eine separate Ansicht oder ein zusätzliches Programm sind demnach nicht notwendig.
Hilfreich für Übertakten und Undervolting
Von der neuen Ansicht sollen vor allem Nutzer profitieren, die ihre Grafikkarte manuell übertakten oder untervolten. Beim Undervolting wird versucht, eine bestimmte Taktrate mit möglichst niedriger Spannung stabil zu erreichen. Das kann Leistungsaufnahme, Temperatur und Lüfterlautstärke reduzieren.
Die Heatmap kann dabei zeigen, welche Teile der Kurve für ein bestimmtes Spiel oder eine Anwendung überhaupt relevant sind. Wer beispielsweise erkennt, dass eine GPU einen bestimmten Spannungsbereich besonders häufig nutzt, kann sich beim Optimieren auf diesen Abschnitt konzentrieren.
Die Funktion erhöht allerdings nicht automatisch die Leistung und ersetzt auch keine Stabilitätstests. Änderungen an Spannung und Taktrate müssen weiterhin in verschiedenen Spielen und Anwendungen überprüft werden. Eine Einstellung, die in einem Benchmark stabil läuft, kann in einer anderen Last dennoch Fehler verursachen.
Zunächst nur als Beta
Die Heatmap soll Bestandteil von MSI Afterburner 4.6.7 Beta 4 werden. Wann die Beta veröffentlicht wird beziehungsweise allen Nutzern zur Verfügung steht, ist noch nicht abschließend geklärt. Auch einen Termin für eine stabile Version mit der neuen Funktion gibt es bislang nicht.
MSI führt auf seiner offiziellen Produktseite derzeit Version 4.6.6 als finale Ausgabe und Version 4.6.7 als „Beta 2“. Afterburner funktioniert nicht nur mit Grafikkarten von MSI, sondern auch mit Modellen anderer Hersteller.
Downloads
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4,8 Sterne
MSI Afterburner ist ein Tool zum Übertakten von Nvidia- und AMD-Grafikkarten.
- Version 4.6.6 Deutsch
- Version 4.6.7 Beta 3 Build 17352 Deutsch
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Huawei FreeClip 2 S: Open-Ear erhalten Designupdate und neues Case

Mit den FreeClip 2 S stellt Huawei eine Special Edition seiner Open-Ear-Kopfhörer zum Clippen um das Ohr vor. Das neue Modell setzt auf ein angepasstes Design und ein größeres Ladecase mit zusätzlichem Stauraum für Zubehör.
Fokus auf modisches Accessoire
Die adaptiven Audiofunktionen wie beispielsweise die adaptive Lautstärkeanpassung und das bewährte Tragekonzept der Huawei FreeClip 2 (Test), das für einen angenehmen Halt sorgt, bieten auch die FreeClip 2 S. Sie sollen den Ansatz auch als modisches Accessoire zu fungieren allerdings noch stärker betonen. Hierfür setzen die FreeClip 2 S insbesondere auf ein metallisch glänzendes Finish in den Farben Metallic Blau und Silber. Das Gewicht von 5,1 Gramm je Ohrhörer und die im Vergleich zu den FreeClip weichere C-Bridge bieten auch die FreeClip 2 S.
Mehr Platz im Ladecase für Schmuck
Neu gestaltet wurde aber auch das Ladecase, das zwar eine abgerundete Form beibehält, im Inneren jedoch neu gestaltet wurde, so dass es im Vergleich zum Vorgängermodell über rund 20 Prozent mehr Stauraum verfügt. So soll es neben den Kopfhörern auch ausreichend Platz für kleine Accessoires oder Schmuckstücke bieten, die Huawei seit den FreeClip 2 als optionales Extra anbietet und die sich am Bügel der Ohrhörer befestigen lassen.
Verfügbarkeit und Preis
Die Huawei FreeClip 2 S sind in den Farben Metallic Blau und Silber ab heute im Online Store von Huawei, im Flagshipstore in Berlin sowie im Online-Handel verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung für die FreeClip 2 S liegt bei 229 Euro. Zum Verkaufsstart sind die Huawei FreeClip 2 S bis zum 21. August einzeln zum Einführungspreis von 199 Euro oder im Bundle mit einem Paar Schmuck von Les Néréides für 229 Euro bei Huawei online und im Store in Berlin erhältlich.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Huawei unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Freier Text-Editor: Notepad++ 8.9.7 behebt mehrere Sicherheitslücken und Fehler

Mit Version 8.9.7 veröffentlicht Entwickler Don Ho ein umfangreiches Update für Notepad++, das mehrere Sicherheitslücken schließt und zahlreiche Fehler behebt. Darüber hinaus verbessert die neue Version die Stabilität, erweitert den Funktionsumfang der Suchfunktion und optimiert verschiedene Bereiche der Benutzeroberfläche.
Update schließt schwere Sicherheitslücken
Geschlossen wurde unter anderem eine Stack-Buffer-Overflow-Schwachstelle in der Funktion „expandNppEnvironmentStrs“ (CVE-2026-54758). Zusätzlich verbessert Notepad++ die Sicherheit beim Laden der Datei „session.xml“, indem Dateipfade künftig normalisiert werden. Dadurch sollen bislang mögliche Angriffe verhindert werden (CVE-2026-52886). Ebenfalls beseitigt wurde eine sogenannte Path-Traversal-Schwachstelle („Zip Slip“) im Update-Programm WinGUp (CVE-2026-57233). Über diese hätten manipulierte Archivdateien unter bestimmten Umständen Dateien außerhalb des vorgesehenen Zielverzeichnisses überschrieben können. Darüber hinaus lässt sich die HMAC-Prüfung für Makros in der Datei „shortcuts.xml“ nach der Aktualisierung nicht länger umgehen, was die Sicherheit zusätzlich erhöhen soll. Außerdem wurde in der Anwendung eine Schwachstelle im Zusammenhang mit PowerShell-Befehlen innerhalb des Installationsprogramms behoben. Für die beiden zuletzt genannten Sicherheitslücken wurden bislang keine CVE-Nummern vergeben.
Neben den sicherheitsrelevanten Änderungen behebt die neue Version zahlreiche Fehler. Unter anderem wurde ein Problem beseitigt, durch das die Funktion „Find in Files“ nicht mehr reagierte. Gleiches gilt für einen Fehler, der das Öffnen relativer Dateipfade sowie den Aufruf im Windows-Explorer verhindern konnte.
Verbesserte Suche und Benutzeroberfläche
Mehrere Verbesserungen betreffen zudem die Funktion „Folder as Workspace“: Nach dem Update werden Dateien nicht mehr doppelt angezeigt und verschwinden auch nicht länger unerwartet aus der Ansicht. Ebenfalls behoben wurde ein Absturz, der durch Verzeichnisverknüpfungen im Stammverzeichnis eines Arbeitsbereichs ausgelöst werden konnte. Darüber hinaus speichert Notepad++ nun den Ein- und Ausklappzustand der Ordnerstruktur dauerhaft über Sitzungen hinweg. Die inkrementelle Suche erhält außerdem eine neue „Count“-Option zur Ermittlung der Trefferanzahl, zeigt die aktuelle Trefferposition innerhalb aller Suchergebnisse an und arbeitet insgesamt deutlich schneller. Im Bereich der Syntaxhervorhebung unterstützt Notepad++ zudem die vollständige Erkennung von ANSI-Escape-Sequenzen.
Auch die Benutzeroberfläche wurde an mehreren Stellen überarbeitet. Plugin-Symbole werden auf hochauflösenden Displays nun korrekt skaliert, Dialogfenster unterstützen den Windows-Dunkelmodus, der Farbwähler speichert benutzerdefinierte Farben dauerhaft und die Statusleiste zeigt den INS-/OVR-Indikator wieder vollständig an.
Alle Änderungen und Neuerungen können den Release Notes entnommen werden.
Ab sofort verfügbar
Notepad++ 8.9.7 ist ab sofort auf der Website des Entwicklers verfügbar. Alternativ kann der freie Editor für Windows auch wie gewohnt bequem über den am Ende dieser Meldung angebrachten Link aus dem Download-Bereich von ComputerBase bezogen werden.
Downloads
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4,8 Sterne
Notepad++ ist ein freier Editor, der äußerst viele Programmiersprachen unterstützt.
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