Künstliche Intelligenz
Raumluftsensor Air-Q Radon im Test: Radon, VOC und Raumklima im Griff
Der Air-Q Radon misst radioaktives Gas und weitere Luftdaten wie VOC, Temperatur und Luftfeuchte. Wie gut das Gerät im Alltag funktioniert, zeigt der Test.
In Deutschland fordert Radon jährlich mehr Todesopfer als der Straßenverkehr, wobei die Radon-Belastung unterschiedlich verteilt ist. Das unsichtbare, radioaktive Gas entweicht aus dem Boden oder Baumaterialien und kann sich in Innenräumen anreichern, was langfristig das Lungenkrebsrisiko erhöht. Das Bundesamt für Strahlenschutz führt über sechs Prozent der Lungenkrebstodesfälle auf zu hohe Radon-Belastung zurück – etwa 2.800 Tote pro Jahr.
Regelmäßiges Lüften hilft, die Belastung zu reduzieren, ebenso wie Luftreiniger. Doch um die tatsächliche Konzentration zu kennen, sind spezielle Messgeräte wie der FT Lab Radon Eye RD200 (Testbericht). Der Radon-Messer überzeugt zwar durch eine zuverlässige und zügige Messung, bietet aber keine Integration in Smart-Home-Systeme, und aus der Ferne kann man die Daten auch nicht abrufen. Letztere Möglichkeiten bieten etwa der Airthings View Plus (Testbericht) oder der Air-Q Radon. Anders als beim Airthings erfolgt die Radon-Messung beim Air-Q aber deutlich zügiger. Während der Airthings pro Stunde einen Radon-Durchschschnittswert ermittelt, liefert der Air-Q Daten innerhalb weniger Sekunden.
Im Test zeigt sich, was der Air-Q Radon neben der reinen Radon-Messung noch leisten kann und wie er sich im Praxiseinsatz schlägt.
Bilder: Air-Q Radon
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Air-Q Radon: Der Luftgütesensor misst in der Standardausstattung Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Air-Q Radon Science kann hingegen mit bis zu 11 Sensoren ausgestattet werden (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße).
Die Air-Q-App überzeugt nicht nur mit einer übersichtlichen Darstellung der gemessenen Sensorwerte, sondern auch mit detaillierten Erläuterungen.
Die Air-Q-App überzeugt nicht nur mit einer übersichtlichen Darstellung der gemessenen Sensorwerte, sondern auch mit detaillierten Erläuterungen.
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Die Air-Q-App überzeugt nicht nur mit einer übersichtlichen Darstellung der gemessenen Sensorwerte, sondern auch mit detaillierten Erläuterungen.
Die Air-Q-App überzeugt nicht nur mit einer übersichtlichen Darstellung der gemessenen Sensorwerte, sondern auch mit detaillierten Erläuterungen.
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Die Air-Q-App überzeugt nicht nur mit einer übersichtlichen Darstellung der gemessenen Sensorwerte, sondern auch mit detaillierten Erläuterungen.
Die Air-Q-App überzeugt nicht nur mit einer übersichtlichen Darstellung der gemessenen Sensorwerte, sondern auch mit detaillierten Erläuterungen.
Dank einer Integration für Home Assistant steht der Air-Q Radon auch unter dem beliebten Smart-Home-System für Automatisierungen zur Verfügung. Mittels Dashboards lassen sich Daten bequem auswerten.
Dank einer Integration für Home Assistant steht der Air-Q Radon auch unter dem beliebten Smart-Home-System für Automatisierungen zur Verfügung. Mittels Dashboards lassen sich Daten bequem auswerten.
Dank einer Integration für Home Assistant steht der Air-Q Radon auch unter dem beliebten Smart-Home-System für Automatisierungen zur Verfügung. Mittels Dashboards lassen sich Daten bequem auswerten.
Dank einer Integration für Home Assistant steht der Air-Q Radon auch unter dem beliebten Smart-Home-System für Automatisierungen zur Verfügung. Mittels Dashboards lassen sich Daten bequem auswerten.
Dank einer Integration für Home Assistant steht der Air-Q Radon auch unter dem beliebten Smart-Home-System für Automatisierungen zur Verfügung. Mittels Dashboards lassen sich Daten bequem auswerten.
Design und App
Aufgrund der für die Radon-Messung erforderlichen Messkammer fällt der Air-Q Radon mit den Abmessungen 10,50 × 10,50 × 14,50 cm gegenüber dem Air-Q Pro mit 13,50 × 4,90 × 11,80 cm relativ voluminös aus. Mit Strom wird das Gerät über ein drei Meter langes USB-A-auf-USB-C-Kabel versorgt, wobei der USB-A-Anschluss an das mitgelieferte USB-Netzteil und der USB-C-Stecker mit dem Anschluss an der Unterseite des Geräts verbunden wird.
Wie der Air-Q signalisiert auch der Radon die Luftqualität über zwei LED-Anzeigen an der Vorderseite des Gehäuses. Sie verlaufen senkrecht und erreichen mit neun einzelnen LEDs eine Länge von etwa 6 cm. Was dort signalisiert wird, können Anwender in der Air-Q-App, die auch für Tablets optimiert ist, einstellen. Dabei stehen die errechneten Indexe für Gesundheit, Schimmelfrei und Leistung wie auch Einzelwerte wie Radon oder Feuchtigkeit zur Auswahl. Die Air-Q-App erläutert, was das Leuchten der einzelnen LEDs bedeutet. Hat man Radon eingestellt, leuchten sämtliche LEDs in hellgrün, wenn die Radonkonzentration weniger als 30 Bq/m³ beträgt. Sind alle LEDs rot, entspricht dies einer Radonkonzentration von 560 Bq/m³. Die Zwischenabstufung in Orange zeigt 30 BQ/m³ je LED an. Man sieht also auf den ersten Blick, ohne die App bemühen zu müssen, wie gut die aktuelle Raumluftqualität ist.
Die Air-Q-App zeigt die Werte der einzelnen Sensoren in übersichtlichen Grafiken an. Wer eine Auswertung am Desktop wünscht, kann dies über die Registrierung des Geräts in der Air-Q-Cloud, die man in den Cloud-Einstellungen der App aktiviert, realisieren. Damit gelingt auch eine Fernabfrage des Geräts. Unter my.air-q.com kann man nach der Registrierung die Werte des Air-Q Radon auch am Desktop abrufen.
Der Air-Q Radon bietet auch eine Push-Funktion, die man in der App aktivieren kann. Dann erhält man entsprechende Warnmeldungen, wenn Grenzwerte überschritten werden.
Wie genau sind die Messwerte?
Die vom Air-Q ermittelten Werte haben wir mit anderen Raumluftsensoren wie dem FT Lab Radon Eye RD200 (Testbericht), Airthings View Plus (Testbericht) verglichen. Dabei zeigt sich, dass Radon Eye RD200 und Air-Q-Radon eine ähnlich hohe Radonkonzentration erfassen, der Air-Q-Radon aber bereits nach knapp zwei Sekunden auf veränderte Werte reagiert, während der Radon Eye RD200 diese erst nach 10 Minuten liefert. Am langsamsten geht der Airthings View Plus zu Werke, der nur stündlich Durchschnittswerte anzeigt. Zudem liegen diese etwas unterhalb der von Radon Eye RD200 und Air-Q Radon ermittelten Radonkonzentration.
Die Werte der anderen Sensoren wie Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck entsprechen in etwa denen, die wir auch beim Airthings View Plus oder anderen Raumluftsensoren wie Awair Element (Testbericht) erhalten. Außerdem lassen sich die Sensoren auch kalibrieren, sodass man diese mit anderen Messgeräten abgleichen kann.
Wie gut ist die Smart-Home-Integration?
Unter Home Assistant steht eine Integration für den Air-Q Radon zur Verfügung, sodass man die Werte des Geräts auch für Automatisierungen nutzen kann. Auch lassen sich damit Benachrichtigungen auch in Form von E-Mails versenden und nicht nur Push-Nachrichten, wie sie die Air-Q-App bereitstellt.
Eine Auswertung der Daten kann standardmäßig mit der in Home Assistant integrierten Historien-Funktion erfolgen. Alternativ bieten sich auch interaktive Dashboards, etwa auf Basis von Plotly Graph Card.
Neben Home Assistant unterstützt der Air-Q Radon auch eine einfache Einbindung in Homey Pro und Iobroker. Etwas schwieriger ist der Anschluss an Homematic. Eine Unterstützung für Matter ist angekündigt, steht aber noch nicht zur Verfügung.
Preis
Der Air-Q Radon kostet in der Standardausführung mit fünf Sensoren für Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck 369 Euro. Dieses Modell kann nicht mit zusätzlichen Sensoren erweitert werden. Wer mehr Sensoren benötigt, greift zum Air-Q Radon Science, der in der Grundausstattung 500 Euro kostet und mit bis zu elf Sensoren (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße) für 659 Euro angeboten wird. Die Science-Varianten richten sich an Wissenschaftler und Entwickler, die über die lokale API das Gerät für ihre Bedürfnisse konfigurieren können. Eine entsprechende Dokumentation steht auf parat.
Die folgende Tabelle zeigt alle Air-Q-Varianten.
Fazit
Ein Radon-Messgerät ist angesichts der großen Gesundheitsgefahren eine sinnvolle Investition. Allerdings kommt es darauf an, wo man wohnt. Die Karte des Bundesamtes für Strahlenschutz bietet einen detaillierten Überblick. Wohnt man in einem der stark belasteten Gebiete, ist der Air-Q Radon ein nützlicher Begleiter. Gegenüber dem Mitbewerb zeichnet sich das von der Corant GmbH aus Leipzig entwickelte Gerät durch eine Radon-Messung innerhalb von wenigen Sekunden aus, während andere Geräte dafür 10 Minuten oder eine Stunde benötigen. So kann man auf einen Anstieg der Radonkonzentration schneller reagieren. Zudem bietet es eine offene Architektur und unterstützt zahlreiche Smart-Home-Plattformen wie Home Assistant, sodass man den Air-Q Radon, der in der Standardausführung für 369 Euro Euro erhältlich ist, auch für Automatisierungen und zur bequemen Datenauswertung ganz ohne Cloud am Desktop nutzen kann.
Künstliche Intelligenz
Merz lässt bei Rabatt auf Sprit eine Entscheidung offen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will vor einer Entscheidung über einen möglichen Spritrabatt noch abwarten. „Wir prüfen die Entwicklung auf den Märkten“, sagte er nach dem Spitzengespräch mit Vertretern der Wirtschaftsverbände in München auf eine entsprechende Frage. Bevor diese Prüfung nicht abgeschlossen sei, „können wir dazu keine abschließende Stellungnahme abgeben“.
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Am besten wäre es, „wenn dieser Krieg so schnell wie möglich beendet wird und wir auch die Energiepreise anschließend wieder auf dem Niveau sehen, das wir vorher hatten“, sagte Merz. Vor dem Krieg seien die Preise an den Tankstellen im Großen und Ganzen akzeptabel gewesen. „Da wollen wir so schnell wie möglich auch wieder hin.“
Woidke: „Unhaltbarer Missstand“
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kritisiert den Preisanstieg bei Sprit an den Tankstellen als Abzocke und dringt auf ein Eingreifen der Bundesregierung. „Kein Mensch versteht, warum die Preise in Deutschland für den gleichen Sprit um 60 Cent höher sind als in Polen. Und das, obwohl beide Länder benachbarte EU-Staaten sind“, sagte Woidke dpa. Die Bundesregierung müsse endlich tätig werden und diesen „unhaltbaren Missstand“ beheben. Derzeit fahren viele Menschen aus der brandenburgischen Grenzregion zum Tanken nach Polen.
Das Bundeskartellamt prüft die aktuelle Preisentwicklung. „Sollten sich Hinweise auf kartellrechtswidriges Verhalten der Mineralölkonzerne zeigen, würden wir konsequent dagegen vorgehen“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt.
(mfz)
Künstliche Intelligenz
KI-Agenten im Auto: SoundHound AI vernetzt Fahrzeugdaten mit Services
Künstliche Intelligenz ist längst auch im Auto angekommen. So nutzen Mercedes-Benz und VW ChatGPT eine ChatGPT-Integration, Volvo verlässt sich auf Googles Gemini. Viel mehr als eine natürlichere Kommunikation und Zugriff auf umfangreichere Informationsquellen bieten derartige Systeme allerdings nicht. Mit Agentic AI (KI-Agenten) ändert sich dies. Ein derartiges System, das selbstständig plant und Aufgaben ausführt, hat SoundHound AI auf dem MWC 2026 demonstriert.
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Die von SoundHound AI entwickelte Software kann auf verschiedenen großen Sprachmodellen (LLMs, Large Language Models) aufbauen und bietet rund zwei Dutzend unterschiedliche KI-Agenten. Jeder Agent ist für einen eigenen Bereich zuständig, womit sich der Zugriff auf Daten und Funktionen abgrenzen lässt. Allerdings können die Agenten untereinander kommunizieren, was trotz der Aufgabenteilung komplexe Einsatzmöglichkeiten eröffnet.
Automatisch bestellen und bezahlen
Ein dafür gern genutztes Beispiel: Essen. Der Fahrer – oder ein Mitfahrer – teilt dem System mit, dass er auf dem Weg nach Hause eine Pizza abholen möchte. Bestimmte Schlüsselwörter sind dabei anders als bei vielen Sprachsteuerungen nicht nötig. Im ersten Schritt nennt der Assistent passende Restaurants, anschließend lässt sich die Bestellung diktieren. Dabei sind selbst Sonderwünsche wie „Bitte kein Käse auf der Pizza“ möglich. Wurde alles korrekt erkannt, reicht erneut ein einfacher Sprachbefehl für die Bestellung – die die automatische Bezahlung über das hinterlegte Zahlungsmittel auslöst. Laut Produktmanager Rupert Spielvogel könnte der KI-Agent dem Restaurant sogar die Ankunftszeit mitteilen, damit das Essen passend fertig ist. Es gibt aber eine wichtige Einschränkung. Denn Unternehmen, etwa Fast-Food-Ketten, müssen das System unterstützen. Entsprechende Verträge bestehen unter anderem mit Pizza Hut, Panda Express und weiteren Ketten.
Die KI kann aber auch Parkplätze am Zielort reservieren und bezahlen sowie Fahrzeugfunktionen wie Klimaanlage, Sitzheizung oder Navigationssystem steuern. Ist der Zugriff auf die Fahrzeugsensoren freigeschaltet, lassen sich deren Daten für verschiedenste Zwecke nutzen. Ein Anwendungsbeispiel ist die Übersetzung von Text auf Straßenschildern im Ausland. Hier reicht ein Kommando wie „Was steht auf dem Schild am Straßenrand?“ aus, um die Daten der Frontkamera auszulesen und den erkannten Text in die eigene Sprache übersetzen zu lassen.

Falls der Fahrzeughersteller es zulässt, kann die KI auf die Frontkamera zugreifen und etwa Straßenschilder übersetzen.
(Bild: SoundHound AI)
Ein weiterer Mehrwert gegenüber bisherigen Sprachassistenten soll der anpassbare Charakter sein. So lassen sich verschiedene Persönlichkeiten anlegen, etwa vom ausschweifend antwortenden Begleiter bis hin zum Zyniker. Laut SoundHound AI ist es aber auch möglich, eine Art Tagesform zu berücksichtigen. Dann fasst sich die KI am Montag beispielsweise kürzer als am Freitag. Ebenso sind verschiedene Charaktere für Fahrer und Mitfahrer einstellbar.
Start noch 2026
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Welche Funktionen am Ende im Fahrzeug tatsächlich verfügbar sind, hängt laut Rupert Spielvogel vom Hersteller ab. Denn diese können festlegen, auf welche Fahrzeugdaten und -funktionen die KI-Agenten Zugriff erhalten. Zu den bisherigen Partnern gehören unter anderem Genesis, Hyundai, Kia, Lucid und die Stellantis-Gruppe, zu der unter anderem Fiat, Peugeot und Opel gehören. Welcher Hersteller als erster die KI-Agenten in einem Serienmodell einsetzen wird, verriet das Unternehmen gegenüber heise online nicht. Der Start ist allerdings für das Jahr 2026 geplant.
(pbe)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Das beste Digitalradio mit DAB+ und ASA im Test – Warnmeldung im Notfall
Radios mit ASA (Automatic Safety Alert) warnen die Bevölkerung im Katastrophenfall per digitalem Rundfunk (DAB+ und DRM). Wir zeigen die besten Modelle.
„Warn-Apps“ auf Smartphones sind im Ernstfall oft nur eingeschränkt nutzbar: Sie benötigen vergleichsweise viele Daten, zudem brechen Mobilfunknetze bei Großschadenslagen häufig als Erstes zusammen. Abhilfe schaffen sollen datensparsame Cell-Broadcast-Warnungen direkt über die Mobilfunknetze oder ein eigener Warnkanal im Digitalradio DAB+. Allerdings können ältere Endgeräte diese Warnmeldungen häufig nicht empfangen oder auswerten.
Welches DAB+-Radio mit ASA ist das beste?
Testsieger ist das Telestar TOP 250. Es bietet das beste Gesamtpaket und verfügt über Internetradio – was viele Geräte in diesem Testfeld nicht bieten. Zudem ist es mit rund 98 Euro vergleichsweise günstig.
Knapp dahinter folgt das Telestar TOP 300 als Technologiesieger. Zusätzlich zur Ausstattung des TOP 250 bietet dieses Modell noch einen CD-Spieler – falls jemand so etwas nutzt. Mit knapp 141 Euro ist es etwas teurer.
Fehlende Notfallwarnsysteme
Deutschland ist bei Naturkatastrophen bislang vergleichsweise glimpflich davongekommen. Im vergangenen Jahrhundert ragen primär die Hamburger Sturmflut von 1962 sowie die Schneekatastrophe des Winters 1978/1979 heraus, als im Norden Deutschlands nicht nur Verkehrswege blockiert waren, sondern auch Strommasten umknickten. In beiden Fällen leisteten Funkamateure mit Notfunkausrüstung wertvolle Hilfe bei den Einsätzen. Ansonsten blieben der Rundfunk und die Luftschutzsirenen als zentrale Mittel, um die Bevölkerung zu warnen und zu informieren, damit sie sich vorbereiten oder in Sicherheit bringen konnte.
Dass schwere Katastrophen in Deutschland bislang selten sind und das Land weder regelmäßig von Hurrikanen noch von Tsunamis betroffen ist, stellt jedoch keine Garantie für die Zukunft dar. Die Flutkatastrophe im Ahrtal mit Hunderten Todesopfern – begünstigt durch problematischen Landschafts- und Hausbau in Kombination mit Extremwetterlagen – führte schmerzhaft vor Augen, dass auch hierzulande jederzeit mit Katastrophen zu rechnen ist. Neben Naturereignissen sind zudem technische Unglücke wie Chemie- oder Atomunfälle nicht auszuschließen.
Trotz moderner Technik verfügt Deutschland derzeit über kein flächendeckend zuverlässig funktionierendes Katastrophen-Warnsystem. Ein Radio muss erst eingeschaltet werden und hilft bei nachts aufziehenden Gefahrenlagen daher nur eingeschränkt. Die Luftschutzsirenen wurden wiederum in vielen Kommunen nach dem Ende des Kalten Krieges abgebaut. Dabei erfüllten sie neben der Warnung vor Luftangriffen und der Alarmierung der Feuerwehr – die heute überwiegend über stille Funkrufempfänger erfolgt – vorwiegend eine wichtige Aufgabe: die Bevölkerung aus dem Schlaf zu holen und sie so auf weiterführende Informationen etwa über den Rundfunk aufmerksam zu machen.
US-Warnsysteme
Auch im Ausland standen bei der Entwicklung von Alarmsystemen zunächst militärische Bedrohungen im Vordergrund, nicht Naturkatastrophen. In den USA wurde 1951 mit Conelrad (Control of Electromagnetic Radiation) ein Luftschutz-Warnsystem eingeführt, das die Bevölkerung per Rundfunk über rasch wechselnde Senderstandorte auf zwei Mittelwellenfrequenzen informieren sollte. Ziel war es, zu verhindern, dass angreifende Bomber die Rundfunksender als Funkfeuer zur Zielführung nutzen konnten – eine Taktik, die im Zweiten Weltkrieg bei Angriffen auf Deutschland Anwendung fand.
Ab 1957 wurde Conelrad auch für Naturkatastrophen eingesetzt, 1963 löste das Emergency Broadcast System (EBS) es ab. Der Grund: Die größte Bedrohung waren inzwischen nicht mehr Bomber, sondern Interkontinentalraketen. Bomber konnten Radiosignale nutzen, um ihr Ziel zu finden – genau das sollte Conelrad durch ständiges Frequenzwechseln verhindern. Raketen hingegen fliegen auf einer vorprogrammierten Bahn und brauchen dafür kein Radio. Das Frequenzwechselverfahren war damit überflüssig, ein neues Warnsystem musste her.
Die US-amerikanischen Warnsysteme sollten zunächst vorrangig dem Präsidenten ermöglichen, die gesamte Bevölkerung im Kriegsfall oder bei landesweiten Notlagen zu erreichen. Erst schrittweise wurde EBS auch für Warnungen auf Ebene einzelner Bundesstaaten oder lokal eingesetzt. Zwischen 1976 und 1996 wurde das System rund 20.000-mal aktiviert – angesichts der in den USA häufigen extremen Wetterlagen. Ein landesweiter Alarm wurde hingegen nie ausgelöst. Später wurde EBS durch das heute noch genutzte Emergency Alert System (EAS) abgelöst.
Der Vorteil des Nachfolgesystems liegt in der digitalen Codierung: Warnungen lassen sich gezielt auf bestimmte Regionen beschränken, zudem kann der Anlass – etwa Erdbeben oder Hurrikan – mit übertragen werden. Das Vorgängersystem war dagegen anfällig für Fehlalarme. Auslöser war ein analoger, unangenehm klingender Zweiton, der laufende Programme unterbrach und zugleich die automatische Weiterleitung an andere Sender startete. Spielfilme, Nachrichtensendungen oder sogar Werbespots mit Original-Warntönen führten wiederholt zu unbeabsichtigten Alarmen und in der Folge zu teils millionenschweren Strafzahlungen.
Auch regelmäßige Testaussendungen offenbarten Schwächen: Ein erheblicher Teil der Anlagen funktionierte nicht korrekt, zudem kam es immer wieder zu Fehlalarmen, etwa wenn bei Tests falsche Tonbänder eingelegt wurden und ein Probelauf unbeabsichtigt zum Ernstfall wurde. Als Vorbild für ein neues deutsches Warnsystem eignet sich EAS daher nur bedingt – grundsätzlich zeigt es jedoch, dass ein flächendeckendes Warnsystem technisch realisierbar ist.
Warn-Apps
NINA und Katwarn sind die bekanntesten Apps, die auf Smartphones Katastrophenalarm auslösen sollen. In der Praxis funktionierte das bei Tests jedoch häufig erst nach Stunden. Das ist wenig überraschend: Im Alarmfall werden die Warnmeldungen über das Mobilfunknetz einzeln per TCP/IP an jedes einzelne Smartphone versandt – inklusive Rückmeldung.
Wenn Millionen Geräte gleichzeitig erreichbar sein sollen, teils ohne LTE-Empfang und mit langsamen Datenverbindungen, stößt dieses Verfahren zwangsläufig an seine Grenzen. Es ist ebenso ineffizient, wie es wäre, jedes Telefon einzeln per SMS, E-Mail oder automatisiertem Anruf zu alarmieren. Mit den 20 Mitgliedern einer örtlichen freiwilligen Feuerwehr mag das funktionieren, nicht jedoch mit der Bevölkerung eines ganzen Landstrichs. Bis dahin hat eine Flut wie im Ahrtal – wo zudem zu spät gewarnt wurde – die Infrastruktur längst zerstört.
Abhilfe schaffen nur echte Broadcast-Technologien: etwa Warnungen über den Rundfunk – allerdings nicht analog, sondern digital und idealerweise mit der Fähigkeit, auch bei inaktivem Gerät einen Alarm auszulösen. Viele Menschen legen ihr Smartphone bewusst nicht neben das Bett, um ungestört schlafen zu können. Ein Radiowecker hingegen steht häufig auf dem Nachttisch, was dem Rundfunk hier einen klaren Vorteil verschafft.
EWF (Emergency Warning Functionality) und ASA (Automatic Safety Alert) heißen die beiden Ausbaustufen des Warnsystems. Es handelt sich um eine deutsche Entwicklung, die von Beginn an auf internationale Nutzung ausgelegt ist.
Mit dem Übergang von EWF zu ASA wurde eine entscheidende Funktion ergänzt: der Standortbezug. Während EWF alle Empfänger im Sendebereich gleichermaßen alarmierte, erlaubte ASA eine gezielte regionale Warnung. Ein Fabrikbrand in Wanne-Eickel ist in Berchtesgaden nicht relevant und kein Grund, Menschen dort um zwei Uhr nachts aus dem Schlaf zu reißen, um vorsorglich die Fenster zu schließen. Lokale Warnungen ließen sich zuvor nur über lokale DAB+-Ensembles verbreiten, nicht jedoch über bundesweite Programme – ein Mangel, der an die frühen Einschränkungen des US-amerikanischen Conelrad-Systems erinnerte.
ASA auf DAB+
ASA kann DAB+-Radios automatisch auf einen Warnkanal umschalten und sogar aus dem Standby aktivieren. Eine kurze Sprachmeldung wird wiedergegeben, ergänzend lassen sich Textinformationen im Journaline-Format des Fraunhofer-Instituts anzeigen – auch in Fremdsprachen sowie barrierefrei für Hörgeschädigte. Getestet wird das System bereits seit 2014, und der bundesweite DAB+-Multiplex kann ASA-Signale technisch ausstrahlen. Im Regelbetrieb kommt ASA bislang jedoch nicht zum Einsatz – aktiviert wird es derzeit nur an bundesweiten Warntagen.
Daneben existieren regionale Testmöglichkeiten. In Bayern sendet etwa der DAB-Testkanal 10D, ausgestrahlt ausschließlich von den Standorten Wendelstein und Büttelberg, zweimal pro Stunde eine Testwarnung. Nutzerinnen und Nutzer im Empfangsgebiet können damit ihr Gerät überprüfen, müssen dafür jedoch zuvor den Standort im Radio auf Sydney oder Melbourne einstellen. Das Gerät schaltet sich dann zwar aus dem Standby ein, jedoch nicht ensembleübergreifend wie bei einem echten Alarm. Dies ist bewusst so umgesetzt: Würde der Testmodus unbeabsichtigt ausgelöst, wäre die Verunsicherung groß. Entsprechend ist die manuelle Umstellung des Standorts Voraussetzung für den Testbetrieb.
Gerätestandort
ASA-Alarmmeldungen lassen sich standortbezogen auswerten. Damit ein Radio weiß, für welchen Bereich Warnungen relevant sind, muss sein Standort einmalig hinterlegt werden. Prinzipiell ließe sich dafür der im Amateurfunk etablierte QTH-Locator nutzen, der außerhalb dieser Szene jedoch kaum bekannt ist. Daher wurde ein eigenes System entwickelt, das mit einem zwölfstelligen Zifferncode arbeitet.
Das klingt zunächst kompliziert, ist in der Praxis aber einfach: Über die Website www.asa.radio lässt sich der Code für den eigenen Standort bequem ermitteln – für die Redaktion lautet er beispielsweise 1257-4148-4257. Dieser Code wird einmalig im Empfänger gespeichert, sofern das Gerät nicht regelmäßig an anderen Orten genutzt wird oder es sich um ein Autoradio handelt.
Autoradios mit ASA- oder EWF-Unterstützung gibt es bislang allerdings nicht. Hier wäre vermutlich eine Kopplung mit GPS erforderlich, um den aktuellen Standort automatisch zu bestimmen. Bei tragbaren Geräten wie dem Technisat Digitradio 1 A müsste der Standort theoretisch je nach Nutzung zu Hause, im Büro oder unterwegs angepasst werden. In der Praxis dürfte die Standortauflösung derzeit jedoch feiner sein als die regionale Differenzierung der Warnmeldungen – während eines Spaziergangs muss der Standort daher sicher nicht laufend aktualisiert werden.
Zum Redaktionsschluss gab es laut dabplus.de lediglich 14 ASA-zertifizierte Empfänger. Daneben existieren weitere ASA-fähige Geräte, die bislang nicht zertifiziert sind, da das Verfahren vergleichsweise aufwendig und kostenintensiv ist. EWF-taugliche Empfänger können ASA-Warnungen grundsätzlich nicht empfangen; umgekehrt ist das System jedoch abwärtskompatibel: ASA-Empfänger können auch EWF-Signale auswerten. Diese sollen künftig allerdings nicht mehr ausgestrahlt werden.
Ob sich bestehende EWF-Geräte per Firmware-Update für ASA nachrüsten lassen, hängt vom jeweiligen Modell ab. Technisch ist dies möglich, bei günstigen Importgeräten aus China jedoch eher unwahrscheinlich – und auch bei Produkten deutscher Hersteller keineswegs garantiert. Hinzu kommt, dass eine nachträgliche ASA-Zertifizierung für bereits verkaufte oder nicht mehr produzierte Geräte zusätzliche Kosten verursacht.
Erstes ASA-zertifiziertes Gerät am Markt
Das Digitradio 3 ASA ist das erste offiziell ASA-zertifizierte Radio im Handel. Es empfängt UKW analog und DAB+ digital, lässt sich als Bluetooth-Lautsprecher nutzen und spielt Inhalte von Medienservern, USB-Sticks oder analogen Quellen ab. Zusätzlich beherrscht es die Wiedergabe von Audio-CDs und MP3-CDs. Auf Internetradio muss man allerdings verzichten: Weder ein Ethernet-Anschluss noch WLAN sind vorhanden.
Technisat bietet zwar mit dem Digitradio 3 IR ein zum gleichen Listenpreis erhältliches Modell mit WLAN-Internetradio an, dieses unterstützt jedoch kein ASA. Umgekehrt fehlt beim ASA-Modell das Internetradio. Ebenfalls im Programm ist das etwas günstigere Digitradio 3 VOICE mit Sprachsteuerung und Sprachausgabe, das sich speziell an Menschen mit Sehbehinderung richtet – ebenfalls ohne ASA.
Die Telestar-Story: ASA vom EWF-Pionier
Bereits zur IFA 2022 brachte Telestar mit dem DIRA M 1 A und dem DIRA M 1 A mobil die ersten DAB+-Radios auf den Markt, die EWF – den Vorläufer von ASA – vollständig gemäß Spezifikation empfangen konnten. Das mobile Modell mit integriertem Akku bleibt auch bei Stromausfall betriebsbereit und schaltet automatisch auf Akkubetrieb um, obwohl das Netzteil noch eingesteckt ist, aber keine Spannung mehr liefert.
Als deutsche Produkte bieten die Radios einen heute seltenen Vorteil: eine dedizierte „rote Taste“ zur Aufnahme auf USB-Stick. Solche Funktionen sind bei importierten Radios aufgrund erhöhter Einfuhrzölle rar geworden. Die Aufnahme funktioniert in allen Betriebsarten – UKW, DAB+ und Internetradio – und erlaubt es, Sendungen direkt mitzuschneiden.
Im April 2024 wurde jedoch überraschend angekündigt, Telestar zum Jahresende abzuwickeln – zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Die Verkaufszahlen des gut ausgestatteten DIRA M 1 A entwickelten sich gerade positiv. Telestar war eine Tochter der Techniropa Holding, zu der auch TechniSat gehört. Nach dem Tod des Gründers Peter Lepper im Januar 2024 änderte sich die strategische Ausrichtung: Mit einem ähnlichen Portfolio wie TechniSat galt Telestar konzernintern als Konkurrenz. Sämtliche Mitarbeitenden wurden gekündigt, der Betrieb eingestellt und die Markenrechte an die niederländische Commaxx Group verkauft.
Doch Telestar kehrte zurück: Der frühere Mitarbeiter Frank Kirwel erwarb gemeinsam mit Sven Melzer (Geschäftsführer von Megasat) die Markenrechte von Commaxx und gründete das Unternehmen neu. Als Weiterentwicklung des DIRA M 1 A sind nun die technisch überarbeiteten Modelle Top 200 (Mono) und Top 250 (Stereo) erhältlich. Sie unterstützen das aktuelle ASA-Warnsystem, verfügen allerdings über keinen integrierten Akku.
Für Nutzer älterer Telestar-Geräte bleibt Commaxx für Service und Support zuständig; ein nachträgliches ASA-Update wäre technisch möglich, müsste aber von dort angeboten werden. Die neue Telestar betreut ausschließlich die aktuellen Modelle und stellt deren künftige ASA-Aktualisierung sicher. Der Radioempfang über DAB+, UKW und Internet funktioniert bei allen Geräten uneingeschränkt weiter – ASA-Warnungen unterstützen derzeit jedoch nur die neuen Modelle.
Frontier-Chipsätze künftig mit EWF/ASA
ASA-fähige Geräte sind bislang noch rar, Besserung zeichnet sich jedoch ab. Immer mehr neue Radios unterstützen den EWF- und ASA-Standard, und der Digitalradio-Chiphersteller Frontier plant, diese Funktionen künftig vollständig in seine Chipsätze zu integrieren. Damit sollten zahlreiche neue DAB+-Radios ASA künftig bereits ab Werk beherrschen.
Andere DAB+-Radios können Warnmeldungen zwar grundsätzlich wiedergeben, erfordern dafür jedoch ein manuelles Umschalten auf den Warnkanal. Eine automatische Umschaltung erfolgt nicht, ebenso wenig ein Einschalten aus dem Standby. Zudem beschränkt sich die Ausgabe auf die Sprachmeldung, Textinformationen werden nicht angezeigt.
UKW mit RDS wäre prinzipiell auch für Notfall-Warnungen geeignet
Übrigens enthält bereits der analoge UKW-Rundfunk im RDS-System eine vergleichbare Funktion, die Verkehrsfunk-Kennung. Sie verleiht einem Sender Priorität und löst in Autoradios ein automatisches Umschalten auf diesen Kanal aus. Eine entsprechende Funktion ist auch in DAB+-Autoradios verfügbar.
Von ausgeschalteten Empfängern wird dieses Signal jedoch nicht empfangen, ein Radio schaltet sich dadurch nicht automatisch ein. Zudem wird die Kennung im Alltag so häufig aktiviert, wenngleich es auf den Straßen nichts Relevantes zu melden gibt, dass sie sich kaum zur Übermittlung von Katastrophenwarnungen eignet.
Fazit
Für nächtliche Alarmmeldungen am Bett stellt ASA über DAB+ eine sinnvolle Alternative zu anderen Warnsystemen dar. Ein Mobiltelefon sollte man dort aus naheliegenden Gründen nicht liegen haben, während ein Radiowecker häufig ohnehin auf dem Nachttisch steht. Im Auto wiederum kann das Mobiltelefon zusätzlich ablenken.
Noch sind allerdings nur wenige aktuelle DAB+-Radios mit ASA ausgestattet. Bei einer Neuanschaffung lohnt es sich dennoch, auf diese Funktion zu achten, da sie keinen zusätzlichen Aufwand verursacht.
Am meisten überzeugt haben uns in unseren Tests die Modelle von Telestar, die als einzige auch Internetradio bieten. Der Funktionsumfang ist ansonsten bei allen Geräten ähnlich. Das Digitradio 1A von Technisat ist besonders günstig und als einziges Gerät mit Akku auch mobil einsetzbar.
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