Künstliche Intelligenz
Ultrahuman Ring Air im Test: Guter Smart Ring ohne Pflicht-Abo für rund 300 Euro
Der Ultrahuman Ring Air trackt Schlaf, Herzfrequenz und HRV ohne Abo-Zwang – kompakt, leicht und unauffälliger als eine Smartwatch.
Wer ungern eine Smartwatch trägt, aber trotzdem Gesundheitsdaten im Blick behalten will, findet in smarten Ringen eine kompakte und unauffällige Alternative – die in den vergangenen Jahren enorm besser geworden ist.
Einer der aufstrebenden Anbieter ist Ultrahuman. Die Idee zum indischen Unternehmen entstand in einem Muay-Thai-Trainingscamp in Thailand: Dort erkannte einer der späteren Gründer, dass nicht nur Diabetiker von Stoffwechseldaten profitieren, sondern eigentlich jeder, der Training und Ernährung optimieren will.
Das Flaggschiff ist der Ultrahuman Ring Air: ein smarter Ring, der kaum am Finger auffällt und Schlaf, Herzfrequenz, HRV, Hauttemperatur sowie Blutsauerstoff trackt – ganz ohne Abonnement. Wie gut das im Alltag funktioniert, zeigt unser Test.
Design & Tragekomfort
Der Ultrahuman Ring setzt auf Understatement: Unser Testmuster in Roségold kommt ohne Kerbungen, Muster oder Markierungen daher – schlicht, elegant, glatt. Am Finger fällt er kaum auf, denn der Ring ist angenehm leicht mit nur 2,4 g und stört im Alltag so gut wie gar nicht. Was uns allerdings fehlt, ist eine kleine Kerbe, die anzeigt, wo die Sensoren optimal sitzen sollten – das kennen wir von Oura.
Das matte Finish sieht schick aus, wirkt im direkten Vergleich aber etwas weniger hochwertig als bei der Konkurrenz. Zudem vermuten wir, dass der Ring schnell Kratzer einfangen dürfte – auch wenn unser Exemplar den Test bislang unbeschadet überstanden hat. Neben Roségold gibt es die Farben Gold, Schwarz, mattes Dunkelgrau und mattes Silber namens „Raw Titanium“ sowie eine glänzende Silbervariante in „Space Silver“.
Vor dem finalen Kauf sollte man unbedingt das Sizing-Kit nutzen, das vorab kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Die Attrappe sollte mindestens 48 Stunden am Finger bleiben, denn Finger schwellen im Tagesverlauf an. Praktischerweise liefert Ultrahuman sogar ein Vorschaupaket aller verfügbaren Ringmaterialien mit. Verglichen mit anderen smarten Ringen der Konkurrenz fällt der Ultrahuman etwas zu groß aus – wir haben bewusst eine Nummer kleiner gewählt und statt Größe 10 zur 9 gegriffen. Das hat sich bewährt. Hier hilft das Sizing-Kit enorm.
Im Alltag sitzt der Ring bei uns am Mittelfinger. Der Zeigefinger liefert laut Hersteller zwar präzisere Messergebnisse, ist aber wenig alltagstauglich – Türklinken, Kaffeetassen, Tastaturen: Man eckt ständig an. Beim Sport wechseln wir den Ring aber gezielt auf den Zeigefinger, um bestmögliche Daten zu erhalten.
Einrichtung & App
Zur Nutzung des Rings ist die Ultrahuman-App erforderlich, erhältlich im Google Play Store und im Apple App Store. Zum Kalibrieren empfiehlt Ultrahuman, den Ring mindestens 14 Tage zu tragen – die App informiert dabei laufend darüber, wie weit der Eichvorgang fortgeschritten ist.
Der Startscreen liefert eine Übersicht der wichtigsten Vitalwerte: Morgens steht etwa der Schlafbericht ganz oben, darunter folgen weitere „Core Metrics“ mit Schlafdaten, Werten zur dynamischen Erholung, Bewegung und zusätzlichen Metriken. Die Synchronisierung morgens dauert allerdings recht lange. Über ein Plus-Zeichen rechts unten im Ring-Tab lassen sich ferner Workouts starten, Aktivitäten hinzufügen, Mahlzeiten tracken, den Puls messen oder Atemübungen durchführen.
Weiter unten finden sich Vitalwerte sowie sogenannte „Power Plugs“ – kleine Zusatzfeatures mit Sonderfunktionen, etwa eine Anzeige für das ideale Koffeinfenster für Kaffeetrinker oder das zirkadiane Fenster. Dafür gibt es sogar eine Art von App-Store. Einige Power Plugs sind kostenlos, weitere gibt es nur gegen Aufpreis als Abonnement. Die Afib-Erkennung soll etwa helfen, Vorhofflimmern frühzeitig zu erkennen – kostet bei Ultrahuman allerdings 6 Euro im Monat oder 50 Euro im Jahr.
Insgesamt ist die Navigation etwas unübersichtlich – der Starttab packt zu viele Informationen auf einmal. Sämtliche Daten finden sich ausschließlich dort, während die übrigen Tabs hauptsächlich auf andere Ultrahuman-Produkte hinweisen. Ein separater Bereich für Schlaf oder Sport wäre deutlich praktischer gewesen – bei Oura etwa ist das übersichtlicher gelöst. Immerhin: Der Wochenbericht von Ultrahuman ist gut gelungen.
Teilweise finden sich in der App noch englischsprachige Bereiche oder missverständliche Übersetzungen. Zudem übertreibt es der Ring mit Benachrichtigungen auf dem Smartphone – die ebenfalls teils auf Englisch erscheinen.
Eine Offline-Nutzung ist nicht vorgesehen. Die Datenschutzbedingungen und die allgemeinen Geschäftsbedingungen gibt es nur auf Englisch. Ein Vermerk gibt nur vage an, dass Daten auf internationalen Servern landen. Es gibt zwar einen EU-Vertreter für den Datenschutz bei Ultrahuman – allerdings sollte man damit rechnen, dass Daten trotzdem außerhalb der EU verarbeitet werden.
Aktivität & Tracking
Gemessen werden unter anderem Herzfrequenz, Stresswerte und Schritte – wobei die Schrittzählung eher ungenau und so als grobe Annäherung zu verstehen ist. Aktivitäten erkennt der Ring automatisch und fragt anschließend nach, was genau durchgeführt wurde – das funktioniert halbwegs verlässlich, je nach Batteriemodus – dazu später mehr. Für gezieltes Training lässt sich über die Plus-Taste ein Workout-Modus mit einer Vielzahl an Trainingsprofilen starten.
Der Ring trackt zudem den Wert für VO2max. Dieser beschreibt, wie viel Sauerstoff der Körper bei maximaler Anstrengung verwerten kann – vereinfacht gesagt: Je höher der Wert, desto fitter und ausdauernder ist man.
Beim Training haben wir den Ring am Zeigefinger getragen, um möglichst genaue Werte zu erzielen. Anfangs zeigte er teils erhöhte Pulswerte – vermutlich, weil Finger und Haut darunter noch nicht aufgewärmt waren. Beim Joggen waren die Messergebnisse dann verlässlich und wichen nur rund drei bis fünf Schläge von einer Sportuhr ab. Beim Intervalltraining lieferte der Ring zwar meistens plausible Werte, gelegentlich kam es jedoch gelegentlich zu einem drastischen Abfall der Herzfrequenz – den es laut Sportuhr und Brustgurt schlicht nicht gab.
Für gleichmäßiges Cardio-Training lässt sich der Ring also gut nutzen, für HIIT-Einheiten eher weniger. Und zum Krafttraining eignen sich smarte Ringe wegen des Verletzungsrisikos ohnehin nicht – ein Ring und eine Hantel sind keine gute Kombination.
Ultrahuman Ring Air – App
Schlafanalyse & Gesundheit
Für die meisten Käufer dürfte die Schlafanalyse das interessanteste Feature sein – und hier spielt ein Ring seinen großen Vorteil aus: Verglichen mit einer Uhr stört er nachts deutlich weniger. Der Ultrahuman Ring unterteilt den Schlaf in verschiedene Phasen: Wach, REM, Tiefschlaf und leichter Schlaf. Er zeigt sowohl die Zeit im Bett als auch die reine Schlafzeit an. Dazu bewertet er, wie effizient der Schlaf war, ob der Zeitpunkt des Zubettgehens optimal lag und wie erholsam die Nacht insgesamt war.
Wichtig zu wissen: All diese Werte sind lediglich algorithmische Annäherungen – wie bei allen Uhren und Ringen. Als Datengrundlage dient primär die Herzfrequenz, ein EEG wie im Schlaflabor wäre weitaus genauer. Die Ergebnisse sollte man daher als grobe Tendenz verstehen, nicht als medizinische Diagnose. Insgesamt wirkten die Werte der Schlafanalyse plausibel – sowohl bei den Wachphasen als auch bei den einzelnen Schlafphasen – und wichen kaum von Konkurrenzprodukten wie dem Oura Ring ab.
Eine zentrale Metrik ist der Herzfrequenz-Abfall im Schlaf sowie die Herzfrequenzvariabilität (HRV). Letztere beschreibt die winzigen Schwankungen im Abstand zwischen zwei Herzschlägen. Klingt paradox, ist aber so: Je unregelmäßiger das Herz in Ruhe schlägt, desto besser. Eine hohe HRV spricht für gute Erholung und Fitness, eine niedrige kann auf Stress, Überlastung oder eine aufkommende Erkrankung hindeuten. Im Test fiel etwa auf, dass unsere HRV zu niedrig war. Unser Herzschlag sank zudem erst spät in der Nacht ab – ein mögliches Indiz für Stress oder zu hohen Koffeinkonsum.
Basierend auf diesen Daten ermittelt der Ring ein sogenanntes Cardio-Alter. Hier war auffällig, dass wir anfangs unter unserem tatsächlichen Alter lagen, dann aber drastisch absackten – vermutlich bedingt durch schlechteren Schlaf und nachlassende HRV. Allerdings lässt die App einen hier etwas allein und erklärt nicht detailliert, was die Werte bedeuten und was man konkret dagegen tun kann. Auch die Hauttemperatur misst der Ring, um etwa auf sich anbahnende Infekte hinzuweisen – im Test blieben die Werte durchweg unauffällig.
Überdies zeigt die App den generellen Stressfaktor sowie die dynamische Erholung anhand von Ruhepuls, HRV und Pulsverlauf über den Tag verteilt. Kombiniert mit den erfassten Aktivitäten gibt der Ring eine Einschätzung, wie erholt man ist. Anhand der Schlafdaten zeigt er zudem eine Tendenz an, wie schnell man derzeit altert – insbesondere das Gehirn. Im Test bescheinigte uns der Ring auch hier wenig Schmeichelhaftes: Wir altern zu schnell. Die persönliche Erkenntnis daraus: weniger Kaffee trinken und am Schlaf arbeiten.
Akku & Laden
Der Ring bietet drei Akku-Modi: einen Turbomodus zur permanenten Überwachung, einen intelligenten Chill-Modus, bei dem nicht ständig gemessen wird, sowie einen sparsamen Batteriemodus, der nur wesentliche Bewegungen erfasst.
Weniger überzeugend schlägt sich der Ultrahuman Ring Air bei der Akkulaufzeit. Trotz eines für einen smarten Ring recht üppigen Akkus von 24 mAh (Größe 9) hielt er im sparsamen Chill-Modus lediglich knapp sechs Tage durch. Im intensiven Turbomodus mit permanenten Messungen waren es rund vier Tage. Dabei trugen wir den Ring rund um die Uhr – außer unter der Dusche und im Fitnessstudio.
Zum Laden liegt ein Ladegerät bei, ein USB-C-Netzteil muss man allerdings selbst mitbringen. Vollständig geladen ist der Ring in knapp zwei Stunden. Ein Ladecase mit integriertem Akku für unterwegs – wie man es etwa von Earbuds kennt – sucht man vergeblich.
Preis
Die UVP für den Ultrahuman Ring Air liegt bei 379 Euro, mittlerweile hat sich der Straßenpreis aber auf rund 319 Euro eingependelt – je nach Farbe und Größe variiert er allerdings. Am günstigsten ist derzeit das Modell in Raw Titanium ab 290 Euro, für die Roségold-Variante werden aktuell 367 Euro fällig. Wer bei der Farbwahl flexibel ist, kann also sparen.
Fazit
Der Ultrahuman Ring Air ist besonders leicht, äußerst angenehm zu tragen und kommt ohne Pflichtabonnement aus. Er bietet sich vorrangig dafür an, den Schlaf zu analysieren und fortlaufende Aktivitäten sowie den Herzschlag zu überwachen. Die Schlafanalyse hinterlässt einen guten Eindruck, und auch für gleichmäßiges Cardio-Training eignet sich der Ring – wenngleich er nur etwa so genau misst wie ein günstiger Fitness-Tracker. Für HIIT oder Krafttraining ist er dagegen kaum geeignet, wie die meisten smarten Ringe.
Einige Sonder-Features sind aber gebührenpflichtig. Die App könnte übersichtlicher sein, zumal die meisten Tabs eher als Werbung für weitere Ultrahuman-Produkte dienen. Auch inhaltlich gibt es Luft nach oben: So attestierte uns der Ring wiederholt schlechte Cardio-Werte im Schlaf und über den Tag verteilt – ohne jedoch konkrete Maßnahmen oder genauere Erklärungen zu liefern. Das verunsichert eher, als dass es hilft.
Kleine Schwächen gibt es auch beim Design: Der Ring wirkt nicht ganz so hochwertig wie die Konkurrenz. Eine Markierung zur optimalen Sensorausrichtung vermissen wir ebenfalls. Ein Ladecase fehlt im Lieferumfang. Wer vorwiegend den Schlaf überwachen und die generelle Aktivität samt Herzfrequenz im Blick behalten will, findet hier dennoch eine gute und bezahlbare Lösung ohne Abo-Zwang.
Künstliche Intelligenz
Cloud wird zur Achillesferse der deutschen Wirtschaft
Cloud Computing ist in deutschen Unternehmen praktisch flächendeckend angekommen – und damit auch Risiken bei der Ausfallsicherheit. Fast jedes zweite Unternehmen (46 Prozent) geht laut dem Cloud-Report 2026 des Digitalverbands Bitkom davon aus, dass ein länger anhaltender Cloud-Ausfall den Geschäftsbetrieb letztlich zum Erliegen bringen würde. 9 Prozent müssten ihre Arbeit nach eigener Einschätzung sofort einstellen.
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Im Durchschnitt könnten Cloud-Nutzer noch rund drei Tage ohne die Dienste arbeiten. „Eine funktionsfähige Cloud ist für Unternehmen so wichtig wie stabile Stromversorgung und Zugang zum Internet. Büro-Software, Kommunikation, Datenbanken oder auch KI-Lösungen sind bei einer Cloud-Störung nicht verfügbar, dabei sind sie unverzichtbar für den Geschäftsbetrieb vieler Unternehmen“, sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.
Er verweist zugleich auf die Vorteile: „Gleichzeitig ist die Nutzung von Cloud-Diensten häufig sicherer und stabiler, als auf eigene Server zu setzen. Wichtig ist deshalb, die Cloud in ein Sicherheitskonzept für das Unternehmen zu integrieren.“
Die Zahlen aus dem Bitkom-Cloudreport untermauern die Bedeutung von Cloud-Computing für deutsche Firmen deutlich: 86 Prozent nutzen demnach bereits Cloud-Dienste. Unternehmen verlagern zunehmend Anwendungen dorthin und setzen verstärkt auf KI-Dienste.
Unternehmen rüsten sich gegen Ausfälle
Die zunehmend zentrale Bedeutung der Cloud spiegelt sich auch in den Vorsorgemaßnahmen wider. 28 Prozent der Cloud-Nutzer berichten von gravierenden Cloud-Ausfällen innerhalb der vergangenen zwölf Monate. 82 Prozent verfügen inzwischen über Notfall- und Wiederanlaufpläne. Drei Viertel sichern wichtige Daten zusätzlich außerhalb der Cloud. Zwei Drittel (69 Prozent) überwachen ihre Cloud-Dienste selbst, ebenfalls zwei Drittel (66 Prozent) können bei Bedarf auf lokale Systeme ausweichen.
Dagegen setzen bislang nur 8 Prozent zur Absicherung auf einen zweiten Cloud-Anbieter. Generell arbeiten zwar 38 Prozent der Unternehmen mit Multi-Cloud-Lösungen und 34 Prozent mit Hybrid-Cloud-Ansätzen – doch das primäre Motiv ist dabei selten die Ausfallsicherheit.
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Grundlage des Cloud Report 2026 ist eine repräsentative telefonische Befragung von 603 Unternehmen in Deutschland mit mindestens 20 Beschäftigten, die Bitkom Research zwischen Kalenderwoche 14 und 20 des Jahres 2026 durchgeführt hat.
(fo)
Künstliche Intelligenz
Apple Car Key im VW: Software bestätigt, Apple bereitet vor
Ein iPhone oder eine Apple Watch genügt: Dank der Car-Key-Funktion in der Apple Wallet kann man sein Fahrzeug ohne physischen Schlüssel öffnen und starten und den Zugang sogar an andere Personen weitergeben. Allerdings hält sich die Anzahl der Fahrzeuge, die den digitalen Autoschlüssel in iOS und watchOS unterstützen, bislang noch in Grenzen. In Deutschland sind dies etwa einzelne Modelle von Mercedes und Audi, außerdem Kia, Volvo und Hyundai. Besonders stark auf Car Key setzt ansonsten auch BMW (nahezu alle aktuellen Baureihen) und dessen Tochter Mini. Was bislang noch fehlt, ist die bekannte Wolfsburger Marke Volkswagen. Einem Leak zufolge könnte sich das alsbald ändern, zudem hat Volkswagen selbst in den Infos zur „neuesten ID-Software“ bereits Angaben dazu gemacht.
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Server-Code schon für Volkswagen vorbereitet
Wie Macrumors über Anfragen bei Apple-Servern festgestellt hat, bereitet sich der iPhone-Hersteller serverseitig auf Car Key bei VW vor. Der entdeckte Code benennt weder Modelle noch lässt sich daraus ein Zeitplan ablesen. Volkswagen selbst schreibt in einem Erläuterungsdokument zu einem „digitalen Schlüssel für Deinen ID“, dass die ID-Software 6 damit ausgerüstet werde. „Mit der optional verfügbaren Vorbereitung für den digitalen Schlüssel kannst du deinen Volkswagen über die Wallet-App deines kompatiblen Smartphones ent- bzw. verriegeln sowie starten“, so VW. Das klappt aber nach Vorbereitung erst dann, wenn ein Softwareupdate ausgerollt ist – und das kann noch dauern.
Apple hatte zuletzt im vergangenen Sommer eine ganze Reihe neuer Modelle zu Car Key hinzugefügt. Dabei handelte es sich um Acura (Luxusmarke von Honda), Cadillac, Chery (China), Chevrolet, GMC, Hongqi (China), Lucid, Porsche, Rivian, Smart, Tata (Indien), Voyah (China) und WEY (China). Umgesetzt ist dies allerdings noch nicht vollständig. Im vergangenen Jahr kamen somit insgesamt 33 Automarken zusammen, die Car Key unterstützen.
NFC – und UWB für mehr Sicherheit
Die Implementierungsart unterscheidet sich dabei. Am simpelsten ist die Nutzung von Near Field Communication (NFC, ab dem iPhone XS beziehungsweise SE 2). Technisch möglich soll auch Ultra-Wideband-Nutzung (UWB) werden, was mehr Sicherheit aufgrund genauerer Abstandsmessung verspricht.
Apple ist auch Teil des Standards Digital Key. Hier engagiert sich das Car Connectivity Consortium, das ähnlich wie der Matter-Standard im Smart-Home-Bereich versucht, herstellerunabhängige Lösungen zu finden, damit möglichst viele Autos, Handys und Smartwatches mit der Technik arbeiten.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
KBA-Zahlen Juni 2026: E-Auto-Anteil springt auf 28 Prozent
Im Juni 2026 sind in Deutschland 296.378 neue Pkw zugelassen worden. Das entspricht einem Plus von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders auffällig: Der Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) stieg auf 28,4 Prozent, während er im Juni 2025 noch bei 18,4 Prozent lag. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt in seiner Halbjahresbilanz mitteilt, wurden im Juni 84.057 neue Elektro-Pkw zugelassen, das waren 78,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im gesamten ersten Halbjahr 2026 stiegen die BEV-Zulassungen um 48 Prozent. Mit insgesamt 1.484.393 neu zugelassenen Pkw lag das Halbjahr 5,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.
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Hybridantriebe legten im Juni auf 115.527 Neuwagen ebenfalls zu, ein Plus von 16,8 Prozent. Ihr Anteil lag bei 39 Prozent. Darunter waren 32.212 Plug-in-Hybride, die um 25,8 Prozent zulegten. Zusammengenommen stellen elektrifizierte Antriebe damit rund zwei Drittel aller Neuzulassungen.

Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern
(Bild: KBA)
Im Gegenzug ging es für Verbrenner weiter bergab. Benziner verloren 16,8 Prozent und kamen nur noch auf einen Marktanteil von 20,5 Prozent. Dieselfahrzeuge gingen um 5,1 Prozent zurück, ihr Anteil sank auf 11,4 Prozent. Im Halbjahresvergleich lagen Benziner 18,2 Prozent unter dem Vorjahr, Diesel 8,6 Prozent. Der durchschnittliche theoretische CO₂-Ausstoß der Neuwagen sank um 13,6 Prozent auf 92,6 g/km.
Tesla und BYD mit dreistelligen Zuwächsen
Unter den Importmarken sticht Tesla mit einem Plus von 317,6 Prozent heraus und erreichte 2,6 Prozent Marktanteil. BYD steigerte seine Neuzulassungen um 273,7 Prozent auf 2,1 Prozent Marktanteil. Im gesamten Halbjahr legte BYD sogar um 315,2 Prozent zu, Tesla um 224,6 Prozent. Die Volkswagen-Marke Skoda blieb mit 8,4 Prozent Marktanteil die anteilsstärkste Importmarke.
Bei den deutschen Marken verzeichnete Smart mit einem Plus von 176,3 Prozent den kräftigsten Zuwachs, allerdings bei einem Marktanteil von nur 0,3 Prozent. Mini legte um 59,7 Prozent zu. BMW kam auf ein Plus von 18,6 Prozent (8,8 Prozent Marktanteil), Audi auf 17,1 Prozent (6,4 Prozent). VW blieb mit 17,2 Prozent Marktanteil die stärkste Einzelmarke in Deutschland. Opel musste dagegen einen Rückgang von 14,8 Prozent hinnehmen.
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SUV-Dominanz und Mini-Boom
Bei den Fahrzeugsegmenten bauten SUVs ihre Dominanz weiter aus: Mit 37,5 Prozent Marktanteil und einem Plus von 26,9 Prozent waren sie das mit Abstand stärkste Segment. Das prozentual stärkste Wachstum verzeichneten allerdings Kleinwagen mit 62,7 Prozent, wenngleich bei nur 2,9 Prozent Marktanteil. Die Kompaktklasse rutschte dagegen um fünf Prozent ab und fiel mit 12,7 Prozent knapp hinter die Kleinwagen (12,9 Prozent) zurück.
Private Neuzulassungen stiegen im Juni um 28,6 Prozent, ihr Anteil lag bei 36,6 Prozent. Gewerbliche Zulassungen nahmen um 9,4 Prozent zu und machten 63,4 Prozent aus. Die Zahlen deuten auf eine deutliche Markterholung nach einem schwachen Jahr 2025 hin, als der Juni noch ein Minus von 13,8 Prozent verzeichnete und das erste Halbjahr insgesamt 4,7 Prozent unter dem Vorjahr lag.
(fpi)
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