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Zentrale Datenspeicherung: Streit um 73 Millionen Versichertendaten geht weiter


Die Klage gegen die zentrale Speicherung der Gesundheitsdaten aller gesetzlich Versicherten wird weitergeführt. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) und Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC), haben beim Sozialgericht Berlin weitere Schriftsätze eingereicht. Das Verfahren hatte seit Februar 2023 geruht, weil das zuständige Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ Gesundheit) zunächst nicht arbeitsfähig war.

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Im Kern richtet sich die Klage gegen das beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angesiedelte FDZ Gesundheit, das Abrechnungsdaten von rund 73 Millionen gesetzlich Versicherten nach eigenen Angaben pseudonymisiert und zentral sammelt und für Forschungszwecke bereitstellt. Die Daten werden seit 2022 in einer zentralen Datenbank zusammengeführt, jährlich ergänzt und sollen bis zu 100 Jahre gespeichert werden. „Die verlängerte Speicherdauer vergrößert die Menge der gespeicherten Daten, macht die Datensammlung damit noch wertvoller, und erhöht so das Missbrauchsrisiko“, sagte die GFF gegenüber heise online.

Das Verfahren war vor drei Jahren ruhend gestellt worden, weil das FDZ kein abschließendes IT-Sicherheitskonzept vorlegen konnte und wegen Problemen mit einem Dienstleister nicht arbeitsfähig war. Seit Oktober 2025 ist das FDZ in Betrieb und ermöglicht den Datenzugriff für erste erfolgreiche Antragsteller. Damit sehen GFF und CCC die Grundlage für eine gerichtliche Klärung als gegeben an.

Die Kläger kritisieren insbesondere, dass Versicherte der Datenübermittlung nicht widersprechen können. Zudem halten sie die zentrale Speicherung für ein unnötiges Sicherheitsrisiko. „Gesundheitsdaten brauchen zwingend angemessene Sicherheitsmaßnahmen, um sie zu schützen. Und alle Versicherten sollten endlich das Recht bekommen, dieser zentralen Datensammlung zu widersprechen“, sagt Constanze Kurz.

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Die GFF erläuterte den Hintergrund der Klage vor drei Jahren unter anderem in einem YouTube-Video.

„Für die Übermittlung der Daten werden nur Namen, Geburtstag und -monat der Versicherten entfernt“, heißt es von der GFF. Ein im Auftrag der GFF erstelltes Gutachten (PDF) des Kryptografie-Experten Dominique Schröder kommt zu dem Ergebnis, dass diese Form der Pseudonymisierung keinen ausreichenden Schutz biete, da sich Betroffene durch Abgleich mit anderen Datensätzen wieder identifizieren ließen.

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Auf Anfrage von heise online teilte die GFF mit, eine Alternative bestehe darin, „auf das FDZ als zentrale Datensammelstelle zu verzichten“. Statt einer dauerhaften zentralen Speicherung würden die Krankenkassen angefragte Daten jeweils anlassbezogen in pseudonymisierter Form übermitteln. Das FDZ würde lediglich als Schnittstelle zu den Forschenden fungieren. Dieser Ansatz werde in dem von Dominique Schröder erstellten Gutachten ausführlicher beschrieben. Auf Nachfrage erklärte die GFF auch, dass grundsätzlich eine informierte Einwilligung ein Schritt in die richtige Richtung wäre, „weil die Versicherten so in der Lage wären, über die eigenen Daten zu bestimmen.“

Zu den möglichen Auswirkungen eines Erfolgs erklärte die GFF gegenüber heise online: „Mit dem laufenden Verfahren möchten wir grundsätzliche Fragen rund um den Umgang mit Gesundheitsdaten klären – und konkrete Verbesserungen für die Versicherten erreichen.“

Ein Erfolg der Klage könnte auch laufende Forschungsprojekte betreffen. Zugleich betonte die Organisation, sich nicht gegen die Forschung mit Gesundheitsdaten zu stellen. „Werden sie im öffentlichen Interesse genutzt, stellen sie eine wertvolle Ressource dar. Es ist daher grundsätzlich sinnvoll, sie Forschenden zugänglich zu machen. Eine solche Forschung muss aber stets die Rechte der Versicherten berücksichtigen“. Vertreten werden Constanze Kurz und ein weiterer Kläger, der anonym bleiben möchte, von Professor Matthias Bäcker vor dem Sozialgericht Berlin und dem Sozialgericht Frankfurt.


(mack)



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Bericht: Touchscreen-MacBook Pro mit OLED noch in diesem Jahr


Großer Umbau bei den portablen Macs: Insidern zufolge wird Apple noch in diesem Jahr, vermutlich im Herbst, ein allererstes Touchscreen-MacBook auf den Markt bringen. Es soll sich, berichtet der üblicherweise gut informierte Bloomberg-Reporter Mark Gurman, gleichzeitig um die ersten OLED-Mac-Modelle handeln. Bislang verwendet Apple diese Display-Technik nur beim iPhone sowie bei den iPad-Pro-Modellen. Sowohl das 14- als auch das 16-Zoll-Modell werden überarbeitet. Mit der Verwendung des noch unveröffentlichten M6-Chips ist weiterhin zu rechnen. Apple soll außerdem Umbauten an macOS planen, damit eine Touchbedienung sinnvoll(er) wird.

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Die Kamera der ersten Touchscreen-Macs landet in einer Dynamic Island, wie man sie vom iPhone kennt, heißt es in dem Bericht weiter. Darin können dann auch Live-Aktivitäten angezeigt werden, die macOS 26, wenn auch zunächst nur außerhalb der EU, eingeführt hatte. Technisch plant Apple offenbar eine „Cutout“-Kamera wie beim iPhone, platziert oben in der Mitte. Aktuelle MacBooks haben eine Einkerbung (Notch), wie sie Apple beim iPhone X im Jahr 2017 einst eingeführt hatte. Dies stört unter anderem, weil Teile der Menüleiste abgedeckt sind. Ob und wie dies die Dynamic Island löst, bleibt abzuwarten – womöglich rückt sie etwas mehr nach unten.

Apple hatte über Jahre betont, dass sich ein Touchscreen für den Mac nicht lohnt. Zuletzt gab es aber immer mehr Gerüchte, dass es intern ein Umdenken gab. Gänzlich Touch-frei waren die Systeme aber nicht: So hatte Apple über Jahre mit der Touch Bar eine OLED-basierte Funktionstastenleiste im MacBook Pro verbaut. Diese konnte sich jedoch nie durchsetzen – weder war sie bei Nutzern beliebt noch wurde sie viel von Softwareanbietern verwendet. Apple strich sie bei der Umgestaltung der MacBooks ab dem Jahrgang 2021 dann ersatzlos.

Für macOS plant Apple mit den neuen MacBook-Pro-Modellen auch Veränderungen. Mit dem Liquid-Glass-Design in macOS 26 traf der Konzern hier laut Gurman erste Vorbereitungen. Es gibt insgesamt mehr Platz, um Touch-Ziele zu treffen. Ein vollständiger Umbau in Richtung iPadOS ist aber nicht geplant. So will Apple etwa keine Touch-Tastatur implementieren. Der Touchscreen soll angeblich nur zu einer zusätzlichen Eingabeform neben dem Trackpad werden. Standardfunktionen wie Scrollen oder Zoomen mittels Multitouch wird es geben. Menüs wie der Emoji-Picker seien ebenfalls Touch-optimiert.

All das erinnert ein wenig an Microsofts erste Touchscreen-Windows-Versuche – wie das bei den Nutzern ankommt, bleibt abzuwarten. Steve Jobs hatte Notebooks mit Touchscreen einst als „ergonomisch furchtbar“ bezeichnet. Technikchef John Ternus hatte das iPad zuletzt 2021 als „besten Touchcomputer“ ausgezeichnet. Eine Änderung dieser Strategie hielt Apple damals laut Ternus nicht für notwendig. Der Konzern änderte die Haltung wohl auch deshalb, weil neue Funktionen neue Zielgruppen anziehen könnten. OLED und neue Chips allein reichen dafür offenbar nicht.

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(bsc)



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Host Europe stoppt E-Mail-Umstellung auf Microsoft 365


Der Webhosting-Anbieter Host Europe vollzieht eine Kehrtwende: Die Umstellung der E-Mail-Postfächer aller Kunden auf Microsoft 365 wird gestoppt. Die für Ende April angekündigte Einstellung des Classic-Hosting-Angebots wird ausgesetzt. Für viele Kunden dürfte das freilich zu spät kommen: Sie haben dem Webhoster angesichts drohender massiver Mehrkosten längst den Rücken gekehrt, wie in Foren-Posts und auf Reddit zu lesen ist.

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Mit der Umstellung auf Microsoft 365 sollte jedes Mailkonto künftig knapp einen Euro pro Monat kosten. Das klingt nach wenig. Bedenkt man aber, dass die Mailkonten, für die vorher IMAP/POP3 verwendet wurden, in dreistelliger Zahl kostenlos den Paketen beigelegt waren, wurden viele Kunden von der Zwangsumstellung kalt erwischt. Wer viele Mailkonten nutzt, musste entweder ausdünnen oder aber sich auf erhebliche Mehrkosten einstellen, die schnell die monatlichen Kosten für das restliche Webhosting übersteigen. Kunden äußerten zudem Vorbehalte, dass ihre E-Mails in die Cloud eines US-Anbieters umziehen sollen, anstatt wie bislang auf einem europäischen Server zu liegen.

Die Kehrtwende, die den Kunden jetzt mit einer E-Mail bekannt gegeben wurde, stellt das Unternehmen als Akt der Kundenfreundlichkeit dar: „Während dieser Zeit haben wir uns konsequent auf die Kundenerfahrung konzentriert, auf Kundenfeedback gehört und erkannt, dass einige Produkte und Kundenumgebungen zusätzliche Überlegungen erfordern“, heißt es. Deshalb werde man alle weiteren Hosting- und E-Mail-Migrationen „vorerst“ stoppen, während das Unternehmen die nächsten Schritte evaluiere.

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Konkret bedeutet dies, dass alle nicht migrierten Produkte auf der Classic-Hosting-Plattform verbleiben sollen und die Abschaltung ausbleibt. Wer allerdings schon umgestellt hat, schaut in die Röhre. Und das dürften aufgrund des späten Zeitpunkts der Mitteilung sehr viele sein. Solche Umstellungen haben meistens einen großen Vorlauf. In Foren ist zum Beispiel von Vereinen zu lesen, die viel Arbeit in die Umstellung stecken mussten. Host Europe bietet Kunden, die ihre Kündigung zurücknehmen, vier Monate kostenloses Classic-Hosting an. Für jene, die bereits umgestellt oder den Anbieter verlassen haben, dürfte das wie Hohn wirken.

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Tatsächlich bleiben viele Fragen offen. Dazu zählt, warum Host Europe erst so spät – nach fast einem Jahr – erkannt hat, dass die Kunden mit der Umstellung nicht einverstanden sind. Das großzügige Kostenlos-Angebot deutet darauf hin, dass sich das Unternehmen einer großen Kündigungswelle entgegensah. Und offen bleibt auch, wie der Hinweis auf die Vorläufigkeit des Migrationsstopps zu verstehen ist. Gegenwärtig muss davon ausgegangen werden, dass durch den Stopp nur Zeit gewonnen wurde. Zudem scheint das Unternehmen nicht vorzuhaben, zum klassischen Mailserver zurückzukehren. Eine Nachfrage von heise online blieb bislang unbeantwortet.


(mki)



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JavaScript: React wechselt zu eigener Stiftung bei der Linux Foundation


Die React Foundation hat offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Wie das Team mitteilt, steht das Projekt nun unter dem organisatorischen Dach der Linux Foundation.

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Bereits im Oktober 2025 hatten die Verantwortlichen angekündigt, eine eigenständige Stiftung gründen zu wollen. Mit dem Start geht React inklusive React Native und begleitender Technologien wie JSX formal in den Besitz der neuen, unabhängigen Organisation über – und ist damit nicht länger Eigentum von Meta.

Zum Kreis der Platinum-Gründungsmitglieder zählen Amazon, Callstack, Expo, Huawei, Meta, Microsoft, Software Mansion und Vercel. Huawei ist seit der Ankündigung im Herbst hinzugekommen. Die Stiftung wird von einem Board gesteuert, in dem die Mitgliedsunternehmen vertreten sind. Als Executive Director fungiert Seth Webster.

Die technische Weiterentwicklung bleibt davon getrennt. Das React-Team betont, dass strategische Technologieentscheidungen weiterhin von den Maintainern sowie aktiven Beitragenden getroffen werden – unabhängig vom Stiftungsboard.

Um die künftige technische Governance auszuarbeiten, hat das Projekt einen vorläufigen Leadership Council eingesetzt. Dieses Gremium soll in den kommenden Monaten ein dauerhaftes Modell für Entscheidungsprozesse und Verantwortlichkeiten definieren.

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(Bild: jaboy/123rf.com)

Tools und Trends in der JavaScript-Welt: Die enterJS 2026 wird am 16. und 17. Juni in Mannheim stattfinden. Das Programm dreht sich rund um JavaScript und TypeScript, Frameworks, Tools und Bibliotheken, Security, UX und mehr. Frühbuchertickets sind im Online-Ticketshop erhältlich.

Parallel läuft die organisatorische Migration: Repositorys, Websites und weitere Infrastruktur sollen schrittweise auf die React Foundation übergehen. Darüber hinaus plant die Stiftung Programme zur Unterstützung des Ökosystems und startet die Vorbereitungen für die nächste React Conf. Nähere Informationen finden sich im Beitrag auf dem React-Blog.


(mdo)



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