Künstliche Intelligenz
Youtuber baut Arduino-Roboter Turtle Bot in siebenfacher Größe
Der Bastler und Youtuber UncleStem hat den oft nachgebauten „Turtle Bot“ auf Basis eines Arduino-Uno-Boards in siebenfacher Größe aufgebaut. Der Roboter weicht mittels Distanzerkennung über Ultraschallsensoren selbstständig Hindernissen aus. Das Funktionsprinzip des Roboters hat der Youtuber bei seiner übergroßen Version beibehalten. Einzelne Komponenten wie etwa Motoren, Motortreiber und Servos wurden durch leistungsstärkere Versionen ersetzt und mit Dummy-Gehäusen aus dem 3D-Drucker verkleidet, um die Illusion eines überdimensionierten Arduino-Roboters zu erzeugen.
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Herkömmlicherweise ist der Turtle Bot etwa 140 × 140 mm groß. Die einzelnen Komponenten des Roboters wie Motoren mit angeflanschtem Getriebe, die Motortreiber, die Ultraschallsensoren, Räder und nicht zuletzt das Arduino-Mikrocontrollerboard bestimmen dessen Größe.
UncleStem hat die Motoren siebenmal größer nachgebaut, sodass sie vom Aussehen her den kleineren Versionen entsprechen. Im Inneren des Motorgehäuses mit Getriebe werkelt ein Elektromotor, wie er in Kinderfahrzeugen zum Einsatz kommt. Die passenden Gehäuse hat UncleStem nach dem Vorbild designt und mit einem 3D-Drucker ausgedruckt. Der Bastler hat dabei versucht, möglichst viele Funktionen mit in die größeren Versionen zu übernehmen, wie etwa die nachempfundenen Anschlusspole der Motoren.
Kleine Komponenten im großen Gehäuse
Die in Turtle Bots oft verwendete Motoransteuerung in Form des L298N-Boards bildete UncleStem ebenfalls in siebenfacher Vergrößerung nach und druckte sie aus. In das Dummy-Board baute er eine leistungsfähigere 300-Watt-Variante zur Ansteuerung der beiden Antriebsmotoren ein. Um den originalen Look zu erhalten, baute der Bastler auch noch die typischen Schraubklemmen für die Kontaktanschlüsse sowie die Stecker- und Buchsenleisten für Steckverbindungen nach. Ein etwas leistungsfähigerer Spannungsregler, um die allgemein verwendete 24 Volt Betriebsspannung auf 5 Volt für den Arduino zu bringen, packte UncleStem ebenfalls in ein nachempfundenes Spannungsreglergehäuse. Den Rest des Motortreiber-Boards baute er aus Dummy-Elementen auf.
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Das Video zeigt, wie UncleStem eine größere Version eines Turtle Bot braucht.
UncleStem
Das Projekt benötigt außerdem ein übergroßes Servo, um die Ultraschallsensoren für den Umgebungsscan ausrichten zu können. Dazu verwendete der Youtuber ein Servo mit 15 kg Stellkraft aus dem Modellbau und steckte es in ein größeres 3D-gedrucktes Servogehäuse. Den Ultraschallsensor behielt UncleStem wie beim Original bei. Er baute lediglich eine größere Dummy-Version des Boards nach. Die Verkabelung mit dem vergrößerten Arduino-Uno-Board, in dem tatsächlich aber ein Arduino Nano arbeitet, das der Bastler bereits in einem anderen Projekt erstellt hatte, vergrößerte er ebenfalls auf das Siebenfache.
Das Chassis für den Roboter ließ er von einer spezialisierten Firma aus Acryl-Kunststoff exakt so zuschneiden wie das originale Chassis. Darauf installierte UncleStem dann die zuvor erstellten Oversize-Komponenten und montierte die Räder von einem Kinderfahrzeug und als Stützrad eine Möbelrolle.
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Auf den Arduino Nano übertrug der Bastler den Turtle-Bot-Code und probierte den Roboter in der Wohnung und außerhalb des Gebäudes aus. Die fertige Oversize- Version des Turtle Bot umfasst eine Fläche von etwa 1 × 1 m. Der Roboter funktioniert weitgehend wie die normalgroße Version des Turtle Bot. Er scannt seine Umgebung mit den Ultraschallsensoren auf freie Flächen und fährt dann in Richtung des freien Raums. Versperrt eine Wand oder ein anderes Hindernis den Weg, dann wird der Scan wiederholt, in dem der Sensor gedreht wird. Allerdings hat der Sensor aufgrund der größeren Ausmaße des Roboters bei gleicher Größe der Ultraschallsensoren mit blinden Spots in der Umgebungserkennung zu kämpfen. Mehr Sensoren und eine verbesserte Ansteuerung könnten die Navigationsleistung erhöhen. UncleStem sucht hier noch an einer praktikablen Lösung.
(olb)
Künstliche Intelligenz
macOS: Katzenschutz für Tastatur und Trackpad
Wer versuchen möchte, seiner Katze das Betreten von Mac-Tastaturen samt Trackpad abzugewöhnen, kann sich nun eine neue Trainings-App herunterladen: Cats Lock, verfügbar in Apples Mac App Store, kombiniert einen Sperrmodus mit verschiedenen potenziell unangenehmen Geräuschen, die dem Tier vorgespielt werden, sobald es detektiert wurde. Hilfreich ist das allerdings nur dann, wenn man nicht selbst vor der Tastatur sitzt, denn die App sperrt den macOS-Rechner auch für den Nutzer selbst. Stubentiger-Attacken, die man vor der Nase hat, muss man also weiter selbst abwehren.
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Kein Ausflug in die Systemeinstellungen mehr
Cats Lock stammt vom Entwickler Todd Alexander und kostet knapp 3 Euro. Die App läuft ab macOS 14. Sie kommt mit einem eigenen Menüleisten-Icon und zusätzlichem Tastaturkürzel, um sie schnell zu aktivieren. „Sperren Sie das Gerät, warten Sie ab, bis die Katze sich platziert hat und machen Sie dann einfach weiter mit dem, was Sie gerade tun – ohne zufälliges Tippen, gelöschte Dokumente oder einen plötzlichen Abstecher in die Systemeinstellungen.“
Auf Wunsch wird auch noch ein Sound abgespielt. Im Angebot sind unter anderem ein Staubsauger, Hundegebell, Katzenfauchen oder jeder andere beliebige Sound, der sich hochladen lässt. Standardmäßig warnt die App per Sprachausgabe vor einer Katze auf der Tastatur. Ob das reicht, den Samtpfoten den Trip zum Mac abzugewöhnen, sei dahingestellt – vermutlich werden sie sich über kurz oder lang daran gewöhnen.
Ein warmes Plätzchen auf dem MacBook
Katzen mögen besonders Notebooks, da diese im Tastaturbereich oft Wärme abgeben. Zudem ist ihnen klar, dass sie den Nutzer mit diesem Verhalten ablenken und Aufmerksamkeit auf sich ziehen können. Ist der Mac regulär aktiv, können sich so sehr merkwürdige Tastaturkürzel ergeben, die schlimmstenfalls zu Datenverlusten oder unerwünschten Einstellungen führen.
Ein Video auf Alexanders Website zeigt, wie Cats Lock in der Praxis funktioniert. Die App ist dankenswerterweise als Einmalzahlung ausgeführt, ein Abo muss man für den Katzenschutz nicht abschließen. Cats Lock läuft so lange, bis der Mac in den Schlafmodus versetzt wird. Letzterer ist auch die einfachste Schutzvariante gegen die Vierbeiner – bei MacBooks am besten allerdings im zugeklappten Zustand, damit die Katze nicht zu viele falsche Passwortangaben vornimmt und den Nutzer aussperrt.
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Siehe auch:
(bsc)
Künstliche Intelligenz
Bildzeichengenerator: Genmojis sollen in iOS 27 besser werden
Zu den im Herbst 2024 eingeführten Apple-Intelligence-Funktionen zählen auch zwei Bildgeneratoren. Während Image Playground wie konkurrierende Systeme wie DALL-E oder Nano Banana arbeitet (wenn auch technisch deutlich eingeschränkter), sind die sogenannten Genmojis direkter Teil der Tastatur von iOS und iPadOS, sowie tief in macOS integriert. Die Idee dahinter: Nutzer sollen eigene Bildzeichen per Prompt erstellen können. Das klappt bislang mal besser und mal schlechter. Mit iOS 27 ist nun geplant, die Technik nach vorne zu bringen, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg: Ein größeres Genmoji-Update steht aus.
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Erst Kombinationen, jetzt Vorschläge
Internen Apple-Angaben zufolge werden die KI-generierten Bildzeichen offenbar gut genutzt – im Rahmen des eingeschränkten Erfolges von Apple Intelligence zumindest. Probleme wie wenig clevere Umsetzung von Prompts, hoher Stromverbrauch insbesondere auf dem iPhone durch Verwendung lokaler Modelle sowie allgemeine Hässlichkeiten bei der Darstellungsfindung sollen laut dem Bericht künftig behoben werden. Erste Verbesserungen wie die Kombination mehrerer Emojis zu einem Genmoji ab iOS 26 sollen fortgeführt werden.
So plant Apple unter anderem, Genmojis künftig automatisch vorzuschlagen – ähnlich wie man dies schon von regulären Emojis kennt. „Vorgeschlagene Genmojis werden von Ihren Fotos und häufiger eingegebenen Sätzen geschaffen“, heißt es demnach in einem Einstellungsmenü in iOS 27 und iPadOS 27. Das Feature soll allerdings optional sein und ist womöglich aus Datenschutzgründen nicht sofort aktiv.
Zensurprobleme bei Genmojis
Ob Apple auch ein anderes Problem behebt, ist eher unwahrscheinlich: die reichlich strikten Guardrails im Rahmen der erlaubten Prompts. Nutzer bekommen diese zu spüren, sobald Begrifflichkeiten verwendet werden, die Apple Intelligence für problematisch hält. Dann wird das Generieren eines Bildzeichens einfach abgelehnt.
Im Gegensatz zu Anbietern wie OpenAI bietet Apple keine Möglichkeit, in solchen Fällen den Support zu kontaktieren – oder zumindest darauf aufmerksam zu machen, dass ein harmloser Prompt zur Zensur führte. Ein weiteres Problem führt dazu, dass die Genmoji-Generierung nur weitergeht, wenn man dem System ein Foto einer bekannten Person übergibt, was viele Nutzer vermutlich ungern tun.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
SPD zurückhaltend zu Verlängerung des „Tankrabatts“
SPD-Politiker haben sich zurückhaltend zu einer Verlängerung des „Tankrabatts“ über Ende Juni hinaus geäußert. „Dauerhaft kann die Senkung der Energiesteuer keine Lösung sein“, sagte SPD-Fraktionsvize Armand Zorn der Deutschen Presse-Agentur. Fraktionschef Matthias Miersch sagte dem Sender WELT: „Diese Gießkanne kann man jetzt nicht monate-, jahrelang machen.“
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Steuerausfälle
CSU-Chef Markus Söder kann sich dagegen eine Verlängerung vorstellen. Der bayerische Ministerpräsident sagte in der ARD-Sendung Caren Miosga, der „Tankrabatt“ scheine zu wirken: „Wenn es nicht anders geht, könnte ich mir vorstellen, dass wir darüber diskutieren müssen, ihn zu verlängern.“ Das hänge von der Preissituation ab. Die Steuersenkung zur Entlastung von den stark gestiegenen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs gilt seit Anfang Mai und bis Ende Juni. Dem Staat dürften dadurch Steuerausfälle von bis zu 1,6 Milliarden Euro entstehen. Konkret wurden die Spritsteuern um 14,04 Cent je Liter herabgesetzt. Weil auf die wegfallende Energiesteuer auch keine Mehrwertsteuer anfällt, ergibt sich eine Reduzierung um 16,7 Cent. Gerundet entspricht das den oft genannten 17 Cent. Am Wochenende war der Preis für einen Liter Diesel erstmals seit März wieder einen Hauch weniger teuer als Super E10.
„Die Senkung der Energiesteuer war wichtig, um kurzfristig für spürbare Entlastungen an der Zapfsäule zu sorgen“, sagte Zorn, der zusammen mit dem CDU-Politiker Sepp Müller eine Taskforce der Koalition leitet. „Gerade für viele Menschen, die im Alltag auf das Auto angewiesen sind, war das in dieser Situation richtig und notwendig. Gleichzeitig dürfen wir nicht nur auf die Preistafeln an den Tankstellen schauen. Infolge des Krieges im Iran erleben wir insgesamt eine höhere Inflation und steigende Preise in vielen Lebensbereichen.“ Deshalb seien auf Dauer zielgerichtete Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen notwendig.
Strukturell entlasten und Vorsorgungssicherheit gewährleisten
Die Koalition plant eine Reform der Einkommensteuer mit Wirkung von Januar 2027. Zorn sagte, es müssten zusätzliche Impulse gesetzt werden, um strukturell zu entlasten und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. „Wir brauchen ein entschlossenes Krisenmanagement der Bundesregierung, damit Preisexplosionen und Engpässe verhindert werden.“
Miersch sprach sich für den Fall anhaltend hoher Spritpreise für einen Preisdeckel aus. „Für mich sind Preisdeckel überhaupt nicht aus der Welt. Ich habe immer wieder betont: Wir müssen uns auf die nächsten Monate vorbereiten.“ Niemand wisse, wie es in dem Konflikt mit dem Iran in den nächsten Monaten weitergehe. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnt einen Preisdeckel ab.
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(mfz)
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