Connect with us

Apps & Mobile Entwicklung

Sharkoon OfficePal KB70W im Test


Mit Ausnahme einer einzelnen Zusatztaste über dem Nummernblock könnte die Sharkoon OfficePal KB70W „die Tastatur“ sein – die, die man sich vorstellt, wenn man den Begriff „Tastatur“ hört. Und das ist im Endeffekt auch ihr Prinzip. Auch nach Innen gilt das Motto mit Silent-Tastern. Das Urteil im Test: Wie Langweilig. Wie schön.

Mit dem boxigen, schwarzen Chassis wirkt die KB70W wie eine 1990er-Jahre-Tastatur. Sie ist mit ihrem schlichten Auftritt, kantigen Gehäuse, normaler Höhe und dem Standard-ISO-Layout absolut unscheinbar. An einem Arbeitsplatz würde die Tastatur einfach im Hintergrund verschwinden. Genau das ist, visuell wie akustisch, ihr Prinzip. Es geht im Test auf.

  • Sehr leises Tippen
  • Ordentliche Taster
  • Leicht lesbare Beschriftung
  • Quelloffene, flexible Firmware
  • Tastenbeleuchtung hat wenig Nutzen
  • Zwei LEDs leuchten an Tasten vorbei

Die OfficePal KB70W im Überblick

Die 105 Standardtasten der KB70W werden in drei klar getrennten Blöcken angeordnet und sitzen in einem schwarzen Kunststoff-Gehäuse. Ergänzt wird die Basisausstattung nur um ein einziges sichtbares Extra: Eine Zusatztaste, die in der Werkskonfiguration den Taschenrechner aufruft.

Diese Unscheinbarkeit gehört bei einer Office-Tastatur zum Prinzip und überträgt sich auf das Innere. Leise soll sie durch eine gezielte Materialauswahl und Silent-Taster sein. Wer mag, kann die Tastatur weitreichend über die quelloffene QMK/VIA-Plattform anpassen. Dazu kommen ein 6.000 mAh großer Akku, der eine Laufzeit von maximal 600 Stunden ermöglichen soll, sowie ein noch bezahlbarer Preis von rund 80 Euro.

Taster: Sanfte Ruhe

Der fast wichtigste Einzelbestandteil einer leisen Tastatur sind die Taster. Silent-Switches nehmen sich das Anschlagsgeräusch vor, indem sie den Stempel auf einem Gummielement aufkommen lassen. Die von Sharkoon in Hot-Swap-Sockeln gesteckten Modelle nutzen genau diesen Trick. Wie fast alle Silent-Switches verzichten sie auf einen Druckpunkt zur weiteren Geräuschreduktion und sind leichtgängig abgestimmt. Von der Grundcharakteristik ähneln sie roten Tastern.

So tippen die Silent-Taster

Der gedämpfte Anschlag lässt die Taster weicher aufkommen und vermittelt haptisch und akustisch einen leichten Rubberdome-Eindruck. Das federnde Aufkommen des Stempels fühlt sich sanfter an, geht aber zu Lasten der klaren, harten Präzision normaler Taster. Schlechter ist das nicht, sondern schlicht eine andere Abstimmung.

Sharkoons Silent-Taster stecken in Hot-Swap-Sockeln
Sharkoons Silent-Taster stecken in Hot-Swap-Sockeln

Verstärkt wird der gedämpfte Eindruck durch die Switch Plate aus Kunststoff. Sie lässt sich schon mit dem Finger leicht eindrücken und federt überschüssige Kraft ebenfalls ab. Die gleichen Aufgaben übernimmt der Gasket Mount: Große Gummiauflagen entkoppeln das PCB vom Gehäuse der Tastatur und nehmen Schwingungen auf.

Beim Betätigen gleiten die Taster sauber, aber bei sehr bewusstem Eindrücken nicht ohne eine minimale Rest-Reibung ein. Sie liegen etwa auf dem Niveau von Cherry MX2 Silent. Taster von be quiet! oder Hator sind hingegen noch etwas dezenter. Normale Betätigung im Alltag lässt den Unterschied jedoch fast unsichtbar werden. In allen Fällen gilt: Teurere Taster können all das noch einmal feiner, agiler und rundum eine Spur besser. Der Sharkoon Silent-Switch ist ordentlich, gerade für seine Preisklasse, verbergen kann er sie gegenüber Luxus-Produkten nicht.

Deutlichere Unterschiede treten beim Tippen und der Akustik zutage. Sharkoons Taster haben haptisch mehr Gewicht, der Widerstand dürfte deutlich stärker ansteigen. Trotz nominal gleichem Widerstand am Auslösepunkt wirkt er deshalb nuanciert „schwerer“ und ein wenig langsamer, kontrollierter im Gefühl. MX2 Silent und die be-quiet!-Taster muten leichtgängiger und agiler an, Hator-Gegenstücke haben etwas mehr Rückstellkraft. Am Ende kann man mit der Sharkoon-Abstimmung gut leben, sie passt zum Fokus der Tastatur und funktioniert beim Arbeiten gut – aber auch in Spielen.

Akustisch gibt es vielleicht die größten Unterschiede. Der dumpfeste Taster von allen und damit der bei normaler Betätigung dezenteste ist von Sharkoon, wenngleich um den Preis recht schwammiger Akustik. Eingaben stechen weniger klar hervor. Ein MX2 produziert deutlich hellere Anschläge, er ploppt mehr und agiert so betonter und deutlicher, wobei er sich das leichte Ticken der Tastenkappe beim Antippen einer Taste teilt.

Sharkoon- und be quiet!-Switch liegen dicht beisammen, die Hator Skyfall Pro mit Silent-Switches positioniert sich mit recht tiefem, aber hörbar tackendem Auslösen in der Mitte. Das alles sind Eindrücke auf hohem, das heißt leisem Niveau. Im Vergleich zu einer flachen und dezenten Corsair Vanguard Air 99 (Test), die klar „klackt“, sind die Tastaturen klar leiser.

Unscheinbare Beleuchtung

LEDs setzt Sharkoon unter die Tasten und damit entfernt von der Beschriftung. Ob die Tasten damit gleichmäßig ausgeleuchtet werden, wie von Sharkoon behauptet, spielt allerdings keine Rolle, denn die mitgelieferten Kappen besitzen keine transparente Beschriftung.

Zwei LEDs leuchten zudem an den Tasten vorbei, bei voller Helligkeit kann das stören. Da die Beleuchtung ohnehin nur ambienten Charakter hat und ein Betrieb mit verringerter Helligkeit im Hinblick auf Akkulaufzeit und Ablenkung sinnvoll erscheint, hat der Punkt nur geringe Relevanz.

Beleuchtet wird nur das Tastenfeld, die Beschriftung nicht
Beleuchtet wird nur das Tastenfeld, die Beschriftung nicht
Ein paar LEDs sieht man an den Tasten vorbei
Ein paar LEDs sieht man an den Tasten vorbei
Die RGB-Tastenbeleuchtung hat damit ambienten Charakter
Die RGB-Tastenbeleuchtung hat damit ambienten Charakter

Alltag & Akustik

Im Alltag ist die KB70W ein angenehmer Begleiter. Es gibt keine Eyecatcher-Features, sondern einen sehr sinnvollen Fokus auf das Wesentliche in Form innerer Werte.

Akustik: Leise soll es werden

Switch Plate und drei Schichten Geräuschdämmung inklusive einer deutlich dämpfenden Silikonmatte zeigen in Verbindung mit etwas flacheren Tastenkappen Wirkung. Das Akustikprofil zielt klar auf geringe Lautstärke, sowohl im Verzicht – auf Folienschichten zur Betonung von Anschlägen – als auch im Gegenteil die Auswahl passender Materialien wie der dicken Silikonmatte unten im Gehäuse oder Polycarbonat-Switch-Plate, die neben Anschlägen auch Schall besser dämpft als etwa eine Aluminium-Alternative.

Sharkoon KB70W (Sharkoon Silent)

Grundsätzlich bleibt die KB70W tatsächlich sehr leise und über alle Tasten hinweg recht homogen. Was immer auch beim vorsichtigen Tippen hörbar bleibt, ist wie bei vielen Silent-Switches das Ticken beim Antippen der Tastenkappen. Im Detail klingen Tastaturen dabei anders. Die Hator Skyfall Pro (Test) klingt als Gesamtpaket hörbarer und eher wie eine Rubberdome-Tastatur, sie ist etwas deutlicher präsent. Sowohl am Anschlag als auch bei vorsichtiger Betätigung emittiert sie ein dezentes Ploppen, das Sharkoon bis auf ein leises Ticken wegfiltert. Die Light Mount von be quiet! tippt wiederum noch etwas heller, was ihrem offenen Chassis geschuldet ist. Man kann das so formulieren: Leise(-er) kann die KB70W.

Die erste Schicht Geräuschdämpfung sitzt zwischen PCB und Switch Plate
Die erste Schicht Geräuschdämpfung sitzt zwischen PCB und Switch Plate
Auf der Rückseite des PCBs befindet sich festerer PU-Schaumstoff
Auf der Rückseite des PCBs befindet sich festerer PU-Schaumstoff
Am Boden des Chassis liegt eine Silikonmatte
Am Boden des Chassis liegt eine Silikonmatte

Alltag: Langweiliger Standardkram funktioniert

Im ersten Eindruck ist die Sharkoon deshalb richtig gut. Geringe Lautstärke für wenig Geld, ein gutes Gesamtpaket, das auf Ausstattung verzichtet und dafür den langweiligen Standardkram gut macht, ist schon ganz richtig.

Ein paar Feinheiten fallen im laufenden Betrieb auf. An die Taster etwa muss man sich gewöhnen, in der persönlichen Präferenz sind sie eine Spur zu behäbig und schwergängig. Vertipper gibt es dafür nicht. Die Beleuchtung kann man sich zudem sparen, sie stört durch die zwischen den Tasten leuchtenden LEDs eher. Insgesamt erweist sich die KB70 aber als ein Begleiter, der unauffällig genau das macht, was von ihm erwartet wird.

Software: Quelloffen bleibt der Weg

Statt „eigene“ Software oder die eines Fertigers anzubieten, setzt Sharkoon weiterhin konsequent auf die potentiell sehr zukunftssichere, weil quelloffene QMK-Firmware. Sie kann über die VIA-Plattform unabhängig des Betriebssystems im Browser programmiert werden. Nötig ist allenfalls eine Json-Datei mit dem Tastatur-Layout, die es auf Sharkoons Produktseite gibt.

Ändern lassen sich dort Tastenbelegungen auf der primären sowie der FN-Ebene, wobei auch die FN-Taste selbst verschoben werden kann. Prinzipiell geht das zügig von der Hand, es braucht allerdings ein wenig, um die recht technischen Bezeichnungen der Funktionen zu dekodieren.

Für weitere Zusatzfunktionen steht die FN-Ebene zur Verfügung
Für weitere Zusatzfunktionen steht die FN-Ebene zur Verfügung
LED-Einstellungen lassen sich einfach vornehmen
LED-Einstellungen lassen sich einfach vornehmen
Eigene Profile können exportiert und gespeichert werden
Eigene Profile können exportiert und gespeichert werden
Auch einen Makro-Editor bietet die App
Auch einen Makro-Editor bietet die App

Fazit

Mit dem boxigen, schwarzen Chassis wirkt die KB70W wie eine 1990er-Jahre-Tastatur. Sie ist mit ihrem schlichten Auftritt, kantigen Gehäuse, normaler Höhe und dem Standard-ISO-Layout absolut unscheinbar. An einem Arbeitsplatz würde die Tastatur einfach im Hintergrund verschwinden. Genau das ist, visuell wie akustisch, ihr Prinzip. Es geht im Test auf.

Fazit: Sieht langweilig aus, ist aber das Gegenteil
Fazit: Sieht langweilig aus, ist aber das Gegenteil

Man kann das Fazit genauso knapp und dezent auf den Punkt bringen wie die Tastatur: „Jo. Ist gut!“ Denn das Konzept aus ordentlichen Silent-Tastern und einem auf möglichst geringe Lautstärke getrimmten Aufbau geht auf. Mit der KB70W bekommt man ein sehr leises Arbeitsgerät, das durch klar lesbare Tasten und quelloffene Firmware einen Fokus auf Praktikabilität setzt. Möchte man meckern, dann über die eher ambiente Tastenbeleuchtung, die vielleicht eher als Backup beim Wechsel auf andere Tastenkappen gedacht ist. Geht es um eine dezente, sehr leise Tastatur, ist die KB70W eine gute Wahl.

Alternativen sind in der Preisklasse vor allem die Hator Skyfall Pro (Test), die mit leicht anders abgestimmter Akustik, mehr Ausstattung und subjektiv etwas schöneren Tastern zu Werke geht, sowie die nochmals hörbarere und 30 Prozent teurere be quiet! Light Mount (Test).

  • Sehr leises Tippen
  • Ordentliche Taster
  • Leicht lesbare Beschriftung
  • Quelloffene, flexible Firmware
  • Tastenbeleuchtung hat wenig Nutzen
  • Zwei LEDs leuchten an Tasten vorbei

ComputerBase hat die OfficePal KB70W von Sharkoon leihweise zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.



Source link

Apps & Mobile Entwicklung

Aus GigaMobil wird Vodafone Mobil: Neue Tarife mit mehr Datenvolumen und Einschränkungen


Aus GigaMobil wird Vodafone Mobil: Neue Tarife mit mehr Datenvolumen und Einschränkungen

Bild: Vodafone

Vodafone stellt das Namensschema bei den Mobilfunktarifen um. Die GigaMobil-Tarife heißen künftig „Vodafone Mobil“. In den kleineren und mittleren Tarifstufen erhöht sich das Datenvolumen. Dafür entfallen Optionen wie das GigaDepot.

Die neuen Tarife gelten ab dem 16. Juli für Neukunden und Vertragswechsler. Für Bestandskunden ändert sich nichts.

Vodafone-Mobil-Tarife in der Übersicht

Vor allem in den kleineren Tarifen fällt der Zuwachs beim Datenvolumen anteilig hoch aus. Bei Vodafone Mobil XS sind es 15 GB statt zuvor 7 GB – ein Plus von 114 Prozent. Im S- und M-Tarif ist es ein Plus von 20 Prozent. Deutlich beschränkt wird das Datenvolumen im L-Tarif, das von 280 GB auf 120 GB sinkt – ein Minus von 57 Prozent. Die Preise bleiben wie gehabt.

Neue Vodafone-Tarife

In den Tarifstufen L und XL lässt sich nun die „World Travel Option“ kostenlos hinzubuchen. Monatlich erhalten Kunden damit zwei Gigabyte Datenvolumen für Reisen in über 100 Länder. Regulär kostet die Option monatlich 4,99 Euro. Mit „OneNumber Flex“ können Kunden von Vodafone Mobil XL zudem noch eine zusätzliche SIM-Karte erhalten. Damit lässt sich die Rufnummer zusammen mit dem Datenvolumen auf einem weiteren Gerät nutzen. Diese Option kostet normalerweise 5,99 Euro pro Monat.

Datenvolumen lässt sich nicht mehr in den neuen Monat übertragen

Nicht mehr angeboten wird das GigaDepot. Damit war es möglich, nicht verbrauchtes Inklusiv-Datenvolumen aus einem Monat in den nächsten zu übertragen. Vodafone rechtfertigt diesen Schritt mit den erhöhten Datenvolumen. Alle weiteren Tarifbestandteile wie Flatrates für Telefonie und SMS, Zugang zum 4G- und 5G-Netz, EU-Roaming und WLAN-Calling bleiben erhalten, so Vodafone.

Die GigaMobil-Young-Tarife für Kunden unter 28 Jahren ändert Vodafone nicht.

Nur noch 5 Euro Vorteil für Kombi-Anschluss

Wenn Kunden neben dem Mobilfunkvertrag auch einen Festnetzanschluss bei Vodafone hatten, konnte über die Gigakombi bislang 10 Euro monatlich sparen. Diese Tarifoption heißt nun Vodafone Kombi und wird begrenzt. Kunden sparen nur noch fünf Euro auf die Mobilfunk-Rechnung. Ab Vodafone Mobil M und höher gibt es im Kombipaket aber eine unlimitierte Datenflatrate für das Smartphone.



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

Neues Standardmodell für Claude: Sonnet 5 erreicht Niveau des Top-Modells Opus 4.8


Neues Standardmodell für Claude: Sonnet 5 erreicht Niveau des Top-Modells Opus 4.8

Claude Sonnet 5 ist Anthropics neues Standardmodell, das bei der Leistungsfähigkeit zu Opus 4.8 aufschließt. Fortschritte gibt es insbesondere bei den agentischen Fähigkeiten, also etwa dem autonomen Bearbeiten von Aufgaben sowie der Computernutzung.

Mit Sonnet 5 soll das auf einem Niveau passieren, für das laut Anthropic vor einigen Monaten noch größere und damit teurere Modelle nötig gewesen wären. Für dieselben Aufgaben müssen also weniger Token verbrannt werden.

In Zeiten knapper Nutzungslimits ist das ein relevanter Faktor. Der Unterschied von Sonnet 4.6 zu dem regulären Top-Modell Opus 4.8 beim Verbrauch ist auffällig. Und Fable 5 als – bald zurückkehrendes – Spitzenmodell benötigt nochmals mehr Token.

Wie Sonnet 5 sich im Vergleich zu Sonnet 4.6 und Opus 4.8 schlägt, zeigen Anthropics interne Benchmarks. Das neue Standard-Modell liegt in der Regel näher an den Werten von Opus 4.8 als dem Sonnet-Vorgänger.

Wie Sonnet 5 bei Cybersicherheitstests abschneidet
Wie Sonnet 5 bei Cybersicherheitstests abschneidet (Bild: Anthropic)

Vor allem bei agentischen Aufgaben verspricht Anthropic auch mehr Sicherheit. So zeigt es etwa seltener unerwünschte Verhaltensweisen. Für den Bereich der Cybersicherheit wurde es nicht speziell trainiert. Einige Aufgaben, die wenig riskant sind, erledigt es. Im Vergleich zu Opus 4.8 und insbesondere zu den Mythos-Modellen ist es aber nicht in der Lage, systematisch Sicherheitslücken zu finden und für diese Exploits zu erstellen. Das ergeben Tests mit Firefox 147.

Sonnet 5 ab heute für alle verfügbar

Sonnet 5 ist ab heute für alle Claude-Nutzer verfügbar. In der freien Version des KI-Chatbots sowie dem Pro-Abo ist es das neue Standard-Modell. Wie leistungsfähig die Modelle sind, hängt auch vom „Aufwand“-Niveau ab. Je höher die Stufe ist, desto mehr Kapazitäten werden verbraucht. Insbesondere in der freien Version sind die Nutzungslimits dabei beschränkt.

Verfügbar ist Sonnet 5 auch über die API. Die Preise liegen beim Input bei 2 US-Dollar für 1 Million Token und beim Output sind es 10 US-Dollar für 1 Million Token. Diese Preise gelten bis zum 31. August. Dann werden es wieder 3 US-Dollar beim Input und 15 US-Dollar beim Output für je 1 Million Token. Anthropic verweist aber schon auf einen angepassten Tokenizer, wodurch der Tokenverbrauch je nach Aufgabe auf einen Faktor von bis zu 1,35 steigen kann.

Angesichts der Einstiegspreise sollte der Übergang zu Sonnet 5 zunächst kostenneutral sein. Bei Opus 4.7 wurde der Tokenizer ebenfalls angepasst, was damals in Foren und sozialen Medien für Kritik und Diskussionen sorgte.



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

Trump-Regierung hebt Sperre auf: Anthropics Top-Modell Fable 5 kehrt heute zurück


Anthropics Top-Modell Fable 5 kehrt ab heute zurück, Mythos 5 soll bald wieder für weitere Organisationen freigegeben werden. Die Exportkontrollanordnung, mit der die Trump-Administration den Zugang zu den Modellen sperrte, hat das amerikanische Handelsministerium bereits aufgehoben.

Die Freigabe erfolgt heute im Laufe des Tages. Fable 5 ist dann weltweit über Claude Platform, Claude.ai, Claude Code und Claude Cowork verfügbar. Nutzer der Abo-Pläne Pro, Max, Team und ausgewählte Business-Pläne erhalten eine Woche lang ein um 50 Prozent erhöhtes Nutzungslimit für Fable 5. Danach greift das bekannte Credit-System, Nutzer müssen also Nutzungskapazitäten hinzubuchen.

Fable 5 ist die öffentliche Variante des Mythos-Modells, das Restriktionen in Bereichen wie Cybersicherheit und Biologie hat. Mythos 5 – also das Modell ohne Beschränkungen – ist seit letzter Woche bereits für eine Reihe von US-Organisationen freigeschaltet. Diese können es für das Absichern digitaler Infrastrukturen nutzen. Anthropic und die US-Regierung koordinieren sich nun, um weiteren amerikanischen und internationalen Organisationen einen Zugang zu geben.

Hintergründe zu Fable 5 und Mythos 5

Details zum Abkommen nennt die Trump-Administration nicht. „In den letzten zwei Wochen haben wir eng mit Anthropic zusammengearbeitet, um Fable 5 zu prüfen und freizugeben“, erklärt Handelsminister Howard Lutnick. Das erfolge im Rahmen einer abgestimmten Linie innerhalb der US-Regierung.

Neue Schutzmechanismen für Jailbreak – aber keine hundertprozentige Sicherheit

Hintergründe nennt Anthropic in einem Blog-Beitrag. Demnach war der Hinweis von Amazon für einen Fable-5-Jailbreak das Thema, das in den letzten Wochen von den Beteiligten diskutiert wurde. Anthropic hält diesen Jailbreak – ebenso wie Sicherheitsexperten – für nicht allzu gravierend. Damit lassen sich zwar Schutzmechanismen von Fable 5 aushebeln, das Modell findet aber keine Software-Fehler, die nicht auch frei verfügbare Modelle wie Claude Opus 4.8 oder GPT-5.5 entdecken würden.

  • Hinweis von Amazon: Wie es zur Sperre von Mythos 5 und Fable 5 kam

In Absprache mit Amazon und der Trump-Administration hat Anthropic nun Sicherheitsmechanismen entwickelt, die verhindern, dass sich die Restriktionen von Fable 5 mit so einem Jailbreak umgehen lassen. Ein neuer Sicherheitsklassifikator erkennt das Verhalten in 99 Prozent der Fälle und blockiert es. Die Konsequenz ist jedoch, dass das Modell nun häufiger harmlose Coding- und Debugging-Aufgaben als problematisch markiert und einen Wechsel auf schwächere Modelle erzwingt.

Wie scharf diese Klassifikatoren geschaltet sind, ist also sowohl für die Schutzmechanismen als auch die Fähigkeiten der Modelle entscheidend. Wie IT-Sicherheitsexperten anmerken, erklärt nun auch Anthropic: Es ist unmöglich, ein Modell zu 100 Prozent gegen Jailbreaks abzusichern.

Industrie-Leitfaden für das Bewerten von KI-Jailbreaks

Die zentrale Frage ist nun, wie KI-Unternehmen mit entsprechenden Hinweisen umgehen. Gemeinsam mit Amazon, Microsoft, Google und anderen Partnern aus dem Projekt Glasswing hat Anthropic nun einen Industrie-Leitfaden entwickelt. Bei der Bewertung von Jailbreaks basiert dieser auf vier Punkten:

  • Fähigkeitengewinn: Wie viel besser werden KI-Tools nach dem Jailbreak? Sind sie damit in der Lage, bisher frei verfügbare Tools zu übertreffen?
  • Reichweite der neuen Fähigkeiten: Für wie viele Aufgaben und Bereiche lässt sich der Jailbreak nutzen?
  • Waffentauglichkeit: Wie viel Aufwand müssen Menschen investieren, damit sich aus dem Jailbreak eine Waffe entwickeln lässt?
  • Auffindbarkeit: Wie schwer ist es, den Jailbreak zu entdecken?

Anhand dieser Kategorien sollen Jailbreaks eine Punktebewertung erhalten. Das Verfahren und der Umgang mit den Schutzmechanismen sind laut Anthropic jedoch ein Prozess, der weitere Arbeit erfordere.

Mehr Austausch mit der US-Administration

Verstärken will Anthropic zudem die Zusammenarbeit mit der US-Regierung. Neue leistungsfähige Modelle soll diese frühzeitig erhalten, um selbst die Fähigkeiten prüfen zu können. Details über Schutzmechanismen und Schwachstellen zu teilen, steht ebenfalls auf der Agenda.

Generell sei laut Anthropic das Ziel, beim Veröffentlichen von Modellen einen gemeinsamen Standard für KI-Entwickler zu etablieren.



Source link

Weiterlesen

Beliebt