Connect with us

Künstliche Intelligenz

Taktrekord: 9,2 GHz mit Intels 14900KF unter Helium


Mit einem gesondert ausgewählten Exemplar von Intels Core i9 14900KF (Raptor Lake) hat der chinesische Übertakter „wytiwx“ auf einem Kern einen Takt von 9206 MHz erzielt. Damit ist nach gut zwei Jahren der bisherige Weltrekord des Schweden „Elmor“ von 9118 MHz gebrochen. Elmor war es auch, der erstmals mit einer Intel-CPU die 9 GHz knackte, seine Werte galten lange als unüberbietbar. Zuvor hatten jahrelang ältere AMD-CPUs die Taktrekorde dominiert.

Weiterlesen nach der Anzeige

Solche Frequenzen lassen sich nur mit verflüssigten Gasen erzielen, in der Regel kommt dafür Stickstoff mit einem Siedepunkt von minus 195 Grad Celsius zum Einsatz. Wytiwx setzte nun aber flüssiges Helium ein, das bei minus 269 Grad Celsius verdampft – nur gut 4 Kelvin vom absoluten Nullpunkt entfernt. Flüssiges Helium ist deutlich teurer als Stickstoff, und da es noch schneller in Gas übergeht, braucht man für die stundenlangen Overclocking-Sessions größere Mengen. Der rechnerische Temperaturvorteil lässt sich auch nicht immer in mehr Takt umsetzen, weil eine Vielzahl von anderen Faktoren bei der Kühlung eine Rolle spielen.

Dazu gehören der absolut plane Sitz des Kühlkörpers, wegen seiner Funktion hier „pot“, also „Topf“ genannt, und die Eisentwicklung im Pot. Verspannungen des Mainboards und anderer Komponenten durch die Temperaturunterschiede, und natürlich die Siliziumqualität des Prozessors, spielen auch eine Rolle. Das „golden sample“, das den höchsten Takt erreicht, wird aus Dutzenden, manchmal Hunderten CPUs ausgewählt. Und wenn der Testaufbau abstürzt, lässt er sich meist nicht sofort wieder einschalten, sondern muss erwärmt, neu gestartet, und langsam wieder abgekühlt werden.

Praxistauglich ist das alles natürlich nicht, es geht in der Overclocking-Szene vorwiegend um den Spaß am technisch Machbarem. Als „offiziell“ gelten die Ergebnisse, wenn sie auf der Webseite HWbot nach Kriterien der Szene verifiziert sind. Dazu gehört ein validiertes Ergebnis des Tools CPU-Z, das unter anderem Taktfrequenzen ausliest. Das ist beim Rekord von Wytiwx der Fall.

Bei der Jagd nach dem höchsten Takt ist der Rest weitgehend egal: Nur ein Kern muss kurz eine möglichst hohe Frequenz erreicht haben. Laut den Angaben bei HWbot waren von den acht P-Kernen des 14900KF nur sieben aktiv, einer erreichte die 9,2 GHz, die anderen nicht. Die E-Kerne waren offenbar ganz abgeschaltet. Da es nur um den Takt, nicht einen Benchmarkwert ging, war auch der DDR-5-Speicher mit effektiv 5792 MHz und CL32 vergleichsweise langsam.

Als Betriebssystem diente Windows 7 Ultimate, was bei Übertaktern beliebt ist: Hier lassen sich viele Hintergrunddienste abschalten, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen. Wie hoch der Aufwand mit einem ganzen Team war, lässt sich auf einem Video der chinesischen Plattform Bilibili nachvollziehen. Auch wenn am Ende nur 87 MHz mehr standen, zeigt das Experiment doch, dass der durch Ausfälle berüchtigte 14900K(F) noch ein paar Reserven besitzt. Zumindest, wenn man ihn mit Stickstoff oder Helium kühlt.

Weiterlesen nach der Anzeige

Lesen Sie auch


(nie)



Source link

Künstliche Intelligenz

KI-Bilder im Urheberrecht: Wann Prompting schützt und warum Kopieren erlaubt ist


Die rechtliche Bewertung von Bildern, die mithilfe Künstlicher Intelligenz erzeugt wurden, wird präziser. In einem richtungsweisenden Urteil hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf untermauert, dass rein maschinell generierter Output grundsätzlich keinen urheberrechtlichen Schutz genießt. Wer ein KI-Bild als eigene persönliche Schöpfung rechtlich absichern will, muss einen maßgeblichen, menschlich-gestalterischen Einfluss nachweisen können. Ein bloßes Füttern der Software mit allgemeinen, ergebnisoffenen Textanweisungen (Prompting) reicht hierfür keineswegs aus.

Weiterlesen nach der Anzeige

Zugleich eröffnet die jetzt veröffentlichte Entscheidung vom 2. April größere Spielräume für die gezielte, KI-gestützte Nachahmung bestehender Bild-Ideen (Az.: 20 W 2/26). Denn das bloße Motiv oder der zugrundeliegende Einfall bei einem Foto ist laut den Düsseldorfer Richtern gemeinfrei und darf durch generative Systeme rechtssicher reproduziert werden. Voraussetzung ist, dass die handwerklichen und gestalterischen Eigenheiten des Originals unberührt bleiben.

Dem Verfahren lag ein Streit in einer juristisch bislang kaum ausgeleuchteten Grauzone zugrunde. Eine Unterwasserfotografin hatte sich darauf spezialisiert, Hunde beim Tauchen nach Spielzeugen abzulichten. Ein ehemaliger Kooperationspartner lud eine ihrer aufwendig nachbearbeiteten Bild-Dateien in ein KI-System und generierte im Wege des sogenannten Bild-zu-Bild-Verfahrens eine neue Grafik. Diese zeigte ebenfalls einen tauchenden Hund, wies aber einen deutlich veränderten, beinahe comichaften Stil auf.

Die Fotografin sah darin eine Verletzung ihrer Rechte und wollte die Verbreitung im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes per Abmahnung untersagen lassen. Nachdem das Landgericht Düsseldorf den Eilantrag mit der Begründung zurückgewiesen hatte, es handele sich um eine zulässige freie Bearbeitung, bestätigte das OLG nun dieses Ergebnis in zweiter Instanz. Es korrigierte aber die juristische Begründung erheblich und zog so Leitlinien für die Branche.

Der zuständige 20. Zivilsenat macht deutlich: Eine freie Bearbeitung setzt zwingend voraus, dass das neu entstandene KI-Bild überhaupt selbst die Qualität eines geschützten Werkes besitzt. Ob dies der Fall ist, hängt ganz entscheidend vom Grad der menschlichen Steuerung ab. Ein urheberrechtlicher Schutz für KI-Erzeugnisse ist zwar nicht kategorisch ausgeschlossen. Er erfordert aber, dass die Persönlichkeit des menschlichen Nutzers im finalen Bild zum Ausdruck kommt.

Das kann laut dem Urteil durch extrem detaillierte Voreinstellungen, fortlaufende, hochspezifische Korrekturen während des Promptings oder eine bewusste, schöpferische Auswahl aus einer Vielzahl von Zwischenergebnissen geschehen. Wer die KI hingegen mit vagen Vorgaben füttert und der Software die eigentliche Formentscheidung überlässt, betreibt dem OLG zufolge lediglich Ergebniskonsum ohne eigenen Schöpfungsanteil.

Prozessual führt diese Linie zu einer erheblichen Hürde für KI-Anwender. Wer sich vor Gericht darauf beruft, ein KI-Bild als eigenständiges Werk geschaffen zu haben, trägt hierfür die volle Darlegungs- und Beweislast. Da der Antragsgegner im konkreten Fall trotz gerichtlicher Hinweise nicht darlegen konnte oder wollte, welche konkreten kreativen Entscheidungen und Prompts er genutzt hatte, verweigerte das Gericht der KI-Grafik die Anerkennung als Werk. Damit war der rechtliche Weg über eine freie Bearbeitung versperrt.

Weiterlesen nach der Anzeige

Dass die Fotografin den Prozess trotzdem verlor, liegt an einer grundlegenden Neuausrichtung bei der Prüfung von Urheberrechtsverletzungen. Das OLG folgt hier dem europäischen Recht. Bislang war in der deutschen Rechtsprechung der visuelle Gesamteindruck der Bilder entscheidend. Davon rückt der Senat nun ausdrücklich ab und wendet ein präzises, elementorientiertes Verfahren an.

Demnach ist zu prüfen, ob exakt die kreativen Elemente übernommen wurden, welche die persönliche Leistung des Fotografen ausmachen. Das können etwa Kameraeinstellung, spezifische Beleuchtung, Schärfentiefe oder der gewählte Ausschnitt sein. Das abstrakte Motiv dagegen, also hier ein unter Wasser nach einem Spielzeug greifender Hund, ist eine bloße Idee und nicht schutzfähig. Da die KI-Grafik zwar den Ansatz des Vorbilds aufgriff, aber in Perspektive, Anatomie und Dynamik völlig vom Original abwich, konnte das OLG keinen Rechtsverstoß erkennen.

Das Urteil zeigt, dass Fotografen zwar vor der identischen Übernahme ihrer technischen Leistung geschützt sind. Das KI-gestützte Nachbauen bildlicher Einfälle müssen sie aber hinnehmen. Der IT-Rechtler Jens Ferner begrüßt die Entscheidung. Sie liefere „die bislang präziseste obergerichtliche Dogmatik zur Schnittstelle zwischen dem klassischen Lichtbildschutz und der Nutzung menschlich geschaffener Bilder als Input generativer KI-Systeme“. Zudem schließe sie systematisch an die jüngsten Vorgaben vom Europäischen Gerichtshof an.

Lesen Sie auch


(nie)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Bahn auf Sparkurs: Verschlankung soll Milliardenverluste beenden


Die Deutsche Bahn ist nach Milliardenverlusten laut Konzernchefin Evelyn Palla auf Kurs zur angestrebten Ertragswende. In diesem Jahr könnte demnach unterm Strich kein Verlust mehr stehen und eine „schwarze Null“ erreicht werden. „Es macht sich bezahlt, dass wir die Bahn auf Effizienz trimmen. Eine schwarze Null scheint nach einem halben Jahrzehnt an Milliardenverlusten greifbar nah“, sagte Bahn-Chefin Palla der „Bild am Sonntag“. „Unser internes Verschlankungsprogramm mobilisiert auch die Zahlen Richtung steigender Wirtschaftlichkeit und damit Stabilität.“

Weiterlesen nach der Anzeige

Für 2025 wies der Staatskonzern unterm Strich einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro aus – rund 0,5 Milliarden mehr als im Vorjahr. Zumindest operativ hat die Bahn wieder schwarze Zahlen geschrieben: Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich um 630 Millionen Euro auf plus 297 Millionen Euro, 2026 sollen es etwa 600 Millionen Euro sein.

Bei der Bilanzvorlage Ende März hatte Palla gesagt, dann wolle man auch einem positiven Konzernergebnis einen großen Schritt näherkommen. Der Umsatz soll 2026 demnach auf etwa 28 Milliarden Euro steigen, nach Erlösen von rund 27 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Lesen Sie auch


(nen)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Mähroboter Sunseeker X5 Gen2 im Test: Allrad-Mähroboter mit gutem Kantenschnitt


Mit dem X5 Gen2 liefert Sunseeker einen Allrad-Mähroboter mit zusätzlichem Randschnittmesser. Wie praxistauglich der RTK-Mäher ist, zeigt der Test.

Mit dem X5 Gen2 stellt Sunseeker eine weiterentwickelte Version seines für Flächen bis 2000 m² konzipierten Allrad-Mähroboters vor. Die wesentliche Neuerung betrifft den Randschnitt: Eine zusätzlich am Gehäuserand angebrachte Messerscheibe soll bei festen Begrenzungen wie Randsteinen einen Schnittabstand von bis zu 2 cm ermöglichen. In anderen Punkten gleicht der Mäher dem Vorgängermodell – die Schnittbreite bleibt unverändert bei 22 cm, ebenso setzt Sunseeker weiterhin auf RTK-gestützte Navigation. Im Unterschied zum Vorgänger benötigt der X5 Gen2 jedoch keine eigene RTK-Antenne mehr, sondern bezieht die Korrekturdaten aus der Cloud. Dafür ist eine kontinuierliche Internetverbindung erforderlich; der Mäher unterstützt neben WLAN, das im Garten oft nicht flächendeckend verfügbar ist, auch Mobilfunk.

Die Praxisprüfung des Sunseeker X5 Gen2 fand in einem anspruchsvollen Garten mit drei Rasenzonen und einer Gesamtfläche von knapp 500 m² statt. Eine Zone weist eine Neigung von etwa 30° auf und ist nur über 4 bis 5 cm hohe Randsteine erreichbar; eine weitere Zone ist über eine 70 cm breite Engstelle zugänglich. Die Messungen der Mähgeschwindigkeit wurden aus Vergleichbarkeitsgründen auf einem flachen 240 m² großen Teilbereich durchgeführt, den auch andere Testgeräte problemlos erreichen konnten.

Design und Verarbeitung

Der Sunseeker X5 Gen2 fällt mit Abmessungen von 68,0 × 43,8 × 26 cm und einem Gewicht von 13,1 kg relativ kompakt und leicht aus. Das Gehäuse entspricht in großen Teilen dem des Vorgängers, nur an der Seite wird mit dem Schriftzug PreciseEdge signalisiert, dass sich dahinter das für den Kantenschnitt vorgesehene Randschnittmesser befindet.

Praktisch ist der hohe Abstand der vorderen Abdeckung zum Gras, sodass dieses beim Mähvorgang nicht niedergedrückt wird und der Sunseeker X5 Gen2 im Test auch unsere Rasenzone erreicht, die von 4 bis 5 cm hohen Randsteinen umgeben ist.

Mit nur einem Rad an der Hinterachse sind Richtungsänderungen auf engstem Raum kein Problem. Auch wird der Rasen beim Manövrieren nicht stark belastet. Ähnlich wie bei Mährobotern mit einem Zwei-Rad-Antrieb.

Sunseeker X5 Gen2: Die Schnitthöhe wird manuell eingestellt.

Auf der Oberseite gibt es ein kleines Display mit vier Bedienknöpfen. Damit wird der X5 Gen2 ein- und ausgeschaltet, zurück zur Ladestation geschickt oder der Mähvorgang gestartet. Zudem dienen die Bedientasten zur Eingabe der vierstelligen PIN, die man bei der Inbetriebnahme vergibt. Display und Bedientasten verdienen sich zwar keinen Schönheitspreis, erfüllen aber ihren Zweck. Hinter dem Display befindet sich der obligatorische Stopp-Schalter, und davor sitzt die RTK-Antenne des Mähers. Vor dieser, an der Gehäusevorderseite, haben die Binokular- und die iToF-Kamera zur Erkennung von Hindernissen ihren Platz gefunden.

In puncto Design gibt es schönere Mähroboter als den Sunseeker X5 Gen2. An der Verarbeitung des Dunkelgrau-Silber lackierten Gehäuses gibt es hingegen nichts auszusetzen.

Der Mähroboter ist nach IPX5 geschützt: Er hält einem Wasserstrahl stand und kann daher mit einem Gartenschlauch gereinigt werden. Die Ladestation erfüllt die Schutzart IPX4 (spritzwassergeschützt). Einen Hochdruckreiniger sollte man bei beiden Komponenten nicht verwenden, da das Wasser in Dichtungen eindringen und elektronische Teile beschädigen kann.

Der Sunseeker X5 Gen2 ist mit einer zusätzlichen Mähscheibe ausgestattet, die einen guten Randschnitt ermöglicht. Bei optimalen Bedingungen bleiben nur zwei Zentimeter Rasen ungemäht.

Ausstattung und Lieferumfang

Zur Navigation setzt Sunseeker auf eine Kombination aus Net-RTK – einer cloudbasierten Korrekturdatenquelle ohne separate RTK-Antenne – und visueller VSLAM-2.0-Technologie (Visual Simultaneous Localization and Mapping; visuelle simultane Ortung und Kartierung). Zwei Kameras unterstützen die Hinderniserkennung: eine binokulare Kamera für KI-gestützte Objekterkennung sowie eine iToF-Kamera zur Abstandsmessung mittels Infrarot. Ein Stoßfänger dient als mechanischer Kollisionssensor, ein Regensensor kann den Mäher bei Feuchtigkeit zur Ladestation zurückschicken.

Die Schnitthöhe ist manuell von 20 bis 60 mm einstellbar; die Schnittbreite liegt bei 22 cm. Das Hauptschneidwerk arbeitet mit sechs Klingen bei einer Drehzahl von 2300 U/min. Zusätzlich verfügt der Mäher über eine separate Messerscheibe am Gehäuserand für den Randschnitt, die den Abstand zu festen Begrenzungen wie Randsteinen auf bis zu zwei cm reduziert. Ist diese Trimm-Messerscheibe aktiv, steigt der Schallleistungspegel von 60 dB(A) auf 75 dB(A). Dennoch bleibt der X5 Gen2 selbst mit aktiviertem Randmesser relativ leise – zum Vergleich: Die Trimmeinheit des Ecovacs Goat O1200 Lidar Pro erreicht 82 dB(A) und ist damit deutlich lauter.

Der Sunseeker X5 Gen2 arbeitet mit einer Schnittbreite von 22 Zentimetern. Eine zusätzliche Mähscheibe sorgt unter optimalen Bedingungen für einen sauberen Randschnitt, bei dem nur zwei Zentimeter Rasen stehen bleiben. Der dreirädrige Allradantrieb macht den Mäher wendig und belastet den Rasen vergleichsweise wenig.

Der 5-Ah-Akku wird über ein 3-A-Ladegerät geladen. Die maximale Schnittgeschwindigkeit beträgt 0,45 m/s. Der X5 Gen2 unterstützt individuelles Schneiden in mehreren Winkeln, flächenbasiertes Mähen, einen Effizienzmodus, eine unbegrenzte Anzahl von Multizonen sowie einen Nachtmodus mit LED-Scheinwerfern. Zur Konnektivität stehen WLAN, Bluetooth und 4G bereit. Der Net-RTK-Dienst sowie die Diebstahlschutzfunktion über das integrierte Mobilfunkmodul (S-Connect) sind für zwei Jahre kostenlos enthalten; eine jährliche Verlängerung kostet 49 Euro.

Zum Lieferumfang gehören der Mähroboter, die Ladestation, eine Reinigungsbürste, ein Ladegerät für die Ladestation, acht Nägel aus Plastik zur Befestigung der Ladestation sowie zwölf Ersatzmesser inklusive Schrauben.

Inbetriebnahme, App, Kartierung

Die Inbetriebnahme des X5 Gen2 erfolgt mit der Sunseeker-App. Hierfür ist, wie bei allen bislang von uns getesteten Mährobotern, eine Registrierung erforderlich. Die Koppelung mit der App und dem heimischen WLAN erfolgt wie üblich Schritt-für-Schritt und ist nach wenigen Minuten erledigt (siehe Bildergalerie).

Die Sunseeker-App ist anders als das Mammotion-Pendant zwar nicht für Tablets optimiert, bietet aber sehr viele Einstellmöglichkeiten und informiert umfangreich über Betriebsparameter wie Abdeckung von RTK, WLAN und Mobilfunk.

Die unterschiedlichen Kartierungsmethoden beschreibt die Sunseeker-App sehr gut.

Der Sunseeker X5 Gen2 unterstützt zwei Verfahren zur Kartierung der Rasenfläche. Bei der manuellen Methode steuert der Anwender den Roboter über Richtungstasten in der App entlang der Rasengrenzen. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine präzise Erfassung der Mähfläche, da der Mensch Hindernisse und Grenzverläufe gezielter berücksichtigen kann als der Mähroboter bei einer automatischen Kartierung. Letztere – ein selbsttätiges Abfahren der Rasengrenzen durch den Mäher – liefert nur dann brauchbare Ergebnisse, wenn der Rasen klar abgegrenzt ist, beispielsweise durch Wege, Mauern oder scharfe Vegetationskanten. In offenen Gartenbereichen ohne eindeutige Begrenzungen, wie im vorliegenden Testgarten, ist die automatische Kartierung überfordert. Daher wurde in diesem Test manuell kartiert.

Nach der Erstellung der Grundkarte können nachträglich Zonen eingerichtet werden. Diese Funktion ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Rasenflächen mit unterschiedlichen Ausrichtungen vorliegen. Für jede Zone lässt sich eine eigenständige Mährichtung definieren, wodurch Richtungswechsel minimiert und eine effizientere Arbeitsweise erreicht werden können. Neben der Mährichtung (Schnittrichtung) können Anwender pro Zone noch Mähgeschwindigkeit und Schnittabstand pro Zone definieren.

Die Kartenbearbeitung des Sunseeker X5 Gen2 ist gut gelöst. Nach der Kartierung lässt sich die Fläche in Zonen unterteilen. Zudem können sichere Zonen definiert werden, in denen die visuelle Hinderniserkennung deaktiviert ist. Diese Funktion ist beispielsweise dann nützlich, wenn der Mähroboter unter Ästen oder Sträuchern mähen soll – Bereiche, die er andernfalls als Hindernis erkennen und umfahren würde.

Ferner gibt es noch Einstellungen, die generell gelten. Darunter fallen unter anderem Kantenschnittfrequenz (Immer, Jedes zweite Mal, Jedes dritte Mal), Mähpräferenz (Zuerst Fläche, Zuerst Kante), Kantenabstand (Nah, Weit), Strategie zur Hindernisvermeidung (Kein Kontakt, Langsamer Kontakt) und Regenverzögerung. Vorbildlich ist, dass die App zu vielen Konfigurationsparametern Erklärungen in Form von Texten, Bildern und teilweise auch anhand von Videos liefert.

Für ein optimales Mäherlebnis bietet die App außerdem noch Optionen im Abschnitt Kartenbearbeitung. Dazu gehört das Einrichten sicherer Zonen, in denen die Kameras für die Hinderniserkennung deaktiviert werden. Diese Funktion ist dann hilfreich, wenn Pflanzenteile – etwa herabhängende Äste – in die Rasenfläche ragen und vom KI-System als Hindernis eingestuft werden. In einem solchen Fall würde der Mähroboter das vermeintliche Hindernis umfahren, was die Effizienz des Mähvorgangs verringern kann. Durch die Definition einer sicheren Zone lässt sich dieses Verhalten unterdrücken.

Die App des Sunseeker X5 Gen2 ermöglicht das Erstellen von Zeitplänen sowie das Konfigurieren wesentlicher Mähparameter – einschließlich der Mährichtung pro Zone.

Praxis: Navigation, Hindernisvermeidung, Schnittbild und Kantenschnitt

RTK-basierte Mähroboter haben die im Testgarten vorhandene, nur 70 cm breite Engstelle bislang nicht passieren können. Dieses Nadelöhr bewältigten bisher ausschließlich LiDAR-gestützte Modelle – und auch nicht alle davon. Entsprechend gering waren die Erwartungen an den Sunseeker X5 Gen2. Auch dieser RTK-Roboter schaffte die Durchfahrt durch die Engstelle nicht. Die in der App dargestellte Satellitenabdeckung bestätigte die Annahme, dass der RTK-Empfang in diesem Bereich nicht optimal ist. Die Navigation durch den Engpass erfolgte entsprechend ungenau, wodurch die Passage letztlich nicht möglich war.

Ein unzureichender Empfang von RTK-Daten beeinträchtigt die Navigation des Sunseeker X5 Gen2 spürbar. Im Testgarten passierte der Roboter die nur 70 Zentimeter breite Engstelle nicht, überfuhr gesetzte Grenzen und fuhr an den Rändern unpräzise. In diesen Bereichen blieb das Randmesser folglich wirkungslos. Bei optimalem Satellitenempfang funktioniert der X5 Gen2 hingegen tadellos.

Der Satellitenempfang erwies sich im Testgarten auch an weiteren Stellen als nicht ideal. In diesen Bereichen blieb das zusätzliche Randmesser wirkungslos: Der X5 Gen2 ließ hier mehr Abstand zur Kante als technisch möglich gewesen wäre. Anders verhielt es sich in Zonen mit optimalem RTK-Datenempfang. Dort sorgte das zusätzliche Randmesser dafür, dass nur wenige cm ungemäht blieben.

Das Schnittbild des X5 Gen2 gibt ansonsten keinen Anlass zur Kritik. Der Roboter fährt in geraden Bahnen und erzeugt ein gleichmäßiges Erscheinungsbild des Rasens. Seine Leistungen im steilen Gelände sind beachtlich. Der dreirädrige Antrieb erweist sich hier als rasenschonend und hinterließ im Test praktisch keine Beschädigungen. Dies unterscheidet ihn von Mährobotern mit Vierrad-Antrieb, etwa von Mammotion oder Dreame.

Die Hinderniserkennung funktionierte bei mittelgroßen und großen Objekten tadellos. Kleinere Gegenstände wie ein Tennisball oder ein Gartenschlauch wurden hingegen nicht immer erkannt.

Die Community-Integration für Home Assistant informiert detailliert über die Betriebsparameter, inklusive Real-Time-Karten, Mähfortschritt, Akkuverbrauch et cetera.

Mähleistung & Akku

Der Sunseeker X5 Gen2 mäht mit einer vollen Batterieladung 1 Stunde und 54 Minuten lang und bearbeitet dabei eine Fläche von 164 m². Der Akku kann übrigens durch den Anwender getauscht werden. Das bietet nicht jeder Mähroboter. Bei einem Restakku von 15 % kehrt der Mäher selbstständig zur Ladestation zurück; der Ladevorgang von 15 auf 100 % dauert 1 Stunde und 18 Minuten. Ein vollständiger Arbeitszyklus aus Mähen und Laden umfasst somit 3 Stunden und 12 Minuten. Hochgerechnet auf 24 Stunden errechnet sich daraus eine gemähte Fläche von etwa 1230 m². Die reine Mähleistung während der Fahrt beträgt rund 86 m² pro Stunde. Bezieht man die notwendigen Ladepausen mit ein, sinkt die durchschnittliche Flächenleistung auf etwa 51 m² pro Stunde.

Damit bleibt der Sunseeker X5 Gen2 unter seiner werksseitigen Maximalangabe von 2000 m² pro Tag. Herstellerangaben zur Flächenleistung beziehen sich stets auf optimale Bedingungen wie ebenes Gelände ohne Hindernisse und die maximal mögliche Fahrgeschwindigkeit. In der Praxis ist in den Apps der Hersteller standardmäßig eine niedrigere Geschwindigkeit voreingestellt, da dies eine höhere Präzision beim Mähen und eine bessere Hinderniserkennung ermöglicht. Diese Abweichung zwischen Theorie und Praxis ist daher kein produktspezifisches Defizit, sondern betrifft alle Mähroboter gleichermaßen.

Die Community-Integration für Home Assistant bietet interessante Einblicke und eine Vielzahl an Steuerungsmöglichkeiten.

Smart Home

Herausragend ist die Community-Integration für Home Assistant. Diese stellt sogar mehr Betriebsparameter als die App bereit. Auch die Darstellung von Live-Karten bezüglich Mähfortschritt und Signalabdeckung ist gelungen.

Außerdem unterstützt der Sunseeker noch eine Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Assistant.

Der Sunseeker X5 Gen2 überwindet 4–5 cm hohe Randsteine problemlos, sodass er unsere abgelegene Rasenzone erreicht.

Preis & Garantie

Der Sunseeker X5 Gen2 kostet regulär 2099 Euro. Aktuell gibt es leider kein günstigeres Angebot. Die Garantie gilt für 24 Monate und kann per Produktregistrierung innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf auf sunseekerelite.com auf 36 Monate ausgedehnt werden.

Fazit

Sunseeker bietet mit dem X5 Gen2 eine Weiterentwicklung des Vorgängermodells aus dem Jahr 2025 an. Die zusätzliche Mähscheibe soll ein besseres Ergebnis beim Kantenmähen ermöglichen. Damit der Roboter möglichst nah an festen Begrenzungen wie Randsteinen fahren kann, ist jedoch ein exzellenter Satellitenempfang erforderlich. In der Praxis – etwa in unserem Testgarten, der von einem vierstöckigen Gebäude begrenzt wird – ist dies nicht immer gegeben. In solchen Fällen bleibt das zusätzliche Randmesser wirkungslos. Bei optimalen Satellitensignalen lässt der Mäher am Rand nur etwa 2 cm Rasen ungemäht, was als sehr guter Wert einzustufen ist.

Aufgrund des teilweise schlechten RTK-Empfangs meistert der X5 Gen2 die 70 cm breite Engstelle im Testgarten nicht – anders als das LiDAR-basierte Modell Sunseeker S4. Randsteine mit einer Höhe von 4 bis 5 cm kann der Roboter überwinden, wodurch er eine abgelegene Rasenzone erreicht. Bei einem Gefälle von mehr als 30 Grad stellte er dort seine Steigfähigkeit unter Beweis. Der Antrieb mit zwei Vorderrädern und einem lenkenden Hinterrad ermöglicht Richtungsänderungen, die den Rasen im Vergleich zu anderen Antriebskonzepten weniger belasten.

Die Integration in die Smart-Home-Plattform Home Assistant ist gelungen. Sie stellt teilweise mehr Betriebsparameter bereit als die Hersteller-App. Auch die Darstellung von Live-Karten mit Informationen zum Mähfortschritt und zur Signalabdeckung überzeugt.

Insgesamt liefert der Mähroboter eine gute Gesamtleistung. Er ist jedoch nur für Gärten empfehlenswert, die von Satelliten optimal abgedeckt werden – was in engen Stadtgärten häufig nicht der Fall ist. Für solche Umgebungen sind LiDAR-basierte Mähroboter wie der Sunseeker S4 oder der Dreame A3 deutlich besser geeignet.



Source link

Weiterlesen

Beliebt