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„Quatsch“ & „falsches Signal“: Berliner Gründer kritisieren neue Azubi-Pflicht


Berliner Startups müssen ab 2028 Azubis einstellen – oder zahlen. Gründer von Holy, LAP Coffee, Urban Sports Club, mika und Peec AI kritisieren den Beschluss scharf.

„Quatsch“ & „falsches Signal“: Berliner Gründer kritisieren neue Azubi-Pflicht

Sehen die Ausbildungsplatzumlage kritisch (v.l.): Moritz Kreppel (Urban Sports Club), Marius Meiners (Peec AI), Agnieszka Walorska (mika), Mathias Horsch (Holy) und Ralph Hage (LAP Coffee).
Eigen/Collage: Gründerszene/Dominik Schmitt.

Berlin macht ernst – und Startups sind alles andere als begeistert: Die sogenannte Ausbildungsplatzumlage wurde vergangene Woche vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen. Konkret bedeutet sie: Wer nicht ausbildet, muss zahlen. Gründerszene hatte dazu bereits berichtet.

Ab 2028 sollen Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitenden zur Kasse gebeten werden, wenn ihre Ausbildungsquote unter dem Bundesdurchschnitt von aktuell 4,6 Prozent liegt. Und: Es reicht nicht mehr, Stellen einfach auszuschreiben – sie müssen auch besetzt werden.

Unternehmen, die zu wenig oder gar nicht ausbilden, sollen dann in einen Fonds einzahlen, der rund 75 Millionen Euro jährlich einbringen soll.

Was sagen Berliner Gründer dazu, die direkt davon betroffen sind? Wir haben sie gefragt.

Gute Idee, aber realitätsfern

Mathias Horsch, Gründer vom Softdrink-Startup Holy, ist geteilter Meinung. Grundsätzlich begrüße er die Idee der Umlage. „Konzeptionell finde ich die Idee gut – ich habe nach dem Abi selbst eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht und kenne den Wert“, sagt er.

Für uns Gründer ist das ein echter Downer.

Mathias Horsch

Gründer Holy

Mathias Horsch hat das Softdrink-Startup Holy gegründet.

Mathias Horsch hat das Softdrink-Startup Holy gegründet.
Linkedin

Aber: „In der Realität klingt das Gesetz nach noch mehr Auflagen und Regulatorik, und das ist für uns Gründer ein echter Downer.“ Bei Holy würden laut Horsch vor allem zertifizierte Ausbilder fehlen, um den eigenen hohen Standards gerecht zu werden, meint er. Sein Unternehmen sei in fünf Jahren von null auf 160 Mitarbeiter gewachsen – das mache es schwer, junge Leute nebenbei noch klassisch auszubilden.

Falsches Signal an innovative Unternehmen

Und auch beim Kaffee-Startup Lap Coffee blickt man kritisch drauf. Gründer Ralph Hage sieht in der Umlage „ein weiteres falsches Signal Berlins an alle, die hier Unternehmen aufbauen“. Sein Geschäftsmodell passe nicht zu „veralteten IHK-Ausbildungen aus den 80er-Jahren“. LAP setze stattdessen auf Automatisierung, standardisierte Prozesse und eine praxisnahe, visuelle Lerninfrastruktur, die dem heutigen Lernen gerecht wird, erklärt er.

Sieht in der Umlage ein falsches Signal Berlins: LAP Coffee Gründer Ralph Hage.

Sieht in der Umlage ein falsches Signal Berlins: LAP Coffee Gründer Ralph Hage.
Wiktor Strasse

„Wir bieten echte Karrierewege. Zwei unserer vier Area Manager haben hinter der Bar angefangen“, betont Hage. Area Manager leiten bei LAP Coffee mehrere Filialen. Das sei der moderne Arbeitsmarkt, der Kompetenz und Wachstum belohne – nicht Zertifikate aus einer anderen Ära, so der Gründer. Berlin sollte solche Modelle unterstützen, statt sie mit Abgaben zu bestrafen.

Berufe passen nicht ins Startup-Modell

„Berlin bestraft, was es nicht versteht“, kritisiert Moritz Kreppel, Gründer von Urban Sports Club, weiter den Beschluss. Startups wie seines müssten zahlen, weil sie keine Lehrstellen für Berufe anbieten würden, die in ihrem System gar nicht existierten. „Software-Entwickler, Data-Analysten, internationale Partnermanager: Das sind keine Lücken im System, das ist das System“, erklärt er.

Es ist ein teures Signal an alle, die überlegen, in Berlin zu gründen.

Moritz Kreppel

Gründer Urban Sports Club

Nicht Fan von der Umlage: Moritz Kreppel.

Nicht Fan von der Umlage: Moritz Kreppel.
Urban Sports/Moritz Kreppel

Ausbildung fände täglich on the job statt, in Echtzeit – „nicht nach einem Katalog, der zuletzt 1985 aktualisiert wurde“, meint Kreppel. Die Umlage werde Urban Sports nicht aufhalten. „Aber es ist ein teures Signal an jeden Gründer, der überlegt, ob Berlin der richtige Ort für sein nächstes Unternehmen ist.“

Fehlende Strukturen und falsche Anreize

Zwei weitere Gründer sehen den Beschluss ebenfalls kritisch. „Ich halte das für Quatsch“, meint Agnieszka Walorska von Fintech-Startup Mika zu der Umlage. Das Kernproblem des Berliner Ausbildungsmarkts liege nicht am fehlenden Willen der Unternehmen. Vielmehr seien zu wenige junge Menschen an einer klassischen dualen Ausbildung interessiert – viele Stellen blieben so unbesetzt.

Steht auf Digitalisierung und keine neue Ausbildungsregel: Agnieszka Walorska.

Steht auf Digitalisierung und keine neue Ausbildungsregel: Agnieszka Walorska.
Mika

„Eine Strafabgabe ändert daran gar nichts“, sagt sie. Viel mehr brauche es stabile Prozesse, zertifizierte Ausbilder und geeignete Räumlichkeiten. „Was hat ein Azubi davon, in einem Unternehmen anzufangen, das selbst noch ums Überleben kämpft und in dem niemand Zeit für ihn hat? Und das im Zweifel zur Hälfte der Ausbildungszeit pleite geht?“ Walorska selbst habe in ihrer vorherigen Firma Hürden bei der Zulassung als Ausbildungsbetrieb erlebt, die jeden Plan stoppten.

Dass eines unserer Teammitglieder zwischendurch zur Berufsschule gehen müsste, würde nicht funktionieren.

Marius Meiners

Gründer Peec AI

Und auch Marius Meiners von Peec AI meint: „Das Einstellen von Auszubildenden ist für uns absolut nicht machbar“. Sein Team bestehe aus erfahrenen Spezialisten oder jungen, hoch ambitionierten Leuten mit 120 Prozent Fokus. „Dass eines unserer Teammitglieder zwischendurch zur Berufsschule gehen oder für Klausuren lernen müssten, würde nicht funktionieren“, sagt er.

War mal Top 100 League-of-Legends-Spieler: Marius Meiners von Peec AI.

War mal Top 100 League-of-Legends-Spieler: Marius Meiners von Peec AI.
Peec AI

Sie würden deswegen, wenn nötig, die finanzielle Strafe in Kauf nehmen. Auch wenn die Strafe ihre Planung grundsätzlich nicht ändern würde, meint Meiners: „Es ist natürlich sehr schade, dass einem wieder ein weiterer Stein in den Weg gelegt wird, der neben vielen weiteren den Standort Deutschland an sich unattraktiv macht.“ Man merkt: Begeistert sind die Berliner Gründer nicht von diesem neuen Beschluss.





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100.000 Euro für Duft-Shirts – warum der DHDL-Deal doch noch platzte


Deal in der Show, Aus nach der Show: Die Scharfensteins begeistern die Löwen mit Duft-Shirts – doch nach der Show folgt eine komplette Neuausrichtung.

Kai Sven Brehmer-Scharfenstein (l.) und Tim Scharfenstein (r.) präsentieren ihr Duftshirt.

Kai Sven Brehmer-Scharfenstein (l.) und Tim Scharfenstein (r.) präsentieren ihr Duftshirt.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Immer nach dem Lieblingsparfüm riechen – bis zur nächsten Wäsche? Das Ehepaar Tim (24) und Kai Scharfenstein (30) aus Köln hat mit dieser Idee die Löwen in der neuesten Folge verzaubert. Sie fordern 100.000 Euro für 25 Prozent und überzeugen letztlich Jana Ensthaler – doch nach der Sendung kommt alles anders.

Überzeugender Pitch mit Live-Schnupper-Test

Die Gründer starteten ihren Auftritt mit den Worten: „Dank Scharfenstein werden bald auch Sie immer nach ihrem Lieblingsduft riechen.“ Als Beweis brachten sie Reality-Star Laurenz Pesch ins Spiel, der per Video und live vorführte, wie sein T-Shirt nach einem ganzen Tag voller Sport, Arbeit und Alltag noch immer frisch duften sollte. Dabei durften sich die Löwen selbst davon überzeugen.Ralf Dümmel ging voran und durfte an dem Testmodell riechen. Sein Fazit: Gar nicht so schlecht! Und selbst Frank Thelen nickte anerkennend.

Der Trick dahinter: Winzige Mikrokapseln, die in einer kleinen Fläche auf dem Rücken der Textilien integriert werden. Sprüht man dann darauf das Lieblingsparfüm, laden sich die Kapseln auf und geben den Duft durch Reibung und Körperwärme frei. Dies soll dann bis zu einer Woche lang anhalten. Die nächste Wäsche soll den Duft dann wieder komplett neutralisieren.

Kritikpunkte und Emotionen

Nach dem Dufttest wird Löwe Frank Thelen aber kritisch: „Warum ist das Duftpolster am Rücken? Unter den Armen riecht man doch viel mehr?“. Die Gründer meinen, der Duft der Kapseln würde auch den Geruch der Arme ausgleichen können. Thelen ist davon wenig überzeugt und meint: „Das ist unappetitlich, man sollte das T-Shirt nach dem Sport waschen!“ Die Gründer kontern gelassen, dies sei nur ein Extrembeispiel – die Kapseln sollten lediglich den Textilduft im Alltag verbessern.

Darf auch mal am Testmodell riechen: Löwe Ralf Dümmel.

Darf auch mal am Testmodell riechen: Löwe Ralf Dümmel.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Und dann gibt Judith Williams einen „Millionen-Dollar-Tipp“: „Ihr habt das falsche Kleidungsstück gewählt – Teppiche, Gardinen oder Bettwäsche sind viel sinnvoller!“ Löwin Janna Ensthaler will die beiden Gründer dann aber erstmal persönlich kennenlernen. Also erzählen diese ihre Kennenlern- und Heiratsgeschichte. Sie hätten sich so gut verstanden, dass sie zusammen ein Business machen mussten, meinen die beiden.

Zahlen, Absagen und ein Deal

Löwe Frank Thelen kommt dann wieder zu den Fakten. Er will das Business Model und die Zahlen verstehen. Die Scharfensteins sagen, ihr Startup sei vor einem Monat gestartet und habe bereits 2000 Euro Umsatz gemacht. Dabei würden die Gründer planen, auf zwei Beinen zu stehen: Einerseits würden sie eine eigene Modebrand für Endkunden aufbauen, andererseits ihre Mikrokapseln Unternehmen für Sport- und Outdoor-Bekleidung anbieten.

Die Hilfe der Löwen wollen die Günder vor allem, um an große Unternehmen und wichtige Personen ranzukommen. Ralf Dümmel sieht allerdings hohe Hürden im Textilmarkts und will deswegen nicht investieren. Judith Williams gefällt die doppelte Strategie mit Endkunden und Unternehmenskunden nicht, sie ist deswegen auch raus. Frank Thelen meint, Textil sei nicht sein Thema. Er verspüre deswegen „keine Energie, das Produkt groß zu machen.“ Auch er sagt ab. Gastlöwe Christian Miele lobt die Gründer als Top-Persönlichkeiten, kann aber bei dem speziellen Produkt mit seinem Netzwerk nicht weiterhelfen.

Am Ende ist also nur noch Jana Ensthaler übrig, die hin- und hergerissen ihre Pro- und Contra-Liste vorliest. Sie ist nach wie vor unsicher, auf welches Produkt sich die Gründer spezialisieren sollten. Weg vom T-Shirt, hin zu Teppichen, Vorhängen und Co? Die Scharfensteins versichern, bei ihrem Produkt flexibel zu sein. Nachdem Ensthaler die Bedingung stellt, dass sie zu dritt nochmal über die Produktspezialisierung sprechen, schlägt sie zu und macht den Deal.

Radikaler Pivot ins Longevity-Geschäft

Doch wie ging es nach der Sendung weiter? Janna Ensthaler meint zu Gründerszene, dass ein Investment letztlich nicht zustande gekommen sei. Der kritische Austausch sowie eine Marktanalyse habe bei den Gründern zu einem Umdenken geführt. Diese hätten die Produktion der duftenden T-Shirts nun eingestellt. Neue Regulierungen hätten die Mikrokapseln außerdem als Mikroplastik eingestuft. Das damit verbundene Risiko hätten die Gründer nach eigener Aussage ebenfalls nicht eingehen wollen.

Alternativ hätten sie zu einem neuen Geschäftsmodell gewechselt: „Scharfenstein Longevity“. Mit einem All-In-One Longevity Zellkomplex wollen die Gründer nun gesundes Altern ermöglichen. Ihr Produkt? Zwei Kapseln, welche täglich eingenommen werden und vier wissenschaftlich fundierte Mikronährstoffe enthalten sollen. Die Einnahme unzähliger anderer Medikamente soll damit nicht mehr nötig sein.

Janna Ensthaler ist aufgrund der Neuausrichtung nicht mehr investiert. Sie bleibt aber als Sparringspartnerin verbunden und unterstützt das Team mit Netzwerk, Erfahrung und strategischem Austausch.





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Easy Exit Card, Yogitier, LipoCheck, MySpirulina, Scharfenstein treten vor die Löwen


#DHDL

Die Löwen brüllen wieder! An diesem Montag geht es bei Vox erneut in “Die Höhle der Löwen”. In der aktuellen Folge pitchen Easy Exit Card, Yogitier, LipoCheck, MySpirulina und Scharfenstein.

Easy Exit Card, Yogitier, LipoCheck, MySpirulina, Scharfenstein treten vor die Löwen

In der erfolgreiche VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) dreht sich in der mittlerweile 19. Staffel wieder alles um spektakuläre Geschäftsideen, außergewöhnliche Pitches und umkämpfte Deals. Zur Löwen-Jury gehören in dieser Frühjahrs-Staffel der Regal-Löwe Ralf Dümmel, die Venture-Capital-Löwin Janna Ensthaler, der Sales-Löwe Carsten Maschmeyer, die Beauty-Löwin Judith Williams, die Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und der Startup-Löwe Frank Thelen.

Die DHDL-Startups der Woche

Easy Exit Card aus Paderborn
Ein Moment der Unachtsamkeit, ein schwerer Unfall, eingeschlossene Personen und jede Sekunde zählt! Situationen wie diese haben auch die Löwen selbst erlebt. Judith Williams, Ralf Dümmel und Janna Ensthaler berichten in „Die Höhle der Löwen“ von dramatischen Momenten, in denen sie oder ihre Kinder in Autos eingeschlossen waren oder nach Unfällen nicht herauskamen. Genau für solche Notfälle wollen Bernd Lüke (56), Stephan Pannhorst (57) und Sylvain Victor (54) mit ihrer Easy Exit Card eine einfache Rettungslösung für jedermann bieten. Das kompakte Rettungswerkzeug im Kreditkartenformat soll helfen, Autoscheiben schnell zu zerstören, um eingeschlossene Menschen zu befreien oder sich selbst aus einem Fahrzeug zu retten. Die Idee entstand aus langjähriger Erfahrung der Gründer in der SIM-Karten-Branche und aus Bernds Praxis: „Ich bin seit vielen Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr. Wenn wir keinen Zugang zu einer verletzten Person haben, zählt jede Sekunde. Dann ist es besonders wichtig, eine erste Öffnung zu schaffen, um helfen zu können“, so Bernd Lüke. Die Karte besteht aus einem speziell verstärkten Kunststoff und einem gehärteten Schlagdorn. Wird sie zwischen Scheibe und Türdichtung geschoben und mit einem kurzen Hebelzug bewegt, zerbricht die Seitenscheibe. Die Karte funktioniert sowohl von außen als auch von innen. Durch ihr flaches Kreditkartenformat kann sie im Auto hinter der Sonnenblende, in der Handtasche oder in der Brieftasche verstaut werden. Eine spezielle Hülle schützt vor dem spitzen Dorn und enthält zusätzlich einen Gurtschneider. Neben Verkehrsunfällen sehen die Gründer auch andere Einsatzmöglichkeiten, z. B., wenn Kinder oder Tiere im Sommer in einem Auto eingeschlossen sind. Für 100.000 Euro bieten die drei Gründer 25 Prozent ihrer Firmenanteile des neu gegründeten Unternehmens an und wünschen sich einen Partner, der sie vor allem beim Vertrieb unterstützt. Ob die Löwen das Rettungstool in ihren Autos aufnehmen?

Yogitier aus Mönchengladbach
Termine, Schule, digitale Reize und immer weniger Bewegung: Der Alltag vieler Kinder ist heute geprägt von Stress und Bildschirmzeit. Fei Schäfer (40) will genau hier ansetzen. In der „Höhle der Löwen“ stellt die zweifache Mutter ihr Startup YOGITIER vor und möchte Kinder spielerisch zu mehr Bewegung und innerer Balance bringen. Der Weg der Gründerin ist dabei alles andere als gewöhnlich: Geboren in China, kam sie vor 16 Jahren der Liebe wegen nach Deutschland und lernte die Sprache erst hier. Nun steht sie vor den Investorinnen und Investoren und präsentiert ihre eigene Produktidee. „Wenn ich in die Augen von Kindern schaue, sehe ich pure Freude. Gleichzeitig merke ich, wie viel Stress unsere Kinder heute schon haben. Wir müssen dringend einen Gegenpol schaffen“, erklärt Fei Schäfer. Ihre Lösung: kindgerecht gestaltete Yogamatten aus Naturkautschuk, die rutschfest, maschinenwaschbar und mit bunten Tiermotiven versehen sind. „Die Yogamatte liegt als Design-Teppich im Kinderzimmer und ist ein Symbol für den täglichen Ausgleich“, so die Gründerin. Ergänzt durch ein Memory-Spiel mit Yogaübungen sollen Kinder spielerisch Yoga entdecken und ihren Körper bewusster wahrnehmen. Mit viel Energie und einer kleinen Yoga-Session mitten im Studio zeigt die Gründerin gemeinsam mit ihren jungen Helferinnen und Helfern, wie viel Spaß Bewegung machen kann. Für den nächsten Wachstumsschritt benötigt Fei Schäfer 100.000 Euro und bietet dafür zehn Prozent ihrer Firmenanteile an. Ob sie die Löwen von ihrer Mission überzeugen kann?

LipoCheck aus Leipzig/München
Schwere Beine, Schmerzen, schnelle Erschöpfung und unerklärliche blaue Flecken – für sehr viele Frauen ist das der Alltag. Doch bis zur richtigen Diagnose vergeht oft viel Zeit. Genau hier will ein Familien-Startup ansetzen: Helena Rapprich (29), ihre Schwester Anina Langhans (32) und ihr Vater Dr. Stefan Rapprich (60) stellen in der „Höhle der Löwen“ ihre Gesundheitsplattform LipoCheck vor. Die Idee entstand aus der täglichen Arbeit des Vaters: Der Dermatologe und Venenspezialist behandelt seit über 30 Jahren Patientinnen mit Lipödem, einer schmerzhaften Fettverteilungsstörung, die häufig lange unerkannt bleibt. „Ich sehe oft, wie verzweifelt Patientinnen sind, weil sie keinen passenden Arzt finden oder nicht ernst genommen werden. Viele warten Jahre, bis sie eine Diagnose und damit eine passende Therapie bekommen“, erklärt Dr. Stefan Rapprich. Mit LipoCheck will die Familie die Versorgungslücke schließen. Die digitale Plattform soll Betroffenen den Weg von der ersten Vermutung bis zur Behandlung erleichtern. Über einen medizinischen Fragebogen, Körperdaten und Fotos können Nutzerinnen ihre Angaben von spezialisierten Ärztinnen und Ärzten prüfen lassen und innerhalb weniger Tage eine fachärztliche Einschätzung mit individuellen Therapieempfehlungen erhalten. Auch Betroffene wie Annika kennen den langen Weg zur Diagnose: „Mein Physiotherapeut hatte damals den Verdacht auf Lipödem geäußert. Aber es war sehr schwierig, einen Arzt zu finden, der genügend Erfahrung hatte, um die Diagnose zu bestätigen. Es hat mehrere Jahre gedauert, bis ich endlich Gewissheit hatte“, berichtet sie. Neben der Diagnose bietet die Plattform auch langfristige Unterstützung mit Tipps zu Bewegung, Ernährung und Selbstmanagement. Für den weiteren Ausbau ihres digitalen Gesundheitsangebots benötigt die Gründer-Familie 300.000 Euro und bietet fünf Prozent ihrer Firmenanteile an. Ob sie die Löwen überzeugen können?

MySpirulina aus Kiel
Ben Schwedhelm (24) und Sara Farzaneh Nejad (25) betreten „Die Höhle der Löwen“ mit einer Idee, die Superfood-Fans sofort neugierig macht: MYSPIRULINA, die smarte Spirulina-Farm für zuhause. Ihr Ziel: Jeder Haushalt soll seine eigene Spirulina-Alge anbauen können – frisch, nährstoffreich und ohne Laborkenntnisse. Spirulina gilt als echtes Superfood. Die Mikroalge liefert Proteine, Vitamine, Mineralien und Antioxidantien und wird weltweit für ihre gesundheitlichen Vorteile geschätzt. MYSPIRULINA bringt dieses Superfood direkt in die Küchen. Das Starter-Kit macht die Kultivierung kinderleicht: Wasser, Nährmedium und Spirulina-Stamm ins Glas, Deckel drauf, auf die Fensterbank in die Sonne und der Rest läuft automatisch. Die smarte Farm überwacht Licht und Wachstum, sorgt für optimale Bedingungen und macht die Pflege der Algen überflüssig. Nach etwa zehn Tagen kann die Spirulina geerntet und frisch in Shakes, Desserts oder herzhafte Gerichte integriert werden. Das Konzept ist nachhaltig, transparent und garantiert maximale Nährstoffdichte. Ein Abo-Modell für das Nährmedium hält die Kulturen dauerhaft frisch. Ben und Sara hoffen auf ein Investment von 200.000?Euro für zehn Prozent Unternehmensanteile, um ihr Projekt weiter auszubauen und Spirulina in noch mehr Haushalte zu bringen. Doch die Bewertung sorgt für reichlich Diskussionen zwischen Gründern und Löwen … 

Scharfenstein aus Köln
Temptation-Time in der Höhle der Löwen! Als Realitystar Laurenz Pesch (24) den Löwinnen und Löwen sein Scharfenstein-T-Shirt zum Schnuppern reicht, wird sofort klar: Hier geht es um weit mehr als Mode. Die Kölner Gründer Tim Scharfenstein (24) und Kai Sven Brehmer-Scharfenstein (30) setzen auf eine innovative Mikroverkapselungstechnologie, die Düfte in Textilien speichert und bei Reibung wieder freisetzt. Die Löwinnen Judith Williams und Janna Ensthaler zeigen sich sichtlich beeindruckt: Beide sind überrascht, wie frisch das T-Shirt selbst nach längerem Tragen riecht: „Der Mann riecht gut. Lecker“, lautet das Urteil über den Reality-Star. Die Technologie funktioniert nachhaltig und komfortabel: Winzige Mikrokapseln werden direkt in den Stoff eingebettet, aktivieren sich durch Wärme und Bewegung und geben den Lieblingsduft über mehrere Tage ab. So bleibt Kleidung frisch, ohne Tragekomfort, Pflege oder Parfum zu beeinträchtigen. Die Gründer Tim Scharfenstein, ausgebildet bei einem Pharmaunternehmen, und Kai Sven Brehmer-Scharfenstein, Medizinstudent, beschäftigen sich zudem seit Jahren intensiv mit Longevity. Zum Start umfasst das Sortiment T-Shirts und Pullover, wobei die Kapseln nachfüllbar sind. Eine Innovation für die Modeindustrie? Die Löwen sind sich unsicher. Scharfenstein kämpft um einen Deal über 100.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile, doch ein Investor nach dem anderen steigt aus. Am Ende liegen die Nerven blank und es fließen Tränen. Aus Freude oder Enttäuschung?

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer



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Uber kauft Blacklane – deutsche-startups.de


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ Uber kauft Blacklane +++ AlphaPet Ventures kauft Cpro Food +++ Main Capital Partners übernimmt Gingco +++ Nature Robots erhält 4 Millionen +++ deeplify sammelt 2 Millionen ein +++ Summiteer investiert in cuisyn +++

Uber kauft Blacklane

Im #DealMonitor für den 30. März werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE


The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland

MERGERS & ACQUISITIONS

Uber – Blacklane
+++ Der US-Fahrdienstvermittler Uber kauft den Berliner Chauffeurdienst Blacklane. „Together Blacklane and Uber – and their respective guests and partners – will benefit from each other’s expertise. Blacklane’s luxury service and specialist knowledge, combined with Uber’s global scale and technology, will deliver a powerful platform for growth“, teilen die Unternehmen zur Übernahme mit. Durch den Zukauf möchte Uber vor allem ins margenstärkere Premiumsegment vorstoßen. „Uber is the right partner for Blacklane. We have each reshaped our respective categories, and we are united in our ambition to be best-in-class“, sagt Blacklane-Gründer Jens Wohltorf zum Exit. Einen Kaufpreis nennen die Unternehmen nicht. Der Verkaufsbetrag soll laut Handelsblatt aber „ungefähr der Unternehmensbewertung, die bei rund einer halben Milliarde Dollar liegt“ entsprechen. Blacklane, 2011 gegründet, konzentriert sich auf Chauffeur-Dienste mit hochwertigen Fahrzeugen für Geschäftsreisende. Zu den Investoren des Grownups, das zuletzt 240 Millionen Euro Umsatz erzielte, gehören unter anderem der saudi-arabische Mobility-Investor Tasaru Mobility Investments, Gargash Group, AlFahim, Alstin Capital rund um Carsten Maschmeyer und RI Digital. Der deutsche Autobauer Mercedes Benz hielt zuletzt 28,5 % an Blacklane. Alstin ist derzeit noch mit 12,7 % an Bord. AlFahim hält 10,4 % am Unternehmen. In den vergangenen Jahren flossen mehr als 150 Millionen in Blacklane. 2023 wirtschaftete das Unternehmen profitabel. Mehr über Blacklane

AlphaPet VenturesCpro Food
+++ Das Münchner Tiernahrungsunternehmen AlphaPet Ventures übernimmt das belgische Unternehmen Cpro Food, eine sognannte Premium-Marke für Hunde- und Katzennahrung. „Die Akquisition wurde durch eine Kombination aus Eigen- und Fremdkapital finanziert. Patria Investments übernahm die Rolle des Lead-Investors der Finanzierungsrunde, mit einem signifikanten Beitrag von Venture Stars und der Unterstützung bestehender AlphaPet-Gesellschafter“, heißt es in einer Presseaussendung. Die Fremdfinanzierung wurde von CVC bereitgestellt. Die Übernahme von Cpro Food ist die fünfte Akquisitionen in sechs Jahren, die das AlphaPet Ventures (2016 aus der Fusion von pets Premium und ePetWorld entstanden), getätigt hat. Mehr über AlphaPet Ventures

Main Capital PartnersGingco
+++  Der niederländische Private-Equity-Investor Main Capital Partners übernimmt die Mehrheit am 1999 gegründeten Unternehmen Gingco (Braunschweig), das auf Softwarelösungen für Enterprise Ressource Management setzt. Derzeit betreut das Unternehmen „rund 200 Kunden aus dem Enterprise-Segment und der öffentlichen Verwaltung“. Künftig soll das Team insbesondere in die „KI-getriebene Produktentwicklung investieren“. Main Capital Partners hält zudem Ausschau nach „Add-on-Akquisitionen“. Mehr über Gingco

INVESTMENTS

Nature Robots
+++ Der deutsch-dänische Kapitalgeber Climentum Capital, Bayern Kapital und Planetary Impact Ventures (Dänemark) investieren 4 Millionen Euro in Nature Robots. Das Robotik-Startup aus Osnabrück, 2022 von  Sebastian Pütz, Sven Lake und Malte Kleine Piening gegründet, möchte „die regenerative und ökologische Landwirtschaft durch KI und Robotik in Einklang mit Natur und Mensch“ bringen. Konkret entwickelt das Unternehmen „autonome Roboter für die regenerative Landwirtschaft“. Das frische Kapital soll insbesondere in „den Teamaufbau und einen zusätzlichen Standort in München“ fließen. Mehr über Nature Robots

deeplify
+++ Der Heilbronner Frühphasen-Investor D11Z.Ventures, Vanagon Ventures, EWOR und Business Angels investieren 2 Millionen Euro in deeplify. Das Startup aus Bochum, 2023 von Jan Löwer und Tim Schwabe gegründet, setzt auf die Ki-basierte „industrielle Inspektionen und Asset-Integrity-Management“. Konkret geht es dabei etwa um die Inspektion von Gaspipelines. Mehr über deeplify

cuisyn
+++ Summiteer, die Beteiligungsgesellschaft des Serienunternehmers Sven Schulz, investiert in cuisyn. Das Unternehmen aus Frankfurt am Main, ein Ableger der blueworld.group (Seriengründer Rigbert Fischer), setzt auf eine Buy-&-Build-Strategie in der Gastronomie, Catering und Hotelbranche. Das Team möchte nicht weniger als „die erfolgreichste Gastro-Gruppe in Deutschland und Europa aufbauen“. Das frische Kapital soll die Expansion von cuisyn „deutlich beschleunigen“. Summiteer hält nun 26.1 % an cuisyn. Mehr über cuisyn

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Foto (oben): azrael74



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